Ausgabe 
(16.12.1941) Nr. 348
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der Nationalsozialisten Vremens

flmiliches vcrkünöungsdlait des Neichsstattlsallers in Oldenburg und vremen

Nr. Z48 /II. Jahrgang

Vienstag, 16. Dezember 1941

Linzelpreis 15 Npf.

Japanische lZeneralofsensive m0ang

tustkerrschast über den Pstilippinen und Malaga errungen / USfl -lzauptquartier im Pazifik angegriffen / die Lage Singapurs von London pessimistisch beurteilt

Zibaku - Heldengeist der Samurai

(Di'olitliei'iolit unserer Lerliner 8cbriktIeitnnK)

d. Berlin, 15. Dezember. Die zweite Woche des Kampfes der mit äußerster Kühn­heit und größtem Opfermut angreifenden japanischen Streitkräste gegen die US.-amerika- nischen und britischen Stellungen und Stützpunkte im Fernen Osten und im Pazifik ist an­gebrochen! Wesentlichstes Merkmal dieser neuen Kampfwoche ist der weitere japanische An­griff und der folgerichtige Ausbau jener Positionen, die sich die Söhne Nippons durch das entschlossene Ansichreißen des Gesetzes des Handelns erringen konnten. Die betrübten bri­tischen Kommentare, die von der ersten Kampfwoche, wie in der s.Sunday Times" als einer Zeit des „Dramas und der Katastrophe am laufenden Band" sprechen, skizzieren damit eine Situation, die durch das völlige Scheitern aller von Roosevelt und Churchill gemeinsam be­ratschlagten Kriegspläne gekennzeichnet ist. Lediglich die weit in den Pazifik reichenden USA.-Stützpunkte spielten in den amerikanischen Ueberlegungen eine Rolle, während die Gedanken der Briten ausschließlich um Singapur kreisten.

Die japanischen Operationen haben allen Offenstv- Planungen der Gegner den Boden entzogen. Die Japaner halten die Initiative in ihrer Hand, während man in London lediglich düstere Stimmungsbilder zu malen und in Washington den Schrei nach der Auffüllung der ver­lorengegangenen Luftreserven ausstoßen kann. Neutrale Korrespondenten kabeln von der Themse, datz die erste Woche des gemeinsamen Kampfes der Mächte des Dreier- Paktes in London als die dramatischste und schicksal­hafteste charakterisiert wird. Diese Woche werde kaum von der Dünkirchen-Katastrophe und dem Zusammenbruch Frankreichs Lbertrofson. Der Schlag gegen die britische j Vorherrschaft zur See und die sich steigernde Gefahr für k Singapur bedrohten die Lebenslinien des Empires und der Alliierten in eindeutiger Weise, meinen heute „News Lhronicle". Sie stimmen vor allem in jenen Ruf nach Luftverstärkung «in — jenen Brandruf, den „Eve- ning Standard" in wahrer Erkennung der Situation unterstreicht: „Es gibt viele Beweise für die Selbstzu­friedenheit, mit der Japans Kraft unterschätzt wurde. Diese Selbstzufriedenheit ist noch immer zu finden — "offensichtlich unbewußt — in den einflußreichsten Ver­waltungszentren, so vor allem auch in London. Die An­kunft eines starken Verbandes bester und schnellster Kampfflugzeuge im Fernen Osten würde einigermaßen das zahlenmäßige Uebergewicht, das Japan jetzt besitzt, ausgleichen." Wenn auch die in aller Eile aus Nieder- ländisch-Jndien herangeholte Verstärkung an Flugzeugen und Piloten nach optimistisch gefärbten Behauptungen der britischen Agitation die gefährliche zahlenmäßige Ueberlegenheit des Feindes vermindert haben, so kabelt Reuter aus Singapur jedoch in diese ersten Wellen eines zaghaften Optimismus die Feststellung, daß „sie den Luftraum über Malakka nicht beherrschten, sie seien weit davon entfernt".

Die Situation für Singapur spitzt sich unter diese» Umständen immer mehr zu. Nach selbst von London be­stätigten Meldungen haben die Japaner auch an der Südspitze Burmas auf der Thailändischen Enge Fuß gefaßt. Streitkräste des Jnselreichs sind i» den Isthmus von Kra eingedrungen und bedrohen dort den Hafen und Flugplatz von Victoria. London ist ratlos über die Art des japanischen Vordringens und kann die Frage nicht beantworten, ob es den Japanern lediglich gelang, von thailändischem Gebiet her — also anf dem Land­weg — in Burma einzudringen, oder ob auch weitere Landungen zur See gelangen. An der Themse muß man

Staffelkapitäne erßielten das Mtterkreu;

Berlin, 15. Dezember. Der Führer und Oberste Be­fehlshaber der Wehrmacht verlieh aus Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Gö- ring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Haupt­mann Wittmann, Staffelkapitän in einem Kampf­geschwader, und Oberleutnant Beeger, Staffelkapi­tän in einem Kampfgeschwader.

es als gegebene Tatsache bezeichnen, daß die ganze West- lüste zwischen der Siidgrenze Burmas und der Nord­grenze Malakkas von den Japanern beherrscht wird, und daß die japanischen ^Streitkräste hier bereits feste Stützpunkte errichtet haben. Das Hauptquartier der ja­panischen Armee meldet, daß die in Malaya gelandeten Truppen in raschem Vordringen «inen „äußerst wichti­gen Stützpunkt an der Westküste von Britisch-Malapa erreicht haben".

P e nang, das nach britischen Meldungen am Sonn­tag drei Großangriff« erlebte, und dessen Hafensinrich- tungen von der japanischen Luftwaffe weitgehend ver­nichtet werden konnten, wird laut Exchange augenblick­lich vollkommen evakuiert. Niederländisch-Jndien ver­zeichnet nach den gleichen britischen Quellen Operatio­nen üon sekundärer Bedeutung auf niederländischem Ge­biet. Niederländisch-Indische Streitkräste hätten an den Abwehroperationen an der Ostkllst« Nord-Borneos „aus Ansuchen unserer Verbündeten" teilgenommen.

In Japan hat sich die Aufmerksamkeit über die Er­öffnung einer allgemeinen Offensive gegen Hong­kong weitgehend den Operationen gegen diese briti­sche Kronkolonie zugewandt. In den Zeitungen wird allgemein die Ansicht ausgesprochen, daß das Schicksal Hongkongs eine Slngelegenheit von Tagen sei, wobei aus die strategisch günstige Stellung der japanischen Truppen nach der Einnahme von Kaulun — die heute von London nicht mehr geleugnet werden kann — hingewiesen wird. Wie es scheint — berichtet Do­me! — unternahmen japanische Armee-Einheiten, un­terstützt durch Luftwaffe und starkes Artillerieseuer, Landungsversuche. Das Telegramm Churchills an den Gouverneur von Hongkony mit der Aufforderung zum Aushalten wird als Bestätigung der unmittelbar ge­fährdeten Lage angesehen. Die von London mit großer Lautstärke propagandistisch untermalte sogenannte „hef­tige Offensive der Tschunkingtruppen gegen die Japa­ner vor Hongkong" wird von den Japanern mit Achsel- (Fortsetzunq auf Seite S)

Sondertagung der Vreierpakt-Sroßmöchte

gemeinsame Vesprechung über die militärischen flusgaben gegenüber den angelsächsischen feinden

Berlin, 15. Dezember. Unter dem Vorsitz des Reichs­ministers des Auswärtigen von Ribbentrop traten am 15. Dezember die Vertreter der im Dreimächtepakt ver­bündeten Großmächte zu einer besonderen Tagung zu­sammen. Zweck der Tagung war, in Verfolg der stän­digen Zusammenarbeit die neuen bedeutenden Aufgabe» in Angriff zu nehmen, die sich aus dem gemeinsamen Krieg gegen die angelsächsischen Mächte ergeben.

Als Vertreter der italienischen Regierung nahm an der Tagung Botschafter Dino Alfieri und als Ver­treter der japanischen Regierung Botschafter Hiroshi Oshima teil. Von deutscher Seite waren bei der Kon­ferenz anwesend der Oberbefehlshaber der Kriegs­marine, Großadmiral Raeder, der Chef des Ober­kommandos der Wehrmacht, Generalseldmarschall Kei- tel und der Staatssekretär für Luftfahrt, Generalfeld- marschall Milch. In Begleitung der Vertreter der drei Regierungen befanden sich die Mitglieder im Drei­mächtepakt vorgesehenen verschiedenen Kommissionen.

Nach einer Begrüßung der Teilnehmer im Namen der Reichsregierung gab der Reichsaußenminister einen all­

gemeinen Ueberblick über die durch die Ereigniss« der letzten Tage geschaffene Lage. Er wies dann im ein­zelnen auf die hierdurch der Konferenz gestellten neuen Aufgaben auf politischem, militärischem und wirtschaft­lichem Gebiet hin und unterstrich die Bedeutung der engen Zusammenarbeit zwischen den drei Mächten für die Erringung des gemeinsamen Endsieges. Eeneralfeld- marschall Keitel ergriff das Wort, um im Namen der deutschen Wehrmacht die japanische Wehrmacht als neuen Waffengefährten zu begrüßen und seiner Bewun­derung für die großen Erfolge der Kriegführung im Pazifik Ausdruck zu geben. Anschließend ergriffen der italienische Botschafter Alfieri und der japanische Bot­schafter Oshima das Wort und legten die Ansichten ihrer Regierungen über die Aufgaben der Konferenz dar, die sich in allen Teilen mit der Auffassung der Reichs­regierung dockten. Sodann wurde im einzelnen der Plan für die Fortführung und Erweiterung der gemeinsamen Aufgaben festgelegt.

(Siehe auch Seite 2)

SowjetpanMunterdeutschemvombenliagel

vrilisches U-Voot im ffgäischen Meer schwer beschädigt - In Nordajrika erneute flngriffe zurückgeschlagen

Aus dem Führerhauptquartier, 15. Dez. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Osten wurden an mehreren Stellen der Front feindliche Angriffe unter starken Verlusten des Gegners abgewie­sen. Die Lustwasse bekämpfte erfolgreich Ansammlun­gen des Feindes im Donezbecken sowie Eisenbahnziele zwischen Don und Donez. Stark« Kräfte von Kamps­und Sturzkampfflugzeugen führten unter Jagdschutz ver­nichtende Schläge gegen Panzerbereitstcllungen und Nach­schubkolonnen der Sowjets im Mittelabschnitt der Front. Der Feind erlitt hier besonders empfindliche Verluste an schweren Waffen und rollendem Material. Auch im

Wolchowabschnitt sowie an der Murmanbahn waren Angriff« der Luftwaffe erfolgreich. Sichernngsfahr- zeuge der Kriegsmarine beschädigten im Aegäischen Meer durch Wasserbomben ein britisches Unterseeboot, mit dessen Verlust zu rechnen ist. In Nordafrika wurden erneute britische Angriffe zurückgeschlagen. Deutsche und italienische Sturzkampsverbäyde erzielten Bombenooll- trefser schweren Kalibers in feindlichen Kolonnen und Geschützstellungen südwestlich Tobrul. Auf einem Flug­zeugstützpunkt warfen deutsche Kampfflugzeuge Betriebs- stosflager in Brand. Marineartillerie schoß an der atlantischen Küste Zwei britische Kampfflugzeuge ab."

Zu gemeinsamem Kamps und Sieg angetreten!

kine krklärung des japanischen Votschasters in Verlin über Japans gerechten Verteidigungskampf

Berlin, 15. Dezember. Der Kaiserlich-Japanische Botfchafter Oshima hatte am Montagnachmittag namhafte Vertreter der deutschen Presse und die Ber­liner Pressevertreter der im Antikominternpakt zusam­mengeschlossenen Länder zu einem Empfang geladen. Bei dieser Gelegenheit gab Botschafter Oshima eine Er­klärung ab, in der er einleitend hervorhob, daß sein besonderer Dank der deutschen Presse

Europa und besonders seit dem Abschluß des Dreimächte­paktes haben die Angelsachsen jeden erdenklichen Druck auf Japan angewandt, besonders wirtschaftlicher Natur, dem japanischen Volke die Lebensmöglichkeiten

gebühre, die der Sache Japans stets ein so lebbaftes Interesse, Verständnis und Sympathie entgegengebracht habe.

Er führte dann weiter aus: „Diese Haltung ent­spricht ganz, wie ich zu meiner größten Freude wieder­holt feststellen konnte, der Haltung des deutschen Volkes in allen seinen Schichten. Insbesondere waren die Ova­tionen, die ich anläßlich der am 11. Dezember im Reichs­tage gehaltenen welthistorischen Fllhrerrede erhalten habe. ein beredter Ausdruck des Vertrauens, das vom deutschen Volk Japan ungeteilt entgegengebracht wird. Es ist gewiß, daß vom japanischen Volk diese herzlichen Gefühle der Freundschaft erwidert werden.

Es bedarf nicht vieler Worte, um festzustellen, wie egoistisch die Ostastenpolirik der angelsächsischen Mächte stets gewewn ist: ihr einziges Ziel war die Ausbeutung der Volker Ostasiens. Seit dem Ausbruch des Krieges in

um

schließlich völlig abzuschneiden. Wenn Japan dieser uner­hört provokatorischen Haltung gegenüber eine äußerste Zurückhaltung gezeigt hat, so geschah das vor allem im Interesse der Erhaltung des Weltfriedens und zur Ver­meidung einer Ausweitung des Krieges.

Diese Haltung der japanischen Regierung kann das deutsche Volk, wie ich glaube, vollauf verstehen. Der Führer, der selbst als Frontsoldat die Grausamkeit eines Krieges erlebt hat, hat auch wiederholt ausgeführt, wie er vor dem Ausbruch dieses Krieges bis zum Aeußersten versucht hätte, auf dem Verhandlungswege eine fried­liche Lösung zu finden. Aber ebenso wie die unermüd­lichen Friedensbemühungen des Führers von den angel­sächsischen Mächten als eine Schwäche Deutschlands aus­gelegt wurden, so wurde auch unsere Geduld von ihnen als Schwächezcichen gedeutet. Diese falsche Einschätzung führte zu der arroganten Haltung der Amerikaner, die in den ultimativen Forderungen gipfelte: l. Zurück­ziehung aller japannchcn Truppen aus Ehina und Jndo- chinas 2. Austritt Japans aus dem Dreimächtepakt usw.

Ein Nachgeben hätte für uns nicht nur eine allmähliche Selbstabwürgung bedeutet, sondern vor allem auch eine Verletzung der nationalen Ehre, da ihre Erfüllung mit unseren Verpflichtungen gegenüber Deutschland und Italien unvereinbar gewesen wäre. Für uns konnte es daher selbstverständlich nur eine einzige Antwort geben: Wir reagierten mit einem kräftigen Zuschlagen. Daß wir den Krieg mit einem kräftigen Bombenhagel auf Hawai und Singapur, wo die Flotten unserer Feinde zum An­griff aufmarschbereit waren, begonnen haben, ändert natürlich nichts an der Tatsache, datz wir damit in einen gerechten Verteidigungskrieg eingetreten sind.

Darüber hinaus ist dieser Krieg allerdings auch ein Befreiungskampf für das ganze Ostasien.

Der Himmel hat uns in den ersten Kämpfen mit reichem Waffenglück gesegnet. Wir wissen jedoch durch­aus, daß uns noch harte Kämpfe bevorstehen, bevor wir unser hohes Ziel erreicht haben. Nun ist die Stunde da, daß Deutschland, Italien und Japan Schulter an Schulter z» gemeinsamem Kampf und Sieg angetreten sind. Die Waffenbrüderschaft und langersehnte Gemein­schaft der drei große» Völker ist Tatsache geworden. Ich kann Ihnen im Namen des japanischen Volkes ver­sichern, daß das Vertrauen, das Deutschland »nd Italien in uns sehen, nicht enttäuscht werden wird."

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Festung ohne Hinterland

Von Latin ll o s s

Hongkong ist ein Felseiland, ein steil aus dem Meer aufsteigender Block aus festem Stein. AIs die Englän­der vor nunmehr hundert Jahren zum erstenmal den Fuß auf die Insel setzten, stand aus den Steinhängen nicht ein einziger Baum. Heute sind sie mit Grün be­deckt. Zwischen den Kiefernhainen breiten sich tropi­sche Gärten, in deren Mitte weiße Häuser stehen. Bis auf die Höhe des Peak hinauf klettern die Villen und kleinen Paläste. Die weiter unten gehören zum großen Teil reichen Chinesen. Oben auf dem Peak sind die Briten unter sich. Noch vor wenigen Jahren verbot ein Gesetz Farbigen, auf dem Peak zu wohnen.

Hongkongs militärische Schwäche ist die gleiche der übrigen Stützpunkte an der Lebenslinie des Imperi­ums. Gibraltar, Malta, Singapur, Hongkong, das sind alles Inseln oder Halbinseln, die zu Nelsons Zeilen uneinnehmbare Stützpunkte des bemächtigen England bedeuteten. Die moderne Waffentechnik, besonders weit­tragende Geschütze und Flugzeuge, haben ihren Wert erheblich vermindert. All diesen festen Plätzen fehlt für den modernen Krieg das Hinterland. Um unter heutigen Verhältnissen die Lebenslinie des Imperiums im Fernen Osten zu sichern, hätte England rechtzeitig Hainan und Formosa besetzen müssen. Aber auf den beiden Inseln sitzen heute die Japaner.

Hongkong kann sich nicht selbst ernähren. Es bezieht alle seine Lebensmittel vom Festland. Darüber hinaus

verfügt es nicht einmal über Wasser. Aus dem ganzen Eiland gibt es nicht eine einzige Quelle. Alles Wasser

ist Regenwasser. Zerstört ein feindlicher Bomber die Zisternen oder Staudämme, so muß der Verteidiger verdursten. Hongkongs Hafen, Docks und Straßen lie­gen nach dem Festland zu völlig offen und ungeschützt. Hat der Gegner Kaulun genommen, den britischen Landstreisen aus dem Festland, so sperrt er die Reede und kann Docks wie Straßen in aller Gemütsruhe zu­sammenschießen. Das festländische Gebiet ist viel zu schmal, um hier eine genügend tiefgestaffelte Verteidi­gungslinie ausbauen zu können. (Kaulun ist bereits seit drei Tagen in japanischer Hand. D. Schxiftltg.).

Schließlich braucht es zur Verteidigung eines festen- Platzes vor allem eines Verteidigers. Wer aber ver­teidigt Hongkong? Diese Frage drängt sich einem hier immer wieder aus Schritt und Tritt aus. Heute ge­nügt nicht, mehr, wie zu Nelsons Zeit, eine Garnison, heute muß die gesamte Bevölkerung zum mindesten passiv mittun. In dieser Hinsicht sieht es in Hong­kong aber schlecht aus. Es gibt ein Hongkong, aber es gibt keine Hongkonger, keine Menschen, die diese Insel ihre Heimat nennen. Ich kenne niemanden, der in die­sem Fleckchen, Erde mit allen Fasern verwurzelt und bereit wäre, für ihn bis zum letzten Blutstropfen zu kämpfen, keinen Briten, keinen Chinesen, keinen Inder noch sonst einen Angehörigen einer der vielen Nationa­litäten dieser internationalen Insel.

Victoria, die Hauptstadt Hongkongs, ist eine Millio­nenstadt. In den letzten Jahren ist sie unheimlich ge­wachsen. Zu Tausenden und Zehntausenden kamen die chinesischen Flüchtlinge herüber. Die Stadt ist über- bevölkert wie wenige. In Wohnungen, die für fünfzehn

Menschen bestimmt sind, wohnen fünfzig. Kein Wunder, daß hier Cholera herrscht. „Hotel Hon;.

^ - Hongkong", das ist

die richtige Bezeichnung. Jedermann mochte hierhcr- kommen, um hier Geschäfte zu machen, sein Geld in Ruhe zu verzehren oder sicher verwahrt zu wissen. Je­der konnte kommen und gehen; wie ihm beliebte. Hong­kong war einer der wenigen Häfen, in denen man ohne segliche Zoll- oder Paßkontrolle das Schiff verlassen konnte.

Heute sitzt eine Millionenbevölkerung in Honqkonq die jetzt das größte Problem bildet. Was soll man mit ihr machen? Für die Verteidigung kommt sie nicht in Frage. Man verfügt weder über Lebensmittel für sie noch über Schutzeinrichtungen gegen Luftangriffe. Die grauenhafte Panik, die eintreten muß, wenn Bomben auf die schauerlich überfüllte Lhinesenstadt fallen kann man sich unschwer vorstellen. Wohin soll man mit der

...

Vnssr VaFssspLSFol

Auf einer Berliner Sondertagung der Drcicrp Großmächte wurden wichtige Beschlüsse über künftige militärisch« Zusammenarbeit gefaßt. Der japanische Botschafter in Verlin, Oshi würdigte bei einem Pressccmpsaiig die herz! Sympathie Deutschlands für den japanischen g hcitskampf.

Deutsche Sturzkampsflugzeuge zersprengte» an Ostfront sowjetische Panzeransammlungen.

In den Kampfräumen um Malaya und Philippinen hat die japanische Luftwaffe die umschränkte Luftherrschaft erkämpft.

Die Schweiz hat den Schutz der deutschen Jnter« in den USA. übernommen.

In einem Artikel des USA.-Journalisten Inge offenbart sich die ganze überhebliche Klubsc strategie Washingtons.

Das kommenden Wochenende steht im Zeichen Weihnachtssammelaktion der Hitler-Juacnd für Kricgs-WHW.

Die letzte Einkommenstsuer-Durchsührungsver nung bringt eine Reihe wesentlicher Neuerm: