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Erscheint 7mal wScKentlich
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Bremen: Beeren »'8 Rnt 2 19 31; Haditrut uni «onntass 2 47 65; ObernstraBe 88. Rnl 2 19 31; Syke: Mflhlendamm 2: Br.-Hemelingen: Bahn holstraBa 6, Ecke PoststraBe. Rnl 4 34 58; Br. Vegejack: Rohrstr. 24, Rnl 4 n. 8; Br.-Blumen Ihal, Kapt.-Dallmann-Str. 41/43, Rnl U 8. SS
der Naiionalsozialisien Bremens
Amiliehes Veplcundungsblatt des Reichsstatthalters
in Oidenbura und Bremen
Einzelpreis 15 Rpf.
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«onatsbeing 2.30 RM elnschl. 2usteIIgeMlir| postbezugsprele monatllcli 2.30 RM (elnschl. J0.1 Rpf- Postzeitungsgebühr) mügl. 42 Rpl. Bestellgeld. Pustscheck: Hamburg 17 272. Anzel« leopreise und Aulnahmebedlngungen .11. Prel«. lisls, Autnahaetemlni «hn« Terbtndltchkttt,
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Parteiamtliche Tageszeitung
pgg Amtsblat^des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen
Nr. 173 • 14. Jahrgang
Sonntag, 25. Juni 1944
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Im wütenden Sturm des Großangriffs
Die Verteidiger von Cherbourg im schweren Kampf — Masseneinsat) der Amerikaner gegen den Festungsring
Von Kriegsberichter Lutz Koch
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dnb. 24. Juni (PK.) Nach der Erreichung der Westküste der Halbinsel Cotentin durch die nordamerikanischen Panzerspitzen trägt min der Festungsbereich Cherbourg die Schwere der auf Stadt und Festung nieder- prasselnden ungestümen Angriffe. Endlich siebt sich der Gegner in die Lage versetzt, das Bollwerk berennen zu können, von dem er nach der-Planung des ganzen Landungs- mfernehmens, das die Abschnürung der Halbinsel bereits am zweiten' Tage der Invasion vorsah, erhoffen durfte, .daß es ihm ’ im UeberrascKungsanqriff schon in der ersten Woche in die Hände fallen würde Der Widerstandsgeist und die Kampfkraft der deutschen Divisionen, die die Halbinsel an den Einbruchstellen und gegen den "drei-' fachen Stoßkeil der Amerikaner zu verteidigen hatten, haben es zuwege gebracht, daß erst volle 14 Tage später die Küste erreicht und dann der Angriff auf Cherbourg mit den auch jetzt dem Feind wieder reichlich zur Verfügung stehenden Kräften ?n Menschen und Material gestartet werden konnte.
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In harten Kämpfen mit,dem ständig knapp nachfolgenden Feind, der vergeblich versuchte, in die auf Befehl sich langsam auf den eigentlichen Festungsgürtel absetzenden' deutschen Truppen in einem Durch- sruchsversuch amzusetzen, wurden die neuen Stellungen bezogen. Sie liegen in einem flachen Bogen um das eigentliche Gelände der Stadt und Seefestung und schließen verschartete Land- und See-Batterien, Widerstandsnester und Stützpunkte ein. Vier Tage nach Erreichung der Westküste und nach der Neugruppierung der bei V a 1 o g n e und M o n t e b o u r g stark angeschlagenen Kräfte, die .von See her seuen Züzug erfahren, begann die erste kgriffswelle auf die Außenbezirke der Fe- '.»irag.-'Hierbei mußten nortiaraerikanjsche liianterieeinheiten und Panzerverbände sofort die Feststellung machen, daß es mit dem langsamen Zurückweichen vor Ihnen wie bisher auf Grund vorliegender Befehle zu Ende war. Wiederum standen die verbissenen und erfolgreichen Verteidiger von Montebourg in der gleichen Abwehrbereitschaft wie in den vergangenen Kampftagen ihren Mann und ließen vor ihren Steilungen den verzweifelt anrennenden Gegner bei zahlreichen abgeschlagenen Angriffen tnt oder verwundet zusammenbrechen.
Seit Donnerstag früh hat der Feind nun auch von See her seine schweren Schiffsgeschütze auf den gesamten Festungsbereich angesetzt. Breitseiten mittlerer und schwerster Kaliber kommen mit brüllendem Getöse auf die Verteidiger-zu. Bei dem aufklärenden, meist sonnigen Wetter ist auch die feindliche Luftwaffe mit Bombern und Jagdbombern, mit Flächenwürfen und Einzeljagd zur stärksten Unterstützung des immer wieder von der Landseite mit Panzern und Infanterie vorgetr.agenen-Angriffs über- jegangen. Der ■ gesamte Festungsbereich bebt von den Einschlägen der feindlichen and von den Abschüssen der eigenen Artillerie, die wie die Batterien der Küstenartillerie mit großer Wirkungskraft gegen die Feindflut und den Aufmarsch an der Laadfront unablässig schießen. .
. Alle Kräfte sind in Cherbourg zur Verteidigung der -Festung-zusammengefaßt, und besonders harte Kämpfe -sind nun entbrannt. ®et einem Ort geht der Kampf vor allem t® den dortigen Flugplatz. Durch dig Aufmerksamkeit der Besatzung des Flughafens hrde ein Ueberumpelungsyersuch der -'ktdamerikaner verhindert. -Ber Einbruch feinte im schnellen Gegenstoß unter •'chweren Verlusten für den Femd bereinigt »erden. Auch bei anderen Stützpunkten er 9ab sich, heute das gleiche Bild. Einge- drnngener Feind konnte mit der blanken Waffe geworfen oder herankommende Pan-
Die Schwerter verliehen
Snb. Berlin, 24. Juni. Der Führer ver-
Neh am 22. Juni 1944 das Eichenlaub mit
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Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen yeuzes an W-Obersturmf (ihrer Michael W i 11 m a n n, Kömpanieftihrer einer schwe-
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* i i m a n n, nonipamcuimci 45AA1W ^—- ‘ f, i Panzerkompanie in der ^f-Panzer-Divi- * io n „Hitler-Jugend" als 71. Soldaten der Putschen Wehrmacht.
Neue Ritterkreuzträger dnb. Berlin, 24. Juni. Der Führer verlieh !>s Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: "•Obersturmbannführer Josef S w ii e n t e k , "Wjimentskommandeur in der If-Panzer- jhvision „Totenkopf”; fl-Hauptsturmführer ” ei nz H ä m e 1, Bataillonskommandeur in
y r ff-Frei witlinerf-Panzer-Grenadier-Di Vision
#ordland''[ ff-Hauptsturmführer Hermann üchner, Bataiilonskommandeur in der
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l r,1 arfuhrer Friiz Biegt, Zugführer in der ”;Panzer-Division „Wiking": ff-IJnterschar-
t?Erer Johann P i e d 1 e r , Zuafiihrer in der "'Panzer-Divfsion „Totenkopf": ff-Unter-
.JJ^Tführer Josef Roelleke, Meldestaffel-
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r er in der ff-Panzer-Division „Totenkopf"
, L>en Heldentod starb in Italien der Ritter- ^ewiräger Oberstleutnant Werner Reich, ■''mmandeur eines sächsischen Grenadier-
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zerkeile konnten durch das konzentrierte Feuer der Batterien zerschlagen werden.
Jeder Fußbreit Boden -kostet den Nordamerikanern hohe Verluste, Aber N-iontgo- mery treibt die Divisionen seiner amerikanischen Bundesgenossen immer erneut zum Kampf, weil er den Hafen Cherbourg für seine Versorgungsflotte dringend benötigt.
Unsere Infanteristen müssen in ihren Widerstandsnestern und Feldstellungen unter der Feuerwalze des Gegners viel aushalten. Für ihren kämpferischen Einsatz sprich!
aber, daß es ihnen gelang, zahlreiche Angriffe in den letzten Stunden mit der blanken Waffe zum Stehen zu bringen und auch mit Panzer - Nahbekämpfungsmitteln sich gegen herankommende schwere USA ■ Panzer durchzusetzen. Im Verlauf der letzten Kämpfe haben die Nordamerikaner neun schwere Panzer, sieben Panzerspähwagen und zahlreiche gepanzerte Mannschaftstransportwagen verloren. An diesen Erfolgen hat auch die Artillerie der Festung Anteil, die mit vernichtender Wirkung in
Panzerbereitstellungen und Feindansammlungen hineinhielt.
Die Verteidiger von Cherbourg stehen in einem wütenden Sturm des feindlichen Großangriffs, der vom Geqner aus der Luft und in immer neuen Angriffswellen auf der Erde gespeist wird. Sie kämpfen, und halten in diesen Stunden, wn die !nvasions : schiacht in der-Normandie eigentlich nur den Pulsschlag des Ringens um Cherbourg kennt, unter harten Kampfbödinqungen, die in der Massierung der Mittel eindeutig für den Gegner sprechen.
Bei Tag und Nacht wuchtige Feuersdhläge auf London
Schwere Kämpfe in Italien — Abwehrschlacht tobt Im mittleren Frontabschnitt der Ostfront
dnb. Führerhauptquartier, 24. Juni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Oertliche Vorstöße des Feindes im Brückenkopf der Normandie scheiterten. Gelungene wurden eingebracht.
An der Landiront der Festung Cherbourg kam es gestern aii verschiedenen Stellen zu erbitterten Nahkämpfen, die sich auch in der Nacht iortsetzten. In den Nachmittagsstunden gelang es dem Feind, einige unserer Stützpunkte zu nehmen und weiter gegen die Festung vorzudringen. Im Rücken des Gegners kämpfen noch zahlreiche Widerstandsnester zäh und verbissen. In anderen Abschnitten wurden feindliche Angriffsspitzen im zusammengeiaßten Feuer zerschlagen.
Oestlich der Orne-Mündung zersprengten unsere Küstenbatterien trotz starken Beschusses durch schwere Schiffsartillerie einen feindlichen Landungsverband und schossen mehrere Transporter und Frachter in Brand.
Sfeestreitkrälte versenkten vor der Invasionsfront ein volibeladens Landungsschiff von 3000 BRT. und einen Zerstörer.
Bei der Insel Jersey versenkten Sicherungsfahrzeuge eines Nachschubgeleits aus einem angreifenden Verband britischer Schnellboote zwei Boote und beschädigten ein drittes so schwer, daß mit seinem Un
tergang zu rechnen ist. Alle übrigen feindlichen Boote wurden beschädigt. Ein eigenes Minensuchboot und ein kleines Transportfahrzeug gingen verloren.
Die Luftwaffe erzielte in der Nacht Treffer auf mehreren Handelsschiffen.
Ueber dem Landekopf und den besetzten 'Westgebieten wurden 40 feindliche Flugzeuge abgeschossen.
Das Störungsfeuer auf London wurde bei Tag und Nacht mit wuchtigen Feuerschlägen fortgesetzt.
In Italien wurde im Raum nördlich Grosseto auch gestern schwer gekämpft. Unter starker Massierung seiner Kräfte konnte der Feind’ dort in unsere Stellungen einbrechen. Durch sofort einsetzende Gegenangriffe wurde die Front wieder geschlossen. An der übrigen Front wurden zahlreiche feindliche Aufklärungsvorstöße blutig abgewiesen.
Bei den schweren Abwehrkämpfen dpr letzten Tage haben sich' die unter Führung des Generals der Panzertruppen, Herr, stehenden Divisionen des Heeres und der Luftwaffe, besonders das Grenadier-Regiment 145 unter Oberst Kühl, hervorragend bewährt.
Im Golf von Genua versenkten Sicherungsfahrzeuge der Kriegsmarine ein angreifendes britisches Torpedo-Schnellboot und beschädigten drei weitere schwer.
An der südlichen Ostfront schei
terten alle Vorstöße der Bolschewisten. Erneute Bereitstellungen wurden zerschlagen.
Im mittleren Frontabschnitt nahm der sowjetische Großangriff an Wucht zu und dehnte sich auf weitere Abschnitte aus. Während zwischen dem Pripjet und Tschaussy alle Angriffe erfolglos blieben, gelang es starken feindlichen Infanterie- und Panzerkräften östlich M o g i 1 e w , beiderseits der Smolensker Rollbahn und beiderseits Witebsk in unsere vordersten Stellungen einzubrechen. Die Abwehrschlacht geht hier mit steigender Heftigkeit weiter. Die Bolschewisten verloren gestern im Mittelabschnitt der Ostfront 73 Panzer und 53 Flugzeuge.
Südöstlich O s t r o w, im Raum von PI e s- kau und nordwestlich Narwa scheiterten zahlreiche sowjetische Angriffe.
Die Marinebatterie T y 11 e r s versenkte im Finnischen Meerbusen drei sowjetische Räumfahrzeuge.
Bei Angriffen eines nordamerikanischen Bomberverbandes auf serbisches und rumänisches Gebiet wurden Wohnviertel der Städte Giurgiu und Plösti getroffen. Deutsche, rumänische und bulgarische Luft- verteldigungskräfte vernichteten 18 feindliche Flugzeuge.
Einzelne britische Flugzeuge warfen in der letzten Nacht Bomben auf Bremen.
Deutsche Kampfflugzeuge griffen Ziele in Südostengland an.
Das Geheimnis der „VI
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Neuland der WqHentechnik betreten — Überraschungen lür den Gegner
Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung
b. Berlin, 24. Juni. Die neue deutsche Geheimwaffe hat ihren offiziellen Namen bekommen. Sie wird amtlich als „V 1" bezeichnet, wobei das V die Abkürzung des Wortes Vergleltungswaffe bedeutet, während die 1 andeutet daß es sich hierbei lediglich um das Ausspielen des ersten Trumpfes handelt, von denen die deutsche Führung mehrere in Vorbereitung hat. Wir wissen, daß die gegenwärtig laufende Aktion, die Südengland und die Stadt London zum Kriegsgebiet gemacht hat, lediglich das Vorspiel zu jenen Unternehmen bildet, in denen sich der volle Ausgleich zwischen Schuld und Sühne vollziehen wird. Dies bedeutet keine Abschwächung der sich mit der Fortdauer des Bombardements immer klarer herau^stell enden Auswirkungen des Dauerbeschusses, sondern steckt nur Grenzen ab und deutet Möglichkeiten an, die der deutschen Führung in die Hand gegeben sind und die zugleich von dem Schleier des Geheimnisvollen umwittert sind.
Durch die Anwendung der neuen deutschen Waffe ist ein Neuland betreten worden, das ungeahnte Perspektiven eröffnet und in der Waffentechnik einer Revolution qieichkommt. Das Bedeutungsvolle dabei ist es, daß diese Entwicklung nicht von Machten anqebahnt wurde, die aus „dem .vollen schöpfen" können, die keine zerbombten Städte kennen, keine Verlagerungsprobleme in der Industrie, keine Rohstoffsoroen und nach ihren eigenen Angaben auch Re' ne Sorgen über den Einsatz von Arbeitskräften. Mögen diese Behauptungen der Vereinigten Staaten auch sehr stark agitatorisch beeinflußt sein, so hatte sich doch die gesamte Publizistik der USA. aus dem Bewußtsein der „technischen Vollkommenheit der Neuen Welt darauf eingestellt, daß — wenn schon Ueherrraschungen in diesem Knen das Kamnfgeschehen beeinflussen wurden
_ die Ueberraschungen auf jeden Fall von
Amerika geliefert würden, sozusagen am laufenden Band bergestellt und der alten Welt als Beweis eines Fortschrittes gebracht, der scheinbar mit Recht lächelnd auf die kulturellen Werte Europas herab- schauen könne
Wir haben keineswegs die Absicht, die Kampfmittel des Gegners zu •
Sie weiden aus guten Waffen gebildet, au • gestattet mit allen Möglichkeiten des technischen'Fortschrittes, aber sansationell sirid sie nicht Die „Hamikar" vermochten keines, weos die deutschen Truppen an dei^ Tnva- sionsfront zu überraschen, noch ihnen in überwinrihare Probleme zu bieten Auch die Thermit-Handgranate, die von den Inva soren über den großen Teich mitaebracht wurde, verlor ihren Ruhm, als sie mit neuen deutschen Nahkampfmitteln in Beruhru g
kam, dem „Nazi-Säge" getauften neuen deutschen Maschinengewehr, neuen Geschossen mit neuartiger Wirkung usw.
Die neue deutsche Fernwaffe, die „V 1", ist jedoch wahrhaft sensationell. Sie ist nicht aus der Fortentwicklung einer bekannten Waffe entstanden, Wie beispielsweise der „Hamilcar” nur ein vergrößertes Abbild der bekannten Lastensegler darstellt oder die Thermithandgranate der Amerikaner in der Anlehnung an die bereits vorhandene Handgranate entstand. Die „V 1" ist die erste Form; die am Anfang einer völlig neuen Entwicklung steht. Noch sind die über sie der Oeffentlichkeit mitgeteilten Daten spärlich. Wir wissen lediglich, daß eS sich um einen 'g 1 ü h e n d e n Sprengkörper handelt, der ohne jede
Abhängigkeit von der Witterung zu wirken vermag, seinen Feuerbereich wie auch seine Abschußstelle schnell wechseln kann. Es wird betont, daß die Ausgangsstellungen dieser Waffe dem feindlichen Zugriff und der feindlichen Waffenwirkung entzogen sind, was ausländische Journalisten zu der Vermutung verantaßten, die Abschußstelle der „V 1" liege unter der Erde. Vieles von ihm ist weiterhin geheimnisvoll. Seine Geheimnisse sind nur jenem engsten Kreis bekannt, der nicht nur diese Waffe, sondern auch die verschiedenen anderen Ziffern der „V" vorbereifet und ein Neuland der Waffen beherrscht, das unser eigenes Brevier ist, vojn Gegner nicht gekannt, ja noch nicht einmal geahnt, geschweige denn schon mit einer Zehenspitze betreten.
Da steht der Feind!
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^-PK.-Kriegsberichter Woscidlo (Sch) Am Brennpunkt im Kampf gegen die Invasore ist der Kradmelder vom Kompaniegeferht. stand mit neuen Befehlen für den Sioßtrup eingetroffen.
Hin kommt'* dem# m
Von
Kurt G. Stolzenberg
Wenn die Maschinerie des Krieges auf erhöhte Touren kommt, kriegen es die Bremer jedesmal hart 7u spüren. Wir wollen uns nicht damit trösten, daß es den Leuten in London und den uns nächstgelegenen englischen Orten schlimmer gehe. Davon werden die Toten unserer Bombentage nicht wieder lebendig und unsere Häuser nicht heil. Trost ist in dieser gnadenlosen Zeit eine von den Sachen, mit denen wir wenig anfangen können. Ebensowenig wie mit Aerger oder Nefd oder dünner vaterländischer Begeisterung. Dafür hat Bremen, dafür hat Deutschland viel zu viel im Laufe des Krieges mit England durchgemacht. Derart mittelmäßige Gefühle lohnen sich nicht. Jetzt hilft nur die schweigende Sachlichkeit, jetzt regiert kalter Trotz die Stunde.
Mit tapferem Herzen
frotjen die Bremer dem Terror des Feindes
nid. Bremen, 24. Juni. (PK.) Nach längerer Zeit hat Bremen wieder einmal zwei Terrorangriffe erleben müssen, und nachdem in der Nacht zum Sonnabend lind am Sonnabendmittag die Spreng- und Brandbomben auf unsere Stadt niedergeprasselt waren und der Angriff vorüber war und die Menschen aus den Bunkern und Luftschutzkellern strömten, da begann auch in großzügig eingespielter Form das Rettungswerk an tiem Tausende von Kämpfern der Heimat aktiv beteiligt waren. Durch die Straßen fuhren die Löschzüge der Feuerlöschnolizei. den Verletzten wurde durch Sanitätstnipps sofortige Hilfe zuteil, die Massen der Paitei und der NSV. traten in Aktion, pie Wehrmacht hatte gleichfalls ihre Soldaten zur Verfügung gestellt, und überall packten Männer und Frauen fest zu. wo es aait. das Feuer zu löschen und den Verletzten Fliife zu gewähren. Auch hei diesen Angriffen 3lnd von den Bremern Leistungen an Opfern und Hilfsbereitschaft vollhmcht worden, die, aufgezeichnet und gesammelt wohl wieder ein ganzes Buch füllen würden
Wenn auch diesmal wieder viele Menschen ihr Hab und Gut verloren haben, sc zeigt es sich doch, daß die Menschen im' Verlauf des Krieges von Angriff zu.Angriff härter geworden sind und heute dem Schicksal kühlgr ins Auge sehen, als beispielsweise vor einem Jahre Hinzu kommt, daß heilte alle Deutschen wissen, daß der Engländer wohl noch seine Bnmberstaffeln heriiberschicken, er aber nicht mehr ungestraft seinen Vernichtunqs- wiilen an unserer Stadt austoben kann, daß' vielmehr im gleichen Augenblick, in dem bei uns die Bomben fallen, auch seine
Hauptstadt London das Ziel unserer Vergeltungswaffe ist. Heute braucht kein Deutscher bei Luftangriffen mehr ohnmächtig die Faust zu hallen, denn wir sind inzwischen in der Lage, was der Erfolg unserer neuen Waffe „V 1" bereits beweist, mit den gleichen, ja mit noch stärkeren Schlägen das heimzuzahlen, was der Feind uns antut oder angetan hat. Durch diesen Gedanken bekommt der Bombenterror des Feindes ein ganz anderes Gesicht, und auf der Straße, während der Arbeit des Hel- fens und des Reftens, wurde auch von der Bevölkerung in Gesprärhen oftmals darauf hingewiesen. Dann wurde die Schaufel oder die Picke noch fester angepackt aus dem Gefühl heraus, daß wir, wenn wir auch noch manches ertragen müssen, heute auch auf dem Sektor ries Imftkrieges nicht nur mehr Amboß, sondern in noch stärkerem IJmfanq Hammer sind.
Viele Leiden und Opfer haben auch diese Angriffe wieder über unsere Stadt gebracht, aber wir wissen heute, daß der Kampf nicht mehr einseitig ist, und daß auch der Engländer am eigenen Leibe zu spüren bekommt, was es heißt, über ein Volk die Leiden eines Vernichtungskrieges zu bringen. Ebenso tapfer und treu, wie die Bremer auch diese Angriffe wieder überstanden haben, ebenso werden sie auch kiinftiq dem Terror des Feindes trotzen, de? schließlich erkpnnen wird daß'er mit derartigen Mitteln das deutsche Volk niemals niederzrvinnen kann, vielmehi dabei Gefahr läuft, infolge der wuchtigen Schläge, die die deutsche Wehrmacht zur aleichen Zeit austeilt, noch eher als sein Gegner in den Knien wpich zu werden.
Kriegsberichter Paul Broszio.
Der Krieg dauert nun schon jahrelang. Noch länger hat' er uns vorher verfolgt, ob wir ihm schon auswichen, wo wir es nur kpnnten. Es ist das Schicksal unserer Generation, daß sie nicht nur die große positive Umwälzung Deutschlands und Europas mit- erlebt, sondern auch einen blutigen und teuren Preis dafür entrichten muß. Wir bezahlen bar, und jeder weiß, daß sich keiner davon drücken kann. Wer Grips im Kopfe hat, kennt die Vorgänge, die damals mit Schmälerung unserer Frühstücksbutter und Entziehung unseres Morgenkaffees anfingen und sich mit der Ausrottung der primitivsten Menschenrechte der Polendeutschen weiter fortsetzten, so daß wir dazwischenhaoen mußten. Wer keinen Grips im Kopfe hat, also die einfachsten Zusammenhänge beim besten Willen nicht behalten kann, hat doch wenigstens gemerkt, daß Schimpfen nichts hilft. Denn die Juden und Plutokraten und die Judengenossen, und Bolschewisten bessern sich darum nicht. So haben wir unter sehr harten Verhältnissen lernen müssen, ungerührt und selbständig das Richtige zu tun und jeder für sich selbst verantwortlich zu sein. Es ist gleich dabei, ob von diesen Verhältnissen Männer oder Mädel oder Jun- gens getroffen werden. Das alles lehrt uns ja gerade der Luftkrieg. Wenn im letzten Augenblick alles über die Straßen Richtung Bunker rennt, trägt jeder die eigene Haut zu Markte. Und es gibt nur noch Wenige, die in künstliche Aufregung verfallen, weil der Kreisleiter nicht gleich bei Bekanntgabe der öffentlichen Luftwarnung mit durch- sagen läßt: .möglicherweise gibt es ganz
schnell einen dicken Alarm, und wir kriegen etwas aufs Dach!’ Das ist ja von vornherein von jedem notgedrungen mit einkalkuliert, denn auch bei kleinem Alarm ist die Luft eisenhaltig, auch kleinere und einzelne Feindmaschinen haben Bomben, und die Nigger, die dadrin sitzen, warten nicht erst lange, mit dem Werfen, bis der große, für geschlossene Bomberverbände vorgesehene Alarm von unsern Dächern kreischt. Und wenn von der Flak nicht viel zu hören ist, weil sie unsere Nachtjäger nicht treffen will, so werden nur ganz alte Frauen deshalb mit dem General Wagner böse sein.
Und wie in dem Krieg, den wir hier an der Weser selber führen, so ist es im großen Gesamtgeschehen, bei dem die ausge- bombten Städte nun einmal eine wenig belangvolle Rolle spielen. „Oeffentiiche Luftwarnung“ herrscht hier im Großen ständig, während der Vollalarm mal zu der, mal zu jgner Ecke wandert. Im gegenwärtigen Augenblick können wir allerdings sagen daß der Teufel los ist. Die Plutokraten kämpfen unter kaltschnäuziger Opferung von vielen Tausenden von Menschen immer noch am Atlantik um ihre Invasion. Die Bolschewiken haben soeben wieder eine Offensive begonnen und trommeln wieder einmal mit allem, was sie auf die Beine bekommen, auf uns los. Was w i r zu dem Höhepunkt des Krieges beitragen, ist unsere von furchtbaren Rätseln umdüslerte Vergeltung, sind die miilr-idlosen Schwertstöße in die Biößn der Invasoren und die sture Verteidigung,