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so wurde unser Wagen von Flüchtlingen umringt, welche direct aus der Jenaer Schlacht kamen und in der Angst ihres Herzens noch nach Altenburg wollten; Einige hatten ganz ' blaue Gesichter. Obgleich wir nur zwei einhalb Meilen entfernt waren, lioerten wir doch kein Schiessen, weil der Wind den Schall von uns abblies. Kaum kamen wir in ein Dorf, so guckte aus jedem Fenster uns ein neugieriger Kopf entgegen, der den Postillon mit vielen Fragen bestürmte und, tüchtig angelogen, sich wieder zurückzog. Uns war mit diesen Unterredungen wenig gedient; denn wir hatten kein Verlangen, dem grossen Gefolge auf der Landstrasse zu begegnen und mit ihm in Leipzig einzuziehen.
Um sechs Uhr Abends sahen wir mit noch groesserer Freude, als das erste Mal, die Lichter der Stadt. Wir waren kaum anderthalb Stunden in dem wirklichen „Hotel de Saxe” eingekehrt, wo uns Jedermann mit Fragen bestürmte— Alle waren in der fürchterlichsten Ungewissheit — da waren auch schon die Franzosen da. Diese hatten im Durchmarsch Gross-