durchaus nöthig ist — in 14 Tagen könne man da vermuthlich leicht einen Werth von 20,000 Mark Elfenbein erschießen. Am Baringo-See selbst, zu welchem Thomson schließlich zurückkehrte, erlegte er noch selbst in 10 Tagen 6 Zebras, 4 Rhinoceros, 4 Büffel, 3 Elephanten, 1 Giraffe und 1 Antilope.
Vkamba-Land und Kenia.
Gleichwie den Kilimandjaro erstmals ein deutsches Auge erblickte, so verhält es sich auch mit dem Kenia (vergl. S. 82 dieser Druckschrift).
Das Ukamba-Land (Ukambani), dessen äußerste nördliche Grenze der Kenia bildet, besuchte Krapf, „Reisen in Ostafrika, Kornthal 1858," zweimal, nämlich im November und Dezember 1849 (Bd. II. S. 135—195) uud vom 11. Juli bis 30. September 1851 (Bd. II. S. 195—274).
Die durchreisten Gegenden schildert er als schwach bevölkert, von Duruma bis Manegu fand er gar keine Menschen.
Der Durchschuittscharakter des Laudes sei sehr wenig Wald, in manchen Gegenden sei das Holz sogar sehr rar, aber desto geeigneter sei das Land für Ackerbau und Weideplätze. Wild: Elephanten, Giraffen, Antilopen zc. treffe man in Masse. Von Rabbai (hinter Mombas) bis zum Kenia seien es ungefähr 100 Stunden.
Er überschritt den Adi, einen schönen Seitenfluß des Sabaki.
Den Kilimandjaro sah er öfters im fernen Westen.
Er durchzog Kitumbulio und Kiwi.
Deu schneebedeckten Kenia sah er an: 4. Dezember 1849, nachdem er von Kiwoi (deutsch: „Nauchberg") aufgebrochen war. (Bd. II. 167.)
„Der Berg erstreckt sich von Ost nach Nordwest bis West. Er erschien mir wie eine ungeheure Mauer, auf deren Spitze ich zwei große Thürme oder Hörner erblickte, welche nicht weit von einander stehen und dem Berg ein imposantes Ansehen geben. Der Gipfel ist nicht, wie der Kilima, kuppelähnlich, sondern dachstuhlförmig."
II. 213: Gegen Nordwesten erhebt sich das Land immer mehr, so daß ich glaube, die Basis des Kenia sei 5—6000 Fuß über der Meeresfläche, die relative Höhe 12—13000 F., also absolute Höhe 18—19000 F.
Das Schneewasser führt den Flüssen immer srisches Wasser zu, welche sonst in der heißen Zeit vertrocknen würden. (II. 223.)
S. 219. Oestlich von Baringo ist das Land der Wamaa-Stämme, welche viel Landbau und Viehzucht treiben. Dieselben haben so viel Kühe, daß sie mit dem Melken derselben erst um Mittag fertig werden.