Ausgabe 
(25.6.1944) 173
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

s *!m if. -

und i:

Erscheint 7mal wScKentlich

9 I I s s t e I I e n:

Bremen: Beeren »'8 Rnt 2 19 31; Haditrut uni «onntass 2 47 65; ObernstraBe 88. Rnl 2 19 31; Syke: Mflhlendamm 2: Br.-Hemelingen: Bahn holstraBa 6, Ecke PoststraBe. Rnl 4 34 58; Br. Vegejack: Rohrstr. 24, Rnl 4 n. 8; Br.-Blumen Ihal, Kapt.-Dallmann-Str. 41/43, Rnl U 8. SS

der Naiionalsozialisien Bremens

Amiliehes Veplcundungsblatt des Reichsstatthalters

in Oidenbura und Bremen

Einzelpreis 15 Rpf.

" Utl die e " re Ui *0*1 s eine sind i

^naisch Niu! 9 * 1

d rt «M “9 G» Vv* 1 ds M die y ^ SchbJHC ff

«onatsbeing 2.30 RM elnschl. 2usteIIgeMlir| postbezugsprele monatllcli 2.30 RM (elnschl. J0.1 Rpf- Postzeitungsgebühr) mügl. 42 Rpl. Bestellgeld. Pustscheck: Hamburg 17 272. Anzel« leopreise und Aulnahmebedlngungen .11. Prel«. lisls, Autnahaetemlni «hn« Terbtndltchkttt,

"*J **”

i ^'-t k/t'

* «feb> :

^Stbc 1 '

e >ndeutig e r

einer

» gab. Die

Ä* Neue Verei y': Landes- . Zn.den

S.»» 5 SiSSr*

Parteiamtliche Tageszeitung

pgg Amtsblat^des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen

Nr. 173 • 14. Jahrgang

Sonntag, 25. Juni 1944

; s *Techung Aseudott, 2 » «fc*.

15 <fer Slo« K*rl SchfiRw ^ taSj?'" 1

di

—^ fswidotf, 'xn £.

m d «r Slo- **1 Schoßw \ ® ei 'ÄJf t ‘ !

Z WüSLÄS}}^

.5 atJ-iCSifil;

E.e bisher Ä « ?«f.SS*

-Pichen Beck;undt;&-^^

•-P'* ?s Am- Eerechtigung^ 3 ^ ^ rand tm^-Rtp

L'ngarn;

v :penha-

ij '^rniing , “* w «Mei

-“-■cldand; Re(M de f Anssckreibm,

**SS SKta?^

Hdfira iifui cj-.h

**• iwfuateiivie

Wettbewerbe im ä rar Frauen sowie eia

en

i-?.? ist Vor» ■-* * *«uea sowie' eh m

^dienst ® ZfiS* C

=t:"t nützt t?!™ . verv olfständigl Ebenso

ssSSSSS?»

Vo:ies irixd erfolgt

bewältig ge

der Pionier andere Sol- Undenkbar Soldaten auf Umstände: in sich über legen erfor > zu beherr- ewährleiste*. -fonate Vor lies erkannt .ns wenigen lone, diese

e

n _

J p i n ! s t

Bre ®er Rud ei

6 %titt

Im wütenden Sturm des Großangriffs

Die Verteidiger von Cherbourg im schweren Kampf — Masseneinsat) der Amerikaner gegen den Festungsring

Von Kriegsberichter Lutz Koch

“ Voli t Melsterschaftstenmne It, . ■rhrfabigste, Wans Ganmeistet in Rh-™ - <s ■ behält im. 2 - Ml “ uS - - ■*“*

Hamburg - Bima h fejg ^ Sonnabend, 15. JuB, ansga^T

2- M im Hüjhasr 'sh od. Dies ist T *ge k dis feil

%S£

2 s^-d?nieii irrsa am i

Das __ _

Kartoffelsalat mtf Grtn. ' , 1, pj ^ geschenerte, gHgemci jrjä'fei' werden in eine Tarif pfiffeahirrj V» 1 Wasser, 1 U9el km pbdt !c =i mit Säure und Sali tigg ad; fc schwenkt die KiiicK; jsi fed^'p; f nach Voihandeoiü la ssüB.ii- blätter ron Saht, Zridnpb Itr u Kresse, Peteisäii oder Säut E sr Zitronemnelissa tca, a a nie

nhn ieF ctwrar fnentac .'juratri

^.uiuuemiiuuH ocu, v.-d a i.j; 1

den ist, etwas fiistia (eähriis l B. Radieschen.

sone, n:ese -

ir fast das ^ Verlis Igu Idtmt ß-t»

härtet. Im Dflwta# WaedR.?tR4 ÜtU ibif} 1

I/tucä mm T«ru|j k9w»bjji»; »artet. Im yojiag Weser-Eas GrSl, :na fr liot direkter; WaliirJllliiSni, 5«

_ehrilthilaf ßf i f<ih//)!.v

Bramen. — ffäTtffli Soi<* -L'- -

dnb. 24. Juni (PK.) Nach der Erreichung der Westküste der Halbinsel Cotentin durch die nordamerikanischen Panzerspitzen trägt min der Festungsbereich Cherbourg die Schwere der auf Stadt und Festung nieder- prasselnden ungestümen Angriffe. Endlich siebt sich der Gegner in die Lage versetzt, das Bollwerk berennen zu können, von dem er nach der-Planung des ganzen Landungs- mfernehmens, das die Abschnürung der Halbinsel bereits am zweiten' Tage der In­vasion vorsah, erhoffen durfte, .daß es ihm ’ im UeberrascKungsanqriff schon in der er­sten Woche in die Hände fallen würde Der Widerstandsgeist und die Kampfkraft der deutschen Divisionen, die die Halbinsel an den Einbruchstellen und gegen den "drei-' fachen Stoßkeil der Amerikaner zu vertei­digen hatten, haben es zuwege gebracht, daß erst volle 14 Tage später die Küste er­reicht und dann der Angriff auf Cherbourg mit den auch jetzt dem Feind wieder reich­lich zur Verfügung stehenden Kräften ?n Menschen und Material gestartet werden konnte.

11 e n a n g e bete

fioitlf-

fj

In harten Kämpfen mit,dem ständig knapp nachfolgenden Feind, der vergeblich ver­suchte, in die auf Befehl sich langsam auf den eigentlichen Festungsgürtel absetzen­den' deutschen Truppen in einem Durch- sruchsversuch amzusetzen, wurden die neuen Stellungen bezogen. Sie liegen in einem flachen Bogen um das eigentliche Gelände der Stadt und Seefestung und schließen verschartete Land- und See-Bat­terien, Widerstandsnester und Stützpunkte ein. Vier Tage nach Erreichung der West­küste und nach der Neugruppierung der bei V a 1 o g n e und M o n t e b o u r g stark angeschlagenen Kräfte, die .von See her seuen Züzug erfahren, begann die erste kgriffswelle auf die Außenbezirke der Fe- '.»irag.-'Hierbei mußten nortiaraerikanjsche liianterieeinheiten und Panzerverbände so­fort die Feststellung machen, daß es mit dem langsamen Zurückweichen vor Ihnen wie bisher auf Grund vorliegender Befehle zu Ende war. Wiederum standen die ver­bissenen und erfolgreichen Verteidiger von Montebourg in der gleichen Abwehrbereit­schaft wie in den vergangenen Kampftagen ihren Mann und ließen vor ihren Steilungen den verzweifelt anrennenden Gegner bei zahlreichen abgeschlagenen Angriffen tnt oder verwundet zusammenbrechen.

Seit Donnerstag früh hat der Feind nun auch von See her seine schweren Schiffs­geschütze auf den gesamten Festungs­bereich angesetzt. Breitseiten mittlerer und schwerster Kaliber kommen mit brüllendem Getöse auf die Verteidiger-zu. Bei dem auf­klärenden, meist sonnigen Wetter ist auch die feindliche Luftwaffe mit Bombern und Jagdbombern, mit Flächenwürfen und Ein­zeljagd zur stärksten Unterstützung des im­mer wieder von der Landseite mit Panzern und Infanterie vorgetr.agenen-Angriffs über- jegangen. Der ■ gesamte Festungsbereich bebt von den Einschlägen der feindlichen and von den Abschüssen der eigenen Ar­tillerie, die wie die Batterien der Küsten­artillerie mit großer Wirkungskraft gegen die Feindflut und den Aufmarsch an der Laadfront unablässig schießen. .

. Alle Kräfte sind in Cherbourg zur Ver­teidigung der -Festung-zusammengefaßt, und besonders harte Kämpfe -sind nun entbrannt. ®et einem Ort geht der Kampf vor allem t® den dortigen Flugplatz. Durch dig Auf­merksamkeit der Besatzung des Flughafens hrde ein Ueberumpelungsyersuch der -'ktdamerikaner verhindert. -Ber Einbruch feinte im schnellen Gegenstoß unter •'chweren Verlusten für den Femd bereinigt »erden. Auch bei anderen Stützpunkten er 9ab sich, heute das gleiche Bild. Einge- drnngener Feind konnte mit der blanken Waffe geworfen oder herankommende Pan-

Die Schwerter verliehen

Snb. Berlin, 24. Juni. Der Führer ver-

Neh am 22. Juni 1944 das Eichenlaub mit

• am gum «« - -

Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen yeuzes an W-Obersturmf (ihrer Michael W i 11 m a n n, Kömpanieftihrer einer schwe-

ffH ti _ i_i. Jav Xi.t»a.n7er.nivi-

* i i m a n n, nonipamcuimci 45AA1W ^—- ‘ f, i Panzerkompanie in der ^f-Panzer-Divi- * io n „Hitler-Jugend" als 71. Soldaten der Putschen Wehrmacht.

Neue Ritterkreuzträger dnb. Berlin, 24. Juni. Der Führer verlieh !>s Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: "•Obersturmbannführer Josef S w ii e n t e k , "Wjimentskommandeur in der If-Panzer- jhvision „Totenkopf”; fl-Hauptsturmführer ” ei nz H ä m e 1, Bataillonskommandeur in

y r ff-Frei witlinerf-Panzer-Grenadier-Di Vision

#ordland''[ ff-Hauptsturmführer Hermann üchner, Bataiilonskommandeur in der

„--„Hei, DdiauiuriSMJUimaw—- -

«•Panzer-Divisipn „Totenkopf"; . ffOber-

SfTiawF«!_. • —i _ r.’tt.4« rlor

l r,1 arfuhrer Friiz Biegt, Zugführer in der ”;Panzer-Division „Wiking": ff-IJnterschar-

t?Erer Johann P i e d 1 e r , Zuafiihrer in der "'Panzer-Divfsion „Totenkopf": ff-Unter-

.JJ^Tführer Josef Roelleke, Meldestaffel-

füh

r er in der ff-Panzer-Division „Totenkopf"

, L>en Heldentod starb in Italien der Ritter- ^ewiräger Oberstleutnant Werner Reich, ■''mmandeur eines sächsischen Grenadier-

&e.

üifflents.

zerkeile konnten durch das konzentrierte Feuer der Batterien zerschlagen werden.

Jeder Fußbreit Boden -kostet den Nord­amerikanern hohe Verluste, Aber N-iontgo- mery treibt die Divisionen seiner amerika­nischen Bundesgenossen immer erneut zum Kampf, weil er den Hafen Cherbourg für seine Versorgungsflotte dringend benötigt.

Unsere Infanteristen müssen in ihren Wi­derstandsnestern und Feldstellungen unter der Feuerwalze des Gegners viel aushalten. Für ihren kämpferischen Einsatz sprich!

aber, daß es ihnen gelang, zahlreiche An­griffe in den letzten Stunden mit der blan­ken Waffe zum Stehen zu bringen und auch mit Panzer - Nahbekämpfungsmitteln sich gegen herankommende schwere USA ■ Panzer durchzusetzen. Im Verlauf der letz­ten Kämpfe haben die Nordamerikaner neun schwere Panzer, sieben Panzerspäh­wagen und zahlreiche gepanzerte Mann­schaftstransportwagen verloren. An diesen Erfolgen hat auch die Artillerie der Festung Anteil, die mit vernichtender Wirkung in

Panzerbereitstellungen und Feindansamm­lungen hineinhielt.

Die Verteidiger von Cherbourg stehen in einem wütenden Sturm des feindlichen Großangriffs, der vom Geqner aus der Luft und in immer neuen Angriffswellen auf der Erde gespeist wird. Sie kämpfen, und halten in diesen Stunden, wn die !nvasions : schiacht in der-Normandie eigentlich nur den Pulsschlag des Ringens um Cherbourg kennt, unter harten Kampfbödinqungen, die in der Massierung der Mittel eindeutig für den Gegner sprechen.

Bei Tag und Nacht wuchtige Feuersdhläge auf London

Schwere Kämpfe in Italien — Abwehrschlacht tobt Im mittleren Frontabschnitt der Ostfront

dnb. Führerhauptquartier, 24. Juni. Das Oberkommando der Wehr­macht gibt bekannt:

Oertliche Vorstöße des Feindes im Brücken­kopf der Normandie scheiterten. Ge­lungene wurden eingebracht.

An der Landiront der Festung Cher­bourg kam es gestern aii verschiedenen Stellen zu erbitterten Nahkämpfen, die sich auch in der Nacht iortsetzten. In den Nach­mittagsstunden gelang es dem Feind, einige unserer Stützpunkte zu nehmen und wei­ter gegen die Festung vorzudringen. Im Rücken des Gegners kämpfen noch zahl­reiche Widerstandsnester zäh und verbissen. In anderen Abschnitten wurden feindliche Angriffsspitzen im zusammengeiaßten Feuer zerschlagen.

Oestlich der Orne-Mündung zer­sprengten unsere Küstenbatterien trotz starken Beschusses durch schwere Schiffs­artillerie einen feindlichen Landungsverband und schossen mehrere Transporter und Frachter in Brand.

Sfeestreitkrälte versenkten vor der Inva­sionsfront ein volibeladens Lan­dungsschiff von 3000 BRT. und einen Zerstörer.

Bei der Insel Jersey versenkten Siche­rungsfahrzeuge eines Nachschubgeleits aus einem angreifenden Verband britischer Schnellboote zwei Boote und beschädigten ein drittes so schwer, daß mit seinem Un­

tergang zu rechnen ist. Alle übrigen feind­lichen Boote wurden beschädigt. Ein eige­nes Minensuchboot und ein kleines Trans­portfahrzeug gingen verloren.

Die Luftwaffe erzielte in der Nacht Tref­fer auf mehreren Handelsschiffen.

Ueber dem Landekopf und den besetzten 'Westgebieten wurden 40 feindliche Flug­zeuge abgeschossen.

Das Störungsfeuer auf London wurde bei Tag und Nacht mit wuchtigen Feuer­schlägen fortgesetzt.

In Italien wurde im Raum nördlich Grosseto auch gestern schwer gekämpft. Un­ter starker Massierung seiner Kräfte konnte der Feind’ dort in unsere Stellungen ein­brechen. Durch sofort einsetzende Gegen­angriffe wurde die Front wieder geschlos­sen. An der übrigen Front wurden zahl­reiche feindliche Aufklärungsvorstöße blutig abgewiesen.

Bei den schweren Abwehrkämpfen dpr letzten Tage haben sich' die unter Führung des Generals der Panzertruppen, Herr, ste­henden Divisionen des Heeres und der Luft­waffe, besonders das Grenadier-Regiment 145 unter Oberst Kühl, hervorragend be­währt.

Im Golf von Genua versenkten Siche­rungsfahrzeuge der Kriegsmarine ein angrei­fendes britisches Torpedo-Schnellboot und beschädigten drei weitere schwer.

An der südlichen Ostfront schei­

terten alle Vorstöße der Bolschewisten. Er­neute Bereitstellungen wurden zerschlagen.

Im mittleren Frontabschnitt nahm der sowjetische Großangriff an Wucht zu und dehnte sich auf weitere Abschnitte aus. Während zwischen dem Pripjet und Tschaussy alle Angriffe erfolglos blie­ben, gelang es starken feindlichen Infante­rie- und Panzerkräften östlich M o g i 1 e w , beiderseits der Smolensker Rollbahn und beiderseits Witebsk in unsere vor­dersten Stellungen einzubrechen. Die Ab­wehrschlacht geht hier mit steigender Hef­tigkeit weiter. Die Bolschewisten verloren gestern im Mittelabschnitt der Ostfront 73 Panzer und 53 Flugzeuge.

Südöstlich O s t r o w, im Raum von PI e s- kau und nordwestlich Narwa scheiterten zahlreiche sowjetische Angriffe.

Die Marinebatterie T y 11 e r s versenkte im Finnischen Meerbusen drei sowjetische Räumfahrzeuge.

Bei Angriffen eines nordamerikanischen Bomberverbandes auf serbisches und rumä­nisches Gebiet wurden Wohnviertel der Städte Giurgiu und Plösti getroffen. Deutsche, rumänische und bulgarische Luft- verteldigungskräfte vernichteten 18 feind­liche Flugzeuge.

Einzelne britische Flugzeuge warfen in der letzten Nacht Bomben auf Bremen.

Deutsche Kampfflugzeuge griffen Ziele in Südostengland an.

Das Geheimnis der „VI

n

Neuland der WqHentechnik betreten — Überraschungen lür den Gegner

Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung

b. Berlin, 24. Juni. Die neue deutsche Ge­heimwaffe hat ihren offiziellen Namen be­kommen. Sie wird amtlich als „V 1" bezeich­net, wobei das V die Abkürzung des Wortes Vergleltungswaffe bedeutet, wäh­rend die 1 andeutet daß es sich hierbei lediglich um das Ausspielen des ersten Trumpfes handelt, von denen die deutsche Führung mehrere in Vorbereitung hat. Wir wissen, daß die gegenwärtig laufende Aktion, die Südengland und die Stadt London zum Kriegsgebiet gemacht hat, lediglich das Vorspiel zu jenen Unternehmen bildet, in denen sich der volle Ausgleich zwischen Schuld und Sühne vollziehen wird. Dies be­deutet keine Abschwächung der sich mit der Fortdauer des Bombardements immer klarer herau^stell enden Auswirkungen des Dauerbeschusses, sondern steckt nur Gren­zen ab und deutet Möglichkeiten an, die der deutschen Führung in die Hand gegeben sind und die zugleich von dem Schleier des Ge­heimnisvollen umwittert sind.

Durch die Anwendung der neuen deut­schen Waffe ist ein Neuland betreten wor­den, das ungeahnte Perspektiven eröffnet und in der Waffentechnik einer Revolution qieichkommt. Das Bedeutungsvolle dabei ist es, daß diese Entwicklung nicht von Mach­ten anqebahnt wurde, die aus „dem .vollen schöpfen" können, die keine zerbombten Städte kennen, keine Verlagerungsprobleme in der Industrie, keine Rohstoffsoroen und nach ihren eigenen Angaben auch Re' ne Sorgen über den Einsatz von Arbeitskräften. Mögen diese Behauptungen der Vereinigten Staaten auch sehr stark agitatorisch beein­flußt sein, so hatte sich doch die gesamte Publizistik der USA. aus dem Bewußtsein der „technischen Vollkommenheit der Neuen Welt darauf eingestellt, daß — wenn schon Ueherrraschungen in diesem Knen das Kamnfgeschehen beeinflussen wurden

_ die Ueberraschungen auf jeden Fall von

Amerika geliefert würden, sozusagen am laufenden Band bergestellt und der alten Welt als Beweis eines Fortschrittes ge­bracht, der scheinbar mit Recht lächelnd auf die kulturellen Werte Europas herab- schauen könne

Wir haben keineswegs die Absicht, die Kampfmittel des Gegners zu •

Sie weiden aus guten Waffen gebildet, au • gestattet mit allen Möglichkeiten des tech­nischen'Fortschrittes, aber sansationell sirid sie nicht Die „Hamikar" vermochten keines, weos die deutschen Truppen an dei^ Tnva- sionsfront zu überraschen, noch ihnen in überwinrihare Probleme zu bieten Auch die Thermit-Handgranate, die von den Inva soren über den großen Teich mitaebracht wurde, verlor ihren Ruhm, als sie mit neuen deutschen Nahkampfmitteln in Beruhru g

kam, dem „Nazi-Säge" getauften neuen deutschen Maschinengewehr, neuen Ge­schossen mit neuartiger Wirkung usw.

Die neue deutsche Fernwaffe, die „V 1", ist jedoch wahrhaft sensa­tionell. Sie ist nicht aus der Fortent­wicklung einer bekannten Waffe entstanden, Wie beispielsweise der „Hamilcar” nur ein vergrößertes Abbild der bekannten Lasten­segler darstellt oder die Thermithandgranate der Amerikaner in der Anlehnung an die bereits vorhandene Handgranate entstand. Die „V 1" ist die erste Form; die am Anfang einer völlig neuen Entwicklung steht. Noch sind die über sie der Oeffentlichkeit mit­geteilten Daten spärlich. Wir wissen ledig­lich, daß eS sich um einen 'g 1 ü h e n d e n Sprengkörper handelt, der ohne jede

Abhängigkeit von der Witterung zu wirken vermag, seinen Feuerbereich wie auch seine Abschußstelle schnell wechseln kann. Es wird betont, daß die Ausgangsstellungen dieser Waffe dem feindlichen Zugriff und der feindlichen Waffenwirkung entzogen sind, was ausländische Journalisten zu der Vermutung verantaßten, die Abschußstelle der „V 1" liege unter der Erde. Vieles von ihm ist weiterhin geheimnisvoll. Seine Ge­heimnisse sind nur jenem engsten Kreis be­kannt, der nicht nur diese Waffe, sondern auch die verschiedenen anderen Ziffern der „V" vorbereifet und ein Neuland der Waffen beherrscht, das unser eigenes Brevier ist, vojn Gegner nicht gekannt, ja noch nicht einmal geahnt, geschweige denn schon mit einer Zehenspitze betreten.

Da steht der Feind!

£

%

^-PK.-Kriegsberichter Woscidlo (Sch) Am Brennpunkt im Kampf gegen die Invasore ist der Kradmelder vom Kompaniegeferht. stand mit neuen Befehlen für den Sioßtrup eingetroffen.

Hin kommt'* dem# m

Von

Kurt G. Stolzenberg

Wenn die Maschinerie des Krieges auf erhöhte Touren kommt, kriegen es die Bre­mer jedesmal hart 7u spüren. Wir wollen uns nicht damit trösten, daß es den Leuten in London und den uns nächstgelegenen englischen Orten schlimmer gehe. Davon werden die Toten unserer Bombentage nicht wieder lebendig und unsere Häuser nicht heil. Trost ist in dieser gnadenlosen Zeit eine von den Sachen, mit denen wir wenig anfangen können. Ebensowenig wie mit Aerger oder Nefd oder dünner vaterländi­scher Begeisterung. Dafür hat Bremen, da­für hat Deutschland viel zu viel im Laufe des Krieges mit England durchgemacht. Derart mittelmäßige Gefühle lohnen sich nicht. Jetzt hilft nur die schweigende Sach­lichkeit, jetzt regiert kalter Trotz die Stunde.

Mit tapferem Herzen

frotjen die Bremer dem Terror des Feindes

nid. Bremen, 24. Juni. (PK.) Nach längerer Zeit hat Bremen wieder einmal zwei Terrorangriffe erleben müssen, und nachdem in der Nacht zum Sonnabend lind am Sonn­abendmittag die Spreng- und Brandbomben auf unsere Stadt niedergeprasselt waren und der Angriff vorüber war und die Menschen aus den Bunkern und Luftschutzkellern strömten, da begann auch in großzügig ein­gespielter Form das Rettungswerk an tiem Tausende von Kämpfern der Heimat aktiv beteiligt waren. Durch die Straßen fuhren die Löschzüge der Feuerlöschnolizei. den Verletzten wurde durch Sanitätstnipps sofortige Hilfe zuteil, die Massen der Paitei und der NSV. traten in Aktion, pie Wehr­macht hatte gleichfalls ihre Soldaten zur Verfügung gestellt, und überall packten Männer und Frauen fest zu. wo es aait. das Feuer zu löschen und den Verletzten Fliife zu gewähren. Auch hei diesen Angriffen 3lnd von den Bremern Leistungen an Opfern und Hilfsbereitschaft vollhmcht worden, die, aufgezeichnet und gesammelt wohl wieder ein ganzes Buch füllen würden

Wenn auch diesmal wieder viele Men­schen ihr Hab und Gut verloren haben, sc zeigt es sich doch, daß die Menschen im' Verlauf des Krieges von Angriff zu.Angriff härter geworden sind und heute dem Schicksal kühlgr ins Auge sehen, als beispielsweise vor einem Jahre Hinzu kommt, daß heilte alle Deutschen wissen, daß der Engländer wohl noch seine Bnmberstaffeln heriiberschicken, er aber nicht mehr ungestraft seinen Vernichtunqs- wiilen an unserer Stadt austoben kann, daß' vielmehr im gleichen Augenblick, in dem bei uns die Bomben fallen, auch seine

Hauptstadt London das Ziel unserer Vergeltungswaffe ist. Heute braucht kein Deutscher bei Luftangriffen mehr ohn­mächtig die Faust zu hallen, denn wir sind inzwischen in der Lage, was der Erfolg unserer neuen Waffe „V 1" bereits beweist, mit den gleichen, ja mit noch stärkeren Schlägen das heimzuzahlen, was der Feind uns antut oder angetan hat. Durch diesen Gedanken bekommt der Bombenterror des Feindes ein ganz anderes Gesicht, und auf der Straße, während der Arbeit des Hel- fens und des Reftens, wurde auch von der Bevölkerung in Gesprärhen oftmals darauf hingewiesen. Dann wurde die Schaufel oder die Picke noch fester angepackt aus dem Gefühl heraus, daß wir, wenn wir auch noch manches ertragen müssen, heute auch auf dem Sektor ries Imftkrieges nicht nur mehr Amboß, sondern in noch stärkerem IJmfanq Hammer sind.

Viele Leiden und Opfer haben auch diese Angriffe wieder über unsere Stadt gebracht, aber wir wissen heute, daß der Kampf nicht mehr einseitig ist, und daß auch der Eng­länder am eigenen Leibe zu spüren be­kommt, was es heißt, über ein Volk die Leiden eines Vernichtungskrieges zu brin­gen. Ebenso tapfer und treu, wie die Bremer auch diese Angriffe wieder über­standen haben, ebenso werden sie auch kiinftiq dem Terror des Feindes trotzen, de? schließlich erkpnnen wird daß'er mit derartigen Mitteln das deutsche Volk niemals niederzrvinnen kann, vielmehi dabei Gefahr läuft, infolge der wuchtigen Schläge, die die deutsche Wehrmacht zur aleichen Zeit austeilt, noch eher als sein Gegner in den Knien wpich zu werden.

Kriegsberichter Paul Broszio.

Der Krieg dauert nun schon jahrelang. Noch länger hat' er uns vorher verfolgt, ob wir ihm schon auswichen, wo wir es nur kpnnten. Es ist das Schicksal unserer Gene­ration, daß sie nicht nur die große positive Umwälzung Deutschlands und Europas mit- erlebt, sondern auch einen blutigen und teu­ren Preis dafür entrichten muß. Wir be­zahlen bar, und jeder weiß, daß sich keiner davon drücken kann. Wer Grips im Kopfe hat, kennt die Vorgänge, die damals mit Schmälerung unserer Frühstücksbutter und Entziehung unseres Morgenkaffees anfingen und sich mit der Ausrottung der primitivsten Menschenrechte der Polendeutschen weiter fortsetzten, so daß wir dazwischenhaoen mußten. Wer keinen Grips im Kopfe hat, also die einfachsten Zusammenhänge beim besten Willen nicht behalten kann, hat doch wenigstens gemerkt, daß Schimpfen nichts hilft. Denn die Juden und Plutokraten und die Judengenossen, und Bolschewisten bes­sern sich darum nicht. So haben wir unter sehr harten Verhältnissen lernen müssen, ungerührt und selbständig das Richtige zu tun und jeder für sich selbst verantwortlich zu sein. Es ist gleich dabei, ob von diesen Verhältnissen Männer oder Mädel oder Jun- gens getroffen werden. Das alles lehrt uns ja gerade der Luftkrieg. Wenn im letzten Augenblick alles über die Straßen Richtung Bunker rennt, trägt jeder die eigene Haut zu Markte. Und es gibt nur noch Wenige, die in künstliche Aufregung verfallen, weil der Kreisleiter nicht gleich bei Bekanntgabe der öffentlichen Luftwarnung mit durch- sagen läßt: .möglicherweise gibt es ganz

schnell einen dicken Alarm, und wir krie­gen etwas aufs Dach!’ Das ist ja von vorn­herein von jedem notgedrungen mit einkal­kuliert, denn auch bei kleinem Alarm ist die Luft eisenhaltig, auch kleinere und ein­zelne Feindmaschinen haben Bomben, und die Nigger, die dadrin sitzen, warten nicht erst lange, mit dem Werfen, bis der große, für geschlossene Bomberverbände vorge­sehene Alarm von unsern Dächern kreischt. Und wenn von der Flak nicht viel zu hören ist, weil sie unsere Nachtjäger nicht treffen will, so werden nur ganz alte Frauen des­halb mit dem General Wagner böse sein.

Und wie in dem Krieg, den wir hier an der Weser selber führen, so ist es im gro­ßen Gesamtgeschehen, bei dem die ausge- bombten Städte nun einmal eine wenig be­langvolle Rolle spielen. „Oeffentiiche Luft­warnung“ herrscht hier im Großen ständig, während der Vollalarm mal zu der, mal zu jgner Ecke wandert. Im gegenwärtigen Augenblick können wir allerdings sagen daß der Teufel los ist. Die Plutokraten kämpfen unter kaltschnäuziger Opferung von vielen Tausenden von Menschen immer noch am Atlantik um ihre Invasion. Die Bolsche­wiken haben soeben wieder eine Offensive begonnen und trommeln wieder einmal mit allem, was sie auf die Beine bekommen, auf uns los. Was w i r zu dem Höhepunkt des Krieges beitragen, ist unsere von furcht­baren Rätseln umdüslerte Vergeltung, sind die miilr-idlosen Schwertstöße in die Biößn der Invasoren und die sture Verteidigung,