Ausgabe 
(15.11.1941) Nr. 317
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ES bei Edgars

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Klubs an und hvollsten Kreisen^^t Schilderung . Blalhwyie. °'S«> uzen Klubs", sag,. n. reet ist ein Gerjch.A rn Angelegenheit^^ höher sind als ihr/F staubten Räumen,.^ sich einbilden, das?N Ausgaben ins M'

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der Nationalsozialisten Vremens

flmlliches verkündungsblalt des Neichsstattstalters in Oldenburg und vremen

Nr. Z17 / 11. Jahrgang

Sonnabend, 1S. November 1941

kin;eivreis 15 Npf.

was hindert churchill am flotteneinsatz?

England will den Sowjets seine verteidigungspoMik nicht opfern

Erklärung tosowskg/Lilwinow

Trahtbericht unserer Berliner Schriftlcitung

d. Berlin, 14. November. Neben dem großen Rummel rund um die Aufhebung des Neutralitäts­gesetzes mit all seinen dramatischen Nebenerscheinungen sind zwei Dinge in -en Vordergrund der öffentlichen Meinung in den Vereinigten Staaten gerückt: Erstens die Meldung derNewyork Times" aus Samara, nach der Litwinow und Losowsky als Vertreter der Sowjet­union leugneten, daß irgendwelche Initiative von sowjetischer Seite zu Friedensverhandlungen mit Finn­land ergriffen worden sei und behaupteten, daß die Sowjetunion erst durch die ausländischen Nachrichten davon Kenntnis erhalten hätten, zweitens die durch die Aussprache im britischen Unterhaus erneut gestellte Frage, was England hindere, zu der von Stalin ver­langten aktiven Sowjethilse durch militärischen Einsatz zu schreiten.

Man fragt sich in Washington, wie in allen anderen Großstädten der Vereinigten Staaten, ob Großbritannien tatsächlich nicht in der Lage ist, durch eine Offensivaktion im Westen Moskau Entlastung zu bringen, oder ob Chur­chill und sein Kriegs- und Floiienminister aus der tra­ditionellen Vorstellung handeln, daß die britische Flotte auf keinen Fall aufs Spiel gesetzt werden dürfe und Groß­britannien alle militärische Kraft zur Abwehr der von Churchill wieder zitiertendeutschen Invasion" zusam- menhält. Man erklärt in Washington, daß im Kabinett Churchill die militärische Verieidigungspoliiik von allen Ministern befürwortet werde. Lediglich Beaverbrook und Beuln sollten bereit sein, dem Druck der Linken auf Er­richtung einer zweiten Front gegen die Deutschen nach­zugeben, um der wachsenden Opposition gegen das Ka­binett Churchill den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Da die amerikanischen und britischen Erpressungen gegenüber Finnland in engem Zusammenhang mit etwaigen geplanten Hilfsmaßnahmen der Plutokratien für die Sowjetunion stehen, werden beide Fragen-

krbitterte kämpfe vor Londar

Rom, 14. November. Der italienische Wehrmacht­bericht vom Freitag hat folgenden Wortlaut:Das

Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: In Nord­afrika Tätigkeit unserer vorgeschobenen Abteilungen an der Front von Tobruk. In den kürzlichen lokalen Kämpfen wurden außer den dem Feind zugefügten Verlusten zahlreiche Waffen erbeutet. In Ostafrika sind an den Fronten einiger Abschnitte von Eondar er­bitterte Kämpfe im Gange. Die deutsche Luftwaffe bombardierte Ziele von Tobruk. An der Front von Sollum wurden zwei feindliche Flugzeuge abgeschossen: zwei weitere stürzten brennend ab. Eins von ihnen wurde von der Vodenabwehr von Vengasi während eines Einflnges getroffen, der einige Verluste unter der mohammedanischen Bevölkerung verursachte, das andere wurde im Kampf mit einem unserer Aufklä­rungsflugzeuge über Eiarabub abgeschossen. Ein fünftes britisches Flugzeug, das von unserer Abwehr an der Küste der Marmarica zur Landung gezwungen wurde, ist mit der aus drei Offizieren und drei Unteroffizieren bestehenden Besatzung unbeschädigt in unsere Hände gefallen."

Die Tapferkeitsmedaille wurde der Standarte des 38. Torpedoflugzeugverbandes für ihren siegreichen Ein­satz gegen den englischen Eeleitzug vom 27. September verliehen, bei dem der Verband 34 Besatzungsmitglieder, darunter seinen Berbandskommandanten und drei Ciasfelkommandanten, verlor.

komplexe auch in der finnischen Presse mit größter Auf­merksamkeit verfolgt. Die Erklärungen Litwinows und Losowskns werden als ein neuer Beweis dafür ge­weitet, daß in der Lügenhaftigkeit der Sowjetunion keine Aenderung eingetreten fei. Man weiß aber auch die USA.-Manöver während desNervenkrieges" gegen

Finnland zu werten und die Zeitungen betonen, daß gerade diese sensationelle Erklärung über die nicht- vorhandene sowjetische Initiative zu Friedensverhand­lungen den Wert oder bester gesagt den Unwert der von Cordell Hüll verfaßten Drohnote an Finnland unter­streiche.

Deutsche kuppen

Vomdenansriffe auf die flüchtenden

Aus dem Führerhanptquartier, 14. No­vember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt:Auf der Krim stehe» unsere Truppen dicht vor Kertsch. Stadt und Hafen liegen unter dem beobachteten Feuer deutscher Artillerie. Die Luftwaffe setzte Küsten­batterien bei Sewastopol durch Vombenvolltreffer außer Gefecht, zerstörte wichtige militärische Anlagen im Hafen und beschädigte zwei größere Frachter. Weitere Luftangriffe richteten sich gegen die aus Kertsch flüch­tenden Truppen. Kampfflugzeuge versenkten hierbei zwei Transporter mit zusammen 5588 BRT. Auch an den übrigen Abschnitten der Ostfront wurden örtliche Kampserfolge erzielt.

Im Seegebiet um England beschädigten Kampfflug­zeuge, die zu bewaffneter Aufklärung eingesetzt waren, südlich Lowestoft ein größeres Handelsschiff und bom­bardierten mit guter Wirkung Wersten sowie Versor- gungsbetriebe des Hafens Falmoüth. In Nordafrika zerschlugen deutsche Sturzkampfflugzeuge britische Vuü- kerstellungen bei Tobruk. Einzelne feindliche Flugzeuge warfen im östlichen Reichsgebiet eine geringe Zahl von

dicht vor Kertsch

kasenanlagen in Sewastopol zerstört

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Sprengbomben.. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste an Toten und Verletzten."

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FaImou.th liegt.an der Südwestküste Englands in-der äußersten Spitze von Cornwall.' Der Hafen ist als Verschiffungshafen für Truppen sowie für die Auf­nahme leichterer Seestrertkräfte sehr geeignet und kommt jetzt als Sammelplatz sür Geleitzüge und sonstige Seebewegungen in Betracht. Im Jahre 1937 haben rund 1200 Schiffe Falmoüth im Ueberseeverkehr ange­laufen. Schon im Frieden war die Stadt von einer Reihe militärischer Anlagen umgeben.

KL.N. im Osten. Selmell ,i »,1 Soc-Ii ziivoi-Iüssix müssen ckei- vorstüi-meiiüen Truppe llrüeken nebaut nei-,Ieii. !ll,t llamniLeräte» nerilen in kurzer Xrit die Ilriirkenpkvilei- in äie IN-ck« xetrivken »i »1 balä stellt ancll > 1 >e?e Ilriiekv üein Varmarsell zur Verkügnng. kiläbsrieliter Otm. Hsnsmsnn (Seil)

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Wie sranklin V. Noosevelt sein Volk betrog

flbstrmmungsttieater im Neprüsentantenkaus , Das Zerrbild der USfl.-Vemokratie , Konspiration im latzre sgzg

Trahtbericht unserer Berliner Tchristlcitung

är. v. seli. Berlin, 14. November. Das IlSA.- Repräsentantenhaus hob am Donnerstag ^ie Bestim­mung des Neutralitätsgesetzes, die den USA.-sch>ssen das Anlaufen von Kriegszonen verbietet, mit 212 zu 134 Stimmen aus. Die deutsche Lesfentlichkeit kann durch das Ergebnis der Abstimmung, durch die das Neutralitätsgesetz praktisch gegenstandslos gemacht wird, nicht mehr im geringsten überrascht oder beeindruckt werden. Wir sind uns längst im klaren über bis brutale Hemmungslosigkeit des Diktators im Weißen Hause, der keinerlei Einschränkungen in der demokratischen Ver­fassung sür sich anerkennt und kein Mittel der morali­schen und materiellen Vergewaltigung scheut, um zu seinem Ziele zu gelangen. Was uns aber doch in Er­staunen setzt, das ist. daß Noosevelt und seine Kumpane mit allen ihren Kniffen und wüsten Anstrengungen die sichtbare und unzweideutige Osfenbarung der Tatsache nicht zu verschleiern vermochte, daß eine große Mehrheit des amerikanischen Volkes unbedingt und entschieden gegen ihren Kriegskurs eingestellt ist. Das nämlich wird durch das zahlenmäßige Ergebnis der Abstimmung im Repräsentantenhaus und durch die dramatischen Ereig­nisse, die ihr vorangingen, ganz unanfechtbar unter Be­weis gestellt.

Was sich in diesen Tagen und bis in die letzten Stunden des Donnerstag auf dem Capital in Washing­ton zugetragen hat, das sollte auch sür das USA.-Volk zu einem furchtbaren und zutiefst erschreckenden An­schauungsunterricht darüber werdenwie sich in der angeblich freiesten Demokratie der Welt" mGottes eigenem Land" die politische Willcnsbildung gegenüber den entscheidenden Schicksalsproblemen des Landes voll­zieht. Für ein Gesetz, das doch wirklich die Frage nach

Krieg und Frieden haarscharf streift, begnügt sich Roose- velt mit dem formalen Ergebnis, das zwar eine Mehr­heit der abgegebenen Stimmen, nicht aber die Mehrheit der gewühlten Volksvertreter sich für ihn ausspricht. Das USA.-Abgeordnetenhaus zählt 435 Mitglieder. Es haben aber nur 212 Abgeordnete sür die Abänderung des Neutraliiätsgesetzes gestimmt, während die absolute Mehrheit aller Abgeordneten 218 beträgt. 194 Stimmen haben sich trotz der Druck- und Erpressungs- Manöver, die in den letzten Stunden alles bisher Da­gewesene in den Schatten stellten, dagegen ausge­sprochen, daß 'künftig USA.-Handelsschifse Häfen der kriegführenden Länder, praktisch nur englische Häfen, anlaufen dürfest!

Am Tage vor der Abstimmung hieß es, daß auch im Kreise der Abgeordneten, die bisher wacker zur Regie­rung gehalten hatten, eine Revolte bedrohlichen Aus­maßes ausgebrochen sei. Selbst zahlreiche Demokraten, vor allem aus dem Süden, bekamen es mit der Angst zu tun und wollten das Wagnis nicht auf sich nehmen, gegen den Willen ihrer Wähler zu stimmen. Der Sprecher des Hauses mußte zu Noosevelt laufen, um ihn um Rat zu fragen, wie die Revolte unterdrückt werden könnte. Fie­berhaft spielten Telefon und Telegraf, damit der letzte Roosevelt-Anhänger rechtzeitig an die Abstimmungsurne geschleift würde. Die schwankenden Gemüter wurden un­ter höchsten Druck gesetzt. Es wurden ihnen Richter- und Postdirektorenstellen für den Fall versprochen, daß sie mit Ja stimmen oder sich wenigstens der Stimme enthalten würden. Um das äußerste zu tun, schickten Noosevelt und Hüll Briefe an den Sprecher des Repräsentantenhauses, Noosevelt wollte die noch schwankenden Abgeordneten mit der Beschuldigung unter moralischen Druck setzen, daß sie durch ihre Ablehnung England, China und die Sowjetunion entmutigen und die Achsenmächte erfreuen

würden. Der Staatssekretär Hüll arbeitete wieder mit dem Argument, daß die Neinsager die Anerkennung der Notwendigkeiten sür die amerikanische Verteidigung gegen Angreisernationen verweigern würden. Eine Kruppe von Abgeordneten ließ sich die Gelegenheit auch nicht entgehen, um ihrerseits politische Schacher- geschäfte zu machen. Sie ließ sich von der Regierung rein innenpolitische Versprechungen geben, um dafür die Ja-Stimmen für das Neutralitätsgesetz zu verkaufen. Wenn unter diesen Umständen nur das denkbar schlech­teste Zahlenergebnis für Roosevelts Kriegspolitik heraus­gekommen ist, diejenigen, die sich der Stimme enthal­ten haben, dürfen ja ohne weiteres zu den Gegnern ge­rechnet werden so sehen wir uns einem Zerrbild der Demokratie gegenüber, wie man es sich abschreckender überhaupt nicht vorstellen kann.

Nicht das Volk in seiner Mehrheit und auch nicht eine Führung, die das volle Vertrauen des Volkes genießt, entscheidet heute in USA. über die schwersten Schicksalsfragen des Landes und über seine Zukunft, sondern das Volk mutz ohnmächtig zusehen, wie es von einer kleinen Clique haßerfüllter Hetzer und prosit- füchtiger Plutokraten betrogen und vergewaltigt wird.

Zu diesem Programm der Vergewaltigung Hai sich jetzt das eine propagandistische Instrument Roosevelts, der interventionistischeFight for Freedom"-Ausschuß zynisch in aller Oefsentlichkeit bekannt. Als ihm das Fachblatt der Verleger wegen seiner kriegshetzerischen Inserate eben den Vorwurs der seelischen Vergewal­tigung machte, erwiderte der Ausschuß allen Ernstes, das sei genau das, was der Ausschuß wolle. Er proklamierte dieses Recht der Vergewaltigung als in den Begriff der Pressefreiheit eingeschlossen.

(Fortsetzung auf k-eiti g)

Von

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Zweifel an der Wirksamkeit der englischen Luft­angriffe auf Deutschland sind schon seit längerem in England sehr rege. Das Londoner Luftfahrtministerium hat zur Gegenwirkung vor kurzem einen Film fertig­stellen lasten, dem in diesen Tagen besondere Aktualität zukommt. Er heißt:Ziel heute nacht!" Er wurde unter weitgehendem Verzicht auf jede sensationelle Publikumsättraktion aufgezogen, fast wie ein Kultur­film . . . man könnte ihn beinahe ernst nehmen, zumal er laut Vorwort des englischen Luftsahrtministeriums durchweg von Personen gespielt wird, die in Wirklich­keit gleiche Funktionen innehaben sollen. Das englische Bomberkommando, das für die Ausführung verant­wortlich zeichnet, hat sich hier offenbar selbst ein Denk, mal setzen wollen. Der Film wirkt freilich so sehr als Gegenteil, daß er besonders im Licht der jüngsten Vor­gänge geradezu einen weiteren Beweis dafür darstellt, wie minimale Aussichten die Engländer haben, auf diese Weise jemals etwas zu erreichen.

Ein Flugzeug streicht über Baumwipfel und läßt etwas fallen, was sich aber nicht als Bombe, sondern als Fallschirm mit einem kleinen Paket herausstellt, denn die Wipfel sind englisch und das Paket enthält die photographische Beute eines Aufklärungsflugzeuges (wie sie zustande gekommen sein sollen, wird nicht ge­zeigt). Die Handlung beginnt ganz logisch in der Photo-Abteilung des Oberkommandos der Bomber- waffe, in dessen tief unterirdisch gelegenem Bunker irgendwo in England". Die Photos werden entwickelt, und ein jüdisch aussehender Offizier entdeckt, daß sie beim Vergleich interessante Veränderungen an einem sorgfältig aufgenommenen Platz Südwestdeutschlands gegenüber früheren Photos ausweisen! Neue Bahn­anlagen mit zahlreichen Tankwagen im Walde, versteckt, zwei riesige Lelbehälter . . . Die Deutschen scheinen noch nicht gerade Mangel an Brennstoff zu leiden! Ein paar Telefongespräche, und das Photo wandert zur Operationsabteilung mit ihren riesigen Landkarten und Tabellen, vor das auf Leitern eifrig Büropersonal hantiert. Es wird beschlossen,Freihausen", so soll der Platz des verdächtigen Oelreichtums heißen, noch in der gleichen Nacht anzugreifen. Man sieht, wie der Eindruck erweckt werden soll, daß die englische Luft­waffe sehr wichtig! wirklich nur militärische oder kriegswirtschaftlich wichtige Ziele angreift, nie Groß­städte oder Zivilbevölkerung...

Der Schauplatz wechselt zur Zwischenkommandostelle und springt schließlich auf den Einsatzflnghafen einer VombernbteMng Wer, deren Chef die Frage bejaht, ob er eine ausreichende Zahl von Flugzeugen aktions- fähig habe, um nun seinerseits die Ausführung in die Hand zu nehmen. Das fliegende Personal versammelt sich. Im Raum für Flieger laut dem Vorwort also samt und sondersecht"! treten durchaus nicht solche Heldentypen auf, wie sie sonst in den britischen Film- spielen figurieren. Die meisten sind klein, sehr jung, dunkelhaarig, anscheinend ziemlich bunt zusammenge­würfelt. Immerhin durchweg Engländer, während In Wirklichkeit bekanntlich vorwiegend Neuseeländer oder angeworbene Ausländer gegen Deutschland geschickt werden. Der Adjutant erläutert in kurzer Form Auf­gabe und Ziel. Wenn die englischen Flieger niemals nach besseren Instruktionen und genauerem Material vorgehen, braucht man sich über ihre schlechten Erfolge nicht zu wundern.

Der BomberFreddie", den wir bei seiner Reise nach Deutschland verfolgen, ist eine zweimotorige Maschine; die Engländer haben also keine ihrer großen IlSN,- Maschinen vorgeführt. Die fünfköpsige Besatzung richtet sich an ihren Apparaten ein. Die anderen Flugzeugs sind schon unterwegs insgesamt acht oder neun, also nicht jentz ungezählte»! Hunderte, von Venen die Eng­länder neuerdings regelmäßig phantasieren, wenn sie entsprechend hohe Verluste gehabt haben. Der Start­leiter des Vomberhorstes gibt jedes Mal von der kleinen Glaskuppel über dem unterirdischen Kommando- stand aus, in der sein Kopf wie in einer erleuchteten Käseglocke sitzt, das Startkommando. Sie brausen nach Süden, Deutschland entgegen.

Ueber den Wolken sieht man den Bomber dahin­stürmen, wie ein dicker, brummender Armbrustbolzen. Die Orientierung bereitet Schwierigkeiten. Immerhin, dem Bomber glückt es, durch ein Wolkenloch angeb­lich Karlsruhe zu erkennen. Die Stadt der guten Brauereien", meint einer der Besatzung . . . Sonst geht es durchweg schweigsam und unheroi'sch zu an Bord. Nur als der Kurs auf das Ziel genommen wird, an­geblich mit Hilfe eines im Mondschein erkennbaren Ka­nals, verkündet der Flugzeugführer:Na endlich, Frei­hau,en! Bald wird es nur noch Ruinenhausen heißen'" Nach gleicher Methode haben die Engländer ja auch Hamburg schon so und so oft für pulverisiert erklärt. . .

Da setzt die deutsche Flak ein. Oho. Im Gegensatz zu den englischen Kommuniques scheint sie doch recht tüchtig zu sein? Sie macht den Engländern in ihrem Bomber schwer zu schaffen. Vorübergehend verläßt der

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Deutsche Truppen befinden sich dicht vor Kertsch;

Hafenanlagen in Sewastopol wurden zerstört.

Flüchtlinge berichten über das Chaos in der Sowjethauptstadt.

Stalin ließ in der Finnlandfrage eine zynische Erklärung abgeben.

Vor Eondar sind erbitterte Kämpfe im Gange.

Nicht einmal die Hälfte der Abgeordneten des Repräsentantenhauses trat für Roosevelts Kriegs­politik ein, wie die Abstimmung über die Aenderung des Neuiraliiätsgesctzes. bei der eine knappe Mehr­heit erzielt wurde, ergab.

Ab 1. Dezember muß bei Eheschließung ein Ehe- »nbcdenkljchkeitszcugnls von jedem Verlobten bei­gebracht werden.

Auch in diesem Winter wird die vorbeugende Viiamin-O-Aktion für Säuglinge und Mütter durchgeführt.