Ausgabe 
(11.11.1941) Nr. 313
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

AnzeIg en - Trnndpreisr:

'n vrenien

»nimmt Ostn^-Man»- B«m°n und -i«'

°s wird von d,r

rrr; »ps «-«LZZr

2kj>wimmen

>s« und Hambuia !,, .

brück °statts°u!«t°°^^

Hamburg Mgsnübe ° k

n wird. Bremen !Z 7 Schwimmer Hanken ^ Uch auch Nobel. O?n^ zur Versüguug. D ,"L ersten MannscheK ch verstärkt werden >°nn die Schwimmertz Westfalen au?. Die ° Niederlage nicht °h«

leichskriegerbundks

ibrt?E baL'LA

d°S. Rund IM W mg des Kreis,chieL S. Da über 880g ^rfte ein na«W„ der Front zu verzeichn» nunmehr die Sieger ^ die wertvollen 8hm 'gesamt standen 88 M. Srcnvreis der Gaukrie-,"! e weitere Ehrenvreise. jh '!Emann und von Kamm, nchskricgerfiihrer Kamerii n seinen Dank und A Teilnahme und das :st, dah das Schiehe« m! ^besonders in letzter U habe. In diese« Z«L gültige Organisation,

>, die Sei Kamerad Ne be. Die -Preisträger s,- Srüg, Feld- u. Fuh-Ui !: 4. Ohlendorf. Bl,

8. Votzhall, Gröpeling rch, Feld- u. Kuharii lg, Garde; 11. Wltt, N> erzielte» 18 Kamerai Ringe.

rg Tliedersachsens

r beiden spielstärksten int Berlin-Brandenburg c, Niedersachsen mit ZN.' cliner wurden größteiL Gedränge bekamen sie» irm in der Gasse gut zii ichluß gelang beim Stack Zerliner Mannschaft tmt ^ Flügel-Dreivisrtel Ribk noch ein Versuch, aber k >t gefährdet worden.

i Verven

;iegsrenntage haben eim nmen und brachten de : 1S4S wurden drei Ren»' a ist auf den S. Mai W 1 den 5, Juli und c. Der Plan „Ferien i» >ll nach dem Kriege weite aen der Bestrebungen de ie Reitersache eintzegliedeit bedanke bort freudig ant

Leivzig, MV

luswahlma» Schwimmer»' — es »am dswettkamotn ourden iedeü münzen, W Start gef»°> >renvreises i« P. vor EU»

am 1k. D

Klasse

rivc.

ers cheint 7mal wöchentlich

MovalSbezug E 2LV eiaschi. Zu­stellgebühr. PostbezugSpieiS monall. 2,30 E (einschl. 27^ ^ Post- zellungSgebühr) zuzügl. 42 ^ Be­stellgeld. Bezugspreis ist im voraus zahlbar. Postscheck: Hamburg 17272. Eine Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch aus Rückzahlung de« Bezug-preise«. Verlag: ND.-Eauver<ag Weser- Em« GmbH., Bremen, Eeerea S/S. Fernspr. 54121, Nach», n. Sonntg. 51115. Lprech z.: Verlag: werkrl. 12—13 Uhr? Schriftlelkung: Diens­tag und Freitag 12'/,—13'/, Uhr.

vremerMima

parteiamtlrciie Tageszeitung

Das Amtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Zreien kjansestadt vremen

Die 1 ouw hohe uad 22 cow breite Zeile im Anzeigenteil 13 0A4. Die 78 mw> breite und 1 mw hohe Zelle lm Tertteil 75 Ermüß. Gruudpr. (für Klein- u. Familienauz. u. a. sowie sonstige Beding. Preisliste 8 Nachlaßstafsel 0. GeschüftSstellen: Bremen: Geeren S/8, Ruf 5 41 21; Nachtruf und sonntags 51115; Obernstr. 86, Ruf 5 4121; Syke: Mühlendamm 2; Br.-Hemelingen: Bahnbosstr. 6. Ecke Poststr.. Ruf 4 34 58; Br.-Degesock: Nobrstr. 24, Ruf 4 u. 8; Br.-Blumenkhal: Kpk.» Dallmann-Etr. 41/43, Ruf 88 u. 89

der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches verkündungsblatk des Neichsstatthalters in Oldenburg und vremen

Nr. Z1Z /II. Zalirgang

Dienstag, 11. November 1941

kinzeioreis 15 Npf.

Neuer Schandfleck britischer beschichte

deutsche viplomatenberichte aus Iran und Island

Eine Erinnerung an den 11. November 1918

Ungelzeuerllches Verhallen der Seilen und Sowjets gegen Vertreter des Seiches

Von

Oeirerslleutusut von Tisscllovlte

Selbstsrauenundkindermißhanbelt!

Berlin, 1V. November. Vor der deutschen und «usländischen Presse in Berlin gaben der ehemalige deutsche Gesandte in Teheran, Eitel, und der ehemalige deutsche Generalkonsul in Reykjavik, Pros. Eerlach, «inen Bericht über das völkerrechtswidrige und gegen die Gesetze der Menschlichkeit oerstotzende Verhalten der Briten und Sowjets gegenüber diplomatischen Vertre­ter» des Reichs «nd gegenüber der deutschen Kolonie im Iran ab.

Der erschütternde Erlebnisbericht, den Gesandter Eitel den Vertretern der Presse gab, war eine, ein­zige Anklage gegen die ungeheuerliche Schuld der briti­schen Regierungan dem Schicksal anständiger und tüch­tiger deutscher Männer und Frauen, deren loyales Ver­halten gegenüber ihrem Gastland von der iranischen Regierung mehr als einmal ausdrücklich als vorbild­lich bezeichnet worden war.

Bei allen Maßnahmen gegen die deutsche Kolonie, so stellte Gesandter Eitel eingangs fest, war die britische Regierung die treibende Kraft. Dem Sowjetbotschaster Smirnosf, der sich ganz den Weisungen des britischen Gesandten fügte, wurde immer dann der Vortritt ge­lassen, wenn die Durchführung gewisser Mahnahmen dem „guten Ruf" Englands abträglich sein konnten.

Hinter der iranischen Regierung standen in engster Verbundenheit der britische Plutokrat und der sowjeti­sche Bolschewist, um immer dann die schußbereite Waffe der Repressalir und her Drohung zu erheben, wenn die Regierung in Teherün aus natürlichem Rechtsempfin­den und Anstandsgefühl sich weigern wollte, Zwischen­träger für Forderungen zu sein, die ebenso ehrlos wie feige waren. Gesandter Eitel schilderte, wie die Eng­länder im Kamps gegen die deutsche Kolonie und mit dem Ziel, die Jnternierung aller Deutschen zu erreichen, ihre aus den Kolonialkriegen wohlbekannten Methoden miteiner Brutalität und Rücksichts­losigkeit ohnegleichen anwandten. Von der Drohung mit dem Einmarsch sowjetischer Truppen nach Teheran und dem wiederholten Ueberfliegen des Ge­sandtschaftsgeländes durch sowjetische Bomber bis zu er­zwungenen terroristischen Polizeimahnahmen war den verbündeten Engländern und Sowjets kein Mittel zu feige, niederträchtig und schmutzig in dem Versuch, die Deutschen auf die Knie zu zwingen. Schließlich wurde die iranische Regierung zu einer im Leben zweier be­freundeter Völker bislang noch nicht dagewesenen Aktion veranlagt: das Gelände der deutschen Gesandtschaft in Schimran wurde von den Truppen der Garnison Te­heran mit aufgepflanztem Seitengewehr dicht umstellt. Gleichzeitig wurden Maschinengewehre kriegsmägig ge­tarnt in Stellung gebracht.

„Für alle Zeiten", so fuhr Gesandter Ettel fort, „wird die Tatsache, dqh die britische Regierung nicht nur ihre Zustimmung gab, sondern die Veranlagung dafür war und Beihilfe dazu leistete, daß reichsdeutsche Männer den Bolschewisten ausgeliefert wurden, ein Schandfleck in der britischen Geschichte bleiben. Eine abgrundtiefe Kluft zwischen ehrloser Handlungsweise der Briten und soldatischer Haltung der deutschen Männer tat sich auf,

fllsierl an von Mbbentrop zum S. November

Berlin, 1g. November. Der italienische Botschafter Dino Alfieri sandte am 9. November, dem Jahrestag der Vlutopfer der nationalsozialistischen Bewegung, dem Reichsminister des Auswärtigen, von Ribbentrop, ein Telegramm, in dem er seiner Bewunderung für das bahnbrechende revolutionäre Werk des Führers und seiner unerschütterlichen Zuversicht in den Endsieg der nationalsozialistischen und faschistischen Revolution Ausdruck verlieh.

zwischen dem niederträchtigen und erpresserischen Vor­gehen der Engländer nämlich, das in der auf acht Stunden befristeten ultimativen Forderung nach Aus­lieferung der Wehrpflichtigen gipfelte und der vor­bildlich männlichen nationalsozialistischen Haltung jener Männer, die mit einem Sieg-Heil auf den Führer und den Liedern der Nation im Augenblick ihrer Jnter­nierung noch einmal ein Treuegelöbnis für Führer und Reich ablegten.

Das spätere Schicksal von Frauen und Kindern der deutschen Kolonie ist eine weitere schreiende An­klage gegen den Bruch jenes von den Engländern feierlich gegebenen Wortes, mit dem sie das freie Geleit von 487 Frauen, Kindern «nd Gesandtschafts- mitglicdern garantiert hatten.

Mehr als 1090 Kilometer weglasen Geländes führte die Leidensfahrt der Deutschen zur türkischen Grenze. Beim ersten Aufenthalt in Karwin wurde die Kolonie von der Gesandtschaft getrennt, der Fahrer des Ge­sandten von den Bolschewisten verhaftet und ver­schleppt, die Gesandtschaft selbst in den Hof des Polizei­gefängnisses gebracht? Auf der zweiten Station in Sendjan wurden die Mitglieder der Gesandtschaft in

einem leerstehenden Haus, dessen Besitzer von den Bol­schewiken liquidiert worden war, 30 Stunden lang ohne Essen und Trinken festgehalten, während die Kolonie bereits 15 Stunden vorher die Weiterreise nach Täbris angetreten hatte.

In Täbris, wo Gesandtschaft und Kolonie wieder zusammentrafen, erfolgte in glühender Hitze die Unter­bringung auf dem baumlosen Platz des Kasernenhofs eines Reiterregiments. Rings um den Hof waren Maschinengewehre in Stellung gebracht. Nachts be­leuchteten Scheinwerfer grell den Platz. Die letzte Nacht, fünf Tage nach der Ankunft in Täbris, muhte von Frauen und Kindern auf freiem Feld zugebracht wer­den. Vier Kilometer vor der türkischen Grenze schließ­lich haben sich jene Szenen abgespielt, über die die Weltöffentlichkeit bereits unterrichtet ist. Der bul­garische und der ungarische Geschäftsträger und das Personal der deutschen Gesandtschaft wurden gewalt­sam entfernt. Frauen und Kinder systematisch in der schamlosesten Weise ausgeplündert, Wickelkindern wur­den die Windeln abgenommen. Kolonie und Gesandt­schaft verloren ihr gesamtes Gepäck. So sah in Wirk- lFmtsetzung aus Seite S)

Verkehrsknotenpunkt lichwin genommen

Ueberrasktiungserfolg im Nordabschnitt der 0ftlront — Ueber 20000 Sefangene und große Kriegsbeute — Sesamigefangonenralzl auf Z 6)2000 Mann erhöht

Aus dem Führerhauptquartier, 10. No­vember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt:

„Aus der Krim wurden ostwärts Sewastopol und west­lich Kertsch zäh Widerstand leistende feindliche Nach­huten weiter zurückgedrängt. Wuchtige Luftangrisse rich­teten sich bet Tag und Nacht gegen Sewastopol. In Oel- tanks und Lagerhäusern entstanden große Brände. Im Hafen der Seefestung wurden ein sowjetischer Kreuzer und ein großes Handelsschiff durch Bombentrefser schwer beschädigt. Zwischen Donez und Wolga und im Raume um Moskau vernichtete die Luftwaffe eine große Zahl von Transportzügen der Sowjets. Stärkere Kamps- sliegerverbiinde belegten Moskau mit Spreng- und Brandbomben. Im Zuge der zwischen Jlmen- und Ladsga- See über den Wolchow hinweggeführten Operationen nahmen — wie durch Sondermeldung bekanntgegeben — Infanterie- und Panzerverbände in der Nacht zum 9. November durch überraschenden Angriff den wichtigen Verkehrsknotenpunkt Tichwin. Zahlreiche Gefangene und große Beute wurden hierbei eingebracht. Der Stab der IV. sowjetischen Armee entging der Gefangennahme nur unter Zurücklassung seiner Kraftwagen und wichti­ger militärischer Schriftstücke. In den Kämpfen an die­sem Frontabschnitt wurden seit dem 18. Oktober rund 20 000 Gefangene eingebracht sowie 96 Panzerkamps­wagen, 179 Geschütze, ein Panzerzug und zahlreiches sonstiges Kriegsmaterial erbeutet. Etwa 6090 Minen wurden aufgenommen. Die G e s a m t z a h l der im Ost- feldzug eingebrachten sowjetischen Kriegsgefangenen hat sich nunmehr aus 3 632 660 Mann erhöht.

Vor der schottischen Ostlüste versenkte die Luftwaffe in der Nacht zum 10. November einen Frachter von 2000 BRT. Ein weiteres Handelsschiff wurde durch Bomben­wurf beschädigt. Sturzkampfslugzeuge bombardierten an der englischen Südostkiiste das Hasengebiet von Margate. Ausgehreitete Brände und starke Explosionen ließen den Ersolg des Angriffes erkennen. In Nordafrika griffen deutsche Kampsfliegerverbände mit guter Wirkung bri­tische Stützpunkte bei Marsa Matruk und Bunkeranlagen Lei Tobruk an.

Der Feind warf in der letzten Nacht mit schwächeren Kräften Bomben auf einige Orte in Nordwestdeutsch­

land, vor allem aus Wohnviertel in Hamburg. Die Zi­vilbevölkerung hatte Verluste an Toten und Verletzten. Zwei britische Bomber wurden abgeschossen. Oberleutnant Lent errang seinen 20. Nachtjagdsieg." »

Tichwin, das vom deutschen Heer besetzt wurde, ist an und für sich nur ein« Kleinstadt mit 12 000 Ein­wohnern an der Eisenbahnlinie Leningrad—Wologda; aber als Mittelpunkt der wichtigsten sowjetischen B a u x i t lagerstätten kommt ihr eine ganz ungewöhn­liche Bedeutung zu. Diese Bauxitgruben haben bis jetzt die zwei größten Aluminium-Hütten der Sowjetunion, nämlich das in der Nähe Leningrads gelegene Wol­chow, sowie Saporoshje am unteren Dnjepr, versorgt, d^ allein 80 Pzt. derb olschewistischen Aluminiumpro- buktion herstellten. Da diese zwei Hüttenwerk« bereits für die-Produktion ausgefallen sind, ist nun der weit­aus größte Teil der Aluminiumgewinnung den Bolsche­wisten verlorengegangen.

//E-

s/Mi/L -

Z LLL

/E/V-

,He/s,

XV//>7/>?

klieopa einig in gemeinsamem Kamps

einmütiges starkes vekenntnis ;ur Parole des sükrers vom S. November

(Drahtbericht unserer Berliner Schriftlertnng)

Or. v. scb. Berlin, 10. November, Abgesehen von den zwingenden Feststellungen des Führers über die Tat­sachen an der Ostfront,ist den Engländern vor allem die Erklärung aus die Nerven gefallen, daß das national­sozialistische Deutschland heut« nicht mehr allein, sondern in einer gewaltigen Front des europäischen Freiheits­kampfes gegen die Bedrohung des sowjetischen Nihilis­mus und der jüdisch-britischen Plutokrqtie steht.

Man mag nach den Hauptstädten unserer Verbündeten hören oder nach Madrid, nach Lissabon, nach Stockholm — überall hat die Siegesgewißheit ausstrahlende Älede des Führers das Bewußtsein der europäischen Zusam­mengehörigkeit und die Zuversicht gestär-H, daß mit fort­schreitender Ausschaltung SowjetrutzlaE^IMs den Reihen unserer Gegner wir nunmehr anMn Aufbau des neuen kontinentalen Europa gehen können, in dem man neben einer neuen Ordnung der pobitischen Zu­sammenarbeit der Nationen auch zu einer neuen Ord­nung der Wirtschaft, der . Arbeit und des Güteraus­tausches gelangen wird. Gerade auch in der Prck-ise der kleinen mit uns verbündeten Länder, die die britische Propaganda immer als von uns vergewaltigt hinsteSen möchte, kommt der Stolz darüber zum Ausdruck, ivaß man in der weltgeschichtlichen Stunde Europas kämpsend mit dabei sein darf. s

Das gleiche Bild des Bekenntnisses zu Europa zeigt isich in den Aeußerungen der Presse in den besetzten Gebieten. So überschreibt das Kopenhagener „Faedrelandet" sei ne

Betrachtungen: „Der Kampf von heute entscheidet Euro­pas Schicksal für die nächsten tausend Jahre", um dann festzustellen: „Niemand, darf darüber im Zweifel sein, daß er all seine Kräfte in diesem Kampf einsetzen muß". In Oslo erinnert „Aftonposten", nachdem sie zunächst die Rede des Führers als eine stolze und überaus eindrucks­volle Bilanz gekennzeichnet hat, die Bemühungen des Führers um einen friedlichen Ausgleich und zeichnet dann die Entwicklungslinien auf, die zur europäischen Ent­scheidung im Osten führten.

„Auch in Spanien stellt die offizielle Madrider Mon­tagszeitung „Hoja del Limes" fest: „Hitler sprach im Namen Europas". Der europäische Kontinent", so er­kennt dar Blatt, „hat die Stunde der größten Gefahr bereits überstdgden. Wir haben heute auf dem Konti­nent viel bessere Möglichkeiten, den Krieg zu über­stehen als diejenigen, welche ihre Zufuhren den unbe­ständigen und gefährlichen Seewegen anvertrauen müssen. Den Sieg Europas erwarten wir mit der glei­chen Sicherheit wie die unvermeidlich« Erfüllung eines physikalischen Gesetzes". In der Schweiz findet die „Tri­bune de Lausanne" die Ausführungen über die Euvopa- Mobilistcrung des russischen Reichtums und die Lebens­bedingungen in der Sowjetunion besonders bemerkens­wert. „In diesem Punkte wenigstens",' so schreibt das Blatt, „wird die Hitlcrredc in den meisten europäischen Ländern einen günstigen Widerhall finden."

Selbst also, wo man glaubt, Einschränkungen machen zu müssen, bekennt man sich zur europäischen Kamps­

parole gegen den Bolschewismus, an diesem Punkte gibt es — die Propagandisten Churchills und Roose- velts mögen sich drehen und winden wie sie wollen — so gut wie gar keine Ausnahme.

Darüber hinaus ist das Bild der Weltpresse auch in allen außereuropäischen Staaten von der Münchener Rede des Führers beherrscht. Aus allen südamerikani- schen Staaten liegen Nachrichten vor, nach denen die Blätter in großer Aufmachung lange Auszüge bringen und dadurch ihre Auffassung bekunden, daß den Worten des Führers eine ganz besondere weltpolitische Bedeu­tung zukommt. Diesen Eindruck spiegeln die Meldungen aus Buenos Aires, aus Lima, aus Montevideo, aus Rio, aus Schanghai und woher sonst noch aus aller Welt. Die japanische Presse unterstreicht in ihren Ileberschriften vor allem die „erstaunlichen militärischen Ergebnisse des Sowjetfeldzuges" und die Erklärungen des Führers zum Atlantikproblem.

Gegenüber diesem überwältigenden Gesamtbild wirken die Verdrehung?- und Abschwächungsversuche der eng­lischen und der Ncwqorker Presse ganz kläglich. Es hat gar keinen Sinn, sich mit diesem Gestammel polemisch auseinanderzusetzen. Die Tatsache ist durch keine Mätz­chen und Albernheiten wegzustrriten, daß Europa sich mit uns im gemeinsamen Freiheitskamps vereint be­kennt und daß die Welt, ob Freund oder Feind, auss stärkste beeindruckt ist.

„Hier scheiterte am 11. November der verbrecherische Hochmut des deutschen Kaiserreiches, besiegt durch die freien Böller, die es sich zu unterjochen anmaßte." Diese Worte standen bis zum 21. Juni 1940 auf einem franzö­sischen Gedenkstein im Walde von Lompisgne, in dessen nördlichem Teil sich der kreisrunde freie Platz von etwa 150 Meter Durchmesser befindet, auf dem sich 1918 und 1940 die Waffenstillstandsverhandlungen abspielten. Mit­ten über ihn zogen sich zwei einander parallel laufende Schienenstränge, die während des Weltkrieges dort an­gelegt waren, um als Aufstellungsort für Eisenbahn­geschütze zu dienen, die von hier aus in den Kampf ein- griffen. Am 11. 11. 18 standen aus ihnen der Salon­wagen des Marschalls Fachs, in dem die Waffenstill­standsverhandlungen stattfanden, und die Schlafwagen der beiderseitigen Abordnungen.

2m Lause, der folgenden Jahre war der Platz in ein ' französisches Nationalheiligtum . umgewandelt worden. Zwei Denkmäler wurden auf ihm errichtet. Das eine zeigte den Marschall Foch, den Blick auf die Stelle ge­richtet, wo die Waffenstillstandsverhandlungen stattfan­den, das andere stellte den toten deutschen Adler mit hängenden Flügeln dar, über dem sich das siegreiche französische Schwert erhob. Zwischen den beiden Schie- nensträngen war, leicht erhöht, ein Gedenkstein ange­bracht, der die oben erwähnte Inschrift trug. Der Salon­wagen des Marschalls Foch war in einer Halle unter­gebracht, die am Rande des . Platzes lag.

Als am 21. Juni 1940 im Walde von CompiLgne die Waffenstillstandsverhandlungen begannen, befand sich dieser Salonwagen wieder an derselben Stelle, an der er auch am 11. November 1918 gestanden hatte, aber neben dem Gedenkstein mit der schmachvollen Inschrift erhob sich jetzt die Fllhrerstandarte, und das Denkmal mit dem toten deutschen Adler war von der Reichskriegsflagge bedeckt.

Der Führer verließ den Platz, nachdem er der Einlei­tung der Waffenstillstandsverhandlungen beigewohnt hatte, und ordnete an: 1. Der historische Wagen, der Ge­denkstein und das Denkmal des gallischen Triumphes sind nach Berlin zu verbringen. 2. Die Stellen der beiden Züge sind zu vernichten. 3. Das Denkmal des Marschalls Foch ist unversehrt zu erhalten. Damit war der erste Schritt getan, die Schmach des Versailler Diktates und der Waffenstillstandsverhandlungen vom 11. Nqvenrher 1918 auch äußerlich zu tilgen.

Ueber den für die Deutschen so kränkenden Verlauf der letzteren findet sich in den Memoiren des Marschalls Foch eine Darstellung, die in dem eingehenden Bericht enthal­ten ist, den er gleich nach Beendigung der Verhandlungen für den Präsidenten der Republik aufsetzen ließ. Darin wird ausgeführt, daß der Marschall die Herren der deut­schen Abordnung bei ihrer Ankunft zunächst nach dem Zweck ihres Besuches fragte. Auf die Antwort, man wün­sche die Vorschläge der Alliierten für den Waffenstillstand zu erfahren, erwiderte Foch. er habe keine Vorschläge zu machen. Darauf wurde deutscherseits gefragt, wie er'denn wünsche, daß man sich ausdrücken solle, um die Waffen­stillstandsbedingungen zu erfahren, man haste nicht am Ausdtuck. Foch wiederholte abermals, er habe keine Be­dingungen zu-stellen. Nunmehr wurde durch den Führer der deutschen Abordnung die letzte Wilsonnote vorgelesen, in der es hieß, daß Marschall Foch ermächtigt sei, den deutschen Bevollmächtigten die Waffenstillstandsbedin­gungen bekanntzugeben. Foch entgegnete, er habe Voll­macht, die Bediniungen bekanntzugeben, für den Fall, daß die deutsche Abordnung um.einen Waffenstillstand bitten würde; wenn diese Bitte zum Ausdruck gelange, sei er in der Lage, die Bedingungen bekanntzugeben. Diese Bitte wurde daraufhin von der deutschen Kommis­sion ausgesprochen und Foch hatte die erste Demütigung seiner Gegner erreicht.

Nunmehr beauftragte der Marschall seinen General- stabschef Weygand, die Waffenstillstandsbedingungen vorzulesen, die ein umfangreiches Dokument von 34 Unterabschnitten darstellten; über sie gebe es keine Verhandlungen; sie könnten angenommen oder ab­gelehnt werden; ein drittes gebe es nicht; binnen 72 Stunden müßte die Entscheidung gefallen sein. In gleich kategorischer Form wurde der deutsche Antrag zurückgewiesen, eine sofortige Waffenruhe eintreten zu lassen, die damit begründet wurde, daß der Bolsche­wismus im unaufhaltsamen Vordringen sei und nicht nur Deutschland, sondern auch die Westmächte bedrohe. Foch erwiderte, der Bolschewismus sei die Krankheit besiegter Armeen und von Völkern, die durch den Krieg erschöpft wären. Most-Europa werde:die erforderlichen

!IIIWIUIUIIIIU»»»,»W,>W„I„I„MI»»U»IIIMIIIU,U»UI„„»IIIMII,I,II»»IIIIIII

Die Führerrede vom 9. November wird von der gesamten einsichtigen Weltöffentlichkeit als histori­sches Zeugnis für den Kamps Europas gegen die Barbarei gewürdigt.

Mit der Eroberung Tichwins wurde auch dir sowjetische Rohstoffversorgung schwer getroffen.

In zwei Nächten verloren die Briten 46 Bomber. Durch planmäßige Sabotage suchte Moskau Bul­garien gegen die Türkei aufzuputschen.

Ueber das völkerrechtswidrige Verhalten der Briten uud Sowjets gegen diplomatische Vertreter des Reiches in Iran und Island werden ungeheuer­liche Einzelheiten bekannt.

Das kommende Wochenende steht im Zeichen der Kriegs-WHW.-Rcichsstraßensammlung durch die Deutsche Arbeitsfront.

Für die Reifeprüfungen Ostern 1912 erging eine Sonderregelung.