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Von Dresden nach Bremen im Jahre 1806 : Reisebeschreibung / von Margarethe Oelrichs
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so wurde unser Wagen von Flüchtlingen um­ringt, welche direct aus der Jenaer Schlacht kamen und in der Angst ihres Herzens noch nach Altenburg wollten; Einige hatten ganz ' blaue Gesichter. Obgleich wir nur zwei einhalb Meilen entfernt waren, lioerten wir doch kein Schiessen, weil der Wind den Schall von uns abblies. Kaum kamen wir in ein Dorf, so guck­te aus jedem Fenster uns ein neugieriger Kopf entgegen, der den Postillon mit vielen Fragen bestürmte und, tüchtig angelogen, sich wieder zurückzog. Uns war mit diesen Unterredungen wenig gedient; denn wir hatten kein Verlan­gen, dem grossen Gefolge auf der Landstrasse zu begegnen und mit ihm in Leipzig einzuzie­hen.

Um sechs Uhr Abends sahen wir mit noch groesserer Freude, als das erste Mal, die Lich­ter der Stadt. Wir waren kaum anderthalb Stunden in dem wirklichenHotel de Saxe eingekehrt, wo uns Jedermann mit Fragen be­stürmte Alle waren in der fürchterlichsten Ungewissheit da waren auch schon die Fran­zosen da. Diese hatten im Durchmarsch Gross-