Ausgabe 
(18.12.1941) Nr. 350
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parteiamtliche Tageszeitung

Das Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zrcien fjansestadl Bremen

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der Nationalsozialisten Vremens

flmiliches verkünüungsblatt des Beichsstattlfalters in Oldenburg und Bremen

Nr. Z50 /II. Jahrgang

Donnerstag, 18. Dezember 1841

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japanische Schlage ohne fllempause

vorneos vlfelder in japanischem Besitz, Landung aus tebu / Nottenvorstoß in den Süd- pazifik / fiongkong brennt / Insgesamt 550 britische und USfi.-flugzeuge vernichtet

vesorgnifse um Sumatra

Tokio, 17. Dezember. Die Zeitung „Jomiuri Schim- bun" meldet, daß Berichten aus Britisch-Borneo zufolge japanische Einheiten, die Dienstag früh dort landeten, den britischen Widerstand bereits an mehreren Stellen brachen und bedeutende Geländegewinne erzielen konnten. Auch das englische Nachrichtenbüro Reuter mutz zugeben, datz die britischen Truppen sich auf Bornes zurückgezogen hätten. Es nennt als Landungsorte Miri und Lubong, die an der NordwestkUste Vorneos in dem unter britischer Oberhoheit liegenden Sultanat Snramak liegen. Gleichfalls mutz man in London und Washington schwere Besorgnisse um Sumatra eingestehen, das nach der erfolgreichen Landung der Japaner auf Borneo in die unmittelbare Gefahrenzone gerückt ist.

Die' Landung der Japaner auf Borneo ist von weit­tragender strategischer und wirtschaftlicher Bedeutung, insbesondere wegen der auf der Insel festgestellten und zum Teil ausgebeuteten Erdölvorkommen. Oel wurde bisher in Sarawak und Brunei' festgestellt. Raf­finerien befinden sich in Lutang, dort endigen auch die Rohrleitungen aus den Produktionsgebieten. Die Eng­länder haben bisher die Oelvorkommen auf Borneo nicht investiert, da die Burma Oil Company, deren In­teressen, sich bis nach Bornes erstrecken, die Ausbeutung der burmesischen Vorkommen aus verkehrstschnischen Gründen vorzog. Das Borneo-Oel bildete für England bislang die „stille Reserve". Dementsprechend gering war auch die Jahresausbeute von 800 bis 900 000 Tonnen.

Es unterliegt keinem Zweifel, datz die Japaner die Oelvorkommen auf Nordwest-Borneo weit stärker aus­beuten werden, als bisher die Engländer. Es ist damit zu rechnen, datz die Ausbeute unter japanischer Regie ohne weiteres auf zwei bis drei Millionen im Jahr ge-

Mtterkreur für hervorragende Kampfflieger

Berlin, 17. Dezember. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Gö- ring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes: Haupt­mann Dr. Kupfer, Staffelkapitän in einem Sturz­kampfgeschwader, Oberleutnant Lang, Flugzeugführer in einem Sturzkampfgeschwader, Hauptmann Ort­hof er, Eruppenkommandeur in einem Sturzkampf­geschwader, Oberleutnant Ruppert, Staffelkapitän in einem Sturzkampsgefchwader, Oberleutnant Leh­man n, Hans Joachim, Staffelkapitän in einem Sturz- kampfgeschwader.

steigert werden kann. Die Hoffnung der USA., datz die japanische Oelversorgung für die Fortführung des Krieges nicht ausreicht, ist damit endgültig zerronnen. Für die Operationen der japanischen Schlachtslotte, be­sonders im Südchinesischen Meer, bedeutet die Kontrolle Lieber die Bornco-Oelvorkommen eine weitere strate­gische Stärkung, die sich insbesondere bei dem weiteren Vorgehen gegen Singapur und Burma bemerkbar machen wird. Die Einkreisung der Philippinen auch im SUdwestcn wird deren Verteidigung-durch die USA. weiter erschweren.

Nutzer der völligen Besetzung Guams schenkt die japanische Presse den Berichten über die erfolgreiche Landung auf Britisch-Borneo allergrößte Beachtung und

Aus dem F ü h r e r h a u p t q n a r t i e r, 17. Dez. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Zuge des Uebergangs aus den Angriffsoperationen zum Stellungskrieg der Wintcrmonate werden zur Zeit an verschiedenen Abschnitten der Ostfront die erforder­lichen Frontverbesserungen und Frontverkürzungen plan- mätzig vorgenommen. Die Luftwaffe setzte mit starken Kampf- und Jagdfliegerverbänden ihre Angriffe gegen sowjetische Truppen im Don-Gebiet und iin Mittelav- schnitt der Ostfront fort. Truppen- und Panzeransamm­lungen wurden zersprengt, Batterien außer Gefecht ge­setzt und eine größere Zahl von Kraftfahrzeugen ver­nichtet. Auch im Wolchow-Abschnitt erlitt der Feind durch Luftangriffe starke Verluste.

An der englischen Südküste bombardierten Kampfflug­zeuge in der letzten Nacht Hafenanlagen sowie Versor­gungsbetriebe von Plymouth und Dover. Im See­gebiet nordostwärts Fraserborough wurde ein Handels­schiff mittlerer Grütze durch Bombenwurf beschädigt. In Nordafrika nahmen die schweren Abwehrkämpfe westlich Tobruk auch gestern ihren Fortgang. Starke feindliche Angriffe bei Vardia wurden unter erheblichen Verlusten für den Gegner abgewiesen. Schwache Kräfte der briti­schen Luftwaffe warfen in der Nacht zum 17. Dezember Spreng- und Brandbomben auf einige Orte des nord- westdeutschen Küstengebietes. In Wohnvierteln entstan­den Gebäudeschäden. Vier britische Flugzeuge wurde» abgeschossen."

Die deutsche Luftwaffe hat jetzt wieder die Hafenan­lagen sowtg die Versorgungsgebiete von Plymouth

gibt die Meldungen in sensationeller Aufmachung wie­der. Die Blätter unterstreichen die Bedeutung der Lan­dung im Rahmen der Eesamtoperationen und weisen gleichzeitig auf die bedeutenden Oelvorkommen au' Britisch-Borneo für die gesamte Wirtschaft der Länder Ostasiens hin. Mit der Landung auf Britisch-Borneo steht nicht nur. wie man betont, ein neuer Stützpunkt Eng­lands im Südpazifik vor dem Zusammenbrach, sondern diese Operationen seien gleichzeitig von weitreichender Auswirkung auf das künftige militärische Vorgehen gegenüber Singapur.

Die Marineabteilung des Kaiserlichen Hauptquar­tiers meldet ferner, datz japanische Flottcnstreitkräste die (Fortsetzung auf Seite 2)

wirksam bombardiert. Plymouth ist auch früher schon wiederholt von den deutschen Kampfflugzeugen mit Er-' folg angegriffen worden. Die rund 300 000 Einwohner zählende Stadt gehört zu den bedeutendsten Häfen der englischen Südküste und liegt etwa 120 Kilometer ost­wärts von Cap Land's End. Sie stellt den ersten großen Hafen an der englischen Kanalküste dar, den die Han­dels- und Kriegsschiffe, di>e vom Atlantik kommen, anzu­laufen vermögen, auch die großen atlantischen Passagier- dampfer steuern diesen Hafen regelmäßig an. Für" die Kriegsmarine hat Plymouth einen besonderen Hafen — Devonport ausgebaut. Die Hauptbedeutung von 'Ply­mouth liegt in seiner Einfuhr von Nahrungsmitteln für einen großen Teil Südenglands. Der Hafen ist infolgedessen so großzügig angelegt, datz Schiffe von 12 000 BRT. hier anlaufen können. 1937 wurden über den Hasen von Plymouth Güter der verschiedensten Art in einer Gesamtmenge von rund einer Million Tonnen eingeführt, während die Ausfuhr nur knapp 200 000 Ton­nen betrug. Getreide, Früchte und Gemüse, Futter­mittel sowie Eisenerze, Holz sind Phosphate waren die Haupteinfuhrartikel. Dazu vor allem Erdöl. 1937 wur­den allein 217 000 Tonnen Erdöl über Plymouth ein­geführt. Die Tanklager sind deshalb nach den neuesten Erfahrungen entsprechend ausgebaut unb modern aus­gestattet worden. Sie haben Oelleitungen, die direkt zu den Schiffen, insbesondere den Kriegsschiffen führen. Die Werft- und Dockanlagen wursten ebenfalls besonders von der Kriegsmarine benutzt. Außerdem hat Plymouth Fabriken und Luftrüstungsindustrie. Der Angriff der deutschen Kampfflugzeuge traf in Plymouth älw auch die britische Kriegsmarine und Luftwaffe.

planmäßige Frontverkürzung im Osten

kriegswichlige flnlagen von plgmouch und Vooer bombardiert — Schwere Kämpfe in Nordafrika

Kriegsverbrecher Noosevelt ohne Tarnkappe

Seine Schuld

Drahtbcricht unserer Berliner SKriftleitnng.

k. Berlin, 17. Dezember. Es herrscht Krotz-Aufre- gung im Weißen Haus zu Washington. Mrs. Elcanor Roosevelt tritt von Stunde zu Stunde an das Mikro­phon der Vroadcasting Company, spricht Worte, die je Silbe zu einem Dollar honoriert werden, heckt mit dem Kriegsverbrecher und derzeitigen USA.-Präsidenten neue Pläne aus, um eine Tarnkappe zu weben, die das brutale machtlüsterne Gesicht des Hauptschuldigen am Krieg verdecken soll. Roosevelt selbst hat sich die antzer- ordentlichen Vollmachten zusammengeschachert, die er vor allem durch den Hinweis auf den geisteskranken Präsidenten Wilfon erhielt, der ja auch während des Weltkrieges eine für die USA. schier unermeßliche Fülle von Macht in seinen Händen vereinigte. Roosevelt hat sich jetzt ermächtigt, die Bundesregierung umzubilden, neue Departements zu schaffen oder die bestehenden zu verändern und die Zensur für alle Verkehrsverbindun­gen von und nach den Vereinigten Staaten einzurich­ten. „Eine teils freiwillige, teils zwangsweise Zensur wird sofort eingeführt werden, und zwar soll sie die Presse, den Telegraphendienst, den Rundfunk und alle sonstigen, Verbindungen mit dem Ausland betreffen:" Das ist die genaue Formulierung einer Verfügung, die iin Grunde lediglich bestehende Tatsachen — die von Roosevelt abhängige Presse und den von ihm kontrollier­ten Rundfunk — bestätigt, aber ihm jetzt noch mehr die Macht gibt, bestimmte' Agitationsversuche zu starten, von denen ihm der wichtigste erscheint, sich von jeder Kriegsschuld reinzuwaschen.

Die von ihm lancierten Worte über den „brutalen Aggressionsakt'Japans" und die „endlose Friedensbcreit- schaft des USA.-Präsidenten", sind die kläglichen Ver­suche eines Verbrechers, der nicht den . Mut hat, den Folgen seiner Kriegshetze ins Gesicht zu sehen, die Fol­gen seiner Großmäuligkcit offen zu werten und sich zu bekennen: „Ich habe den Krieg gemacht und werde für ihn einstehen!" Man darf von einem Plutokraten nicht mehr verlangen, als in seiner schmalen Brust drinsteckt, und Mut gehört nun einmal nicht dazu. Es ist also menschlich verständlich, datz Roosevelt sich möglichst rasch von seiner ehrenwerten Hntiin und der von rhr betriebenen Agitation gewebte Tarnkappe überziehen möchte, denn die aufrechten und klaren Reden der japa­nischen Staatsmänner vor dem Reichstag in Tokio haben noch einmal bis in die letzte Winkelfalte der verlogenen «sele des Erzsünders Roosevelt hineingeleuchtet und trer all die Lügen, die Märchen und auch all die Grotz- M'^chercien blötzgelegt, die nun geplatzt sind, mit einem

ist festgenagelt — MürchenerMler beim i

so vernehmlichen Knall, datz auch all die Kreise, aus die Roosevelt Wert legen muß — und augenblicklich lind es besonders die sndamerikanischen Staaten —, den pestilenz- artigen Geruch in ihrer Nase verspüren, den die Manö­ver des Herrn im Weißen Haus nach sich ziehen. Wie sehr man im übrigen Herrn Roosevelt gerade in den ibera- amerikanischen Staaten durchschaut hat. zeigt die aus­drückliche Erklärung von Buenos Aires, daß Argen­tinien auf keinen Fall auf die Malwinen verzichten werde, sondern sie als 'unveräußerliches Eigentum an­sehe, so daß eine „Transferierung" von England an die USA. nicht in Frage käme. In diesem Zusammenhang haben auch die Konzentrationen von USA.-Streit- kräften bei diesen Inseln Anflehen erregt, da man meint, daß Roosevelt das strategische Vorfeld der USA. nach Süden hin ausdehnen will, .unter Ausnutzung der vor­handenen Lücken in den Reihen der britischen Flotte.

Roosevelt wird jetzt rigorose Maßnahmen ergreifen, um all diese und auch jene Stimmen zum Verstummen zu bringen, die den Kurswechsel der amerikanischen Agi­tation vom großmäuligen Aggressor bis zur im Ver­borgenen blühenden Unschuldpflanze nicht so schnell be­griffen und noch weiter in dem alten Fahrwasser schwimmen, dessen trübe Fluten bei einem Blick in die amerikanische Hetzpresse, die von Noosevelt seit jeher dirigiert wurde, sehr sichtbar werden. Am 8. August dieses Jahres schrieb „United States News": „Rege Tä­tigkeit herrscht auf allen amerikanischen Stützpunkten im Pazifik. Schon seit Monaten schicken die Vereinigten Staaten Bombenflugzeuge nach Hawai, Philippinen, Singapur, Niederländisch-Jndicn und China. Diese Flugzeuge könnten den Ozean patrouillieren, japanische Kriegsschiffe und Truppentransporte angreifen, japani­sche Truppen überall und selbst japanische Städte an­greifen." Major Fielding, Elliot schrieb am 20. Oktober in der „Newyork Herald Tribune": „Von welcher Seite man auch diese Dinge betrachtet, ist der Augenblick be­sonders günstig, um den Japanern den Rest zu geben, da er zur Zeit noch völlig von seinen Verbündeten ab­hängig ist!" Tharles E. Faddes verlangte im Repräsen­tantenhaus am 18. Oktober, „man müsse Japan zu ver­stehen geben, daß die japanische Flotte bei irgendeinem japanischen Vorstoß von Amerika vernichtet würde". „Wir wollen nicht in unsere früheren Fehler verfallen, sanft mit Japan umzugehen." UP. bringt am 30. Okto­ber die Stellungnahme einflußreicher USA.-Politiker aus Washington: Mit Alaska als Operationsbasis könnten die .USA. außerordentlich starke OFensivkräftc gegen die japanischen Riistungszcntren konzentrieren. Dazu komme die Möglichkeit einer umfassenden Luft-

ügen erlappt

offensive gegen Japan von Hawai aus. Während der letzten 18 Monate seien die Luft- und Unterseeboots- streitkräste auf den Philippirten wesentlich verstärkt worden,-dort stünden 140 000 Mann unter amerikani­schem Befehl. „Newyork Herald Tribune" meint am 17. November: „Die Friedensbedingunben unterscheiden sich. Gewisse Arten von Frieden erscheinen den Ameri­kanern ekelhafter als der Krieg, und die Verhältnisse in Ostasien sind dem USA.-Volk zuwider." Knox aber sagte am 12. Dezember: „Der dritte Eckpfeiler einer jeden Neuordnung ist die Position einer. Weltführer­herrschaft, zu der Amerika auf Grund seiner materiellen Hilfsquellen und seiner stabilen Regierung berufen ist. Und schließlich mutz jede Weltordnung nach dem gegen­wärtigen Krieg letzten Endes auf der Basis der Ge­walt errichtet werden."

Das waren die Stimmen der Kriegshetzer, von Roose- oelt inspiriert nnd öffentlich gefördert. Heute sind sie die Anklage gegen Roosevelt. Er nimmt es jetzt übel, datz Japan sich nicht die von ihm bereitgelegte Schlinge hat »m den Hals legen lassen, er nimmt übel, datz mä» ihn durchschaute und Konsequenzen daraus zog. Er ist überhaupt heute so empfindlich, jedes Wort, das nur im entferntesten an feine Urheberschaft dieses Krieges er­innern könnte, übelzunehmen. Die neuen Zcnsurbestim- mungen geben ihm praktische Gewalt zu diesem Uebel­nehmen, aber die europäischen Länder, wie auch viele verständige Leute außerhalb des geeinten europäischen Kontinents lassen sich nicht mehr von dem augenblicklich als Friedensfreund angestrichenen USA.-Präsidenten täuschen.

Es ist Ihr Krieg, Mister Roosevelt. Sie haben ihn oom Zaun gebrochen. Sie haben ihn mit der Laterne esucht, sind ihm nachgelaufen, haben jede Möglichkeit enntzt. um sich durch die Hintertür in das Kriegsge­schehen einzuschleichen. Jetzt aber ist er da, der Krieg, jetzt müssen Sie Farbe bekennen, aber Sie kneifen, kne'i« fen feige und gemein wie jeder andere Verbrecher, von dem Sie sich im übrigen durch nichts unterscheiden' we­der in der Gewissenlosigkeit, noch in der Furcht vor den Folgen für Ihre eigene Person, während Sie nie daran dachten, die Folgen für das von Ihnen angeführte, von Ihnen betrogene und Hintergangene USA.-Volk zu be­denken. In einer amerikanischen Zeitung stand vor we­nigen Wochen ein« Karikatur, die Franklin D Roosc- velt als den Totengräber d§r Vereinigten Staaten vor einem Sarg mit der Aufschrift USA, darstellte. Die Zeitung wird inzwischen auf Grund der neuen dikta­torischen Vollmachten von dem USA.-Präsidenten ver­boten sein — crber sie traf den Nagel auf den Kopf!

Die jahreszeitlich bedingte Pause

gb. Berlin, 17. Dezember. In seinem großen Rechen­schaftsbericht über den Kriegsverlanf iin Jahre 1941 hat der Führer am 11. Dezember in seiner Reichstags­rede in zwei kurzen Sätzen das deutsche Volk über Stand und Fortgang ses Vernichtungskrieges gegen den Bolschewismus im Osten unterrichtet: „Der Einbruch des Winters allein wird dieser Bewegung nunmehr eine natürliche Hemmung auferlegen. Mit Änbruch des Sommers setzt sich der Vormarsch fort." Nach einem Siegeszug ohnegleichen auf den weiten Gefilden zwischen dem Weißen und dem Schwarzen Meer hat die deutsche Führung aus eigener Initiative den Stillstand der Ost­operationen bestimmt, als der OKW.-Bericht am 8. De­zember diese Entwicklung ankündigt« mit dem Hinweis, daß die Fortsetzung der Operationen und die Art der Kriegführung .von nun ab durch den Einbruch des russischen Winters bedingt sei, und daß auf weiten Strecken der Ostfront nur noch örtliche Kampfhand­lungen stattfinden. Mit dem neuesten OKW.-Bericht wird nun die Form des „Uebergangs zum Stellungs­krieg der Wintermonate" bekanntgegeben. Er vollzieht sich aus dem Wege über planmäßige Frontverbesse­rungen und Frontverkürzungen, soweit sie an verschiedenen Abschnitten der Front erforderlich sind.

Die knapp«, klare Sprache des deutschen OKW.-Be- richts zerstört den seit einigen Tagen bereits in Gang gekommenen Agitationsfeldzug der Bolfchewisten und ihrer plutokratischen Freunde, der abgestellt ist auf die Erweckung des Eindrucks, als ob die Sowjets im Osten die Initiative übernommen hätten. Die Vorgänge sind ebenso einfach wie für den militärisch geschulten Beob­achter auch schon v o r der deutschen Mitteilung durch- schaubar. Di« im Zeitpunkt des endgültigen Einbruchs des Hochwiuters, der den Fortgang der bis dahin im Gang befindlichen Angriffsaktionen ein Ende setzte, er­reichten Linien waren zum Teil Gebilde des Augen- blicks. vor allem aber Ergebnisse eines vorgetragenen Angriffs. Sie waren nicht in gleicher W?ise geeignete Linien für den Abwehrkampf oder besser: die Ueber- winterungsstellung mit der leichtesten Möglichkeit der Beherrschung und Abwehr eventuell vom Gegner be­absichtigter Störungsangriffe. Der OKW.-Bericht er- klärr nun, daß diese Zurücknahme in vollerPlcrn- Aö.ö^oEeit erfolgt, wobei die Zurücknahme nach der Ankündigung des Führers über den künftigen Fortgang der Angriffsoperationen nur für den Winter gilt. Zweitens betrifft die Zurücknahme nur die erfor­derlichen Frontverbesserungen und Verkürzungen an verschiedenen Abschnitten, nichtaber dieGesamt- front. Beim Ilebergana zur Ruhe — einer Ruhe der gespannten Wachsamkeit, der steten Bereitschaft der Ab­wehr möglicher bolschewistischer Angriffe — liegt das Gesetz des Handelns bei der deutschen Führung, wie seit dem Tage der Eröffnung der Ostoffensive zür Abwehr und Vernichtung der bereitstehenden Sowjetdrohung gegen Europa.

soll noch einmal Anlaß sein, die ganze Größe des Kam fes, der Mühen, der Einsatzbereitschaft und des Erfolg deutschen Soldaten unter der genialen Führui Adolf Hitlers in dem Ostfeldzug zu gedenken. Der Fü rer selbst hat in der Ziffernübersicht d«. Erfolgsbila in seiner Reichstagsrede das Bild und den Umfang d Kampfe noch einmal vor unseren Augen erstehen lassen 21400 vernichtete oder erbeutete Panzer, 32 500 vc mchtete oder erbeutete Geschütze und 17 300 vernichte Flugzeuge und insgesamt 3 800 000 Gefangene — die runden Zahlen lassen die Größe der deutschen Siege « kennen, zugleich aber auch die Stärke der auf Kosten b gesamten Lebenshaltung von über 160 Millionen au gebauten größten Kriegsmaschinerie aller Zeiten e ahnen^ die die Tyrannen des Kreml zur Vollziehui des Vernichtungsstoßes gegen das Herz Europas au gebaut und bereits im Aufmarsch zusammengeballt ha ien. Nur der genialen deutschen ^ührun und der unvergleichlichen Tapferkeit d« ??^^I- 7 ^"-b^haten konnte es gelingen si> solche Operationsmaßnahme feindlicher Armeen in wi

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Starke Nachtangriffe der deutschen Luftwaffe richte­ten sich gegen den britischen Bcrsorgungshafcn Plymouth.

Bei stetig fortschreitenden Angriffen im Raume des Sudchliiesischcn Meeres sind die Japaner nunmehr auch auf der Philippinen-Jnfel Cebu gelandet.

Das eingeschlossene Hongkong steht in Flammen. Ministerpräsident Tojo gab vor dem japanischen Reichstag einen stolzen militärischen Lagebericht.

Der Kriegsverbrecher Roosevelt erzählt neue Mär­chen über den japanischen „Angreifer".

Reichsminister Funk sprach in Prag über den Osten als Kolonialland.

Reichsstatthalter Dr. Scheel wurde in Salzburg feier­lich in sein Amt eingeführt.

Obersturmbannführer Hosfmann überreichte Män­nern der SA., des DRK. und der HJ. das SA.- Wehrabzcicheu.