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Der wirthschaftliche Werth von Deutsch-Ostafrika : eine Zusammenstellung von Aussprüchen hervorragender Forscher nebst einem Abrisse der Geschichte Sansibars / von Grimm
Entstehung
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Moralität hat sich sehr gehoben; niemals, so versichert Thomson, sei ^ er von diesem braven Volke bestohlen worden, obgleich oftmals sein Gepäck ^ wegen Mangels an Wachmannschaften deren Belieben preisgegeben war. !

Lander zwischen der Küste und den Schneebergen. ^

Für die Länder zwischen der Küste, dem Kilimandjaro.und Kenia ? sind eine ganz vorzügliche Quelle die Würtemberger Missionare Kraps und Rebmann; ihre Aussprüche erscheinen vom colonialpolitischen Stand- ^ puukte aus noch wichtiger als diejenigen selbst der berühmtesten und natur­wissenschaftlich geschulten Afrika-Reisenden, weil die letzteren der Natur der ^ Sache nach ihrem Neiseberuf obliegend, die Länder nur in raschein Schritte ^ durcheilen konnten, während Krapf und Nebmann jeder ein großes Stück seines Lebens in Ost-Aequatorial-Afrika und mitten unter den Eingeborenen selbst zugebracht, darnach auch die verschiedeuen Jahreszeiten kennen gelernt ! hatten. Beide waren nebstdem als Bauernsöhne auf dem Lande aufge­wachsen und daher mit den Bedürfnisseil und Lebensgewohnheiten des deutschen Bauernstandes und den desfalls namentlich auch an Ackerbau­kolonien zu stellenden Anforderungen auf's Genaueste bekannt.

Johann Ludwig Krapf, geb. 1810 zu Derendingen bei Tübingen, studirte Theologie, trat 1837 in den Dienst der englischen (Nuren Niskio- nar^ Koeiöt^, war bis 1842 in Schoa, südlich Abessvnien, thätig. Am 13. März 1844 kam dann Krapf in Mombas an, er gründete in der Nähe das Missionshaus zu Rabbai und verweilte daselbst bis zum 25. Sep­tember 1853, wo er nach Europa zurückkehrte, also fast zehn Jahre lang. Er starb im Jahre 1881 in Kornthal.

I. Rebmann, geb. 1820 zu Gerlingen bei Leonberg, gleichfalls Theo­loge, trat 1846 in den Dienst der (ÜKui-eli MssionAi'^ Loeist^ und kam am 10. Juni 1846 zur Unterstützung Krapf's in Mombas an. Er ver­heiratete sich 1852 und blieb 30 Jahre auf der Station bei Mombas, den Wanika das Evangelium lehrend. 1875 erblindet, kehrte er nach Europa zurück und starb in Kornthal bei Krapf am 4. October 1876.

Vom Jahre 1849 bis 1857 hatte auch Missionar Erhard: aus Würtemberg allda gewirkt, der dann nach Indien ging.

Später waren die Missionare New und Wakefield auf der Station thätig.

Heutigen Tages wirkt in Mombas der englische Missionar Handford, in Kisolutini bei Rabbai der englische Missionar Schaw, und in dem nahen Jomvu der englische Missionär Wakefield, letzterer seit 1862 thätig, jetzt