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Der wirthschaftliche Werth von Deutsch-Ostafrika : eine Zusammenstellung von Aussprüchen hervorragender Forscher nebst einem Abrisse der Geschichte Sansibars / von Grimm
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S. 220. Die Länder von Kiremia sind am leichtesten von Brawa aus zu erreichen, an ihren Bergen wächst viel Welschkorn und Zuckerrohr.

S. 221. Der Berg Kidimni bei Kiwoi bot eine herrliche Aussicht und eiue kühle Luft.

S. 227. Das Land erhebt sich immer mehr, aber auf sanfte Weise, so daß isolirte größere und kleinere Berge aus der unermeßlichen Ebene hervorragen.

Von Kidimni an ist keine menschliche Wohnung mehr bis zum Tana, auf eine Entfernung von 3436 Stunden.

Die Wakuavi, die früher in dieser Wildniß nomadisch umherzogeu, wurden von den Massai und Wakamba vertrieben.

Nachher kam Krapf in sehr schönes Land, das zum Ackerbau und zur Viehzucht sehr geeignet wäre, auch mit Bächen sehr guten Wassers aus­gestattet ist. (S. 228.)

Mau durchschritt daun die Wildniß Mbiti (deutsch: Gras), die mit großen Heerden Antilopen bevölkert ist, kam an Berg Datr, den früheren Hauptsitz der Wakuavi. (S. 229.)

Der letzte Punkt war der starke Zuflüsse vom Kenia erhaltende Tana, der schon hier schiffbar ist, da der in er trockenen Jahreszeit mannsties, in der Regenzeit aber hier 68 Fuß tief ist und in Folge der Schneezuflüsse niemals austrocknet.

Den Charakter der Bevölkerung der Wakamba schildert Krapf alsgeschwätzig, lärmend, unzuverlässig uud habsüchtig andererseits seien sie aber auch wiederum muthig, unternehmend, ausdauernd, oft großmüthig. Das Bewußtsein ihres Reichthums und ihrer Unabhängigkeit mache sie stolz und aufbrausend." (II. 262.) Dieser Reichthum kommt daher, daß sie die Mittelspersonen zwischen dem Innern und der Küste sind sie gehen 100 bis 200 Stunden in das Innere zum Elfenbeinhandel. (I. 232.) Sie leben meist von Fleisch und Milch, sind aber keine Nomaden. (I. 234.) Sie gehören Zu dem großen südafrikanischen, vom Aequator bis zu den Kaffern reichenden Sprachstamm, von Krapforxlmo hamitisch" (schwarz­braun hamitisch, im Gegensatz zu ui^i-o hamitisch, schwarz hamitisch), heu­tigen Tages Bantu-Völker genannt.

Alle Arbeiten (Bebauen des Landes, Holen des Holzes, Mahlen des Mehls :c.) liegen den Frauen ob.

Krapf schützt den ganzen Stamm auf 70,000 Seelen.

Krapfs Absicht war, in diesem Ukamba-Lande?eine Station zu errichten. An dieser von ihm in dieser Richtung entwickelten Thätigkeit wird nun heutigeu Tages fortbauen: