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Bilder aus der Geschichte Bremens, in zusammenhängender Folge dargestellt, nebst einer kurzen, geographischen Beschreibung des bremischen Staates / von Johann Krüger
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verbrannten alle Schiffe, die sie auffanden. Als sie heimkehren woll­ten, war es finstere Nacht geworden, daher die Reiter sich mg zu­sammen hielten und in Hausen über das Eis ritten. Da durchbrach es an einer Stelle mit lautem Krachen, daß 20 Menschen nebst 30 Pferden im tiefen Gewässer einen jähen Tod fanden.

Ein dritter, für die Bremer ebenfalls recht glücklicher Zug, welcher im Mai gegen die Wurstfriesen, im Lande Wührden, unter­nommen ward, brachte eine Sühne mit den oldcnburgischen Grafen zu Stande, worauf der gefangene Christian gegen Unterpfand seiner Haft entkam.

Die Bremer geboten nun von der stolzen Fricdeburg aus über alles Land zu beiden Seiten der Weser, welches hüben zu Butjadingcn, drüben zum Lande Wursten gehörte.

23. Dido und Gerold.

Daß Streben, welches die Bremer veranlaßtc, sich hier und dort, und namentlich mit den Friesen, in Fehden zu verwickeln, hatte einen so triftigen Grund, daß wir demselben unsere volle Anerkennung seiner Berechtigung nicht versagen können. Die Schifffahrt auf der Weser mußte eben so wohl allezeit offen sein, als der Verkehr über Land; das war für die Unabhängigkeit und dm Wohlstand der Stadt durchaus nothwendig. Jedes Gemeinwesen, und sei es noch so klein, hat zunächst die Verpflichtung, seine selbständige, ungehinderte Be­wegung, sobald sie fest begründet ist, auch zu schirmen und vor dem möglichen Untergange zu schützen. In solcher Lage befand sich Bremen, als seine Bürger darauf ausgingen, Land zu erobern, um die Herr­schaft über diejenigen Nachbarn zu gewinnen, welche der gedeihlichen Entfaltung seiner Hauptlebmskrästc, Handel und Verkehr, feindlich mtgegenstrebten. Dennoch aber lag auf der anderen Seite etwas Unnatürliches darin, daß sie freie Männer zu beherrschen suchten, während ihnen selbst kein Erdcngut so hehr und heilig bäuchte, als