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vremer Mung
parteiamtliche Tageszeitung
vas flmtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Zreien iiansestadt vremen Nr. ZZ5 / 11. Jahrgang
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Die I mw hohe und 22 oaw breite Zeile im Anzeigenteil 13 H/. Die 78 nun breite und 1 unv hohe Zeile im Tertkeli 75 ErmSß Srvndpr. (für Klein- u. Famikienanz. a. a. sowie sonstiae Beding. Preisliste 1 Nachlaßstosfei 0. Gelebisflsstellen: Bremen: Geeren 8/8. Ruf 5 41 21 i Nachkruf und sonntags 51115: Dbernstr 88, Ruf 5 41 21: Shke: Müblendumm 2: Br.-Hemelingen: Babnboistr. 8. Ecke Poststr., Nus 4 34 58; Br.-Degesock: Nobrstr. 24. Ruf 4 u. 8: Vr.-Blomentbol: Kpt - Dallmonn-Skr. 41/43. Nut 88 u. 89
Mittwoch. Z. Nezember 1941
der Nationalsozialisten Bremens
flmiliches verkündungsblati des Neichsstatchalters in Oldenburg und vremen
Linzeivreis 1 S Npf.
Beute und Befangene m tibgen
tief in das Moskauer verleidigungsMem eingedrungen
kngland muß sacke bekennen
Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung
g. K. Berlin, 2. Dezember.
Bor Moslan sind di« Sowjets in ihrer Verteidigung weiter eingeengt und getroffen worden, in Libyen stehen die Briten vor einem „Panzergrab der Armee Auchin- lecks", und die britische Flotte hat schwerste Verluste in ihrer Hilfsstellung für die Mittelmeeroperationen erlitten, während der deutsche Handelskrieg erfolgreich weitergeht — das ist das Bild, das der deutsche OKW.- Vcricht von der militärischen Lage an allen Fronten gibt. Die Erfolge der deutschen Kriegführung sind auch im Winter nicht gehemmt und nehmen den Briten eine Reihe von Illusionen, vor allem die Hoffnung auf eine Atempause ihres Verbündeten, mit der sie schon lange rechneten, sie nehmen ihnen aber zugleich die weitgesteckten Siegeshossnungen der Winteroffensive in Libyen, wo in dem Panzergrab auch die Möglichkeit einer großangelegten Wcltbeein- flussung begraben wird, die sich Churchill mit seiner Marmaricaoffensive allein errechnet hat. Denn daß diese Offensive am westlichsten Ende der sogenannten Empire- stellung, die England nach seiner Verbannung vom europäischen Kontinent als letzte Osfensivmaßnahme großen Stils bis hinüber nach Indien unter Einrechnung des Kaukasus, aufgebaut hatte, auf die augenblicklich entscheidenden Operationen dieses Krieges im Osten,
Neue Miterkreurtciiger
Berlin, 2. Dezember. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Gö- ring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberst Lichtenberger, Kommandeur eines Flakregimcnts; Major Kolb, Kommandeur einer Flakabteilung, und auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres, Gene- raldseldmarschall von Brauchitsch, an: Generalleutnant Bluemm, Kommandeur einer Infanterie-Division; Generalleutnant Gallenkamp, Kommandeur einer Jnsanterie-Division; Generalleutnant von Tippels- kirch, Kommandeur einer Infanterie-Division; Major Mecke, Abteilungskommandeur in einem Panzerregi- ment; Major Schell, Bataillonskommandeur in einem Infanterie-Regiment; Oberleutnant DueweN, Kompaniechef in einem Gebirgsjäger-Regiment; Oberleutnant Torley, Kompaniechef in einem motorisier, ten Jnsanterie-Regiment; Oberfeldwebel Abel, Zugführer in einem Infanterie-Regiment; Oberfeldwebel Ebner, Zugführer in einem Gebirgsjäger-Regiment.
die der Niederringung der bolschewistischen Bedrohung Europas gelten, keinen militärischen Einfluß haben können, ist auch Churchill nicht verborgen geblieben, nachdem es Stalin offen ausgesprochen hatte.
Die massive Schwerpunktbildung in den Kämpfen im Osten trägt weiter ihre Früchte. Die deutschen Angriffs- dioisionen sind im Kampfgebiet vor Moskau an weiteren Abschnitten tief in das feindliche Verteidigungs- system eingedrungen. Die Hauptschlacht nimmt damit in einer Weise ihren Fortgang, daß die Sowjets wie auch London weiter wie gebannt auf die Frontteile starren, die die entscheidenden Kämpfe dieser Vorwinterwochen erleben. Ihre Versuche der Ablenkung gelingen ihnen in keiner Weise, weder durch die Schlacht in der Marmarica noch durch die Kämpfe bei Rostow, die weiter anhalten. Die Briten sind im Gegenteil wieder dazu übergegangen, ihre eigenen Berichte über Libyen zurückzustellen, hinter die Meldungen von der Ostfront. Wie sich die Verhältnisse in der Betrachtungsweise der Briten gewandelt haben, zeigt ganz klar die Aeußerung des Majors Shrppard im „Daily Herold", daß Libyen — gemeint ist in erster Linie die verfahrene
Agitationslage in der britischen Marmaricaoffensive — Hilfe von Rostow erhalte, statt umgekehrt. So sinnlos diese Aeußerung als Betrachtung zur militärischen Ee- samtlage ist. so enthüllt sie doch die völlige Unfähigkeit der Briten, eine „zweite Front" aufzurichten. Sie bestätigt zugleich die Hoffnungen und Wünsche der Engländer. daß sie allein auf die Empire-Linie Wert legen, während sie das Schicksal des bolschewistischen Heeres im ganzen als besiegelt ansehen. Daß die Londoner das Agitationsmanöoer mit der Räumung Rostows durchschauen, hat die „Times" zwischen den Zeilen zugegeben, indem sie erklärte, daß oie „Entlastung" im Rostower Sektor beachtenswert sei, „daß aber mit Sicherheit angenommen werden müsse, daß der Kaukasus neuerdings bedroht werde". Schließlich ist auch den Briten der Begriff der „operativen Freiheit" nicht unbekannt, die eine überlegene und bewegliche Führung wie die deutsche sich jederzeit nimmt, unbeschwert von möglichen Prestigefragen, die ein« Heerführung nicht beeindrucken, die einen fünfmonatigen unerhörten Siegeslauf gegen die stärkste Kriegsmaschinerie der Welt hinter sich hat (Fortsetzung aus Seite 81
Schlüge an allen fronten
kmpfin-ttche Verluste der britischen Kriegs- und Kandslsmarine im November
Aus dem Führerhauptquartier, 2. Dezember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „An der Ostfront dauern die Kämpfe im Raum von Rostow an. Im Kampfgebiet vor Moskau drangen die deutschen Truppen an «eiteren Abschnitten lies in das feindliche Vcrteidigungssystem ein. Bor Leningrad wurden mehrere nach starker Artillerievorbereitung unternommene Ausbruchsversuche sowjetischer Kräfte abgewiesen. Die Lustwasse erzielte Bom- benvolltreffer in einem Flugzeugwerk bei Rybinsk an der Wolga, bekämpfte feindliche Transportbcwcgun- ge« aus dem Eis des Ladoga-Sees und setzte die Zerstörung von Eisenbahnverbindungen ostwärts Tich- win fort. Kampfflugzeuge bombardierten in der letzten Nacht Leningrad sowie sowjetische Flugstützpunkte im Nordabschnitt der Front.
Im Seegebiet um England versenkte die Luftwaffe einen Frachter von 2VVV BRT. Zwei weitere Handelsschiffe wurden durch Bombenwurf beschädigt. Weitere Luftangriffe richteten sich in der letzten Rächt gegen Hasenanlagen und Versorgungsbetriebe in Westcngland. — In Nordafrika verliefen die wechsclvollen Kämpfe siidostwärts Tobruk in den letzten Tagen zu
gunsten der deutsch-italienischen Truppen. Bei dem Versuch, eingeschlossene Kräfte zu befreien, wurde der Feind unter starken Verlusten zurückgeworfen. Deutsche Kamps- slngzeuge belegten die britische Nachschubbahn zur Sol- lum-Front mit Bombe» und richteten schwere Schäden an Transportanlagen bei Sidi Barani und Marsa Matruk an. Nach den bisher vorliegenden Meldungen wurden seit Beginn der Kämpfe über Willi Gefangene, darunter drei Generale, eingebracht. Neben zahlreichen Geschützen wurden 814 britische Panzerfahrzeuge erbeutet oder vernichtet und 127 britische Flugzeuge abgeschossen. — Die britische Kriegsmarine erlitt im Monat November empfindliche Verluste. Insgesamt wurden durch deutsche See- und Luststreitkräste versenkt: 1 Flugzeugträger, 1 Kreuzer, 3 Zerstörer, 4 Schnellboote, 1 Vc- wacher und 1 Vorpostenboot. Außerdem wurden 2 Schlachtschiffe, 2 Zerstörer, 7 Schnellboote und L weitere Kriegssahrzeuge schwet beschädigt. Im Kampf gegen die britische Versorgnngsschiffahrt versenkten Kriegsmarine und Luftwaffe im Monat November 48 feindliche Handelsschiffe mit zusammen 231876 BRT. Daneben wurden 39 Schiffe zum Teil schwer beschädigt. Weitere Verluste an Schiffsraum erlitt der Feind durch Miiienuliteruehmungen in verschiedenen Seegebieten."
Stühpunkchunger Iloosevelts grenzenlos
London will Noosevelt oorwürtstreiben — walkingtons ?angarme nach Ost und West
Drahtbcricht unserer Berliner Schriftleitung
b. Berlin, 2. Dezember. Der imperialistische Traum von der Weltbeherrschung ist in Washington keinesfalls fallengelassen. Roosevelt streckt heute vielmehr seine Fangarme noch weiter als bisher nach Ost und West aus. Die Leidtragenden sind diesmal wieder Rieder- ländisch-Jndien und England. Die imperialistischen Hintergedanken Roosevclts bei der Besetzung Niederländisch- Guaqanas werden jetzt von amerikanischen Kommentatoren offen zugegeben. Pearson teilt im „Times Herold" mit, daß die Besetzung zwar auch dem „Schutz" der Vauxitgruben gelte, aber in erster Linie solle der Bau eines Flugplatzes in Angriff genommen werden, von dem südamerikanische Stimmen betonen, daß er der größte auf dem südamerikanischen Kontinent überhaupt werden solle. USA.-Soldaten, die gegen das gelbe Fieber vorsorglich schon vor Monaten geimpft worden seien, sollten Riederländisch-Guaqana vollends besetzen.
Diese Ankündigungen und die versteckten Hinweise auf Roosevelts weitere Pläne hinsichtlich . Französisch- Euayana haben zu Kundgebungen gegen den Imperialismus des Weißen Hauses geführt. Der Gouverneur der französischen Besitzung wurde bei einer Besichtigungsreise stürmisch gefeiert, wobei die Bevölkerung Kundgebungen für Petain und die nationale Revolution veranstalte:«. Der IlSA.-Präsident wählte inzwischen wieder den Weg des geringsten Widerstandes und ließ ankündigen. USA.-Piloten und Bodenmann- schasten würden in Surabaja auf Java stationiert werden — wieder eine neue „Schutzaktion". England mußte ebenfalls weiterhin wieder Tribute dem Imperialismus Roosevelts darbringen. Diesmal fiel das Auge des USA.-Präsidenten auf Stützpunkte im Stillen Ozean zwischen Hawai ynd Australien. Vor allem hat es Roosevelt auf das Christmas Island, eine Insel der Sporadengruppe, und auf die Alolleninseln Palmyra und Fidschi abgesehen. Britannien muß historisch gewordene Positionen ausgeben, um weitere Dollars und USA.-Kriegsmaterial zu erhalten. Washington aber breitet seine Fangarme weiier aus.
Daß mit den „Sprüngen" nach Guayana und Java sowie in den Jnselbereich Britanniens im. Pazifik die Wünsche Roosevelts bei weitem nicht erschöpft sind, zeigt die Ankündigung des Oberbefehlshabers der USA- Heeres-Lustsahrt, Generalmajor Brett, der sich noch immer in Kairo aufhält, wonach amerikanische „Jnstruk- toren" im Borderen Orient eintreffen würden, um Ver- sorgungs- und Ersatzteillager siir die amerikanischen Matcrialbestände anzulegen. Die Bereinigten Staaten würden di« unmittelbare Aufsicht über diese Depots haben. Aus Andeutungen der nordamerikanischen Presse ist bekannt, daß Roosevelt dabei vor allem an den am Roten Meer gelegenen Hasen Massaua denkt, der von den Italienern zu einem sehr leistungsfähigen Umschlag
platz ausgebaut worden ist. Auch für Nbessinien scheint damit ein starkes nordamerikanisches Interesse plötzlich erwacht zu sein. Die Begehrlichkeit im Weißen Hause beschränkt sich aber nicht aus diesen einen Hasen. 2m Suez und Port Said sollen „autonome Zonen" der USA. geschaffen werden. Sehr bemerkenswert ist, daß schon von der Entsendung von USA.-Marine-Infanterie an alle diese zukünftigen Stützpunkte gesprochen wird.
Die japanischen Botschafter Kurusu und Nomura hatten in Uebereinstimmung mit der japanischen Regierungspolitik eine weitere Unterredung mit dem amerikanischen Außenminister.Hüll der anschließend längere Zeit mit Roosevelt konferierte. United Preß drahtet außer dieser Tatsache die Erklärung Kurusus gegenüber Pressevertretern, daß eine Reihe von Fragen untergeordneter Bedeutung besprochen worden seien und daß weitere Unterredungen mit Hüll folgen würden.
Die Unterredungen sind weiterhin begleitet durch besonders von englischer Seite forcierte Alarmstimmung. London mit seiner Libysnoffensive vernicht Roosevelt vorwärtszutreiben und befindet sich damit im trauten Verein mit Stalin mit dessen Drang nach Prestigegewinnen. Man will Roosevelt Erfolge ausweisen, sei es auch um den Preis unerhörter Verluste an Menschen und Material, um gerade im Hinblick auf die sich offensichtlich versteifende Spannung im Pazifik den USA.- Präsidenten zur Ausdehnung des Krieges vorwärtszutreiben. Immer deutlicher werden die britischen Bestrebungen, die amerikanisch-japanischen Verhandlungen zu beeinflussen. Die libysche Offensive war der «ine Versuch. Der Theaterdonner, gebildet aus demonstrativen Maßnahmen im indischen Raum, soll die begonnene' Linie fortsetzen. 2n Briiiich-Malaya wurde der Kriegszustand erklärt, in Singapur der Alarmzustand. Erhebliche Truppenverstäkkungen aus Indien wurden an die ost- burmesische Grenze entsandt, die Pressionsversuche gegenüber Thailand nehmen nach dem Vorbild des Ueberfalls auf den Iran zu, während die amerikanische Presse ganz offensichtlich Enttäuschung darüber zeigt, daß Japan in seiner zielbewußten Politik durch keinerlei Erpressungsversuche des Weißen Hauses beeinflußt werden konnte Die Englandfreunde, wie Marineminister Knox, führen wieder Kriegsreden, betonen die amerikanische Stärke im Pazifik und liefern weiterhin alle Attribute eines Nervenkrieges. ddr die Japaner beeindrucken soll, aber nicht im mindesten in Tokio Eindruck zu machen vermag. Man weiß in Tokio die Rechte zu vertreten, die Japan ald führende Großmacht in Ostasien hat und fühlt sich keineswegs wirtschaftlich so schwach, wie die amerikanischen Blätter es gern hinstellen möchten. Die starke Sprache der japanischen Staatsmänner aber hat die Illusionen ganz erheblich erschüttert.
Die künstlich entfachte Nlarmstimmuiia hat übrigens an der Ncwyorler Börse beträchtliche Wirkung gezeigt.
Heute machte sich auf Grund der „nicht zu beurteilenden Beziehungen zu Japan" sowie der „widersprechenden Nachrichten sowohl aus Nordafrika wie aus Sowjet- rußland" starke Unruhe geltend, die der Eröffnung des neuen Börscnmonats eine „unsichere und schwankende Haltung" aufprägte und in zahlreichen Kursverlusten ihren Niederschlag fand. London gibt sich redliche Mühe, diese Alarmstimmung in Fernost aufrechtzuerhalten und wenn möglich noch zu steigern. Die Eva- tuierungsbesehle in Hongkong wurden noch einmal recht deutlich unterstrichen, sämtliche Schiffe verschiedener Londoner großer Reedereien erhielten aus ihrer Fahrt nach Schanghai Befehl, sofort nach Hongkong zurückzukehren. Zwei in den letzten Tagen in Schanghai eingelaufene niederländische Frachter, deren Namen geheim gehalten «erden, brachen die Ausladung plötzlich ab und liefen noch am Abend nach Manila aus. Man verbreitete Gerüchte, daß diese Maßnahmen getroffen worden seien, um zu verhindern, daß bei Versteifung der Krise die Schisse in japanische Hände fallen könnten. Der Gouverneur von Nicderländisch-Jndicn ließ die Luftwaffe aus gleichen Gründen der Depressionsstcigerung in Alarmbereitschaft versetzen und britische Stimmen' sprachen selbstgefällig von einem „praktisch bereits bestehenden Alarmznstand im gesamten Fernen Osten".
Aeußerst bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist eine up.-Meldung aus Washington, nach der die Möglichkeit bestehe, daß eine Schwächung des chinesischen Widerstandes gegen Japan einen bedeutenden geheimen Faktor darstelle, der die Entschlossenheit der USA. verdoppele. bei den gegenwärtigen japanisch-amerikanischen .Verhandlungen weiter eine Haltung der Drohung einzunehmen. Tschiangkeischek hat zu Beginn, des November persönlich an Roosevelt und Churchill appelliert und erklärt, falls er keine Flugzeuge erhalte, um die Burma- straße verteidigen zu können, müsse er die Möglichkeit eines Separatfriedens mit Japan in Erwägung ziehen. Washington und London boten daraufhin alles auf. um den Tjchungking-Lhinesen neuen Mut einzuflößen. Das Versprechen, amerikanische Piloten zu schicken, die Uebernahme der Ausbildung von Fliegern der Tjchung- kingregierung auf den Philippinen-Jnseln und geplante Ausbildungslager in Australien und in Indien gehörten zu diesen Nolmaßnahmen. wie auch die Ankündigung. die Burmastraße durch amerikanische Luftpatrouillen nach dem Vorbild der atlantischen See- patronillen gegen Deutschland überwachen zu wollen — ein Plan. der in Japan ein äußerst scharfes Echo ge- runden hat und dazu führte, daß Tokio die möglichen Konjeguenzen einer solchen Handlungsweise klarlegte. Roosevelt selbst erklärte, er wolle die amerikanischen Handelsschiffe im Pazifik bewaffnen lassen, eine Erklärung, die mit der zurückhaltenderen enttäuschte» Stellungnahme der amerikanischen Presse in den letzten 18 Stunden zusammentrifft.
Von
Krsisscbulungslsitsr Hans O s r ä t s
Die Feststellungen des deutschen Reichsaußenministers von Ribbentrop, daß England nach erfolgloser Ausspielung seiner Sowjetkarte nunmehr keine einzige Chance mehr habe, den Krieg zu gewinnen, scheinen sich auch in Großbritannien immer mehr herumzusprechen. Churchill, der als Typ der britischen Bulldogge geradezu der Ausdruck der physischen Kraft der Insel gilt und der sich nicht oft genug in der Rolle des zynischen Kraftmenschen gefiel, der bei dem immer stärkeren Umsichgreifen des Kriegsblindes lediglich seine Zigarre aus dem rechten Mundwinkel in den linken nahm, um aus der rechten Backenkuse in die Flammen zu spucken, dieser Churchill, der sein Volk mit den Worten: Es wird ein reizender Krieg werden, ermunterte, in den Kampf zu ziehen, hat kürzlich in einer Rede diesen Krieg einen „widerlichen" genannt und den bösen Deutschen die Schuld für das ganze Elend, das heute auf der Menschheit lastet, in die Schuhe zu schieben versucht. Dieser Meinungswechsel ist außerordentlich bedeutsam, wenn man folgende Ueberlegung'anstellt:
England war es, das uns den Krieg erklärte. England war es, das glaubte, mir seinem Blockadebeitrag und dem Hinopfern seiner Festlandswaffen den Krieg billig und gefahrlos für sich entscheiden zu können. England war es, das sich überlegen fühlte, die Friedensangebote des Führers immer wieder als Schwäche auszulegen und sie abzulehnen. England war es, das sich immer, wieder brüstet«, säst die ganze Welt .in diesen Kamps einspannen zu können und das sich der Ilnermeß- lichkeit seiner Rohstoffe rühmte. England wollte doch uns-besiegen und Europa nach den Einflüsterungen seiner jüdischen Ratgeber aufteilen.
Darum sprach es doch von einem „reizenden Krieg". Sind alle diese Voraussetzungen für den britischen Optimismus entschwunden?
England ha: einsehen müssen, daß alle Festlandswaffen zerbrochen sind, das polnische Schießgewehr genau so wie dersranzösischeFestlandsdegen. Die norwegische Pistole wurde den Briten aus der Hand geschlagen, so wie die holländischen, belgischen, serbischen und griechischen Fußangeln nacheinander beseitigt wurden. Schließlich wurde auch das stärkste Geschütz, die bolschewistische Kanone zertrümmert und ihrem Kanonier mit einem kräftigen Fußtritt die Luft zum Atmen genommen. Damit gibt es im Festlandsblock Europa- Asien keine Macht mehr, die sich für England schlagen könnte, selbst wenn sie es wollte.
Der britische Blockadekrieg gegen Europa hat seinen Schrecken verloren, nunmehr endgültig, da bereits die deutsche Aufbaugewalt im Osten dabei ist, diese gott- gesegnete Erde für Europa nutzbar zu machen. Mir scheint, daß England heute bei dem Wort „Blockade" weitaus mehr eine sentimentale Resignation empfindet als das Gefühl selbstsicheren Triumphes. Was nun die Rohstoffe der Welt anbelangt, so stehen heute dem neuen Europa und seinen Einflußgebieten größere Möglichkeiten zur Verfügung als dem britischen Reich und seinem amerikanischen Kumpan, wobei der wesentliche Unterschied dann immer noch in der Tatsache liegt, daß wir diese Rohstoffe in Seelenruhe und ohne Kriegsstörungen ausweiten können, was bei der englischen Jnsellage und der um sie herum immer zunehmenderen Gefahren durchaus nicht gesagt werden kann.
Bleibt der jüdische Plan einer deutschen und europäischen Aufteilung. Nun, die beiden Paktwerke des D r e i- mächtepaktes und des erst vor ein paar Tagen verlängerten und erweiterten Antiko minier npak- tes bilden bereits einen vielversprechenden Anfang einer mitten im Kriege beginnenden europäischen Neuordnung, bei der die heteiligten Mächte, die den überwiegenden Teil des Kontinents darstellen, England als mcht zu Europa gehörende Insel abgeschrieben haben Eine bittere Erkenntnis, auf Sichtweite diesem Kontinent vorgelagert zu sein und dennoch nicht mehr zu ihm zu gehören.
Darum spricht Churchill heute von einem .widerlichen Krieg". Wir können seine Gefühle durchaus verstehen. Auch Herr SamuelHoare.im Augenblick britischer Botschafter in Madrid, scheint derselben Meinung zu sein, wenn er in einer Rede in England erklärte — offenbar um dahinter seine eigene Auffassung zu verbergen —, die Mittelmeervölker seien der Auf-
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Das engere Moskauer Vcrteidigungssystem wurde von dcuftchen Divisionen an zahlreichen entscheidenden Punkten durchbrochen.
Die britischen Empiretruppen haben in Libyen schwere Verluste an Menschen und Material erlitten.
Italienische ll-Voote versenkten einen britischen Kreuzer.
Ministerpräsident de Valera drückte in einer Ansprache an die irischen Truppen den unerschütterliche» Freiheitswille» Irlands aus.
Churchill kündigte einschneidende Zwangsmaßnahmen im Leben Englands an.
Die hemmungslose Stützpunktp-litik Roosevelts richtet sich nunmehr auch gegen den Fernen Osten und Abessinicn.
Im Reichsgesctzblatt ist eine neue Anordnung über Warcnb-schassuvgs-Euthaben veröffentlicht worden. Die Vcrbrauchsrcgelungs-Strafoerordnung wurde durch eine Verordnung des Reichswirtschästs- und Nc.chscrnährungsininistcrs ergänzt.