tikels näher eingehen, wollen aber an dieser Stelle bereits mitteilen, daß die Oberfläche von 900 ha bedeutet, daß durch den Amsterdamer Wald die Zahl der qm Grünlläche pro Einwohner um 10 vergrößert wurde.
In die großen Stadterweiterungen im Westen und Süden sind jetzt soviel Anlagen eingebaut, daß heute 19 qm pro Einwohner zur Verfügung stehen und wir damit rechnen, daß diese Zahl im Jahre 1975 aul 24 gestiegen sein wird. Es müssen dann noch 6,6 qm lür Sport und 5,5 iür Kleingärten hinzugezählt werden.
Aufbau der Anlagen:
1. Als ersten Typ der Anlagen nenne ich die „Begleitanlagen" ; kleine Grünstreifen und Rasenflächen, die nötig sind, um den Wohnvierteln ein angenehmes Aussehen zu verleihen. Dabei spielt die Baum- bepflanzung eine sehr wichtige Rolle. Zu diesen Anlagen zählen Kinderspielplätze, die in unmittelbarer Umgebung der Wohnhäuser projektiert sind. Augenblicklich gibt es in Amsterdam ungefähr 400 derartiger kleiner Spielplätze.
2. Vondelpark
Ein alter Park wurde belebt und Ittr die Bevölkerung In seiner Anziehungskraft und Nutzung intensiviert durch ein großartiges Rosarium. Dies ist In Wabenlonn mit vielen neuen Wegen in die alten Rasenilächen eingeordnet. Die Aufstellung von Plastiken bringt eine zusätzliche Bereicherung und führt die Bevölkerung zwanglos an die Kunstwerke heran — Museum Im Freien.
. Parks in den Stadtvierteln.
Dazu rechne ich Parks bis zu einer Oberfläche von 10 ha. Sie sind theoretisch ungefähr 800 m voneinander entfernt, daß heißt also, daß eine Mutter mit Kinderwagen diese Parkgebiete ohne große Anstrengung besuchen kann. Außer Kinderspielplätzen gibt es in diesen Parks noch ziemlich viel andere Erholungsmöglichkeiten, z. B. Spielteiche, große Wiesen zum Spielen und Ausruhen, Gelände für unorganisierten Sport, Plätze zur Fütterung von Enten und dergleichen mehr.
. Große Parks mit einer Oberfläche von zirka 50 ha. Außer dem bereits bestehenden Vondelpark sind zwei Parks dieses Typs im Bau. Diese Parks sind ein Versuch, dem Städter die Illusion zu verschaffen, daß er sich innerhalb der Stadt in freier Natur befindet. Die erste Skizze eines dieser Parks (Rembrandtpark) zeigt sehr deutlich, welche Details darin aufgenommen werden sollen. Ich führe die Schulwerkgärten an, das Informationszentrum, Heimpark, einen Parkteil speziell für Blumen und Skulpturen, Restaurants, Musikpavillon und Begegnungszentrum.
4. Ferner wurde in die westliche Stadterweiterung ein Anlagenzentrum aufgenommen, das ungefähr 200 ha groß sein wird.
An einem künstlich angelegten 30 Meter tiefen See liegt ein 110 ha großes Parkgebiet, das als künstlicher Wald angelegt wird. In diesem Park wurde bereits ein Strandbad eingerichtet, das an warmen Sommertagen von 20 000 bis 30 000 Menschen besucht wird.
5. Der schon genannte Amsterdamer Wald verdient eine etwas eingehendere Beschreibung.
Dieser künstlich angelegte Wald wird nach Fertigstellung folgendermaßen eingeteilt:
ungefähr ein Drittel Hochwald, ein Drittel dem Publikum zugängliche Wiesen und der Rest besteht aus Wasser und Wegen.
Dieser Wald, mit dessen Anlage 1935 angefangen wurde, ist heute nahezu fertig. Es ist nicht nur ein sehr interessantes technisches Objekt, u. a. wegen des besonders guten Gedeihens der Gewächse, die hier angepflanzt wurden, mindestens ebenso interessant ist es zu beobachten, in welchem Maße das Publikum dieses Erholungsgebiet benutzt.
In dieses Objekt aufgenommene Teile sind u. a. ein Wassersportzentrum im Norden, eine große Planschwiese für Kinder, ein Zeltlagerplatz und ein Sportzentrum, in dem Hockey und Tennis gespielt und Reitsport geübt werden kann. Vor kurzem wurden hier ein Ponyzentrum und eine Paddelbootverleihanstalt hinzugefügt. Weiter Restaurants und Cafes.
Der Entwurf zeigt sehr viel Waldrand, der intensive Benutzung dieses Waldes ermöglicht.
Nachdem die Amsterdamer den Wald entdeckt hatten, kann die Zahl der Besucher während der Ferien bei schönem Wetter mit 100 000 Personen pro Tag angegeben werden. Es sind drei Besucherkategorien:
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