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Monaisbezug E.2L8 etaschl. Zu- stellgetühr. Postbezugspreis monatl. 2^0 Mt leiaschl. 27^ ^ Post- zeltungsgebühr) zuzügl. 42 Bestellgeld. Bezugspreis Ist Im voraus zahlbar. Postscheck: Hamburg 172 72. Eine Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreise«. Verlag: ND.-Gauvetkog Weser- Em« GmbH., Bremen, Teeren 6 8. Fernspr. 54121, Nachlr. u. Sonnig. 511IZ. Vprech z.: Verlag: weiktl. 12—13 Uhr; Schriftleitung: Dienstag und Freitag 12'/»—13'/, Uhr.
Werner Mim
parteiamtliche Tageszeitung
Has Amtsblatt des legierenden lürgermeisters der freien Hansestadt lremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmiliches verkündungsblatt des Neichsstattlslllters in Oldenburg und vremen
7lr. Z24 /II. Jahrgang
Sonnabend, 22. November 1941
kinzeloreis 15 Nps.
Ver Sinn der kntscheidung im listen
sünf Monate dstfeldz ug
deutsche Soldaten schlugen den volschewismus vernichtend — Sewaltige Leistungen und stolze krfolgsziffern unserer Wehrmacht
Von Peter dem Sroßen bis Stalin
kin großangelegter geschichtlicher Vortrag Pros. Vr. Schiißlers, verlin, über den ruljischen Imperialismus und seinen Zusammenbruch
Berlin, 21. November. Die fünf Monate Ostfeldzug, öle am 22. November zu Ende gehen, schließen mit einer stolzen Bilanz für die deutsche Wehrmacht ab. 1788 ggg Quadratkilometer wurden im Osten besetzt, 75 Millionen von den insgesamt 186 Millionen Bewohnern des gesamten Rußlands wohnen in diesen besetzten Erbieten. Die sowjetische Wehrmacht verlor bis zünden am 28. November vorliegenden Meldungen 3 782 688 Gefangene, 388 sowjetische Divisionen wurden zerschlagen und gingen mit ihrer Kampfkraft den Bolschewisteu verloren. Die Sowjets haben mit einem Eefamtaussall von über 8 Millionen Soldaten zu rechnen. Die Rüstung dieser Millionenmassen wurde entweder vernichtet oder geriet als Beute in deutsche Hand. Mehr als 22 8VV Panzerkampfwagen, 27 452 Geschütze, 15 877 Flugzeuge wurden zerstört oder erbeutet. Die sowjetische Kriegs- und Handelsflotte in der Ostsee und im Schwarzen Meer wurde, dezimiert. 47 Kriegsschiffe wurden versenkt, 54 Kriegsschiffe schwer beschädigt. 118 Handelsschiffe mit einer Tonnage von 385 858 BRT. und 88 weitere Handelsschiffe, deren
Vorbild heroischer kinsahfreudigkeit
Berlin, 21. November. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Borschlag des Oberbefehlshabers der .Luftwaffe, Reichsmarschall Görina, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberstleutnant Köhler, Kommandeur einer Aufklärungsgruppe.
iMlekkreuMSger haupimann von werra gefallen
Berl'kn, 21. November. Im Kampf um die Freiheit des deutschen Volkes fand Hanptmann von Werra als Jagdflieger den Heldentod. Mit ihm verliert die Luftwaffe einen ihrer tapfersten und einsatzfreudigsten Offiziere, dessen kühnes Draufgängertum unvergessen bleibt.
Hauptmann von Werra hat durch die Tat bewiesen, daß er in jeder Lage ein vorbildlicher Soldat u-:d unerschrockener Kämpfer war. Zwei mißglückte Fluchtversuche aus Gefangenenlagern in England konnten den damaligen jungen Oberleutnant nicht entmutigen. Mit unbeirrbarer Zuversicht verfolgte er seine Pläne,- bis es ihm im Januar dieses Jahres auf kanadischem Boden glückte, seine Freiheit wiederzuerlangen. Nach fast übermenschlichen körperlichen Anstrengungen gelang dem jungen Offizier das Wagnis. Auch den Weg in die Heimat fand von Werra trotz mannigfacher Schwierig? keiten. Wieder auf deutschem Boden und im Kreise feiner Kameraden, hatte von Werra, inzwischen zum Hauptmann befördert, nur den einen Wunsch: von neuem als Jagdflieger an der Front eingesetzt zu werden. Als Kommandeur einer Jagdgruppe führte er seinen Verband bis zu seinem Heldentod von Erfolg zu Erfolg und erhöhte die Zahl seiner Luftsiege auf 21. Haupimann von Werra erhielt das Ritterkreuz für beispielhafte Tapferkeit. Er wird besonders der dsutichen Jugend stets ein Vorbild für soldatischen Mut und beispielhaften Kampfgeist sein.
Tonnage nicht gemeldet wurde, wurden versenkt, 122 Handelsschiffe wurden schwer beschädigt. Dazu kommt der ungeheure Verlust an Lokomotiven, Eisenbahnzügen, Munitionszügen, Tankziigen und sonstigen Transportmitteln, wie z. V. mindestens 17 888 Lastkraftwagen.
Von solchen Verlusten kann sich keine Armee der Welt mehr erholen, auch die bolschewistische nicht, zumal da die Sowjetunion mit dem Verlust von 1,7 Milk. Quadratkilometer ihres Landes ihrer Industrie verlor. Die ganze Größe der gewaltigen Leistung der deutschen Wehrmacht während der fünf Monate des OsK' feldzuges wird sich in Zukunft zeigen, denn auch der schärfste Widersacher des deutschen Kampfes gegen den Bolschewismus wird erkennen und zugehen müßen, daß der Bolschewismus während dieser fünf Monat« von deutschen Soldaten geschlagen worden ist.
(Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung)
är. rv. seli. Verlin, 21. November. In seiner letzten Rede, am Vorabend des 8. November, sprach der Führer vom Kampf Europas gegen den erneuerten Uebersall der Hunnen auf das Abendland und gegen den wiedererstandenen Dschingis Khan. In dieser Feststellung ist der Kern des weltgeschichtlichen Kampfes getroffen, dessen Ursprung schon bald zwei Jahrtausende zurückliegt. Kurz nach Beginn der Zeitenwende begannen wilde barbarische Horden aus den Wustensteppen des innersten Asiens ihre Eroberungszüge gegen die Kulturvölker an den Rändern des eurasischen Kontinents. Die Hunnen wie die Tataren fanden angesichts der Menscheniibersiille im Fernen Osten keinen Ausweg für ihren Bernich- tungsdrang und wandten sich dann nach Westen, um sengend und brennend das Abendland zu überfallen. Stets führte der Weg über die weiten Gebiete des russischen
Vettere fortschritte im Vonez-Vogen
Zwei feindliche Handelsschiffe von Schnellbooten versenkt — See deutsch-ltalienlsche Segenangriff in Nordasrika im fortschreiten
Aus dem F ü h r e r h a n p t qn a r ti e r, 21. Nov. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Bei den Kämpfen im Donez-Vogen und im mittleren Abschnitt der Ostfront wurden weitere Fortschritte erzielt. Bor Leningrad brachen Ausbruchsversuche des Feindes im deutschen Abwehrfeuer zusammen.
Vor der britischen Küste griffen Schnellboote in der Nacht zum 28. November einen stark gesicherten Geleit- zug an und versenkten zwei feindliche Handelsschiffe — darunter einen Tanker — mit zusammen 3888 BRT., zwei weitere Dampfer wurden torpediert und wahrscheinlich versenkt. Bei einem erneuten Nachtangriss kam es zum Nahkamps mit britischen Bewuchern und Schnellbooten. Hierbei wurde ein deutsches Schnellboot durch Zusammenstoß schwer beschädigt. Mitten im Kampf wurde es von anderen Schnellbooten in Schlepp genommen, mußte aber auf der Rückfährt aufgegeben und versenkt werden. Nach erfolgreicher Abwehr eines feindlichen Luftangriffes in den Morgenstunden kehrten alle übrigen Schnellboote in ihren Stützpunkt zurück. Kampfflugzeuge, die zu bewaffneter Aufklärung eingesetzt waren, beschädigten bei Tage im Seegebiet um England ein britisches Vorpostenboot durch Bombentreffer.
In Nordafrika schreitet der Eegenangriss der deutschitalienischen Truppen fort. Deutsche Zerstörer- und Sturzkampfflugzeuge zersprengten britische Panzer- und Kraftfahrzeugansammlungen an der libysch-ägyptischen Grenze. Bei Marsa Matruk wurden militärische Anlagen mit guter Wirkung bombardiert. Der Feind verlor in Luftkämpsen vier Flugzeuge. — In der Zeit vom 12. bis 18. November verlor die britische Luftwaffe 43 Flugzeuge. Während der gleichen Zeit gingen im Kamps gegen Großbritannien sechs eigene Flugzeuge verloren."
Verlin, 21. November. Bei den Kampfhandlungen im Osten stieß eine deutsche Infanteriedivision durch
ein bolschewistisches Bunkersqstem hindurch und erledigte im Angriff allein am 28. November über 188 Bunker. Im gleichen Frontabschnitt nahmen die Infanteristen einer anderen Division am selben Tage mehrere Ortschaften, die zum Teil von sowjetischen Panzern zäh verteidigt wurden. Dabei wurden zehn Panzer vernichtet. Bei weiteren Kampfhandlungen wehrten deutsche Panzer am Vormittag des 28. November mehrere von Osten und Südosten geführt« Feindangrifse in Bataillonsstärke ab. Gegen 12 Uhr traten dann die deutschen Panzer beiderseits einer wichtigen Hauptstraße zum «eiteren Angriff an. Nach harten Kämpfen gegen die gut eingebauten Sowjets, die durch Panzer und Artillerie sowie durch zahlreiche Granatwerfer verstärkt waren, gelang der Einbruch in die bolschewistischen Feldstellungen. Sie wurden durchstoßen und eine in die Verteidigungsanlagen eingezogene Ortschaft, die als Stützpunkt gut ausgebaut war, im Angriff genommen.
Die erfolgreichen Angriffsoperaiionen des deutschen Heeres im Osten sind an vielen Stellen wesentlich erleichtert worden durch die Leistungen der fliegenden Transportverbände der deutschen Luftwaffe. Die deutschen Lufttransportstaffeln bringen in ununterbrochenen Tag- und Nachtflügen Munition, Kraftstoff, Waffen, Geräte und Verpflegung.
Eine Spende Francos für die Blaue Division. Der spanische Staatschef General Franco hat für die in der Sowjetunion kämpfende Blaue Division eine persönliche Spende im Gesamtwert von rund 800 088 Peseten gegeben. Der ruhmreiche Verteidiger des Alcazar General Moscardo wird sich in Kürze nach Deutschland begeben und anschließend die Blaue Division an der sowjetischen Front besuchen, um die Verteilung der Weih- nachisspende des Laudillo persönlich zu leiten.
Der sichrer beim Staatsakt für krnst Übet
Ves NeiHsmarschalls flbschiedsworle — „Unsere Luftwaffe wird die beste der Welt bleiben" — Verletzung
des sliegertzelden neben dem Srabe Nichttzosens
Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung
rä. Berlin, 21. November. Die sterblichen Ueber- reste des verewigten Eeneralluftzeugmeisters der deutschen Luftwaffe, Generaloberst Udet, wurden am tirer- tagmittag auf dem Berliner Jnvalidenfriedhos zur letzten Ruhe gebettet. Zuvor fand im Ehrensaal des Reichs- luftfahrtministeriums der Staatsakt für den Verstorbenen statt, an dem der Führer selbst den tapferen Soldaten und großen Flieger verabschiedete, dem neben dem Reichsmarschall das größte Verdienst um die Neuschaffung der deutschen Luftwaffe zukommt. Hermann Eormg sprach seinem Kameraden herzliche, tiefbewegte Ab- iedsworte. Er beschwor noch einmal das Bild des enschen Udet und ließ in seinen Worten die Leistung des Verblichenen hell erstrahlen. Daß die deutsche Lust- wasse, die er erbauen hals, auch weiterhin die beste der Welt bleiben und sich bemühen wird, seinem Beispiel sich würdig zu erweisen, — mit diesem Be-iprechen trennte er sich von seinem liebsten und besten Kameraden, hinter dessen Sarg er anschließend zum Jnoaliden- friedhof schritt. Dort erfolgte in feierlicher Weife neben dem Grabe Richthofens die Beisetzung des Eeneralluftzeugmeisters Udet, der seine Liebe zur Fliegerei und seinen Kampf um die Freiheit des deutschen Volkes mit dem Tode besiegelte.
Im Ehrensaal des Reichsluftfahrtministeriums ist zwischen lauter Kränzen und blühenden Blumen der Sarg Ernst Udets aufgebahrt, als sich die großen, schmiedeeisernen Tore des monumentalen Baues zum Staaisakt öffnen. Die Reichskriegsflagge, für die er lebte und starb, fällt in losen Falten über den schlichten Sarg. der die sterblichen Ueberreste des Verewigten enthält. Offiziere der Luftwaffe halten die Ehrenwache. Bier hohe Pylonen, auf deren schwarzer Tuchverkleidung silbrig die Umrisse des Eisernen Kreuzes erscheinen, flankieren den Sarg. Opferschalen heben sie empor, aus denen hell züngelnde Flammen emporlodern.
Empor zu dem mächtig seine Fittiche spreizenden Hoheitsadler, der die Stirnwand des edlen, klarlinigen Raumes einnimmt. Unruhige Schatten werfen sie an die elfenbeinfarbenen, von mächtigen Pfeilern gestützten Wände und hüllen den Saal in ein geheimnisvolles, matt schimmerndes Dunkel.
Schweigend erwartet die Trauerversammlung den Beginn des Siaatsakies. Groß ist das Gefolge, das dem großen Flieger Ernst Udet das letzte Geleit gibt. Die Generalität der Luftwaffe ist zur Stelle. Heer und Marine haben hohe Offiziere als ihre Vertreter entsandt. Die Reichsminister und Reichsleiter sind erschienen, mit ihnen die Botschafter und Gesandten der in Berlin vertretenen Nationen, die Militärattaches der befreundeten Mächte, sie alle sind erfüllt von der Achtung vor dem Werke des Verstorbenen, vor seiner menschlichen Geradheit und fliegerischen und organisatorischen Tüchtigkeit. Die Mutter Ernst Udets. neben ihr Frau Emmy Gering und die nächsten Anverwandten, haben auf den Stühlen Platz genommen, die sich um den Sarg des teuren Toten zu einem Halbkreis zusammenschließen.
Kurze, knappe Kommandos fallen von der Straße her in die ehrfurchtsvolle Stille, die den Raum erfüllt. Zusammen mit dem Reichsmarschall schreitet der Führer die Front des Ehrenbataillons ab. Ein Bataillon Flieger, eine motorisierte Flakbatterie und das Musikkorps des Regiments „General Eöring" bilden die blaugraue, wie aus Erz gegossene Front, die vor ihrem Führer und Obersten Befehlshaber und seinem Reichsmarschall präsentiert. Am Portal des Reichsluftfahrtministeriums erwarten dann Eencralseldmarschall Milch und der Ches des Zentralamtes, General der Flieger von Witzendors, die Ankommenden, die sich nach der Meldung durch General Heinking durch die unter Kränzen fast versunkene Ehrenhallc in den Fcierraum begeben, von der Trauer- versammlung schweigend mit erhobener Rechte» empfan
gen. Sie begrüßen die Mutter und die Angehörigen ihres treuen Freundes und guten Kameraden, ehren die Manen des Verblichenen.
Acht Ritterkreuzträger der Luftwaffe, angeführt von Major Ealland und Major Lützow, haben inzwischen die Ehrenwache zu feiten des Sarges übernommen. Als Abgesandte der gesamten deutschen Luftwaffe stehen sie da, dem Mann die letzte Ehrung zu erweisen, der ihnen die Waffen gab, die sie heute von Sieg zu Sieg führen, und als seine Kameraden zugleich, die den Kampf zu Ende führen, dessen ruhmvolles Ende zu erleben ihm nicht mehr vorbehalten war. Vom Schein der unruhig lodernden Flammen überflackert haben sich daneben die Fahnen der deutschen Luftwaffe aufgebaut, und auf schwarzem Kiffen halten die Adjutanten des Verblichenen die Orden und Ehrenzeichen, die schon zu seinen Lebzeiten seine einzigartige Leistung würdigten.
Musik hebt an, feierlich getragene Rhythmen, dumpfer Trommelwirbel, dunkler Streicherton, in den volltönend die Bläser einfallen. In mächtigen Akkorden durchfluten die Klänge aus Richard Wagners „Götterdämmerung" den Raum. Dann tritt der Reichsmarschall vor. Er hebt den Marschallstab, verharrt eine Weile schweigend vor dem Sarg. der birgt, was an 'einem besten Kameraden sterblich war. Halb zu ihm hingewandt spricht er dann die Abschiedsworte:
„Jetzt müssen wir Abschied nehmen. Unfaßbar ist uns der Gedanke, daß du, mein lieber Udet, nicht mehr unter nns weilst. Noch lönnen wir es nicht verstehen, denn gerade deine Art war so kraftvoll, so belebend und so fröhlich, und du warst uns ein so guter Kamerad, daß jeder einzelne von uns sich dir auf das innigste verbunden fühlte. Deine Verdienste zu rühmen, ist nicht mein« Aufgabe; denn durch deine Tat bist du unsterblich geworden. Du wirst immer zu Deutschlands größten Helden zählen.
(Fortsetzung aus Seite 8)
Raumes, wo vor allem die Tataren für fast drei Jahrhunderte lang im Wolgagebiet ein mächtiges Reich gegründet hatten, von dem aus sie schließlich auch die geistig-politische Wesensart des Moskowitertums durchtränkten und vergifteten. Dieser Ursprung des russischen Imperialismus hat jetzt in der Vermählung der jüdisch-marxistisch-weltrevolutionären Idee mit dem ursprünglich innerasiatischen barbarischen Eroberungsund Vernichtungsdrang eine letzte Steigerung erfahren. Von den Hunnen, die das Reich der Ostgoten zerschlugen, über Dschingis Khan und die „goldene Horde" der Tataren, weiter schließlich über Peter den Großen bis endlich zu Stalin führt eine gerade Linie. Diese geschichtliche Tatsache wurde in einem Sonderoortrag unterstrichen, mit dem das Deutsche Auslandswiffenschastliche Institut in Berlin die Reihe seiner Winterveranstaltungen eröffnete. Der Ordinarius der Berliner Universität, Professor Dr. Wilhelm Schiißler, sprach über das Thema „Von Peter dem Großen zu Stalin" und zeigte mit zwingender wissenschaftlicher Gründlichkeit, die mit manchen Mißverständnissen, Vorurteilen und falschen Vorstellungen aufräumte, wie vor allem in den letzten zweieinhalb Jahrhunderten das Schicksal Europas mit dem ungeheuerlichen Alpdruck beschattet gewesen ist, der von einem unersättlichen europafremde» und europa- feindlichen Eroberungs- und Herrschaftsdrang des moskowitischen Reiches ausging.
Pros. Schiißler führte u. a. aus: Wer einmal an der livländischen Aar, nicht weit von'Riga, die Ruinen der stolzen Ordensburgen Segewold, Eremon und Treiben gesehen hat, der weiß, daß damals — es war im Jahre 1568, und der Deutsche Reichstag hatte den Hilferuf der ältesten deutschen Kolonie Livland überhört — die deutschen Ordensritter sich selbst in die Luft sprengten, um dem furchtbaren Schicksal zu entgehen, das die Gefangenen des Zaren Iwan des Schrecklichen in Moskau erwartete.
Die Russenflut brandete im 16. Jahrhundert über die Ostseeländer, diese deutschen Kulturgebiete, hinweg. Damals wurde der Ordensstaat zwischen Polen und Schweden geteilt. Zwar konnte dann nach einem siegreichen Kriege Gustav Adolf 1617 triumphierend ausrufen: Er habe dem Moskowiter -einen Graben gezogen, über den er nicht so leicht hinüberspringen könne; aber das dauerte nur ein Jahrhundert. Als die Russen im Nordischen Kriege mit Schweden das alte deutsche Ordensland wieder durchzogen, da konnte der russische Fsld- marschall Scheremtjeff dem Zaren die berühmte Meldung erstatten: In Livland ist nichts mehr zu verwüsten! Und das Ende war dann, daß Peter der Große, indem er den Schweden und Polen die Ostseeorovinzen seinem Lande das berühmte Fenster nach Europa öffnete und dann die sogenannte Europäisierung seines Reiches vornehmen konnte.
Was sind nun die geschichtlichen Tatsachen, abgesehen von der Lage an der Rückseite zweier Kontinenre. Europas und Asiens, die dieses Land bestimmt und gemacht haben?
1. Daß es seine Kirche und seine Kultur nicht vom eigentlichen Abendland, weder von Rom noch von den Germanen, empfing, sondern von Byzanz, von dem griechisch-orthodoxen Kaisertum in Konstantinopel.
2. Daß es seit der Mitte des 13. Jahrhunderts in die Hände der Tataren, der „Goldenen Horde" fiel. Dafür wurde es für fast 308 Jahre vom übrigen Abendlande abgeschnitten und fast vergessen und mußte von Europa erst wieder entdeckt werden.
3. Daß damit die Seele der Völker die'es Raumes und ihr Staat vergiftet wurden, denn die unbedingt« Gewalt über Leben und Tod, welche die Khane der Goldenen Horde besaßen, zwang zu knechtischer Unterwürfigkeit und Schlauheit.
4. Daß nach dem Vorbild sowohl von Byzanz wie der Tataren die Vollgewalt des Herrschers über alle Untertanen in die Hände des Großfürsten von Moskau
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Der Führer nahm an der feierlichen Beisetzung des Flicgerhelden Ernst Udet teil; der Reichsmarschall richtete herzliche Abschiedsworte an seinen Kameraden; die Beisetzung erfolgte neben dem Grab Richthofens.
Vor dem Deutschen Auslandswissenschaftlichen Institut kennzeichnete Pros. Schiißler in einem großangelegten Vortrag die zaristische und bolschewistische Drohung gegen Europa.
Im Donez-Bogen erzielten unsere Truppen weitere Erfolge.
Der deutsch-italienische Gegenangriff in Nordafrika ist im Fortschreiten.
Deutsche Schnellboote versenkten zwei feindliche Handelsschiffe.
Im Berliner Sportpalast fand eine Kundgebung ausländischer Kriegseinsatzarbeiter statt.
Die „Moor-SA." gewann bis August 1841 durch ihre Kultimerungsarbcjt 18 288 Morgen neues Ackerland.
Im Gau Weser-Ems wurde die Fett-Erzeugung 1348 im Vergleich zu 1338 um 13,4 v. H. gesteigert.
Das Haus Tritonia wurde als Bremer Einrichtung für alle Seefahrer dem Verein „Seefahrtsdank" unterstellt.
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