Ausgabe 
(6.6.1944) 154
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Kriegsberichter Kurt Lange,

Neuregelung des ^migerldid

Die ständig wachsende h'atfe, Stammgenchten hat die Gastwim sü^ g*m vor die schwierige Anfoab.

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Markenfreie Gerichte in

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eriustellen. Da die knappe Kanciithn sralfeldmarschalls K

des Vorjahres und die _ _

nate der Uebergangszeit Ziteil" bisherigen Umfange nicht ml©-* sich vorübergehend die-SdnieiiiMe' höht.

Es ist daher notwendig, zur eiA des Stammgerichts Brot ti S!i: erzeugnisse aus Getrtiiita zuziehen. Deshalb werden ah st: nahmsweise an Stelle von cuitiu Stammgerichten (bis ad weiteres] r. Stammgerichte auf der Grundlage t;: ' treideerzeugnissen

)! dem Rom zur offenen Stadt erklärt werden »Ute, ist durch Vermittlung des Vatikans dem General Alexander zugeleitet worden, «erden Empfang bestätigt hat. .Ke Ablehnung ist inzwischen durch die lalsachen offenbar worden.

Der Vorstoß nordamerikanischer Panzer- tsbände in das Stadtinnere von Rom hat fet erbitterte Straßenkämpfe eiaufbeschworen und die ewige Stadt zum Snpffeld gemacht. Die „Times“ hat diese santwortungslosigkeit vor der Verpflich- gegenüber der abendländischen Kul-

abfolgt werden. Da jetzt also ad ~ Verpflichtung in geradezu zynischer

kenpflichtige Erzeugnisse m Herslef: des Stammgerichtes verwende! «de

es — wie bei allen markenpMtigi:! ; febefehlshaber auf die deutsche Idee,

bensmitteln seit Kriegsbeil -?i des Gastwirtes, vom GaslSitrfflife zu fordern, und zwar RojflTit^ 100 g), Weißbrot- (bis zu KD jl ^ mittelmarken (bis zu 50 g),jedric solchem Umfange, als diese Leberfe.:i Herstellung des Gerichtes taüedW “ wendet worden sind. Angesichts es: genwärtig geltenden Brotration iw ■ selbst für ständige Gastoshtr.^ ■ Brotmarkenabgabe in erträgliclw ^ halten. Stammgerichte gegen ff; Nährmittelmarken dürfen nur a - Tage, höchstens an zwei Tagen «"• angeboten werden.

Vollkornschrotsuppe

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den Gaststätten verwendet St Speisen können Merausbe wie die VollkamschrotkMe®^^

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liebt sind. Mit dem am M■ » tretenen Markenverzei chnls .1^ Stätten wird auf die , A „^Lewi* schrotsupp* besonder einen Teller Suppe fen 50 Gramm Brotmarke ^ Damit wird in Zukunft Vt!> !

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Nr. 154 • 14. Jahrgang

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verkündungsblatt des Reichsstatihalters in Oldenburg und Bremen

Dienstag, 6. Juni 1944

Einzelpreis 15 Rpt.

Ein verantwortungsbewußter Führerentschluß

Barbarische Rücksichtslosigkeit des Feindes gegenüber Rom — Der Gegner allein trägt alle Folgen

Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung jr, w. sch. Berlin, 5. Juni. Der Befehl ij (s Führers, die deutschen Truppen über hinaus auf eine neue Frontlinie Im Nordwesten der italienischen Hauptstadt zu- rückzuführen, ist in gleicher Weise ein be­sonders starker Ausdruck für das tiefe Ver- itwortungsbewußtsein des Führers gegen- Iber der abendländischen Kultur, wie er den ibergeordneten Gesichtspunkten unserer strategischen Planung im gegenwärtigen Ab- jdnltt des Krieges entspricht Wis die moralische Seite der jüngsten Entwicklung an diesem Abschnitt der Süd- irmt betrifft, so hat es nicht viel Sinn, dar- äer in Auseinandersetzungen mit unseren Gegnern einzutreten. Sie haben bereits durch die Führung ihres Luftkrieges den lawiderleglichen Beweis dafür geliefert, daß es für sie im Kriege keine Rücksicht „ehr auch auf die wertvollsten Kultur- Satten, keine Achtung vor den einfach­en Gesetzen der Menschlichkeit und keine Anerkennung des Völkerrechts gibt. Im Falle Rom sprechen zudem die Tatsachen :nd Dokumente zu eindeutig und zu er- (rückend gegen sie. Der Vorschlag des Ge- “G esselring, nach

fee bekräftigt. Sie €g unwahrscheinlich,

bezeichnet es als daß der alliierte

Kann offenen Stadt zu erklären, herein- ta wird“. Damit haben unsere Feinde si eindeutig die Verantwortung für alles, v "in Rom bereits geschehen ist und Wei­ts sich ereignen könnte, übernommen. Die Lues" entblödet sich nicht, den deutschen '•erschlag „charakteristisch für die deutsche iwganz" zu nennen.

Besonders schwerwiegend erscheint das "Male und rücksichtslose Verhalten der -glo-Amerikaner deshalb, weil die Stadt ■ strategisch wirklich keine asentliche Rolle zu spielen ver- a 3. Es kam den feindlichen Militärs fast ^schließlich auf den Prestigeerfolg den Churchill, Roosevelt und ihre Tra­tten sicher mit allen agitatorischen Mit- " auszuschlachten versuchen werden. In

Vollkornschrot wird mit^ Firklichkeit legt sich bereits der Alpdruck

"Sorge auf die Gemüter des Feindes, daß ■ an dem Versorgungsproblem j'Zwei-Millionen-Stadt elend ■aeitern und damit allen Völkern Europas r« (sonders drastisch den Beweis dafür lie- “a könnte, daß die angekündigte „Be- siung“ sich in.Wirklichkeit in Gestalt von talendem Hunger und furchtbarer Not prä­miert,

I'on uns aus gesehen, stellt sich die Räu- ; 15 9 Roms im Rahmen der strategischen ■asamtlage tatsächlich nicht als ein mili- ■">ehes Ereignis von entscheidender Be- riung dar. Gewiß empfinden wir es ge- . vtm der Grundlage unseres abendländi- ■f® Kulturbewußtseins aus als höchst ^Herzlich und bedrückend, wenn sich j :,!t flegelhafte Yankees und Neger im ^ib des ältesten Kulturzentrums der Welt ■™ben können. Aber entscheidend bleibt

We vor die Tatsache, daß es der un Reichlichen Kampfmoral unserer Trup- unter ganz überlegener Führung gerade j “ e ® italienischen Kriegsschauplatz ge- ■ ?en i s t r ,j en Gesamtplan der Gegner im ,, l ? en ihrer großen Invasionsabsichten ‘ineinander zu bringen.

die Briten und Amerikaner vor neun iHn dank des Verrates der Savoyer

rij püogiios in Kalabrien und bei Salerno :, ; ? ssen konnten, da mußte unsere rnili- ; ‘Führung wohl eine Berechnung in , “'"oe anstellen, was wir wohl selbst 'ilch 8n wdrden . wenn wir allmählich eine i.i' 6 zahlenmäßige Ueberlegenheit von tön. 6n und Material hätten anhäufen ; ir 6n i'k W ’ e es der G e 9 ner tat, während "Idfr S '° St unseren Kräfteeinsatz an der ( im Hinblick auf entscheidende

, endigkeiten an anderen Fronten nicht 4«» Lestimmtes Maß hinaus verstärken tjj ea ‘ Rber anglo-amerikanische Soldaten ;,i , ,.' ne deutschen Soldaten. Daß der ,‘ dr die ganz allmähliche Ueberlas- '.'aniot mi,itär i sc I | u nd wirtschaftlich am ■h l-j bedeutsamen Raumes im schma- . uden der italienischen Halbinsel sich "d „ s . 0 unglaublich hohen Preis an Blut ij ne 9smaterial würde abverlangen las- in v 9eht weit über unsere ursprüng- ri "Härtungen hinaus.

.-!: tä e . We it weiß heute, daß die deutsche ’ - üd h fi Führung sich seit Jahresfrist Auffassung bestimmen läßt, daß die CiL au s politischen und militärischen te U stow Vor der unbedingten Notwendig- en . die Invasion von Westen ' R versuchen, und daß an der Front ■ mvasionsschlacht die Entschei- „ s Krieges fallen wird. Darum un- ? r oßen '

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Absetzbewegungen im Osten elastische Verteidigung an der unter äußerster Begrenzung unse­

res Truppeneinsatzes. Der heldenhafte Wi­derstand unserer Truppen in Italien hat den General Alexander gezwungen, seine ursprünglich angesetzten Divisionen nach ihrer mehrfachen Erschöpfung immer wieder aus den Reserven aufzufüllen und viele neue Divisionen über See heranzuholen. So ist schließlich aus dem geplanten Ablenkungs­und Fesselungsmanöver größten Stils umge­kehrt eine außerordentlich starke Bindung feindlicher Kräfte in Italien geworden, die in keinem Verhältnis zu dem geringen Ein­

satz auf unserer Seite steht. Jetzt hat der Feind seine Kräfte für sein geplantes stra­tegisches Hauptunternehmen im Westen über seine Berechnungen hinaus schwächen müssen.

Obwohl wir Rom geräumt haben, sind durch den bisherigen Verlauf des Ltalien- krieges die feindlichen Chancen auf dem Schlachtfeld der Entscheidung doch ver­mindert worden, während es nach dem feindlichen Plan genau umgekehrt kommen sollte. An dieser Lage wird sich auch nach

der Räumung Roms nicht das Geringste än­dern. Der Militärkommentator Liddel Hart gibt dem britischen Publikum die bittere Pille zu schlucken, daß General Alexander früher schon einmal „näher vor dem Knock­out der deutschen Truppen" gestanden habe als heute. Um so begründeter erscheint die Ankündigung des Oberkommandos der Wehrmacht, daß das Jahr der Inva­sion den Gegnern an der entscheidendsten Stelle eine vernichtende Niederlage bringen wird.

Der Feind nicht bereit, Rom zu schonen

General Alexander beantwortete deutsche Vorschläge zum Schutte der Stadt mit einem Aufruf zum Aufstand

(Für einen Teil der Auflage wiederholt)

Dnb. Aus dem Führerhauptquar­tier, 5. Juni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Der Oberbefehlshaber der deutschen Truppen in Italien, Generalfeldmarschall Kesselring, hat am 3. Juni, 23 Uhr durch den deutschen Botschafter beim Vatikan diesem zur Freigabe an das Ober­kommando der anglo-amerikanischen Strett- kräfte folgende Vorschläge für die Anerken­nung der Stadt Rom als offene Stadt durch die kriegführenden Mächte übermittelt:

1. Die Stadt Rom wird durch die krieg­führenden Mächte als offene Stadt aner­kannt.

2. Als Grenzen der offenen Stadt gelten: San Paolo ausschließl. Eisenbahnlinie nörd­lich San Paolo bis Piazza Maggiore — Linie von Piazza Maggiore (Bahnlinie und Stazione Tiburtina ausschließlich) bis ostwärts Villa Chigi. Von Villa Chigi bis zum Tiberknie 1,5 Km. südsüdwestlich Rennbahn Torre d^s Quinto — südlich des Tiberflusses bis Ponte Milfio (einschließlich) — Westspitze der Valikanstadt — Porta San Pancratio und Bahnhoi Trastevere (ausschließlich) — Ponte Suplicio (einschließlich) — Ponte Suplicio (einschließlich) — ostwärtiges Tiberufer — Porte San Paolo (ausschließlich).

3. Einzelbestimmungen:

a) Das OKW. verpflichtet sich, wie bisher, innerhalb einer offenen Stadt keine militäri­schen Einrichtungen und Truppen zu halten,

sowie keine Truppenbewegungen durchzu­führen.

b) Ausgenommen hiervon sind die zui Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung sowie für die Versorgung der Stadt not­wendigen Dienststellen und Polizeikräfte.

c) Innerhalb der offenen Stadt werden keine Zerstörungsmaßnahmen durchgeführt

d) Vorräte von Versorgungsgütern aus­schließlich für die Zivilbevölkerung.

e) Auch bei Freigabe der Stadt durch die deutsche Wehrmacht wird die Elektrizitäts­und Wasserversorgung der Stadt aus den bisherigen Versorgungsanlagen fortgesetzt, soweit sie sich im Besitze der deutschen Wehrmacht befinden.

4. Voraussetzung für die Uebernahme die­ser Verpflichtungen der deutschen Wehr­macht ist die uneingeschränkte Zusicherung der Gegenseitigkeit.

Der deutsche Oberbefehlshaber hat außer­dem angeregt, daß der Vatikan um die Uebernahme einer geeigneten Kontrolle über die Einhaltung der vorstehenden Vereinba­rungen ersucht wird.

Auf diese Vorschläge ist bisher eine Ant­wort des anglo-amerikanischen Oberkom­mandos nicht erfolgt. Stattdessen hat Ge­neral Alexander in einer Proklamation an die Bürger Roms diese zum bewaffneten Widerstand gegen die deutschen Truppen aufgefordert.

*

Dnh. Aus dem Führerhauptquar­tier, 5. Juni. Das Oberkommando der

Wehrmacht gibt bekannt: Da sich die Front im Zuge der Kampfhandlungen immer mehr der Stadt Rom näherte, bestand die Gefahr einer Einbeziehung dieses ältesten Kultur­zentrums der Welt in die direkten Kampf­handlungen. Um dies zu vermeiden, hat der Führer die Zurücknahme der deutschen Trup pen nordwestlich Roms befohlen.

Der Kampf in Italien wird fortgesetzt in dem unerschütterlichen Willen und mit dem Ziel, den feindlichen Angriff am Ende zu brechen und gemeinsam mit den Verbünde­ten den Sieg zu erzwingen, ln engster Zu­sammenarbeit mit dem faschistischen Italien und den anderen Verbündeten des Reiches werden die dafür notwendigen Voraus- setzunoen geschaffen. Das Jahr der Invasion wird den Gegnern an der entscheidenden Stelle eine vernichtende Niederlage bringen

General Alexander sabotiert den Schutz der Stadt Rom

Dnb. Berlin, 5. Juni Das Hauptquartier General Alexanders und Marschall Ba- doglio haben folgende Proklamation an die Bevöfkerung Roms gerichtet: „Einwohriei

Roms! Die alliierten Armeen nähern sich

Die deUtthe UtUfdeSrfCoile m Kcieqe

Von

Erich Glodschey

Die Oeffentlichkeit hört während des Krie­ges aus naheliegenden Gründen (Feind hört mit!) nur wenig von der Tätigkeit der deut­schen Handelsflotte. Am meisten bekannt sind die Leistungen der Seeleute der Han­delsschiffahrt bei ihren Kameraden von der Kriegsmarine, denen sie täglich Seite an Seite zur See fahren und die Angriffe feind­licher Kriegsschiffe und Flugzeuge durch- Rom, untersiitzt die Alliierten! Kämpft gegen) stehen. Um so mehr wiegt die Anerkennung,

unsere gemeinsamen Feinde, die Deutschen und die Faschisten. Unterrichtet Euch über Minensperren und andere militärische Vor­kehrungen des Feindes, so daß die Alliierten Eure Stadt ohne Verlust an Zeit, Menschen und Material durchziehen könnenl“

Erbitterte Sfraßenkämpfe um Resiti der Tiberbrficken

Der Angriff bei Jassy gewann weiter Boden - 42 Sowjetilugzeuge, vier Schnellboote vernichtet

dnb. Aus dem Führerhauptquar­tier, 5. Juni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Trotz des Angebots der deutschen Füh­rung, die Stadt Rom zur Erhaltung ihrer kulturellen Werte nicht in die Kampfhand­lungen einzubeziehen, stießen nordamerika­nische Panzerverbände in den Mittagsstun­den des 4. Juni bis in das Stadtinnere vor, um sich in den Besitz der Tiber-Brücken zu setzen. Es kam zu erbitterten Straßenkämp­fen, die in den Abendstunden noch an­dauerten.

Angesichts dieser Haltung des Feindes war es unvermeidlich, daß Rom entgegen den klar bekundeten deutschen Absichten doch zum Kampfgebiet wurde. Die deutsche Führung wird aber auch jetzt noch bestrebt sein, die Kämpfe in und um Rom auf das für die Kriegsführung unumgängliche Maß zu beschränken. Nordöstlich der Stadt

sind heftige Kämpfe mit starken feindlichen Angriffsgruppen im' Gange.

In dem schweren Ringen südlich Rom

artillerie der Luftwaffe, Jäger und Marine­flak 19 feindliche Flugzeuge abgeschossen. Ein deutscher Unterseebootjäger versenk­

haben sich die Flakverbände des Generals' te in der Aegäis ein feindliches Untersee- der Flieger Ritter von Pohl besonders boot.

ausgezeichnet. Bei und südöstlich C a v e südlich Guarcino und nördlich Sora schlugen unsere Truppen starke, von Pan­zern und Schlachtfliegern unterstützte feind­liche Angriffe blutig zurück. In den schwe­ren Kämpfen der letzten Wochen hat sich die 71. Infanterie-Division unter Führung des Generaleutnänts R a a p k e besonders bewährt.

Italienische Torpedoflugzeuge griffen in der letzten Nacht Schiffsziele in der Bucht von Gibraltar an, beschädigten vier Frachter mit 30 000 BRT. schwer und erziel­ten Treffer auf zwei weiteren Frachtern.

Bei Einflügen nordamerikanischer Bomber­verbände in den norditalienischen Raum und über dem Frontgebiet wurden durch Flak-

An der Ostfront gewann der Angriff der deutsch-rumänischen Truppen im Kampf­raum nordwestlich Jassy trotz heftiger ieindlicher Gegenwehr und wiederholter Gegenangriffe weiter Boden. Starke deutsch­rumänische Fliegerverbände griffen laufend mit guter Wirkung in die Kämpfe ein und vernichteten in Luftkämpfen 42 feindliche Flugzeuge.

Im Verlaufe mehrerer Nachtgefechte ver­senkten Sicherungsstreftkräfte der Kriegs­marine im Finnischen Meerbusen vier sow­jetische Schnellboote und brachten Gefan­gene ein.

Einzelne britische Flugzeuge warfen in der letzten Nacht Bomben auf das Stadt­gebiet von Köln.

Aufruf des Duce an das italienische Volk

Soldaten, zu den Waffen, Arbeiter und Bauern, an die Arbeit!“ — Dank an die deutsche Wehrmacht

dnb. Norditalien, 5. Juni. Der Duce hat folgenden Aufruf erlassen:

Italiener! Die anglo-amerikanischen Ein­dringlinge, denen der gemeine Verrat der Monarchie in S i z i 1 i e n und S al e r n o die Tore des Vaterlandes geöffnet hat, sind i n Rom e i n g e r ü c k t. Die Nachricht wird euch zutiefst beunruhigen, ebenso wie sie jeden von uns schmerzt.

Wir beabsichtigen nicht, Zuflucht zu neh­men zu leichten propagandistischen Mit­teln, um die Tragweite des Ereignisses ab­zuschwächen, und auch nicht, die Verspä­tung zu unterstreichen, mit der dieses ein- netreten ist im Verhältnis zu den unver­schämten Vorhersagen der vorausgegange-

Die deutsche Wehrmacht hat Schritt für Schritt mit einem Heldenmut, der m der Erinnerung der Völker unsterblich bleiben wird, jeden Streifen des italienischen Bo­dens verteidigt. Aus Ehrfurcht davor, was Rom in der Geschichte und in der Kultur der Völker darstellt, hat das deutsche Ober­kommando, um der Bevölkerung, die be­reits durch die Belagerung äußerst schwer aetroffen ist, noch schwerere Leiden zu er­sparen, darauf verzichtet, die Stadt zu ver­teidigen, was es hätte tun können.

Wir sagen zu den Römern: Gebt den Ein­dringlingen moralisch nicht nach, die in eure 9 Stadtmauern die Männer der bedm- rmnoslosen Kapitulation und eine Regierung 9 g „i!hHnnen die von einem Moskauer Agenten geführt wird. Euch Brüdern Süd­

italiens, die ihr schon seit mehreren Mona­ten untei der grausamen und schimpflichen anglo-amerikanischen Unterdrückung leidet, sagen wir: Tragt mit allen Mitteln dazu bei, um das Leben der Eindringlinge immer schwerer und unsicherer zu gestaltenl

Den Italienern der Provinzen der italieni­schen sozialen Republik rufen wir die höchste Mahnugn zu: Der Fall vonRom schwächt nicht unsere Kraft und umso weniger unseren Willen, der darauf gerichtet ist, die Voraussetzung zur Befreiung zu schaffen.

Zu diesem Zweck, der gebieterisch das Gewissen aller in der Erfüllung der Pflichten, sei es im Kampf, sei es in der Arbeit, be­

herrscht, werden Maßnahmen" getroffen wer­den. Den Verbündeten des Dreimächtepaktes und insbesondere den deutschen Kameraden erneuern wir in dieser Stunde die Versiche­rung unseres unerschütterlichen Willens, mit ihnen den Kampf bis zum Siege fortzusetzen. Das Wort der Republik ist sehr verschieden von jenem der Könige, die um das Schicksal der Krone und nicht um das des Vaterlandes besorgt sind.

Soldaten, zu den Waffen! Arbeiter und Bauern an die Arbeitl Die Republik wird von der Plutokratie und ihren Söldnern aller Ras­sen bedroht. Verteidigt siel Es lebe Italien! Es lebe die italienische sozialistische Re­publik.

Gelöbnis

des republikanischen Heeres

dnb. Berlin, 5. Juni. Die Kommandeure der Divisionen des republikanischen Heeres, die sich in Deutschland zur Aus­bildung befinden, haben dem Duce fol­gende Botschaft übersandt:

„Ducel Die Ereignisse, die so sehr das geplagte Vaterland treffen, gehören zur Ge­schichte von gestern. Sie sind die tragi­schen Folgen des Verrats. Wir sind die Geschichte von Morgen. Wir sind die Be­freiung, die in Vorbereitung ist. Je tiefer der Abgrund ist, aus dem wir heraussteigen müssen, desto ruhiger und ents.-heiflc.irler ist unser Wille. Jeder Augenblick unserer

harten und eifrigen Wache nähert uns der Vergeltung und dem Siege. Hierfür bereiten wir hier im Lande unseres großen Verbün­deten mächtige Waffen und treue Herzen vor. Für Rom, für den Duce werden wir Italien den Ruhm der Waffen zurück­geben und dem italienischen Volke die Sicherheit seiner Zukunft!“

Das Eichenlaub verliehen

Berlin, 5. Juni. Der Führer verlieh das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an ^-Obersturmbannführer Karl Ullrich, Kommandeur des f#-Panzergrena- dier-P- 'iments „Theodm Eicke“ in der ff- r ’an7"r(!ivlslon „Totenkopf" als 480. Solda­ten der deutschen Wehrmacht.

U-Tanker „Jumbo"

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Auf holler Sec. nullen im Atlantik, trifft dieser Tanker mit den l -finalen zusammen , um sie mit Treibstoff und Verpflegung für ihren u ei­teren Einsatz zu versorgen, — Unser Bild zeigt den U-Tanker .Jumbo“ in der Nähe des Aequalors. PK-Kriegsber. Wenig (All,/Sch.)

die der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Großadmiral Dönitz, seinerzeit auf der Stet­tiner Seeschiffahrtstagung der Auslandsorga­nisation der NSDAP, ausgesprochen hat, als er den „unermüdlichen Einsatz" der See­leute der Handelsmarine ganz besonders würdigte.

Wenn einmal die Geschichte der „Blök- kadebrecher“ geschrieben werden kann, dann wird es offenbar werden, in welch hohem Maße die Kriegsleistungen der deutschen Handelsschiffahrt während dieses schweren Ringens gegen die größten Seemächte auf die Ozeane hinausgegriffen haben. Vor vier Jahren war die Rückkehr der „Bremen” dafür ein leuchtendes Bei­spiel. Sie blieb kein Einzelfall, denn nach der „Bremen" konnten auch die großen Fahrgastschiffe „Hamburg", „New York" und „St. Louis", die sich Ende August 1939 zur gleichen Zeit in New York befunden hatten, glücklich in die Heimat durchbrechen.

Die gleiche Leistung vollbrachten zahl­reiche unscheinbare Frachter und Tanker, nicht nur in den ersten Kriegsmonaten, son­dern auch sehr viel später. Schon bis zur Norwegenunternehmung war rund eine halbe Million BRT. an deutschem Schiffsraum aus Uebersee in deutsche Gewässer zurückge- langt, eine äußerst wertvolle Ergänzung des in der Heimat vorhandenen Handelsschiffs­raums.

Jede dieser Blockadebrecherfahrten be­deutete für die' Besatungen der Handels­schiffe die äußerste Anspannung aller Kräfte. Die Kapitäne mußten große Findig­keit beweisen, um der mit der Dauer des Krieges zunehmenden feindlichen Gegen­wirkung zu entgehen. Manches dieser Schiffe wurde von feindlichen Seestreitkräf­ten gestellt, aber in den meisten Fällen ge­lang es den Besatzungen, ihre Schiffe durch die Versenkung dem Feinde zu entziehen.

In diesem Kriege haben die Engländer nicht wie 1914 einen erheblichen Zuschuß an Tonnage durch die Beschlagnahme deut­scher Dampfer erhalten können. Auch die USA., die 1917 mehrere hunderttausend BRT. beschlagnahmen konnten, sahen sich dies­mal um die erhoffte Beute geprellt. Nur ganz vereinzelte deutsche Dampfer waren in USA.-Häfen verblieben, und auch diese wurden gründlich zerstört. Das galt auch für Handelsschiffe in Häfen anderer Länder, die auf Grund des anglo-amerikanischen Drucks gegen uns in den Krieg getreten sind. Für den Seemann ist sein Schiff ein lebendiges Wesen. Es fällt ihm schwer, es selbst versenken zu müssen; doch es ist ge­schehen, auch wo es Opfer erforderte.

Die Seeleute solcher Schiffe haben sich in manchen Fällen mit ihren Rettungsbooten über weite Entfernungen unter vielen Ent­behrungen dem Feinde entzogen, um wenig­stens selber in der Heimat mithelfen zu kön­nen, wenn sie schon ihre Schiffe nicht mit­bringen konnten. Daß der Führer für die F delsmarine das Ehrenzeichen der Blok- kadebrechT gestiftet hat, ist line sichtbare V'.digung der Kriegsleistungen deutscher Seeleute der Handelsmarine in überseeischen Fah. l ,i. Der darin zum Ausdruck kommende Geist fester Entschlossenheit ist eine Bürg-

• r, q a ß (jj e deutsche Handelsschiff-

fabrt nach dem Siege wieder tatkräftig auf den Ozeanen erscheinen wird.

Einem Teil der deutschen Handelsschiffe,

c niiht zur Heimat gelangen konnten, nämlich denen, die im Mittelmeer und