Ausgabe 
(27.6.1944) 175
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

Siit S-V) *' .* -, l i'

^ len»

Vo " 2 «. rg ivlv 11 '» .Etta'

;' 9 f « Mät. «»r.i^feu.kV 6 ; » 8 ?^

vu r d t0 5:35,5

6 «tw7*

Ij*

5 '*' u rd»j 5 : 35,5 T 0 t '?*Mkii|* «vife J ! tj? Sfbtacht, HJ-Achter

.*: Un ftr ** «tf£?L <Sr e 5 « 7 *,

ntjt ämn . und

"«^lring. «*91»

tch ^'"«, Uu * W «<^

H -s. Wled er a - ^

108:10 CI' 1 » .«*?**

IJdivilcM-skj! 1 1, . ! Kr *« Vi/ !l ^ ?ljlz '12, §''£ .Unar. 3 v, L lW rennen- 1 v\ ^°Uut i«.»» 8 *C

r'te, : te r

: ; 1:1 (C'.,i''' Sane n: l/ähw a

^ er geg-luu. 8*

r ge- ^»ikou-ski 7J«««: 1 7 V - . Ein - PI,U2< '2R Eifel

T V ge '^»kou-shi^«':

denn ,

aten DejitcAiT^ kt hi

uenn I« nii, eine

Hs*

f-, - 3 '.i 0,10 Schmidt S kk Kis ' Ha W s t 5 OM« u^W-HddTt^

Ub'jio

IR fflit.einr? nnd gevä-, iTOti-iervliit:

« ä-2 U:b. v.'^v-

beu d.» 87 ?:

w i ridr, -' i ' ,u - »W#| nnd «aUr**!!-, ibaro je,-.. ** 1 «Is Viterpferd 01 : -

! ait ein,,- i^KlUgsw N2 1 **"k S r'

041 "5 Vaterpferd ümlZt*- ?^KWaaenM Nt!t ? ! 7 f 'WSr:, 7 '" -Blutoo,*.

»5?.*.,* £»£

>.---ca: 3,3J4xa

Ira Reich

von fickiti'

bei de. Cs :f s slfor* 8-4 iMi

II fl! Vie. M ortklab, s;?g*c AC. iiji: l: 5 -E.-döi, ii>e: -s im Guuend- raäa SG. Graz ny mit mit sei n Reirh--- nge aüi^r«

GroBer Preis

**«ii**.*i5g*»

k

Züch* __

lunge Strecke rt»

n« io Vetle ijmjjjl

--1 * t^ri e a

ipertfest

Aale! de-, 50 -

fi

de.

4 . FnftiJ > tarier 1 A cfta^d ! A i Wder (OTSl . V. DaBMiz tKzmri SDM e. Weitspnaw: AM»; i Fr

»Afeiee-j-J.'-

M \Vi Set l.fta. Ster- B DBkBvaif:

J-lOO-Veter: 1

VortriS lassen. Brite mi ( ä^V. : . OTS- Film und Marco fasaddi« Fehler und Selen daäurf a Im Wrttelprmkl der Iipias i Bu, burg-Farisen äii biiää »inn-EriniieniwsHEn«, Es srrr 5r -n Hermain Heitaüni gräranr üinhd: 125,7 Anie md fe.trlas

diailen

fair- , oteesnurger Ares Verirr ater. «SO n 8 SC, 6 : 2 S

BSC |OHen- keia MerC-er, [eaborgl 3 :J * 1 ; tehrs. »SC- _ Frater,: BSV, iTt.6: f ss Bücken.

t Old«*burg

nburg

Bocerregailu en Frauen

V.

* «t ja'^

L Missocn -

«at« üi ffl i>,; »ett, mnlte aber injridK i» w des KUometeneit tm liJisiij;^

?' nd " rl . EdeMjBj)

Adoli HeujeniesiWL«,

Nickt die zuletzt ö fedB&f keil d« te&is fcaiön Adolf Heojer toX^Zajani& D.ttrich Edard-Büt* feiciörfüs?' kx±t Der Bohmt LTd 1 * weüi ifi dea Ring, drsae ibflTa'äEeöi^ ab U der &H. b^söniäß^^J 8 ?

Gemet «a wd «Hy & jto* ; t tot toktioan*

ferney er - « ^rj-- Haken ad tel'Ah. Et K- K *k

Det leijnijcWUiiknh«-« leidstgeuidlsh^ltpl«:^ er in der 6. Rn* parkten. KödderiI»^

^tr& ßl

treonteo

lBerb=l _ed Ijrt'-gfj, m*

SfcW'^

ÄenÄ»^^ öi Den driti« entsd:*®;^,,, -

u gieiciwrtis» *2 srbluB der 6 . Bunde

Sieder!i»teRf a .' , Siiil'

gewicht in to S '

S cbe«^ er1,

FutbiU

. taW E^^a

Berlin-Mark BraH«

aiSUml Tw^

l-Sr.r

,A ' T8 TnS v5 äi **

19W- TllS ' el

«rss7f» w!e

ISVtÖ"**

Union Potsdam 8-:

dam iS* . i&V&uitl OberscH«*"'

ckhütteM^J ,V.

r-,43 !

and die

jrtkksten.

keteren

S»n

uniuc Bn ri#r ' aj-bf,, SUi" k 1- Vege- oer' FV «P f**r 40 P- ;

, Gkr-l»PP*:' n i; l 01- ere- (Gigl

L stürudern

Old'nbutgec

leer- 2-*^;

ITrerer Gr.n.

SchlagzuH-

oaS

i f!iS « h avenef

up^

borcer Kv

renn»

Gig­

rücker

*V.i

ifta

.rlin-Grön*

Aannsee > Headelber?'

5:2:

Harveiteß u 7, e.iisd - - y -

tona-HsP-f^Soli» Ortiinnover, »;;

dStfil J- u - üfiiiSCB

Sfidbaanov^-B huw)( ^,^^

nover

_ Werder

barff ^ r/ra Braunscn«^ ,

^ Zno« f98 «' S * S ' ; '

7; !SV Bt^| s ^

Erscheint 7mal -wöchentlich

Uonatsbezng 2.30 RM eins Chi. Zustellgebühr! postbezugspreis monatlich 2.30 RM (einsch!. jo.l Rpt- Postzeitungsgebühr) zuzügl. 42 Rpf. Bestellgeld. Postscheck: Hamburg 17 272. Anzel- jenpreise und Aufnahmebedingungen lt. Preii- listn, Aulnahmeteimina ohno Verbindlichkeit

Brcmcröcitunn

Geschäftsstellen!

Bremen: Geeren 6'8. Rnt 2 19 31; Naditrn! nnd sonntags 2 47 65: ObernstraBe 86. Ruf 2 19 31; Syke: Mühlendamm 2: Br.-Hemellngen: Bahn- bolstraBe 6, Ecke Poststraße. Ruf 4 34 58: Br - Vegesach: Rohrstr. 24, Ruf 4 u. 8; Br.-Blumen­thal. Kapt.-Dallmann-Str. 41743, Ruf SB 1 . 89

Parteiamtliche Tageszeitung

Das Amtsblatt des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verkündungsblatt des Reichsstatthalters in Oldenburg und Bremen

Nr. 175 14. Jahrgang

Dienstag, 27. Juni 1944

Einzelpreis 15 Rpt.

Vl-Explolion gleicht dem Ausbruch eines Vulkans

Neue Berichte aus London Nutzlose Flaksperren Dauerfeuer zehrt an den englischen Nerven

Von unserem Vertreter

hwc. Stockholm, 26. Juni. Die Engländer neiden Flaksperrfeuer gegen einen neuen Strom vonV r'-Sprengkörpern, der während der Tagesstunden des Mon­tag über Südengland hereinbrach. Das Sperrfeuer ist ein, Rückgriff auf eine Ab­wehrtaktik, die angeblich bereits im wesent­lichen aufgegeben war zugunsten desbe­quemen" Einsatzes von'Jagdfliegern. Außer­dem seien noch weiterhin die Massenangriffe auf die mutmaßlichenRobotbasen" in Nordfrankreich im Gange, bei denen die Engländer trotz aller Schwierigkeiten sie geben zu, es handle sich um dieam schwer­sten zu treffenden Ziele der Welt" Erfolge gehabt haben wollen. Allerdings kritisieren einige Sachverständige, wie Generalleutnant Martin imDaily Telegraph", bereits diese Zeit- und Kraftverschwendung, da man die Energie besser für direkte militärische Ope­rationen verwenden sollte.

gegw

L; e[ fdd.

KSGSSf'- 8 '

KSC

Bielefeld

KSC

2:1

VfL B® rath . Kick«' °f 7 rNa«*^ Wie^

He5S 'i ft-h

Miedetead . j-fjäm Isenf 0b B ade", * Spvg . H» S V -

,.v so* -- nfl 1

IW! C ffeaer-Eb» ^tei^i^ " r rtfor: ^

Auf einmal werden auch treue Tages- beschieBungen zugegeben. Hinzükom- men einige neue Augenzeugenberichte, aus denen ebenfalls die Wirksamkeit der deut­schen Beschießung hervorgeht. Der Lon­doner Vertreter des StockholmerAfton- bladet" sagt, durch das deutsche Störungs­feuer habe die Invasion für England noch tieferen Grund erhalten. Die patriotische Stimmung desTages D" sei dadurch ver­längert worden.Aber dergleichen verhin­dert nicht das persönliche Unbehagen, be­sonders wenn ein pilotenloses Flugzeug ge­gen einen selbst durch die Luft gesaust kommt und plötzlich mit einer gewaltigen Explosion zu Boden fällt. Unbestreitbar bringen dieDynamit-Meteore" einen Trop­fen Wermut in den Freudenbecher der In­vasion." Es handelt sich wohlgemerkt um die . Ausdrucksweise eines für die -Englän­der ganz besonders wohlwollendenNeu­tralen". Die englischen Soldaten im uritokenkopr' sind vielleicht dicht ganz so überzeugt davon, daß die Invasion, abge­sehen vonV 1", ein reiner Freudenbecher wäre.

DerAftonbladet-Vertreter zitiert folgen­des Urteil eines hochstehenden Engländers: Es sei nicht seine Absicht die neue Waffe zu bagatellisieren wie vorsichtig am 10. Tage ihrer Anwendung, während alle gut- meinenden neutrdlen Journalisten sie zu­nächst als belanglos erklärt hatten.Wir wollen nicht einmal behaupten, daß man ihrer überhaupt Herr werden könnte, außer vielleicht durch Eroberung der Startplätze".

Der neutrale Beobachter fügt ein paar persönliche Bemerkungen über seine letzten Eindrücke hinzu, die selbst das, was die englischen offiziösen Aeußerungen allenfalls zugeben, noch psychologisch unterstreichen. Niemand wolle gerade in der jetzigen Phase des Krieges durch dieblinden, aber beflü­gelten Bomben" sterben.Wie viele sind lange Jahre hindurch den Unbilden des Krieges ausgesetzt gewesen, haben viel­leicht Angehörige, Haus und Habe verloren, nnd plötzlich kommen neue Gefahren hinzu. Glücklich überstandene Gefahren und Lei­den schmeicheln unsere Eitelkeit, und wir denken daran mit stolzer Zufriedenheit zu­rück, aber sie verlieren sofort ihren Reiz bei Wiederholung".

Geteilte Meinungen herrschen darüber, was beser zu ertragen wäre, die alten oder die neuen Bombardements.Für. jeden Men­schen mit schwachen Nerven sind vielleicht die Robot-Flugzeuge am übelsten, weil sie keinen Piloten, also Menschenwillen haben ®d die ganze materielle Grausamkeit und planlose Unberechenbarkeit des blinden Zu- Sls besitzen". Der schwedische Korrespon­dent zitiert einen Freund, mit dem er beriet, fo man Mittag essen sollte:Wir können ba genau so gut in die Luft gesprengt wer- den wie anderswo," lautete die Antwort.

Zusammenfassend erklärt der Londoner Vertreter des schwedischen Blattes den ganzen heutigen englischen Fatalismus in den beiden Sätzen:Man 'spottet weniger iher die neuen Bomben als früher über die

fl« 1 i^Thürioce" U^Vj

"'kJer, *$*&*£*'

Ehrung für Männer der Rüstung tlnb. Berlin, 26. Juni. Der Führer ver­lieh auf Vorschlag des Reichsmarschalls des Großdeutschen Reiches, Hermann Göring, und des Reichsministers für Rtt- stung und Kriegsproduktion, Albert Speer, das Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes ftit Schwertern an Generaldirektor Karl

A»9'7n f und

mH

!a ch< «"*

der

-V.«. ci ici 11 an --

; r Vdag, Leiter des Hauptausschusse» Fl ugzeugzelle * ' ~~ s~

Direktor

&

Ll* ?

[dort

1.

KI,oik

» ,9

u ..cn.,~. Dr. ing. Hans H e Y n e , Leiter des' Hauptausschusses Flug- ^ugausrüstung; und an Bergwerksdireklor r - ing. e. h. Gustav K n e p p e r.

-£' f ur «* ZtM<>

Neue Ritterkreuzträger dnb. Berlin, 26. Juni. Der Führer ver- I e h das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes I an: Hauptmann d. R. Hans Gewehr, Adju-

7 !:,

die

* r5 liitag ssn 78'

>Lr> ,e ° J

in einem rheinisch-moselländischen Gre- aadier-Regiment; Oberleutnant d. R. Stefan r 11 r i c h , Batteriechef in einem Strau-

ltW de h

n ger Artillerie-Regiment; Feldwebel Wil e| m Krieger, Zugführer in einem hessisch-thüringischen Grenadier-Regiment.

Düi- T* 1, 1- J TB 14t Ai-UeAiira flfiC

v. »« c T,"V -,i ' ..Mi? ...

^ ,

-^3i3i.ii-inunngiscnen orenduiei-Rcyimcm.

Der Führer verlieh das Ritterkreuz des eisernen Kreuzes an: Hauptmann d. R. Paul i c k e 1, Bataillonsführer in einem Gre- Oadier-Regiment; Oberfeldwebel Wilhelm c h ü 11 e n , Zugführer in einem Panzer- 3enatlier-Regiment.

alten. Der ganze Krieg hat praktisch seit langem sein scherzhaftes Stadium verloren.

Wie neutrale .Reisende berichten, die so­eben aus England zurückgekehrt sind, sei die Wirkung der deutschen Sprengkörper auf die zivile Bevölkerung so groß, daß man darüber kaum an die Invasion und an die Kämpfe in der Normandie denke. Diese neue Heimsuchung habe niemand für möglich gehalten. Täglich hätten sich neue Explo­sionen ereignet.'Eine tiefe Niedergeschlagen­heit habe sich der gesamten Bevölkerung bemächtigt

Wie die neuen Waffen selbst wirken, geht aus englischen Mitteilungen hervor. Nach derDaily Mail" ist die Explosivkraft schrecklich, ganze Häuserviertel stürzten in

sich zusammen. In London und in Süd­en g 1 a n d, so sagt derDaily Telegraph, seien umfangreiche Auiräumuugsarbeiten im Gange; die Explosion der deutschen Sprengkörper gliche dem Ausbruch eines Vulkans.

London hieltV 1" für Bluff

dnb. Stockholm, 26. Juni. Wie über­raschend den Engländern der Einsatz der V 1 kam, beweist ein Bericht des Londo­ner Korrespondenten der schwedischen Zei­tungMorgon Tidningen, der am 15. Juni, d. h. 24 Stunden vor dem Einsatz, geschrie­ben wurde. Auf Grund seiner Informationen von amtlicher englischer Stelle erklärte der

schwedische Korrespondent:Durch die

großen amerikanisch-englischen , Bomoen- angriffe auf Deutschland und die besetzten Gebiete während der letzten vier Monate vor dei Invasion wurde Deutschlands Hoff­nung vernichtet, sogenannte Geheimwaffen wie führerlose Flugzeuge gegen Großbritan­nien einzusetzen." Der Korrespondent er­klärte, es sei äußerst unwahrscheinlich, daß deutsche Vergeltungsangriffe überhaupt noch möglich seien. Den Alliierten' sei es gelungen, die Ausgangspunkte der geplan­ten deutschen Waffe zu vernichten. Der Korrespondent schließt mit den Worten: Die erste Invasionswoche ist nun vorüber, aber der deutsche Gegenschlag ist ausge­blieben. 24 Stunden später wurde die neue deutsche Waffe eingesetzt.

Heldenhafter Widerstand derVerteidigervon Cherbourg

Hafen und kriegswichtige Anlagen gesprengt An der Südhont des Landekopies Vorstöße abgewiesen Unverminderte heftige Abwehrschlacht im Mittelabschnitf der Ostfront

dnb. Aus dem Führerhauptquar­tier, 26. Juni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die tapfere Besatzung von Cherbourg unter Führung des Generalleutnants von Schlieben zusammen mit starken Teilen der Kriegsmarine und. der Luftwaffe sieht seit gestern innerhalb der Stadt und im Ha­fengebiet in erbittertem Häuserkampf. Zwei Aufforderungen des Gegners, den Kampf einzustellen und die Festung zu übergeben, wurden nicht beantwortet. Der Hafen und alle kriegswichtigen Anlagen sind ge­sprengt. Vor dem Gefechtsstand des Fe­stungskommandanten und vor dem Arsenal brachen die feindlichen Angriffe im Feuer der Verteidiger zusammen.

Die unter dem Befehl des Oberleutnants der Marine-Artillerie, Gelbhaar, stehende BatterieHamburg hat, selbst unter schwe­rem Artilleriefeuer liegend, gestern im Raum von Cherbourg zwei feindliche Kreuzer versenkt. Außerdem wurden am vergangenen Tage vier weitere Kreuzer durch Marinebatterien schwer beschädigt. Schnellboote versenkten in der letzten Nacht einen feindlichen Zerstörer nördlich der Halbinsel Cotentin.

An der Südfront des normannischen Lan­dekopfes brachen feindliche Vorstöße öst­lich der O r n e vor unseren Stellungen zu­sammen. Ein örtlicher Einbruch wurde tm Gegenangriff wieder beseitigt. Oestlich der Ornemündung wurde ein großer feindlicher Transporter durch ArtillerievoHtreffer be­schädigt.

Im Raum von T i 11 y gelang es dem wäh­rend des ganzen Tages mit starken Infante­

rie- und Panzerkräften angreifenden Feind unter schwersten blutigen Verlusten, die Ruinen der Stadt zu besetzen.

Im Kampf gegen drei der besten engli­schen Divisionen hat sich die Panzerlehr­division unter der Führung von Generalleut­nant Bayerlein hervorragend bewährt.

Südwestlich Carentan griff der Feind nach starker Artillerievorbereitung wieder­holt vergeblich an.

In der Nacht vom 24. zum 25. Juni wur­den nach abschließenden Meldungen vier große feindliche Kriegsschiffe und ein Frach­ter durch Bombentreffer schwer beschädigt. Ein seit langem im Kampf gegen England stehendes Flieger-Korps unter Führung von Generalmajor Peltz hat sich hierbei beson- ders ausgezeichnet. -

Das Störungsfeuer gegen Süd­england wurde bei Tag und Nacht fort­gesetzt. /

In Italien lag der Schwerpunkt der Kämpfe auch gestern im Abschnitt von der Küste bis zum Trasimenischen See. Der Feind konnte hier nach erbitterten Kämpfen mit unseren zäh Widerstand lei­stenden Truppen nur wenige' Kilometer nach' Norden Boden gewinnen.

Bei einem Seegefecht im Golf von Genua in der Nacht zum 24. Juni wurden nach endgültigen Meldungen vier feindliche Schnellboote versenkt, ein fünftes in Brand geschossen;

Im mittleren Abschnitt der Ostfront dauert die Abwehrschlacht mit unvermin­derter Heftigkeit an. Die Sowjets wurden in den meisten Abschnitten abgewiesen. Südlich und. östlich Bobruisk konnte der Feind einige Einbrüche erzielen. Auch im

Raum östlich M o g i 1 e w gewann der feind­liche Angriff nach blutigen Kämpfen nach Westen Boden.

An der Düna sind ebenfalls erbitterte Kämpfe im Gange, während östlich P o 1 o z k und südöstlich P 1 e s k a u von Panzern und Schlachtfliegern unterstützte Angriffe der Sowjets scheiterten. In diesen Kämpfen hat sich die sächsische 24. Infanterie-Division unter Führung von Generalleutnant Versock hervorragend bewährt.

Schlachtflieger unterstützten den Abwehr­kampf des Heeres, vernichteten zahlreiche Panzer sowie eine große Anzahl von Fahr­zeugen und fügten dem Feind schwere blu­tige Verluste zu.

Durch Jäger und Flakartillerie wurden 37 feindliche Flugzeuge abgeschossen.

In der Nacht griff ein starker Verband schwerer Kampffluazeuge den Bahnhof Smolensk' an. Zahlreiche Großbrände wurden beobachtet, große Mengen an Nach- schubmaferial vernichtet.

Auf dem Balkan haben unter dem Oberbefehl des Generalobersten Löbr ste­hende Truppen eines Gebirgskorps in drei­wöchigen schweren Kämpfen in den Ber­gen Südalbaniens kommunistische Bandengrupnen zerschlagen. Der Feind ver­lor außer 3000 Toten zahlreiche Gefangene, viele Waffen aller Art sowie große Muni- tions- und Versorgungslager.

Ein schwächerer feindlicher Bomberver­band griff in der letzten Nacht das Stadt­gebiet von Budapest an. Sieben Flug­zeuge wurden abgeschossen.

Britische Flugzeuge warfen in der letzten Nacht Bomben im rheinisch-westfä­lischen Raum.

Dem Höhepunkt des Krieges entgegen

Der Kampf um den Einzafyzwang Das Beispiel der Helden von Cherbourg

'Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung

dr. w. sch. Berlin, 26. Juni. Seit einigen Tagen ist nun auch die O s t f r onu t in Be­wegung geraten. Es mag dahingestellt blei­ben, ob die Sowjets ihre starken Angriffe im Mittelabschnitt als den Beginn ihrer Hauptoffensive oder als Fesselungsmanöver angelegt haben. Jedenfalls stehen jetzt alle Fronten, in der Normandie, in Italien und im Osten, im Zeichen schwerster Groß­kämpfe, und damit eilt jetzt, wie es ange­kündigt und zu erwarten war, die militäri­sche Entwicklung dieses Jahres mit Rie­senschritten dem entscheidenden Höhepunkt entgegen. Darüber müssen wir uns klar sein- es wird heiß hergehen in diesem Som­mer, heißer vielleicht als in irgendeinem der bisherigen Kriegsabschnitte, und wir stehen unmittelbar vor der äußersten Be­währungsprobe von Front und Heimat im Sinne jener friderizianischen Zeiten, in denen Sein oder Nichtsein Preußens und damit die Fortentwicklung der deutschen Geschichte überhaupt auf dem Spiele stand. Wir dürfen uns nicht einbilden, daß wir nach dem Einsatz der neuen WaffeV I und in der Erwartung des Einsatzes weite- rer revolutionärer Kampfmittel aller Sor- qen enthoben wären und in unseren An­strengungen erlahmen dürften. Nur wenn wir das letzte aus uns herausholen und ein- setzen, verdienen wir den Sieg in diesem gigantischen Ringen, der uns dann von der Vorsehung nicht versagt werden kann.

Seit einem Jahre hat sich unsere militä­rische Führung darauf eingerichtet, daß sich im Westen schließlich doch die entschei­dendste Stelle des Krieges herausbilden würde In dieser Erwartung wurden im Osten und im Süden groß» und schmerzliche Rsumopfer gebracht. Der Beweis für die Richtigkeit dieser Annahme ist seit dem 6 Juni erbracht. Die Beweisführung bedarf zu ihrer Krönung allerdings noch des ver­nichtenden Gegenschlages, der damit enden muß und enden wird, daß die Invasoren zu­rückgetrieben werden und damit tnihtariscn und strategisch vor dem Nichts stehen, lange dieser Gegenschlag in '

düng mit den neuen Waffen V I und den folgenden, noch nicht geführtM. bleibt « an den übrigen Fronten bei der bisherigen Einstellung. Es wäre eine unverzeihliche

Inkonsequenz, wenn wir uns in unserem Denken und Fühlen gegenüber den militä­rischen Ereignissen von dieser Grundauf­fassung abdrängen, ließen. Wir stehen im Süden und im Osten weiterhin in der De­fensive, wobei es nach Lage der Dinge nicht darauf anzukommen braucht, sich an ein­zelne Orte und Räume zu klammern, wenn nur schließlich der Zusammenhang der Front bis zu dem Augenblick aufrechterhalten werden kann, an dem sich nach 1 der Ent­scheidung im Westen auch im Osten das Blatt wieder wenden wird.

Bei der Beurteilung der Entwicklung an der Ostfront in sich, also unabhängig

von den Vorgängen im Süden und im Westen, könnte die Frage gestellt werden, warum ein so erheblicher Aufwand vertan wird, um längere Zeit Räume zu verteidigen, die schließlich doch dem Gegner überlassen werden. Diese Notwendigkeit ergibt sich aus der Erwägung, daß dem Feind gegebe­nenfalls in Frontabschnitten, die er noch nicht für die Durchführung seiner Haupt­offensive ins Auge gefaßt hat, ein ver­stärkter Einsatzzwang auferlegt wird, um ihm die höchste Konzentration der Kräfte an der von ihm vorgesehenen Offen­sivfront zu erschweren. Diese Frage nach

(Fortsetzung auf Seite 2)

Schiffskataslrophen in der Orne-Miindung

Wahrscheinlich auch ein feindliches Schlachtschiff getrofien

Von unserem Luftwaffenkorrespondenten Georg Hinze

rd. Berlin, 26. Juni. Tag für Tag un­terstützen deutsche Jäger und Jagdbomber die Kämpfe unseres Heeres -von der Luft her, und in den Nächten sind unsere Kampf­und Torpedoflieger ständig mit starken Kräften über der feindlichen Landungs- und Nachschubflotte. In der Nacht zum 25. Juni traf wiederum wie jetzt aus den nach­träglich einlaufenden' Gefechtsberichten be­kannt wird ein wirkungsvoller Schlag un­serer Luftwaffe einen britisch-nordamerika­nischen Kriegschiffverband vor der norman­nischen Küste. Er kostete dem Feind vier schwere Kriegsschiffseinheiten, darunter mit großer Wahrscheinlichkeit ein Schlacht­schiff.

Kurz vor Mitternacht hatte ein Kampf­fliegerverband eine Ansammlung feindlicher Kriegsschiffe im Raum der Ome-Mün- düng aufgespürt. Während vorausfliegende Maschinen ihre Leuchtbomben absetzten und die nachfolgenden Kampfflugzeuge zum Angriff aus wirksamer Höhe übergingen, nebelten sich die feindlichen Kriegsschiffe mit großer Schnelligkeit ein. Dennoch wurde im Zeitraum weniger Minuten der deutsche Angriff erfolgreich durchgeführt. Selbst durch die dichten Nebelfelder hin­durch konnte man später noch die schwere Wirkung des Bombardements erkennen.

Aus den Meldungen der Kampfflugzeug­besatzungen ergibt sich, daß zwei große Kriegsschiffe, wahrscheinlich zwei Schlachtschiffe oder ein Schlachtschiff und ein Schwerer Kreuzer, schwere Bomben­treffer erhielten. Während sich über einem dieser Kriegsschiffe ein mehrere hun­dert Meter hoher weißgelber Rauchpilz bil­dete, wurde das zweite große Kriegsschiff im Achterschiff getroffen. Außer­dem detonierten schwerkalibrige Spezial­bomben mit panzerbrechender Wirkung auf einem Kreuzer und einem großen Frachter. Dunkelrote Explosionen zuckten durch die Nebelwände hoch, und schwarze Rauchwol­ken über dem Schauplatz dieser Schiffs­katastrophe bezeugten die vernichtende Wir­kung des Angriffs.

In derselben Nacht erhielt ein feindlicher Zerstörer in der Seine-Bucht einen wirksamen Tjtpe d.o t r e f f e r. Auch über dem eigentlichen Kampfraum selbst operierten die deutschen Luftstreitkräfte im Verlauf der zurückliegenden 48 Stunden außerordentlich wirkungsvoll und erfolg­reich. Sie erzielten in Luftgefechten mit nordamerikanischen und britischen Jägern zahlreiche Abschüsse und führten außerdem viele Tiefangriffe gegen feindliche Stellungen, Fahrzeugansammlun­gen und Batterien durch.

Invasionspanzer sind gemeldet

'

*

PK-Aufn.: f^-Kriegsber, Stollberg, PBZ. t Ci D.

Die Panzergrenadiere haben sich euigegrnhen und erwarten in ihren Erdlochern das Heran- nahen des- Feindes

id the iaMecmtt?

Von

Leutnant Günter Kaufmann

Für die Amerikaner gehört Konfetti zur p "tischen Kriegsführung wie für die Kölner zum Karneval. Sie haben damit in der ersten Runde dieses Weltkampfes, 1918, auch einen unbestreitbaren Erfolg errungen. Wilson streute dem deutschen Volk seine 14 Punkte in die Augen und bewirkte, daß es die Waf­fen streckte. ' Die Phrase erwies sich als schlachtentscheidend, der Durchbruch, den sie erzielte, war tiefer, als er je im Westen den Truppen des Marschalls Foch gelungen war.

Auf den Wogen des Kanals sind Truppen und Geschütze an die Gestade der Norman­die herangebracht worden, die Flut hat Schiffsplanken und Ertrunkene an den Strand gespült. Aber keine Idee wurde .ge­landet, keine Sturmflut der Ge­danken gegen Europa entfesselt. Den Lärm der Schiffsgeschütze und das Bel­len der Ahwehrbatterien übertönt kein Zau­berwort. Die Trompeten des Präsidenten vom Kapitol in Washington schienen ver­stimmt, und auch der große Totengräber des britischen Empires wußte bei kurzem Besuch an der Küste nichts von einer Auferstehung der europäischen Völker zu verkünden.

Der Chefjude derGesellschaft für Nach­kriegsversorgung",'Herbert Lehmann, mußle soeben eingestnhen, daß die Weltvorräte an Nahrungsmitteln, Kleidung, Saatgut, Arz­neien durch vier Jahre Krieg erschöpft seien. Diebefreiten" Europäer dürften da­her nicht allzu viel hoffen. Aber ein Programm dürften wir doch wenigstens erwarten! Wenn schon kein Saatgut, so doch Punkte, 14, 20 oder 30. Punkte für die Zukunft! Wenn auch keine Arzneien, so doch eine Verheißung, vielleicht eine Festlandcharta, eine bessere als die vom Atlantic, welche man, wie die Schiffe, auf denen sie verfaßt worden war, in der Versenkung hat verschwinden lassen'. . .

Sie hatten doch Zeit genug gehabt, die verbündeten Invasoren! Aus Teheran glaub­ten wir schon ihre Botschaft zu empfangen. Aber sie scheinen ihr giftiges Pulver nicht vorzeitig verschießen zu wollen. Jetzt nun dürften wir Rundfunkkrieg, Manifeste, Fähnchen und Invasionslieder, Bibelgeschrei und Fanfarengeschmetter, Dankgottesdienste und Bankettreden, kurzum Konfetti für Eu­ropa erw,arten. Nichts von alledem. Sie sind gleich nach der Ebbe gelandet wahrlich, auch in politischer und geistiger Hinsicht! Ein Ueberfall ohne Einfall.

Mit einem Mal steht der französische At­tentismus, also die Leute, die sich großes von der den Deutschen ev. upgünstigen Entwicklung erwarteten, in unserem Lager und gegen den Feind. Das Abwarten der Be­völkerung wirkt ernüchternd auf die Ein­dringlinge. Denn sie bringen den. Krieg ins Land, und nicht der gallische, sondern der rote Hahn hockt Hab und Gut verzeh­rend auf den Dächern der Normandie. Man hat bisher nicht gerade Trüffeln zu schlem­men gehabt, aber doch gelebt. Der Deutsche war gerecht und anständig gewesen; nun sollen die Herren wechseln, die nichts mit­bringen außer Feuersbrünsten und Inflations­geld? Der Streit um die 30 Milliarden der in USA. gedruckten Fran.cs klirrt als häß­liches Begleitkonzert zur Invasion über den Kanal. Weiß Gott, die Geldmächte rücken in die Schlacht. Der Franzose beginnt zu be­greifen: er soll auch diesen Krieg noch be­zahlen und den letzten Centime aus seinem Strumpf holen, den ihm der Sturz aus der dritten Republik in die Wirklichkeit beließ.

Den anderen Europäern kündigt sich nichts Besseres an. Den Polen, Finnen, Un­garn und Rumänen verspricht die Invasion den Bolschewismus. Den Türken wird zum Dank für ihre Neutralität der Bosporus ge­nommen und dem gierigen roten ,,Mar­schall" im Kreml als Stützpunkt verscha­chert. Für Serben und Kroaten heißt erfolg­reiche Invasion so viel wie Fortdauer ihres Bürgerkrieges. Den Norwegern wird ihr Land abgenommen und als Ausgang zum Weltmeer der UdSSR, angehängt. Die Ober­italiener könqen sich wie ihre Brüder im unteren Teil des Stiefels auf Kinderver­schleppung und Prostitution einrichten. Dia