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Bilder aus der Geschichte Bremens, in zusammenhängender Folge dargestellt, nebst einer kurzen, geographischen Beschreibung des bremischen Staates / von Johann Krüger
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entgegen, welche der gesunden Vernunft der Sachsen unsinniger ver­kamen, als der Glaube der Vater. Lange Zeit blieb die neue Religion vom Volke unbegrisfcn und unverstanden, so daß im Leben der Be­kehrten christliche Frömmigkeit mit heidnischem Brauch sich mengte.

3. Die ersten Bischöfe.

Durch eines mächtigen Herrschers Wort zum Bischofsih er­hoben, nahm das Dorf Brcmon, dessen ältesten Häuser wahrscheinlich in der Gegend der Tiefer lagen, bald an Umfang und Große zu. Vortreffliche Rechte und Freiheiten seiner Insassen, der ergiebige Fischfang in der Weser, die erhöhte Lage an derselben, mitten im sumpfigen, bruchigen Boden, lockten Manchen zur Ansicdlung herbei. Dazu gewährte eine geschlossene Gemeinde größere Sicherheit vor Seeräubern, die damals nicht selten die Weser hcraufkameu, um auch auf dem Festlande zu morden und zu plündern. Von größtem Nutzen für das Gedeihen des Ortes war aber das Wirken seines ersten Bi­schofs, Willehad, welcher der besonderen Gunst Karts des Großen sich rühmen durfte. Er wußte es dahin zu bringen, daß die Ein­wohner Brcmon's vor dem übrigen Sachscnvolke gewisse Rechte genossen und die Entrichtung gewisser Abgaben ihnen erlassen wurde. Auf einen außerhalb des Orts belegencm Haidchügcl erbaute er eine kleine, hölzerne Kirche, die wunderschön gewesen sein soll und als erste bischöfliche den Namen "Donm erhielt. Nicht fern von dem Gottes­hause soll er den Brunnen haben graben lassen, der noch gegenwärtig nach ihm der Willhadi-Brunnen heißt, dessen Wasser man nach seinem Tode eine wundcrthätigc Kraft beilegte.

Bischof Willehad stammte aus England. Er bereitete sich früh aus das schwere Amt eines Heidenbekehrers vor und ging in Deutsch­land zuerst unter die Friesen, das durch Bvnifazius oder Winfried bei denselben begonnene Werk zur Vollendung zu bringen. Beinahe