Ausgabe 
(3.6.1944) 151
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Nora Jugend- Jahre sngelauen. sltbthaustn.Dia ern\ Jugendl. ab Freit, u. Sono- 2.00: Jugendvorst, nther Plüschows i.

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ermeislers der Freien Hansestadt Bremen >1*' u_,

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parteiamtliche Tageszeitung

na8 Amtsblatt des Regierenden Bürgermeiste rs der Freien Hansestadt Bremen

pjr. 151 14. Jahrgang

Sonnabend, 3. Juni 1944

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verlciindungsblatt des Reichssiatthalfers in Oldenburg und Bremen

Einzelpreis 15 Rpf.

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Kuli über Mißtrauen der kleinen Nationen erbost

/( Führung ist nicht Englands Funktion" - Sogar englische Kritik an der Schaumschlägerei von Washington

Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung dt, w. sch. Berlin, 2. Juni. Immer, wenn U Feindlu9 er irgendeine diplomatische Aktion gestartet wird, lassen die Veranstal Id zunächst den Blätterwald agitatorisch ulrauschen, als ob man vor der größten Sensation des Jahrhunderts stünde. So war bei Casablanca, bei Moskau und bei Te- leran, Hinterher trat dann jedesmal schnell je grolle Ernüchterung ein. Auch bei der Einleitung der Besprechungen H u 11 s . mit SinKoalitions-Botschaftern über die Jiachkriegsorganisation der Welt und spe- Europas waren ähnliche Erscheinungen g beobachten. Diesmal aber sind die lau­te Anpreisungen und phantastischen Speku- fctlonen besonders schnell einer höchst 'skeptischen Betrachtung in der anglo-ame- rikairischen Presse gewichen. Selbst die Inn nordamerikanischen Außenminister sehr nahestehendeWashington Post" über denMangel an Begeisterung" Har die Bekanntgabe der Absichten Hulls stellI resigniert fest, daß die jetzt ge- (illenen Maßnahmennur einleitender Na- ir sind und noch nichts Vollständiges dar- llen".

Nachdem derAußenminister" im nieder- Mischen Emigrantenklub, C I e f f e n s ,

St stärksten Bedenken im Namen der klei- ;n Staaten gegenüber den nordamerika iahen Nachkriegsplänen zum Ausdruck pbracht hat, ist Cordeil Hüll ersichtlich avös und böse geworden. Es sei kein md dazu vorhanden, so wettert er, die iSA. jeden Morgen vor dem Frühstück itr ihre Einstellung gegenüber der Frei- ffllins Gebet zu nehmen. Diese Bemerkung nicht Bände über die Bedeutung, die man ziaJe auch im Feindlager den politischen Irikastenspielen beimißt, die Roosevelt niHüll aut Weisung von Stalin ;itl ilolotow jetzt einleiten möchten. M gab gestern die kategorische Erklä­rt.-.', ab, daß in der vorgeschlagenen Nach- Ifeorganisation die kleinen Natio- Wentsprechend" vertreten., a sollten. Aber wer glaubt das heute all nach allem, was sich die polnischen fiijranten und der Exkönig Peter, um gar von den baltischen Staaten zu spre- bisher schon alles von dengroßen Serien" gefallen lassen mußten, obgleich »iland die Polen und Serben mit dem Ga- ulieschein in den Krieg gehetzt hat? Sildaut muß daher auch Hüll zugeben,

M esim Augenblick" noch nicht nötig i die Planung der Beziehungen der ein- ien Nationen zueinander bekanntzuge-

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Bis Montag:

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:S 9 a r die englischen Kommentare lassen 1/dhoes»^^ nur kühle Zurückhaltung und § Gliche Enttäuschung gegenüber Hulls

uns e(eMlü'lk)* fl ^^^ '^"mschlägerei erkennen. In jedem Falle, is.it.IAu bemerkt die

J 8 Menge Fragen geklärt werden. Auch tu^rebL uns»*Erbb fan 9 tn ^ * ''^aily Herald bezeichnet ' Hulls Ein- "*® reW ' -T 19 a * s weni U befriedigend. Das Labour-

* stellt in diesem Zusammenhang noch

^al fest, daß London nur noch eine un- ideutende Rolle in den großen weltpoliti- iEn Fragen spielen könne. Den Gedanken, die britische Regierung die, Führung ^i-nehmen könne, habe Churchill mit der g|( "jkhternen Bemerkung abgelehnt, die J rsg sei nicht Englands -tlttion. England verlöre den Schritt j-seinen Verbündeten, wenn es Ansich- verträte, die diese mißbilligten. Das sei, #5 ;,? er t derDaily Herald,ein bedauer- S Rüc kzug vor der Verantwortung' (jSLoiltd Seiger hätte das wohl so ausgedrückt

si«* 1 !Si S en müssen ' daß es ein Rückzug

»»-SEI hafte f®, ( a ' 1 e m vor denBolschewisten 'ikSÄfTU 10 'Kenntnis der eigenen Ohnmacht ist. WSr'

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Auch das Weiße Haus und das Staats­departement in Washington riskieren kaum noch ein Wort, wenn Moskau Ansprüche stellt. Wenn Molotow den Wunsch aus­spricht, so leitet Hüll eben willfährig die Besprechungen ein, in denen der Bolsche­wismus auf Umwegen besondere Ziele ver­folgt. Und die Zwischenrufer im englischen Unterhaus können sich heute auf eine Rede berufen, die der Präsident der Sowjetunion, K a 1 i n i n , soeben vor Vertretern der bol­

schewistischen Jugend gehalten hat, und in der er als Ziel der bolschewistischen Par­tei die Erringung einer unbeschränkten Vormachtstellung der Sowjetunion vor allen übrigen Nationen hingestellt hat.Das ist die Aufgabe des heutigen Tages, das sind die Ziele, für die die bolschewistische Par­tei lebt.".

Auf dieser Grundlage würde auch, wenn nicht Deutschland und seine Wehrmacht wäre, dieWeltsicherheit in der Nach-

Hohe Kampfmoral unserer Truppen in Italien

Der Feind bei Velletri und Val montone zum Stehen gebracht - Schwerste Verluste des Gegners

dnb. Aus dem Führerhauptquar­tier, 2. Juni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Bei den schweren Kämpfen in Italien, die sich gestern besonders Im Raum von V ei­le t r i und Valmontone zu größter Heftigkeit steigerten, bewährt sich die Kampfmoral unserer Truppen immer wieder gegen die zahlenmäßige und materielle Ueberlegenheit des Feindes. So wurde dort auch gestern wieder der mit massierten Infanterie- und Panzerkräften und mit Unterstützung stärkster Luftstreit- kräfle angreifende Feind zum Stehen ge­bracht. Ein inzwischen abgeriegelter Ein­bruch, den der Gegner nordöstlich Velletri erzielen konnte, kostete ihn schwerste blu­tige Verluste. An diesem Frontabschnitt haben sich die 65. Infanterie-Division unter Generalleutnant Pfeiffer, die durch Teile der 4. Fallschirmjäger-Division ver­stärkte 3. Panzergrenadier-Division unter Generalmajor Hecker und eine aus Ein­

heiten des Heeres und der Fallschirm- truppe zusammengesetzte Kampfgruppe un­ter Generalleutnant Greiner, hervorra­gend unterstützt durch Artillerie und durch Flakartillerie der Luftwaffe, besonders aus­gezeichnet.

Nachtschlachtflugzeuge griffen feindliche Batterien und Kolonnen im Raum von Ar­ten! sowie den Ort selbst mit Bomben und Bordwaffen an.

Am Nordhang der Lepiner-Berge setzten sich unsere Divisionen nach Ab­wehr zahlreicher feindlicher Angriffe auf das Nordufer des Sacco--Flusses ab. Im Raum von Sora wurden vor unseren neuen Stellungen alle Angriffe des Geg­ners abgeschlagen.

Leichte deutsche Seestreitkräfte versenk­ten vor Livorno ein britisches Schnell­boot und beschädigten ein weiteres schwer.

Vor der dalmatinischen Küste versenkten I westnorwegischen Küste' wurden durch Si sie sechs vollbesetzte Küstenmotorschiffe cherungsfahrzeuge und Bordflak von Han- und einen Tanker. Zahlreiche Gefangene delsschiffen elf Flugzeuge vernichtet, zwei wurden eingebracht. I weitere in Brand geschossen.

Neue Regierung Bulgariens setzt alte Politik fort

Das Kabkieii BsschiloJf zurückgetreten - Der neue Ministerpräsident Bagrianotf und seine Männer

Drahtbericht unseres Vertreters r. h. Sofia, 2. Juni. Nachdem der bis­herige Ministerpräsident Boschiloff den Rücktritt seines Kabinetts erklärt hatte, den der Regentschaftsrat angenommen hatte, hat der Regentschaftsrat am Donnerstag den früheren Landwirtschaltsminlster Iwan Ba- g r i a n o f f mit der Neubildung der Regie­rung beauftragt, der noch am gleichen Tage dem Regenten die neue Ministerliste vor­legte. Der Regentschaftsrat hat diese Liste genehmigt. Die neue Regierung hat folgende Zusammensetzung: Ministerpräsident: Iwan Bagrianotf; Außenministerium: noch unbe­setzt, vorübergehend vom Ministerpräsiden­ten Bagrianoft verwaltet; Innenministerium: Professor AlexanderStanischeff; Kriegsmini­sterium: Generalleutnant Russi Russeff (wie bisher); Finanzministerium: Dlmiter Sawoff; Landwirtscha-ftsministerium: Professor Dont- scho Kostoff; Handelsministerium: Christo Wassileff; Unterrichtsministerium: Professor Michael Arnaudoff; Eisenbaiinministerium und Ministerium für öffentliche Arbeiten: Boris Koltscheff; Justizministerium: Russi Ruseff.

Das Kabinett Bagrianotf ist sowohl grund­sätzlich als auch in seiner personellen Zu­sammensetzung eine Gewähr für die Fort­setzung der gegenwärtigen in­neren und äußeren Politik Bul­gariens.

Mit dem neuen bulgarischen Ministerprä­sidenten Bagrianoft ist eine in der bul­garischen Oeffentlichkeit populäre Persön­lichkeit an die Spitze der Regierung getre­

ten. Bagrianoft wurde 1892 in Rasgrad in Nordostbulgarien geboren. Er widmete sich der Offiziers] auf bahn, absolvierte die Kriegs­schule in Sofia, nahm an den Balkankriegen und am ersten Weltkrieg teil und erwarb den bulgarischen Tapferkeitsorden und hohe deutsche Auszeichnungen. 1925 trat er als Major in den Ruhestand, um sich der Land­wirtschaft auf seinem Mustergut in Rasgrad zu widmen. 1937 wurde er als Anhänger des parteilosen Regimes in das Parlament gewählt und am 4. November 1938 zum I.andwirtschaftsminister in das Kabinett lCiosseiwanoff bestellt. Dieses Amt hat er auch im Kabinett Filoff bis zum 14. Februar 1941 innegehabt, worauf er sich wieder ins Privatleben zurückzog. Als Minister ver­faßte er den Fünfjahresplan der bulgari­schen Landwirtschaft. Bagrianoft genießt vor allem in der bäuerlichen Bevölkerung des Landes großes Ansehen.

Das neue bulgarische Kabinett kann wie auch schon das vorhergehende als Re­gierung der Fachleute angesehen werden. Aus dem alten Kabinett ist nur der Kriegsminister Generalleutnant Russeff

Heldentod eines Eichenlaubträgeis Flug im tüdlidienSargdreiedt

Affl Brill 26 - 28 . Sdf

Im sieghaften Glauben

Aufruf des Reichsjugendführers zum Reichssportwettkampf 1944

"illSr.« Berlin, 2. Juni. Wie alljährlich tritt

. die gesamte deutsch Jugend zu

f a Siitana A® icr-P 081611 sportlichen Wettkampf an.

«Auma-].. a ^ en unc * Dörfern werden Millionen

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:J^. aia kterlichen Werte und der Ge-

unt l d er körp,

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en d8 n Jugendlichen in Schulen und i ^Produktion werden auch die Luft-

n ' Und Marinehelfer der Hitler-Ju- an diesem Wettkampf teilnehmen 11 ° das Bild einer kämpferischen und * räudigen Jugend wiedergeben. Nach [r i °rten des Reichsjugendfiihrers Ar- Hipn v änn steht dieser Wettkampf im , n Kriegsjahr im Zeichen der f r e w i 11 i g k e i t.

und der körperlichen Ertüchtigung

später

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be^ d Ä^::L,:t Sez Wettkampf sei aber vor allem im

die machtvolle Demom Gesinnimg in - adelnder

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lj EJkeit unserem Führer und unserem ( iiiat n der wie auch später als

^ 'Ofen° r a " en Fron ten zu dienen und zu #0 r überzeugender Beweis

ni ® m als zu brechende Wider- * ! 5T| ra ^ und den sieghdf- P» jrfo««; t«u m Lj a u b e n der Hitler-Jugen d." jL dieses Jahres bekannte sich i~* r ' J ugend als Bewegung der jungen

Kriegsfreiwilligen und bekundete dadurch das kennzeichnende Wesen der national­sozialistischen Jugend, daß sie aus dem freien Entschluß ihrer Herzen dem Führer und dem Reich dienen will. Ihr Kriegsfrei­willigenbekenntnis bestimmt daher auch ihren Dienst im Jahresablauf. Beim Reichs­sportwettkampf am 4. Juni 1944 tritt der zur Wehrmacht anzumeldende Jahrgang der Hitler-Jugend geschlossen vor die übrigen Einheiten.

In einem feierlichen Appell werden diese Jungen dem Führer als dem Kriegsfrei­willigen des ersten Weltkrieges ihre E l n- satzbereitschaft kundtun. In den nachfolgenden Monaten werden diese Kriegsfreiwilligen überall im Reich zu Kundgebungen zusammentreten und dabei ein echtes Bild einer kriegsfreiwilligen und glaußenstreuen Jugend vermitteln.

Der Reichsjugendführer hat angeordnet, daß diese Kriegsfreiwilligen der I-Iitler-Ju- qend eine besondere Auszeich­nung erfahren und von der Gemeinschaft der deutschen Jugend bis zum Tage ihres Eintritts in den Reichsarbeitsdienst beson­ders betreut werden. Sie bilden die ersten Einheiten in der Hitler-Jugend. Ihnen stehen vor allem die kulturellen Veranstaltungen offen, und am Tage der Wehrer ucht.gung werden sie ln überzeugender Weise dem Führer beweisen, daß die Jugend seinen Armell der Kampffront den besten Nach­wuchs sicherzustellen, mit freudigem Her­zen erfüllt hat.

dnb. Berlin, 2. Juni. Unbesiegt vom Feinde, starb nach 140 Luftsiegen Major Friedrich Karl Müller, einer unserer tapfersten und schneidigsten Jagdflieger, als Kommodore eines Jagdgeschwaders den Heldentod.

De Gaulle fährt nicht nach London

Drahtbericht unseres Vertreters hw. Stockholm, 2. Juni. Londoner unter­richtete Kreise erklären' jetzt, daß die USA.- Regierung nicht beabsichtige, an den vor­gesehenen Verhandlungen mit de Gaulle in Londoiy teilzunehmen, wie sie auf Ein­ladung Churchills stattfinden sollten. Ein Kompromiß, wonach der USA.-Botschatter in London, W i n a n t, als nordamerikani­scher Beobachter teilnehmen sollte, ist an­scheinend gescheitert, da de Gaulle auf Einladung eines besonderen Washingtoner Bevollmächtigten bestand. De Gaulle hat daraufhin, der Londoner Presse, zufolge, seine Reise auf gegeben.

Das Possenspiel mit tagelangen Ankündi­gungen seines bevorstehenden Eintreffens und mit täglichen Dementis aus Algier geht also wieder an, wie in den besten Tagen des früheren Zankes um Darlan oder Giraud und in anderen Phasen des Tau­ziehens um Französisch-Nordafrika, Auch diesmal stehen, gaullistischen und zum Teil nach englischen Angaben zufolge, eng­lisch-amerikanische Meinungsverschieden­heiten und Interessengegensätze hinter den Vorgängen.

Abtrünniger Franzose floh nach Spanien

dnb. Paris, 2. Juni. Eine der bekannte­sten Erscheinungen der französischen Dissi- denz, Oelmagnat undPolitiker Lemaigre de Breuil, hat sich plötzlich nach Spanien begeben, um das Gebiet seiner letzten po­litischen Betätigung, Nordafrika, nicht wie­der zu betreten. Lemaigre de Breuil hat sei­nerzeit das Abkommen zwischen Darlan und den USA. sowie zwischen Giraud und den nordamerikanischen Instanzen voran­getrieben und die Besetzung Nordafrikas durch die USA.-Truppen vorbereitet.

dnb. Genf, 2. Juni.Ich flog allein im Sargdreieck" überschreibt ein USA.-Flieger, der kürzlich in einem viermotorigen Bom­ber an einem Terrorangriff auf deutschem Gebiet teilnahm, seinen Erlebensbericht. Sargdreieck, erklärte der Flieger einlei­tend, sei die Bezeichnung der tief fliegen­den Führungsgruppe, die für gewöhnlich aus drei Flugzeugen bestehe. Die deutschen Jäger stürzten sich nämlich fast immer zu­erst auf diesesSargdreieck, in dem übri­gens jedes USA.-Flugzeug einmal fliegen müsse.

Wir überquerten die holländische Küste in Durchführung des Auftrages in großer Höhe. .Jäger unter uns rief der Mann im Turmgeschütz. Ich sah sechs deutsche Jäger, die hintereinander zunächst mit uns parallel flogen. Plötzlich schwenkte ihr Führungsflugzeug mehrere Meilen vor uns ein, kam direkt auf uns zu und feuerte auch bereits aus allen Rohren. In einem unserer Bomber krachte es.

Wenn wir in geschlossener Formation fliegen, liegen die Flügel unserer Maschinen meist nur wenige Meter auseinander und doch bringen es die Deutschen fertig, sich mit ihren Flugzeugen durch diesen hin- dufchzuzwängen und uns mit ihren Ge­schützen zu beharken. Wir selbst suchen dabei gar nicht, ihnen zu entkommen, da das doch keinen Zweck hat. Meine beiden Begleiter waren kurz hintereinander erledigt. Der eine Bomber explodierte, nachdem er bereits das Fahrgestell zur Not­landung ausgefahren hatte. Nur wenige Mit­glieder der Besatzung zählte ich, die aus­steigen konnten.

Da griffen die Deutschen zu unserer gro­ßen Erlösung die Hauptformation an. Wir konnten entkommen, aber noch vielen un­serer Kameraden kostete es das Leben. Unser Ziel kam in Sicht, klein wie eine Zi­garettenschachtel sah es aus. .Bomben weg meldete der Borrischüfze und fügte hinzu, ,nun aber weg wie der Blitz aus dieser Hölle'.

Berliner Dom

von den Lutihunnen zerstört

kriegszeit" errichtet werden. Daran können keine Projekte Roosevelts und Hulls auch nur das geringste ändern. Und folgende Er­klärung des diplomatischen Korresponden­ten der LondonerCatholic Times können wir ausnahmsweise Wort für Wort unter­schreiben:So wie die Dinge zur Stunde liegen, gibt es für die kleinen Länder, wie Fin'nland, Ungarn, Rumänien und Bulga­rien, nur eine Wahl: Bolschewisierung oder weitere Loyalität gegenüber Deutschland".

An der Ostfront wehrten deutsche und rumänische Truppen nördlich Jassy stär­kere Gegenangriffe der Sowjets ab und be­reinigten einige Einleruchsstellen. Starke deutsche und rumänische Kampf- und Schlachtfliegerverbände fügten hierbei dem Feind schwere Menschen- und Materialver­luste zu. An der übrigen Front kam es außer örtlichen Gefechten im Karpatenvorland zu keinen Kampfhandlungen von Bedeutung.

In der vergangenen Nacht führten starke deutsche Kampffliegerverbände zusammen­gefaßte Angriffe gegen die Bahnknoten­punkte K a s a t i n und F a s t o w.

Im Finnischen Meerbusen sank ein sowje­tischer Bewacher nach Minentreffer.

Bei einem Angriff von 40 britischen Flug­zeugen auf ein deutsches Geleit vor der

übernommen worden. Der neue Innenmini­ster Stanischeff ist Leiter des mazedoni­schen wissenschaftlichen Instituts und ein namhafter Chirurg. Finanzminister Sawoff, ein Industrieller, war Präsident der So­fioter Handels- und Industriekammer und des Industrieverbandes. Der . neue Land­wirtschaftsminister Kostotf war Direktor des großen landwirtschaftlichen Versuchs­institutes und studierte vor dem ersten Weltkrieg in Deutschland und Rußland und hatte mehrere Jahre lang den Posten eines Generalsekretärs dieses Ministeriums inne. Justizminister Russi Russeff, trotz der Na- mensgleichlieil mit dem Kriegsminister Rus­seff nicht verwandt, ist Rechtsanwalt. Unterrichtsminister Arnaudoff, ein bekann­ter Literaturhistoriker, ist einer der vier Vormünder des minderjährigen Königs Si­meon II. Eisenhahnminister Koltscheff war bis vor einem Jahr Generaldirektor für Eisenbahnen und Häfen; er wird vorüber­gehend bis zur Neubesetzung auch . das Bautenministerium leiten. Handelsminister Wassileff war früher Abgeordneter des Schwarzmeerwahlkieises.

Die gewissenlose Barbarei anglo-nmerihnni- scher Lujlgangster wird durch die Zerstörung zahlreicher deutscher Kulturbaulen, Kirchen und Krankenhäuser aufs neue erwiesen. Dem 17 Uten des hemmungslosen anglo-amerikani sehen Luflgungslerlums am 24. Mai fiel einer der repräsentativsten Bauten und Kulturdenk* miiler der Reichshauptstadt, der Berliner Dom, zum Opfer. Am gleichen Tage wurde auch der französische Dom auf dem Gendarmenmarkt in Berlin durch Brand- und Sprengbomben zerstört, Unser Bild zeigt: Die brennende Kuppel des französischen Doms auf dem Gen­darmenmarkt. Scherl-Bilderdienst-Autoflex,

%t Jeind Ui ihte $clüeß$c/w&e

Von

Gerhard Baumann

Seitdem als erstes Opfer des britischen Luftterrors in Aalborg eine Frau erschossen wurde, muß die deutsche und mit ihr fast die gesamte europäische Presse immer wie­der von viehischen Gemeinheiten eines Gangstertums berichten, das sich in plan­mäßigen Verbrechen gegen Frauen, Kinder und Kulturstätten überschlägt und mit dem Wesen des Soldatischen nichts mehr zu tun hat. Nicht nur, daß der anglo-ameri- kanische Nihilismus mit den Methoden eines Dschingis Khan die Zeugnisse euro­päischer Kultur in Schutt und Asche legt, seine ausführenden Organe stürzen sich auch immer wieder in für sie gefahrlosen Augenblicken auf Frauen und Kin­de t, zielen auf die arbeitende Landbevöl­kerung und auf die wehrlosen Menschen, die aus den Trümmern und Bränden die letzte Habe zu retten suchen. Die Häufung derartige^ Fälle zeigt, daß es sich hierbei nicht um Ausschreitungen einzelner Sol­daten handelt, sondern um bewußt ge­plante und durchge[ührte Ak­tionen, 'die einer bestimmten Geistes­haltung entspringen, zumal sie ja nicht nur eine Begleiterscheinung dieses, sondern aller anglo-amerikanischen Kriege sind.

Dafür zeugt schon die Stimme des ame­rikanischen Publizisten Philip Francis, der poch vor Abschluß des Versailler Vertra­ges leidenschaftlich Anklage erhob gegen dasGift in Amerikas Becher" und die bri­tischen Kriegsmethoden mit folgenden Worten charakterisierte:Die Briten füh­ren immer Krieg gegen Frauen und Kinder, gegen die alten und schwachen Männer des Feindes. Die Waffe, derer sie sich bedienen, ist die Aushunge­rung, die grausamste Qual, die über ein menschliches Wesen verhängt werden kann. Tndem sie so die Frauen und Kinder des Feindes quälen und sie zu einem lang­samen, grausamen und qualvollen Tode verurteilen, streben die Briten danach, den Mut und die Entschlußkraft der feindlichen Soldaten zu brechen."

Erst kürzlich hat Reichsminister Backe darauf hingewiesen, daß die Ernährungs­lage des Reiches gesichert sei, und damit den Zusammenbruch der feindlichen Blockade dokumentiert. An deren Stelle ist der Lutterror getreten, der allerdings das Charakteristikum Lord Derbys,rei­zend" zu sein, für den Gegner längst ver­loren hat. Geblieben ist lediglich der Sa­dismus, mit dem er von ihm geführt wird.

Die von der ganzen deutschen, ihr ver­bündeten und zum Teil sogar auch neutralen Oeffentlichkeit in dieser Be­ziehung gemachten Erfahrungen stimmen allerdings nicht überein mit dem Bild, das die gegnerische Agitation über den sport­lichen Geist und die Ritterlichkeit der Bri­ten und Amerikaner verbreitet hat. Wie je­doch die wahre Einstellung ist, lehrt das Wort des amerikanischen Publizisten, der unter dem Pseudonym Mr. Dooley bekannt ist:Es ist ein Charakterzug von uns Angel­sachsen, den Feind als eine Schieß­scheibe zu betrachten. Wer sie trifft, kriegt drei gule Zigarren."

Wo die Ehre des Kriegers so gesehen wird, muß sie in Blntrausrh enden, wie er sich am 19. August 1915 auf derBaralong austohte, als ein deutsches U-Boot in den Hinterhalt gelockt wurde iind die britischen Matrosen die im Wasser schwimmenden

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