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Vom 17. August bis 17. September 1870 verweilte der Superior der Mission Sansibar, der Elsässer Pater Horner in der jetzt deutschen Schutz- Provinz Ukami, welches Land er von Norden her erreichte, über den Fluß Gerengere, deu derselbe als mit frischem, Hellem, schönem, aber Sommers austrocknenden Wasser versehenen Grenzfluß zwischen Ukami und Ukwere bezeichnet. (Horner, Schneider S. 185.)
Es zeigte sich sofort eine merkwürdige Fruchtbarkeit, die Flußufer waren mit Bananen, Zuckerrohr, Mais dicht bepflanzt. „Auf dem Wege nach dem nächsten Orte Kakara schien die Natur alle Schätze, ihrer Schönheit ausgestellt zu haben." Auf beiden Seiten des Pfades dehnen sich Waldgegenden aus, die den schönsten Europas in nichts nachstehen. Vor sich hat man die hohen Gebirge Ukamis, deren Gipfel bis in die Wolken reichen. Diese Berge tragen in ihren: Schooße Quarz, Feldspath, Glimmer und Sandstein. Der Boden ist im Allgemeinen thonhaltig und von außerordentlicher Fruchtbarkeit. (S. 186.) Weiter in Kangasi kam man (S. 188) in ein wunderschönes Bergland, das uns an die Pyrenäen erinnerte, und in reiche Thäler, mit mächtigen Granitblöcken zwischen Trümmern von Sandsteinen — (S. 189) zu einer prachtvollen Reihe von Bergketten.
Am 20. August bestieg Horner den hohen Kongue-Berg, erquickte sich an der „reinen, srischen Luft" und traf auf einer Hochebene einen großen Bergsee, der zur Bewässerung niedergelegener Felder dienen könnte, außerdem einen Ueberfluß an Steinen, Quellen, mächtigen Bäumen. Für Missionszwecke war der Punkt nur deswegen nicht gewählt worden, weil die nächsten Dörfer 4 Stunden entfernt liegen. Darnach erreichte man die Bergeshöhe auch erst in 4 Stunden. Auf verkrüppelte Bäume am Fuße folgt die schönste üppigste Vegetation — so wie in den prachtvollen Bergen des Innern der Insel Reunion, herrliche Bäume, Quellen, Bächlein wie Silberfäden iu Sprüngen durch die Schluchten stürzend, auf dem Gipfel ist eine Ebene von hohem Gras, aller Orten durchfurchtet von hierher flüchtenden Büffeln — ein Jäger kann hier von der Büffeljagd bequem leben. —
Man hatte daselbst eine großartige Rundschau nach den Bergen von Chutu Mona uud der herrlichen wellenförmigen Ebene zum Gerengere, dazwischen Hügel, grüne Thäler und zahlreiche Flüsse. Es ist „eines der schönsten Panoramen der Welt, niemals könnte menschliche Einbildungskraft etwas Prachtvolleres erfinden," versunken in den Anblick dieser Naturschönheiten betete er den 91. Psalm:
„Huam masniüeAtÄ 8unt oxsrs. tua, Oomine!" (S. 191/192.)