Ausgabe 
(19.12.1941) Nr. 351
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

"^guwtl't

" -inig-tzl..

"" ^ut. BuiK^ P mochte derL^-

^u°-h Nagst '2

hob etwa- ach"? b ' »funden. Wich^

emalten"^öps^W>

» ?u packen und,7 °' lanst dazu —^ steten. Ich

ZWs

Schnee'fall. r?-M

küre

Scher Zeit den re «, Davon gibt auch, ie:

gestellt und soll,, jedoch noch nchir. « ne Freunde waren d«, che chworen ihn, U« achte sie jedoch an-' wird schon noch, »,

en bis zur Aussjchuitz usrk brs zum Nach»,,,,, m die rechte Echapus s Notenschreibea i« l.

!ine.

rr heim, von den F» tzten, erwartet. MW

e! Jetzt werde ich,s

>ie Tür zu und iizm rigen Minuten km t» h zur Ruhe und dich Stunde zu wecken. Kw zwei Stunden schlchr Leitete die ganz« Lt mr der letzte Dientq krschöpft wars sich B

r hie Noten ab, m ji! rst abends fertig da«!,

: nur mit steck» L»- naß wurden dir ÄK>

sksch ekttk 7ntal G 5 ch enkki'ch

losi-M 8» «»'

dreizehn Ai-l«'

ÜsS-'<

.^'Sä

es. A Die/",

AS---"

Kiose!!?' W „ Buches

Monarsbezug E 2/30 einschl. Zu­stellgebühr. Postbezugspreis monatl. 2,30 E (einschl. 27/S 3^2 Post­zeitungsgebühr) zuzügl. 42 3A2 Be­stellgeld. BezugSprel« ist im voraus zahlbar. Postscheck: Hamburg 17272. Eine Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises. Verlag: NS.-Gauverlag Weser- Eins GmbH., Bremen, Teeren 6/8. Fernspr. 54121, Nachtr. u. Sonnig. 51115. Sprech z.: Verlag: werktl. 12—13 Uhr: Schriftleitung: Diens­tag und Freitag 12Vr—13>/, Uhr.

vremerMiW

A nzeigen - Grundpreise:

Die l nun hohe und 22 mm breite Zeile im Anzeigenteil 13 Die 78 mm breite und I mru hohe Zeile im Terttell 75 Ermüß. Grundpr. (für Klein- u. Familienanz. u. a.) sowie sonstige Beding. Preisliste ö Nachlaßstasfel 6. Geschäftsstellen: Bremen: Teeren 6/8, Ruf 5 41 21; Nachtruf und sonntags 51115; Obernstr. 86, Ruf 5 4121; Shke: MLHIendamm 2; Br.-Hemelingen: Bahnhofstr. 6, Ecke Poststr.» Ruf 4 34 58; Br.-Vegesack: Nohrstr. 24, Ruf 4 u?8; Br.-Blumenthal: Kpt.- Oallmann-Str. 41/43, Ruf 88 u. 89

parteiamtliche Tageszeitung

Das Amtsblatt des Negierenden vürgermeister-r der Zreien fjansestadl vremen

der Nationalsozialisten Bremens

pmlliches verkiindungsblatt des Neichsstatttsallers in Oldenburg und vremen

Nr. Z51 / 11. Jahrgang

Zreitag, 1 9. Dezember 1941

Linzeipreis 15 Nps.

Japan überall Herr der Lage

Mir der Vernichtung von fünf Schlachtschiffen USfl -slotte kampfunfichig / weiterer Nückzug der vriten auf Malaga / Vie tage ffongkongs hoffnungslos

Noosevell kneift

Tolio, 18. Dezember. Die Marineavteilung des kaiserlichen Hauptquartiers gab bekannt, daß die Auf- klarungstiitigkeit und die Ermittlungen der japanischen Marine — auch Luftaufnahmen wurden ausgewertet — nunmehr die praktische Vernichtung der USA.-Pazifik-- Flotte und der aus Hawai stationierten Luftwaffe be­stätigt haben.

Die Verluste der USA.-Marine- und der USA.-Lust- streifkräste im Pazifik sind nach der japanischen Mittei­lung folgende:

1. Fünf Schlachtschiffe versenkt, darunter eines der „Calisor»ia"-Klasse, eines der „Maryland"-Klasse, eines der „Arizona"-Klaste, eines der „Utha"-K!asse und ein weiteres nichtidentisizierter Kategorie, außer­dem zwei schwere Kreuzer und ein Oeltanker.

2. USA.-Kriegsschifse, die so schwer beschädigt wur­den, daß sie nicht mehr reparaturfähig sind, ein Schlachtschiff der „California"-Klaste, eines der „Ma- ryland"-Klasse und eines der „Nevada"-Klasse, außer­dem zwei leichte Kreuzer und zwei Zerstörer.

3. USA.-Kriegsschifse, die zwar schwer aber nicht so ernsthaft beschädigt wurden wie die obigen: Ein Schlachtschiff der „Nevada"-Klasse und vier Schisse der L-Klasse.

4. Die amerikanischen Flugzeugverluste wurden mit 456 Flugzeugen festgestellt, die durch ME.-Feuer und durch Brände vernichtet wurden. 14 Flugzeuge wur­den in Lnftkämpfen abgeschossen, zahlreiche weitere zerstört. Uebkrdies wurden 18 Flugzeughallen in Brand gesetzt und zwei weitere durch Bombenwurf schwer be­schädigt.

Der Bericht hebt dann hervor, daß keine japanischen Ueberwasserstreitkräste bei diesem historischen Tressen beschädigt wurden oder verlorengingen.

Die vom japanischen Hauptquartier gemeldete prak­tische Vernichtung der USA.-Pazifik-Flotte ist in Tokio durch Extrablätter und Zeitungsanschläge bekanntgege­ben worden. Die Nachricht hat in der gesamten Bevöl­kerung tiefste Freude, aber auch das Gefühl des Dankes gegenüber der tapferen Flotte und ihren Einheiten aus­gelöst.

Wie die Marine mitteilt, sind die USA.-Verluste auf Grund der neuesten Beobachtungsmethoden einschließ­lich von Fernbildaufnahmen genauestens festgestellt worden. Diese Beobachtungen sind nunmehr nach Tokio gelangt und hier im einzelnen ausgewertet worden. Der Eindruck in Japan ist deshalb so gewaltig, weil die USA.-Pazifik-Flotte lebenswichtig getroffen, ist und sich damit die strategische Lage nicht nur im Stillen Ozean, sondern auch in den Operationsgebieten zwischen den Philippinen und Singapur völlig verändert hat. Mit einem Schlage seien, so. wird hier erklärt, die Pläne zur Zusammenarbeit Englands und der Ver­einigten Staaten zunichte gemacht. England mit seinen

Hilfskräften sei zunächst im Südpazisik isoliert, und es sei vorläufig nicht abzusehen, ob oder wann die USA.- Flotte in den Krieg um den Pazifik eingreifen könne.

Die Heeresabteilung des Kaiserlichen Hauptquartiers meldete weiter, daß die japanischen Streitkräfte. die in Aparri (Notd-Luzon) gelandet wurden, einen feind­lichen Luftstützpunkt eingenommen haben und nun in südlicher Richtung vordringen, während eine andere japanische Kolonne im Begriff ist. den feindlichen Widerstand im Gebiet von Vigan längs der Nordwest­küste von Nord-Luzon niederzuschlagen. Andererseits dringen die japanischen Verbände, deren Landung in Süd-Luzou gemeldet wurde, in nördlicher Richtung vor.

Ueber die Lufttätigkeit meldet der Bericht, daß auf den Philippinen jetzt nur schwache feindliche Luftstreit- kräfte Widerstand entgegensetzen, nachdem die japanische Luftwaffe ununterbrochen vernichtende Angriffe gegen die philippinischen Luftstützpunkte durchgeführt hat. An der Front von Malayen und Burma greift die Armee­luftwaffe den Feind trotz des schlechten Wetters mit großer Heftigkeit an.

Hinsichtlich der Lage in Hongkong meldet der Be­richt. daß die Armeestreitkräfte ihre Vorstöße gegen die Kronkolonie mit Unterstützung der Marine fortsetzen, während in Malayen die japanischen Verbände am 14. Dezember Kap Viktoria in Burma eingenommen und auch die Gebiete längs des Isthmus von Kra besetzt haben. Weitere japanische Truppen wurden in Sin- gora und Kota Barul an Land gesetzt, und sie befinden sich nun nach der Vernichtung der britischen motorisier­ten Streitkräfte auf dem Vormarsch.

Das japanische Nachrichtenbüro Domei meldet aus Kaulin: Japanische Bomber und Artillerie haben am Donnerstag die Beschießung militärischer Ziele in Hongkong während des ganzen Tages fortgesetzt. Die ja­panische Artillerie beschoß die britischen Positionen ge­genüber von Kaulun und die Erdölanlagen von Taiküm, die in hellen Flammen stehen. Japanische Flugzeuge haben ferner wiederholt im tiefen Fluge militärische Ziele innerhalb der Stadt bombardiert.

Ferner gibt die Armeeabteilung des Kaiserlichen Hauptquartiers bekannt, daß japanische Flugzeuge am Mittwoch in großen Massen Penang angegriffen ha­ben. Sie versenkten einen großen und einige kleinere Transporter im Hafen. Landungsplätze und andere Ha­fenanlagen wurden zerstört. Drei japanische Flugzeuge stießen zu dem Flugfeld von Ipoh vor und stellten sechs Busfalo-Jäger. In diesem Kampf haben die Japaner zwei feindliche Flugzeuge abgeschossen, während die vier anderen flohen. Außerdem haben die japanischen Flug­zeug« sieben Busfalo-Jäger auf dem Boden zerstört.

Die Lage der britischen Truppen auf der Malayen- Halbinsel hat sich auch nach den Eingeständnissen von

englisch-nordamerikanischer Seite weiter verschlechtert. Ein Newyorker Sender meldet aus Singapur, das bri­tische Oberkommando habe bekanntgegeben, daß die britische» Truppen gezwungen waren, sich aus Kedah zurückzuziehen: sie befanden sich aus dem südlichen User des Flusses Priam. Dieser Rückzug sei in der Nacht durchgeführt worden.

Das japanische Nachrichtenbüro Domei bringt jetzt nähere Einzelheiten von den Vorstößen der javanischen Luftwaffe, die bekanntlich in Französisch-Jndochina ein-

,elne Luftstützpunkte bezogen hat. Danach führten große Formationen japanischer Armeebombenflugzeuge einen Mastenangriff auf Kumming, die Hauptstadt der Pro­vinz Puennan, durch und zerstörten militärische Ziele innerhalb dieser Stadt. Dadurch wurde den Vorberei­tungen Tschungkings zum Angriff auf Französisch-Jndo­china ein schwerer Schlag versetzt. Sämtliche Flugzeuge kehrten zu ihren Stützpunkten zurück.

Zu den Operationen der japanischen Seestreiikräfte teilt das kaiserliche Hauptquartier weiter mit, daß die japanische Marine am Mittwoch in einem nicht näher bezeichneten Gebiet drei feindliche U-Boote versenkt habe. Am Dienstag habe die japanische Marine im Ver­lauf eines Kampfes einen Zerstörer verloren. 2n bei­den Fällen wurden bisher keine näheren Angaben oder Einzelheiten veröffentlicht.

USA.-Marinemmister Knox gab, wie Reuter meldet, bekannt, daß Admiral Kimmel seines Postens als Be­fehlshaber der Pazifikslotte der USA. enthoben ist und daß Konteradmiral Nimitz den Beseh! erhalten habe, ihn zu besetzen. Bis zur Ankunft Nimitz wird Kimmel im Kommando von Vizeadmiral Pye abgelöst, der vor­her Zweiter im Kommando hinter Kimmel war. Nimitz war bisher Leiter des Schisfahrtsbüros des Marine- departements.

Gleichzeitig teilte Kriegsminister Stimson mit. daß Generalleutnant Emmons von der Luftwaffe in Hono­lulu mit der Anweisung eingetroffen ist, das Kom­mando des hawaiischen Departements zu übernehmen, womit Emmons an die Stelle Generalleutnants Shorts tritt.

Unbestätigte Meldungen aus Südamerika hatten be­kanntlich kurz nach dem Siege der Japaner in der Schlacht von Hawai behauptet. Kimmel habe auf dem Flaggschiff „Pennsylvania" den Tod gefunden. Waren diese Meldungen auf das Durcheinander in Pearl Har- bour zurückzuführen oder waren sie nicht vielleicht von der USA.-Agitation in die Welt posaunt worden, um erst einmal jede Erörterung über das Versagen des Oberkommandierenden der USA.-Pazifik-Flotte Kimmel zu verhindern?

12 Vritenslugzeuge adyeschossen

Berlin, 18. Dezember. Ein Angriffsversuch briti­scher Bomber mit Jagdschutz in den Nachmittagsstunden des Donnerstag auf einen Hafen der besetzten West- gebiete brach unter der schlagartig einsetzenden deut­schen Jagd- und Flakabwehr zusammen. Die Briten ver­loren hierbei nach bisher vorliegenden Meldungen in Lustkämpfen sowie durch Flakfeuer acht Flugzeuge, dar­unter zwei viermotorige Bomber. Ein eigenes Flug­zeug wird vermißt. Die britische Luftwaffe büßte daher in den letzten 24 Stunden bei Einfliigen in das Kanal­gebiet zwölf Flugzeuge ein.

tufttorpedotreffer auf britischem Kreuzer

Schwere Verluste der Sowjets durch tustangriffe im Mittelabschnttt — knglische stüfen bombardiert

Aus dem Führer Hauptquartier; 18. Dez. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Durch unsere Luftangrifse im Mittelabschnitt der Ost­front erlitt der Feind auch gestern hohe Einbuße an Menschen, Panzern und rollendem Material. Westlich der Kandalakscha-Bucht belegten Kampfflugzeuge Eisen- bahnzielc an der Murman-Strecke sowie einen Flug­stützpunkt mit Bomben. — An der englischen Ost- und Siidwestküste wurden in der letzten Nacht Hafenanlagen bombardiert. — In Nordasrika kam es gestern nicht zu größeren Kampfhandlungen. In den Gewässern der Cy-

renaika stellten deutsche Kampfflugzeuge einen größeren Verband britischer Seestreitkräste und erzielten zwei Lufttorpedotreffer auf einen schweren Kreuzer. Deutsche Jäger und Flakartillerie schössen sieben britische Flug­zeuge ab. — Bei Nachtangriffen der britischen Luftwaffe aus die besetzten Westgebiete verlor der Feind vier Bomber. — In der Zeit vom 16. bis 18. Dezember schössen Verbände der deutschen Lustwasfe und Einheiten der deutschen Kriegsmarine 74 britische Flugzeuge ab, davon 52 über dem Mittelmeer und in Nordasrika. 2m gleichen Zeitraum gingen im Kamps gegen Großbritan­nien 17 eigene Flugzeuge verloren."

USfl.-paMK flotte zerschmettert

Noofevelt suchte und fand Sündenböcke — knor macht in Illusionen

g. si. Berlin, 18. Dezember. Wenn die britische Agi­tation nach dem ersten Schock der Schläge von Hawai und Singapur die Stimmung in England mit der Phrase abzuwiegeln sucht, daß nun aber die Zeit der Üeberraschungen in diesem Weltkrieg endgültig vorbei ki, so haben drei etwa gleichzeitig herauskommende sensationelle Meldungen das englische Volk und die Welt, soweit sie noch nicht in den Klauen des Lügen- apparates von Reuter steckt, eines Besseren belehrt: 1. Die vom japanischen Kaiserlichen Hauptquartier auf Grund genauester Aufklärungsergebnisse herausgegebene endgültige Uebersicht über die Erfolge in Hawai mit der Versenkung von fünf Schlachtschiffen, der Ausschal­tung von drei weiteren Schlachtschissen aus dem Kriegs­geschehen durch schwerste Beschädigungen und damit zeitliche Außergefechtsetznng eines neunten Schlacht­schiffes neben der Vernichtung van etwa 500 Flug­zeugen — und damit Vernichtung der Pazifikflott« der USA. 2. Die überraschende Absägung der führenden Marine-, Heeres- und Luftwasfenoberbefehlshaber der USA, sür den Pazifik und 3. die-Mitteilung des USA.- Kriegsministers Stimson, der im übrigen die Feststel­lung seines Marinekollegen über die mangelhafte Kampfbereitschaft der USA.-Pazifikstellungen unter­strich, daß angesichts der außerordentlichen Verluste der USA. am Beginn des Krieges mit Japan die Vereinig­ten Staaten gezwungen seien, vorläufig „die Lieferun­gen aus Grund des Pacht- und Leihgesetzes an die Der- bündeten einzustellen". ,

Der amtliche japanische Abschlußbericht erst umreißt rie einmalig« Bedeutung der Schlacht bei Hawai. Er

kennzeichnet zugleich mit diesem Endergebnis, das erst nach sorgfältiger Ueberprüfung herausgegeben wurde, die Gewissenhaftigkeit und Bestimmtheit der japanischen Kriegsberichterstattung. Mit diesem Endergebnis zer­reißt aber das japanisch« Hauptquartier alle Versuch« Washingtons, durch lügenhafte Manöver in Ehurchills Schule aufs beste erlernt, die Welt über die Größe Lei USA.-Niederlagen zu täuschen.

Marineminister Knox, der in Hawai zunächst einen schweren Nervenschock bei dem Anblick des Trümmer­feldes dar einstigen USA.-Pazifik-Flotte und Luftwaffe erlitt hatte die Behauptung aufzustellen gewagt, daß der Verljist der USA.-Flotte außer kleineren Einheiten nur «in Schlachtschiff gewesen sei, während ein zweites nur so stark beschädigt worden, so daß es noch als re­paraturfähig anzusehen sei. Diese illusionäre Behaup­tung wurde unterstrichen durch die Bemerkung von Knox, „daß das Gleichgewicht der Pazifikflotte für die USA. nichi erschüttert sei". Vielleicht hat sich Herr Knox so orakelhaft ausgedrückt, um auf diesem Umweg offen zu lasten, daß die Pazifik-Flott« der USA. die in ihrem Bestand zu Kriegsbeginn heute nicht mehr existiert, auch das Gleichgewicht nicht verlieren kann. Was damit er­reicht werden sollte, zeigt eine allerneuest« Meldung aus Washington, daß in d'e'n nächsten drei Tagen drei Zer­störer vom Stapel gelassen würden, und daß hierdurch „in drei Tagen die Verlust« gedeckt würden, die durch den Untergang von drei Zerstörern in Pearl Harbour entstanden seien". Derartigen nebelhaften Behauptun­gen ist durch die unumstößlichen Feststellungen der japa­nischen Meldungen nun endgültig die Spitze abgebrochen.

Wenn die ersten Mitteilungen des japanischen Haupt- ouartiers nur sehr vorsichtig von den gleich zu Beginn sicher feststehenden Erfolgen der Schlacht bei Hawai sprachen, so ist dies verständlich, weil von den todes­mutigen Kampffliegern und U-Voots-Männern, von de­ren Einsatz wir jetzt hören, zunächst keine eingehenden Berichte vorliegen konnten. Auf der anderen Seite wird durch die Mitteilung, daß der zunächst als versenkt ge­meldete USA.-Flugzeugträger „Lexington" nur beschä­digt und nun in einen Hafen eingelaufen sei die Zu­verlässigkeit der Nachrichkengebung der japanischen Ma­rinekriegsleitung nur noch unterstrichen.

Während Knox alles auf die sagenhafte Fünfte Ko­lonne zu schieben versucht, um das doch n.icht zu leug­nende Versagen der eigenen Führung nicht sofort in vollem Umfang in Erscheinung treten zu lassen, so ist jetzt der Verlaus der großen Seeschlacht bei Hawai klargestellt. Es handelt sich um einen Großeinsatz der japanischen Flotte, vor allem durchgeführt von Flug­zeugträgern, deren Bomben- und Torpedoflugzeuge in kombiniertem Einsatz die USA.-Flotte angriffen. Gleich­zeitig wirkten aber vornehmlich Unterseeboote verschie­dener Typen mit. Wir hören jetzt zum ersten Male von gegnerischer Seite amtlich von dem Einsatz von neuen Spezial-U-Booten der Japaner, die tief in den Hafen von Pearl Harbour eindrangen und die Knox übrigens selbst als Zweimann-U-Boote bezeichnet hat. Diese U-Boote sollen eine Reichweite von 200 See­meilen haben und von Mutterschiffen aus manövrieren. Die japanische Marine verlor bei der Eesamtschlacht (Fortsetzung auf Seite 2)

k/erkr«k/>isq«6e»r ----

Von

bisimul Sünclssmsnn,

8lsbs!siisn ctss ksictispnssssctists

Auf den Weihnachtstischen der deutschen Heimat mö- 'gen in diesem Jahre manche von den kleinen Gegen­ständen fehlen, die man dort so gerne sieht. Die Ge­schenke; die die Eltern ihren Kindern, die Tanten ihren Nichten und Neffen, Freunde ihren Freunden zu machen pflegten, sind an Zahl geringer geworden, weil die flei­ßigen Hände die sie verfertigen, dem Kriege zu dienen haben. Die Täßchen und Figürchen, die Puppenkinder­stube und Schaukelpferde, die Vasen und Buchstiitzen, die Blusen und Krawatten sind freilich keine lebenswich­tigen Bedarfsartikel -7^- aber gerade das ist nun einmal der Reiz des Weihnachtsgeschenkes, und deshalb wollen wir es schon als Äerzicht werten, wenn uns diese klei­nen Freude^ heut« weniger geboten werden als ehedem im Frieden. Freilich mag auch da der unwiderrufliche Skeptiker finden, daß ihm mancher Aerger über miß­glückte Gegenstände erspart worden sei und manche Kin­derträne über rasch zerbrochene Herrlichkeiten unver­gessen bleibe, llnd Gemütvollere werden ein Gutes darin sehen, daß die Geschenke, wie sie sich jetzt dar­bieten, mit mehr Liebe verfertigt oder mit mehr Mühe erworben worden sind, als in den Jahren, in denen die Weihnachtsgeschenk« nicht selten das Ergebnis eiliger Mastenkäufe in den letzten Tagen vor dem Fest aewejen sind.

Sei dem wie es wol.le — es ist Krieg, und dies kann auch am Weihnachtsabend nicht vergessen werden. Ja, Hand aufs Herz, würde eine opulente Weihnacht uns heute nicht irgendwie fremd erscheinen, und wird nicht die Weihnacht, wie wir sie jetzt feiern, eine vom ganzen Volke tiefer empfundene sein als es im Frieden der Fall sein konnte?

Liegen nicht auf den Weihnachtstischen von 1941 noch andere, unsichtbare und doch großartige Geschenke, die unserem ganzen Volks in diesem Jahre übergeben wurden? lind werden nicht die Gedanken von Front und Heimat in den Ständen und Tagen dieses Festes gleichermaßen im Bann dessen sein, was uns als ge­meinsame Schicksalsaufgabe vor dem geistigen Auge steht?

Als erstes, so glaube ich, werden wir die feste Zuver­sicht zu nennen haben, die uns allen in diesem Jahre stärker als zuvor bewußt geworden ist. Wir erlebten oen Zusammenbruch der furchtbaren Gefahr, die sich von Osten her lähmend auf unser Volk herniederzuwälzen drohte — einer Gefahr, die alle Weihnachtsbäume aus- gelölcht und unser Leben vernichtet hätte. Und wir empfanden in den gewaltigen Geschehnissen die lln- uberwmdltchkeit der deutschen Kraft. Der Alpdruck von tragischen Erinnerungen hat sich gleichermaßen gelrsi: Deutschland ist nicht mehr allein der Fleck Erde, auf den eine llebermacht von Staaten sich stürzt, sondern gewaltige Kräfte in fernen Kontinenten sind mit ihm aufgestanden iin Kampf gegen unsere Feinde. Und in der stillen Betrachtung dieses Geschehens wird uns bewußt, dast sich mit dem Siegeszug der deutschen Heere die wäre öffneten zu Lebensräumen, durch die auch die furchtbarste Waffe des ersten Weltkrieges, der Hunger­kamps gegen Frauen und Kinder, ebenso vernichtend zu­sammengeschlagen wurde, wie es im Kamps der Solda­ten mit den Panzern und Flugzeugen aller gegnerischen Armeen geschah.

Mit dieser festen Zuversicht ist es die glückliche Ueber­zeugung der inneren Gerechtigkeit unseres Kampfes die uns rn diesem großen Jahre so besonders deutlich wurde und uns alle zu einer wahrhaft verschworenen Gemein­schaft werden ließ. Wer noch vor Jahresfrist glauben mochte, daß dieser Krieg von den Briten aus Kurz­sichtigkeit oder nur um politischer Einzelziele willen ent­fesselt worden fei, dem ist jetzt ganz klar geworden, daß der Ausgangspunkt des ganzen Kampfes ein erneuter weltweiter und haßerfüllter Plan gewesen ist, unser deutsches Volk zu vernichten — und wenn die ganze zivilisierte Welt dabei mit zerschlagen werden würde Dag dieses traurige und gemeinste Projekt der Welt- geschichte heute bereits durch die Ereignisse zerfetzt ist und das Schicksal sich gegen jene gewendet hat. die es erdachten und begannen — das vermag unser Bewußtsein m einem wahrhaft unvermeidbaren und gerechten Kampf letzten Entschlossenheit anzufeuern!

Wer so große und überzeugende Geschenke des Schick-

»»»>»„„...„»»,.... .„n

Vnsvr

Bei Angriffen gegen die Kanalküste wurden 12 bri­tische Flugzeuge abgeschossen.

Ein schwerer britischer Kreuzer wurde im Mittel­meer durch deutsche Kampfflugzeuge torpediert. Westlich Tobruk wurden heftige Angriffe feindlicher motorisierter Truppen für den Gegner verlustreich abgewiesen.

Kurz vor Santander wurde ein französischer Frach­ter von einem britischen Flugzeug überfallen.

Nach amtlichen japanischen Feststellungen dars die USA.-Paz,flkslotte als kampfunfähig gelten.

Reichsjugendsührer Axmann hat einen Anfrus an die Hitler-Jugend erlassen.

Eine 47,5prozentige Steigerung gegenüber dem Er­gebnis des Vorjahres erbrachte der 4. Opscrsonntaa 1941 im Gau Weser-Ems.