Ausgabe 
(11.6.1944) 159
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Erscheint

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Parteiamtliche Tageszeitung

Das Amtsblatt des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen

LjSS 8

Nr. 159 14. Jahrgang

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verkündungsblatt des He ; chsslatthaliers in Oldenburg und Bremen

Sonntag, 11. Juni 1944

Einzelpreis 15 Rpf.

n Ist. ihrten : Olle noch s ab­er der connte ;ehene reiten. Hein zek, echste ht zu aahme

klassischen Operetten.

Deutschlandsender: 17.15-113 1 w*!, Hans-Pfitzner-Zyklus: Sinfonien, Ke, Cfr Sonate. 20.15-21 Bpter Melodißänl Eine Stunde für Dich* mit uaterühsäi** u- > sik.

Das zeitgemlBe R«ept

Rhabarberschanm. Man schneidet Cgüm her ganz fein, lädt ihn mit shulkE werden, quirlt ihn gut md: r. it die Masse, die/i Liter ergeben eS ^rih man das Ganze miUOgGrüÄ.fea P und schlägt die Speise Iris a hl d de mig ist.

direktor: Walter Wllteitm, »®> Hauptsohriftleitei! 'tat t. 1J* Bremen. - GültiglUtttte*» 5 -»

Bravouröser Gegenangriff junger Freiwilliger

Bewährung achtzehnjähriger Panzerkommandanten Engländer, Nordamerikaner und Kanadier in der Normandie von ff-Panzerdivision über den Haufen gerannt

Ein FaHsrhtrm Weh übrig

ff -PK-Sonderbericht

von jf-Krifegsberichter Herbert ^Reinecker rd. Im Westen, 10. Juni. In die Sie. geslaniaren der Anglo-Amerikaner, die aus der Besetzung eines Streifens an der fran­zösischen 'Nordküste einen heute schon ent­scheidenden Erfolg machen wollen, stieß der Gegenangriff einer ff-Panzerdi Vision, die fasl ausschließlich aus Kriegsfreiwilligen der Hiller-Jugend besteht und die alliierten Sol­len im ersten Anlauf aufmerksam machte, »as ihnen an militärischer Kraft, soldati­schem Schwung und leidenschaftlicher na­tionalsozialistischer Ueberzeugung gegen- ibersteht.

Unter dem ununterbrochenen Gedröhn der feindlichen Geschwader, die der Flut einen Dauerton beigeben, aus-dem immer wieder das Tackern der Bordwaffen zu hören ist, sich die Division an den Gegner her- ii, Die fruchtbare, von blühenden Gärten iurchsetzte Landschaft, erlebte einen erbit-

irloren

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Der Rundfunk von heule

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Geht, Seele, 12.35-12 45 for '

14.15-15 Allerlei von zwei^f^V;- der Welt der Oper, 16-17 Beliebte ' schwingte Rhythmen. 17.1 j-iU'/*:

Kurzweil am Nachmittag. ltx-mw geh 1919.15 Wir raten mit Mro i»- - Frontberichte. 20.15-21 KMimtt

Men Kampf. Die jungen Soldaten gingen il beispielloser Bravour in ihren asten Angriffstag, den sie so lange Heber- alt hieb brachten

hier die Engländer, Nordamerikaner und anadier ins Wanken, nahmen Ortschaften, Serien energisch über Felder und Gärten v und überschütteten den Feind mit einem sammengefaßten Feuer aller Waffen, daß , beinahe in der ersten Stunde, die Reste ries kanadischen Bataillons willenlos und jrschlagen gefangen geben mußten.

"Aus den Gesichtern dieser ersten zwei- -jidert Gefangenen des Tages sprach die aze bittere Resignation und Enttäuschung , rar Truppe, die mit verzweifelter Auf- Druck und Verlag: Brau Blut 5-Ä ^ j n gefährliche und mitleidslose verlag Weser-Emr mH. f®jj, - Schlacht der Geschichte gegangen war.

kanadischer Major gab mit leiser, noch Inder Stimme seine Auskünfte, aus ,m hervorgin.g, wie viele Ueberraschun- sti das Unternehmen gegen Europa für die Ährten birgt und wie wenig sie mit einer Bärtigen Angriffsentschlossenheit der deut­eten Soldaten gerechnet haben. Alte be- ribrte Kommandeure, deren Namen mit rabGroßtaten des Ostfeldzuges untrennbar .erblinden sind, berichten mit heller Freude, ne entschlossen und geschickt sichdie lupfe", wie sie sagen, schlagen-, Achtzehn- ärige Panzerkommandanten schickten ihre sten Feindpanzer lin die Luft. Das Schlacht­öd brennt, die Panzerleichen der Englän- :r schicken einen stinkenden Oeldunst in s Luft, Die Dörfer ' sind zerborsten, die timenden Getreidefelder niedergehagelt chiffsartillerie zerhackt- die Wälder. Aber jungen Soldaten denken nicht daran,

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sich mehr einzugraben, als es nötig ist, sie denken nur an den Angriff, sie sind von einem -leidenschaftlichen Willen be­seelt:Unter unseren Fäusten fällt, was sich uns entgegensteHtl"

Noch fehlt das schwere Material

Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung ,

dr. w. sch. Berlin, 10. Juni. Trotz der bis­herigen örtlichen Erfolge muß man sich auf der Gegenseite darüber, klar sein, daß das Landungsunterijehmen solange vollkom­men in der Luft hängt und von einer Katastrophendrohung überschattet bleibt, bis man nicht im Besitz eines großen Hafens" für den Nachschub des schwersten Mate­rials und alles dessen ist, was ,zur Ver­sorgung großer Armeen auf längere Dauer gehört. Vorerst bleibt der Versuch ziem­lich hoffnungslos, die gesell aff ene. Brücken­köpffront entscheidend in das Landesinnere vorzutreiben. Zwar sind die Ranzerlan­dungsschiffe des Gegners für den Trans­port schwerer und schwerster Kampfwagen bestimmt, aber sie sind ohne einen sicheret^ Hafen einmal sehr weitgehend von den Seegjmgsverhältnissen abhängig und ferner den/Angriffen unserer Küstenbatterien, un­serer Kriegsmarine und der Luftwaffe in besonderer Weise ausgesetzt. Londoner USA-Meldungen führen die hohen amerika­nischen Verluste ausdrücklich auf die Un­möglichkeit zurück, genügend schweres Kriegsmaterial zu entladen. Unter diesen Umständen zielen jetzt die Anstrengungen der Gegner darauf hin, unter allen Um­ständen nach der Vereinigung der Brücken­

köpfe etwa auf.der Linie von St. Mere Eglise und nördlich davon bis in den Raum von Caen den Hafen Cherbourg von Land her zu erreichen.

In diesem Stadium der Kämpfe, in dem der Feind weder über Cherbourg noch über Le Havre verfügen kann, wo also alle Ver­stärkungen an der flachen Küste herange­bracht werden müssen, marschieren deut­sche motorisierte Truppen und Panzerein­heiten rund um den Landekopf auf. Der Gegner macht die äußersten Anstrengungen, um diesen Aufmarsch zu stören. Die Situa­tion in diesem Zwischenstadium wird von derTimes" sp gekennzeichnet:Die ge­

fährlichste Phase der Invasion beginnt in dem Augenblick, in dem die Landungsstreit­kräfte noch mit dem Aufbau ihrer inneren Stärke befaßt sind, gleichzeitig aber die Gegenstöße der beweglichen feindlichen Armeen auffangen müssen."

Die Stimmung im Feindlager ist natürlich schon ganz erheblich abgesunken, nachdem es kaum noch verschwiegen werden konnte, daß schon die ersten Landungsetfolge mit Opfern erkauft werden mußten, deren un­heimliche Größe alle bisherige. Vorstel­lungskraft übertraf,

Oie normannischen Vorkämpfe

rd. Berlin, 10. Juni. Obwohl sich die 'Kämpfe gegen die Invasoren auf der nor- manischen Halbinsel immer noch im" Sta­dium ' der Vorbereitung befinden und im wesentlichen' von den deutschen - ört­lichen 'Sicherungsverbänden durchgeführt werden, nehmen sie doch örtlich an Heftig­

keit zu. Der Feind setzt immer neue Trup­pen an Land, und auch auf deutscher Seite greifen immer neue Verbände in den Kampf ein. Hierbei handelt es sich -um die Ab­wehr des feindlichen Versuches, den Brückenkopfnunmehr in die Tiefe des Lan­des hinein auszudehnen. Westlich der Orne- Mündung, und zwar in der Gegend von Ba­yeux, toben hierbei die schwersten Kämpfe, Ein neuer Landeversuch östlich der Orne- Mündung in der Nähe des Seebades Trou- ville wurde glatt abgewiesen. Trotz der ungewöhnlich hohen Zahl gelandeter feind­lichen Verbände konnte die Invasion auf den bisherigen Hauptherd beschränkt werden.

Auf der Halbinsel Cherbourgs stem­men sich unsere örtlichen Sicherunsstreit- kräfte dem zur Zeit dort noch überlegenen Feind entgegen, um eine Abschneidung des im übrigen stark befestigten und jederzeit kampffähigen Hafens Cherbourg zu verhin­dern. Da die Invasion besonders in den ersten Ta'gen darauf ausgerichtet sein muß, einen Hafen in die Hand zu bekommen, dürften die feindlichen Bemühungen gerade am nördlichen Ende des Brückenkopfes von besonderer Stärke sein. Es gehört aber zu den Ueberraschungen der Invasionskämpf,e, daß selbst die verhältnismäßig schwachen Verbände der ersten deutschen Sicherung in der Lage sind, den Feind aüfzuhalten und ihn sogar zu einzelnen Stellen wie z. B. in der Gegend von Bayeux, zurückdrängen zu können. Bis zum Einsatz der deutschen Eingreifverbände werden diese Vorkämpfe auf der normannischen Halbinsel, weiterhin das Gesicht der ersten Phase vor der In­vasionsschlacht beherrschen.

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Furchtbarer Wall mit unerhörter Feuerkralt

Die Bewährung des Atlantikwalls Realistische Schilderung eines Reuter-Korrespondenten

Informationen aus Eisenhowers Stab

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dnb. Aus dem Führerhauptquar- ier, 10 . Juni. Das Oberkommando der fhrmacht gibt bekannt:

Die Kämpfe im feindlichen Brückenkopf j Normandi nehmen durch die von beiden 4 *ten zugeführten neuen Kräfte immer * an Heiligkeit zu. Ein Versuch des an iliw '' n das, dicht südlich der Seinemündung bei BremeBl ,|||I lionvnie zu landen, scheiterte im Feuer

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Von unserem-Vertreter

hw. Stockholm, 10. Juni.Noch immer wird nichts über die Verluste gesagt, aber die Ziffern sind sicher nicht niedrig", heißt es in einem neutralen Bericht aus London über den Fortgang des Invasionsunterneh­mens. Das gesamte Bild der Hauptvorgänge sei von drüben aus gesehen ganz unklar. Als charakteristisch wird folgende Schil­derung eines amerikanischen Frontbericht­erstatters zitiert:Das Unternehmen ist sehr kompliziert geworden, mit lokalen Rück­zügen und dann wieder Vorrücken. Beide

Seiten ergreifen jede Möglichkeit, um Keile vorzutreibeji, sobald der Gegner zu wanken scheine."

Eine andere Schilderung aus London sagt: Der Feind ist gleichzeitig überall vor, neben und auch hinter den Truppen der Alliierten.

Die schlimmste Gefahr sind deutsche Scharfschützen, die meist außerordent­lich gut getarnt in Häusern, oder spe­ziell gebauten Nestern liegen.

Ein solcher Scharfschütze verursachte einen-

Kämpfe in der Normandie nehmen an Heftigkeit zu

Neue Kräfte von beiden Seiten zuge'ührt Landungsversuch bei Tiouville gescheitert Schwere Panzerkämpfe im Raum Caen-Bayeux

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taaer Küstenbatterien unter starken Ver- ® ! ®n für den Feind. Ein Kriegsschiff wurde 'benkt, die übrigen zum Abdrehen ge- Unsere Säuberungskämpfe auf **Oslufer der Orne schreiten gut voran, gliche Gegenangriffe gegen T r o u - ''He scheiterten. Im Raum C a e n- B a y - halten schwere Panzerkämpfe an. Es j, iri 9 dem Feind dort nach erbittertem unsere Sicherungslinien, hinter denen j': ere Reserven äufmarschieren, zurückzu- 'gen. Auf der Halbinsel Cherbourg erbittert gekämpft. Unsere Truppen ("lägen sich gegen starke feindliche Kräfte j 9 e ffen eine überlegene Luftwaffe her- ® a 9 e nd. An der gesamten Front halten v »nle vom Feind eiugeschlossene Wider- ; in <lsnester und HWtzpunkte in hart- i,i| C 1 en Kämpfen. In den ersten drei Tagen "kn über 200 feindliche Panzer abge- | ° ssen und mehrere tausend Gefangene 2 bracht - Darüber hinaus hatte der u. , besonders seine Luftlande truppen, 'erste blutige Verluste, putsche Seestreitkräfte und Kampfflie- i," . u 9ten auch gestern der feindlichen C un ü s ilotte schwere Verluste zu. Im leitu"-' ,an ü tles Kanals stießen leichte See- Kräfte mit einem überlegenen feind- ijfom Kreuzer- und Zerstörerverband zu- i Jf . en - Im Verlauf des mehrstündigen fr»* 1 Gefechts wurden ein feindlicher brn»Y er und Zerstörer durch

- 7 °lreffer schwer beschädiqt. Ein eige- «stot-er ging verloren Bei Gefechten un- Sfü^erungsstreitkräfte mit feindlichen ^ Ka °° ten und vor den Landestellen und Wurf len mehrere feindliche Boote Sinn»» 9t ' Drel unserer Vorpostenboote

verlor en.

itarj. dem Juni wurden durch Kriegs- liilp r j p Und Luftwaffe sowie durch Küsten- !'*si dflr Kriegsmarine und des Heeres fU| sr h f j l,Zfir drei Zerstörer, sechs Trans- äenijJ mit 38000 BRT, fünf Panzerwa-

"üsschifie mit zusammen 15 700

BRT und sieben Panzerwagenlandungsboote mit 2600 BRT versenkt. Durch Torpedo-, Bomben- und Artillerietreffer wurden be­schädigt ein Schwerer Kreuzer, drei weitere Kreuzer, sechs Zerstörer, fünf Schnellboote, acht Transporter mit 41 000 BRT und 14 Landungsspezialschiffe. Außer­dem wurden zahlreiche kleinere Landungs­fahrzeuge und Sturmboote versenkt oder be­schädigt. Viele feindliche Kriegs- und Lan­dungsschiffe sind auf unsere Minensperren gelaufen. Die hierbei eingefretenen Ver­luste des Feindes betragen mindestens zwan­zig größere und mittlere Einheiten, hinzu kommen zahlreiche kleine Landungsfahr­zeuge.

In Italien lag der Schwerpunkt der Kämpfe auch gestern wieder im Frontab schnitt westlich des Tiber. Der Gegner gritf hier unsere Nachtruppen mit starken Fan- zerkräften an und drang nach heftigem Kampf in Viterbo ein. Oestlich des Tiber folgt der Feind unseren Absetzbewegungen in den Sabiner-Bergen und auf die Südhänge des Gran Sasso, aufgehalten durch Nach­truppen und zahlreiche Straßenzerstörun­gen, auch weiterhin nur zögernd. In den schweren Abwehrkämpfen der letzten Tage haben sich eine Kampfgruppe der deutschen vierten Fallschirmjäger-Division unter Füh­rung des Majors G e r i c k e, wirksam unter stützt durch Sturmpanzer der Sturmpanzer- Abteilung 216, sowie Teile des italienisch­republikanisch-faschistischen Fallschirmja-

qer-RegimentsFolgere und italienische Flakkanoniere in deutschen Flakbatterien besonders ausgezeichnet. Schwere Kampf flugzeuge griffen in der Nacht zum 10. Jan. Schiff sansammliingen vor Nettun o an und beschädigten dabei sechs feindliche Schiffe.

Aus dem Osten werden außer örtlichen Kämpfen im Raum nördlich Jassy und im vorland .. .

nisse gemeldet. Im rückwärtigen Gebiet

Kämpfen im Kaum »»*«** , / ^ .

Karpatenvorland keine besonderen Ereig­nisse gemeldet. Im rückwärtigen Gebiet des Nordabschnitts wurde ein Bandenunterne - men durch Sicherungstruppen des Heeres and lettische PollzirtvwMnde in »rt«iW9|- qen Kämpfen unter schwierigen Gelände vArhällnissen erfolgreich abgeschlossen. Stake Bandenkräfte wurden zerschlagen und dem Feind hohe

fügt. Außerdem verloren die Bolsche.v.slen

850 Gefangene und zahlreiche Waffen aller Art.

Nordamerikanische Bomber führten In den Morgenstunden des 9. Juni einen Terror­angriff gegen die Stadt München. Luft- verteidigungskräfte schossen 35 feindliche Flugzeuge ab. Einzelne britische Flugzeuge warfen in der vergangenen Nacht Bomben auf das Stadtgebiet von Berlin.

Zur Vernichtung verurteilt

ep. Madrid, 10 Juni. E)er spanische Militär­sachverständige J a f kommt am Sonnabend imArriba zu folgender Feststellung:Die bisherigen Erfolge der Invasoren rechtferti­gen nicht die ungeheuren'Verluste an Men­schen und Material. Die besten anglo-' amerikanischen Truppen - sind zur Ver­nichtung verurteilt.

vierstündigen Kampf. Er lag wohl verborgen in einem Steinhause. Man- Versuchte, ihm -zuerst mit Infanteriewaffen, beizukommen, aber e's mußte ein Kriegsschiff (1) hinbeordert werden, um erst das Haus in Gründ end Boden zu schießen, ehe er zum Schweigen gebracht werden.konnte. - In einem Reuter-Spezialbericht heißt es: Der Atlantikwall; kein Märchen. Ich kann heute den ersten wahren Bericht über die Verteidigungsanlagen an Europas Küste geben. Er zeigt, daß die Küste dös Fest­landes aus einem fürchterlichen, mit großer Geschicklichkeit gebauten Wall von Beton und mit unerhörter Feuerkraft besteht." Das ist offenbar die Antwort der Front "auf die frechen Behauptungen der Londoner Presse, die den Atlantijiwall als deutschen Bluff, alssagenhaft" usw. hinzustellen ge-, wagt hatte. Der Reuter-Mann fährt' fort: Man kann auf der Karte nicht einen ein­zigen Punkt in dem Brückenkopfgebiet fin­den, der nicht beherrscht war vom Kreuz­feuer aus Maschinengewehren, Minenwer- fern oder Artillerie. Man deutet darauf hin, daß dieser Wall entlang der ganzen 2000 Kilometer langen Frönt von den Nie­derlanden zu den Pyrenäen und längs der 550 Kilometer langen französischen Mittelmeerküste gleich stark oder gar hoch stärker sei.Ich habe dieses Bild gewonnen auf Grund von Informationen in General Eisenhowers Stab, aus Gesprächen mit Brückenkopfoffizieren und mit den ersten Verletzten, die bei dem Sturm auf die Be­festigungsanlagen- dabei waren. Die feind­lichen Stellungen wurden gebaut in der Er­kenntnis, daß nicht starre Befestigungswerke für moderne Sturmtruppen undurchdringlich sind. Sie wurden errichtet, nicht um In­vasionstruppen zu stoppen, sondern um sie lange genug aufzuhalten, damit eine.- Aus­ladung zu ausreichender Stärke für den Kampf im offenen Felde verhindert würde."

Nach Torpedotreffern in Brand geraten

Das nächtliche Seegefecht am Westausgang des Kanals

dnb. Berlin, 10. Juni. Ueber das im heutigen Wehrmachtbericht gemeldeten nächtlichen Seegefecht leichter deutscher Streitkräite wird folgendes bekannt:

Zunächst wurden von einem deutschen Zerstörer sechs britische Zerstörer ausge­macht. Kurz darauf wurden hinter den Zer­störern vier Kreuzer erkannt. Der deutsche Flottillenchef setzte seinen Verband zum Angriff an. Mit nordwestlichem Kurs ent­wickelte sich ein laufendes Gefecht. Ziem­lich gleithzeitig kamen beide Seiten zum Torpedoschuß. Kurz nachdem unsere Boote mehreren feindlichen Torpedolaufbahnen ausgewichen waren, ertönten aus dem feindlichen Verband mehrere Detonationen. Ein britischer Kreuzer und ein Zerstörer waren von Torpedos getroffen. Beide Schiffe gerieten in Brand.

Dann kam die vielfache Feuerüberlegenheit der feindlichen Artillerie zum Tragen. Fast zwei Stunden wütete ein heftiger Kampf, einer unserer Zerstörer erhielt dabei so schwere Beschädigungeri, daß er vorüber­gehend manövrierunfähig wurde. Das hava­rierte Schiff konnte schließlich auf einör

auf Strand gesetzt werden. In dem Gefecht war ein Teil der Besatzung gefallen, die übrigen retteten sich an Land.

Auch bei dem laufenden Einsatz unserer leichten Streitkräfte im Gebiet der Lan­dungsfronten nehmen die Kämpfe mit viel­fach überlegenen feindlichen Seestreitkräf­ten an Heftigkeit zu. Trotzdem gelang es auch in der Nacht -zum 10. Juni unseren Torpedobooten und Vorpostonbooten, durch iiberfallarlige Vorstöße feindliche Schiffsbewegungen zu beunruhigen und zu stören.

In einer Reihe von Gefechten wurden hierbei Treffer auf einem feindlichen Zer­störer, drei Artillerieschnellbooten und einer Anzahl von Landungsfahrzeugen erzielt.

Die nächtlichen Kämpfe zur See dehnten sich bis vor den Ostausgang des Kanals aus. Vor der niederländisch-belgischen Küste hatten Minensuchboote und Vor­postenboote ein Gefecht mit einem feind­lichen Verband. Drei Vorpostenbopte gin­gen hierbei verlo'ien. Mehrere Artillerie­schnellboote des Gegners wurden so schwer beschädigt, daß mit feindlichen Schif r ;ver-

der französischen Küste vorgelagerten Insel lüsten zu rechnen ist.

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Inmitten eines deutschen Minenfeldes landein der Engländer, dessen Fallschirm hier gehör- gen wird. FK-Aujn,: Knegsher. Scheck (IW)

Intimi* hfaku

Von

Kurt G. Stolzenberg

Dieser Sprung in das Invasioashlut-

bad wird das Ende unseres Hollywood-

Krieges sein . . .

Englische ZeitschriftLife am 6. 3. 44.

Im Jahre 1941 drängten sich die Besucher eineri Berliner Ausstellung deutscher Kriegs­berichter vor einem Bild, das, in Wasser­farben ausgeführt, die Dämonie der briti­schen Dünkirchen-Katastrophe zeigte. Starr, gebrochen, stumpf, saßen Ueberlebende, da? Gesicht in den Händen-vergraben, zwischen den Trümmern und Leichen, die die briti- tische Expeditiensarmee zuriickgelassen hatte. Eine einzige furchtbare Melancholie der von einer unfähigen Führung halb tot gequälten Menschen und die tiefe Demüti­gung allzu frech triumphierenden Briten- tums schrie- aus dem Bild. Der Maler war ein Oberleutnant Hengstenberg; er ist seit dem letzten Winfer Direktor der Nordischen Kunsthochschule in Bremen und im Augen­blick als Hauptmann an der Front. Würde Professor Hengstenberg er soll in Tta- ,lien sein Zeuge des normannischen In­ferno sein, würde er seinen Bildern wohl .denselben Grundton w;ie vor, vier Jahren geben, in der Nuance aber noch düsterer, noch trostloser werden müssen. Denn das, was Roosevelt und Churchill von ihrem J-ehrer Stalin gelernt und mit Hilfe fliegen­der- Mörderbanden der deutschen Zivil­bevölkerung antaten, erfahren die Herren Invasoren nun in grauenvollster Weise am eigenen Leibe. Ja, wenn man« die deutschen Kriegsberichte vom Invasionsplatz studiert und die alles andere als freudigen Schilde­rungen grauengepackter feindlicher Kriegs­korrespondenten liest, so will es uns schei­nen, als ob die Terrornächte bombardierter deutscher Menschen nun erheblich über­troffen würden. Am Strande der Seine-Bucht, im Wasser -des Golfes selber wie auf den Wiesen, wo bisher die rotbraunen Rinder der Normannen weideten, liegen die zer­fetzten Gliedmaßen, die' erstickten und yer- brannten Körper von Briten und Ameri- kafiern -zu Tausenden. Der Terror beginnt sich nun nach alten, folgerichtigen Gesetzen gegen seine Träger selbst auszuwirken. Die in Paris kürzlich ausgesprochene Prophe­zeiung vom bevorstehenden Massen- ausflug von Selbstmördern geht in Erfüllung.

Wir könnten mit diesem Auftakt zu Roo- seveits Wahlkampf um nochmalige Regent­schaft zufrieden sein; die Frauen und Mütter der in der Normandie massakrierten Nord­amerikaner wferden von' blassem Entsetzen gepackt werden; Wir könn-tep frohlocken, wie es in diesen Tagen in Mosjcau geschieht, daß die Engländer nach langen Jahren der Schonung nun endlich einmal gründlich herangenommen werden und in Massen schaurig zum Teufel gehen. Aber angesichts der Gräßlichkeit, mit der sich das Ende großer Teile der angio-amerikanischen In­vasionsstreitkräfte vollzieht, stocken uns die Gefühle der Genugtuung. Was da im Wesl°r. ertrinkt und verröchelt, ist Nachkommen­schaft von Auswanderern, die einmal auf Bremer Schiffen über den Ozean segcllen, ist der Rest der niederdeutschen Stämme, die einmal Alt-England begründeten. Ent­artet, verführt, stürmen sie nun als Söld­linge des Judentums in die Maschinenge­wehre der Deutschen. Angesichts dieser Tra­gödie unserer Rasse wollen uns die Gefühle der ingrimmigen Trauw überkommen, die wir in Deutschlands innerpolitischer Kampf­zeit jedesmal nach der Auseinandersetzung mit deri Kommune hatten. Auch damals mußten wir mit Menschen kämpfen, die eine dunkle Macht meuchlerisch gegen uns auf hetzte und die doch ursprünglich von glei­chem Herkommen waren wie wir. Aber i-.oi- schewisiert, seelisch verlumpt, wurden .-Ul allmählich zu Gangstern, und wir mußin: sie mit rücksichtslosem Gegenterror . un­schädlich machen. Es nützte uns d- mals ebensowenig wie es auch heute nicht an­gebracht ist, unsere Gegner als Opfer Sta­lins nnd des Judentum!: zu beklagen. Wer sich Moskau zum Oberhaupt erwählt um! sich von itjm mißbrauchen Gilt, kann nie-' auf Erbern'ien -ehr >n, und wenn es der