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parteiamtliche Lageszeitung
vas flmtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Sreien Nansestadt vremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmlliches verkünöungsblatk des Neichsstattlialters in Oldenburg und vremen
Nr. ZZZ / 11. Jahrgang
Montag, 1. Vezember 1941
kinzelyreis 13 Nps.
tliurchills Lügentaktik veraltet
Ver Kampf unserer U-Voote — Lonnageoerluste bereits größer als lm Weltkrieg
Drahtbericht unserer Berliner Schriftlcitung
r. <1. Berlin, 30. November. Churchill hat vor kurzem im Unterhaus die lange erwarteten Angaben über den Stand des Handelskrieges, der sogenannten Schlacht im Atlantik, gemacht. Er behauptete kühn, die Schifssversenkungen in den vier Monaten Juli bis Oktober hätten insgesamt nur 7511 999 BRT. betragen, was im Vergleich zu den vier vorangehenden Monaten eine bewundernswerte Verringerung darstelle. Churchill gab damit nur einen Bruchteil der Verluste zu, die das OKW. meldete. Wie man feststellen kann, verfolgt er dabei dieselbe Taktik wie einst im Weltkrieg der Chef der britischen Admiralität, Lord Jellicoe, der dem darüber entsetzten Admiral Sims eingestehen mutzte, datz die deutschen Unterseeboote mehr als das Doppelte des Schiffsraums vernichteten, den die Admiralität als verloren bekanntgab.
Auch damals wurde in England stets behauptet, die deutschen Zahlen seien matzlos übertrieben. Wie korrekt sie in Wirklichkeit waren, ergab sich aus ihrem Vergleich mit dem am Kriegsende, nach Lloyds Register festgestellten Ergebnis. Es betragen die Versenkungen nach Lloyds Register 13 233 672 BRT., die nach den Weißbüchern und unseren Listen ermittelten Versenkungen 121S1996 BRT., also mehr bei Lloyds 1641676 BRT: Dieses Mehr bei Lloyds bestand hauptsächlich aus Verlusten durch Minentreffer.
Die Versenkungen, die der Weltkrieg in mehr als vier Jahren brachte, sind im jetzigen Kriege bereits nach zwei Jahren erreicht worden. Dabei ist die britische Kriegsflotte der deutschen, wie auch feindliche Kritiker oft resigniert hervorheben, zahlenmäßig weit mehr überlegen als damals. Der Führung unseres jetzigen Handelskrieges kommen die hohe Beteiligung der Luftwaffe und die strategisch so günstigen Ausgangsstellen der Unterseeboote in Norwegen und besonders in Frankreich zustatten. Die Hoffnung unserer Feinde, durch starke Flugzeugangriffe die Tätigkeit unserer Unterseeboote zu lähmen, hat sich nicht erfüllt. Die neuen Stützpunkte sind durch vorzügliche Luftschutzmaßnahmen, starke Befestigungen und gute Ueberwachüna der Einfahrten gegen Angriffe aller Art gedeckt. Die Luftwaffe ergänzt die Tätigkeit der Unterseeboote auf das vorteilhafteste durch Angriffe bis in den weiten Ozean hinaus. Ihre Meldungen über das Sichten von Feinden auf große Entfernungen erleichtern den Booten das Auffinden der Beute.
Me SlaatsobertiSupter der flntikominternmöchte erwidern die Liiikkwiinsche des führers
Berlin, 39. November. Die Staatsoberhäupter der im Antikominternpakt zusammengeschlossenen Staaten sowie der Duce und der Staatschef Rumäniens haben die Glückwünsche, die der Führer ihnen aus Anlaß der Unterzeichnung des Protokolls über die Verlängerung des Abkommens gegen die kommunistische Internationale und des Beitritts weiterer sieben Staaten übermittelt hatte, mit Dank- und Glückwunschtelegrammen erwidert.
Zugleich haben die Außenminister von Japan und Mandschukuo sowie der Minister des Auswärtigen der chinesischen Nationalregierung die ihnen aus dem gleichen Anlag von dem Reichsminister des Auswärtigen von Ribbcntrop übermittelten Glückwünsche mit Dank- und Glückwunschtelegrammen beantwortet.
Die stets wachsende Zahl der Unterseeboote macht ihre Verwendung in größeren Gruppen möglich. Und hat eine solche Gruppe erst Fühlung mit einem Ee- leitzug genommen, dann kommt es zu tagekangen Verfolgungen, zu unausgesetzten Angriffen, die gelegentlich zur vollständigen Vernichtung des ganzen Konvois führen.
Churchill wies freudig darauf hin, daß die Versenkungen in den Sommermonaten abgenommen haben. Kenner der Verhältnisse wissen, daß die kurzen Sommernächte die Tätigkeit der Boote erschweren müssen. Sobald diesen die längeren Nächte bessere Möglichkeit gaben zum Aufladen ihrer Batterien und zum Einnehmen günstiger Angriffspositionen über Wasser, sind auch die Versenkungen prompt angestiegen. Die Aussichten sind noch bester, wenn der Winter die feindlichen Eelsitzüge durch die Eisgefahr zu mehr südlichen Kursen nötigt.
Im übrigen waren selbst die niedrigeren Versenkungsziffern der Hochsommermonate noch weit größer, als die Neubautätigkeit der englischen und amerikanischen Werften. Auf 1:3 habe sich das Verhältnis vom Neubau zum Ausfall im ersten Halbjahr 1941 gestaltet, mußte der amerikanische Marineminister Knox zugeben. Die englischen Werften, behindert durch die Verheerungen der deutschen Luftangriffe, durch Mangel an Facharbeitern und an Rohstoffen, sind längst nicht mehr imstande, die Scharen beschädigter Schiffe zu reparieren. „Wir sind
Aus dem Führerhauptquartier, 30. Nov. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Bei Rostow »nd im Donezbogen fügten die deutschen Truppen im Zusammenwirken mit der Luftwaffe dem Feinde bei Abwehr seiner auch gestern wiederholten Masscn- angrifsfe abermals schwerste Verluste zu. Kampfflugzeuge warfen im Ostteil der Bucht von Taganrog ein Oelkager in Brand. Im Raum von Moskau gewann der Angriff der Infanterie- und Panzerverbände weiter an Boden. Vor Leningrad wurde ein stärkerer von Panzern unterstützter Ausbruchsversuch des Feindes abgewiesen. Im hohen Norden setzten Kampffliegerverbände die Zerstörung wichtiger Anlagen der Murmanbahn fort. Weitere wirksame Luftangriffe richteten sich gegen Flugplätze und Eiscnbahnanlagen im Süd- und Mittelabschnitt der Front. Leningrad und Moskau wurden bei Tage bombardiert. Bor der britischen Küste griffen Schnellboote in der Nacht zum 29. November einen stark gesicherten feindlichen Eeleitzug an und versenkte» einen Tanker von 7990 BRT. Ein weiterer großer Dampfer wurde torpediert und wahrscheinlich versenkt. In Nord- afrika setzten die deutsch-italienischen Truppen ihren Gegenangriff fort. Dabei wurden weitere feindliche Panzer vernichtet. Deutsche Sturzkampfflugzeuge sowie Jagd- und Zerstörerverbände zersprengten britische Kolonnen und Panzerbereitstellungen. Nachschubwege des Feindes bei Marsa Matrnk wurden erfolgreich bombardiert. In Luftlämpfen schössen deutsche Jäger ohne eigene Verluste fünf britische Flugzeuge ab.
In der Zeit vom 22. bis 28. November verlor die sowjetische Luftwaffe 297 Flugzeuge. Davon wurden 79 in Luftlämpfen und 53 durch Flakartillerie abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen an der Ostfront 24 eigene Flugzeuge verloren."
verloren, wenn ihr uns nicht helft", erklärte der britische Botschafter Lord Lothian schon im Herbst 1940 den Amerikaüern.
Die Vereinigten Staaten suchen wie im Weltkrieg mit allen Mitteln durch Neubauten zu helfen, durch-Schiffstypen oft anerkannt primitivster Art. Aber auch sie werden kein Mittel finden können gegen die Angst vor der „Todesfahrt nach England". Seit langem hat sich herausgestellt, daß die Vsdeckungsfahrzeuge der englischen Eeleitzüge den Besatzungen der versenkten Schiffe nicht genügend Beistand gewähren. Immer wieder hört man vom Auffischen oder Antreiben von Rettungsbooten mit halbverhungerten oder erfrorenen Mannschaften. Kein Wunder, datz auf den nach England bestimmten Schiffen Desertionen einsetzen, sobald ein Hafen der Eefahrzone angelaufen wird. In England selbst find die Methoden zur „Anheuerung" von Seeleuten schon sehr fragwürdig geworden.
Welche Sorgen die deutschen Unterseeboote im Weltkriege drüben gemacht haben, ging aus dem nachträglichen Geständnis des Ministerpräsidenten Lloyd George hervor: „Hätten die Deutschen die Kraft ihrer Unterseeboote etwas eher auszunutzen begonnen, wer weitz, ob das britische Reich jetzt noch bestände." Dabei stand damals fast die ganze Welt auf Englands Seite. Man kann sich vorstellen, wie heute die wirkliche Stimmung in den verantwortlichen Regierungskreisen ist.
<on1si-s6mifs1 -Issgsrt.
Die Kämpfe während der letzten Tage im Nordabschnitt der Ostfront haben gezeigt, daß die wiederholten sowjetischen Gegenangriffe gegen die deutschen Truppen und Stellungen nach Einsatz, Art und Umfang für die Bolschewisten eine besondere Kräfteanspannung bedeuten. Die Bolschewisten haben bei allen diesen Angriffen schwere Verluste an Menschen und Kriegsmaterial aller Art gehabt, deren Ersatz ihnen überaus große Schwierigkeiten bereitet und in vielen Fällen überhaupt unmöglich ist. In zahlreichen Kämpfen übersteigen die Zahlen der Gefallenen die der Gefangenen um ein Vielfaches, so wurden in den Kämpfen der letzten Tage im Abschnitt von zwei deutschen Infanterie-Divisionen 60 Gefangene gemacht. Auf dem Kampffeld wurden jedoch über 1009 gefallene Sowjetarmisten gezählt. Darüber hinaus erbeuteten oder vernichteten die Truppen dieser beiden Divisionen mehrere sowjetische Panzerkampfwagen und Geschütze, zahlreiche Gewehre, Maschinenpistolen und 30 Lastkraftwagen.
Im nordkarelischen Kampfgebiet griffen Verbände der deutschen Luftwaffe am 29. November mit gutem Erfolg sowjetische Truppenbewegungen und Strecken der Murman - Bahn an. Zwei sowjetische Eisenbahnzüge wurden durch Volltreffer zerstört, zwei weitere Zstge schwer beschädigt. Ein sowjetischer Bahnhof an der Mur- man-Bahn wurde durch Bomhentreffer schwer beschädigt. Die schwere Artillerie des deutschen Heeres setzte am 29. November die Beschießung kriegswichtiger Ziele in Sewastopol fort. Im Stadtbcreich von Sewastopol wurden Vahnhafsanlagen und Kasernen wirksam unter Feuer genommen. Auch in den Werften und Dockanlagen des Hafen von Sewastopol wurden zahlreiche Treffer erzielt.
Abermals Maffenoerluste der Sowjets
Sowjelluftwaffe verlor vom 22. bis 28. November 28? slusieuge
vodengewinn im kaum von Moskau
wettere vergebliche Niesenopser Stalins — vritische Enttäuschung über Nordasrika liält an
Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung
H. K. Berlin, 39. November. Das Kampfseld im werten Bogen um Moskau steht weiter im Zeichen des erfolgreichen deutschen Angriffs. Der OKW.-Bericht teilt mit, datz im Raum von Moskau der Angriff der Infanterie- und Panzerverbände weiter an Boden gewann. Londoner und Moskauer Meldungen über die Entwicklung der Kämpfe in dem Hauptoperationsgebiet im Mittelabschnitt, können nicht daran vorbeigehen, zu bestätigen, datz die immer wieder mit stärkster Brutalität ins Feuer geworfenen Verteidigungsdivisionen der Sowjets außerstande sind, den vorwuchtend weitergreifenden Stößen der deutschen Panzer und der deutschen Infanterie Einhalt zu gebieten. Tag für Tag kehrt daher die pessimistische Feststellung der feindlichen Berichte wieder, „daß die Lage an der Front vor Moskau sich nicht gebessert habe und weiterhin als ernst anzusehen sei".
Außerordentlich stark ist immer wieder das Eingreifen der deutschen Luftwaffe in die bedeutsamen Winterkämpfe in der Front rund um Moskau, wo die rückwärtigen Verbindungen des Gegners zerschlagen und herangeführte Reserven schon vor dem Einsatz mitgenommen werden. Wie der heutige OKW.-Bericht hervorhebt, war der Einsatz der Kampfflieger besonders stark auch an der Kampffront bei Rostow, wo den Sowjets bei ihren wütend vorgetriebenen Mastenangriffen schwerste Verluste zugefügt worden sind.
Im Südteil der Front versuchen die Sowjets nach wie vor, angetrieben von den englischen Verbündeten, die von ihnen eine energische und verstärkte Verteidigung des weiteren Vorfeldes der sogenannten Kaukasus- front forderten, nördlich vom Asowschen Meer und im Donezbecken Boden zu gewinnen. Dabei kommt es der bolschewistischen Führung nicht darauf an, nach uraltem Vorbild zaristisch-russischer Methoden, tief gestaffelte Massenangriffe der Infanterie vorzutreiben, bei denen Welle auf Welle von den Maschinenwaffen der deutschen Truppen niedergemacht werden. Wie überhaupt
die sture und verzweifelte Angriffsweise der Sowjets sich widerspiegelt in der Tatsache, daß an vielen Teilen der Front die blutigen Verluste die Gefangenenzahlen um ein vielfaches überschreiten. Diese Angriffstatik ist diktiert von der verzweifelten Absicht, sich der Initiative des deutschen Angriffs und seiner Folgen zu entziehen. Diese Versuche bleiben vergeblich; daran ändert auch nichts die Lage bei Rostow, wo die deutsche Führung sich völlig ohne Rücksicht auf irgendwelche Prestigefragen. einfach mit dem Blick auf die durch die sowjetische Vanden- und Partisanentaktik im Rahmen der Gesamtkämpfe erforderlich gewordenen Gegenmaßnahmen zur Räumung entschlossen hatte. Wir erinnern in diesem Zusammenhang nur an die Tatsache, daß umgekehrt die deutschen Truppen zwei Monate in Blickweite von Kiew gelegen und dort abgewartet haben, bis die aus den strategischen Planungen der Führung heraus notwendigen Operationen einsetzten, die dann zur gleichen Zeit, als der große Kessel östlich von Kiew sich um zahlreiche sowjetische Divisionen schloß, auch diese Stadt in deutsche Hand brachten.
In dem Feldzug in Nordafrika hat die britische Offensive in zwölftägiger Schlacht, zu deren Beginn die Briten sofort die größten Siegesmeldungen in alle Welt hinausposaunten, als bisheriges Zwischenergebnis vor allem schwere Verluste mehrerer englischer Panzerbrigaden, die Hunderte von Panzern und Kraftfahrzeugen verloren, während gleichzeitig die britische Luftwaffe schwere Verluste davontrug, und die englische Flotte, die den Kampf an der Küste unterstützte und weiter in seiner jetzigen Form ermöglicht und Landungen von Nachschub zu schützen hat. Ausfälle erlitt, die die Schlagkraft des Mittelmcergeschwaders nicht unberührt lassen.
Die 8. britische Empire-Armee, die, wie Churchill großspurig zu Beginn der Offensive betonen ließ, in fünf Monaten in ununterbrochenem Strom Panzer, Waffen und Munition erhalten hatte, um die Achsen- strcitkräftc in Nordasrika auszulöschen, hat ihr Ziel in diesen zwölf Tagen nicht zu erreichen vermocht.
Aus Grund der Londoner Betrachtungen stellt „Nya Daglight Allehanda" fest, datz die Panzerstreitkräste der Achse nach wie vor ein furchtbarer Gegner seien und datz man in London nicht verkenne, datz die Truppen der Achse, wenn sie wollten, jederzeit in der Lage wären, den sogenannten britischen Stahlring im Westen zu durchbrechen. Sie führen aber, wie es in einem anderen englischen Bericht heißt, ihren Hauptschlag gegen die Briten in dem sogenannten Empire-Dreieck Sollum— Tobruk—Sidi Omar Fort, nachdem es ihnen durch einen kühnen Panzervorstotz über die ägyptisch« Grenze gelungen war, „Verwirrung in den rückwärtigen Verbindungen der Engländer anzurichten". Jetzt seien diese kühnen Abteilungen wieder mit Rommel vereinigt.
Eine andere englische Nachricht spricht weiter von „erbitterten und konfusen Kämpfen", die keinen genauen Ileberblick über die Eesamtlage ermöglichten. All das führen die britischen Zeitungen mehr oder weniger betroffen an, weil ihnen die Siegesfanfaren der ersten beiden Tage der Offensive auch in Lecs noch in bester Erinnerung sind. Man hat Erwartungen angeregt, die nun nicht erfüllt werden und deren Nichterfüllung ihnen außerordentlich schwerwiegend erscheint, wie ein Artikel des britischen Labour-Theoretikers Lasky in der „New Park Post" aufzuzeigen sich bemüht. Die Libyenoffensive solle den Beweis erbringen, daß England überhaupt noch organisatorische Fähigkeiten besitze, die Erwartungen auf einen späteren Sieg rechtfertigten. Die Regierung dürfe aber diesmal das Volk nicht enttäuschen, indem durch die Offensive überall neue Hoffnungen ausgelöst worden seien. Wenn man die Regierung für Dünkirchen auch nicht verantwo'rtlich mache und wenn Kreta auch mit Schwierigkeiten vergessen werde, so sei doch zu befürchten, daß die jetzige Negierung das Schicksal der Lhamberlain-Rcgierung nach Narvik haben würde, wenn dieser Hofinungssunke wieder vernichtet werde.
Angesichts solcher Erwartungen ist es verständlich, daß die Briten trotz aller Verluste und Enttäuschungen (Fortsetzung aus Seit« 9)
Pik-SktL« -SM Hekiekcköst
Von
8^.-6ruppeiiküIirer bliieb Hasse, Vremen
Moltke hat einmal gesagt, das Niederschreiben von Gedanken diene dem Zweck, sie zu klären. Wenn man jedoch die kriegswissenschastliche Literatur unserer heutigen Gegner in der Zeit nach dem Weltkriege über- chaut, dann möchte man Moltkes Worte dahin einschränken, daß es darauf ankomme, wer etwas niederschreibt. Liest man die Aufsätze der französischen und britischen Militärschriftsteller nach, dann steht man mit einiger Verwunderung vor ihren Irrtümern«über das Grundsätzliche eines modernen Krieges. Wie ein roter Faden zieht sich da durch diese Abhandlungen der Grundgedanke von der Ueberlegenheil der Verteidigung über den Angriff. Er fand sichtbarste Gestalt in der Maginotlinie. Stahl und Beton erscheinen für den Fortbestand eines Volkes wichtiger als der Mut des Herzens, sich auf freiem Felde mit dem Gegner zu messen. Auch der französische Generalissimus Eamelin sah in einer den Feind erlahmenden Defensive das Allheilmittel. Wo aber einmal gegenteilige Ansichten ausgesprochen wurden, da gingen auch sie in ihrem-Kern den alten Irrweg. So vertrat der heute zu trauriger Berühmtheit gelangte General de Gaulle die Notwendigkeit eines offensiven Vorgehens und operativer Bewegungen, er wollte sie aber nur mit zahlenmäßig kleinen Stoßarmeen von Berufssoldaten ausgeführt sehen, während das bewaffnete Volksaufgebot in der Verteidigung bleiben sollte. Der jetzt verabschiedete General Wey- gand befürwortete einen strategischen Unternehmungsgeist, lehnte sich aber dabei an die Methoden des Marschalls Turenne zu Zeiten der Erbfolgekriege an, der aus Festungsräumen seine offensiven Vorstöße ansetzte. Auch Weygand kam also aus dem magischen Zirkel der Veionmauer Maginots nicht heraus.
Betrachtet man sich nun gar die britischen „Sachverständigen", die heute in unermüdlichem Tintenkrieg dem Führer einen „verpaßten Termin" um den andern „nachweisen", dann werden einem die „strategischen Rückzüge" von Namios, Dünkirchen und Griechenland verständlich. Lidell Hart. der militärische Mitarbeiter der „Times", erklärt in seinem Standardwerk „Dirs vskenes ok Lritain" frei heraus, England könne den Krieg nicht durch eine Offensive gewinnen. Die Mittelmeerstellung mäste im Ernstfälle abgeschrieben werden. Das Weltreich müsse sich auf den Schutz des Mutterlandes beschränken. Dieser Aufgabe entsprächen auch die ausgeprägten „Stehereigenschaften" des britischen Soldaten, der von Hause aus kein Angriffssoldat sei. Die einzig wirksame Waffe Großbritanniens bleibe der wirtschaftliche Druck in Verbindung mit der Zeit als Ermattungsmittel. Der berühmte Admiral Monck dachte während der glanzvollen Kriege zu Cromwells Zeiten noch anders: „Wer auf dem Meere siegen will, muß immer angreifen." Auch zu Nelsons Zeiten galt dieser Satz noch uneingeschränkt, wovon Abukir und Trafalgar zeugen.
Man kann diese Betrachtung nur mit der Feststellung abschließen, daß alle diese Federstrategen unrecht behalten haben. Sie sahen das Leben nicht mehr so, wie es war, sondern im Zerrspiegel eines überlebten Denkens. Deshalb blieben sie blind für die wirklich bewegenden Kräfte unserer Zeit: das politische Erwachen der Völker, die sozialen Umwälzungen und den Fortschritt der Technik. Weil sie dies nicht richtig erkannten, blieb ihnen auch der Blick auf den Grund der Dinge verwehrt, der ihnen das Geheimnis dieser geschichtlichen Vorgänge enthüllt hätte: die überragende Bedeutung von Führertum und Volkskraft. Diesen elementaren Erscheinungen gegenüber werden diese neunmalklugen „Sachverständigen" zu einem grotesk wirkenden Debat- tierklub ohne Willens- und Gestaltungskraft. Es soll hier gar nicht von der einmaligen Erscheinung unseres Führers gesprochen werden, denn er steht bereits jenseits jeder zeitgenössischen Kritik. Wir wissen aus seinem eigenen Munde, daß er die Gaben seines Genies lieber an die höchsten Aufgaben seiner völkischen Sendung setzen würde, anstatt sie jetzt an die Auseinandersetzung mit geistlosen, wenn auch verbrecherischen Stümpern vertun zu müssen. Der Kriegsverlauf selbst soll hier nur sprechen.
Der gegenwärtige Krieg ist der zur geschichtlichen Wende gewordene Beweis eines vollendeten Zusammen- spiels von deutscher Führung und Volkskraft. In ihm verwirklichen sich die ewigen Gesetze der Kriegführung in der Meisterung von Raum und Zeit, im Haushalten mit den vorhandenen Streitmitteln bei kühnstem Einsatz, in der Anwendung neuzeitlicher Technik gemäß den uralten Kriegslehren. Im Osten wird bei Beginn des Krieges in einem gewaltigen Offensivschlag Polen als der nächste Gegner im Rücken der deutschen Volkskraft zu Boden geschmettert, während die Staatskunst in defensiver Weise die dahinterstehende Sowjetmacht aus- manövriert. In dieser kritischen Zeit sichert im Westen der Westwall gegen einen Angriff des Feindes. Doch schon aus dieser Defensivstellung erfolgt zur See der
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Trotz massierter sowjetischer Gegenangriffe gewinnen die deutschen Truppen vor Moskau ständig an Boden.
Mexiko hat Flottenstützpunkte an die USA. abgetreten.
Die USA. treffen weitere Maßnahmen zur Eva- kuierung ihrer Staatsbürger im Fernen Osten.
Dem Führer sind in Erwiderung seiner Glückwünsche von den Staatsoberhäuptern der Anti- kominternmiichte Antworttelegramme zugegangen. Reichsorganisationsleiter Dr. Leq übergab Gauleiter Dr. Rainer feierlich den Reichsgau Körnten.
45 Bremer Siedler erhielten ihre Sicdlcrhäuser als Eigentum überschrieben.
Im Metropol-Theater fand die feierliche Erstausführung des Filmes der Nation „Heimkehr" statt. Der Bremer Sportverein befestigte seine Spitzenstellung in der ersten Klasse.
Pommerns Handballmeister schlug Tura überlegen zweistellig.
Der Sportverein Werder siegte über Schwarz-Weiß Esten mit 2:9.