fluß des Wami, eines schönen und breiten Flusses, wobei das Wasser den Reisenden wieder bis zum Gürtel reichte. Hierauf erfolgte ein zweistündiger Marsch über eine Ebene mit üppigster Vegetation, bis man sich all- mählig dem Nachbarlande Useguha näherte.
C h u t u.
Der Engländer Burton, der im Sommer 1857 als erster Europäer Chutu betrat, schreibt darüber: S. 67 (d.).
Chutu mit seinen herrlichen Parklandschaften ist besonders reich an Wild, das in der trockenen Jahreszeit in ganzen Rudeln an den Strom geht, um seinen Durst zu stillen.
Eine der größten und fruchtbarsten Niederlassungen ist Duthumi, dessen Ländereien von dem Flusse gleichen Namens bewässert werden, der auf den Höhen von D., die sich 3000—4000 Fuß zu erheben scheinen uud woselbst das Wasser Nachts gefrieren soll, entspringt. Die Eingeborenen haben künstliche Irrigationen.
Schafe, Geflügel, Ziegen sind im Ueberfluß vorhanden.
Betelpfeffer, und wie in den Tiefländern Sesam, Manioc, süße Kartoffeln, Gurken, Bohnen, Platanen, Zuckerrohr gedeihen im Ueberfluß.
Das dichte Gebüsch am Fuße der Anhöhe birgt in Menge Elephanten, Rhinoceros, Gnu und Kudu.
Am Fuße der Berge liegt Zungo mero, der große Mittelpunkt des Handelsverkehrs im Osten, wie Unvanvembe in der Mitte und Udjiji im Westen. S. 78 (d.). Da es auf demselben Wege liegt, so müssen alle Karawanen hier vorüber und in der Reisezeit, Juni bis April passireu jede Woche mehrere tausend Mann starke Züge. Der Hauptanziehungspunkt des Ortes ist die Fülle von Provision. Getreide ist in solcher Unmasse vorhanden, daß die Bewohner fast nur von dem berauschenden Pembe-Bier leben.
In der Nähe ist eine heiße Springquelle. Das Tiefland genießt in gesundheitlicher Beziehung einen schlechten Namen; der Regen scheint in diesen Gegenden vorzuherrschen, der feuchte, klamme Nachtthau, die dumpfe und kühle Morgenluft, die brennende Sonne des Mittags bereiten leicht Fieber. Die Höhen sind indessen nicht ungesund. (S. 87 f.) Burton constatirte im Tiefland Nachts eine Temperatur von 15—17° R.
Im westlichsten Theil von Chutu, wenn man dem Fuße der Usagara-