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Von Sansibar zum Tanganjika : Briefe aus Ostafrika ; mit dem Bildniß Böhm's und einer Uebersichtskarte / von Richard Böhm ; nach dem Tode des Reisenden mit einer biographischen Skizze herausgegeben von Herman Schalow
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wird. Es ist hier jetzt so heiß wie bei uns etwa im Juli. Wir fangen schon an, uns abzuschälen; Gott sei Dank, daß man dcr ^alte und dem ewigen Regen entronnen ist!

2. An seine Mutter.

Sansibar, 15. Mai 1880.

.... Wenn wir auch noch fast vierzehn Tage Zeit bis zum Eintreffen der nächsten Mail haben, so will ich doch schon jetzt anfangen, Dir Nachricht von unserm Ergehen zu geben. Viel zu thun haben wir noch nicht, da wir erst mit nächster Post hoffentlich! unser Gepäck bekommen, und dann mit dem Herrichten der einzelneninsiZos" oder Trägerlasten be­ginnen können, was noch heiße Arbeit machen wird. Das Anwerben der Leute, der Einkauf der Handelswaare, die Be­rechnungen in Betreff des Unterhalts unserer Träger, Sol­daten, auch eigener Person, des zu zahlenden Tributs, der leider wegen der exorbitanten Forderungen der kriegerischen Wagogo, durch deren Gebiet wir ziehen müssen, sehr hoch ausfallen wird, und all die tausendfach andern Dinge, die mit der Juscenirung einer Expedition zusammenhängen, wer­den schneller abgemacht werden als wir erwarten konnten, da wir die ganze Sache einem Jndier aus Bagamojo dem Sansibar gegenüberliegenden Küstenorte in Entreprise geben können.

Nicht genug zu rühmeu ist die wirklich großartige Gast­freundschaft und Liebenswürdigkeit, mit der wir von den hier lebenden Deutschen, namentlich den Vertretern der beiden großen Handelshäuser O'swald und Hansing, aufgenommen worden sind. Abends ist immer hier oder dort bei den Deutschen ein offenes Haus, sodaß man, wenn man Lust hat.