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Der wirthschaftliche Werth von Deutsch-Ostafrika : eine Zusammenstellung von Aussprüchen hervorragender Forscher nebst einem Abrisse der Geschichte Sansibars / von Grimm
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In

Schafen, jedoch mehr als Zeichen seines Reichthums, als des Nahrungs­werthes halber. Im Charakter sind alle Stämme sich gleich, sämmtlich sehr seige. Die Bewohner von Useguha treten großthuerisch und polternd aus, wenn sie sich einem schwächeren Feinde gegenüber befinden; zu Zeiten der Gefahr halten sie aber nicht besser Stand, als die ruhigeren Eingeborenen von Nguru und Usagara. Die letzteren bilden ein eminent friedliebendes Volk. Ich habe nahezu acht Jahre unter ihnen gelebt und fand sie stets sehr freundlich gegen mich gesinnt, und so würden sie sich gegen jeden Fremden betragen, der ihnen friedfertig entgegentritt. Es heißt, daß die Deutschen daran denken, eine Eisenbahn von der Küste nach dem Gebiet der großen Seen zu bauen, die Useguha uud Usagara durchziehen würde. Ist dem so, dann dürfen wir hoffen, daß dies reiche und schöne Land bald aufgeschlossen wird, uud daß viele Ansiedler an seinen lieblichen Berghängen ihr Heim gründen werden. Jeder ihnen gut Gesinnte kann eines freundlichen Empfanges bei den friedliebenden Eingeborenen sicher sein, und wenn er in seinem Verkehr mit ihnen ehren­haft und artig ist, wird er sie stets bereit finden, ihm zu helfen und ihn zu respektiren." (Aus Westphal S. 49/53.)

M a h e n g e.

Diese Landschaft wurde von dem Engländer Joseph Thomson im Jahre 1879 bereist.

Thomson schildert diese Landschaft als sehr reich. Er sagt z. B. (S. 189 seines Werkestlis LsutrAlAtriKa I^Kes« (London bei Sampson 1881): In Folge ihrer Lage nahe den Usagarabergen und der flachen Natur des zwischen zwei Flüssen, dem Nuha uud Nusidschi befindlichen von dem gleichfalls schiffbaren Uranga durchflossenenLandes sei sie eine der frucht­bar st en Gegenden Afrikas. Der Boden, welcher durch den erwähnten großen Wasserreichthum das ganze Jahr hindurch feucht gehalten wird, ist ein reiches Alluvium; es gedeihen alle Cerealien der Küste, wie Reis, Hirse, Mais u. a. in Ueberfluß, auch Gemüse, wie Süßkartoffeln, Erdnüsse, Me­lonen, Kürbis, daneben massenhaft Tabak, Zucker, Castoröl und Baumwolle. Es giebt dort eine Menge Schafe, Geisen, Geflügel, Fische und Wasser­vögel. Nach alle dem hält der Reisende das Land für Plantagenbau wie geschaffen. Von der Küste aus leicht zu erreichen, ist die westliche Parthie