Issue 
(20/06/1944) 168
Page
1
 
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image

IN»

* 0l, W

^:' g d :^o!»'

^est e h en Hit

, Na >« SaSSf 01

Sand v^an d e er E ^

- ,er

>i>.

*h

Art » d6t N

Ado 'f-Hi.ip r ]"»e

sen aus n l r ? Be -1

Maüer voßnrf htinile ».

und aehJE?*« faltete B s,c h scho n! , .

selbst e in f K e 'Ri< t

muntet geto anis m & it-- ? e Pflans? fc"?J NiemJl^E-..-

: Clippers

ertrat, nicht allsten Bre- e Lücke, die L Es sen- i n Kämp

der Stan

Si.

zeit!

können, den weh in den en wird, so ank unserer Uten Kraft- ! Endsieges

chierten die umsäumten ich vor dem an ihrem urger Kreis­en, daß die Weser-Ems d sich durch den Führer

o kann man iatt werwen rkhafter und

dem Pflicht- berziehungs- iassung zum en Handels- vorherigen

bhängig zu

nball. D> e iatz stehen- ilizei, unter Ilener Poli- irieder einer aus. Die Be- etzten Platz [ der Ope- lichem Bei- Dankes an ranstaltung ibetreu-

;nen Hoch- jnd körper- j und Frau, ustraße 76. 83. Lebens- remen.

in seinem cd Nord- 16, zurück.

iungen

Uhr, Sprech- ler Pol- Lel Gliederungen

nmal schön

g" eich lh c r b heute noch

[ein Bnb. ist

uch meine

Leute

?. urde a Aber selL 6ntWid ^ t a - L Mauerritze tnmT****: em dicker

Jahr

'»«tu stetj ,

wieder

Erscheint

7mal wöchentlich

2,30 RM elnschl. Zustellgebflhrj ,j eng sprels monatlich 2.30 RM (clnschl. Hl Rpt. PostzeJtnngsgebühr) zuziigl. 42 Rpf. .yUHgsU, Postscheck: Hamburg 17 272. Aurel- Mipreise und Aufnahmebedingungen 1t. Prell- Oils. Aufnahmetermin« ohne Terbindltchkttt.

urcmcröcitunn

_ .

e ,?? sze ** un 9 mm der Nationalsozi

ormeiaiers der Freien Hansestadt Bremen '♦fr' _v i_-. i j.

Geschäftsstellen:

Bremen: Beeren 6'8 Rut 2 19 31; Nacbtrut und sonntags 2 47 65: ObernstraBe 86. Rut 2 19 31; Syke: Wühler.dämm 2: Br.-Hemelingen: Bahn- holstraBt 6, Ecke PoststraBe. Rut 4 34 58: Br.- Vegesadc: Robrstr. 24, Ruf Ul; Br.-BIumen- thal, Rapt.-Dallmann-Str, 41/43, Rn! 81 I. 89

parteiamtliche Tageszeitung

Da» Amtsblatt des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hr««wit m- T -

Nr. 168 14. Jahrgang

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verkündungsblatt des Reichsstatthalters in O'denburg und Bremen

Dienstag, 20. Juni 1944

Einzelpreis 15 Rpf.

Viertägiger Daueralarm in London

Englische Abwehr hilflos gegen deutsche Sprengkörper - Verzweifelter Einsatz, von Flakschiffen im Kanal

Luden, Trotz

? ebl « Ostfriesland v! f Mithin reichtÄ- desam B «irk herausaeWrt^^ 7 - P ferde vorhanden. Dh 7 Geest am stärksten m J® 1 '- auchalijährtichiniS der Äbsatz der SaugfohÄ^ oder nach Form J 1 " Wie *

«scheinenden HengsS^ Hengstzüchter zuerst eTS,^ «Zuwachs an

h «9« Absatzgebiete *?*' schränktem Umfange beliata ' Höchstpreise sind Jahres, als 800 HM ffir r ! Sämtliche Fohlen, mit den einheimischen A«ar ä ,- Hengstfohlen,. sind schäta^ä 7; der Schatzung sind die Tiere *

es wird über die FoUeafeiL.;-,'

nRimiiiiiiininininnnmmimifflmnM^^

Achtung

Voralarm" odeiVwanaj', sondernKM

wenn nicht gleicbeifij ä Inte tigungsschein des Käufers TiiictS T. Die OrtsbauemfänatH5.fci:i Verbraucher aut Zuwtisjtsiri gegen und leiten fliese u ä rau? Kreisbauernschaft »tite. Je nicht an die Kieisjw st lieber Kauf otaeGstfccJEijt

Drahlbericht unserer Berliner Schriftleitung dr, w. sch. Berlin, 19. Juni. Zum vier­ten Male steht nun schon an der Spitze des deutschen Wehrmachtberichts ein kurzer, aber inhaltsschwerer Satz, der die ununter­brochene Fortdauer des Störungsfeuers mit den schwersten Sprengkörpern gegen das Heu des britischen Empire feststellti In noch stärkerem Maße als bisher macht ffl an in London jetzt den Versuch, jedes Durchkommen von Nachrichten über die Wirkungen der neuen deutschen Waffe zu verhindern. Der englische Nachrichtendienst beschränkt sich auf ganz kurze Mitteilun­gen, in denen der fortgesetzte Einsatzun­bemannter Flugzeuge" sowieSchäden und Verluste verzeichnetwerden. Die neutrale Presse ist seif heute einzig auf Meldungen der amerikanischen Nachrichtenagenturen ingewiesen, die von der englischen Zensur doch nicht völlig zum Schweigen gebracht »erden konnten. Wenn man- berücksichtigt, daß auf diese amerikanischen Agenturen velbstverständlich weitgehend auch die agi­tatorischen Bedürfnisse der Briten Rücksicht lehmen müssen, so erhält das Wenige, was vir auf diesem Wege erfahren, ein ganz ent­scheidendes Gewicht.

Der Londoner Korrespondent vonInter­national News Service" stellt fest, daß seit Donnerstag Südengland praktisch gesehen ^unterbrochen Luftalarm hat, daß diepi- itenlosen Flugzeuge" Tag und Nacht ein­igen.United Preß" ergänzt das dahin, daß i der Montagnacht die Angriffe seit dem sten Einsatz der deutschen Geheimwaffe ortgesetzt worden seien.In einigen Bezir­ken kamen die Geschosse, in so dichter Folge, laß ejns dem anderen folgte. Kaum hatte iss Dröhnen des einen aufgehört, so nahte bereits das nächste". Weiter wird festge- sleilt, daß der gegenwärtige Alarmzustand sei schlimmer sei als derjenige von 1940. Wenn londoner amtliche Stellen die hche o zu bagatellisieren versuchen, daß von einemsporadischen Bombarde-

stens ve ^ t> | d J. tjaetl" sprechen, so kann sich das in Wirk-

nach außerham t*?~ ,,.iMimji nllr ,1 i1 u n i 7i_

----- nur aui ine unregeimamgen z.wi- mittler und Pferd« -, Ischenräume des Bombardements beziehen,

Züchterverbania ® ^2||jj e jn jj, rer Unberechenbarkeit erst recht brand erfolgt von 1-

in 30 Bezirke In den Terminen tofe:: Prämierung

labis

den Nerven zerren müssen.

Wenn angesichts der ungeheuerlichen Sucht und Wirkung der neuen deutschen Sprengkörper und angesichts der in den nerikanischen Meldungen verzeichneten

|JJQUUOiuoj ^ «CUlvailiSUlCU fVlCXUUIlyCll VCl LClUlUClCll

15 vierjährigen «ate theblichen Steigerung des Angriffs den-

Fohlen nochmal! och im deutschen Wehrmachtbericht nur

Herbstschauen vereusgo |(|1 störungsteuer die Rede ist, so dürfte

Fohlen aus den beiden-. - - - - - .

Verden. Welche in diesen KibS'-

schaftsgebiet vo n

-sehr umsorgt t ^

A!lerm - r mer hi

schon immer . jgb'- anbaU ' zungen. Ne

bauern auf ° ^1* worden, « ed am

* ^

las in der feindlichen Oeffentlichkeit furcht- ure Ahnungen aufkommen lassen. Wenn las, was die Briten in London und Süd- «gland heute erleben, nur alsStörungs- iner angesprochen wird, wie soll dann ist um in der artilleristischen Terminolo.- (e zu bleiben das Wirkungsfeuer und in Erscheinung

Ebene nach de ® ^ p, _

9 ut KrefP'',;.;'

,4.26®'

Es wird

Mondaufganß

,000 ~^ M rßf>

Seih»'

vom

chönepag- :h, J a? entgegn e !® mem

Schluß- Er

te mit de« renig pl aa : rrede!

;ie in e> x wicht^

Icommenl"

ihr sehe 1 *' ,ohl nicbt

-h auf , daS

Tarmon'

'S".*

f Ml«-

ann den

TS >«

te Büch er-

u

mem-

a rtfySt art; g viel

^i aus de» 1

ai r: V a-

: SeVut-

chen h 1 n F enäte ^

«Vs

werden.

Fröhlichkeit 9^ untt i«a *

. K

t

unbewußt;;^» kd a»,

eSfÜre Ä enk rS 6 '

"'IÄL

sc h u e Tvo uS i eneS lu ftp*- -

HcheW.iide fZo#!:

durch d;e" teni des^>-

, Vernichtungsfeuer

jj-^'felen?

Sie werden drüben, wenn die Zeit ge- »men ist, schon merken, daß es sich jetzt ar um eine der neuen Waffen handelt, die w an der entscheidendsten Stelle zur Gel- :ai S bringen werden. Besonders lähmend ltß darüber hinaus die Erkenntnis wirken, die Abwehr bisher in keiner Weise in Lage ist, etwas Wirksames gegen die deutsche Waffe zu unternehmen. Zwar hrd von englischer Seite jetzt plötzlich ver- rhert, daß eigene Abwehrvorkehrungen Shon vor dem Einsatz der neuen deutschen 'he beinahe abgeschlossen gewesen seien, Jl*! leider hätten die Deutschen noch einen

ti»!

® s P r ung, den man nun schnell einholen -hisse.

| britischen militärischen Kreise befas- '2®rieh, wie schwedische Meldungen aus ffon übereinstimmend mitteilen, intensiv ®i der Frage, welche Abwehr gegen die ; !ile deutsche Waffe möglich ist.Stock- 5 s Tidningen" veröffentlicht eine Mel-

a die f e , dr \va s ' d

dif ektor h «den^ nn r V

Darnnaj/ er eIe nht^V'..

auf

aIle zu 5

schon sen, ?je ge s ^

was

Sie

51 J.

zeige 11 ' setz te * de R

Ä.

tisch

lesen.

glaubte'fjoripfiär^r

Das Eichenlaub verliehen

. --J. Führerhauptquartier,

- Juni. Der Führer verlieh das Eichenlaub U® Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an , ä J°r Joachim Domaschk, Bataitlons- 2® ma ndeur in einem sächsischen Panzer- 1 'Uadier-Regiment, als 496. Soldaten der .«sehen Wehrmacht. Ferner erhielt das Menlaub Hauptmann Conrad Zeller,

ä| Uonskommandeur in einem württem- , S'sch-badischen Grenadier-Regiment, als 1 Soldaten der deutschen Wehrmacht.

Neuer Ritterkreuzträger dnb.Berlin, 19. Juni. Der Führer verlieh ' Vorschlag des Oberbefehlshabers der 'Waffe Reichsmarschall Göring, das Rit-

- reuz des Eisernen Kreuzes an General- .''Uant Alton Luczny, Kommandeur

er Flak-Division (mot.).

frße U-Boot-Frontspange gestiftet

5: Ber 'in, 19. Juni. In Anerkennung des ö.gen harten Einsatzes der U-Boote und tim .Opferen, zähen und vorbildlichen,: di», Plens hat der Oberbefehlshaber der t, gsmarine die U-Boot-Front- j,- n 9 e i n Bronze gestiftet. Sie' wird -.ysjfj^en 1 Auftrag durch die Flottillenchefs

''-'IG

und wird unmittelbar über der

:sit l ,jl' ssc * lna lle getragen. Auch die Ver , n 5 an Gefallene und die Aushändigung

Hinterbliebenen ist vorgesehen. Die

^Men für die Verleihung der Spange B besonders lestgelegt.

düng seines Londoner Korrespondenten, wo­nach eine Konferenz britischer Offiziere und Artilleriesachverständiger im Hauptquartier der englischen Abwehr stattgefunden habe, um einen Plan zur Zerstörung der neuarti­gen deutschen Sprengkörper aufzustellen. , Nachdem zuerst die englische Flak an­gewiesen war, ein pausenloses Abwehrfeuer gegen die deutschen Geschosse zu eröffnen, hat man inzwischen offenbar eingesehen, daß diese Maßnahme wirkungslos ist, und ist, wieEvening Standard" schreibt, dazu übergegangen, einePräzisionsbeschießung" an Stelle derMassenbeschießung in Form von Sperrfeuer" zu setzen. Ferner scheint man der Auffassung zu sein, daß es notwen­dig ist, die Flakabwehr vorzuverlegen, um nicht durch den Abschuß der Sprengkörper

über dicht besiedelten Gebieten neue Ge­fahren für die Bevölkerung heraufzube­schwören. So willExchange Telegraph" da­von unterrichtet sein, daß die Verteidigung Englands auf den Kanal vorverlegt wurde.

Eine größere Anzahl von Flakschiffen und Schnellfeuergeschützen soll vor der Küste stationiert worden sein. Außerdem hat die englische Luftwaffe augenscheinlich Befehl bekommen, die Sprengkörper zu verfolgen und in der Luft abzuschießen. Um auch hier der Gefahr zu begegnen, daß die Spreng­körper über bebauten Gebieten zur Explo­sion gebracht werden, sollen die Jäger an­gewiesen worden sein, an geeigneter Stelle die Abwehr gegen die deutschen Geschosse aufzunehmen, um sie möglichst über unbe­wohnten Gebieten oder über dem Meer un­

schädlich zu machen. Von einer Ballonsperre versprechen sich *iie Luftsachverstäc-digen nach einer Meldung des Sonderkorrespon­denten von Reuter, Micharl Ryerson, wenig.

Die neuen Anweisungen an die britische Flakwaffe, dieRoboter-Bombe" durch Prä­zisionsbeschuß zu treffen, erwecken ebenso den Eindruck einer vollkommenen.Hilflosig­keit, wie der Dauereinsatz von Jagdflugzeu­gen in bestimmten Gebieten. -Wir können mit ruhiger Gelassenheit abwarten, wie sich schließlich doch die Erkenntnis der Ohn­macht gegen die neuen deutschen Spreng­körper im englischen Volke auswirken wird, wenn gleichzeitig der Alarmzustand nicht aufhört und wenn vor allem hinter dem gegenwärtigen Zustand noch weitere Dro­hungen stehen,

Das Störungsfeuer auf London dauert an

Schwerpunkt der Kämpfe in der Normandie im Raum St. Sauveur-Le Vicomte Brückenkopf an der Orne eingeengt Heldenhafter Widerstand auf Elba Luftangriff auf Sarny

dnb. Führerhauptquartier, den 19. Juni. Das Oberkommando der Wehr­macht gibt bekannt:

Das Störungsfeuer auf London und seine Außenbezirke dauerte auch gestern während des ganzen Tages und in der heu­tigen Nacht mit wechselnder Stärke an.

Der Schwerpunkt der Kämpfe in der Normandie lag am vergangenen Tay im Raum von St. Sauveur Le Vi­comte. Es gelang hier dem Feind, unter stärkstem Einsatz seiner Artillerie und Luft­waffe unsere Sicherungen zu durchstoßen und die Westküste der Halbinsel Cher­bourg bei Barnville sur Mer zu erreichen. Die Abriegelungsfront unserer Truppen ist südlich und nördlich davon gebildet.

Der feindliche Brückenkopf östlich der Orne wurde weiter eingeengt. Feindliche Gegenangriffe mit Panzern scheiterten. Bei­derseits T i 11 y griff der Feind auf breiter Front mit stärkeren Infanterie- und Panzer­kräften an. Alle feindlichen Angriffe bra­chen erfolglos zusammen.

Nordöstlich St. L o wurde ein Einbruch vom Vortage im Gegenstoß bereinigt. Hier

hat sich die 3. Fallschirmjäger-Division unter Führung von Generalleutnant Schimpf besonders hervorgetan.

Kampffliegerverbände versenkten vor dem Landekopf zwei Handelsschiffe mit 18 000 BRT. und einen Zerstörer. Vier wei­tere Handelsschiffe mit 29 000 BRT. und drei Zerstörer wurden schwer beschädigt.

Marineküstenbatterien beschädigten west­lich der Halbinsel Cherbourg ebenfalls einen feindlichen Zerstörer.

Auf der Insel Elba verstärkt sich der Feind durch neue Zuführungen. Die Inselbe­satzung leistet unter Befehl des tapferen Kommandanten Generalmajor Gail helden­haften Widerstand und hat dem Gegner schwere Verluste beigebracht. Vor weit überlegenem Feind mußten sich unsere Trup­pen schließlich auf den Nordosttei) der Insel zurückziehen. Die Kämpfe gehen weiter.

Torpedoboote versenkten östlich der Insel Elba ein britisches Schnellboot und beschä­digten zwei weitere schwer.

Im Abschnitt von Grosseto bis P e - rugia war gestern ein besonders schwerer Kampftag. Mit zusammengefaßten Kräften griff der Feind während des ganzen Tages

an, ohne daß es ihm gelang, größeren Ge­ländegewinn zu erzielen. Zu besonders hef­tigen Kämpfen kam es im Raum südwest­lich und südlich Perugia, wo unsere Truppen verbissen Widerstand leisteten und wiederholte, von Panzern unterstützte An­griffe zum größten Teil im Nahkampf zer­schlugen.

Im Osten scheiterten örtliche Angriffe der Sowjets im Karpatenvorland, an der Be- r e s i n a und beiderseits W i t e b s k unter hohen Verlusten für den Feind.

Schwere deutsche Kampfflugzeuge führten in der vergangenen Nacht einen zusämmen- gefaßten Angriff gegen den Bahnknotenpunkt Sarny, der, große Brände und Explosionen verursachte.

Ein nordamerikanischer Bomberverband flog nach Nordwestdeutschland ein und führte Terrorangriffe gegen mehrere Städte. Be­sonders in den Wohngebieten von Ham­burg, Bremen, Hannover und W e - sermünde entstanden Schäden und Per­sonenverluste. Durch Flakartillerie der Luit­waffe und der Kriegsmarine wurden 16 feind­liche Flugzeuge vernichtet.

Das Gesell des Handelns im Westen

Eisenhower: Die neue Waffe kann die gesamte Kriegführung beeinflussen

Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung

dr. w. sch. Berlin, 19. Juni. Ebensowenig wie es bisher der britischen Abwehr mög­lich war, die neuen- deutschen Sprengkör­per auf ihrem Wege zu treffen und ihre zweifellos furchtbare Zerstörungskraft aus­zuschalten, sieht sich der Feind bisher auch nicht in der Lage, den Angriff am Aus­gangspunkt zu treffen. Das ist eine Fest­stellung, die wir den Betrachtungen der neutralen Presse entnehmen. Die Meldung über einen starken Luftangriff nach dieser Richtung kann weder in England selbst noch im ganzen Ausland irgendwelchen Eindruck machen. Man sagt dort mit Recht; daß die Möglichkeiten der englisch-amerikanischen Luftflotte heute erst recht als 'völlig frag­würdig beurteilt werden müßten, wenn es nicht schon- vorher gelungen sei,, bei den schweren Bombenangriffen auf Nordfrank­reich und Belgien die Aufbauarbeiten zu verhindern oder doch entscheidend zu stören.

Nachdem nun der General ^ Eisen­hower selbst darauf hingewiesen hat, daß die neue Waffe vielleicht die gesamte Kriegführung beeinflussen könne, und nach­dem die Südwestarmee Montgomerys nun doch wohl bald vollzählig im normanni : sehen Landekopf eingesetzt worden sein dürfte, muß. nach der jüngsten Entwicklung mit dem Versuch des Gegners gerechnet werden, die weiteren noch in England vor­handenen Streitkräfte an einer anderen Stelle der europäischen Westküste an Land zu bringen. Wie die Dinge sich entwickeln und sich entwickelt haben, und nachdem die ungeheuerlichen Verluste zu einem Kräfteeinsatz weit über das vorgesehene Maß hinaus gezwungen- haben dürften, kommt für einen neuen Landungsversuch ein Bereich außerhalb der europäischen Westküste in nicht zu großer Entfernung von. der Nachschubbasis wohl kaum in Frage.

Das eine wird in diesem Zusammenhang klär, daß jetzt unsere militärische Führung dem Feind in allen seinen Unternehmungen das Gesetz des Handelns vorschreibt. Wir werden uns dieses Gesetz des Handelns auch nicht durch Verlockungen des Geg­ners entreißen lassen, unsere Kräfte .nach seinem Wunsch zu verteilen und in ihrem Hauptteil dahin zu lenken, wo er sie gern sehen möchte. Wenn es dann fem Feind ge­lingt, da oder dort einen optischen Erfolg zu erringen, so ist heute, nachdem der tat­sächliche Beginn der Invasion und der El "_ satz einer vergeltenden Waffe alle bisheri gen Entschlüsse unserer Führung _volilkom- men gerechtfertigt hat, das deutsche Volk seinem strategischen Urteil so geschult

und S "n"eifernVertrauen so gefestigt, wir uns so leicht durch nichts mehr orschiri- lassen. Im Rahmen der größeren Zu

sammenhänge werden wir darum durch die Tatsache, daß es den Amerikanern gelungen ist, in der Mitte der normannischen Halb­insel einen Angriffsschlauch bis zur West­küste bei Barnevilie vorzutreiben, nicht all­zusehr beeindruckt. Dieser zunächst noch äußerst schmale Schlauch ist inzwischen im Süden und im Norden abgeriegelt. Er bedeu­tet noch keineswegs einen strategischen Er-, folg. Zu einem solchen sucht ihn der Feind durch seinen Angriff nordöstlich von S t. L o zu erweitern, aber hier waren umgekehrt unsere Truppen im Gegenangriff erfolgreich. Mit dem Durchstoß bis nach Barnevilie ha­ben die Amerikaner noch lange nicht die Festung und den Hafen Cherburg, und vor allem müßte sich am Ende erst zeigen,, ob überhaupt aus dem Raum dieses Brücken­kopfes heraus, der zu einem Teil leicht ab­

zuschnüren ist, größere operative Bewegun­gen möglich sind. x

Wir müssen hier wie überall, wo wir die Beweggründe und die entscheidenden Ziel­setzungen unserer militärischen Führung nicht kennen, volles Vertrauen haben. In kurzer Zeit werden wir vielleicht viel klarer sehen. Bis die letzten Entscheidungen her­angereift sind, halten wir den Gegner auf seinem Landungskopf in einem gewaltigen Abnuczungsprozeß fest, der heute auch wieder in' einer neuen Erfolgsbilanz der Versenkung und Beschädigung durch Kampffliegerverbände und Marineküsten­batterien seinen Ausdruck findet. Gleich­zeitig steigen die blutigen Verluste des Geg­ners täglich Weiter ins unermeßliche, wäh­rend, noch unsichtbar für uns, die Vorbe­reitungen für weitere Maßnahmen unseres allgemeinen Gegenangriffes fortschreiten.

Pausenlos eingesetite Sprengkörper

Die zerstörenden Wirkungen in Englandenorm"

dnb. Berlin, 19. Juni. Mehr als drei volle Tage stehen die Briten in vergeblichem Ab­wehrkampf gegen die neue deutsche Waffe. Sie haben die Flak an der Südküste Eng­lands durch zahlreiche weitere Batterien verstärkt, um die Sperrfeuerzone noch mehr zu verdichten. Jagdflieger versuchten ebenfalls von neuem, die Sprengkörper noch in der Luft zur Explosion zu bringen. -Gleich­zeitig durchforschten Aufklärer und Bomber die Küstenzonen nach Anlagen, von denen aus die Sprengkörper ihren Vernichtungs­flug beginnen könnten. Als alles vergeblich blieb und das schwere Störungsfeuer auf London und seine Außenbezirke weiterhin anhielt, wurde die britische Oeffentlichkeit mit der Meldung beruhigt, daß eine tech­nische Kommission zum Studium der Ab­wehr eingesetzt worden wäre. Das heißt aber nichts anderes, als daß die Briten zu­nächst keinerlei Möglichkeit sehen,' die immer mehr um sich greifende Zerstörung durch die fortgesetzt einfallenden Spreng­körper aufzuhalten.

In einer United-Preß-Meldung wird zuge­geben, daß die zerstörenden Wirkungen der neuen deutschen Waffeenorm" seien. Das Nachrichtenbüro berichtet weiter, wie am SonntagnachmittagRoboter" über Südeng­land und dem Küstengebiet erschienen seien, die lange Flammen ausspien. Nach Erlöschen der Flammen sei eine große Rauchfahne entstanden, gleichzeitig sei das geheimnisvolle Geschoß zum Sturzflug über­gegangen.

Der Londoner Korrespondent des schwe­dischen BlattesAftontidningen" schreibt, man müßte zugeben, daß der Schlaf der Eng­länder, gelinde ausgedrückt, unruhig ge­worden sei. Der Korrespondent vonAfton-

bladet" meldet, daß am Sonnabend kurz nach Einbruch der Dunkelheit die ganze Nacht hindurch bis in die frühen Morgen: stunden des Sonntags die deutschen Spreng­körper pausenlos eingesetzt worden seien. Der Sachverständige des Blattes, der Be­trachtungen über die Konstruktion des neuen deutschen Geschosses anstellt, be­merkt, daß der Einsatz der neuen Waffe für die Engländer einen Schock bedeutet habe. Anglo-amerikanische Militärsachver- ständlge bezeichnen nach einer von Svenska Dagbladet" veröffentlichten Mel­dung aus dem Alliierten Hauptquartier in England die deutsche Geheimwaffe als die Dicke Berta des zweiten Weltkrieges", be­merken aber dazu, daß das neue Geschoß eine verheerendere Wirkung habe als die berühmte Riesenkanone des Weltkrieges.

20 000 Menschen verkommen dnb. Genf, 19. Juni. Männer, noch nicht 40 Jahre alt, aber zur Arbeit bereits un­brauchbar, Mädchen von 14 Jahren, die her­umlungern und meistens betrunken sind, Kinder, denen Hunger aus hohlen Wangen blickt und denen statt anständiger Kleidung Fetzen und Lumpen um die ausgemerqelten Glieder schlottern, und Hütten, in die nie ein Strahl Sonne oder gar Licht dringt und in denen jahrein, jahraus die Seuche oder Tuberkulose umgeht, die 35 bis 45 v. H. der darin hausenden Menschen dahinrafft das sind die Lebensbedingungen, unter de­nen nach einem britischen Kommtssions- bericht die rund 20 000 Siedler in Nainaqua- land in Südafrika ihr trauriges Dasein fristen müssen. In der Tat ein anschaulicher Beitrag zu der gerühmten britischen Kolonialpolitik!

Sowjetpanzer als Deckung

lunzKijUsiliere der DivisionGrotidcnisdi- Innd haben sich in einem der zahlreichen ab- geschobenen Sowjetpanzer im Raume nord­westlich von Jassy zur V erteidigung eingerichtet. Hier erwarten sie in Ruhe den Angriff des Feindes. To-Ep (Sch)

da» deütuke Heidt, Zütofta £nd taqlahd

Von

Dr. Sven Hedin

Bei den Untersuchungen, die ich im Rah­men meines BuchesAmerika im Kampf der Kontinente über die ungeheuerliche Schuld angestellt habe, die Nordamerika und England der europäischen Kultur ge­genüber auf sich geladen haben, bin ich auf folgende'interessante geschichtliche Remi­niszenz gestoßen:

Vor 700 Jahren befand sich Europa ifi einer Lage, die in vieler Hinsicht der heutigen glich. In den Jahren zwischen 1237 und 1241 stürmte der Enkel Dschin- gis-Khans, Batu Khan, mit seinen berittenen Legionen durch Rußland, von der Wolga her über Moskau nach Nowgorod. Die mon­golischen Horden zogen durch Podolien, Bessarabien, Transsylvanien (Siebenbür­gen), die Walachei, die Dobrudscha, Bulga­rien, Serbien Slawonien, Ungarn und Nord­italien. Eine andere Gruppe nahm den Weg durch Polen nach Breslau und Liegnitz, während eine dritte durch Litauen, Preu­ßen und Pommern stürmte.

Der einzige unter den Fürsten der dama­ligen Zeit, der die fuchtbare Gefahr er­kannte, mit der eine mongolische Invasion wie ein Gespenst Europa bedrohte, war, wie auch jetzt, Deutschlands Oberhaupt, der im Jahre 1215 in Aachen ztim Deut­schen Kaiser - gekrönte Friedrich II. Zwei­mal war er vom römischen Papst Gregor IX. in den Bann getan worden, obwohl er Kreuzfahrer war. Er besaß ein ungewön- liches Maß von Intelligenz und Scharfblick und ließ sich an seinem Hofe auf Sizilien von gelehrten Männern über die Ereignisse der Zeit unterrichten. Ganz Rußland ertrank in Blut, die heilige Stadt Kiew lag in Trüm­mern, Polen war zerschmettert, Ungarn verwüstet. An den deutschen Reichsgren­zen' erlagen Europas Grenzwächter den un­übersehbaren Reiterschwärmen, die aus Asien kamen. Volk und Fürsten, Priester und Mönche flehten um Gottes Hilfe, man predigte Fasten und Kreuzzüge.

Am 3. Juli 1240 sandte Kaiser Friedrich seinem Schwager, König Heinrich III. von England, einen Brief, der ebensogut im Frühjahr 1941 hätte geschrieben werden können:

Kaiser Friedrich möchte des englischen Königs Aufmerksamkeit auf eine Sache lenken', die das Reich und alle treuen Königreiche angeht und die die gesamte Christenheit mit allgemeiner Vernichtung bedroht. Ein Barbarenvolk, Tataren genannt, breitet sich aus wie der Krebs. Vernich­tung, Verwüstung reicher Länder, wobei weder Geschlecht noch Alter und Würde geschont wird, durch ein Volk, das die übrige Menschheit ausrotten, das allein herrschen will durch seine unerhörte Zahl und Macht. Die Tataren, Kinder der Hölle . . . brechen plötzlich hervor wie der Zorn Gottes oder der Blitz, stolze Reiche werden vollständig verwüstet und die Einwohner getötet . . . Die Ungarn mit ihren Priestern und^Rittern wurden alle in einem Blutbade niedergemetze.lt, von dessengleichen man niemals gehört hat . . , Die Not gebietet, ihnen Widerstand zu leisten, da die Gefahr vor der Tür steht. Gegen die allgemeine Vernichtung und Verwüstung der ganzen Welt, im besonderen die Vernichtung der Christenheit, ist schnelle Hilfe und schnel­ler Einsatz vonnöten."

Deff Kaiser ermahnt den König von Eng­land und andere Fürsten unablässig durch Briefe und warnt:Frieden und Eintracht muß unter den Herrschern walten, Zwie­tracht. die oftmals Unheil brachte, muß ru­hen, es muß ein gemeinsames Ab­kommen getroffen werden, um den Bar­baren Einhalt zu gebieten denn, wer gewarnt ist vor der Gefahr, der ist auch