Ausgabe 
(30.11.1941) Nr. 332
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der Nationalsozialisten Bremens

flmlliches verkündungsblau des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

Nr. ZZ2 / 11. Jahrgang

Sonntag, ZO. November 1941

kinzelpreis 1S Nps.

London bangt um Moskau

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Drahtbericht unserer Berliner rchriftleitunA

Berlt«, 28. November. Die aus London und Sa­mara eintreffenden Meldungen vom östlichen Kriegs­schauplatz überstürzen sich. Superlative des Negativen geben sich in jedem Bericht den Radi» London oder die sowjelamtlichen Stellen geben, ein Stelldichein; sie um­reißen eine Situation am zentrale« Frontabschnitt, die durch die ständigen deutschen Erfolg« gekennzeichnet wird. Die Volschewisten erleben in den Kämpfen an der Ostfront jetzt die Auswirkungen ihrer riesige» Ma­terialverluste, die sie im bisherigen Verlauf des Feld­zuges erlitten haben. Der Kampf um Moskau offenbart das Märchen von der Unverfiegbarkeit der sowjetischen Kraftquellen und stellt unwiderleglich klar, daß die vorhergegangenen Bernichtungsschlachten und die Schläge gegen die bolschewistischen Rüstungszentren ent­scheidende Lücken in das bolschewistische Rüstungspoten­tial gerissen haben. Zwar haben die Sowjets in aller Eile Panzer und Geschütze aus ihren Arsenalen im Ural herangeschafft, aber es macht sich doch schon deut­lich eine Verknappung der schweren Waffen bemerkbar. Besonders offenkundig wird diese Tatsache daraus, daß die sowjetischen Kommandeure ihre noch vorhandenen Flugzeuge und schweren Waffen nur geballt an einzel­nen Punkten ansetzen, beispielsweise in den Gegenstößen Sei Rostow und im Donezbogen.

Diese.Opsrationen der Sowjets sollten gleichzeitig auch den Briten demonstrieren, daß der bolschewistische Ver­bündete eins Parallelunternehmung zu der britischen Offensive in Nordafrika starten konnte. 2n London hatte man erhofft, der aufgeregten Stimmungswogen in der britischen Bevölkerung durch Siegesmeldungen aus Nord­afrika, die dann noch mit Meldungen von sowjetischen Erfolgen auffrisiert werden sollten, zu glätten. Der Mut und die Tapferkeit des deutschen Soldaten und die Un- bezwingbarkeit der deutschen Waffen haben diese eitlen britischen Illusionen und Träume zu häßlichen Schaum- blasen Herabsinken lassen, deren dürftige Existenz durch jede Meldung aus dem Osten weiter bedroht wird.

In den Meldungen, die London aus Moskau erhält, heißt es: „Die zahlenmäßige Ueberlegenheit der deutschen Panzer stellt nach wie vor eines der kritischsten Momente in der Schlacht um Moskau dar." Andere Berichte sagen: „Man kann nicht leugnen, daß die offensiven Bewegungen der deutschen Truppen um Moskau größere Fortschritte machen. Eine große Anzahl deutscher Panzerdivisionen ist in den letzten Tagen beträchtlich vorangekommen."

Mlterkreur kür kühnen Kampfflieger

Berlin, 28. November. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Eöring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Leutnant Stadermann, Flugzeugführer in einem Kampfgeschwader.

Kritische Schiffe im Kanal beschaffen

Berlin, 29. November. In den Mittagsstunden des Sonnabend wurden im Kanal britische Schisfszielc festgestellt. Batterien des Heeres eröffneten das Feuer und legten mehrere Salven aus das erkannte Ziel. Die britischen Schiffe entzogen sich der weiteren deutschen Feuerwirkung durch sofortiges Abdrehen in südwestlicher Richtung.

Drei USA.-Truppentransporter in Niederländisch- Guayana eingetroffen. In Paramaribo trafen, wie Associated Preß meldet, drei USA.-Truppentransporter mit Mannschaften und Material für Barackenbau ein.

Vor allem die Lage der Sowjets in der Frontmitte wird von den britischen Militärsachverstänoigen als außerordentlich gefährdet angesehen. Man traut dem bolschewistischen Widerstund keine allzu große Kraft mehr zu. Der Anteil der Luftwaffe, die den rückwär­tigen Verbindungen des Feindes immer erneute Schläge versetzt und dadurch nicht nur das Nachschubwesen, son­dern insgesamt die Widerstandskraft der Sowjets er­heblich trifft, wird in den britischen Meldungen als ein ebenso gefahrbringendes Moment gewürdigt wie die Vorstöße der deutschen Panzertruppen, die immer tiefer in die sowjetischen Stellungen vorstoßen. Die Wunsch­träume, die man in London besonders als Aequivalent zu den historischen, für Britannien äußerst unangeneh­men Tagen in Berlin mit ihrem europäischen Macht­bekenntnis in die Welt setzte, sind zerstoben, Sie sinken noch tiefer durch den letzten Nachtbericht von „Exchange Telegraph", der betont, daß sich die Lage für Moskau noch nicht gebessert habe und weiterhin als ernst an­zusehen sei. London ist höchst unzufrieden mit derarti­gen Meldungen und tadelt die Volschewisten, daß sie nur Berichte „wie üblich lakonisch und ohne Aufschluß" lieferten. Aber was sollen die Volschewisten denn an­ders melden als Mißerfolge! Jetzt, da es sich erweist, wie auch ihr letzter Faktor der Hoffnung, das Winter­wetter, sich als ausgeiprochener Versager erweist?

38». Bremen, 30. November

Ilnloi-o Nenner 2u London hat man Kummer! Schwe- H reu Kummer! Und das mit Recht. Ist

ohne l-hance alles, aber auch alles in dieser

Woche für England quergegangen; und so verheißungs­voll sie begann, so enttäuschend hat sie geendet, Schlag auf schlag Militärischer und politischer Art prasselten auf Zroßbritannien nieder, und daß der politische Hieb noch irger als die militärischen Schläge traf, muß für den heute einen Geburtstag feiernden Churchill und seine Hinter- nänner besonders schmerzlich sein, wo sie sich doch iisher immer noch sehr viel darauf zugute taten, mß Großbritannien, wenn schon auf den Schlacht­feldern, doch keinesfalls auf dem Gebiete der Diplo- natie endgültig geschlagen werden könne. Nun sieht ;s sich auch auf diesem Felde geschlagen. Stark und vernichtend, wobei die weltweite Demonstra­tion in Berlin weder den deutschfeindlichen Mächten in Amerika, noch den englischen Dominions selbst, am wenigsten den Sowjets eine Hoffnung übrig gelassen hat, daß sich jemals wieder wenden könnte, was des Führers Schwert und feine Staatskünst bis zur Stunde an geschichtlichen Werten geschaffen haben. Das neue Europa steht. Und mehr noch, es marschiert. Es ist Nockadefest, nicht bloß militärisch und, wirtschaftlich,

weitere fortschritte im flngriff auf Moskau

vergeltungomaftnakmon wegen völkerrechtswidrigen Verhaltens der Vevölkerung von Nostow

Aus dem Führerhauptquartier, 29. Nov. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Angriff auf Moskau wurden weitere Fortschritte erzielt. Bei Rostow und im Donezbecken erlitt der Feind bei erneuten, unter starker Zusammenfassung und rücksichts­losem Einsatz seiner Kräfte geführten Angriffen schwere Verluste. Die Besatzungstruppe von Rostow räumt be­fehlsgemäß das engere Stadtgebiet, um die erforder­lichen Vergeltungsmaßnahmen gegen die Bevölkerung nunmehr rücksichtslos in die Wege zu leiten, die sich völkerrechtswidrig im Rücken der deutschen Truppen am Kamps beteiligt hat. Vor Leningrad wurden stärkere Ausbruchsversuche des Feindes abgewiesen. — In Nord­afrika stehen die verbündeten Truppen im konzentrischen Angriff gegen starke britische Kräfte, die erneut von Süd­osten auf Tobruk vorgestoßen sind. Deutsche Kampfflug­zeuge bombardierten mit guter Wirkung Eisenbahn­anlagen bei Sidi el Barani. — Vorpostenboote wehrten im Kanal den Angriff einer britischen Schnellbootflot­tille auf ein Geleit erfolgreich ab. Die zum Teil bereits beschädigten seindlichen Boote wurden von deutschen Torpedobooten verfolgt, wobei ein britisches Schnellboot versenkt und zwei weitere im Nahkampf so schwer beschä­digt wurden, daß mit ihrem Verlust zu rechnen ist. Alle deutschen Schisse liefen in ihre Zielhäsen ein."

Der eingenommene Ort Wolokolamsk wurde in den letzten' Wochen in den Nachrichten der Volschewisten und ihrer Bundesgenossen immer wieder als Zentrum des bolschewistischen Widerstandes erwähnt. Jetzt ist auch er in deutscher Hand, und damit ist ein Bollwerk des bolschewistischen Widerstandes zum Einsturz gebracht worden. Daß gerade Wolokolamsk diese militärische Be­deutung bekam, liegt daran, daß sich hier nicht nur wich­tige Straßen schneiden, sondern auch die Bahnstrecke Moskau—Riga durch die Stadt führt. Wirtschaftlich kommt ihr keine Bedeutung zu. Sie hat nur gegen 4000 Einwohner. Es findet sich in Wolokolamsk etwas Baum- woll-, Schuh- und Bekleidungsindustrie. Eine Kathe­drale und eine alte Burg in der Umgebung erinnern än

bessere Zeiten. — Die von den Deutschen besetzte Stadt Klin ist zwar nur ein kleiner Ort von wenigen tau­send Einwohnern, ihm kommt aber im Zusammenhang mit den Kampfhandlungen Bedeutung zu, denn sie liegt ungefähr auf der halben Strecke der großen Straße, die von Moskau nach Kalinin führt und von hier über Now­gorod nach Leningrad weitergeht. Die Entfernung Klins bis zum Stadtzentrum von Moskau beträgt 90 Kilo- meter. 25 Kilometer näher an Moskau liegt der Ort Solnetschnogorski, der schon seit einiger Zeit in deutscher Hand ist. Ungefähr 35 Kilometer weiter in der Richtung nach Kalinin hin dehnt sich das große Stau­becken, das die Volschewisten an der Wolga eingerichtet haben, um aus ihrem größten Fluß Kraftstrom zu ge­winnen. Der Ort weist eine Eisengießerei, eine Ziegelei, Mühlenbetriebe, Erholungsheime, ein Elektrizitätswerk und ähnliche Anlagen auf. — Schließlich wird die Ein­nahme von Balaklawa an der Südecke der Krim so­wohl in Frankreich wie in Großbritannien historische Erinnerungen wecken, denn in der zwischen Berghöhen gelagerten Bucht von Balaklawa, deren Eingang nur 100 Meter breit ist, sand 1854 'während des Krim-Krie- ges die verbündete Flotte der Franzosen und Briten einen geschützten Hafen, und hier wurde auch unter gro­ßen Schwierigkeiten der Nachschub ausgeladen, um un­ter noch größeren Mühseligkeiten über die Höhen hin­weg den Belagerern von Sewastopol zugeleitet zu wer­den. Obwohl Balaklawa auf diese Weise in die Ge­schichte einging, ist es ein« kleine Stadt geblieben, die nur als Bade- und Luftkurort geschätzt wird. Denn an­dere Häfen auf der Krim eignen sich für den modernen Seeverkehr und Verladevertrieb viel besser. Zu den Höhen über Balaklawa, die von mittelalterlichen Rui­nen gekrönt werden, ziehen sich noch alte Mauern und Rundtürme hinauf, die daran erinnern, daß einst die Eenusen sich diesen Hafen zunutze gemacht und deshalb befestigt haben. Die Bolschewiken haben in Balaklawa allerlei Spezialeinrichtungen für ihre Marine und für ihre Luftwaffe unterhalten.

kden wird der Lüge überfükrl

Metkodlsche Zusammenarbeit der Veiten und Sowjets vor Sem 22. Juni vielfach erwiesen — Vas Velgrader Komplott

Trahtbericht unserer Berliner Tchriftleitung

ab. Berlin, 28. November. Reichsanßenminister von Ribbentrop hat in seiner großen Rede vor den euro­päischen Außenministern aus Anlaß des Antikommtern- tresfens in Berlin insbesondere die enge Zusammenarbeit zwischen London und Moskau während des Jahres 1840 dargelegt Aus diesen durch genaue Unterlagen erhär­teten Feststellungen ergab sich zweierlei: 1. Die ständige enge Verbindung, die Churchill über Cripps zu Staun hatte, führte nach dem Zusammenbruch Frankreichs zu der präzisen Zusage der Sowjetunion, an englischer Seite in den Krieg zu treten. 2. Umgekehrt hat Churchill seiner­seits ununterbrochen gedrängt und auf Stalin einge­wirkt, daß er so schnell wie möglich seinen Aufmarsch gegen Deutschland und Europa vollziehe.

Diese Zusage Stalins zusammen mit der Hilfezusage Roosevelts haben Churchills Kriegsverlängerungsabsich­ten Wirklichkeit werden lassen. Heute möchte Churchill diese Erklärungen um keinen Preis eingestehen, beson­ders weil die Erwartungen und Hoffnungen, die er an Stalins Versprechen geknüpft hat, endgültig zu Wasser geworden sind, und das neue Europa unangreifbar da­steht, Er schickte nun Eden in die Arena, um sehr auf­geregt und überhastig zu diesen unwidcrleglichen deut­schen Feststellungen einige Lügen vorbringen zu lassen. Eden hatte die Stirn, jede politische und militärische Zusammenarbeit zwischen Moskau und London vor der Zeit des 22. Juni zu bestreiten. Er wird durch den Schuldigen selbst, für den »r Heugen soll, widerlegt.

Churchill sprach nämlich in seiner Rede am 22. Juni 1941 die Sätze: ^2n der Tat habe ich Stalin vor dem, was kommen wurde, eindeutig gewarnt, wie ich schon früher andere gewarnt habe. Ich kann nur hoffen, daß diese Warnungen nicht unbeachtet bleiben." Daß Chur­chill diese Warnungen nicht etwa am 22. Juni, dem Tag seiner Rede, bei Stalin angebracht hat, dürfte selbst der hartnäckige Lügner Eden nicht behaupten wollen. Eden, der selbst mitverantwortlich ist für die europnseindliche englische Politik, die ihr erstes Fiasko mit dem Sanktionskrieg gegen Italien während des Abessinienkonfliktes erlebte, glaubte schon damals, die absolute und'uneingeschränkte Uebereinstimmung der plutokratisch-englischen und bolschewistischen Kriegspoli­tik bei seiner Moskaureise feststellen zu können.

Die Fortsetzung dieser Eden-Politik stellte dann die Entsendung einer englischen Militärmission nach Moskau im Sommer 1939 dar. Wenn es, damals nicht zu einer Einigung zwischen den Briten und Franzosen und Moskau kam, so liegt das nicht daran, daß die Sowjets unter Stalin, wie wir heute wissen, sich etwa von ihren Ueberfallsabsichten auf Europa abgewandt hatten. Stalin wollte damals nur einen Zeitgewinn.

Die britisch-sowjetische Verbindung ist keinen Augen­blick abgerissen! Die Entsendung des Botschafters Cripps diente dem Ziele, die vorhandenen Fäden neu und fester zu knüpfen. Die Gespräche, die Cripps in Moskau und Maisky mit Eden in London führte, haben wahrlich nicht der Festlegung von Etikettcfragen oder der Unter­haltung über dar Wetter gedient, und er ist wahrhaft

eine Frechheit, daß Eden bestreiten will, zwischen Moskau und London hätten keine Gespräche mehr über politische Probleme stattgefunden. Einwandfrei ist er­wiesen, daß in voller Uebereinstimmung und gleichzeitig die Agenten und Gesandten Roosevelts, Churchills und Stalins inBelgrad die Verschwörerclique ermutigten unlkschließlich zu ihrem Putsch veranlaßten, die Putsch­regierung aber auch dazu brachten, in ihrer deutschfeind­lichen und aggressiven Haltung sich ständig zu steigern.

Der Bostoner Rundfunksender berichtete am 26. 6. 41, daß die englische Mission, die bei Ausbruch des deutsch- sowjetischen Krieges für Moskau bestimmt wurde, be­reits seit zwei Monaten vorbereitet war. Die schwedische Zeitung „Göteborgs Posten".hat darauf hingewiesen, daß in Schweden bekannt war, daß die Er­nennung von Cripps zum Botschafter in Moskau im B st S u st 1 940 der Beginn der engen Zusammenarbeit zwischen England und den Sowjets war, wenn auch nach außen hin dieses Bild von beiden Verhandlungs­partnern verschleiert werden sollte. Insbesondere hat man diesen Versuch einer Tarnung bei dem Rück- slug von Cripps nach London im vergangenen Früh­jahr unternommen und auszustreuen versucht, daß Cripps wahrscheinlich erst nach kurzer Zeit, wenn über­haupt, nach Moskau zurückkehre Tatsächlich waren die Verbindungen zwischen Cripps und der sowjetischen Ge­sandtschaft selbst während des mehrtägigen Aufenthalts in Siockholm außerordentlich rege, und ein sowjeti­scher Politiker hat alles Gerede, daß Tripps in Lon­don bleiben soll«, al» llnsi»» erklärt!

starken Bekenntnis der europäischen Völker im Anti­kominternpakt zur Gesundheit, zur Ordnung und zur europäischen Kultur. Wir Deutschen, die wir den Kommu­nismus nicht nur in feiner Hochburg angegriffen und geschlagen haben, als wir die bolschewistischen Armeen vernichteten, sondern ihm im eigenen Lande früher schon begegneten, ihn bekämpfen und austreiben mußten, lächeln ob der von Gleisnern gestellten Frage: „Wozu noch den Antikominternpakt, wo doch die Komintern in Sowjetrußland geschlagen ist?"

Oegensreikke Wir wissen, und auch jene hinter-

Imvonderabilien hältigen Fragesteller wissen es ^mponlieroouie,» ^ wohl (sie fragen nur, um

harmlose Gemüter und politisch Unerfahrene aus dem Konzept zu bringen), daß die bolschewistischen Kräfte der Zersetzung und Zerstörung, aus dem Judentum kommend und sich zielbewußt gegen die abendländische Kultur, Wirtschaft und die europäische Völkergemeinschaft rich­tend, nicht allein in Moskau wirksam wurden, sondern auch schon in zahlreichen anderen Großstädten der Welt zu einer ungeheuren Gefahr für das gesunde Empfinden der Völker geworden sind. Wenn durch den Antikomin­ternpakt wenigstens jene Völker, die ihm zugehören, vor dieser Gefahr nun sicher sind, dann ist bereits viel für die Welt erreicht, ganz abgesehen von der Vertiefung des Empfindens der Zusammengehörigkeit aller im Anti­kominternpakt vereinigten Staaten, also des Gemein­schaftsempfindens schlechtweg, das mit der betonten Wah- rung sehr vitaler gemeinschaftlicher Interessen das Zu­sammensein im Antikominternpakt ganz von selbst be­wirken mußte. Gemeinsamkeit der Front gegen Bolsche­wismus, Anarchismus und zersetzendes Judentum bedeu­tet schließlich auch gemeinsame Abwehrstellung gegen alles, was diesen finsteren Mächten Vorschub leistet und Eingang gestattet ist das eigene Haus. Und wenn schon dort wo solcher Vorschub geleistet und Eingang dem Bol­schewismus gewährt wird, eines Tages die rote Fahne mit Hammer und Sichel-flattert, nachdem bereits der Juden­stern zum Symbol des Niederganges geworden ist, dann mag es Europa und den außereuropäischen Mächten, die mit uns im Antikominternpakt sich gefunden haben zur Beruhigung dienen, ihre Völker innerlich so gefestigt und vor den Gefahren des Bolschewismus sicher zu wissen, daß kein äußerer Tatbestand sie zu erschüttern vermag. Wer dabei nicht erkennt, daß damit gerade Europa, wie dies der Reichsaußenminister in seiner Rede betonte, auf dem Weg zu seiner Einheit im Gefühl der Zusammen­gehörigkeit einen sehr starken Schritt weiter vorwärts getan hat, der versteht sich schlecht auf die Impondera­bilien der Politik und des geschichtlichen Werdens, die kaum jemals mehr wie hier ihre segensreiche Rolle spielen.

Der große Englands Knmmer ist sehr berechtigt. Und

Versager ^ nicht nur wegen der Unbeirrbarkeit, ' ^ womit das neue Europa sich formiert und der Führer die Neugestaltung der europäischen Verhält­nisse vornimmt. Dies möchte am Ende heute in London als nun einmal unvermeidlich geworden hingenommen werden, wenn jetzt nur nicht auch noch Englands Macht und Ansehen in der übrigen Welt, wenn nicht schließ­lich Englands Lebensader durch Mittelost, nämlich Eng­lands Land- und Seeverbindung nach Indien, auf dem Spiele stünde — auf dem Spiele durch Englands eigene Schuld, durch Churchills Schuld, den das britische Volk immer noch als Ministerpräsidenten geduldig erträgt. Hier liegt der tiefste Grund des britischen Kummers, den auch die bestfrisierte Geburtstagsfeier Churchills nicht auszulöschen vermag. Wenn Churchill die Wahr­heit lieben würde, so wie er sie mißachtet, dann müßte er in des Reichsaußenminister von Ribbentrop unge­schminkter Schilderung seiner Person und der nieder­schmetternden Zukunftsausstchten des von ihm in diesen Krieg getriebenen Englands das wertvollste Geburts­tagsgeschenk erkennen können und daraus die ent­sprechenden Folgerungen ziehen: England hat die Par­tie verloren, und die Hilfe der Vereinigten Staaten wird an dem Siege der Achse und ihrer Verbündeten nichts mehr ändern können. Statt dessen läßt Churchill sich von seinem Klüngel beweihräuchern als der Mann, dem England noch zu Dank verpflichtet und seiner Er­fahrungen wegen schlechtweg als Ministerpräsident für das Empire unentbehrlich geworden sei. Nun wohl, die Erfahrungen Churchills im Weltkriege bei Antwerpen und Eallipoli und im gegenwärtigen Kriege in Nor-

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Die deutschen Operationen vor der sowjetischen Hauptstadt gewinnen ständig Raum.

Nach den Illusionen der letzten Tage herrscht in London schwere Sorge um das Schicksal Moskaus. Ueber den Heldenkampf der Italiener in Eondar werden erschütternde Einzelheiten bekannt.

Die Verhaftungswelle in Syrien dauert auf Grund jüdischer Denunziationen weiter an.

In japanischen amtlichen Kreisen wird die Stabili­sierung der Beziehungen zwischen Japan und Nanking-China nachdrücklichst unterstrichen. Reichsleiter Dr. Ley führte die neuen Gauleiter Dr. Scheel und Dr. Rainer in ihr Amt ein.

Der technische Leiter der Dcschimag. Pros. Dr. Gustav Bauer, begeht morgen seinen 70. Geburtstag.

Am 3. Dezember findet im Lande Bremen wie im übrigen Reichsgebiet eine allgemeine Viehzählung