Druckschrift 
Die Bremischen Münzen : Münzen und Medaillen des Erzbisthums und der Stadt Bremen mit geschichtlicher Einleitung / bearb. von Hermann Jungk
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

Stadt Bremen.

Wappen: Silberner, schräg nach der rechten Seite liegender, nach oben ge­kehrter Schlüssel, in rothem Felde.

Das Wappen wird auf den grösseren bremischen Münzen sehr verschieden dar­gestellt. Die ältesten Münzen führen den einfachen Wappenschild. Von 1568 au sind demselben zwei (goldene) Löwen als Schildhalter beigefügt. Gekrönt (gold) ist der Schild 1617 zum ersten Male, der Regel nach aber erst seit 1650. Während einiger Jahre, von 1C17 bis 1(323, erscheint der Schild auch mit gekröntem Helme und Helmdecken (roth und silbern), mit einem den silbernen Schlüssel haltenden goldenen Löwen (theils wachsend) als Helmkleinod. Auf Thalern von 1024, Ducaten von 1672 findet sich, ebenso auf vielen kleineren Münzen, nur das Wappenbild, der Schlüssel, ohne Schild. In neuerer Zeit wurde das Wappen auf den grösseren Münzen stets gekrönt und mit den Löwen als Schildhaltern ge­zeichnet.

Nach den vorhandenen Nachrichten gelangte die Stadt zuerst 1369, in welchem Jahre Lrzbischof Albert H. dem Käthe die Münze verpfändete, in den Besitz des Münzrechts. Wiederholte Verpfändungen haben in den nächsten 100 Jahren statt­gefunden, bis 1454. Von diesem Jahre an aber hat die Stadt das Münzrecht gänzlich entbehrt, bis sie es für sich 1541 durch kaiserliche Verleihung erhielt.

Vor erlangter Münzfreiheit, 13691454.

378. Witte 0. J. Tafel 14 No.378.

Rv. MOßQTK & BRGMQßSIS *

Aufrecht stehender Schlüssel. Rv. & BBtteöiaTVS Ä- DGVS £ Liegendes befusstes Kreuz, darauf ein kleiner Vierpass, in welchem ein aufrecht stehender Schlüssel, mit rechtshin gewende­tem Barte.

18 Mm. 1,3 0 Gm.

131. für Miinzk. I. No. 23,24, No. 1, Tafel 17 No. 217.