Einleitung.
Äer Friede war endlich, endlich wieder hergestellt und die furchtbar zusammengeschmolzene Bevölkerung Deutschlands konnte wieder aufatmen, wieder zu leben, beginnen. Ein trauriges Leben, denn der erbarmungslose Krieg hatte nicht allein die Menschenkraft in einem Maße vernichtet, daß zwei Jahrhunderte, in denen freilich die Kriegsfurie oft ihre Verwüstungen erneuerte, kaum hingereicht haben, den Verlust zu ersetzen, er hatte auch Hunderte von Dörfern in Asche gelegt, blühende Städte in Ruinen verwandelt, die durch den Fleiß zahlreicher Geschlechter angesammelten Reichtümer zu Grunde gerichtet und vieler Orten die Besitzverhältnisse in unentwirrbarer Weise durcheinander geworfen. Zu alledem hatte er in weiten Kreisen des Volks eine sittliche Verwilderung hinterlassen, deren Ueberwindung eine lange Zeit erfordert hat. Und wie war zugleich mit der'physischen und sittlichen Kraft in dem einst blühenden deutschen Gewerbestande das Vermögen künstlerischen Schaffens geschwunden! Mit ihm war ein gut Teil des alten bürgerlichen Selbstgefühls erstorben und dadurch mancher Orten vielleicht meiir