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Die Bremischen Münzen : Münzen und Medaillen des Erzbisthums und der Stadt Bremen mit geschichtlicher Einleitung / bearb. von Hermann Jungk
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Uebergang zur Mark k 32 Grote.

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Pfennige. Diese 160 Pfennige ergaben 32 Grote, wenn die in Bremen am Ende des 14. Jahrhunderts entstandene Be­rechnung der Groten zu 5 swaren Pfennigen auf sie an­gewandt wurde (160 : 5 = 32), so dass aus einer Vermischung der friesischen Zählart mit den bremischen und oldenburgi­schen Münzstücken, die bremer Mark zu 32 Grote hervor­ging."

Nach diesen Ausführungen wäre die in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts aufgekommene Berechnung der bremer Mark zu 32 Grote (bezüglich 30 Grote) ä 5 (bezüglich 4) Schwären aus der Mark Pfennige hervorgegangen, indem der grossus Turonensis auf 4 sware Pfennige, diese auf 3 bremer Hohlpfennige tarifirt wurden.

Vorhin ist gesagt, dass die Mark Pfennige und die Münze, auf welcher sie beruhte, der leichte und geringe bremer Hohlpfennig, schon seit dem Anfange des 13. Jahrhunderts nur noch dem klei­nen Verkehre diente, für den Handel und grösseren Verkehr da­gegen ausschliesslich das Barrensilber, die Mark Silber, üblich war. Kaum kann es für wahrscheinlich gehalten werden, dass der Handel auf die schlechten gemünzten bremer Pfennige zurück­gegriffen haben sollte, um danach den Werth der in Umlauf kom­menden fremden Münzen, namentlich der Turnosen zu bemessen. Vielmehr scheint die Annahme berechtigt, dass die Turnosen hier gäng und gäbe wurden von der Zeit an, als es sich ergab, dass zwei derselben annähernd den gleichen Silberwerth mit einem Lothe des in Bremen üblichen Barrensilbers, der Mark Breniensis ponderis et argenti, darstellten. Es waren dann 32 grote Turnosen den 16 Lothen der bremer Silbermark gleich.

Manche Gründe sprechen dafür, wenn auch eine urkundliche Beweisführung nicht möglich ist. Von den Turnosen sollten (vor 1323) gesetzlich 58 Stück auf eine französische Mark (244 52 Gm.) zu 23/24. fein gehen, das Stück enthielt demnach 4, 044 Gm. an feinem Silber (M.-Stud. IV. S. 20). 32 Stück Turnosen hatten mithin einen Silberinhalt von 129, 408 Gm. gleich 8 Loth 15V 3 Grän kölnisch. Dagegen betrug der Feingehalt der Mark bremischen Silbers nach den obigen Ermittelungen (s. S. 47):

1344 8 Loth 14 Grän = 128, 296 Gm.

1349 ebenso und 9 Loth 7 Grän = 137, 228 1369 9 Loth 9 Grän = 138, 852 ')

') Von den 1369 gemünzten bremischen Pfennigen hatten 38-t Stück (= 32 grossi Turonenses) einen Silberinhalt von 123, 20 -, Gm.