Nachwelt wieder zu Ehren gebracht durch eine gußeiserne Piramidc, welche bei Altenesch, wo cs am blutigsten hergcgangcn, am 27. Mai des Jahres 1834 errichtet ist. Tausende von Menschen wohnte» der Einweihung bei und unter denselben auch der damals regierende Großhcrzog von Oldenburg, Paul Friedrich August, ein Nachkomme des gefallenen Grafen Heinrich.
14. Wachsende Macht des Bürgerthnms.
Immer herrlicher tritt gegen die Mitte des dreizehnten Jahrhunderts in Bremen das freie Bürgcrthum auf. — Obgleich cs scststcht, daß von der Urzeit an der Stamm einer unabhängigen Stadtgcmeindc sich erhalten hatte, so war derselbe im Laufe der folgenden Jahrhunderte doch vielfach eingeengt und verkümmert worden. Zuerst sah er sich in seiner freien Entwickelung durch die Macht der kaiserlichen Grafen gehemmt, darauf erstarkte er wieder, als die Erzbischöfe die landesherrlichen Rechte an sich zu bringen wußten, so daß eine Zeit lang das Sprichwort Geltung hatte: Unterm Krummstab ist gut wohnen; — bis auch die hohen Prälaten anfingcn, immer herrischer aufzutretcn, immer weltlicher zu werden. Dazwischen fiel das Streben der Sachscnhcrzoge, die Stadt ihrer Botmäßigkeit untcrzuordnen. Stetes Ringen und Kämpfen blieb das Loos des edelcn Bürgerthums und gewiß war dies für die Zukunft von Segen, weil sich dadurch Muth und Beharrlichkeit stählte, das Grundelement eines regen, frischen Lebens, innere Kraft und Tüchtigkeit, ausbildctc und entwickelte. Um jeddch den Charakter der Zeit in seiner ganzen Erscheinung und seiner großen, reichen Mannigfaltigkeit zu überschauen, ist cs nothwcndig, noch einmal einen Rückschritt zu thun und Manches nachzuholen, was in den vorigen Abschnitten wcg- bleiben mußte, wenn eine Uebcrfüllung des Stoffes die Klarheit der Darstellung nicht beeinträchtigen sollte.
Unter allen Wcltbcgebenhcitcn, welche aus das Gedeihen und den Wohlstand unserer Stadt günstig cinwirktcn, müssen die Krcuzzügc