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parteiamtliche Tageszeitung
Das Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der freien Hansestadt Bremen
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der Nationalsozialisten Bremens
Bmtlidies DcrhünÖungsblatt des Neichsstattifalters in Oldenburg und Bremen
Tlt- 330 / 11. Jahrgang
Jreitag, 28. Navember 1941
Einzelpreis 15 Rpf.
ver führet empfing
die europäischen Staatsmänner
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fjöhepunht der Berliner Kundgebung
Oie well begreift den Sinn vieler tage
8 e r 1 i n, 27. November. Der Führer empfing am Donnerstag in Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen von Ribhentrop die in der Reichshauptstadt - weilenden europäischen Staatsmänner der in der antibolschewistischen Front vereinigten Mächte, den slowakischen Ministerpräsidenten Prof. Tuka, den Königlich-Ungarischen Ministerpräsidenten und Außenminister von Bardossy, den Königlich-Rumänischen Vize-Ministörpräsidenten Mihai Antonescu, den Königlich-Italienischen Außenminister Graf Ciano, den Königlich-Bulgarischen Minister des Aeuße- ren Popoff, den Königlich-Dänischen Außenminister Scavenius, den spanischen Außenminister Serrano Suner, den finnischen Minister für auswärtige Angelegenheiten Witting, den kroatischen Außenminister Lorcovic sowie die Bevollmächtigten der Kaiserlich-Japanischen Regierung, Botschafter Oshima, und der Regierung des Kaiserreiches Mandschukuo, Gesandten Lue-I-Wen.
lelegramme des fufirers
Berlin, 27. November. Der Führer sandte aus Anlatz der Unterzeichnung des Protokolls über die Verlängerung des Abkommens gegen die Kommunistische Internationale und des Beitritts weiterer sieben Staaten an die Staatsoberhäupter der im Antikomintern- pakt vereinigten Mächte sowie an den Duce und den Staatsches Rumäniens Glückwunschtelegramme. Aus dem gleichen Anlatz sandte der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop Glückwunschtelegramme an die Autzenminister van Japan und Mandschukuo sowie an den Minister des Auswärtigen der chinesischen Ratio- nalregicrung.
Der Reichsminister des Auswärtigen empfing im Verlauf der Berliner Zusammenkunft nacheinander die europäischen Staatsmänner der im antibolschewistischen Kampf vereinten Mächte zu einem persönlichen Gedankenaustausch.
Kranzniederlegung am Ehrenmal
Nachdem am Mittwoch die Autzenminister Bulgariens, Dänemarks und Kroatiens zu Ehren der Gefallenen Kränze am Ehrenmal niedergelegt hatten, begaben sich am Donnerstag auch die anläßlich des denkwürdigen Staatsaktes in Berlin weilenden hohen Vertreter von Ungarn, Finnland und Rumänien zum Ehrenmal Unter den Linden.
Zahlreiche Berliner umsäumten di« Gedenkstätte, an der Doppelposten der Wehrmacht Wache hielten, um (Fortsetzung auf Seite 2)
Oer gestrige weftrmachtsbericht
Aus demFührerhauptquartier, 27. November. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im mittleren und nördlichen Abschnitt der Ostfront wurden weitere Fortschritte erzielt. Sowjetische Angriffe bei und nördlich Rostow wurden unter schweren Verlusten des Gegners abgewiesen. Auch an der Einschlietzungsfront bei Leningrad scheiterten mehrere Ausbruchsversuche des Feindes. In einem Nachtgeiecht mit britischen Schnellbooten im Kanal beschädigten Vorpostenboote mehrere feindliche Boote durch Volltreffer. Mit dem Verlust von zwei britischen Schnellbooten ist zu rechnen. Die Luftwaffe bombardierte in der »ergangenen Nacht Hafenanlagen an der englischen Süd- und Westküste. — In Nordasrika dauern die Kämpfe in unverminderter Stärke an. Vor der Küste der Cyrenaika versenkte ein deutsches Unterseeboot einen britischen Zerstörer der „2ervis"-Klasse. Angrisfsversuche der britischen Lustwasse mit schwachen Kräften aus das nordwestdeutsche Küstengebiet blieben wirkungslos. In der Zeit vom 19. bis 28. November verlor die britische Luftwaffe 91 Flugzeuge, davon 88 Flugzeuge im Mittelmeergebiet.und in Nordafrika. In der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Grotz- britannien 29 eigene Flugzeuge verloren."
Die Zerstörer der „Jervis"-Klasse sind in den Jahren 1938'39 erbaut und haben eine Wasserverdrängung von 1690 Tonnen. Bei einer Länge von 106 Meter sind die Zerstörer dieser Klasse mit sechs 12 -Zentimetei-Eeschiitzen sowie vier 4-Zentimeter-Flakgeschützen und acht Maschinengewehren bewaffnet, ferner mit zehn Torpedorohren. Die Besatzung beträgt 183 Mann. Der Verlust eines solchen modernen Zerstörers im Mittelmcer wiegt für die Engländer heute doppelt schwer. Bemerkenswert ist, 'daß, wie schon aus dem Bericht des OKW. vom 26. November hervorging, offenbar deutsche Unterseeboote im Mittelmeer operieren und die Kämpfe m Nordafrika erfolgreich unterstützen.
Bei dem Empfang waren von deutscher Seite anwesend: Der Reichsmarschall des Grotzdeutschen Reiches Hermann Göring, der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop, Grotzckdmiral Rae- der, die Generalseldmarschälle Keitel und Milch, die Reichsminister Dr. Goebbels, Rosenberg und Dr. Lammers, die Reichsleiter Bouhler, Bormann,
Dr. Dietrich, Reichsführer M Himmler, Stabschef der SA. Lutze, Staatsminister Dr. Meißner, außerdem der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes von Weizsäcker, die Unterstaatssekretäre Woermann und Gaus sowie die deutschen Missionschef in den Ländern, die im Antikomintern- pakt zusammengeschlossen sind.
Die sterblichen koste unseres unvergeßlichen Fhegerhelden Obers! Werner Mölders wurden in'der Vorhalle des Rciclislnftfahrtministeriuins leierlich aufgebahrt. Offiziere der Luftwaffe halten am Sarge die Ehrenwache. (Scherl-Bilderdienst-M.)
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neue Gnu leitet in Salzburg und Kärnten
Sauleiter 0r.Nainer-Sal;burg übernimmt Sen Sau Körnten , NeichsstuVentenfübrer 0r.Scheel zum Saulciter von Salzburg ernannt
Berlin, 27. November. Der Führer hat den Gauleiter und.Reichsstatthalter Dr. Friedrich Rainer, Salzburg, zum Gauleiter und Reichsstatthalter des Gaues Kärnten und den Reichsstudentenführer Oberdienstleiter Dr Gustav Adolf Scheel zum Gauleiter und Reichsstatthalter des Gaues Salzburg ernannt. Gleichzeitig hat der Reichsführer tt mit Genehmigung des Führers den stellvertretenden Gauleiter ff-Brigadcführer Franz Kutschera, der an Stelle des verstorbenen Gauleiters Klausner die Geschäfte der Eauleitung Kärnten geführt hat, in die Dienststelle des Reichskommissars für die Festigung des deutschen voltstums berufen.
2m Aufträge des Führers wird Reichsorganisationsleiter Dr Ley am Sonnabends 29. November, in Salzburg und am Sonntag, 30. November, in Klagenfurt die Einführung bzw. Verabschiedung der Gauleiter Dr. Rainer und Dr. Scheel sowie des stellvertretenden Gauleiters Kutschera vornehmen.
Gauleiter Dr. Rainer wurde am 28. Juli 1903 in St. Beit" an der Elan in Kärnren als Sohn eines Bürgerschullehrers geboren. Rach dem Besuch der Volksschule in 2l. Veil "und der Mittelschule in Klagenfurt bezog er die Hochschule in Graz. Während des Studiums war er als Maschinenarbeiter, Sägearbeitei und Bankbeamter beschäftigt. Im November 1926 promovierte er zum Doktor der Rechte und war dann seit Juli 1926 Notariatsanwärter in Erstein, später in Klagenfurt. Gauleiter Dr. Rainer ist verheiratet und hat fünf
Kinder. Bereits während des Kärntener Freiheitskampfes war er in Abwehrformationen zu militärischen Hilfsdiensten eingesetzt. Später war Dr. Rainer im Turn- und Sportleben als aktiver Wettkämpfer und Turnwart tätig. Er war Mitglied der ersten St. Beiter SA. 1923. Später beteiligte er sich führend in der Kärntner Wehrturnbewegung und war maßgeblich an deren Ueberführung in die nationalsozialistische Bewegung beteiligt. Er war einer der Mitgründer der ersten RSDAP.-Ortsgruppe in 2t. Veit an der Elan und ist 1930 in die Partei ausgenommen worden. Seit 1933 wurde er von der Partei zu politischen Sonderausgaben verwandt. Im Januar 1834 übernahm Dr. Rainer Führungsaufgäben in der Kärntner »-Standarte, bis er im August 1934 von Gauleiter Klausner in die Eauleitung Kärnten berufen wurde. Im gleichen Monat wurde Dr Rainer unter der Anklage des Hochverrats verhaftet und zu einem Jahr Polizeistrafe verurteilt, aus der er erst im März 1936 entlassen wurde. Nach seiner Haftentlastung wurde Dr. Rainer in die Landesleitung Ostmark der NSDAP, berufen. Hier leitete er im Aufträge des Landesleiters Klausner den Eesamteinsatz der Partei in den Märztaqen 1938 Rach dem Anschluß der Ostmark an das Reich war Dr. Rainer im Ministerium Klausner' der Leiter der Organisationsabteilung im Stabe Bürckcl Am 22. Mai 1938 wurde Dr. Rainer zum Gauleiter in Salzburg, bei Kricgsbeginn zum Reichsverteidigungskommistar im
Wehrkreis XXII und am 15. März 1940 zum Reichs- stattbalter in Salzburg ernannt. Gauleiter. Dr. Rainer ist »-Gruppenführer, HJ.-Gebielsführer und Mitglied des Deutschen Reichstages.
Gauleiter Gustav Adolf Scheel wurde am 22. November 1907 in Rosenberg (Baden) geboren. Schon früh gehörte er der völkischen Jugendbewegung an. Seit 1929 betätigte er sich aktiv in der Partei. 1980 wurde er nationalsozialistischer Studentenführer, später Eau- studentenführer und Eauamtsleiter der NSDAP, in Baden. Er stand führend im Kamps gegen den Liberalismus und das Judentum an Deutschlands Hochschulen. Sein Studium schloß Dr. Scheel mit dem medizinischen Staatsexamen, er promovierte zum Dr. med. Im November 1936 wurde er zum Reichsstudentenführer und 1837 zum Hauptamtsleiter der NSDAP, ernannt. Er vereinigte sämtliche Einrichtungen des Stu- dententums unter, seiner Führung. So würde ihm neben dem Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund und der Deutschen Studentenschaft auch das Reichs- studentenwerk, das soziale Hilfswerk der deutschen Hoch- und Fachschulen, übertragen. Die vielfältigen Altaka- demikcr-Organisationen vereinte er im RS.-Altherrenbund. Dr. Scheel, der als st-Vrigadcsührer der Echutz- staffel anjzehöri, führte in dieser Eigenschaft zuletzt den »-O5erab>chnitt Alpenland. Er ist Träger des Goldenen Ehrenzeichens der NSDAP, und Mitglied des Deutschen Reichstage». j
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dr. w. sch. Berlin, 27. November. Die Menschenmenge, die sich am Donnersiagmitiaa au! dem Wllh-Imsplatz vor dem großen Einsahrtsportal in den Ehrenhof der Neuen Reichskanzlei orängie, um der Auffahrt der vielen europäischen und fernöstlichen Staatsmänner beizuwohnen, verspürte bewußt und unbewußt jedesmal, wenn die Klänge des Präsentiermarsches nach außen drangen, den Atem der Weligeschichte. Manch einer mag sich die Frage gestellt haben, welche Bedeutung wohl in späteren Jahrhunderten und schon nach Jahrzehnten die Geschichtsschreibung diesem Tage beimessen wird. Der Mann, der vor noch nicht neun Jabren das Schicksal eines durch das Versailler Diktat amputierten und der inneren Anarchie nahegeführten Staates in einem durch die Jrrstnnspoliiik der Feinde und
wirtschaftlich aufgelösten Erdteil übernahm, empfing an diesem Tage auf dem bereits zum größlen Teil zuruck- gelegten Wege zum Gipfelpunkt einer fast märchenhaften Siegeslaufbahn, als der Führer der kraftvoll erneuerten, siegesgestählten und mächtigsten Nation der Alten Well, die Staatsmänner Europas, die sich um ihn als ihren Befreier und als den Wegweiser in eine neue glücklichere Zukunst des geeinten Kontinents scharen. Diese einzigartige Demonstration mit einem politischen Inhalt, dessen Ausmaß heute nur zu erahnen ist, stellte den Höhepunkt dieser welthistorischen Znsammen- kunfl in der Reichshaupistadt dar.
Den Sinn dieser Tage hat die Weltöffentlichkeit nach der großen Rede Ribbentrops schon ganz begriffen. Es handelte sich nicht nur um einen Staatsakt, bei dem sich um Deutschland zwölf weitere Staaten versammelten, um ein Dokument von rein ideologischer Prägung zu unterzeichnen, es wurden vielmehr von einer durch unsere wunderbaren Waffenerfolge geschaffenen und ge» sicherten unzerstörbaren Grundlage aus die Richtlinien aufgezeigt, nach denen sich ein verjüngtes und vereintes Europa künftig^ orientieren wird, um all seine äußeren und inneren Reichtümer mit der Zielsetzung eines in jeder Hinsicht gesteigerten Lebens zu entfalten und ans- zuwerten, gleichzeitig aber auch, um allen zerstörenden und zersetzenden Kräften und allen äußeren Feinden dieser fruchtbaren Einheit und Gemeinschaft die Stirn zu bieten.
An Hand des vorliegenden Echos der Ribbentrop- rede ist festzustellen, daß übereinstimmend bei den Verbündeten, den Freunden, den Neutralen und den Gegnern einen besonders starken Eindruck die Feststellung des Reichsaußenministers gemacht hat, daß Europa in Kürze auf dem Boden der absoluten Blockadefestigkeit, für die wir nach der Besetzung der weiten Räume im Osten alle natürlichen und organisatorischen Voraussetzungen errungen und in Händen haben, so an die Gestaltung der Arbeit gehen können, als ob Frieden wäre. „Europa könnte ohne Gefahr für seine Existenz einen dreißiajährigen Krieg fübren" Diesen Satz heben die spanischen Zeitungen in gleicher Weise wie die schwedischen Blätter in Balkenüberschriften heraus^ und er steht ebenso im Mittelpunkt einer offiziösen Stcfani-Betrachtung, Er wird auch nirgendwo als ernst zu nehmendes Schreckgespenst, sondern als die Feststellung der gründlich untermauerten Tatsache empfunden, daß Europa unangreifbar für jeden äußeren Feind auf jede Zeitdauer sein reiches Eigenleben entfalten und führen kann, während es gleichzeitig aus seiner überlegenen strategischen Position heraus jeden Angriffsversuch zehnfach zu vergelten und aus die Dauer die Entwicklung immer mehr zu beschleunigen vermag, in der England Position auf Position verlieren muß und in der das Empire zur sicheren Auflösung und Vernichtung verurteilt ist. Die fünf Thesen des Reichsaußeninlni- sters, in denen er die Sicherheil Europas und das unabwendbare Schicksal für England begründet, werden in fast allen Berichten der Weltpresse besonders herausgehoben und in den Kommentaren stark unterstrichen, „Popolo di Roma" stellt die Frage, wie lange England noch einen Weg
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Unser Tagesspiegel
3m Höhepunkt des Berliner Staatsmännertrcffcns wurden die Vertreter der Antikominternmächte einzeln vom Führer empfangen.
Die Briten erlitten an allen Kampfabschnitten in Nordafrika schwere Verluste.
An der Ostfront verlaufen die deutschen Angriffsoperationen nach wie vor erfolgreich.
Südamerikanische Staaten haben ein Abkommen gegen illegale Judeneinwanderung getroffen.
Der Führer hat der chilenischen Regierung zum Ableben des Präsidenten von Chile sein Beileid ausgesprochen.
Dr. Rainer und Dr. Scheel wurden zu Gauleitern von Kärnten bzw. Salzburg ernannt.
Die NS.-Kemeinschaft „Kraft durch Freude" konnte am gestrigen Tage auf eine 8jähriqe Kulturarbeit zuruckblicken.
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Fiir den Urlaubsverkehr im Winter 1941/42 nun -ine entscheidende Regelung getroffen.