Ausgabe 
(1.12.1941) Nr. 333
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der Nationalsozialisten Vremens

flmlliches verkünöungsblatk des Neichsstattlialters in Oldenburg und vremen

Nr. ZZZ / 11. Jahrgang

Montag, 1. Vezember 1941

kinzelyreis 13 Nps.

tliurchills Lügentaktik veraltet

Ver Kampf unserer U-Voote Lonnageoerluste bereits größer als lm Weltkrieg

Drahtbericht unserer Berliner Schriftlcitung

r. <1. Berlin, 30. November. Churchill hat vor kurzem im Unterhaus die lange erwarteten Angaben über den Stand des Handelskrieges, der sogenannten Schlacht im Atlantik, gemacht. Er behauptete kühn, die Schifssversenkungen in den vier Monaten Juli bis Okto­ber hätten insgesamt nur 7511 999 BRT. betragen, was im Vergleich zu den vier vorangehenden Monaten eine bewundernswerte Verringerung darstelle. Churchill gab damit nur einen Bruchteil der Verluste zu, die das OKW. meldete. Wie man feststellen kann, verfolgt er dabei dieselbe Taktik wie einst im Weltkrieg der Chef der britischen Admiralität, Lord Jellicoe, der dem dar­über entsetzten Admiral Sims eingestehen mutzte, datz die deutschen Unterseeboote mehr als das Doppelte des Schiffsraums vernichteten, den die Admiralität als ver­loren bekanntgab.

Auch damals wurde in England stets behauptet, die deut­schen Zahlen seien matzlos übertrieben. Wie korrekt sie in Wirklichkeit waren, ergab sich aus ihrem Vergleich mit dem am Kriegsende, nach Lloyds Register festgestell­ten Ergebnis. Es betragen die Versenkungen nach Lloyds Register 13 233 672 BRT., die nach den Weiß­büchern und unseren Listen ermittelten Versenkungen 121S1996 BRT., also mehr bei Lloyds 1641676 BRT: Dieses Mehr bei Lloyds bestand hauptsächlich aus Ver­lusten durch Minentreffer.

Die Versenkungen, die der Weltkrieg in mehr als vier Jahren brachte, sind im jetzigen Kriege bereits nach zwei Jahren erreicht worden. Dabei ist die britische Kriegsflotte der deutschen, wie auch feindliche Kritiker oft resigniert hervorheben, zahlenmäßig weit mehr über­legen als damals. Der Führung unseres jetzigen Han­delskrieges kommen die hohe Beteiligung der Luftwaffe und die strategisch so günstigen Ausgangsstellen der Unterseeboote in Norwegen und besonders in Frankreich zustatten. Die Hoffnung unserer Feinde, durch starke Flugzeugangriffe die Tätigkeit unserer Unterseeboote zu lähmen, hat sich nicht erfüllt. Die neuen Stützpunkte sind durch vorzügliche Luftschutzmaßnahmen, starke Befestigun­gen und gute Ueberwachüna der Einfahrten gegen An­griffe aller Art gedeckt. Die Luftwaffe ergänzt die Tätigkeit der Unterseeboote auf das vorteilhafteste durch Angriffe bis in den weiten Ozean hinaus. Ihre Meldun­gen über das Sichten von Feinden auf große Ent­fernungen erleichtern den Booten das Auffinden der Beute.

Me SlaatsobertiSupter der flntikominternmöchte erwidern die Liiikkwiinsche des führers

Berlin, 39. November. Die Staatsoberhäupter der im Antikominternpakt zusammengeschlossenen Staaten sowie der Duce und der Staatschef Rumäniens haben die Glückwünsche, die der Führer ihnen aus Anlaß der Unterzeichnung des Protokolls über die Verlängerung des Abkommens gegen die kommunistische Internatio­nale und des Beitritts weiterer sieben Staaten über­mittelt hatte, mit Dank- und Glückwunschtelegrammen erwidert.

Zugleich haben die Außenminister von Japan und Mandschukuo sowie der Minister des Auswärtigen der chinesischen Nationalregierung die ihnen aus dem glei­chen Anlag von dem Reichsminister des Auswärtigen von Ribbcntrop übermittelten Glückwünsche mit Dank- und Glückwunschtelegrammen beantwortet.

Die stets wachsende Zahl der Unterseeboote macht ihre Verwendung in größeren Gruppen möglich. Und hat eine solche Gruppe erst Fühlung mit einem Ee- leitzug genommen, dann kommt es zu tagekangen Ver­folgungen, zu unausgesetzten Angriffen, die gelegent­lich zur vollständigen Vernichtung des ganzen Kon­vois führen.

Churchill wies freudig darauf hin, daß die Versenkun­gen in den Sommermonaten abgenommen haben. Kenner der Verhältnisse wissen, daß die kurzen Sommer­nächte die Tätigkeit der Boote erschweren müssen. Sobald diesen die längeren Nächte bessere Möglichkeit gaben zum Aufladen ihrer Batterien und zum Einnehmen günstiger Angriffspositionen über Wasser, sind auch die Versenkungen prompt angestiegen. Die Aussichten sind noch bester, wenn der Winter die feindlichen Eelsitzüge durch die Eisgefahr zu mehr südlichen Kursen nötigt.

Im übrigen waren selbst die niedrigeren Versenkungs­ziffern der Hochsommermonate noch weit größer, als die Neubautätigkeit der englischen und amerikanischen Werf­ten. Auf 1:3 habe sich das Verhältnis vom Neubau zum Ausfall im ersten Halbjahr 1941 gestaltet, mußte der amerikanische Marineminister Knox zugeben. Die eng­lischen Werften, behindert durch die Verheerungen der deutschen Luftangriffe, durch Mangel an Facharbeitern und an Rohstoffen, sind längst nicht mehr imstande, die Scharen beschädigter Schiffe zu reparieren.Wir sind

Aus dem Führerhauptquartier, 30. Nov. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:Bei Rostow »nd im Donezbogen fügten die deutschen Trup­pen im Zusammenwirken mit der Luftwaffe dem Feinde bei Abwehr seiner auch gestern wiederholten Masscn- angrifsfe abermals schwerste Verluste zu. Kampfflug­zeuge warfen im Ostteil der Bucht von Taganrog ein Oelkager in Brand. Im Raum von Moskau gewann der Angriff der Infanterie- und Panzerverbände weiter an Boden. Vor Leningrad wurde ein stärkerer von Pan­zern unterstützter Ausbruchsversuch des Feindes abge­wiesen. Im hohen Norden setzten Kampffliegerverbände die Zerstörung wichtiger Anlagen der Murmanbahn fort. Weitere wirksame Luftangriffe richteten sich gegen Flug­plätze und Eiscnbahnanlagen im Süd- und Mittel­abschnitt der Front. Leningrad und Moskau wurden bei Tage bombardiert. Bor der britischen Küste griffen Schnellboote in der Nacht zum 29. November einen stark gesicherten feindlichen Eeleitzug an und versenkte» einen Tanker von 7990 BRT. Ein weiterer großer Dampfer wurde torpediert und wahrscheinlich versenkt. In Nord- afrika setzten die deutsch-italienischen Truppen ihren Gegenangriff fort. Dabei wurden weitere feindliche Panzer vernichtet. Deutsche Sturzkampfflugzeuge sowie Jagd- und Zerstörerverbände zersprengten britische Kolonnen und Panzerbereitstellungen. Nachschubwege des Feindes bei Marsa Matrnk wurden erfolgreich bombar­diert. In Luftlämpfen schössen deutsche Jäger ohne eigene Verluste fünf britische Flugzeuge ab.

In der Zeit vom 22. bis 28. November verlor die sowjetische Luftwaffe 297 Flugzeuge. Davon wurden 79 in Luftlämpfen und 53 durch Flakartillerie abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen an der Ostfront 24 eigene Flugzeuge verloren."

verloren, wenn ihr uns nicht helft", erklärte der britische Botschafter Lord Lothian schon im Herbst 1940 den Amerikaüern.

Die Vereinigten Staaten suchen wie im Weltkrieg mit allen Mitteln durch Neubauten zu helfen, durch-Schiffs­typen oft anerkannt primitivster Art. Aber auch sie wer­den kein Mittel finden können gegen die Angst vor der Todesfahrt nach England". Seit langem hat sich her­ausgestellt, daß die Vsdeckungsfahrzeuge der englischen Eeleitzüge den Besatzungen der versenkten Schiffe nicht genügend Beistand gewähren. Immer wieder hört man vom Auffischen oder Antreiben von Rettungsbooten mit halbverhungerten oder erfrorenen Mannschaften. Kein Wunder, datz auf den nach England bestimmten Schiffen Desertionen einsetzen, sobald ein Hafen der Eefahrzone angelaufen wird. In England selbst find die Methoden zurAnheuerung" von Seeleuten schon sehr fragwürdig geworden.

Welche Sorgen die deutschen Unterseeboote im Welt­kriege drüben gemacht haben, ging aus dem nachträg­lichen Geständnis des Ministerpräsidenten Lloyd George hervor:Hätten die Deutschen die Kraft ihrer Unter­seeboote etwas eher auszunutzen begonnen, wer weitz, ob das britische Reich jetzt noch bestände." Dabei stand damals fast die ganze Welt auf Englands Seite. Man kann sich vorstellen, wie heute die wirkliche Stimmung in den verantwortlichen Regierungskreisen ist.

<on1si-s6mifs1 -Issgsrt.

Die Kämpfe während der letzten Tage im Nord­abschnitt der Ostfront haben gezeigt, daß die wiederholten sowjetischen Gegenangriffe gegen die deutschen Truppen und Stellungen nach Einsatz, Art und Umfang für die Bolschewisten eine besondere Kräfteanspannung bedeuten. Die Bolschewisten haben bei allen diesen Angriffen schwere Verluste an Menschen und Kriegsmaterial aller Art gehabt, deren Ersatz ihnen überaus große Schwierig­keiten bereitet und in vielen Fällen überhaupt unmöglich ist. In zahlreichen Kämpfen übersteigen die Zahlen der Gefallenen die der Gefangenen um ein Vielfaches, so wurden in den Kämpfen der letzten Tage im Abschnitt von zwei deutschen Infanterie-Divisionen 60 Gefangene gemacht. Auf dem Kampffeld wurden jedoch über 1009 gefallene Sowjetarmisten gezählt. Darüber hinaus er­beuteten oder vernichteten die Truppen dieser beiden Di­visionen mehrere sowjetische Panzerkampfwagen und Ge­schütze, zahlreiche Gewehre, Maschinenpistolen und 30 Lastkraftwagen.

Im nordkarelischen Kampfgebiet griffen Verbände der deutschen Luftwaffe am 29. November mit gutem Er­folg sowjetische Truppenbewegungen und Strecken der Murman - Bahn an. Zwei sowjetische Eisenbahnzüge wurden durch Volltreffer zerstört, zwei weitere Zstge schwer beschädigt. Ein sowjetischer Bahnhof an der Mur- man-Bahn wurde durch Bomhentreffer schwer beschädigt. Die schwere Artillerie des deutschen Heeres setzte am 29. November die Beschießung kriegswichtiger Ziele in Sewastopol fort. Im Stadtbcreich von Sewastopol wurden Vahnhafsanlagen und Kasernen wirksam unter Feuer genommen. Auch in den Werften und Dockanlagen des Hafen von Sewastopol wurden zahlreiche Treffer er­zielt.

Abermals Maffenoerluste der Sowjets

Sowjelluftwaffe verlor vom 22. bis 28. November 28? slusieuge

vodengewinn im kaum von Moskau

wettere vergebliche Niesenopser Stalins vritische Enttäuschung über Nordasrika liält an

Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung

H. K. Berlin, 39. November. Das Kampfseld im werten Bogen um Moskau steht weiter im Zeichen des erfolgreichen deutschen Angriffs. Der OKW.-Bericht teilt mit, datz im Raum von Moskau der Angriff der Infanterie- und Panzerverbände weiter an Boden ge­wann. Londoner und Moskauer Meldungen über die Entwicklung der Kämpfe in dem Hauptoperationsgebiet im Mittelabschnitt, können nicht daran vorbeigehen, zu bestätigen, datz die immer wieder mit stärkster Brutali­tät ins Feuer geworfenen Verteidigungsdivisionen der Sowjets außerstande sind, den vorwuchtend weitergrei­fenden Stößen der deutschen Panzer und der deutschen Infanterie Einhalt zu gebieten. Tag für Tag kehrt da­her die pessimistische Feststellung der feindlichen Berichte wieder,daß die Lage an der Front vor Moskau sich nicht gebessert habe und weiterhin als ernst anzusehen sei".

Außerordentlich stark ist immer wieder das Eingreifen der deutschen Luftwaffe in die bedeutsamen Winter­kämpfe in der Front rund um Moskau, wo die rück­wärtigen Verbindungen des Gegners zerschlagen und herangeführte Reserven schon vor dem Einsatz mitge­nommen werden. Wie der heutige OKW.-Bericht her­vorhebt, war der Einsatz der Kampfflieger besonders stark auch an der Kampffront bei Rostow, wo den So­wjets bei ihren wütend vorgetriebenen Mastenangriffen schwerste Verluste zugefügt worden sind.

Im Südteil der Front versuchen die Sowjets nach wie vor, angetrieben von den englischen Verbündeten, die von ihnen eine energische und verstärkte Verteidi­gung des weiteren Vorfeldes der sogenannten Kaukasus- front forderten, nördlich vom Asowschen Meer und im Donezbecken Boden zu gewinnen. Dabei kommt es der bolschewistischen Führung nicht darauf an, nach uraltem Vorbild zaristisch-russischer Methoden, tief gestaffelte Massenangriffe der Infanterie vorzutreiben, bei denen Welle auf Welle von den Maschinenwaffen der deut­schen Truppen niedergemacht werden. Wie überhaupt

die sture und verzweifelte Angriffsweise der Sowjets sich widerspiegelt in der Tatsache, daß an vielen Teilen der Front die blutigen Verluste die Gefangenenzahlen um ein vielfaches überschreiten. Diese Angriffstatik ist diktiert von der verzweifelten Absicht, sich der Initiative des deutschen Angriffs und seiner Folgen zu entziehen. Diese Versuche bleiben vergeblich; daran ändert auch nichts die Lage bei Rostow, wo die deutsche Führung sich völlig ohne Rücksicht auf irgendwelche Prestige­fragen. einfach mit dem Blick auf die durch die sowjetische Vanden- und Partisanentaktik im Rahmen der Gesamtkämpfe erforderlich gewordenen Gegenmaß­nahmen zur Räumung entschlossen hatte. Wir erinnern in diesem Zusammenhang nur an die Tatsache, daß um­gekehrt die deutschen Truppen zwei Monate in Blick­weite von Kiew gelegen und dort abgewartet haben, bis die aus den strategischen Planungen der Führung heraus notwendigen Operationen einsetzten, die dann zur gleichen Zeit, als der große Kessel östlich von Kiew sich um zahlreiche sowjetische Divisionen schloß, auch diese Stadt in deutsche Hand brachten.

In dem Feldzug in Nordafrika hat die britische Offen­sive in zwölftägiger Schlacht, zu deren Beginn die Bri­ten sofort die größten Siegesmeldungen in alle Welt hinausposaunten, als bisheriges Zwischenergebnis vor allem schwere Verluste mehrerer englischer Panzerbri­gaden, die Hunderte von Panzern und Kraftfahrzeugen verloren, während gleichzeitig die britische Luftwaffe schwere Verluste davontrug, und die englische Flotte, die den Kampf an der Küste unterstützte und weiter in sei­ner jetzigen Form ermöglicht und Landungen von Nach­schub zu schützen hat. Ausfälle erlitt, die die Schlagkraft des Mittelmcergeschwaders nicht unberührt lassen.

Die 8. britische Empire-Armee, die, wie Churchill großspurig zu Beginn der Offensive betonen ließ, in fünf Monaten in ununterbrochenem Strom Panzer, Waffen und Munition erhalten hatte, um die Achsen- strcitkräftc in Nordasrika auszulöschen, hat ihr Ziel in diesen zwölf Tagen nicht zu erreichen vermocht.

Aus Grund der Londoner Betrachtungen stelltNya Daglight Allehanda" fest, datz die Panzerstreitkräste der Achse nach wie vor ein furchtbarer Gegner seien und datz man in London nicht verkenne, datz die Truppen der Achse, wenn sie wollten, jederzeit in der Lage wären, den sogenannten britischen Stahlring im Westen zu durchbrechen. Sie führen aber, wie es in einem anderen englischen Bericht heißt, ihren Hauptschlag gegen die Briten in dem sogenannten Empire-Dreieck Sollum TobrukSidi Omar Fort, nachdem es ihnen durch einen kühnen Panzervorstotz über die ägyptisch« Grenze gelun­gen war,Verwirrung in den rückwärtigen Verbindun­gen der Engländer anzurichten". Jetzt seien diese kühnen Abteilungen wieder mit Rommel vereinigt.

Eine andere englische Nachricht spricht weiter von erbitterten und konfusen Kämpfen", die keinen genauen Ileberblick über die Eesamtlage ermöglichten. All das führen die britischen Zeitungen mehr oder weniger be­troffen an, weil ihnen die Siegesfanfaren der ersten beiden Tage der Offensive auch in Lecs noch in bester Erinnerung sind. Man hat Erwartungen angeregt, die nun nicht erfüllt werden und deren Nichterfüllung ihnen außerordentlich schwerwiegend erscheint, wie ein Artikel des britischen Labour-Theoretikers Lasky in derNew Park Post" aufzuzeigen sich bemüht. Die Libyenoffensive solle den Beweis erbringen, daß England überhaupt noch organisatorische Fähigkeiten besitze, die Erwartungen auf einen späteren Sieg rechtfertigten. Die Regierung dürfe aber diesmal das Volk nicht enttäuschen, indem durch die Offensive überall neue Hoffnungen ausgelöst worden seien. Wenn man die Regierung für Dünkirchen auch nicht verantwo'rtlich mache und wenn Kreta auch mit Schwierigkeiten vergessen werde, so sei doch zu be­fürchten, daß die jetzige Negierung das Schicksal der Lhamberlain-Rcgierung nach Narvik haben würde, wenn dieser Hofinungssunke wieder vernichtet werde.

Angesichts solcher Erwartungen ist es verständlich, daß die Briten trotz aller Verluste und Enttäuschungen (Fortsetzung aus Seit« 9)

Pik-SktL« -SM Hekiekcköst

Von

8^.-6ruppeiiküIirer bliieb Hasse, Vremen

Moltke hat einmal gesagt, das Niederschreiben von Gedanken diene dem Zweck, sie zu klären. Wenn man jedoch die kriegswissenschastliche Literatur unserer heu­tigen Gegner in der Zeit nach dem Weltkriege über- chaut, dann möchte man Moltkes Worte dahin ein­schränken, daß es darauf ankomme, wer etwas nieder­schreibt. Liest man die Aufsätze der französischen und britischen Militärschriftsteller nach, dann steht man mit einiger Verwunderung vor ihren Irrtümern«über das Grundsätzliche eines modernen Krieges. Wie ein roter Faden zieht sich da durch diese Abhandlungen der Grundgedanke von der Ueberlegenheil der Verteidigung über den Angriff. Er fand sichtbarste Gestalt in der Maginotlinie. Stahl und Beton erscheinen für den Fortbestand eines Volkes wichtiger als der Mut des Herzens, sich auf freiem Felde mit dem Gegner zu mes­sen. Auch der französische Generalissimus Eamelin sah in einer den Feind erlahmenden Defensive das Allheil­mittel. Wo aber einmal gegenteilige Ansichten ausge­sprochen wurden, da gingen auch sie in ihrem-Kern den alten Irrweg. So vertrat der heute zu trauriger Be­rühmtheit gelangte General de Gaulle die Notwendig­keit eines offensiven Vorgehens und operativer Bewe­gungen, er wollte sie aber nur mit zahlenmäßig kleinen Stoßarmeen von Berufssoldaten ausgeführt sehen, wäh­rend das bewaffnete Volksaufgebot in der Verteidigung bleiben sollte. Der jetzt verabschiedete General Wey- gand befürwortete einen strategischen Unternehmungs­geist, lehnte sich aber dabei an die Methoden des Mar­schalls Turenne zu Zeiten der Erbfolgekriege an, der aus Festungsräumen seine offensiven Vorstöße ansetzte. Auch Weygand kam also aus dem magischen Zirkel der Veionmauer Maginots nicht heraus.

Betrachtet man sich nun gar die britischenSach­verständigen", die heute in unermüdlichem Tintenkrieg dem Führer einenverpaßten Termin" um den andern nachweisen", dann werden einem diestrategischen Rückzüge" von Namios, Dünkirchen und Griechenland verständlich. Lidell Hart. der militärische Mitarbeiter derTimes", erklärt in seinem StandardwerkDirs vskenes ok Lritain" frei heraus, England könne den Krieg nicht durch eine Offensive gewinnen. Die Mittel­meerstellung mäste im Ernstfälle abgeschrieben werden. Das Weltreich müsse sich auf den Schutz des Mutter­landes beschränken. Dieser Aufgabe entsprächen auch die ausgeprägtenStehereigenschaften" des britischen Soldaten, der von Hause aus kein Angriffssoldat sei. Die einzig wirksame Waffe Großbritanniens bleibe der wirtschaftliche Druck in Verbindung mit der Zeit als Ermattungsmittel. Der berühmte Admiral Monck dachte während der glanzvollen Kriege zu Cromwells Zeiten noch anders:Wer auf dem Meere siegen will, muß immer angreifen." Auch zu Nelsons Zeiten galt dieser Satz noch uneingeschränkt, wovon Abukir und Trafalgar zeugen.

Man kann diese Betrachtung nur mit der Feststellung abschließen, daß alle diese Federstrategen unrecht behal­ten haben. Sie sahen das Leben nicht mehr so, wie es war, sondern im Zerrspiegel eines überlebten Denkens. Deshalb blieben sie blind für die wirklich bewegenden Kräfte unserer Zeit: das politische Erwachen der Völ­ker, die sozialen Umwälzungen und den Fortschritt der Technik. Weil sie dies nicht richtig erkannten, blieb ihnen auch der Blick auf den Grund der Dinge ver­wehrt, der ihnen das Geheimnis dieser geschichtlichen Vorgänge enthüllt hätte: die überragende Bedeutung von Führertum und Volkskraft. Diesen elementaren Erscheinungen gegenüber werden diese neunmalklugen Sachverständigen" zu einem grotesk wirkenden Debat- tierklub ohne Willens- und Gestaltungskraft. Es soll hier gar nicht von der einmaligen Erscheinung unseres Führers gesprochen werden, denn er steht bereits jen­seits jeder zeitgenössischen Kritik. Wir wissen aus sei­nem eigenen Munde, daß er die Gaben seines Genies lieber an die höchsten Aufgaben seiner völkischen Sen­dung setzen würde, anstatt sie jetzt an die Auseinander­setzung mit geistlosen, wenn auch verbrecherischen Stüm­pern vertun zu müssen. Der Kriegsverlauf selbst soll hier nur sprechen.

Der gegenwärtige Krieg ist der zur geschichtlichen Wende gewordene Beweis eines vollendeten Zusammen- spiels von deutscher Führung und Volkskraft. In ihm verwirklichen sich die ewigen Gesetze der Kriegführung in der Meisterung von Raum und Zeit, im Haushalten mit den vorhandenen Streitmitteln bei kühnstem Ein­satz, in der Anwendung neuzeitlicher Technik gemäß den uralten Kriegslehren. Im Osten wird bei Beginn des Krieges in einem gewaltigen Offensivschlag Polen als der nächste Gegner im Rücken der deutschen Volkskraft zu Boden geschmettert, während die Staatskunst in defensiver Weise die dahinterstehende Sowjetmacht aus- manövriert. In dieser kritischen Zeit sichert im Westen der Westwall gegen einen Angriff des Feindes. Doch schon aus dieser Defensivstellung erfolgt zur See der

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Trotz massierter sowjetischer Gegenangriffe gewin­nen die deutschen Truppen vor Moskau ständig an Boden.

Mexiko hat Flottenstützpunkte an die USA. abge­treten.

Die USA. treffen weitere Maßnahmen zur Eva- kuierung ihrer Staatsbürger im Fernen Osten.

Dem Führer sind in Erwiderung seiner Glück­wünsche von den Staatsoberhäuptern der Anti- kominternmiichte Antworttelegramme zugegangen. Reichsorganisationsleiter Dr. Leq übergab Gaulei­ter Dr. Rainer feierlich den Reichsgau Körnten.

45 Bremer Siedler erhielten ihre Sicdlcrhäuser als Eigentum überschrieben.

Im Metropol-Theater fand die feierliche Erstaus­führung des Filmes der NationHeimkehr" statt. Der Bremer Sportverein befestigte seine Spitzen­stellung in der ersten Klasse.

Pommerns Handballmeister schlug Tura überlegen zweistellig.

Der Sportverein Werder siegte über Schwarz-Weiß Esten mit 2:9.