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Die Bremischen Münzen : Münzen und Medaillen des Erzbisthums und der Stadt Bremen mit geschichtlicher Einleitung / bearb. von Hermann Jungk
Entstehung
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191
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ErzMsthum Bremen.

Wappen: Zwei schräggekreuzte goldene, mit den Schliessblät- tern nach unten gekehrte Schlüssel, in rothera Felde.

Sibmacher, Grosses Wappenbuch I Tafel 9 Figur ß zeichnet die Schlüssel silbern in roth und fügt irrthümlich ein über denselben schwebendes kleines Kreuz mit Nagelspitze hinzu.

In der Original-Handschrift der bremischen Chronik von Renner (gestorben 1583) findet sich am Ende des zweiten Bandes eine Zeichnung des Wappens, welche die Schlüssel golden in roth dar­stellt.

Das Münzrecht wurde 966 dem bremischen Erzbischof Adaldag (936988) vom Kaiser Otto I. verliehen.

Erste Hälfte des 11. Jahrhunderts.

1. Denar. Tafel i No. i. Av. + HE(verb.)INRI - IM (Heinricus imperator)

Gekrönter Kopf von der rechten Seite. Rv. In drei Zeilen: 5 | BREMA(MAverb.) | A

18 Mm., l,i 2 Gm. (2, 24 Ts. ä 0, 50 Gm) Herl. Hl. für Münz- S.- und W.-Kunde IV. S. 208, Tafel IL. No. 14. Der Denar wird daselbst der Zeit Heinrich's II. (1002, Kaiser 10111024) zugethcilt. Abbildung' nach den Berl. 131.

Dass auch Bremen S(ancta) wie Köln ete. genannt wurde, findet anderweitig- keine Bestätigung. Dieses S sowohl wie das A nach Brema sind wohl nur eine Nachahmung der gleichzeitigen kölnischen Denare mit der Inschrift S(ancta) COLOMA A(grippiua) oder S | COLONI | A.