Druckschrift 
Die Bremischen Münzen : Münzen und Medaillen des Erzbisthums und der Stadt Bremen mit geschichtlicher Einleitung / bearb. von Hermann Jungk
Entstehung
Seite
148
Einzelbild herunterladen
 

148

Anlagen.

lieh und festiglieh mit diesem Brief, und wollen, dass sie die genannten Burger­meister und Rath und ihre Nachkommen der Stadt Bremen bei diesen Unsern Kaiserlichen Gnaden, Freiheiten, Gönnen und Erlauben der obgerürten Münz gänz­lich bleiben, sich der geruhiglich gebrauchen und geniessen, die auch allenthalben wie andere Münz, in ihrem Werth nehmen, und damit handeln und thun lassen, und hierwieder nicht thun, noch das jemand andern zu thun gestatten, in keiner Weise, als lieb einem jeden sey, Unsere und des Reichs schwere Ungnad und Straf, und darzu eine Boen, nemlich 50 Mark lötigs Golds zu vermeiden, die ein jeder, so oft er freventlich hirwieder thäte, uns halb in Unser und des Reichs- Kammer, und den andern halben Theil obgemelten Burgermeister und Raht der Stadt Bremen, und ihren Nachkommen, unablässlieh zu bezahlen, verfallen sein soll. Mit Urkund diss Briefs, besiegelt mit Unserm Kaiserl. anhangenden Insiegel. Geben in unser und des H. Reichs Stadt Regenspurg am vier und zwanzigsten Tag des Monats Maii, nach Christi Geburt Fünfzehn hundert und im ein nud vierzigsten, Unsers Kaiserthums im ein und zwanzigsten, und Unserer Reiche im sechs und zwanzigsten Jahre. (Nach Cassel, Münz-Cab. II. S. G0.)

19.

1543, August 3. Bestallung für den Münzmeister Dietrich Frund.

Wy borgermestere und radtmanne der stadt Bremen bekennen und betugen apenbar in dussem breve vor alsweme, dat wy mester Dydericke Frunde hebben gedaen und bevalen und deine sulften in macht dusses breves don und bevelen unser stadt munte, darmede wy von kayserliker majestat, unsem allergnedigesten heren und deme hilligen ricke begnadet und verlenet, in maten und gestalt wo hir volget:

Int erste so schall he slan golden Rynsche gülden und Scholen im tale gan up ene Colnsche mark twe und seventieh und de gewegen mark schall holden achtein krat und dre gren fyns, und geven van der gewegenen mark to slesehatte enen halven golden gülden.

Ock schall he slan daler und Scholen holden vertein lot anderhalf quintin fins und Scholen gan achte stucke in ene gewegene mark, und geven van achte wegeuen marken dersulften ein stucke to sieschatte.

Ock schall he slan enen pennink van veer Bremer groten, Scholen holden twolf lot und Scholen gan in de gewegene mark ein und achtentich stucke, und geven van dersulften mark ein stucke to sieschatte.

Noch schall he slan enen pennink van twen groten, Scholen holden seven lot und Scholen gan up de gewegene mark vif und negentich stucke, und geven van dersulften mark ein stucke to sieschatte.

Vurder so schall he slan enckel grote, und Scholen holden viftehalf lot und twe gren und Scholen gan up de gewegene mark einhundert und vif und twintich stucke, und geven van dersulften gewegenen mark ein stucke to sieschatte.

Noch schall he slan witte van einem halven groten, Scholen holden veer lot und Scholen gan in de gewegene mark twehundert und soventein stucke, und geven van dersulften mark to sieschatte ein stucke.

Ock schall he sware slan, Scholen holden dre lot und Scholen gan up de ge­wegene mark verhundert und ver und twintich stucke, und geven van dersulften mark ein stucke to sieschatte.