Ausgabe 
(29.12.1941) Nr. 359
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keiner Teilung

patteiamiliche Tageszeitung

Das flmtsblatt des Negierenden Viirgermeisters der Zreien lZanlestadl Vremcn

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Die I oow hohe und 22 ww breite Zeile im Anzeigenteil 13 eH/. Die 78 nun breite und I nun hohe Zeile im Teitteil 75 IM Srmüß. Grundpr. (für Klein- u. Fomillenonz. u. a.) sowie sonstlge Beding. Preisliste 9 Nachlaßstassel 6. Geschästsstellen: Bremen: Geerev 6^8. Nus 5 41 21:. Nachlruf und sonntags 51115: Obernslr. 86. Nus 5 4121; Syke: Mühlendamm 2: Br.-Hemelingen: Bahnhosstr. 6. Ecke Poststr., Nus 4 34 58: Br.-Degesack: Nohrstr. 24, Nus 4 u. 8: Br.-Blumenthal: Kxt.- Dallmann-Slr. 41/43, Nus 88 u. 89

der Nationalsozialisten Vremens

flmlliches verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

Nr. 559 / 11. Jahrgang

Nlontag, 29. Vezember 1941

kinzelpreis 15 Npf.

vritlsckerNorwegen-ffandstreick mißglückt

Schwere englische slugzeugverluste Kreuzer und Zerstörer beschädigt, ein weiterer versenkt

deutsche wacht an alten fronten

Aus dem Führerhauptquartier, 28. De- - zember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibst bekannt:Im südlichen Abschnitt der Ostfront

wurde der Gegner, der einige örtliche Einbrüche in unsere Stellungen erzielt hatte, durch schwungvolle Gegenangriffe zurückgeworfen. Deutsche, italienische und slowakische Truppen sowie die aus dänischen, deutschen, finnischen, flämischen, niederländischen und norwegischen Freiwilligen zusammengefaßte tt-Division Wiking haben sich erneut im Kampfe bewährt. Im mittleren Abschnitt der Ostfront wurden stärkere feindliche Angriffe in har­ten Kämpfen zum Stehen gebracht. Schwächere An­griffe des Gegners im nördlichen Frontabschnitt wurden ebenfalls abgeschlagen. Die Luftwaffe unterstützte an allen Frontabschnitten die Kämpfe des Heeres durch wirksame Angriffe auf Bereitstellungen, rückwärtige Ein­richtungen und Eisenbahnanlagen des Gegners. In der Straße von Kertsch setzten starke Kampf- und Sturz­kampffliegerverbände die Angriffe gegen feindliche Schiffe fort. Sie versenkten drei Transporter mit zu-, sammen 2800 BRT. und beschädigten ein Kanonenboot sowie vier weitere Schiffe.

An der englischen Ostkiiste versenkte» Kampfflug­zeuge in der Nacht zum 28. Dezember ein Handelsschiff von 8000 BRT. Britische Seestreitkräste versuchten am 27. Dezember eine handstreichartige Unternehmung an zwei entlegenen Punkten der norwegischen Küste. Nach -kurzen heftigen Gefechten mit den örtlichen Wachmann­schaften des Heeres und der Kriegsmarine wurden die britischen Landungstrupps vertrieben. Sie zogen sich auf ihre Schiffe zurück. Deutsche Kampfflugzeuge ver­senkten aus einem flüchtenden Kriegsschiffverband einen Zerstörer und beschädigten einen Kreuzer sowie einen weiteren Zerstörer. In Luftkämpfen und durch Flak­artillerie wurden zehn feindliche Bomber abgeschossen. Bei Annäherung des Feindes wurde das deutsche Bvr- postenbootFoehn" durch zahlreiche britische Bomber an­gegriffen. Das Borpostenboot schoß ein feindliches Flugzeug ab und ist dann in heldenmütigem Kamps gegen das überlegene Feuer eines britischen Kreuzers und mehrerer Zerstörer verlorengegangen. Einige nor-

London schweigt;um Norwegen-Streich

Trahtbericht unseres Vertreters

live. Stockholm, 28. Dezember. Die englische Admirali­tät gab erst am späten Sonntagabend eine erste äußerst verlegen gehaltene Mftteilung über die mißglückte Nor­wegen-Unternehmung heraus. Die Erfolglosigkeit der Landungen wird verschwiegen. Die erlittenen Verluste sollen durch die Behauptung weggelogen werden, daß sämtliche beteiligten Schiffe in einem für weitere Unter­nehmungen verwendungsfähigen Zustande zurückgekehrt seien. Die schweren Verluste an Flugzeugen werden mit keinem Wort erwähnt. Da man sich in London wohl selbst darüber klar ist, daß diese Mitteilung keinesfalls geeignet ist, dem durch die deutsche Meldung hervorge­rufenen Eindruck vom wahren Verlauf dieser schweren Schlappe der Engländer entgegenzuwirken, wird eine Ergänzung in Aussicht gestellt.

wegische Handelsschiffe, die in friedlicher Küstenfahrt beschäftigt waren, wurden von den Briten überfallen und versenkt.

In Nordasrika sind britische Angriffe gegen die deutsch-italienischen Stellungen gescheitert. Verbände der deutschen Luftwaffe griffen britische Flugplätze, Krastfahrzrugkolonnen und Zeltlager in der Cqrenaika mit Erfolg an. Bei Bombenangriffen auf Flugplätze

und Hafenanlagen in Malta wurden von den begleiten­den, deutschen Jägern drei britische Flugzeuge abge­schossen.

Britische Bomber griffen in der letzten Nacht West- deutschland an. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste an Toten und Verletzten. Nach bisherigen Meldungen schössen Nachtjäger und Flakartillerie zehn feindliche Bomber ab."

Nicht genug Material für alle fronten"

Silam der britischen Nordasrika-Verluste: ZS0 slugzeuge, SS4 Panzer, 14 Kriegsschiffe

und die kiilste

Drahtbcricht unserer Berliner Schriftleitung

gk. Berlin, 28. Dezember. Es besteht ein eigentüm­licher Widerspruch zwischen der sehr unmißverständlichen Erklärung Churchills, daß Vorbereitungen für eine nach englischer Auffassung aussichtsreiche Initiative vor 1943 nicht beendet werden können, und der Vortäuschung einer, außerordentlichen Aktivität im Bereich des euro­päisch-afrikanischen Krieges, wie wir sie jetzt bei den Briten erleben. Die Erklärung ist in der Tatsache zu suchen, daß zwar Churchill nach einem Grund für die fatalen Niederlagen in Ostasien suchen mußte und sie in dem vonDaily Telegraph" aufgenommenen und unter­strichenen Satz fand,daß nicht genug Material für alle Fronten da war", daß aber damit nicht der US.-ameri- kanischen Neigung begegnet werden konnte, nun zunächst kein Material mehr für den Bereich des europäischen Krieges mehr zuzubilligen.

Für diese Abneigung spielte auch die Tatsache eine Rolle, daß es den Briten trotz ihrer gewaltigen Mate­rialfülle in Nordasrika nicht gelungen war, das ange­strebte strategische Ziel zu erreichen,'nämlich den Achsen­mächten den Boden einer nordafrikanischen Position zu rauben und über Tripolis hinauszustoßen, den Weg für eine Offensive gegen Italien freizumachen und damit endgültig den nächsten britischen Seeweg nach Ostasien, den Weg durch das Mittelmeer, voll zurückzugewinnen. In dieser Tatsache liegt zugleich die Bedeutung des hel­denhaften Kampfes der Truppen des Generals Rommel zusammen mit den italienischen Verbündeten in Nord­afrika. Wie groß der Verlust an Material bei den Bri­ten in Nordasrika war, zeigt eine jetzt vorliegende Zu­sammenstellung, nach der England der Kamps um die Eyrenaika gekostet hat: 380 Flugzeuge, 584 Panzer, 14 Kriegsschiffe und die Hälfte der Nilarmee.

Im einzelnen wurden vernichtet in dem jetzt sechs­wöchigen Ringen: 327 englische Flugzeuge in Luft­kämpfen, 63 durch Stukas oder am Boden, mindestens 564 Panzer, über 1990 Fahrzeuge. Aufgerieben wurden mindestens vier englische Brigaden, darunter die 4. und 22. Panzerbrigade. Insgesamt wurden rund 19 999 Ge­fangene durch die Achsenmächte gemacht, unter ihnen befinden sich die englischen Generale Sperling, Arm­strong, Kayes und Reginald. Höbe Verluste hatte auch die englische Mittelmeerflotte bei dem Versuch, die Land­operationen zu unterstützen. Insae'amt wurden 14 eng­lische Flotteneinheiten versenkt oder schwer beschädigt, unter ihnen ein Schlachtschiff und sechs Kreuzer. Den

der Mlarmee

stärksten Blutzoll neben der englischen Luftwaffe und der Flotte aber hatte die Nilarmee zu entrichten, von der, nach zuverlässiger Schätzung, etwa die Hälfte der Bestände in der Marmarica verblutete oder bei den Abwehrkämpfen in der Cyrenaika aufgerieben wurde.

Daß die Stimmung in den USA. nicht sehr rosig gegen­über dem britischen Verbündeten ist, nachdem man nun glaubt, daß es trotz der gegenteiligen und gerade erst als Beruhigungspille nach Südamerika lancierten Be­hauptungen des Marineminifters Knox mehrerer Jahre bedürfe, ehe man die Kriegsschiffverluste im Pazifik wieder ausgleichen könne, zeigt ein von portu­giesischen Beobachtern übermitteltes Stimmungsbild aus den USA. »

Gegenüber diesen Stimmungey möchte England nun eine Gegenwirkung in einer vorgetäuschten Aktivität er­zielen. Zu diesen Mitteln gehört auch der für London verlustreiche und ergebnislose Vorstoß gegen die nor­wegische Küste. Es ist in aller Welt bekannt, daß sie zu den unübersichtlichsten, zusammenhanglosesten und zu­gleich ausgedehntesten Felsenküsten überhaupt gehört. Gegen Ane solche Küste kann jederzeit ein Angriff gegen die weitauseinander liegenden ersten Posten der Siche­rungsstellungen unternommen werden, den, zumal Lei unsichtigem Wetter, zur Landung von Truppen führen kann. Damit hört das Ergebnis aber auch schon auf. Denn sobald die Nachricht zu den weiter zurückliegenden Hauptpositionen kommt, wird der Gegenstoß den gelan­deten Truppen nur die Wahl des schleunigen Rückzuges oder der Vernichtung lassen. In dem ersten Fall eines solchen weit -im Norden der. Küste, weitab von jeder Verbindung zum eigentlichen norwegischen Festland, an­gesetzten abenteuernden Ueberfalls haben die Briten den Rückzug auf die Schiffe vorgezogen. Der Verlust von 10 Bombern und eines Zerstörers" ist ein-Denkzettel die­ses Ueberfalls, der die Briten erneut belehrt hat, daß indes jeder Versuch, auch so weit oben im Norden, auf das europäische Festland zu gelangen, mit bitteren Ver­lusten und ergebnislosem Verlauf bezahlt werden muß. Daran ändert auch der Verlust des deutschen Vorposten- bootes^ nichts, das nach tapferer Gegenwehr und dem Abschuß eines feindlichen Bombers, der feindlichen Ueber- macht erlag.

Zu diesem Versuch einer Vortäuschung einer möglichen Aktivität gehört ferner die ausgerechnet in diesen Tagen der Washingtonbesprechungen -ausgelegte Meldung des Leiters des britischen Informationsdienstes in Wajhing- tFortsctzuna aut Seite 21

Japaner südlich der Poptzam-Linie au- Malapa

Negelloser britischer Nüchjug

Tokio, 28. Dezember. Im Angriff auf Singapur haben japanische Truppen, wie Domei meldet, bereits eine Stelle südlich der nach dem abgesetzten Oberbefehls­haber Pophgm benannten britischen Verteidigungslinie erreicht. Die Popham-Linie, die angeblich mindestens drei Monate jedem Widerstand gewachsen sein sollte, wurde am fünften Tag der Feindseligkeiten in genau 24 Stun­den durchbrochen. Das Eros der aus etwa 20 000 indi­schen Truppen bestehenden Verteidiger ist zu einem Bruch­teil seiner früheren Stärke dezimiert worden. Wie über­stürzt der britische Rückzug wär, geht daraus hervor, da« in der Popham-Linie 40 Panzerwagen, 80 Geschütze ver­schiedener Kaliber, 20 Automobile und große Mengen anderer Waffen zurückgelassen wurden.

Südlich der Popham-Linie verengt sich das Schlacht­feld zu einer einzigen sechs Meter breiten Straße Mit fester Decke. Diese Straße ist mit einem ganzen System von Bunkern, Tankfallen und Stacheldrahtverhauen ver­sehen und war für die Japaner nahezu der einzig« Weg zum Vormarsch, da sie an beiden Seiten von undurch­dringlichem Dschungel eingesäumt wird. Anscheinend ging der englische Plan dahin, die Japaner auf diese Straße zu locken und sie nach der Zerstörung aller rückwärtigen Verbindungslinien zu vernichten. Nachdem die Verteidi­gungslinie zu zerbröckeln begann und die nicht sehr kampsfreudigen indischen Truppen sich zurückgezogen hat­ten, kam es zwischen Indern und britischen Offizieren, die in sicheren fftappenstellungen geblieben waren, zu blu­tigen Zusammenstößen. Zahlreiche Leichname britischer Offiziere, die von fliehenden Indern getötet worden waren, wurden später von den vorrückenden Japanern gesunden. .

Aus Malaya berichtet Dom«,, das japamjche Truppen trotz starken feindlichen Widerstandes einen aus m:l^ tärischen Gründen nicht näher bezeichneten strategisch wichkigen Fluß überschritten und damit den Feind zum weiteren Rückzug' zwangen. Dieser Erfolg ist um so bedeutender, als zuverlässigen Informationen zufolge die Engländer aus London den Befehl erhielten, diese Ver­teidigungsstellungen unter allen Umständen zu halten. Auch die Sprengung der beiden hier vorhandenen Brücken haben den Uebergana starker japanischer Kräfte über den Fluß nicht aufzuhalten vermocht. Für weitere Dperationen sei dieser Erfolg von ausschlaggebender Lesung.

- 0er Stoß auf Maniia USfl.-seuppen o

Die japanische Luftwaffe unternahm am Sonnabend- nachmittag 25 bis 30 schwere Angriffe jedesmal mit starken Streitkrästen auf Hafenanlagc» und in der Mai nila-Bucht liegende Schiffe. Schwerer Schaden wurden angerichtet. Nach Frontmeldungen sind die Japaner am Sonnabend an zwei weiteren Stellen der Westküste Luzons, ungefähr 70 Kilometer von Manila gelandet. Die langgestreckte Insel Alabat. einige Meilen von Atimonan entfernt, soll von den Japanern besetzt wor­den sein.

Wie Domei von ungenannter Basis meldet, deuten verschiedene Anzeichen darauf hin, daß der Feind auf den Philippinen Vorbereitungen trifft, um die ver­bliebenen Luftstreitkräste nach Niederländisch-Jndien und Australien in Sicherheit zu bringen, nachdem die Lage immer unhaltbarer geworden ist. In der Um­gebung Manilas halte man'etwa 30 große Transport­maschinen startbereit, die wichtige Dokumente und an­deres Material in Sicherheit bringen sollten.

lokio gegen ciurclisiclrtige -Manöver

Der amtliche Sprecher der Armeeabteilung im Kaiser­lichen Hauptquartier erklärte. Domei zufolge, daß die japanischen Truppen aus Luzon die Erklärung Manilas zur unverteidigten Stadt zurückwiesen. Wie er sagte, würden die Kaiserlichen Truppen aus den Philippinen ihre Maßnahmen in keiner Weise durch eine derartig einseitige Bekanntgabe als behindert ansehen, sondern würden alle znr Durchführung ihrer Operationsziele notwendigen Maßnahmen durchführen.

Er wies daraus hin, daß die Stadt Manila selbst bis­her das Nervenzentrum des philippinischen Widerstandes war und dasi die Stadt in,nächster Umgebung von wich­tigen militärischen und Marineeinrichtungen umgeben ist. Er betont jedoch, daß sich die japanischen Kamps­handlungen strengstens auf Angriffe militärischer Ziele beschränken würden und daß nichts unternommen werde, was selbst nur entfernt dem nordamerikanischen Massaker unschuldiger japanischer Staatsangehöriger ähneln könnte, das stattfand, kurz bevor die Japaner eine Lan­dung auf Davao erzwängen. Wie der Sprecher erklärte, wünschen die japanischen Streitkräste auf den Philippi­nen daß sich die philippinischen und amerikanischen Nichtlämpfer, die augenblicklich in Manila verbleiben,

if den Philippinen de;iniiert

aus zwei Punkte in der Nähe der Stadt zurückziehen, die vom japanischen Oberkommando besonders bezeichnet werden, nämlich Antipolo und Montalban Er erklärte, daß diese Städte nahe genug bei Manila liegen, und daß alle Zivilisten, die sich dorthin zurückziehen, nach dem Eintreffen der japanischen Streitkräfte dort die ge­eignete Behandlung und Pflege erhalten werden.

Der Sprecher betonte schließlich, daß die Japaner auf Luzon das Feuer erst nach der formellen llebergabe der nordamerikanischen Streitkräfte und nicht eher einstellen würden. Er erklärte, daß das Kaiserliche Hauptquartier die Erklärung Manilas zur unverteidigten Stadt als einen Versuch auslegt, unter den Philippinern eine antijapanische Einstellung hervorzurufen, indem man sie vorsätzlich in die tatsächlichen Feindseligkeiten ver­wickelt. Es sei bezeichnend, daß die USA.-Behörden den Philippinern den Befehl erteilt hätten, trotz des Heran- nahens der Japaner Manila nicht zu räumen.

kliilippinos über 118/^. tief enttäri8ckt

Es kostet den in Manila lebenden Nordamerikanern viel Mühe, den Eingeborenen zu erklären, warum Ja­pan, das doch angeblich einem wirtschaftlichen Zusam­menbrach nahesteht, den Luftraum vollkommen be­herrscht, während von feiten der USA. immer behauptet wurde, daß die USA. imstande seien monatlich an­nähernd 2009 Flugzeuge zu bauen, so drahtet ein USA.- Korrespondent aus Manila über die tiefe Enttäuschung der Eingeborenen.über die Jnaktivität der Vereinigten Staaten. Der Korrespondent gibt offen zu, es habe sehr entmutigend aus die Soldaten gewirkt, als sie beobach­teten. daß die japanischen Flugzeuge ungestört fliegen, Bomben abwerfen und schießen konnten, und daß die Flugzeuge der USA. nicht zu sehen waren. Die Ent­täuschung über die USA. scheint sich auch in der Ant­wort des Präsidenten Quezon auf die Weihnachtsbot­schaft Stimsons widerzuspiegeln in der der USA.- Staotssekretär versicherte, daß die Vereiniaten Staaten die Japaner von den Pbilippinen vertreiben würden, sobald die Kräfte der USA. organisiert seien. Quezon gab darauf die gereizte Antwort:Wir tun alles, was wir können, um die Ehre, das Reckt und die Interessen der Vereinigten Staaten auf den Philippinen aufrecht^ zuerhalten." (Siehe auch Seite 2)

D« <ia raöltee«.../?

Für unsere Soldaten ist nichts zuviel

Man stelle sich das nur einiyal vor! Eines Tages wäre die Nachricht in die Welt hinausgejagt: Sowjettruppcn auf den Trümmern von Königsberg! Stettin in Schutt und Asche! Bolschewistische Brückenköpfe an der Oder! Timoschenkos Riesenpanzer stoßen ins Herz des Reiches vor!

Undenkbar, sagst du? Die Ausgeburt eines irren Phantasten?! Ist das alles wirklich so abwegig?

Wäre die deutsche Heimat nicht heule schon nach dem Willen der Churchill, Roosevelt und Stalin ein rauchendes Trümmerfeld, eine Stätte unnennbaren Grauens, der Schmerzen und der Leiden, der viehischsten Greuel, wenn nicht der Führer in letzter Minute seinen tapferen Soldaten den Befehl gegeben hätte, die un­heimliche Drohung des bolschewistischen Ostens zu zer­schlagen und des deutschen Volkes Freiheit, Leben und Zukunft vor den sowjetischen Horden zu retten? Wie leicht hätte es auch anders kommen können, wenn unsere tapfere, unvergleichliche Wehrmacht nicht gewesen wär«! Dann wären deutsche Städte in Brand .aufgegangen, deutsche Menschen hätten zu Tausenden und aber Tau­senden das Leben lassen müssen, Männer, Frauen und Kinder, zermalmt und zertreten von sowjetischem Mord- gesindel! Wie hätten dies« Horden im blühenden, zu- kunftsgläubigen Deutschland gehaust, wo wäre heute dein ja, auch dein Hab und Gut, wenn diese Bestien über uns hinweggebrandet wären?

Jeder von uns sollte immer daran denken, daß er alles, aber auch alles sein Haus nud seine Familie, sein Glück und seine Zukunft, sein ganzes Dasein nur dem Führer und seinen tapferen Soldaten verdankt.

Diese Soldaten stehen jetzt auf st r e n g e r, st ä h l e r - ner Winterwacht. Aus ihren Briefen, die sie in die Heimat schreiben, klingt in den letzten Wochen immer wieder «in Thema an, nur nebenbei, nur ganz am Rande, aber dadurch auffällig, daß es sich in fast allen Briefen von den verschiedensten Fronten immer wieder­holt: derKampf gegen die Kälte, d ieeisige Kälte imOsten, Norden, am Atlantik und aus dem Balkan. Einer erbittet Kopfschützer, gleich zwei, damit er sie übereinanderziehen kann. Ein anderer berichtet, daß sie das Wasser zum Waschen und Kochen morgens mit Hackest mühselig freilegen müssen, und daß jeder von ihnen, der nachts im Freien Wache steht, in wenigen Minuten, fast zum Eisklumpen erstarrt ist. Ein Kamerad von der Kriegsmarine schreibt, daß ihnen bei Sturm, Gischt und Frost das Zeug am Leibe festfriert. Und «in anderer, der neulich aus Urlaub kam, pellte sich aus zwei Wollsweatern und diversen anderen Klei­dungsstücken aus und fand. daß unser naßkaltes Wetter ihm wie ein Mailllsterl vorkäme.

Kälte und Kälteschutz sind also für unsere Soldaten zur Zeit vordringliche Probleme. Es ist natürlich vor- gesorgt worden; seit Wochen rollen die Transports mit warmen Wintersachen an die Fronten. Aber der Winter ist unerwartet früh und unverhältnis­mäßig hart gekommen; die Fronten dagegen sind weit und unendlich lang. Der Bedarf an warmen Win- lersachen für unsere Soldaten ist überaus groß. So muß denn die Heimat wieder einmal.in bewährter Form be­reit sein: sie muß den Soldaten beweisen, daß sie der starke Rückhalt der kämpsenden Front- ist, daß sie Ver­ständnis für alle Wünsch«, Nöte und Sorgen unserer waffentragenden Männer hat.

Schon hat der Appell des Führers, in dem er das deutsch« Völk zur großen Weihnachts- spend« an Woll- und Pelz fachen für un- aufgerufen hat, in Stadt und Land lebhaften Widerhall, ja, ein begeistertes Echo gefunden. Vor Beginn der Sammlung sind bereits an die Dienst­stellen der Partei zahllose begeisterte Zustimmungserklä- rungen und Spendenankllndigungen gekommen Stärker noch als bei den vorangegangenen Erotzsammliingen für die Wehrmacht und für den Kriegsbedarf wird sich in d,e>em Falle die Bereitwilligkeit der gesamten Heimat erweisen, unseren Soldaten das zu geben, was sie im Kampf gegen die Kälte brauchen, auch wenn die Spen­der selbst sich dadurch weitgehende Einschränkungen Ent­behrungen, za sogar Unbilden auferlegen müssen. ^reder wird geben, was er irgend geben kann!

Wortchenkann" mgß in diesem Falle aus uns«! Sprachschatz gestrichen werden. Bei dieser Weihnack spende für unsere Soldaten soll jeder deutsche Ma lede Frau nud ;edes Kind w e i t ü b e r d a s h i n a u üblicherweise gegeben werden kann. l »«darf der Front an warmen Wintersachen ist t aller vorbereitenden Maßnahmen - so ungeheuer q, die Notwendigkeit beschleunigter Lieferung so zwinge da« nicht lange ausgewählt, nicht lange überlegt und wagt werden darf. Daß du heute noch lebst und : Hoffnung und Zuversicht in ein neues Jahr gehen kan wem verdankst du es? Dem deutschen Sold a t e

....um,INI,,,,,

Vnsvr rasssspiosGl

Ein Landungsversuch britischer Streitkräfte in Nor­wegen scheiterte unter schweren Verlusten siir den Angreifer.

Bei Einflügen in Westdeutschland verlor die eng­lische Luftwaffe zehn Bomber.

Die Besetzung der Cyrenaika hat die Briten uner­setzlich« Einbußen an Menschen und Material gekostet.

Der Vormarsch der Japaner auf der Malayen- Halbinsel geht unaufhaltsam weiter.

Nach dem Muster von Diinkirchen versucht London den Verlust Hongkongs in einen englischen Sieg umzusälschen.

An alle Skiläufer ergeht der dringende Appell zur Ablieferung ihrer Skiausriistung für die Wehrmacht. Der deutsche Fußballmeister Rapid schlug den Tichammcrpokalmeistcr Dresdner Sportclub. Werder erzielte einen hoch überlegenen Fußball- sieg über Gelsenguß-Gelsenkirchen.

In der ersten Bremer Fußballklasse wurden drei torrciche Spiele abgewickelt.

Der LTV. Neustadt-Glewe unterlag im Handball sowohl dem Vercichsmeister Tura als auch Vlu- menthal.

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