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parieiamtliche Tageszeiiung
las Amtsblatt des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt
Nr. 156 ■ 14. Jahrgang
Donnerstag, 8. Juni 1944
der Naiionalsozialisien Bremens
Amtliches Verkündungsblatt des Reichsstatthalters in Oldenburg und Bremen
Einzelpreis 15 Rpf.
auch der zweiten Invasionswel
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Der Gegner versucht, die normannische Halbinsel Cotentin mit Cherbourg abzuschnüren - Täuschung isr vor Calais und Dünkirchen beobachteten Feindverbände — Rücksichtsloser Masseneinsat} des Materials
zweier Weltreiche — Immer härtere deutsche Gegenschläge
•veiaegang stiert™ j-
stände gesund. Auch anf Grunfutters als Gärfutter für h- Zeiten sei hierbei hinc^ ^ Sommer eine Trockenpe^-
die Efi; ■
jnl), Berlin, 7. Juni. Nachdem die deuten Truppen am Nachmittag des 6. Juni je zwischen Chefbourg und Le javre aus der Luft gelandeten Briten und üordaraerikaner teils ins Meer geworfen teils auf schmale Küstenräume zuriiek- jedriiekt hatten, begann der Feind, wie erratet, in den Abendstunden die neite An g r if i s w e 11 e. An zahlrei- ■ , , — ----^cupenona-■ ien Stellen flogen schwere Bombe/ mit
fli n aa I- n - muß der jetzt voiW'-- ijehänglen Lastenseglern, in Orup- p p an Gränfutter als Gärfute - an von je hundert Flugzeugen Bresche springen. Wer {iI ad mehr in das normannische Küstengebiet Urunfutter künstlich trockne. W- ■ '% Zahlreiche Staffeln gerieten in das sonders glücklich zu prei sa wrleuer der Flak oder die Geschoßgar- _ Je stärker das Grünfutteriij;-:-. . s der deutschen Jäger. Die Masse der Witterung nutzbar gemacht wirf .... jtensegler ging im Orne-Abschnitt niger brauchen die Milch“ 1 -- ^ dar. Die übrigen klinkten südlich' Le Fieischversorgung herauoezo« - irre, im Raum von Carentan sowie an Auch das ist wichtig angesidhe,-.- > Ost- und Westküste der Halbinsel samternährungslage. *. Klientin
Hamburg. In Neugrabtn |:=;,-- jähriger Knabe dicht hintere-»-;-! tung Harburg fahrenden tasli::: . den Fahrdamm und wurde dt“: - im gleichen AugenblickentjegsV; Lastkraftwagen erfaßt, über!:!::; auf der Stelle getötet
Stade. Ein hiesiger Einwofcsh ersten neuenKartoffsiv— in einem geschützt gelegene; iz wachsen sind.
Außerdem bombardierschwere Verbände des Feindes die- Ab- (jelung der Landestellen und das Hinter-
Cuxhaven. Die Reihe tr h Porträtfe hat der einheimische e. - G o c k um ein weiteres Verhandelt sich um eine RöUk:.; ' die ■ den Kopf des ehenÄf' Bürgermeisters Mak Bleidai' :
DH /t nt», »/i ft sntaRlirh CPIßPCfLfci
Bild wurde anläßlich seinesaj» von Bürgermeister'
25 Jahre hindurch die Gesd geleitet hatf im Rathause acF- : i-
Segeberg. Während eines L gnügten sich einige_J»9 e, ® :; ,_ höved damit, ein Stück geL.- \ ^ digungsdraht über die StarV - - t u n g zu werfen. Plötzlich s; :£ ; . Stichflamme aus d« tete vier wertvolle Milc---;, der Nähe geweidet hatte«. De - Handlungsweise der
sehr leicht auch den Tod de. x ..
Folge haben können.
in harten nächtlichen Kämpfen rieben un- ae Truppen die Masse der in ihrem Rük- ii gelandeten Fallschirmeinheiten au! und feierten das Hinterland von Versprengten. »Verluste des Gegners an Menschen und iiitn waren außerordentlich hoch. Die ftenrücken im Innern der normannischen hlbinsel und das Gelände zwischen den Fasen 0 r n e und V i r e sind von zahlte! abgestürzten Lastenseglern und gelal- Fallschirmspringern bedeckt. Mehrte gerieten geschlossene Einhei- ilm deutsche Gefangenschaft, ftchzeitig legte der Feind mit schwerer ftesüiUerie eine Feuerglocke über fl illen Landestellen und begann Verstär- togen an Land zu bringen. In einem Ab- diilt schoben sich zwischen den ausgefallen oder noch schwelenden Wracks über 30 großen Landungsfahrzeugen die ilesetzten Boote an den Strand heran. Kiistenverteidigung und unsere in Wel-
i angreiienden Kampfflugzeuge hielten «er den Briten und Nordamerikanern biu-
ii Ernte. Von Bomhen getroffen sank u. a. etwa 6000 bis 7000 BRT. großer T-raus-
Wanzleben. Ein Gastwirt ^-':=|ä S boote. nem außerhalb der Stadt c, . .. auf Bitten eines und erblindeten Hn ^j.;
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kkwere Seestreitkräfte des Gegners sam- iten sich immer wieder in den Seegebie- von St. Vaast, Oystrehan und Le Havre, krem Schutz standen zahlreiche Truppen- Bsporter,' Sicherungsfahrzeuge und Lan-
end der Ausschiffung griffen leichte ftche Seestreitkräite die in der Seine- lc bt zusammengezogene feindliche Ian- 'jsflotte an. Mehrere v der sichernden :E gsschiffe erhielten Torpedotreffer. Weilt Schirisverluste hatte der Feind durch i Feuer schwerer Batterien und durch ■gehende Seeminen.
Ü ,c h dem Niederkämpfen der hinter un- ! « Küstenbefestigungen aus der Duft ab- ®hten Truppen drückten unsere Ver- *ie von neuem auf die Landestellen. Ein Snerer Brückenkopf im Gebiet der Vire- ®iung und nördlich davon sowie die "«rstandsnester im Innern der norman- rrj)ten Halbinsel wurden beseitigt.
16 l-age der einzelnen Landepunkte zu-
ßas Eichenlaub verliehen
er I in, 7. Juni. Der Führer verlieh “Cbenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Ile s an Feldwebel Ferdinand W e g e - / Zugführer in einem PanzergrenadTer- , ifant au s den deutschen Donau-Gauen, Soldaten der deutschen Wehrmacht. ™ebel Wegerer wurde am 9. August 1919 j hn eines Hilfsarbeiters in Neusiedl ‘«ten. Von ® eru f Hegemeister, trat er Wein St. Pöltener Kavallerie-Schützen- '=®ent ein.
^Stunden später als geplant
, Drahtbericht unseres Vertreters !. “ Lissabon, 7. Juni. Das „Oberste Quartier der alliierten 'Expeditions-
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St °ckholm, 7. Juni. Der britische In- -.-.‘^ueral Montgomery weist in ' Iia a 9 es befehl an seine Truppen 'darauf ‘‘Sn n lv 1,6 " ,a H es auf eine Karte setzen" >'bi- le Frivolität der Gegner in einem v «»| C b ^ 6S er biHersten Ringens um das ■ o, Europas deutet sich dabei in der
I Soi ’ rme l cIe s Montgomery-Aufrufes an, \v7? Tru PPen „Hals- und Beinbruch PilKrijl man nsheil auf dem Kontinent"
einander läßt Rückschlüsse auf die Absichten des Gegners' zu. Die Nordamerikaner versuchen, durch ihre am Vtre und gegenüber der Kanalinsel Jersey an Land gebrachten oder abgesetzten Kräfte die normannische Halbinsel mit Cherbourg abzuschnüren. Aus den Vorstößen der im Raum der Orne-Mündung stehenden Briten ist weiterhin erkennbar, daß der Feind seinen dortigen Brückenkopf zu erweitern erstrebt.
Kennzeichnend für den bisherigen Ablauf
auch ln den Nachmittagsstunden vor der Küste zwischen Calais und Dünkirchen beobachteten feindlichen Verbände hatten offenbar nur die Aufgabe, zu täuschen. Sie haben bislang jedenfalls keinen Landungsversuch gemacht.
In den ersten 24 Stunden der Invasion hat sich der Feind durch rücksichtslose Opfer starker Kräfte und durch Masseneinsatz seines von zwei Weltreichen bereitgestellten Materials eines etwa 40 Kilometer breiten, jedoch nur wenige Kilometer
der Kämpfe ist neben dem riesigen Auf- j tiefen Küstenstreifens sowie einiger kleiner
gebot des Gegners an Menschen, Waffen, Schiffen und Flugzeugen -vom allem die Tatsache, daß er alle seine verfügbaren Kräfte i mm er jiur in dem gleichen Raum einsetzt. Die sowohl in den Morgen- als
Landestellen bemächtigen können. Dieses Ergebnis mußte er mit riesigen Verlusten an Menschen sowie zahlreichen Schiffen, Flugzeugen und Waffen bezahlen. Der Gegner hat die Stärke der deutschen
Abwehr zu spüren bekommen, und jeden Schritt weiter beantworten unsere Truppen durch immer härter werdende Gegenschläge.
Am Mittwochtrüh stand der Feind längs des Flüßchens Orne in Richtung C a e n und weiter westlich bei Arnomanches, einem kleinen Ort an der Küste, sowie bei Marcouj, das noch weiter westlich, also in Richtung Cherbourg liegt. Der ununterbrochene, äußerst starke kombinierte Einsatz des Gegners während der verflossenen 24 Stunden stand in keinem Verhältnis zu den ihm verbliebenen Landungserfolgen, zumal sich nun unsere Truppen, unterstützt durch sehr starke, rollende Einsätze unserer Luftwaffe, dem Feind verstärkt entgegenwerfen. So etwa stellte sich die Lage in den Morgenstunden des 7. Juni dar.
Mehrzahl der Feindbrfickenköpfe zerschlagen
Großangriff des Gegners westlich Rom - Sauberungskämpfe bei Jassy - Schwere Verluste der Balkan-Banden
dnb. Aus dem Führerhauptquartier, 7. Juni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Die feindliche Landungsoperation an der Nordküste der Normandie zwischen L e Havre und Cherbourg wurde während des ganzen Tages durch starke Seestreitkräfte unterstützt. Zahlreiche im Rücken unserer Küstenbefestigungen abgesetzte Luftlandeverbände sollten diese Landung erleichtern und das Heranführen unserer Reserven verhindern. Sie wurden zum größten Teil nach kurzem, harten Kampf auf gerieben, nachdem sie schon beim Absprung durch unsere Flak schwere Verluste erlitten hatten. Es gelang dem Feind von See her, an mehreren Stellen Fuß zu fassen. Die Mehrzahl seiner Brückenköpfe wurde jedoch im Gegenangriff zerschlagen. Zahlreiche Landungsboote liegen ausgebrannt vor der Küste. Beiderseits der Orne-Mündung und nördlich Carentan sind heftige Kämpfe mit stärkerem Gegner entbrannt, dem es bis jetzt noch, gelungen ist, diese Brückenköpfe, wenn auch mit schweren Verlusten, zu behaupten.
In den frühen Morgenstunden des 6. Juni griffen deutsche Torpedoboote in der Seine-Bucht einen feindlichen Schlachtschiffverband, der zusammen mit Kreuzern und Zerstörern die Landungsflotte sicherte, mit gutem Erfolg an. Leichte deutsche See
streitkräfte stießen ln der Nacht .zum 7. Juni westlich Le Havre gegen einen britischen Zerstörerverband vor und erzielten mehrere Torpedotreffer. Ein Zerstörer blieb brennend liegen. Küstenbatterien der Kriegsmarine fügten im schweren Artillerieduell Schlachtschiffen und Zerstörern starke Schäden zu. Auf den von der Kriegsmarine ausgelegten Minensperren sind mehrere feindliche Einheiten durch Minentreffer gesunken.
Die beiderseitige Kampftätigkeit in der Luft war gestern durch das Wetter stark behindert. Ueber dem Landungsraum wurden durch Luttverteidigungskräfte nach bisherigen -Meldungen 104 feindliche Flugzeuge abgeschossen.
In Italien trat der Feind nach Versammlung starker Kräfte im Raum westlich Rom wieder zum Großangriff an. Mit überlegenen Infanterie- und Panzerverbänden gelang es ihm, beiderseits der Küstenstraße vorstoße.nd, nach erbittertem Kampf in unsere Stellungen einzubrechen. Auch nördlich Roms konnte der Gegner trotz heldenhaften Widerstandes unserer Truppen einen tieferen Einbruch erzielen. Schwere Kämpfe sind hier noch im Gange. Oestlich Rom führte der Feind wieder während des ganzen Tages heftige, aber vergebliche Angriffe gegen unsere Stellungen bei und westlich Tivoli.
hn Osten kam es gestern nur zu Säuberungskämpfen im Raum nordwestlich
Jassy. Starke Kampf- und Schlachtfliegerverbände griffen in die Erdkämpfe ein und fügten den Sowjets hohe Menschen- und Materialverluste zu. Bei der Bekämpfung des feindlichen Nachschubverkehrs durch die Luftwaffe wurden zahlreiche Bahnhöfe nachhaltig zerstört und mehrere Eisenbahnstrecken unterbrochen. In der Nacht waren besonders die Brennpunkte Proskurow und S m e r i n k a das Angriffsziel deutscher Kampfflugzeuge, die starke Explosionen und ausgedehnte Brände hervorriefen.
Der Kampf gegen die kommunistischen Banden auf dem Balkan wurde im Monat Mai besonders erfolgreich durchgeführt. Der Feind erlitt schwerste blutige Verluste und verlor außer 17 200 Toten 8700 Gefangene und Ueberläufer. Zahlreiche Geschütze, leichte und schwere Infanteriewaffen, Munitions- und Vorratslager wurden vernichtet oder erbeutet.
Nordamerikanische Bomberverbände warfen auf verschiedene Städte in Südosteuropa Bomben und verursachten besonders in Plösti, Kronstadt, Turnu-Se- v e r i n und Belgrad Schäden und Personenverluste. Durch deutsche und rumänische Luftverteidigungskräfte wurden 21 feindliche Flugzeuge, darunter 13 viermotorige Bomber, vernichtet.
In der vergangenen Nacht warfen einzelne feindliche Flugzeuge Bomben auf das Stadtgebiet von Mannheim.
Festes Vertrauen in den Sieg der gerechten Sache
Der Duce, der Poglavnik, Quisling, Petain, Laval und Neditsch gaben Erklärungen zum /nvasionsbeginn ab
BZ. Berlin, 7. Juni. Nachdem gestern der Leiter der niederländischen NSB. A. A. Mussert in einem Telegramm an den Führer seinen unerschütterlichen Glauben und seine Zuversicht zum Ausdruck gebracht hat, daß die europäische Einheit diesen Kampf bestehen werde, ’ haben jetzt weitere europäische. Staatsmänner zum Invasionsbeginn Erklärungen abgegeben.
Der Duce
Der Duce gab dem dnb-Vertreter in Italien folgende Erklärung: „18 Monate
nach der ersten Ankündigung, die der englische Rundfunk an die französische Bevölkerung richtete, hat die Invasion des euro päischen Kontinent begonnen. Der Krieg ist damit in einen' seiner Höhepunkte einge- treten und die Menschen in alleh fünf Erdteilen halten angesichts dieses gigantischen Zusammenstoßes ohne Vorgang in der Geschichte den Atem an. Es ist überflüssig zu sagen, daß das Herz des italienischen Volkes die Ereignisse in der Gewißheit verfolgt, daß die Weisheit und Energie der Führung und der btereits sagenhafte Heldenmut des deutschen Sol- da ten den feindlichen Versuch zunichte machen werden.“
Der Poglavnik
Der Poglavnik Dr. Ante Pavelitsch erklärte dem. DNB.-Korrespondenten in ■Agram u. a.: Die Geschichte Europas kennt das Wort Invasion seit jeher. Sie kamim- mer von Osten, und es handelte sich immer mehr oder weniger um halbwilde Ho^ den, die in zivilisierte Gebiete Europas he einbrachän, um zu plündern und zu zerstören. Die Invasion der Anglo-Amerikaner auf dem europäischen Kontinent komm, zwar nicht aus dem Osten, hätte jedoch
di DafTro E Äe 1S Voik schuf seinen un- ahhänqigen Staat, für den es durch Jahr hunderte lebte und kämpfte, auf , es e ”| Recht hat, und für den es politisch und Kec , .,.„. 1 . ist. Die anglo-amerikam-
rd daher vom kroatischen
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Staates berauben und anderen Vol-
VoLk‘so aufgefaßt, als ob man es seines
kerrj 0 unterordnen wolle. Aus diesem Grunde das kroatische Volk bereit und ent- schlossen, alle seine Kräfte für den gerne,m samen Kampf ei nzusetzen und m^ it dem
deutschen Volke gegen jede Invasion zu streiten, denn es weiß, es kämpft für seine Freiheit und seinen Bestand."
Ministerpräsident Quisling
„In diesem entscheidenden Augenblick muß sich jeder Europäer darüber klar sein, worum es geht“, betonte Ministerpräsident Quisling in einer Unterredung mit dem Ösloer DNB-Vertreter. „Der europäische Kontinent habe ein Stadium seiner historischen' Entwicklung erreicht, in - dem die verschiedenen Staaten und Völker nach einer europäischen Einheit strebten, um ihre Freiheit und Existenz behaupten zu können. Das Dasein Europas müsse gegen Weltmächte verteidigt werden, die außerhalb Europas entstanden seien und die im Zeichen einer fortgesetzten Expansion den alten Erdteil mit Vernichtung und Ausbeutung auf Jahrhunderte hinaus bedrohten.
England und Amerika, mit ihren kapitalistischen und imperialistischen Eigeninteressen und der Weltimperialismus des Bolschewismus versuchten die rettende Neuordnung Europas mit allen Kräften zu .hindern. Für' jeden Europäer, der die Liebe zum-eigenen Land und Volk mit dem Verständnis für das Schicksal an . das Europa verbindet, sei die Lage angesichts dieser Umstände völlig klar."
Marschall Petain
Staatschef' Marschall Petain hat im Zusammenhang- mit dem anglo-amerikanischen Landungsversuch einen Appell an das französische Volk gerichtet, in dem er alle französischen Dienststellen, Eisenbahner und Arbeiter auffordert, auf ihrem Posten zu verbleiben, um das Leben der Nation aufrechtzuerhalten und um die Aufgaben, die dem einzelnen zufallen, zu erfüllen.
„Franzosen!" so- heißt es u. a. in dem Appell, „verschlimmert unser Unglück nicht durch Taten, die tragische Repressalien über euch bringen könnten. Die unschuldige französische Bevölkerung würde die Folgen tragen. Nur durch Wahrung strengster Disziplin kann Frankreich gerettet werden. Gehorcht also den Befehlen der Regierung, erfülle jeder seine Pflicht. Die Umstände der Schlacht werden die deutsche Armee vielleicht veranlassen, in den
Kampfzonen besondere Maßnahmen zu" ergreifen. Fügt euch dieser Notwendigkeit".
Ministerpräsident ,LavaI
Der französische Ministerpräsident Laval richtete am Dienstagabend eine Rede an das französische Volk. Laval sagte u. a.: „Franzosen, die angelsächsischen Armeen bemühen sich seit heute morgen um einen Landungsversuch auf französischem Gebiet. Nach all den Bombardierungen lernt Frankreich eine neue Prüfung kennen, verursacht-durch die, die es zu „befreien" vorgeben und die es zerstören werden. Im Juni 1940 entsprach der Waffenstillstand der allgemeinen Ansicht der Nation und keine Stimme erhob sich gegen den Waffenstillstand — weder in der Nationalversammlung noch im Volk. Dieser Akt führte zu der einzigen Politik, die zum Friedensschluß führen mußte, und diese Politik war diejenige von Montoire. Auf dieser Grundlage konnten wir im Frieden an der Wieder- aufrichtung unseres Landes arbeiten." Der französische Regierungschef sprach die Erwartung aus, daß das französische -Volk alle Schwierigkeiten dieser Entscheidungszeit würdig ertragen werde.
Der serbische Ministerpräsident
Generaloberst Milan Neditsch, der seit dem 28. August 1941 an der Spitze der serbischen Regierung steht,, erklärte gegenüber dem dnb.-Korrespondenten in Belgrad u ä.: „Auf jeden Fall wird die Londoner
Rechnung,- welche Serbien und die Serben in eine mit der Invasion verbundene Balkanaufstandsbewegung einsetzt, falsch sein. Wir wissen, daß die Anglo-Amerikaner uns an die Bolschewiken verraten und verkauft haben. So wandelt sich für uns wie auch für die anderen Südostvölker das Invasionsproblem in den konkreten Fall des unerbittlich antibolschewistischen Kampfes, welchen wir schon bald , drei Jahre mit steigendem Erfolg führen.
Die Invasion ändert an Serbiens Standpunkt nichts. Wir sind bereit, alles für das Wohl unseres Volkes zu opfern. Wir glauben ebenso wie das deutsche Volk unerschütterlich daran, daß, wer in den jetzigen Versuchungen und Bedrängnissen durrh- hält, nicht nur das eigene Leben, sondern auch die Zukunft der ganzen Nation, ja anz Europas g erettet hat.“
Brennend in die Tiefe
*ß
% M v
Der Angriff der Invasoren stieß in der Lt//£, zu Jf asser und zu Lande auf wachsame Abwehr. Brennend kamen die großen Bomber und Transportflugzeuge zu Boden. — Im Bilde eine viermotorige Maschine, deren Schicksal besiegelt ist. Mit der Besatzung braust sie in den Tod, Presse-Hoffmann.
JUdfaätH JJtft***"
Von
Dr. Wolfdieter von Langen
Je länger der Krieg dauert, desto häufiger wird von der anderen Seite der Vorwurf gemacht, daß wir unsere Gegner in Charakter, Kultur,- Zielen und Neugestaltungswillen nicht kennen, daß das. deutsche Volk vielmehr seine Meinung über Engländer und Nordamerikaner zudiktiert erhalte durch Dr. Goebbels, die Dienststellen, den Ortsgruppenleiter. Was die Anglo-Amerikaner heute wollten, sei gänzlich verschieden von dem, was die deutsche Propaganda darstelle. Von weichem Gewicht diese alberne Behauptung ist, wissen Millionen von Deutschen, die durch Spreng- und Brandbomben, und Phosphorkanister britisch-amerikanischen Neugestaltungswillen, Kultur, Charakter und Ziele kennenlernten. Das gesamte deutsche Volk weiß im 5. Kriegsjahr mehr denn je aus der Kenntnis der politischen Geschichte, durch Versailles und die unerhörte westliche Barbarei, mit wem man es zu tun hat und welcher Art die Absichten der jüdisch-pluto“ kratischen, Hochfinanz nach dem Muster ’ des Ausrottungsprogramms des USA.-Juden Kaufmann sind.
Ein glücklicher Zufall hat es gefügt, daß wir Kenntnis erhielten von den disziplinären Anweisungen, Befehlen und Ratschlägen, mit denen im Aufträge des britisch-amerikanischen Oberkommandos die alliierten Invasionstruppen bedacht werden, womit also von berufener - Seite das Urteil gefällt wird, wes Geistes Kinder die „Befreier" sind. Das geschieht durch einen jeden britischen und amerikanischen Soldaten vor der Ausschiffung in den Festlandshäfen in die ^ Hand gedrückten „Soldier's Guide" (Soldatenführer}, der insofern die Einheit zwischen den „Vereinigten Nationen" überzeugend dokumentiert, als er wenigstens die damit aufgewiesenen Charaktexfehler von Briten und Nordamerikanern als „egually", als „gleich" einsetzt. Man hätte erwarten sollen, daß die Befehle und Anweisungen nicht allzu direkt lauten, um bei der Gefahr, daß diese Anleitung zur Besserung des anglo- amerikanischen Charakters in andere Hände fällt, der europäischen Oeff^ntlichkeit kein Dokument in die Hand zu geben, das' als „Befi'eieti'-Spiegel vorgelegt werden könnte. Offenbar schien dem britisch-amerikanischen Oberkommando diese Gefahr gering gegenüber der, daß bei einer weniger massiven Maßregelung Hoheitsdelikte, Zuchtlosigkeit- und Zerstörungswut -der „Befreier" unerwünschte Rückwirkungen bei der drangsalierten Zivilbevölkerung zeitigen könnten. So ist es für den europäischen Betrachter schon mehr als erstaunlich, wenn in diesem zum internen Bedarf ausgegebenen „Soldier's Guide" in voller Offenheit die Hauptlüge der britisch-amerikanischen Agitation bloßgestellt wird, die heute noch Tpg um Tag in jeder Lautstärke von London und Washington verkündet wird. „Bekanntlich" erwartet ganz Europa mit Ungeduld das Erscheinen der „Befreier". Das ist die amtliche Lesart des Gegners. Die nicht weniger amtliche Lesart des „Soldier's Guide" lautet anders. Sie stellt selbst für die „Frucht", die nach Churchill schon 1942 „reif" war, für die Landung in Süditalien, folgendes fest: „In den ersten Tagen ist es möglich, daß Ihr mit Enthusiasmus empfangen werdet, weil die Italiener einc-i guten Eindruck machen wollen oder von Euch zu profitieren wünschen: dann aber, wenn ihre Hoffnungen getäuscht sind, wird der Enthusiasmus aufhören-und in Verärgerung und Widerstand übergehen."
Da jedoch Europa und seine Menschen zu alliierten Zwecken ausgebeutet werden sollen, werden die Truppen von ihrem Oberkommando gebeten, die Zivilbevölkerung nicht ohne weiterps als Freiwild anzn- sprechen. Zu diesem Zweck wird dem britisch-amerikanischen Soldaten der Rat erteilt, nicht unverzüglich bei jeder Gelegenheit zuzuschlagen und Streit vom Zaune zu La
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