Ausgabe 
(8.6.1944) 156
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parieiamtliche Tageszeiiung

las Amtsblatt des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt

Nr. 156 ■ 14. Jahrgang

Donnerstag, 8. Juni 1944

der Naiionalsozialisien Bremens

Amtliches Verkündungsblatt des Reichsstatthalters in Oldenburg und Bremen

Einzelpreis 15 Rpf.

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Der Gegner versucht, die normannische Halbinsel Cotentin mit Cherbourg abzuschnüren - Täuschung isr vor Calais und Dünkirchen beobachteten Feindverbände — Rücksichtsloser Masseneinsat} des Materials

zweier Weltreiche — Immer härtere deutsche Gegenschläge

•veiaegang stiert™ j-

stände gesund. Auch anf Grunfutters als Gärfutter für h- Zeiten sei hierbei hinc^ ^ Sommer eine Trockenpe^-

die Efi; ■

jnl), Berlin, 7. Juni. Nachdem die deut­en Truppen am Nachmittag des 6. Juni je zwischen Chefbourg und Le javre aus der Luft gelandeten Briten und üordaraerikaner teils ins Meer geworfen teils auf schmale Küstenräume zuriiek- jedriiekt hatten, begann der Feind, wie er­ratet, in den Abendstunden die neite An g r if i s w e 11 e. An zahlrei- ■ , , — ----^cupenona-■ ien Stellen flogen schwere Bombe/ mit

fli n aa I- n - muß der jetzt voiW'-- ijehänglen Lastenseglern, in Orup- p p an Gränfutter als Gärfute - an von je hundert Flugzeugen Bresche springen. Wer {iI ad mehr in das normannische Küstengebiet Urunfutter künstlich trockne. W- ■ '% Zahlreiche Staffeln gerieten in das sonders glücklich zu prei sa wrleuer der Flak oder die Geschoßgar- _ Je stärker das Grünfutteriij;-:-. . s der deutschen Jäger. Die Masse der Witterung nutzbar gemacht wirf .... jtensegler ging im Orne-Abschnitt niger brauchen die Milch“ 1 -- ^ dar. Die übrigen klinkten südlich' Le Fieischversorgung herauoezo« - irre, im Raum von Carentan sowie an Auch das ist wichtig angesidhe,-.- > Ost- und Westküste der Halbinsel samternährungslage. *. Klientin

Hamburg. In Neugrabtn |:=;,-- jähriger Knabe dicht hintere-»-;-! tung Harburg fahrenden tasli::: . den Fahrdamm und wurde dt“: - im gleichen AugenblickentjegsV; Lastkraftwagen erfaßt, über!:!::; auf der Stelle getötet

Stade. Ein hiesiger Einwofcsh ersten neuenKartoffsiv— in einem geschützt gelegene; iz wachsen sind.

Außerdem bombardier­schwere Verbände des Feindes die- Ab- (jelung der Landestellen und das Hinter-

Cuxhaven. Die Reihe tr h Porträtfe hat der einheimische e. - G o c k um ein weiteres Ver­handelt sich um eine RöUk:.; ' die ■ den Kopf des ehenÄf' Bürgermeisters Mak Bleidai' :

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Bild wurde anläßlich seinesaj» von Bürgermeister'

25 Jahre hindurch die Gesd geleitet hatf im Rathause acF- : i-

Segeberg. Während eines L gnügten sich einige_J»9 e, ® :; ,_ höved damit, ein Stück geL.- \ ^ digungsdraht über die StarV - - t u n g zu werfen. Plötzlich s; :£ ; . Stichflamme aus d« tete vier wertvolle Milc---;, der Nähe geweidet hatte«. De - Handlungsweise der

sehr leicht auch den Tod de. x ..

Folge haben können.

in harten nächtlichen Kämpfen rieben un- ae Truppen die Masse der in ihrem Rük- ii gelandeten Fallschirmeinheiten au! und feierten das Hinterland von Versprengten. »Verluste des Gegners an Menschen und iiitn waren außerordentlich hoch. Die ftenrücken im Innern der normannischen hlbinsel und das Gelände zwischen den Fasen 0 r n e und V i r e sind von zahl­te! abgestürzten Lastenseglern und gelal- Fallschirmspringern bedeckt. Mehr­te gerieten geschlossene Einhei- ilm deutsche Gefangenschaft, ftchzeitig legte der Feind mit schwerer ftesüiUerie eine Feuerglocke über fl illen Landestellen und begann Verstär- togen an Land zu bringen. In einem Ab- diilt schoben sich zwischen den ausge­fallen oder noch schwelenden Wracks über 30 großen Landungsfahrzeugen die ilesetzten Boote an den Strand heran. Kiistenverteidigung und unsere in Wel-

i angreiienden Kampfflugzeuge hielten «er den Briten und Nordamerikanern biu-

ii Ernte. Von Bomhen getroffen sank u. a. etwa 6000 bis 7000 BRT. großer T-raus-

Wanzleben. Ein Gastwirt ^-':=|ä S boote. nem außerhalb der Stadt c, . .. auf Bitten eines und erblindeten Hn ^j.;

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kkwere Seestreitkräfte des Gegners sam- iten sich immer wieder in den Seegebie- von St. Vaast, Oystrehan und Le Havre, krem Schutz standen zahlreiche Truppen- Bsporter,' Sicherungsfahrzeuge und Lan-

end der Ausschiffung griffen leichte ftche Seestreitkräite die in der Seine- lc bt zusammengezogene feindliche Ian- 'jsflotte an. Mehrere v der sichernden :E gsschiffe erhielten Torpedotreffer. Wei­lt Schirisverluste hatte der Feind durch i Feuer schwerer Batterien und durch ■gehende Seeminen.

Ü ,c h dem Niederkämpfen der hinter un- ! « Küstenbefestigungen aus der Duft ab- ®hten Truppen drückten unsere Ver- *ie von neuem auf die Landestellen. Ein Snerer Brückenkopf im Gebiet der Vire- ®iung und nördlich davon sowie die "«rstandsnester im Innern der norman- rrj)ten Halbinsel wurden beseitigt.

16 l-age der einzelnen Landepunkte zu-

ßas Eichenlaub verliehen

er I in, 7. Juni. Der Führer verlieh “Cbenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Ile s an Feldwebel Ferdinand W e g e - / Zugführer in einem PanzergrenadTer- , ifant au s den deutschen Donau-Gauen, Soldaten der deutschen Wehrmacht. ™ebel Wegerer wurde am 9. August 1919 j hn eines Hilfsarbeiters in Neusiedl ‘«ten. Von ® eru f Hegemeister, trat er Wein St. Pöltener Kavallerie-Schützen- '=®ent ein.

^Stunden später als geplant

, Drahtbericht unseres Vertreters !. “ Lissabon, 7. Juni. Das „Oberste Quartier der alliierten 'Expeditions-

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i- w ? r( l«n sei, aus witterungsheding- l s '- ,lls lunden habe er jedoch um 2 4 »uen verschoben werden naüs- :>.i enera l Eisen hower habe den be- Druck auf den Knopf ' der Lan- äschmerie in einem Auto-Anhänger ■-■'“Wo i n e i ner friedlich schlummern-

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St °ckholm, 7. Juni. Der britische In- -.-.‘^ueral Montgomery weist in ' Iia a 9 es befehl an seine Truppen 'darauf ‘‘Sn n lv 1,6 " ,a H es auf eine Karte setzen" >'bi- le Frivolität der Gegner in einem v «»| C b ^ 6S er biHersten Ringens um das ■ o, Europas deutet sich dabei in der

I Soi ’ rme l cIe s Montgomery-Aufrufes an, \v7? Tru PPen „Hals- und Beinbruch PilKrijl man nsheil auf dem Kontinent"

einander läßt Rückschlüsse auf die Ab­sichten des Gegners' zu. Die Nord­amerikaner versuchen, durch ihre am Vtre und gegenüber der Kanalinsel Jersey an Land gebrachten oder abgesetzten Kräfte die normannische Halbinsel mit Cher­bourg abzuschnüren. Aus den Vorstößen der im Raum der Orne-Mündung stehenden Briten ist weiterhin erkennbar, daß der Feind seinen dortigen Brückenkopf zu er­weitern erstrebt.

Kennzeichnend für den bisherigen Ablauf

auch ln den Nachmittagsstunden vor der Küste zwischen Calais und Dünkir­chen beobachteten feindlichen Verbände hatten offenbar nur die Aufgabe, zu täu­schen. Sie haben bislang jedenfalls kei­nen Landungsversuch gemacht.

In den ersten 24 Stunden der Invasion hat sich der Feind durch rücksichtslose Opfer starker Kräfte und durch Massenein­satz seines von zwei Weltreichen bereit­gestellten Materials eines etwa 40 Kilo­meter breiten, jedoch nur wenige Kilometer

der Kämpfe ist neben dem riesigen Auf- j tiefen Küstenstreifens sowie einiger kleiner

gebot des Gegners an Menschen, Waffen, Schiffen und Flugzeugen -vom allem die Tat­sache, daß er alle seine verfügbaren Kräfte i mm er jiur in dem gleichen Raum einsetzt. Die sowohl in den Morgen- als

Landestellen bemächtigen können. Dieses Ergebnis mußte er mit riesigen Ver­lusten an Menschen sowie zahlreichen Schiffen, Flugzeugen und Waffen bezahlen. Der Gegner hat die Stärke der deutschen

Abwehr zu spüren bekommen, und jeden Schritt weiter beantworten unsere Truppen durch immer härter werdende Gegenschläge.

Am Mittwochtrüh stand der Feind längs des Flüßchens Orne in Richtung C a e n und weiter westlich bei Arnomanches, einem kleinen Ort an der Küste, sowie bei Marcouj, das noch weiter westlich, also in Richtung Cherbourg liegt. Der ununter­brochene, äußerst starke kombinierte Ein­satz des Gegners während der verflosse­nen 24 Stunden stand in keinem Verhältnis zu den ihm verbliebenen Landungserfolgen, zumal sich nun unsere Truppen, unterstützt durch sehr starke, rollende Einsätze unserer Luftwaffe, dem Feind verstärkt entgegen­werfen. So etwa stellte sich die Lage in den Morgenstunden des 7. Juni dar.

Mehrzahl der Feindbrfickenköpfe zerschlagen

Großangriff des Gegners westlich Rom - Sauberungskämpfe bei Jassy - Schwere Verluste der Balkan-Banden

dnb. Aus dem Führerhauptquar­tier, 7. Juni. Das Oberkommando der Wehr­macht gibt bekannt:

Die feindliche Landungsoperation an der Nordküste der Normandie zwischen L e Havre und Cherbourg wurde während des ganzen Tages durch starke Seestreit­kräfte unterstützt. Zahlreiche im Rücken un­serer Küstenbefestigungen abgesetzte Luft­landeverbände sollten diese Landung er­leichtern und das Heranführen unserer Re­serven verhindern. Sie wurden zum größten Teil nach kurzem, harten Kampf auf gerie­ben, nachdem sie schon beim Absprung durch unsere Flak schwere Verluste erlit­ten hatten. Es gelang dem Feind von See her, an mehreren Stellen Fuß zu fassen. Die Mehrzahl seiner Brückenköpfe wurde je­doch im Gegenangriff zerschlagen. Zahlrei­che Landungsboote liegen ausgebrannt vor der Küste. Beiderseits der Orne-Mün­dung und nördlich Carentan sind hef­tige Kämpfe mit stärkerem Gegner ent­brannt, dem es bis jetzt noch, gelungen ist, diese Brückenköpfe, wenn auch mit schwe­ren Verlusten, zu behaupten.

In den frühen Morgenstunden des 6. Juni griffen deutsche Torpedoboote in der Sei­ne-Bucht einen feindlichen Schlacht­schiffverband, der zusammen mit Kreuzern und Zerstörern die Landungsflotte sicherte, mit gutem Erfolg an. Leichte deutsche See­

streitkräfte stießen ln der Nacht .zum 7. Juni westlich Le Havre gegen einen britischen Zerstörerverband vor und erzielten mehrere Torpedotreffer. Ein Zerstörer blieb brennend liegen. Küstenbatterien der Kriegsmarine fügten im schweren Artillerieduell Schlacht­schiffen und Zerstörern starke Schäden zu. Auf den von der Kriegsmarine ausgelegten Minensperren sind mehrere feindliche Ein­heiten durch Minentreffer gesunken.

Die beiderseitige Kampftätigkeit in der Luft war gestern durch das Wetter stark be­hindert. Ueber dem Landungsraum wurden durch Luttverteidigungskräfte nach bishe­rigen -Meldungen 104 feindliche Flugzeuge abgeschossen.

In Italien trat der Feind nach Ver­sammlung starker Kräfte im Raum westlich Rom wieder zum Großangriff an. Mit über­legenen Infanterie- und Panzerverbänden gelang es ihm, beiderseits der Küstenstraße vorstoße.nd, nach erbittertem Kampf in un­sere Stellungen einzubrechen. Auch nörd­lich Roms konnte der Gegner trotz helden­haften Widerstandes unserer Truppen einen tieferen Einbruch erzielen. Schwere Kämpfe sind hier noch im Gange. Oestlich Rom führte der Feind wieder während des gan­zen Tages heftige, aber vergebliche Angriffe gegen unsere Stellungen bei und westlich Tivoli.

hn Osten kam es gestern nur zu Säu­berungskämpfen im Raum nordwestlich

Jassy. Starke Kampf- und Schlachtflieger­verbände griffen in die Erdkämpfe ein und fügten den Sowjets hohe Menschen- und Materialverluste zu. Bei der Bekämpfung des feindlichen Nachschubverkehrs durch die Luftwaffe wurden zahlreiche Bahnhöfe nachhaltig zerstört und mehrere Eisenbahn­strecken unterbrochen. In der Nacht waren besonders die Brennpunkte Proskurow und S m e r i n k a das Angriffsziel deutscher Kampfflugzeuge, die starke Explosionen und ausgedehnte Brände hervorriefen.

Der Kampf gegen die kommunistischen Banden auf dem Balkan wurde im Monat Mai besonders erfolgreich durchgeführt. Der Feind erlitt schwerste blutige Verluste und verlor außer 17 200 Toten 8700 Gefan­gene und Ueberläufer. Zahlreiche Ge­schütze, leichte und schwere Infanteriewaf­fen, Munitions- und Vorratslager wurden vernichtet oder erbeutet.

Nordamerikanische Bomberverbände war­fen auf verschiedene Städte in Südost­europa Bomben und verursachten besonders in Plösti, Kronstadt, Turnu-Se- v e r i n und Belgrad Schäden und Perso­nenverluste. Durch deutsche und rumäni­sche Luftverteidigungskräfte wurden 21 feindliche Flugzeuge, darunter 13 viermoto­rige Bomber, vernichtet.

In der vergangenen Nacht warfen ein­zelne feindliche Flugzeuge Bomben auf das Stadtgebiet von Mannheim.

Festes Vertrauen in den Sieg der gerechten Sache

Der Duce, der Poglavnik, Quisling, Petain, Laval und Neditsch gaben Erklärungen zum /nvasionsbeginn ab

BZ. Berlin, 7. Juni. Nachdem gestern der Leiter der niederländischen NSB. A. A. Mussert in einem Telegramm an den Führer seinen unerschütterlichen Glauben und seine Zuversicht zum Ausdruck ge­bracht hat, daß die europäische Einheit die­sen Kampf bestehen werde, ’ haben jetzt weitere europäische. Staatsmänner zum In­vasionsbeginn Erklärungen abgegeben.

Der Duce

Der Duce gab dem dnb-Vertreter in Italien folgende Erklärung: „18 Monate

nach der ersten Ankündigung, die der eng­lische Rundfunk an die französische Bevöl­kerung richtete, hat die Invasion des euro päischen Kontinent begonnen. Der Krieg ist damit in einen' seiner Höhepunkte einge- treten und die Menschen in alleh fünf Erd­teilen halten angesichts dieses gigantischen Zusammenstoßes ohne Vorgang in der Ge­schichte den Atem an. Es ist überflüssig zu sagen, daß das Herz des italienischen Vol­kes die Ereignisse in der Gewißheit verfolgt, daß die Weisheit und Energie der Führung und der btereits sagenhafte Heldenmut des deutschen Sol- da ten den feindlichen Versuch zunichte machen werden.“

Der Poglavnik

Der Poglavnik Dr. Ante Pavelitsch erklärte dem. DNB.-Korrespondenten in ■Agram u. a.: Die Geschichte Europas kennt das Wort Invasion seit jeher. Sie kamim- mer von Osten, und es handelte sich im­mer mehr oder weniger um halbwilde Ho^ den, die in zivilisierte Gebiete Europas he einbrachän, um zu plündern und zu zer­stören. Die Invasion der Anglo-Amerikaner auf dem europäischen Kontinent komm, zwar nicht aus dem Osten, hätte jedoch

di DafTro E Äe 1S Voik schuf seinen un- ahhänqigen Staat, für den es durch Jahr hunderte lebte und kämpfte, auf , es e ”| Recht hat, und für den es politisch und Kec , .,.„. 1 . ist. Die anglo-amerikam-

rd daher vom kroatischen

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Staates berauben und anderen Vol-

VoLk‘so aufgefaßt, als ob man es seines

kerrj 0 unterordnen wolle. Aus diesem Grunde das kroatische Volk bereit und ent- schlossen, alle seine Kräfte für den gerne,m samen Kampf ei nzusetzen und m^ it dem

deutschen Volke gegen jede Inva­sion zu streiten, denn es weiß, es kämpft für seine Freiheit und seinen Bestand."

Ministerpräsident Quisling

„In diesem entscheidenden Augenblick muß sich jeder Europäer darüber klar sein, worum es geht“, betonte Ministerpräsident Quisling in einer Unterredung mit dem Ösloer DNB-Vertreter. „Der europäische Kontinent habe ein Stadium seiner histo­rischen' Entwicklung erreicht, in - dem die verschiedenen Staaten und Völker nach einer europäischen Einheit strebten, um ihre Freiheit und Existenz behaupten zu können. Das Dasein Europas müsse gegen Weltmächte verteidigt werden, die außer­halb Europas entstanden seien und die im Zeichen einer fortgesetzten Expansion den alten Erdteil mit Vernichtung und Ausbeutung auf Jahrhunderte hinaus bedrohten.

England und Amerika, mit ihren kapitali­stischen und imperialistischen Eigeninter­essen und der Weltimperialismus des Bol­schewismus versuchten die rettende Neu­ordnung Europas mit allen Kräften zu .hin­dern. Für' jeden Europäer, der die Liebe zum-eigenen Land und Volk mit dem Verständnis für das Schicksal an . das Eu­ropa verbindet, sei die Lage angesichts die­ser Umstände völlig klar."

Marschall Petain

Staatschef' Marschall Petain hat im Zu­sammenhang- mit dem anglo-amerikanischen Landungsversuch einen Appell an das fran­zösische Volk gerichtet, in dem er alle französischen Dienststellen, Eisenbahner und Arbeiter auffordert, auf ihrem Posten zu verbleiben, um das Leben der Nation auf­rechtzuerhalten und um die Aufgaben, die dem einzelnen zufallen, zu erfüllen.

„Franzosen!" so- heißt es u. a. in dem Appell, „verschlimmert unser Unglück nicht durch Taten, die tragische Repressalien über euch bringen könnten. Die unschuldige französische Bevölkerung würde die Folgen tragen. Nur durch Wahrung strengster Dis­ziplin kann Frankreich gerettet werden. Ge­horcht also den Befehlen der Regierung, erfülle jeder seine Pflicht. Die Umstände der Schlacht werden die deut­sche Armee vielleicht veranlassen, in den

Kampfzonen besondere Maßnahmen zu" er­greifen. Fügt euch dieser Notwendigkeit".

Ministerpräsident ,LavaI

Der französische Ministerpräsident Laval richtete am Dienstagabend eine Rede an das französische Volk. Laval sagte u. a.: „Franzosen, die angelsächsischen Armeen bemühen sich seit heute morgen um einen Landungsversuch auf französischem Gebiet. Nach all den Bombardierungen lernt Frank­reich eine neue Prüfung kennen, ver­ursacht-durch die, die es zu „befreien" vor­geben und die es zerstören werden. Im Juni 1940 entsprach der Waffenstillstand der allgemeinen Ansicht der Nation und keine Stimme erhob sich gegen den Waffen­stillstand — weder in der Nationalversamm­lung noch im Volk. Dieser Akt führte zu der einzigen Politik, die zum Friedensschluß führen mußte, und diese Politik war die­jenige von Montoire. Auf dieser Grundlage konnten wir im Frieden an der Wieder- aufrichtung unseres Landes arbeiten." Der französische Regierungschef sprach die Erwartung aus, daß das französische -Volk alle Schwierigkeiten dieser Entscheidungs­zeit würdig ertragen werde.

Der serbische Ministerpräsident

Generaloberst Milan Neditsch, der seit dem 28. August 1941 an der Spitze der serbischen Regierung steht,, erklärte gegen­über dem dnb.-Korrespondenten in Belgrad u ä.: „Auf jeden Fall wird die Londoner

Rechnung,- welche Serbien und die Serben in eine mit der Invasion verbundene Bal­kanaufstandsbewegung einsetzt, falsch sein. Wir wissen, daß die Anglo-Amerikaner uns an die Bolschewiken verraten und verkauft haben. So wandelt sich für uns wie auch für die anderen Südostvölker das Invasions­problem in den konkreten Fall des uner­bittlich antibolschewistischen Kampfes, welchen wir schon bald , drei Jahre mit steigendem Erfolg führen.

Die Invasion ändert an Serbiens Stand­punkt nichts. Wir sind bereit, alles für das Wohl unseres Volkes zu opfern. Wir glau­ben ebenso wie das deutsche Volk uner­schütterlich daran, daß, wer in den jetzigen Versuchungen und Bedrängnissen durrh- hält, nicht nur das eigene Leben, sondern auch die Zukunft der ganzen Nation, ja anz Europas g erettet hat.“

Brennend in die Tiefe

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Der Angriff der Invasoren stieß in der Lt//£, zu Jf asser und zu Lande auf wachsame Abwehr. Brennend kamen die großen Bomber und Transportflugzeuge zu Boden. — Im Bilde eine viermotorige Maschine, deren Schicksal besiegelt ist. Mit der Besatzung braust sie in den Tod, Presse-Hoffmann.

JUdfaätH JJtft***"

Von

Dr. Wolfdieter von Langen

Je länger der Krieg dauert, desto häu­figer wird von der anderen Seite der Vor­wurf gemacht, daß wir unsere Gegner in Charakter, Kultur,- Zielen und Neugestal­tungswillen nicht kennen, daß das. deutsche Volk vielmehr seine Meinung über Englän­der und Nordamerikaner zudiktiert erhalte durch Dr. Goebbels, die Dienststellen, den Ortsgruppenleiter. Was die Anglo-Ameri­kaner heute wollten, sei gänzlich verschie­den von dem, was die deutsche Propaganda darstelle. Von weichem Gewicht diese alberne Behauptung ist, wissen Millionen von Deutschen, die durch Spreng- und Brandbomben, und Phosphorkanister britisch-amerikanischen Neugestaltungswil­len, Kultur, Charakter und Ziele kennen­lernten. Das gesamte deutsche Volk weiß im 5. Kriegsjahr mehr denn je aus der Kenntnis der politischen Geschichte, durch Versailles und die unerhörte westliche Bar­barei, mit wem man es zu tun hat und wel­cher Art die Absichten der jüdisch-pluto“ kratischen, Hochfinanz nach dem Muster ’ des Ausrottungsprogramms des USA.-Juden Kaufmann sind.

Ein glücklicher Zufall hat es gefügt, daß wir Kenntnis erhielten von den disziplinären Anweisungen, Befehlen und Ratschlägen, mit denen im Aufträge des britisch-ameri­kanischen Oberkommandos die alliierten Invasionstruppen bedacht werden, womit also von berufener - Seite das Urteil gefällt wird, wes Geistes Kinder die „Befreier" sind. Das geschieht durch einen jeden briti­schen und amerikanischen Soldaten vor der Ausschiffung in den Festlandshäfen in die ^ Hand gedrückten „Soldier's Guide" (Solda­tenführer}, der insofern die Einheit zwischen den „Vereinigten Nationen" überzeugend dokumentiert, als er wenigstens die damit aufgewiesenen Charaktexfehler von Briten und Nordamerikanern als „egually", als „gleich" einsetzt. Man hätte erwarten sol­len, daß die Befehle und Anweisungen nicht allzu direkt lauten, um bei der Gefahr, daß diese Anleitung zur Besserung des anglo- amerikanischen Charakters in andere Hände fällt, der europäischen Oeff^ntlichkeit kein Dokument in die Hand zu geben, das' als „Befi'eieti'-Spiegel vorgelegt werden könnte. Offenbar schien dem britisch-amerikanischen Oberkommando diese Gefahr gering gegen­über der, daß bei einer weniger massiven Maßregelung Hoheitsdelikte, Zuchtlosigkeit- und Zerstörungswut -der „Befreier" uner­wünschte Rückwirkungen bei der drang­salierten Zivilbevölkerung zeitigen könn­ten. So ist es für den europäischen Be­trachter schon mehr als erstaunlich, wenn in diesem zum internen Bedarf ausgege­benen „Soldier's Guide" in voller Offenheit die Hauptlüge der britisch-amerikanischen Agitation bloßgestellt wird, die heute noch Tpg um Tag in jeder Lautstärke von Lon­don und Washington verkündet wird. „Be­kanntlich" erwartet ganz Europa mit Unge­duld das Erscheinen der „Befreier". Das ist die amtliche Lesart des Gegners. Die nicht weniger amtliche Lesart des „Soldier's Guide" lautet anders. Sie stellt selbst für die „Frucht", die nach Churchill schon 1942 „reif" war, für die Landung in Südita­lien, folgendes fest: „In den ersten Tagen ist es möglich, daß Ihr mit Enthusiasmus empfangen werdet, weil die Italiener einc-i guten Eindruck machen wollen oder von Euch zu profitieren wünschen: dann aber, wenn ihre Hoffnungen getäuscht sind, wird der Enthusiasmus aufhören-und in Verärge­rung und Widerstand übergehen."

Da jedoch Europa und seine Menschen zu alliierten Zwecken ausgebeutet werden sol­len, werden die Truppen von ihrem Ober­kommando gebeten, die Zivilbevölkerung nicht ohne weiterps als Freiwild anzn- sprechen. Zu diesem Zweck wird dem bri­tisch-amerikanischen Soldaten der Rat er­teilt, nicht unverzüglich bei jeder Gelegen­heit zuzuschlagen und Streit vom Zaune zu La

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