Druckschrift 
Bd. 3 (1904)
Entstehung
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Viertes Kapitel.

Die schwedischen Kriege.

3)er Generalfeldmarschall und Gouverneur der Herzogtümer Bremen und Werden Graf Hans Christoph von Königsmarck war es, der vor allen anderen die Unterjochnng der Stadt Bremen mit rücksichtsloser Energie betrieb. Er entstammte einem alt­märkischen Geschlechte, war aber schon früh in schwedische Dienste getreten und im letzten Jahrzehnt des dreißigjährigen Krieges einer der glücklichsten Führer der schwedischen Armee geworden. Ihm verdankte Schweden die Eroberung der beiden Weserstifte und also auch ihre Erwerbung im Frieden von Osnabrück. Die Königin Christine schenkte dem General das bischöflich verdische Schloß Rotenburg und das erzbischöflich bremische Amt Neuhaus an der Oste mit einem großen Güterkompler. So wurde Königs­marck einer der reichsten Männer des Reiches. Die Stellung, die er durch Klugheit und Feldherrnglück sich erworben hatte, wurde unterstützt durch eine glänzende Erscheinung. Seine Porträts zeigen uns einen Mann von kräftiger, imponierender Gestalt, von vornehmer Schönheit er war der Großvater der schönen Aurora, die großen lebhaften Augen verraten einen durch­dringenden Blick, die ganze Haltung eine unbeugsame Thatkraft.