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(5.6.1944) 153
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parieiamiliche Tageszeitung

Da, AnHoblofl d es Regierende n Börgermeiste ra der Freien HcmseBfadl Bremen

fj r . 153 14. Jahrgang

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verkündungsblaff des Reichs Statthalters in Oldenburg und Bremen

Montag, 5. Juni 1944

Einzelpreis 15 Rpf.

Seine deutschen Prestigeriicksichten in Italien

Erbitterte Kämpfe um Rom Der Weg zum Herzen Europas weit und mit Gebirgen gespickt

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prahtbericht unserer Berliner Schriftleitung j, B e r 1 i n, 4. Juni. Während auf den Schlachtfeldern des Ostens die Ruhe der fiunten nur durch abtastende lokale unterbrochen wird und das Luft- jriejageschehen durch Starts und Landun­gen hindernde, offenbar aber jetzt wieder bessere Witterungsverhältnisse über der englischen Insel bestimmt wird, toben die Kämpfe auf den italienischen Schlachtfel- dem mR unverminderter Wucht weiter. Wenn die englische ZeitungPicture Post" jetzt dieses Geschehen alsFehlschlag des italienischen Feldzuges der Alliierten" be- leichnet, so mag diese Feststellung in einem Augenblick überraschen, ln dem nach einer Mitteilung des Oberkommandos der Wehr­macht die deutsche Abriegelungsfront nörd- der Albaner Berge bis in den Raum U Kilometer östlich Rom zurück- gedrängt worden Ist und die deutschen Trup- > gen sich westlich der Albaner Berge auf en Tiber abgesetzt haben. Die ihlacht spielt sich also heute Im Weich- llldRoms ab, und die Anglo-Amerikaner itnnen sich diesem ihrem Prestigeziel liher wähnen als kaum jemals zuvor. In ler BezeichnungPrestigeziel liegt jedoch bereits eine Wertung des gegenwärtigen allitärischen Geschehens in Italien, die zu- ta durch den AusdruckDurchbruchs- icrsuche des Gegners" aus dem OKW.- : e- hcht vertieft wird.

Als die anglo-amerikanischen V t fe den frühen Morgenstunden des Mai ach stärkster artilleristischer \ jerei- GravieriKlttol^J zu i^ rer Offensive ansetzten, .ormu- - l'ierte General Alexander einen lages-

Wehl, der als eindeutiges Ziel des iJnter- sehmens dieVernichtung des Feinde s" bezeichnete. Durch ein Massen­arbeit an Truppen und schwerem Kriegs- Rlerial sollte die Erfüllung dieses Zieles Rungen werden. Durchbrüche, Einkesse- . b)an und Umgehungen gehörten zum ifelen Kriegsplan. Das System der liivi holenden Landung" sollte tach die Taktik des umgehenden Vor­iges ergänzt werden.

ln reibungslos funktionierender e 1 a s 11- hier Verteidigung durchkreuzte , : sdoch die deutsche Führung diese Pläne ® Gegners. Es erschien ihr als Haupt- Kfgabe, mit einem Mindestmaß von Trup- rw den Gegner zu einem riesigen Ver- khleiß an Menschen und Material zu zwin-

| ?n, ohne dabei die wertende Einstufung J italienischen Fronten in die Kategorie » Nebenkriegsschauplätze zu -ersehen und etwa die Verteidigungs­bitschaft in den vermutlichen In- 'ilionsräumen durch "die Offensive ih Gegners schwächen zu lassen. Im Hin-

f 'jrund des italienischen Ringens standen '4 stehen die 3,5 Millionen anglo-ameri- nnischen Soldaten auf der englischen JH stehen die Truppenmassierungen auf orsika und anderen Europa vorgela- ulen Bastionen. Ihr Einsatz wird eine Üt viel entscheidendere Bedeutung haben s das Ringen auf den italienischen Kämpf­ern, trotz der außerordentlich starken brialmassierungen des Gegners und :s *s der unerbittlichen Wucht der Kämpfe, liien war und ist eben Nebenfront.

Me Anglo-Amerikaner haben kein Mit- *1 unversucht gelassen, um die strategi- «e Absicht des Italienfeldzuges zu errin- 5®. Ihre Geschütze schossen, bis die ithre glühend wurden; die nach.dem Ver- isben des Feuerorkans vorstürmenden Ppen hatten sich zur Tarnung ihre Ge­lichter mit Oel und Erde verschmiert; im wndekopf von N e 11 u n o waren unge- Materialmassen aufgespeichert, und 'vi in den letzten Tagen trafen neue Di- jhionen ein, die durch Vorstöße aus die- j® Raum die Entscheidung erzwingen jMten. Diesem allen stand der Helden- i® 1 die Tapferkeit und die Standhaftig- 1 des deutschen Soldaten gegenüber, stemmte sich gegen die Durchbruchs- [suche des Gegners, vereitelte Um- shhungen unt j Einkesselungen. Deni 1 An- ;«nn des Gegners wurden Riegelstellun- j, ® nt 9egengeschoben, die als Prell- der Offensive dienten und lederen Schutz die vorgesehenen Absetz­ungen durchgeführt wurden, um so .^^nichtungsabsichten des Gegners zu

j der deutschen Kriegführung haben J* 1 Aussichtspunkte niemals eine Rolle J le 'l Ortschaften, deren Name gewiß Svoll war, wurden dem Gegner preis- ecn, nachdem sie ihre strategische Auf- Sirii hatten und dem Feind ein

tf.o ? ma 8 an'blutigen Opfern ahverlangt oen war. DiePicture Post" berücksich- e ^ es! chtspunkte, wenn sie von H G, "kehlschlag des italienischen Feld­er u pricllt - sie betrachtet sich die Lage !j eh . ®'ienischen Halbinsel auf der Karte, i, *° m lediglich als einen vom Nim- . ae [[ Geschichte umwitterten tür ' binter üem sich jedoch Berge "itii t^v' die 1<einen Spaziergang erlauben, "üometer nordostwärts der Albaner »e erheben sich die Sabiner Berge und

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? s üinfzig Kilometer nordostwärts die

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Hänge des Gran-Sasso-Masstvs.

eg z lIm n erzen Europas durch Italien , and mit Gebirgen gespickt.

(eem erwähnten Artikel derPicture Ac/ 5 ,/ 61 ' Feder des Hauptmanns F. O. ikt. s f;, er bereits in Spanien gekämpft tu i'sl- ^ S: "k-aßt uns der Wahrheit über 'enischen Feldzug ins Auge sehen

Hauptmann Miksche tritt den Beweis an, daß die Invasion Italiens von allen Gesichts­punkten aus als Fehlschlag für die alliierte Kriegführung zu bezeichnen ist, und fährt fort;Das große Ziel der Strategie ist es, die Hauptkräfte des Feindes zu vernichten. Das ist in Italien unmöglich. Die Alliierten versuchen, die italienische Kampflinie durch Frontalangriffe in Bewegung zu brin­gen, aber es wurde kein Durchbruch erzielt. Selbst .die Einnahme von Rom würde dem Kriege keine entscheidende Wendung ge­ben. Die wichtigste geographische Tatsache besteht darin, daß die lombardische Ebene noch 500 Kilometer nördlich von Rom liegt und daß sich dahinter wieder die fast un­

passierbaren Alpen erheben. Deshalb würde selbst die Besetzung ganz Italiens nicht ent­scheidend sein. Der Feldzug in Italien ist jedenfalls kein Ersatz für eine wahre zweite Front."

Der gegenwärtige Stand des Kampfes ist durch die Fortsetzung der feindlichen Durch­bruchsversuche und die deutschen Gegen­maßnahmen zur Verhinderung dieser feind­lichen Absicht bestimmt. Der feindliche An­sturm nördlich der Albaner Berge hat zwar die deutsche Abriegelungsfront zurück­drücken können, aber der Durchbruch ist nicht gelungen. Es wäre vermessen, Boden­verluste als Bagatelle behandeln zu wollen. Aber ihr wahres Gesicht erhalten sie erst

in einem Gesamtüberblick, der die Aufgabe und die Wirksamkeit von Riegelstellungen berücksichtigt, der den Preis des Gegners einberechnet und planvolle Absetzbewegun­gen deutlich werden läßt, die sich hinter dem erbitterten Kampf um Prellböcke ver­bergen.

Oft mag der Befehl für eine Stützpunkt­besatzung das Aushalten bis zur letzten Pa­trone anordnen. Dieses Aushalten aber ge­währleistet Umgruppierungen und die Ver­eitelung von Umfassungsbestrebungen des Gegners. Und das steht fest; Nirgends ist dem Feind ein wirklicher Durchbruch oder, eine Umschließung starker deutscher Kräfte gelungen.

Anglo-Amerikaner setjen Durchbruchsversuchs fort

Schwere Kämpfe 10 Kilometer östlich Rom und nordwestlich Valmontone Sowjets bei Jassy geworfen

dnb. Aus dem Führerhauqtquar- t i e r, 4. Juni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Der Feind setzte gestern seine heftigen von starken Panzer- und Schlachtflieger­verbänden unterstützten Durchbruchsver­suche nördlich der Alban er Berge beiderseits der Via Casllina fort. In äußerst schweren und verlustreichen Kämp­fen gelang es ihm, unsere Abriegelungsfront bis ln den Raum 10 Kilometer öst­lich Rom zurückzudrängen.

In heldenhaftem Kampf zerschlugen die Verteidiger des Monte Cavo bei R o c c a di Papa unter Führung des Oberleutnants Schöngreen alle den ganzen Tag über gegen diese Schlüsselstellung geführten An­griffe des weit überlegenen Feindes. Erst als die letzte Munition verschossen war, kämpfte sich die Besatzung befehlsgemäß auf die eigenen Linien zurück. In Nah­kämpfen zeichnete sich der Leutnant B r o s e eines Flakregiments besonders aus. Die Fallschirmpanzer-DivisionHermann Göring" hat sich bei den schweren Kämpfen im Raum nördlich Valmontone heldenhaft geschlagen.

Westlich der Albaner Berge setzten sich unsere Truppen auf dem Tiber ab. Die Ausweitung des feindlichen Einbruchs nach Nordosten wurde von den Besatzungen un­serer Stützpunkte bei Z a g a r o I o und Pa- lestrina in zähem Kampf verhindert. Auch beiderseits C a v e und im Frontab­schnitt südlich Paliano scheiterten alle feindlichen Angriffe in schweren Abwehr­kämpfen.

Kampf- und Nachtschlachtflugzeuge griffen auch, in der vergangenen Nacht feindliche Kolonnen und Bereitstellungen im Raum von Valmontone wirksam ab. Im Abschnitt nörd­lich Frosinone konnte der Feind unseren Absetzbewegungen infolge der nachhaltigen Straßenzerslörungen nur langsam folgen. Auf dem Ostufer des Liri, nördlich Sora, wur­den mehrfache starke feindliche Angriffe ab­gewiesen, ein Einbruch abgeriegelt. Seit dem 12. Mai wurden im Bereich des hier einge­setzten Korps. 400 feindliche Panzer ver­nichtet.

Geleitstreitkräfte der Kriegsmarine wehr­ten vor der westitalienischen Küste feind­liche Schnellbootangriffe ab und beschädig­ten dabei mehrere Boote.

Deutsche Schnellboote versenkten in der Adria im Seegebiet vor Split vier feind­liche Nachschubfahrzeuge und brachten zahlreiche Gefangene ein. In einem anschlie- y

ßenden Gefecht mit feindlichen Artillerie- trägern beschädigten sie mehrere dieser schwerbewaffneten und gepanzerten Fahr­zeuge.

Im Osten warfen deutsch-rumänische Trup­pen die Sowjets im Kampfraum nordwestlich Jassy, von rollenden Angriffen starker deutsch-rumänischer Kampf- und Schlacht­fliegerverbände unterstützt, weiter zurück

und nahmen mehrere Höhenstellungen. Starke von Schlachtfliegern und Panzern un­terstützte Gegenangriffe des Feindes schei­terten. 25 feindliche Panzer wurden abge­schossen und 33 sowjetische Flugzeuge in Luftkämpfen vernichtet i Einzelne britische Flugzeuge warfen in der vergangenen Nacht Bomben aut die "Städte Mannheim und Ludwigshafen.

Zähes Aushalten bis zur lebten Patrone

Das erbitterte Ringen in den Albaner Bergen und in der Campagna

dnb. Berlin, 4. Juni. An der italieni­schen Front kam es am Sonnabend im Küsten­abschnitt des Thyrrhenischen Meeres zu kei­nen größeren Kampfhandlungen. Unsere Truppen vollzogen hier die vorgesehene Ab­setzbewegung auf den Tiber-Unterlauf, ohne hierbei vom Feinde wirksam behindert wer­den zu können. Dagegen ging das erbitterte Ringen in den Albaner Bergen selbst, in deren Ausläufen sowie in der Cam­pagna den ganzen Tag über weiter. Be­sonders schwer waren die Kämpfe bei Rocca di Papa und um den Monte Cavo. Von stärkstem Artilleriefeuer unter­stützt stürmten die feindlichen Truppen last ohne Unterbrechung gegen diesen Berg­stock an, der von seiner deutschen Be­satzung so zäh verteidigt wurde, daß die anglo-amerikanischen Angriffswellen immer wieder unter schweren Verlusten zurück­fluteten, bis es ihnen schließlich gelang, die deutsche Besatzung abzuschneiden. Aber die deutschen Verteidiger hielten ihre Stellun­gen, bis die letzte Munitionsreserve ver­braucht war, und schlugen sich dann mit­ten durch den Feind zu den eigenen Linien durch.

Zur gleichen Zeit erneuerten die Anglo- Amerikaner ihre Versuche, aus dem Raum von Volmontone weiter nach Nord­osten vorzustoßen. Sie setzten zu diesem Zweck schnell herangeführte neue Panzer­kräfte.ein, die jedoch durch die panzer­brechenden deutschen Waffen so. hohe Ver­luste erlitten, daß alle Durchbruchsversuthe auf der Linie ZagaroloPalestrinaCave zum Erliegen kamen. Infolge der ständig bin und her wogenden Kämpfe' konnte die genaue Zahl der am Sonnabend in diesem Abschnitt vernichteten feindlichen Panzer nicht ermittelt werden.

Die feindlichen Truppen- und Panzeran­sammlungen wurden während des Tages

und der Nacht zum Sonntag von unseren Kampf- und Nachtschlachtfliegern ange­griffen. Vor dem Angriff der Ju-88-Ver- bände leuchteten die Verbandsführer die be­fohlenen Ziele aus, so daß besonders in der Ortschaft Labico, in Valmontone und auf der Via Caselina dem Feind schwere Verluste zugefügt wurden. Auch zwischen Valmontone und Colonne erlitten die Anglo-Amerikaner durch zahlreiche Splitter­und Brandbomben erhebliche Ausfälle.

Im Berggelände des Val Roveto, süd­östlich Balsorano, führten Verbände, der britischen 8. Armee «lach heftiger Ar­tillerievorbereitung wiederholt starke An­griffe gegen unsere Stellungen. Wie schon bisher, so wurden auch diesmal vorwiegend neuseeländische Truppen einge­setzt, die im Abwehrfeuer unserer Waffen empfindliche Verluste erlitten, ohne einen nennenswerten Erfolg zu erzielen.

Die Leistungen des in Italien kämpfen­den deutschen Soldaten aller Waffen, der in der ununterbrochenen Abwehr des feind­lichen Massenansturmes fast unvor­stellbare körperliche Anstren­gungen erträgt und durch das feindliche Trommelfeuer und ständige Luftangriffe starken Belastungsproben ausgesetzt ist. sind über jedes Lob erhaben. Immer wieder stellt er den unter Einsatz stärkster materieller Mittel und seines ge­samten Völkergemisches angreifenden Feind zum Kampf. Seit über drei Wochen trotzt er den anglo-amerikanischen Ver­suchen, die deutsche Ahwehrfront aufzu­brechen. Jeden Meter Boden muß der Feind mit schweren Verlusten bezahlen, die ihn um so härter treffen, als seine Nachschub­tonnage durch die Invasionsvorbe­reitungen stark in Anspruch genom­men ist.

Von Bluthunden der Bolsdiewisten zerfleischt

Jeder Meter derTodesstraße" kostete ein Menschenleben Plünderungen und Gewalttaten der Sowjets

dnb. Lemberg, 4. Juni.Als sich Bolsche­wisten unserem Dorfe näherten," so erzählt der aus Movnow bei Dubno stammende 65- jährige Bauer Leontl Mazuta,hatten sich einige Frauen und Kinder im dichten Schilf eines in der Nähe Hegenden Teiches ver­steckt. Nachdem die Eindringlinge das Dorf geplündert und uns auf einem Hof zusam­mengetrieben hatten, fragte der Kommissar, ob alle beisammen seien. Als wir alle schwiegen, sagte der aus unserem Dorf stam­mende und mit den Juden zurückgekom­mene Jude Jacob' Schlummer, daß viele fehlten und sich wohl irgendwo verborgen hielten. Der Kommissar schickte einige sei­ner Leute aus, die bald in Begleitung von mehreren Hunden, die das NKWD. beson­ders für den Zweck der Menschenjagd abrichtet, zurückkehrten.

Die Tiere nahmen sofort Witterung und spürten bald das Versteck der Geflüchteten auf Die den Hunden folgenden Bolsche­wisten zogen die Frauen und Kinder aus dem Schilf heraus und brachten sie vor den Kommissar. Dieser befahl ihnen, nach Hapse zu gehen und auf weitere Befehle zu war­ten. Kaum waren dieVerbrecher etwa 50 Schritt gegangen, als der Kommissar ihnen die Bluthunde nachschickte. Diese fielen über die Unglücklichen her und zer­fleischten sie. Mazuta Ge ] an 9 es einige Tage später, sich bis zu den deut­schen Linien durchzuschlage.n

Völlig erschöpft und in Lumpen gehull fanden rumänische Soldaten den Kessel­flicker Aurel Dolea aus Cimsauti an der Front bei Orhei. Fingerdicke Striemen ge­deckten seinen Körper, die darauf schlie­

ßen ließen, daß er mit Peitschen geschlagen worden war. In einem rumänischen Kriegs­lazarett erholte sich Dolea von seinem Leiden.

In unserem Dorf", so berichtet Dolea,er­schien ein Kommando NKWD.-Truppen und holte alle männlichen Einwohner zwischen 15 und 62 Jahren aus den Häusern heraus. Jeder von uns durfte nur ein kleines Päck­chen mitnehmen. Man trieb, uns nach dem zehn Kilometer entfernten Vahvatini. Hier wartete bereits eine große Menge, unter der ich viele Bekannte aus den Orten Cuzovca, Cacalniceni, Bircovo und Rezina traf. Als ein weiterer Zug eingetroffen war, gab ein Offizier den Befehl zum Abmarsch. Vorher hatte man uns die ärmlichen Päckchen ab­genommen. Ungefähr 2000 Menschen gingen einem schrecklichen Schicksal entgegen.

Hinter Vahvatini auf der gegenüberliegen­den Seite des Dnjestr wurden wir in Kolon­nen eingeteilt und zum Bau einer Straße nach der 70 Kilometer entfernten Stadt Balta gezwungen. Die Kolonnen mußten Wald roden und Sümpfe trockenlegen. Schwer bewaffnete Posten sorgten dafür, daß keine Pause entstand. Für Verpflegung und Unterkunft hatte jeder selbst zu sorgen. Da aber in dieser Wildnis Raum etwas Eß­bares aüfzutreiben war, und wir schon nach ein paar Tagen vor Hunger keinen Axthieb mehr verrichten konnten, muteten uns die Aufseher zu, unsere inzwischen an Ent- kriäftung gestorbenen Kamera­den zu essen. Lieber Sollten wir jedoch Hungers sterben. 1

Nach vier Wochen waren von den 2000 Menschen kaum mehr als einige hundert

am Leben. Immer neue Arbeitssklaven kamen hinzu. Kolbenhiebe waren unser Lohn. Schon bald erhielt die Baustelle den NamenTodesstraB e". Jeder Meter Straßenbau wird wohl ein Menschenleben gekostet haben. Trotz meiner großen Kräfte sank auch ich eines Tages erschöpft zu Bo­den, worauf ich erst Fußtritte und dann Schläge mit einer Eisenpeit- sche erhielt, bis icfif besinnungslos liegen­blieb und von^den Schergen für tot an­gesehen. wurde. Tm Schutze der Nacht kroch ich aus dem Loch, in das man mich geworfen hatte, und schlug mich bis an den Dnjestr durch."

Aus der Gegend von Loszniow und Grzy- makolowa kamen acht Zivilisten über die deutschen Linien. Am Tage hatten sie sich in Sümpfen, Scheuern und Wäldern ver­steckt. Sie berichteten von den Grausam­keiten der Sowjets, als sie die Orte be­setzten. Die Frauen, sogar ganz alte, und Kinder wurden mit Schlägen und Fausthie­ben gezwungen, den Sowjets den Aufent­haltsort der Männer zu zeigen.

Audi in Ungarn Tieffliegerangriife

dnb. Budapest, 4. Juni. Aus den Inzwischen eingelaufenen Berichten über die anglo- amerikanischen Terrorangriffe am Freitag auf verschiedene östlich der Donau gelegene ungarische Orte geht hervor, daß zum ersten Male die Arjglo-Amerikaner auch in Ungarn im Tiefflug auf den Feldern arbei­tende Bauern mit Bordwaffen beschossen haben.

Flakhocfastand im Wattenmeer

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Oie Hockstände der leichten Flak sind weit itber das JJ alt hinausgebuut. Bei Flut ist der \ erkehz dorthin nur mit dem Schlauchboot möglich, L nd dennoch fühlen sich die Soldaten wohl in ihrer luftigen Ünterkunft.

PK-Kriegsberichter Vorländer (Sch)

den TM' m Stlrneden

Von unserem Vertreter in Stockholm Hans Wendt

Ab und zu geschehen selbst im heutigen Schweden mal Dinge, auf. die man nicht ganz gefaßt ist. Man geht beispielsweise in die'Uraufführung des neuesten antideut­schen Hetzfilms nicht etwa aus engli­scher oder amerikanischer, nein aus schwe­discher Werkstatt. Der Zuhörerraum ist na­türlich gespickt mit erwartungsvollen jüdi­schen Gesichtern. Oh, sie sind zufrieden mit Schweden. Als gleich zu Anfang das Deutschlandlied artönt, in deutlicher Ten­denz verzerrt und parodiert, stoßen sie sich an:Fabelhaft gemacht!" Sie haben leider auch im weiteren Verlauf des Abends, der selbst verwöhnten sadistischen Ansprüchen durchaus Genüge leistet, allen Anlaß zur Zufriedenheit. Aber zum Schluß gehen sie doch etwas kleinlaut nach Hause, den Kopf wiegend und mit ein paar nachdenklichen Falten auf der Stirn.

Denn was die Juden selber betrifft, so ist dieser Film ihnen gegenüber keines­wegs sonderlich nett. Der Held der Hand­lung, ein konservativer, christlich-katholi­scher Kulturpolitiken hat für die Juden we­nig übrig; und die Veranstalter dieses Films anscheinend ebenfalls. Ein jüdischer Jour­nalist wird in wenig schmeichelhafter Weise, beinahe ganz naturalistisch, darge­stellt. Und von der übelsten Figur des gan­zen Films, einem feigen Opportunisten und Denunzianten im Äerzterock, sagt eine Stockholmer Pressebesprechung empört, es sei sehr bedauerlich,, daß diese Figur mit ausgesprochen jüdischen Zügen ausgestattet worden sei. Ja, die Joden verließen die Aufführung offensichtlich mit etwas ge­mischten Gefühlen. Ihre Freude darüber, wie weit die Hetze gegen Deutschland in diesem neutralen Land nun bereits gediehen ist, wurde ein wenig getrübt durch die Ein­sicht, daß sie selber bei alledem nicht di­rekt beliebter zu werden scheinen.

Dieser Vorgang ist ganz aufschlußreich für den heutigen Stand des Judenproblems in Schweden. Auch wenn man berücksich­tigt, daß die Regie eines solchen Films der Hauptwirkung zuliebe geschickt ihre klei­nen Konzessionen macht, umObjektivität zu markieren und auf diese Weise Greuel­szenen glaubhafter zu machen, auch dann ist es doch ganz bezeichnend, daß eine der­artige taktische Ballastabgabe ausgerechnet auf Kosten der Juden erfolgt. Obwohl die projüdische Agitation gerade in Schweden auf das rührendste bemüht gewesen ist, die Schönheit des jüdischen Antlitzes und die Lauterkeit der jüdischen Absichten populär zu machen. In Zeitungsanzeigen und Illu­strationen bei allen nur erdenklichen Gele­genheiten werden dem schwedischen Leser, damit er sich daran gewöhnen und sie als selbstverständlichen Bestandteil seiner Um­gebung anerkennen soll, demonstrativ jüdische Gesichter vor Augen geführt. Wenn das nur gut geht! Die Urheber solcher psychologischen Versuche unter­schätzen vielleicht doch die normale Reak­tion eines rassisch Andersgearteten, der womöglich gerade angesichts einer solchen Anpreisunq jene Fremdheit gewahr wird, die man verschwinden lassen möchte und die sich doch um keinen Preis aus der Welt schaffen läßt

Die starke Judenzuwanderung nach Schweden in den letzten Jahren hat hier­für nicht nur rein äußerlich im Straßenbild, in Gaststätten und auf der Bühne umfang­reichen Anschauungsstoff geliefert, sondern auch mancherlei andere Reibungen zuwege gebracht, für die man nur auf den kriminali­stischen Teil der Zeitungen Bezug zu neh­men braucht. Ursprünglich war die Juden­begeisterung in Schweden außerordentlich groß. Heute ist man immerhin schon soweit, daß ziemlich allgemein die Erwartung aus­gedrückt wird, die Gäste möchten nach Kriegsende weiterwandern und sich bis da­hin nicht allzu aufdringlich oder gar störend benähmen. Trotzdem geht die von den Ju­den keineswegs gewollte Aufklärung des