Ausgabe 
(30.12.1941) Nr. 360
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

KLS

x "üb eck 4 . 1 '

lz°nl^°'^ b':

ÜK°S-^

?°rzw. Esch d°r' T-i-,

(""'M, E ch z:'

mLAL?F. "'S,« ! ' -» L.L

TSK ---

Dg.SandhZ'N

Sreiburger FT, ^ ^uh° - Union Z

!ü ^Eronn z

n- 3:2; -

°: Re>T Weidet.

)Dv»>«,»»sr..

lk Heuser an und Ich« 2!

und sür später ist LL

-azek und dem Solbi^ s°!°h°n, nachLmsK -urg-rs angenommen h-t"

.»«»,,,» M, s«»,,

ii",' Lusammentiik lalen und Nioderrheii, i> lohen 12:4-Arg der Nild» Kämpfen,

Osterloh Dem st-Ioe-t» ---Snortbemks OldeniW >es BkB. Oldenburg, HM ! seiner groben Berdien»! ungen -er Ehrenirief ii!

iaken und rechten Geraden, am Seil, wobei Poppendie! e, schlug der Weseroiündn rechts gegen den Kops md Beine, Er erholte sich erst iers von diesem Niederschlag eiert wurde. Die üiorliellmz bewicht gegen Buchalski se­lber nicht weniger spannend, ledekamp konterte gut, t-iie er ersten Runds iesWlil rnde ab sorcisrte Wchlich nuer und knallte den Nest­er zur Entscheidung komm Augenblick der Cemg knin tig dem Bremer, der gleit n Vauptkampt gab ed dem : - im Mittelgewicht aus den ngs ruhig kommen lieh and >m Leibe hielt, Palrop griss hwingern und Sälen wi^en, iten Runde wurde er tinml chüttert, und m der zweiten Haken KeilS so wuchtig aus lingboden anischlug und aus-

n der Lügend schlug Stech- llertens sicher nach Pnmtem , Wille lH-roSi gegen Wede- ocko,° lSeroS, Mg >°« c. Für den stim«umg «°°m alkowiak <Ms-rmund->, °n B3 zusammentraf und diesen em Schlagabtausch mit einem ,aader k, o, schlug.

MiWl,

S. R°-

,o^li!öe. bkeme^

Sckilös'iabnl« ^

Srovieron^M

Vs^smro^iko^M

»en, Vssgere^

y S l kl S ^ Vg

gsüclcs-'r».

WM

Erscheint 7 mal wichenkllch

Monaisbczug E 2 BV einscht Zu­stellgebühr. PostbezugSprel« monatl. 2.30 Ktii teinschl, 27L ^ Post- zeliungSgebSkrl zuzügl. 42 SAP Be­stellgeld BezugSprei« Ist Im voran« zahlbar. Postscheck: Hamburg 17272. Eine Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch aus Rückzahlung de« Bezugspreise«. Verlag: NS.-Gauverlag Weser- Em« GmbH., Bremen, Teeren 6 / 8 . Fernspr. 84121, Nacht». ,. Sonnig. 81115. Vprechz.: Verlag: werktl. 1213 Uhr: Schrlftlettung: Diens­tag und Freitag 12'/»13'/, Uhr.

vreiner ZeMno

Parteiamtliche Lageszeitung

Das flmksblatt des Negierenden vürgermeisters der Freien kjansestadl vrcmen

Anzeigen - Grundpreise:

Die 1 cllin hohe und 22 ww breite geile >m Anzeigenteil 13 3A/, Die 78 mlll breite und I auo hohe geile >m Terltell 75 ErmSß Grundpr. (für Klein- u. Familienanz. u. a.) sowie sonstige Beding. Preisliste S Nachlaßstafsel 6 . Geschäftsstellen: Bremen: Teeren 6 / 8 , Ruf 5 41 21; Nachtrus und sonntags 51115; Obernstr. 86 , Ruf 5 4121; Gifte: Mühtendamm 2; Br.-Hemeltngen: Bahnhosstr. 6 . Ecke Poststr.. Ruf 4 34 58; Br.-Vegesack: Nohrstr. 24. Ruf 4 u. 8 ; Br.-BIumenihal: Kpl.- Dallmann-Str. 41/43, Nus 88 u. 89

der Nationalsozialisten Vremens

flmiiiches verkündungsblatt des Neicissstatchalters in Oldenburg und vremen

Nr. ZW /II. Jahrgang

Dienstag, ZO. Dezember 1941

Linzelpreis 15 Nps.

Ipoli auf INalaua in japanischer stand

fluch Sie liauplstadt des Sarawak auf vrMsch-vorneo erobert, Vorstöße gegen Manila

Würgegriff nach Singapur

Tokio, 2 g. Dezember. Jpoh, die Hauptstadt der malayischen Provinz Perak, ist am Montag von den Japanern genommen worden. Die britischen Truppen südlich des Perakflusses fliehen überstürzt, hart verfolgt von den japanischen Truppen, so meldet Domei. Der Ab­stand zwischen der britischen Nachhut und den japanischen Vorhuten betrage nur 2 bis 3 Kilometer.

In den Kämpfen auf Malaya stehen die japanischen Truppen nunmehr am Noödrand des reichsten Zinngebietes der Welt, dessen Zentrum die jetzt von den Japanern eroberte Stadt 2poh im Sultanat Perak ist. Dort, wo sich zwischen Sumatra und Malaya die Straße von Malakka ausweitet, um in den Indischen Ozean zu münden, erhebt sich terrassenförmig das Gebiet von Perak, Etwa ION Kilometer lang Ein­wärts, ziemlich parallel zur Küste, verläuft die einzig« Bahn, die Singapur mit Bangkok verbindet und die gerade als Zinnbahn ihre unersetzliche Bedeutung für den britischen Welthandel hat. In dem Gelände, das hier starke Höhenunterschiede ausweist, hatten -sich die Briten kräftig verschanzt, schwere Artillerie war auf­gefahren, um dem Vormarsch der Japaner Einhalt zu tun. Jpoh ist nicht nur das Vorfeld von Singapur, besten Verteidigung den Engländern mißlungen ist, son­dern hier hatte die Londoner City in den Zinngruben und Zinnhütten gewaltige Investitionen vorgenommen, zu deren Verteidigung aus eigenen Kräften England heute schon nicht mehr stark genug war und die es nun wie so manches andere Rohstofsgebiet in den Kämp­fen im südostasiatischen Bereich an die Japaner verliert.

Um den japanischen Vormarsch zu erschweren, greifen die Briten nach Berichten von der Malaya-Front zu der Taktik, alles vor ihrem Rückzug zu zerstören. So spreng­ten sie nicht nur Brücken, Militärgebäuds und andere Einrichtungen in die Lust, sondern zerstörten auch vor allem an der Westküste Malayas ganze Dörfer. Die Lebensmittel nahmen sie entweder mit, oder vernichteten sie. In einem Gebiet versuchten die Briten sogar bei ihrem Rückzug die dortigen großen Eummiplantagen zn »ernichten. Sie wurden daran jedoch durch die schnell vordringenden Japaner gehindert.

Die in Süd-Luzon gelandeten japanischen Truppen machten erhebliche Fortschritte.

Die Operationen nahmen ihren Ausgang beiderseits der im Südosten von Tayabas gelegenen Landenge. Auf der Ostseite dieser Landenge, in der Lamon Bay,

See erste wagen unterwegs!

Breslau, 2g. Dezember. Bereits am zweiten Tag der Woll-, Pelz- und Wintersachensammlung konnte der erste Eisenbahnwagen mit warmen Sachen für unsere kämpfenden Soldaten an die Wehrmacht übergeben werden. Es handelt sich um den ersten Teil der Spen­den aus den Ortsgruppen der niedcrschlesischen Gau- hauptstadt Breslau. Die Uebergabe erfolgte durch den Kreisleiter von Breslau-Stadt an einen Vertreter der Ttandortkommandantur Breslau, der der Bevölkerung der niederschlesischen Eauhauptstadt für die so schnell und wirkungsvoll bewiesene Gebefreudigkeit den Dank der Wehrmacht zum Ausdruck brachte.

haben die Japaner die Insel Alabat besetzt und sind gegenüber dem Norden dieser Insel bei Mauban an Land gegangen. Don Mauban aus sind sie bereits über Butucan hinaus vorgestoßen, einem Ort, von dem Manila einen Teil seiner Elektrizitätsversorgung er­hält. Auf der Westseite der Landenge, an der Tayabas Bay, sind japanische Truppen bei Lucena gelandet, von wo aus sie auf Tayabas, dem Haupiort der gleichnami­gen Provinz, und Sartaya vorrücken. Die USA.-Trup- pen, die von Santa Cruz im Lagunen-See aus anzu­greifen versuchten, wurden gezwungen, an ihren Aus­gangspunkt zurückzukehren.

Während die Japaner an den genannten Stellen vor­marschieren, nahmen sie an der Westküste Süd-Luzon« neue Landungen vor, und zwar bei Rasagbu und Vatangas (Nasagbu liegt ungefähr 2V Kilometer südlich des Eingangs zur Manila Bay; Batangas ist der Hauptort der Provinz Vatangas, er liegt südlich von Manila an der Batangas Bay, gegenüber der Insel Mindoro). Ferner wurden im Lingayen-Eolf neue Streitkräfte an Land gebracht. An der 'Nordfront haben die Japaner bereits schwere Artillerie eingesetzt.

Wie Reuter aus Manila meldet, haben japanische Flugzeuge am Sonntag Stadt und Hasen von Manila bombardiert. Bemerkenswert ist, daß die halbamtliche britische Agentur im derselben Meldung von deralten befestigten Stadt" spricht und damit das durchsichtige USÄ.-Manöver, das aus der Philippinen-Hauptstadt eineoffene Stadt" machen wollte, eindeutig Lügen straft. Auf der Tokioter Konferenz der Auslandspresse am Montag bestätigte der Chef des Informationsbüros der japanischen Regierung nochmals ausdrücklich, daß weder japanische Militär- noch Zivilstellen direkt oder indirekt durch einen dritten Staat von den Nordameri­kanern darüber unterrichtet wurden, daß Manila zur offenen Stadl erklärt worden sei. Wenn die Nord­

amerikaner tatsächlich die Stadt Manila und deren Be­völkerung vor den Auswirkungen des Krieges schützen wollten, dann würden sie bester daran tun, Manila den Japanern zu übergeben, wie dies beispielsweise mit Paris erfolgte. Die Erklärung der Vereinigten Staaten sei völlig einseitig, während im Falle von Paris Deutschland durch eine dritte Macht entsprechend unter­richtet worden sei.

Meldungen aus Schanghai zufolge gibt das USA.- Hauptquartier auf den Philippinen zu, daß schwere Kämpfe nördlich und südlich von Manila im Gange sind. Die Kämpfe im Norden konzentrieren sich um die kleine Stadt Tayun, wohin die in der Lingayen-Bucht gelan­deten japanischen Truppen bereits etwa 60 Kilomöter ostwärts vorgestoßen sind. Die Lage in der Provinz Pangansinan ist nach dem USA.-Heeresberichtunüber­sichtlich". Der Provinzqouverneur hat jedoch schon ein­gestanden, daß er die Kontrolle verloren habe und daß wahrscheinlich mehrere Städte der Provinz in japanische Hände gefallen sind. (Die Provinz Pangansinan auf der Insel Luzon hat 2854 Quadratkilometer Bodenfläche und setz: sich aus 2 g Gemeinden mit über 300 000 Ein-' wohnern zusammen.)

Die japanische Luftüberlegenheit auf den Philippinen wird erneut bestätigt durch den Bericht eines japanischen Flugzeugstützpunktes auf der Insel über einen neuen Angriff auf den feindlichen Nichols-Flugpkatz. Bei diesem Angriff zerstörten die Japaner fünf Boeing-Maschinen und 18 weitere USA.-Flugzeuge am Boden. Zwei wei­tere feindliche Flugzeuge wurden in der Luft abge­schossen Die Flugzeughallen sowie die sonstigen Einrich­tungen des wichtigen USA.-Flüghafens wurden in die Luft gesprengt. Auch ein im der Nähe stehender Eüterzug wurde zerstört. In einem Bericht aus Manila wird fer­ner zugegeben, daß das Militärlager Murphy in einer lF-ortietzuna aus Seite 2)

Sowjetisches Schiffsgrab bei Kertsch

wieder ein transporker der volsttiewisten versenkt und sechs weitere beschädigt

Aus dem Fllhrerhauptquartier, 29. Dez. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der Ostfront halten die Abwehrkämpse in un­verminderter Härte an. Vor Leningrad erzielte schwere Artillerie des Heeres fünf Treffer auf einem sowjetischen Schlachtschiff. Bei erneuten Luftangriffen gegen feindliche Truppen- und Schiffsbewegnngen in der Straße von Kertsch wurden ein Transporter versenkt und sechs wei­tere Transporter sowie zahlreiche kleinere Fahrzeuge beschädigt.

In Nordafrika fühlte der Feind gegen die deutsch-italienischen Stellungen im Raum von Agedabia vor. In erfolgreichem Eegenangriss wurden 58 britische Panzerkampfwagen sowie eine größere Anzahl von Pan­zerspähwagen und Kraftfahrzeugen vernichtet. In'der Cyrcnaika wurden Flugplätze und Truppenansamin- lnngen des Feindes bombardiert. Im Seegebict nördlich Tobruk erzielten deutsche Kampfflugzeuge mehrere Tref­fer auf einem britischen Zerstörer und einem im Geleit sabrcnden Handelsschiff. Ein deutsches Unterseeboot griss auf der Höhe van Mars« Matruk einen militärischen Ge­leitzug an, versenkte zwei britische Transporter mit zu­

sammen etwa 9666 VRT. und beschädigte ein weiteres Schift durch Torpedotrcsfer. Aus der Insel Malta glissen deutsche Kampfflugzeuge bei Tag und Nacht mit guter Wirkung britische Flugplätze und Hafenanlagen an.

Britische Bomber griffen in der Nacht zum 29. 12 . Orte in Westdeutschland und im norddeut- s ch e» Küstengebiet an. Die Zivilbevölkerung hatte besonders in Emden Verluste an Toten und Ver­letzten. Neun der angreifenden britischen Bomber wur­den abgeschossen. Ein weiteres britisches Flugzeug wurde beim Versuch, am Tage in die besetzten Gebiete einzu- sliegen. zum Absturz gebracht.

Bei den Abwebrkiimpscn der letzten Tage zeichnete sich Oberleutnant Mügge als Führer eines Infanterie- bataillons in hervorragendem Maße aus. Mit den sehr schwachen Kräften seines Vataillonsstabes warf er ein­gebrochenen, weit überlegenen Feind aus eigenem Ent­schluß im Gegenangriff zurück, nahm eine vom Feind besetzte Ortschaft und hielt diese gegen weitere starte Angriffe. Der Führer hat dem Oberleutnant Miigge das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen."

Singapur über den satt Ipohs entsetzt

ßikseschrei aus der bedrohten britischen sestung furcht vor einer Zongenbewegung aus Sem Süden.

Trahtiicricht unserer Berliner Schriitleitnng

si. Berlin, 26. Dezember. In dem gleichen Augen­blick, in dem die japanische Siegesmeldung über die Einnahme des wichtig«» Zentrums der malayischen Zinn­industrie die britischen Betrachtungen und Hoffnungen, die Schlacht nördlich der Stadt könne noch vor den Zinnen dieses bedeutsamen Platzes aufgehalten werden, durchkreuzte, kommt aus Singapur ein Hilfeschrei, der alle Züge des Entsetzens über den Verlust Jpohs trägt. Mehr Mannschaften, mehr Ausrüstung, mehr Schisse und mehr Flugzeuge! So lautet der dringende Appell des Rundfunks Singapur an Britannien und Amerika. Eingapur befindet sich in verzweifelter Notlage. Nie- dcrländisch-Jndien und Neuseeland sind nicht in der Lage, weitere Hilfe in leisten, da sie selbst bedroht sind., Großbritannien und Amerika müssen erkennen, daß Singapur der einnge noch verbleibende Marinestütz­punkt in Asien ist, und daß sein Fall das Schicksal nicht allein Niederliindisch-Ostindiens,- Neuseelands und Au­straliens besiegeln wird, sdndern auch das von Burma und Indien. Das sind die hauptsächlichsten Sätze jenes Notschreies, der im Zusammenhang mit den gegen­wärtigen Besprechungen in Washington, Moskau und Kairo betonte, es sei jetzt an der Zeit, daß die Demo­kratien zu sprechen aufhören und sich dafür aus Werk setzen würden.

Singap: . warnte in den letzten Wochen stets vor dem vorlauten Optimismus der Londoner Amtsstellen. Zu weil vom Schuß, um die Gefahr zu fühlen! Diese bittere Erkenntnis stand über allen Mahnungen und Befrachtungen an London. Nun. da die Japaner trotz heftigsten Widerstandes den Perak-Fluß überquerten und damit den Angriss aus Jpoh nicht nur vorn Nor- öen, sondern auch nom Westen und wahrscheinlich gar aus dem Südwester» führten, nun, da die von den ien im Gebiet des Perakflusses angelegten starken Ber- leidigungsunlagen durchbrochen und der Widerstand der Division unier dem Oberbefehl des Generalleut­nants Lion überwunden wurde, fühlt man in Singa­pur das Entsetzen. Taten, endlich Taten! In iedcin Kommentar, in fedcr Meldung eines Ze"l>n-ft !pondenten aus Singapur toinmr dieser Schrei zum

Ausdruck. Bor allem glaubt man in Singapur, wie llniled Preß meidet, aus den offiziellen Meldungen über die verstärkte japanische Aktivität in Sarawak und die Unterbrechung der Verbindungen mit dessen Hauptstadt Kutschmg schließen zu können, daß die Ja­paner zur Zeit" ihre Bemühungen aus Bornes kon­zentrieren um ihre Position auf dieser Insel zu konio- lidiereu und Singapu: auch vom Süden her in die Zange nehmen zu können. Kurz vor dem Fall Jpohs meinten militäriswe Kreise in Singapur jedoch noch, wie UP meldet, .daß man den japanischen Vormarsch in Nordmalayen wenigstens, teilweise zurückhalten könne. Wenn die Japaner auch beträchtliche Verstär­kungen erhielten, so habe das britische Oberkommando in Singapur die Front ebenfalls verstärkt. Im gleichen Atemzug wird aber vonermüdeten britischen Einhei­ten" gesprochen, wobei das Wort ermüdet wohl auch zu­gleich eine Umschreibung der immer offensichtlicher wer­denden passiven Haltung der indischen Soldaten be­deuten soll.

Wie in Kongkong, wo die Briten vor allem ihre Hilfstriippen ins Feuer schickten und nach japanischen Meldungen den Widerstand sofort ausgaben, als bri­tische, also eigene Truppen in Ecsahr gerieten, so wird auch auf der Malaqen-Halbinsel der Kampf hauptsäch­lich von indischen Truppen getragen. Die II. Division der Briten, die die Japaner am Peraksluß überwanden, bestand hauptsächlich aus indischen Truppen. Bezeich­nend für die Haltung dieser von Britannien seit jeher unterjochten Menschen ist eine japanische Meldung über eine Meuterei britisch-indischer Soldaten während eines Gefechtes bei Alorstar im Staate Kedah. Als die bri­tische Führung nach bewährter Methode hier zurrst zwei indische Bataillone einsetzen wollte, um die australi­schen Soldaten zurückzuhalten, weigerten die indischen Soldaten sich, nach vorn zu gehen, wenn nicht auch die australischen Einheiten mit vorgeschickt würden. Not­gedrungen mußte sich die britische Truppenleitung zum Stattgeben dieser Forderungen entschließen. Die Au­stralier und der britische Kommandostab marschierten io rwisiben indischen Truppen, die während des Mar- i ' cs v'ötzlich -u »mute-ii begannen, wild aus die aiistra- L'ch:» Soldaten und britischen Offiziere seuerten, um

sich dann den Japanern zu ergeben. Domei berichtet er­gänzend an« Kedah, alle britischen Offiziere seien, so­weit sie nicht flüchten konnten, niedergemacht worden.

Das sind Anzeichen, die man ebenfalls in Singapur nicht übersieht, zumal auch an anderen Frontabschnitten sich täglich mehr Inder ergeben. Wie aber steht es mit der Verteidigung Indiens, dieses Kronjuwels, das Eng­land niemals bedroht glaubte, und um das sich jetzt die trübsten Gedanken ranken? Man ist keineswegs mehr sicher, Singapur halten zu können, meintNitschi Misch!" und ergreift jetzt auf britischer Seite vor allem Maßnahmen zum Schutz Indiens. In Burma wurden große Truppenkontingente, vor allem wiedör Inder, zu­sammengezogen, um hier eine zweite Verteidigungs­linie für Indien zu errichten. Der neu« kommandierende General in Burma, General Hutton, ist bereits in Rangun eingetroffen und hat sein Kommando übernom­men. Der militärische Sprecher in Delhi mußte die außerordentliche Verletzbarkeit Burmas durch Luft­angriffe feststellen und zitierte als Belege die japani­schen Angriffe vom 23. und 25. Dezember.

Eine weitere Rolle für die Verteidigung Indiens soll Tschungking spielen. In Delhi wurde offiziell die Reis« Wavells zum Sitz Tschiangkaischeks in diesem Zusammen­hang erwähnt, zumal sich auch in chinesischen Kreisen antibritische Tendenzen zeigen. WennMinku Iuo juh Pao" den Chinesen zuruft:Erwacht aus eurem Traum, daß alles, was made in England und USA. ist, das einzig Beste sei, daß Engländer und Amerikaner anzu­betende Halbgötter seien. Zwanzig Tage Pazifikkricg deckten die Schwächen der Engländer und Nordamerika­ner aus. Jetzt ist es an der Zeit, auch für die Träumer, hie Unmöglich!«!! zu erkennen, daß China weiter diesen Mächten folgen kann," so beginnen sich schon jetzt die Anzeichen zu mehren, daß derartige Aufruf« nicht un- gehört verhallen.

Währenddessen entwickelt sich im Pazifik die Lage für die amerikanischen Streitkräfte immer bedrohlicher. Man rechnet das Schicksal Manilas lediglich noch nach Tagen, Der britische Kommentator Montagu« meint:Jeder Tag, der durch die Verieidigung gewonnen wiöd, ist kostbar!"

Da» AOase

Taten, nicht Konferenzen entscheiden!

g. li, Berlin, 29. Dezember. Wenn man nach den Hintergründen der drei Bettelreisen britischer Siaats- männer, bzw, Generale fragt, die Churchill nach Washington, Eden nach Moskau und Wavell nach Tschungking führten, so ist die Antwort leicht in drei an der Oberfläche liegenden Gründen zu sehen:

1. Das Empire und die USA, haben in dem von ihnen heraufbeschworenen Ostasienkrieg durch Japan furchtbare Schläge erhalten; sie haben dort, nach Ge­neral Kough, dem Remer-Kommentator. alsFolge der schmerzlichen Strategie Churchills Hongkong, und aus der Malayenhalbinsel schon sehr viel verloren, sie sehen Singapur bedroht, und die USA, beklagt den Verlust von Kriegsschiffen und Stützpunkten".

2. Das britische Empire, das zusammen mit den USA. diese schmerzliche Strategie Churchills" anwandte,

haben gleichzeitig diese Opfer und Schläge hinnehmen müssen, ohne in der Lage gewesen zu sein, den dafür nach ihrer Behauptung angestrebten Erfolg in Nordafrika zu erreichen, nämlich die Vernichtung der Achsenstreitkräste und die Gewinnung der gesamten Nordasrikaküste. Westlich. der Cyrenaika haben die Achsenstreitkräste erneut Stellung genommen.

3. Angesichts dieser Verluste und Mißerfolge ihrer bisherigen Strategie suchen sie nun verzweifelt nach einem Weg aus der Krise des Augenblicks und nach Lastträgern des Krieges für das kommende Jahr, für das sie sich nach Churchill außerstande sehen, aus eigenen Kräften zur Initiative gegen die Dreier- paktmächte zu kommen.

Der Ueberwindung der Krise des Augenblicks soll der große Agitationsrummel dienen, der um die drei Bet­telreisen von der englischen Presse gemacht wird. Er soll die Welt über den katastrophalen Eindruck hinweg­täuschen, daß gleichzeitig der britische Ministerpräsident und der britische Außenminister London verlassen müssen, um bei Verbündeten Hilfe und Unterstützung zu suchen, und zwar zu suchen in einer Form und auf Wegen, die das völlige Auseinanderbrechen des Empire vermeiden sollen, wie es in dem Vertrag zwischen Ka­nada und den USA. über die Abstimmung der gemein­samen Kriegsproduktion und in dem Hilferuf Austra­liens an dje USA, sichtbar wurde. Der einzige Ausweg aus dieser Krise schien den Londonern die Vermeidung eines gemeinsamen Kriegsrates in Washington, den sie noch immer der Londoner City und Englands Bevölke­rung nicht zuzumuten wagten, während nach einer Stimme derNewyork Times" dieser gemeinsame Kriegsrat Ziel und Wunsch der USA. war und bleibt. Die USA. haben offenbar dieser Trennung nur zu­gestimmt der Trennung der Beratungen Washingtons einerseits und Moskau andererseits, weil die Ein­beziehung der Sowjets ihren Eintritt in den Krieg gegen Japan zur Voraussetzung hätte. Man sucht daher noch nach einer Ausrede, warum die Sowjets bisher hierzu noch nicht kamen,weil sie bei ihrem Krieg gegen Deutschland andere Dinge zu tun hätten", um gleich­zeitig zu betonen, daß der Newyorker Kriegsrat zwei­fellos auf alle gegen die Achsenmächte kämpfenden Staaten ausgedehnt werde. United Preß hebt in seinem Bericht besonders als Besprechungsthema des Besuches Edens in Moskaudie Möglichkeit einer russischen Kriegserklärung gegen Japan"' hervor und erklärt die­ses Besprechungsthema mit dem Wunsch eines Sowjets­angriffs gegen die japanischen Inseln, kommt aber nicht um die Feststellung der zweiten Folge dieses USA.- Wunsches herum, daß die Sowjets dann einen Zwei­frontenkrieg ausgezwungen erhielten, an dem ihnen be­kanntlich nach einer Aeußerung des Juden Finkelstein in Newyork nichts liegt.

Wenn man den Berichten der britischen Presse nach­geht, so könnte man glauben, daß die straiegischen Er­örterungen der Briten und ihre Betteleien um Hilfe und Unterstützung im Grunde bereits siegentscheisende Tatsachen darstellen. Die wirklichen Tatsachen aber sehen ganz anders aus, sie wurden im Jahre 1941 nicht durch die britischen und , sowjetischen Waffen, sondern allein Lurch die Waszen und Entscheidungen der Dreierpakl- machte bestimmt. Der Begeisterungstaumel der britischen Presse enthüllt allerdings eines erneut mit aller Deut­lichkeit, Lag das plutokratisch« London und das bolsche-

IN»»»II»I»iMM»»IM»MM,»,I»N»M»MII,III»m,MMMM»IMM

Ein britischer Panzerangrisf Lei Agedabia (Nord­afrika) brach vor den Stellungen der Achsentruppcn unter schwersten Verlusten für den Angreifer zu­sammen.

London mutz den Verlust von zwei Hilssschiffen während des mißglückten Norwegen-Unternehmens zugeben.

Die deutsche Lustwaffe richtete weitere empfind­liche Schläge gegen sowjetische Truppenverschissun- gcn in der Straße von Kertsch.

Die Japaner nahmen Jpoh auf Malaya sowie die Hauptstadt des Sarawak aus Vritisch-Bornco. Ma­nila ist unmittelbar bedroht.

Roosevelt forderte in einem scheinheiligen Frcund- schastsappell die Philippinos zum Hcckenschühen- krieg gegen die Japaner auf.

Der erste Wagen mit Spenden aus der Winter- sachen-Sammlung ist von Breslau an die Ostfront abgegangen.

Schon in den ersten Tagen der Wollsamwlung für die Front bewies auch Bremen überwältigende Spendefreudigleit.