Vorwort.
HAt dem dritten Bande der Geschichte der Stadt Bremen kann ich endlich den Abschluß des ganzen Werkes vorlegen. Die Geduld meiner freundlichen Leser ist im Laufe der vielen Jahre, in denen das Werk langsam vorschritt, oft auf die Probe gestellt worden, aber gewiß weit mehr als sie, hätte ich eine raschere Beendigung der Arbeit gewünscht. Bei der karg bemessenen Zeit, die mir neben meiner amtlichen Beschäftigung für die Ausarbeitung des Werkes zn Gebote stand, war doch ein schnellerer Fortschritt kaum möglich.
Denn immer mußte ich die Abficht der Männer, die die Arbeit angeregt haben, vor Augen behalten, eine Darstellung der vaterstädtischen Geschichte zu besitzen, die die wesentlichen Momente ihrer Entwickelung deutlich und gemeinverständlich zur Anschauung bringe. Da galt es denn, nicht nur die gewaltige Fülle des Aktenmaterials, dessen Studium der Darstellung zu Grunde liegt, zu verarbeiten, sondern das Resultat dieser Arbeit wieder und wieder unter jenem Gesichtspunkte zu prüfen, und die Darstellung, ohne daß sie undeutlich wurde, und ohne einzelne charakteristische Züge zu verwischen, so knapp wie möglich zu gestalten.
Wenn ich dem Werke den doppelten Umfang des vorliegenden hätte geben wollen, so würde ich dazu ohne Zweifel sehr viel kürzere Zeit gebraucht haben. Das aber durfte ich nicht unternehmen,