Ausgabe 
(22.12.1941) Nr. 354
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Werner Muna

parteiamtliche Tageszeitung

Das flmlsblott des Negierenden Viirgermeisters der Zreien fjansestadt vremen

Anzelge n - Trundprelset

Die l -am hohe und 22 wa, breite geile im Anzeigenteil 13 H/. Dir 78 lnm breite und > cniv hohe Zeile im Tertteil 75 Ermaß. Grundpr. (für Mein- o. Familieaanz. a. a.) sowie sonstige Beding. Preisliste 9 Nachlaßstasfel 0. GeschSftSstellen: Bremen: Genen 6/8, Ruf 5 41 21» Nachtruf und sonntags 51115? Obernstr. 86, Ruf 5 4121? Vyke: Mühlendamm 2? Br.-Semel!ngen: Bahnhosstr. 8, Ecke Poststr-, Nus 4 34 58? Br.-Vegesock: Nohrstr. 24, Ruf 4 u. 8? Br.-Blumenthal: Kpl.- Dallmann-Str. 41/43, Nus 88 u. 89

der Nationalsozialisten Vremens

flmtiiches verkündungsblatk des Neichsstattisalters in Oldenburg und Vremen

Nr. Z54 /II. Jahrgang

Montag. 22. Dezember 1941

Linzelpreis 15 Npf.

M britische Schiffe eingeschloffen

Japanischer vlockadegürtel um das besetzte tzongkong/Malaga-Provinz wellesleg erobert

Japaner vernichteten S U-Voote

Tokio, 21. Dezömüer. Die Marinetbteilung des Hauptquartiers gab am Sonntag um 11.48 Uhr japa­nischer Zeit (7.48 Uhr deutscher Zeit) bekannt, daß ja­panische Seestreitkriiste in engem Zusammenwirken mit Einheiten der Armee die noch vom Feind verteidigten befestigten Punkte aus der Insel Hongkong angreifen und gleichzeitig die Gewässer um Hongkong völlig be­herrschen.

Die Tokioter Presse berichtet ausführlich Wer den Kampf um die letzten Stützpunkt« der Briten auf der Insel. Trotz verzweifelter Gegenwehr der feindlichen Truppen werde ein befestigter Punkt nach dem anderen nach schwerem Bombardement im Zusammenwirken aller drei Wehrmachtsteile besetzt. „Nitschi Nitschi Schimbn" meldet ergänzend, daß japanische Flugzeuge am Sonn­abend ein britisches Kanonenboot zerstörten und die Selbstversenkung zweier anderer Kanonenboote herbei­führten die entfliehen wollten.

„Asahi Schimbun" unterstreicht, daß das ganze Gebiet um Hongkong in einem lkmkreis von 888 Seemeilen von japanischen Kriegsschiffen vollständig eingeschlossen sei. Den zahlreichen britischen Kanonenbooten, Zerstörern und Minenlegern sowie den anderen Schiffen — die Gesamtzahl wird aus etwa 188 geschätzt — sei es dadurch praktisch unmöglich gemacht worden, der Vernichtung oder Aufbringung zu entgehen. Bereits jetzt sei mehr als die Hälfte dieser Fahrzeuge versenkt worden. Ferner wurde vom Hauptquartier am Sonntag gemeldet, das; die japanische Marine seit Kriegsbeginn neun feindliche U-Voote versenkte. Das Schicksal zahlreicher weiterer feindlicher U-Boüte, die angegrissen wurden, ist un­gewiß, da keine zuverlässigen Beobachtungen möglich waren.

Die Hauptstadt der britischen Kronkolonie Hongkong, Victoria, sowie der Hasen, befinden sich bekanntlich seit Freitag in japanischer Hand. Die von den Briten zur Verteidigung dieses für das gesamte Empire außer­ordentlich wichtigen Gebietes eingesetzten Truppen, in der Hauptsache indisch« und kanadische Einheiten, zogen sich nach dem Verlust der wichtigsten Positionen in den gebirgigen Teil der Insel zurück, der teilweise stark be­festigte Stützpunkte ausweist, so den sogenannten Victor'a- Hllgel. Um dies« befestigten Punkt« sind nunmehr die letzten Kämpfe im Gange.

Die Japaner haben die Malaqa-Provinz Welles- ley, wie „Tokio Asahi Schimbun" in einem weiteren Sonderbericht meldet, nunmehr völlig besetzt. Die Pro­vinz Wellesleq liegt südlich des noch vor kurzem hart umkämpften Kedah-Eevietes. Die Provinz hat eine Größe von 747 Quadratkilometer und ist verhältnis­mäßig dicht besiedelt.

Domei meldet aus Saigon: Nach einem Funkbericht aus Manila, der hier am Sonntagmorgen aufgefangen wurde, haben Verbände japanischer Bombenflugzeuge am 28. Dezember mittags einen Massenangriff auf T ö r­in c, 70 Meilen nördlich von Manila, den Marine- Ttützpunkt Cavite und den. Flugplatz Nichols aus­geführt, wobei an militärischen Anlagen schwerer Scha­den entstand. Nach einer Reutermeldung aus Manila hat das USA.-Hauptquartier auf den Philippinen keine Verbindung mehr mit dem Stützpunkt Davao auf der Insel Mindanao. In dem letzten Bericht des

USfl.-Lijtgas auf Suam gefunden!

Tokio, 21. Dezember. Die Presseabteilung der Kai­serlichen Hauptquartiere der Armee und der Marine äußern sich zu der Entdeckung von Giftgas-Waffen aus der Insel Euam und erklärten, das Vorhandensein der­artiger Waffen deute in unverkennbarer Weise auf die Absicht eines Einsatzes gegen die Japaner hin. „Dadurch wird einwandfrei bewiesen, was unter der üordameri- kanischen Menschlichkeit zu verstehen ist." Dieselben Stellen erklären, glücklicherweise seien die Nordameri­kaner wegen der Schnelligkeit des japanischen Angriffes nicht in der Lage gewesen, das Gas anzuwenden, doch ser dessenungeachtet schon der Besitz des Giftgases eine Verletzung des internationalen Abkommens.

Washingtoner Kriegsdepartements wird bestätigt, daß Cavite einen äußerst heftigen Lufangriff der Japaner auch am Freitagmittag durchzumachen hatte, bei dem starker Materialschaden und beträchtliche Men­schenopfer entstanden seien. Nach einem weiteren Front­bericht der Agentur Domei aus Jndochina kam es am

Berlin, 21. Dezember. Als der Führer am 4. Fe­bruar 1938 die Befehlgewalt über die gesamte Wehr­macht persönlich übernahm, geschah dies in der Sorge vor der schon damals drohenden militärischen Ausein­andersetzung um die Freiheit des deutschen Volkes. Die Staatsräson verlangte gebieterisch die Zusammenfassung aller Kräfte in einer Hand. Nur so konnte die Vorberei­tung auf einen erfolgreichen Widerstand gelingen, von dem man wußte, daß er noch weit mehr als der von den gleichen Gegnern dem deutschen Volke aufgezwungene Weltkrieg 1914 bis 1918 zu einem „totalen Krieg" füh­ren würde. Außerdem sprach aber noch das Bewußtsein einer inneren Berufung und der ihm eigene Wille zur Verantwortung mit, als sich der Staatsmann Adolf Hitler entschloß, sein eigener Feldherr zu sein.

Der Verlauf dieses Krieges hat die Richtigkeit dieser Erkenntnis mehr und mehr bestätigt. In vollem Maße setzte sie sich aber erst durch, als mit dem Feldzug im Osten der Krieg Ausmaße annahm, die alle bisherigen Vorstellungen übertrafen. Die Größe der Kriegsschau­plätze, die enge Verflechtung der operativen Landkriegs­führung mit den politischen und kriegswirtschaftlichen Zielen sowie der zahlenmäßige Umfang des Heeres im Verhältnis zu den anderen Wehrmachtsteilen drängten den Führer, die Operationen und die Rüstung des Heeres seinen Intuitionen folgend auf das stärkste zu beeinflussen und sich alle wesentlichen Entschlüsse auf diesem Gebiet persönlich, vorzubehalten. In folgerich­tiger Wetterführung seines Entschlusses von 4. 2. 1938 hat sich der Führer daher am 19. 12. 1941 entschlossen, unter voller Würdigung der Verdienste des bisherigen Oberbefehlshabers des Heeres, Generalfeldmarschall von Brauch lisch, die Führung der Gesamtwehr- macht mit. dem Oberkommando des Heeres in seiner Hand zu vereinigen. Aus diesem Anlaß hat er nach­stehenden Aufruf an die Soldaten des Heeres und der Waffen-jj erlassen:

„Soldaten des Heeres und der Wasfen-jj!

Der Kampf um die Freiheil unseres Volkes zur Siche­rung seiner Existenzbedingungen für die Zukunft, zur Beseitigung der Möglichkeit, uns alle 20 oder 25 Jahre unter einem neuen Vormund - aber im tiefsten Grunde stets aus den gleichen jüdisch-kapitalistischen Interessen heraus — mit Krieg zu überziehen, geht seinem Höhe- und Wendepunkt entgegen.

Dem Deutschen Reich und Italien sowie den bisher mit uns verbündeten Staaten wurde das Glück zuteil, in Japan eine Weltmacht als neuen Freund und Kampfgenossen erhalten zu haben. Es sollte unter den gleichen Vorwänden und Formen abgedrosselt werden wie wir selbst. Mit der blitzschnellen Vernichtung der amerikanischen Pazifik-Flotte sowie der britischen Streitkräfte in Singapur, der Besetzung zahlreicher eng­lisch-amerikanischer Stützpunkte in Ostasien durch die japanische Wehrmacht tritt nun dieser Krieg in ein neues für uns günstiges Stadium.

Damit stehen nun aber auch wir vor Entscheidungen von weltweiter Bedeutung. Die Armeen im Osten müssen, nach ihren unvergänglichen und in der Welt- , geschichte noch nie dagewesenen Siegen gegen den ge­fährlichsten Feind aller Zeiten, nunmehr unter der Ein- >

Sonnabend über Kunming zum erstenmal zu Luft­kämpfen mit USA.- und britischen Flugzeugen vom Muster „Curtis ? 40" und „Spitfire". Japanische Kampfflugzeuge, die den Endpunkt der Burmastraße angriffen, trafen auf 20 feindliche Jagdmaschinen, von denen fünf abgeschossen würden. (Siehe auch Seite 2)

Wirkung des plötzlichen Wintereinbruchs aus dem Zug der Bewegung in eine Stellungssront gebracht werden. Ihre Aufgabe ist es, bis zum Anbruch des Frühjahrs genau so fanatisch und zäh das zu halten und zu ver­teidigen, was sie bisher mit einem unermeßlichen Hel­denmut und unter schweren Opfern erkämpft haben. Von der neuen Ostfront wird dabei nichts anderes er­wartet, als was die deutschen Soldaten einst vor 25 Jahren in vier russischen Kriegswintern schon geleistet hatten/ Jeder ^deutsche Soldat muß dabei das Vorbild für unsere treuen Verbündeten sein.

Darüber hinaus aber werden, so wie im vergangenen Winter, neue Verbände aufgestellt und vor allem neue und bessere Waffen ausgegeben. Der Schutz der Front nach dem Westen wird von Kirkenes bis zur spanischen Grenze verstärkt. Die Schwierigkeiten der Organisation der Verbindungen dieser Front, die heute einen ganzen Kontinent umspannen und bis nach Nordafrika reichen, sind zu überwinden. Auch dies wird gelingen. Die Vor­bereitungen zur sofortigen Wiederaufnahme des offen­siven Kampfes im Frühjahr bis zur endgültigen Ver- . nichtung des Gegners im Osten müssen unvermittelt getroffen werden. Die Einleitung entscheidender anderer Kriegsmaßnahmen steht bevor. Diese Aufgaben erfor­dern es, daß Wehrmacht und Heimat zur höchsten Lei- stunn angespannt und zum gemeinsamen Einsatz gebracht werden. Der hauptsächlichste Träger des Kampfes der Wehrmacht aber ist das Heer.

Ich habe mich deshalb unter diesen Umständen heute entschlossen, als Oberster Befehlshaber der deutschen Wehrmacht die Führung des Heeres selbst zu über­nehmen.

Soldaten! Ich kenne den Krieg schon aus den vier Jahren des gewaltigen Ringens im Westen 1914/18. Ich habe den Schrecken fast aller großen Materialschlach­ten als einfacher Soldat selbst miterlebt. Zweimal wurde ich verwundet und drohte endlich zu erblinden. Mir ist daher nicht fremd, was euch quält, belastet und bedrückt. Allein ich habe nach vier Jahren Krieg in kei­ner Sekunde an der Wiedererhebung meines Volkes ge­zweifelt und es mit meinem fanatischen Willen als ein­facher deutscher Soldat fertiggebracht, die ganze deutsche Nation nach mehr als fünfzehnjähriger Arbeit wieder zusammenzuschließen und von dem. Todesurteil von Ver­sailles zu befreien.

Meine Soldaten!

Ihr werdet es daher verstehen, daß mein Herz ganz euch gehört, daß mein Wille und meine Arbeiit unbeirr­bar der Größe meines und eures Volkes dienen, daß mein Verstand und meine Entschlußkraft aber nur die Vernichtung des Gegners kennen, d. h. die siegreich« Be­endigung dieses Krieges. Was ich für euch tun kann, meine Soldaten des Heeres und der Waffen-jj, in der Fürsorge und in der Führung, wird geschehen. Was ihr für mich tun könnt und tun werdet, das weiß ich: mir in Treue und Gehorsam folgen bis zur endgültigen Ret­tung des Reiches und damit unseres deunschen Volkes. Der Herrgott aber wird den Sieg seinen tapfersten Sol­daten nicht verweigern!

Führerhauptquartier, den 19. Dezember 1941.

gez. Adolf Hitler."

London nach zwei Wochen Krieg fassungslos

Dr. IV. Sab. Berlin, 21. Dezember. Im Verlauf von zwei Wochen Krieg hat die japanische Wehrmacht dem britischen Empire und den Vereinigten Staaten so wuch­tige und verheerende Schläge versetzt, daß der englischen und amerikanischen Oeffentlichkeit schon im Hinblick auf die ferneren Auswirkunqsmöglichkeiten und auf die Notwendigkeit einer vollkommenen inneren Umstellung die Erkenntnis einer entscheidenden Niederlage nicht mehr versperrt werden kann. Alle Betrachtungen, die der kommenden Kriegsentwicklung gewidmet sind, be­schäftigen sich jetzt mit tödlichem Ernst, teilweise aber auch noch in vollkommener Fassungslosigkeit, mit den Folgen dieser Niederlage.

Es ist für uns nicht ganz einfach, uns in die geistige und seelische Verfassung zu versetzen, in der sich die Briten nach dem Eintreffen der Hiobsbotschaften vom ostasiatischen Kriegsschauplatz befinden dürsten. Man muß daran denken, daß die Engländer in Hongkong schon festen Fuß gefaßt hatten, als Deutschland noch kein Reich, sondern nur ein weltpolitisch schwacher Staa­tenbund war und als der Gedanke an deutsche Macht­geltung in fernen Erdteilen und Ozeanen als eine Lächerlichkeit beurteilt worden wäre. Den britischen Lords erschienen die Insel England nur als die Haupt­stadt eines Reiches, dessen wesentliche Bestandteile in anderen Erdteilen liegen und in dem Hongkong als eine der wertvollsten Reichtumsquellen und Singapur als eine unllberwindbare Festung erschienen. Das muß man bedenken, um sich einigermaßen vorstellen zu kön­nen, wie sich die alten britischen Lords vor Entsetzen innerlich gekrümmt haben müssen, als sie die ihnen un­faßbar erscheinenden Nachrichten vom Kriegsschauplatz rings um das slldchinesische Meer und weit über dessen Bereich hinaus erfuhren.

Wie konnte das nur geschehen? Das ist die Frage, die über allen englischen Betrachtungen steht. „Wenn irgend jemand", so läßt sich Reuter vernehmen, „vor Kriegsbeginn gesagt hätte, daß innerhalb von 14 Tagen nach Kriegsausbruch die Japaner Hongkong gefährden, in Malaya so viel geschafft und außerdem in Burma und Bornes Invasionen unternommen haben würden, dann hätte das in England kein Mensch geglaubt. Wie konnte das passieren? Unsere Verteidigung war viel weniger erfolgreich, als man vernünftigerweise erwar­ten konnte."

Die englische Oeffentlichkeit lehnt auch hartnäckig die „Erklärungen" ab, mit denen die Regierung die schwere Niederlage begreiflich machen und bis zu einem ge­wissen Grade entschuldigen will. Selbst sei Kommen­tator von Reuter erklärt es als unzulässig, daß man alles nur mit einem „Mißgeschick zur See" begründen dürfe. „Die Deutschen haben uns im vergangenen Jahr von Norwegen her ohne eine Ueberlegenheit zur See abgewehrt, weil sie in dem schwierigen Gelände mit nur wenigen Landungsplätzen alle Flughäfen und See­häfen besetzt hielten. Wir hatten genau die gleichen Vorteile in Malayen und darüber hinaus reichlich Muße, unsere Stützpunkte rechtzeitig auszubauen." Hier wird also von englischer Seite in der verzweifelten Wut ganz offen zugegeben, daß nicht irgendwelche Echeim- waffen und Zufälle, sondern die strategische ..nd solda­tische Ueberlegenheit der Japaner bei durchaus norma­len Methoden der Kriegführung die in ihrer Bedeutung weitreichende Vorentscheidung Herbeigeführt habe.,. Es ist typisch für die Briten im allgemeinen und für Chur­chill und seinen Kreis im besonderen, daß immer im Falle von Niederlagen nach einzelnen Sündenböcken gesucht wird, damit die Erkenntnis nicht durchgingt, daß die letzten Ursachen der eingetretenen Katastrophen rm politischen und militärischen System seihst und schließlich und vor allem bei der obersten Führung liegen.

Der Rundfunkkommentator von Singapur gesteht es seinen Hörern ein, daß sich die Beilen zuviel Luftschlösser gebaut haben. Nun sollen sie beinahe llbergangslos den harten und grausamen Tatsachen ins Auge sehen die der Rundfunksprecher Montague so zusammenfaßt: „Die Nachrichten aus dem Fernen Osten sind schlimm. Die Verteidiger von Hongkong kämpfen mit dem Rücken zur Wand. Die Japaner haben Landungen auf den Philip­pinen durchgeführt und in Malayen festen Fuß gefaßt.

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Der Führer hat das Oberkommando des Heeres übernommen.

Im Mittelabschnitt der Ostfront wurden wieder zahlreiche Sowjetpanzer vernichtet.

Die Japaner haben die Provinz Wellesleq aus Malaya besetzt.

Um Hongkong wurden 188 britische Schiffe einge­schlossen.

Reichsleiter Alfred Rosenberq sprach in Berlin zum Gedenken an Paul de Lagarde.

Auch in Bremen wurde von der NSDAP. eine Lagarde-Eedenkseier veranstaltet.

In ganz Bremen fanden gestern Weihnachtsfeiern von Partei, Staat und Wehrmacht statt.

In den Reichsbundpokalspielen blieben Nordmark und Ostmark siegreich.

Werder siegte hoch 8:8 gegen VfL. Osnabrück.

In der Fußballbczirksklasse gab es drei unentschie­dene Ergebnisse.

Das Volk braucht vrot, eine Seele und ein Schwert

flljred Nolenderg zum 50. lodestag Paul de Lagardes — wellanschauliktie Ieierstunde in der Slaalsoper Verlin

Lerlin, 21. Dezember. 2m Mittelpunkt der gardc-Feiern, die am Sonntag in etwa 188 Städten i ganzen Reichsgebietes — so auch in Bremen (siehe lichen Teil unserer heutigen Ausgabe!) — anläß- >e des 88. Todestages Paul de Lagardes in Form ltanschaulicher Feierstunden der NSDAP. als erste ranstaltung dieser Art stattgefunden haben, stand die n der Dienststelle Rosenberg und der Gauleitung rlin der NSDAP. gemeinsam durchgeführte Reichs- erstunde in der Staatsoper Berlin. Die Zuhörer- rft umfaßte Vertreter der Partei und ihrer Gliede- igen, des Neichsarbeitsdienstes, der Staatsbehörden, Wehrmacht — auch eine Anzahl Verwundeter war : Einladung gefolgt — sowie viele Männer und auen, die dem Lebenswerk des großen Deutschen ul de Lagardes durch berufliche Arbeit oder pcr- lliche Neigung besonders verbunden find.

Die Staatskapelle leitete die Feierstunde mit dem Ersten Satz aus der Sinfonie in O-äur von Mozart ein. Dann nahm

Neichsleiker fllfred Nosenberg

das Wort zu einer umfassenden Würdigung des Lebens­werkes de Lagardes und führte u. a. aus: „Die na­tionalsozialistische Kritik an der Schande von 1918 hat nicht Halt gemacht bei der Entwicklung der letzten Kriegsjahre, sondern hat den deutschen Zusammenbruch durchaus als ein historisches, durch eine lange geistige und politische Entwicklung vorgezeichnetes Ergebnis begriffen. Denn jene Menschen und Parteien, die das Unheil über Deutschland brachten, waren als Macht­gruppen schon . ahrzehntelang in Deutschland, wenn auch nicht immer herrschend, so doch schon sehr oft be­stimmend gewesen. Konservatismus. Zentrum. Libe­ralismus, Marxismus — um nur vier dieser Grup­pierungen zu nennen — rangen um die Seele eines jeden Deutschen, und die Machtkämpfe dieser Kräfte

verhinderten immer wieder erneut die Bildung eines zentralen alles umfassenden deutschen Nationalwillens.

Mit diesem Gedenktag für Paul de Lagarde stattet daher die Bewegung einen Dank an einen jener un­erschrockenen Männer ab, die mitten in der gärenden Bildung des deutschen Gedankens und inmitten der aufsteigenden llnheilkräste in den 78er und 88er Jahren des vergangenen Jahrhunderts den Mut ausbrachten, wenn notwendig, auch ganz allein gegen diese Ströme zu schwimmen, aus die gefahrdrohenden Einflüsse hinzu­weisen und die oft mit geradezu seherischer Klarheit die Wege wiesen, die zu einem großen Teil durch das Dickicht des ganzen Parteigerümpels von der national­sozialistischen Revolution später geschlagen werden muß­ten.

In einer seiner letzten Schriften hat Lagarde einmal gesagt, es gäbe sllr den Menschen nur eine einzige wirk­liche Schuld, nämlich die. nicht er selbst zu sein! Das ist jene Haltung, die ihn sein ganzes Leben lang ge­tragen hat. Sie nahm weder Rücksichten auf Fürsten.

(Fortsetzung aus Seit« S)

Ver sichrer übernimmt das Vbeekommando des Heeres