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Äm 4. April 1885 theilte in einer Sitzung der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin der damalige Vorsitzende der Afrikanischen Gesellschaft in Deutschland, Contreadnnral Freiherr von Schleinitz, den Anwesenden mit, daß nach den Berichten von arabischen Elfenbeinhändlern zwei weiße Reisende im Gebiete von Njangwe, westlich vom Tanganjika, gesehen worden sein sollten. Dieselben hätten die Richtung nach den Stanleyfällen am Kongo eingeschlagen. Für ihn, bemerkte Freiherr von Schleinitz, bestände kein Zweifel, daß diese weißen Reisenden Dr. Richard Vöhm und Paul Reichard gewesen seien. Der Genannte fügte noch hinzu, daß er bei der Internationalen Kongogesellschaft bereits die nöthigen Schritte gethan habe, um den beiden Reisenden, wenn sie das Gebiet jener Gesellschaft betreten werden, eine gastliche Aufnahme zu bereiten.
So war denn endlich wieder ein Lebenszeichen von Bohm erschienen, nachdem beinahe zwei lange Jahre hindurch jede Nachricht'von dem Reisenden gefehlt, nachdem er zwei Jahre hindurch als ein Verschollener gegolten hatte. So durfte denn endlich der frohen Hoffnung Raum gegeben werden, in einigen Monaten von dem Eintreffen der kühnen Reisenden im Westen Afrikas, an der Küste des Atlantischen Oceans, die freudige Kunde zu vernehmen.