Ausgabe 
(2.6.1944) 150
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14. Jahrgang

Freitag, 2. Juni 1944

Einzelpreis 15 Rpf.

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Umreis monatlich 2.» RM («Insthl. ,,llM postaeltungsgebühr) roügl. 42 Rpl.

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^'"'inlnaboetennlM «UM YerMndHdjU«.

Bremen: Oeeren 8'8 Rut 2 19 31: Nachtrnt und eonntags 2 47 *5: ObernstraBe 86. Rai 2 19 31; Syke: Mühlendaram 2; Br.-Hemelingen: Bahn­hof straBe 8, Ecke PoetstraBe. Rnl 4 34 58: Br.- Vegesack: Rohrstr. 24. Ruf 4 «. 8; Br.-Blnmen- thal, Kapt.-Dallmain-Str. 41/43, Ruf 81 l. 89

parieiamtliche Tageszeitung

Amtsblatt de» Regierenden Bfirgemiairtw» der Freien Hanseeiadi Bremen

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verkündungsblatt des Reichs Statthalters in Oldenburg und Bremen

Beidisbauemf filirer dankt dem Nordseegau

Reichsobmann Behrens über die im Großdeutschen Reich einmalige Ehrung deutschen Bauerntums Feierlicher Festakt zu Ehren des Gaupreisträgers Paul Bentlage

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niihe Leistung.

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V'" r t . c s ' Hauptabteiluttgsltiletlr

. Gebietsfuhnmg, Er umri6 den to . . die Uneinigkeit zwischen fe, fe

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- heit die erst durch die Uek:--"-. "dacht in unserem Gau durch die '

lT . 'eitigt wurde. Professor Scoliead ei - ir Bremen berichtete von da j4& ' -j: Bauen im Hitler-Reich. EiaeFiäSi «den, [ erzählte den Mädelführeriena fc; itern; :m Einsatz des Deutsche! Ite iit -n, ;Um 20 Uhr spielte dann nrler een m Inden sehenden Beifall auch unserer te s der August -JBmichs Bühne « Gq le: r Be- il als

eich, »teile Ein- izial- an- ann- iem- Ifüh- den und

.Sware Tid von August Hiiths.

Vier erlebnisreiche herrlich Kin' so wie im Fluge vergangen übte und Mädel hatten sich fabeMHiM gergemeinschaft eingelebt Neben üea. trägen hatten unsere Jungen ri eifrig Sport getrieben, schäften der Banne zu enäira« Bann Bremenh»ttegÄWteP" zuweisen. Er war als größtei to ; bietes Nordseä auch mit

Führern und Führerinuen e*

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IT Vorträge fanden uns M DeT , Thingplatz üef im gnU« , ver " Ttfabrmacbt^Ö^-- C '

Das Essen, von Wenmaoi reitet, schmeckte 7°#

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f Eigener Bericht

ijZ, Cloppenburg, 1. Juni. Die Stif- |m« und Verleihung eines Gaupreises für «(beste bäuerliche Schöpferleistung durch Id Gauleiter des Nordseegaues Weser-Ems Id durch den Mund des Reichsobmanns des lslchsnährstandes die besondere Anerken­nt» des Reichsbauernführers, Reichsmini- llirs Backe, erfahren. Reichsobmann Beh- Kis, der zur Uebergabe des ersten deut- iden Kulturpreises für den schöpferischen Jijern heute nach Cloppenburg gekommen Wl würdigte den beispielhaften Schritt als ftignis der nationalsozialistischen Erkennt- daB alle gesunde Kultur bodenständig also von der im Bauerntum ruhenden jdiöpferkraft herrührt.

Die Feier zu Ehren des Erbhofbauern atlage stand unter einem Doppelgedan- Es galt, ein Bekenntnis des Nordsee- ijes zum Urquell des Bauerntums und die Sicherung von Blut und Boden durch die isiehung junger deutscher Menschen zum Verliehen Beruf. Diese Doppelfeier im [ioppenburger Quatmannshof, einem der KÜhmtesten niederdeutsch Bauwerke, :«ies, daß Cloppenburg kein totes Mu­ern nordischer Bauernkultur ist, sondern iS der Geist der dort erhaltenen Brauch- asgüter lebendig ist und von neuem richtig seine Schwingen entfaltet. Blü- tendes Leben, saßen auf der großen Diele :« alten Quatmannshofes junge Menschen, zur ersten Lehrabschlußfeier aller iüerlichen Berufe zusammengekommen Wien, zusammen mit ihrem Vorbild Paul sntlage, zusammen mit Reichsobmann ihrens , Gauleiter W e g e n e r , Landes- tamführer Groeneveld und dem Ge- ifesfiihrer der Hitler-Jugend L o h e 1.

Erde schafft das Neue!

- (l , b Bannspielschar Cloppenburg gab mit

®*::** «'HJ.-LiedErde schaJft das 5«e" den Grundton der Feier.

Nauens der Hitler-Jugend sprach dann

Gebietsführer L o h e 1

t; Eröffnung der Veranstaltung, die eine fflh die Tat bewährte Zusammenarbeit irischen Reichsnährstand und Hitler-Ju- pd dokumentierte, indem er auf die Be­inling der Landwirtschaftslehre für die Sicherung des bäuerlichen Nachwuchses iwies. Dann empfingen die Lehrlinge die Ciunde zum Zeichen der Vollendung ihrer ssbildung in jenem Beruf, den das natio- bozialistische Deutschland die Ehre wie- sgegeben hat, die er seit jeher verdient, itiesbauernführer Jacques Groeneveld ja einen Ueberblick über die landwirt- ältliche Berufserziehung. Es sei keines- wi neu, die Söhne und Töchter vom :: de sich in fremden landwirtschaftlichen Sieben Umsehen zu lassen. Doch von t® eigentlichen Lehre und einer plan- :| äigen Ausbildung konnte einst kaum die ;» s e>n. Nach dem ersten Weltkrieg 3| ie viel getan, um das landwirtschaft-

Mehrheit für de Valera

Stockholm, 1. Juni. Am 31. Mai fanden der Republik Eire Parlamentswahlen , die einen großen Sieg der Regierungs- gg*1 ..Fianna Fail de Valeras brachten. * vorläufigen Wahlergebnisse lauten: .»na Fail (Regierungspartei) 70 Sitze; !8 Gael (Hauptoppositionspartei des Sängers de Valeras, Cosgrave) 25; Un- i.^'jSige 11; Farmer 6; Nationale Arbeiter- fj: ? ii Parlamentssitze. De Valera hat ' rinen Vorsprung von 16 Sitzen. Da ' »och io Sitze unentschieden sind, ist t*i ^üerwahl gesichert. Die große ' J heit, d i e d i e Regierung de Valera ge- ji»sn hat, ergibt sich bereits aus diesem au ngen Ergebnis. Der Ministerpräsident jjj, *' it edsn Hauptzweck der von ihm an- ^'(Sbten Neuwahl erreicht, nämlich eine lc _vh suw'-. ar-J i S a 'unantastbare Mehrheit zu den Sie hatten /des GaueS fnhlf^^ ? 5 die die Regierung vor allen bei der d - Jng ea l,i recht i d ' 3un g ihrer Neutralität gegenüber

äußeren Druck der Briten und Nord- ikaner braucht.

ätzten Parlament verfügte die Regie- prteiFinna Fail" über nur 67 Sitze über 71 Sitzen der Oppositionsparteien.

ya selbst wurde in seinem Wahl-

Clare ms Parlament gewählt

Alands SAuld am Bombenferror

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rung en e Ost er,e e . r1''» Uhrd 1

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für sämtliche

on, 1. Juni. Gegen den Bomben-

ir?ri de I ^ estn >ächte wendet sich die 'Dn» n v r nor damerikanischen Pazifisten ' Vera Brittäin, wieNews Chro- . j^ihet. In der Zeitschriht der von tonrv e ? en OrganisationFellowhip of ., jiation" macht sie England als er des Bombenterrors , JMantworthet,. Auf der Abrüstungs- von 1932 hätten sich Italien,

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an d und die USA. für die Abschaf-

sinn 1 ® 0Itl hardierung von Flugzeugen üo» Sete . l; ' England jedoch sei dagegen Weil es aufsässige Eingeborenen- ln Nordwestirrdien weiterhin mit niederkämpfen wollte.

4 Brittain zitiert schließlich einen frü .äatssekretär

Londoner Kriegs-

: 5s ' Ium ' der zugab, England habe das

strategische

Bombardieren

' ° 6, hschland

angefangen

liehe Lehrlingswesen zu entwickeln. 1930 zählte man im Land Oldenburg 19 Lehrher­ren und 38 Lehrfrauen. Erst die Machtüber­nahme brachte eine Steigerung, so daß am 1. Januar 1939 für die Landwirtschaftslehre 267 Lehrbetriebe und für die hauswirt- schaftliche Lehre 138 Lehrbetriebe zur Ver­fügung standen. Der Landesbauernführer wies dann auf die Notwendigkeit des bäuer­

lichen Nachwuchses hin und stellte fest, daß es zu viel Verwaltung zu wenig Er­zeugung, zu viel Schreiber, zu wenig Pflüger gab. Besonders anerkennenswert sei es deshalb, wenn in Weser-Ems nun­mehr 636 Lehrbetriebe mit rund 900 Lehr­stellen für die Landwirtschaftslehre zur Ver­fügung stehen und für die hauswirtschaft­liche Lehre 404 Lehrbetriebe mit 700 Lehr­

stellen. Das Ziel sei der fachlich tüchtige, charakterlich feste, agrarpolitisch geschulte und weltanschaulich gefestigte national­sozialistische Bauer, der in Verantwortung für Volk und Reich seine Pflicht tut.

Dann wandte sich der Landesbauernfüh­rer an die verdienten Lehrherren und Lehr­frauen und überreichte ihnen eine Urkunde mit Buchgeschenk als bleibende Erinnerung.

Zum Künstler und Techniker tritt der Bauer

Bedeutung habe. Weser-Ems wolle hier weg­weisend sein, weil dieser im großen und

Seine Krönung erfuhr der Festakt mit der Verleihung des vom Gauleiter gestifteten Preises zur Ehrung der schöpferischen bäuerlichen Leistung an Paul Bentlage.

Es war ein für Weser-Ems historischer Augenblick, als Gauleiter Wegener auf der Diele des Quatmannshofes vor das Feuer trat, das im Kamin nach alter Sitte ent­zündet war.

Gauleiter Paul Wegener

betonte, daß er in den zwei Jahren seines Wirkens als Gauleiter schon wiederholt An­laß gehabt habe, immer wieder auf die Not­wendigkeit des bäuerlichen Lebens und sei­ner Erhaltung hinzuwetsen. Er wisse, Wie wenig es nütze, von der Zukunft des deut­schen Volkes zu reden, ohne zu wissen, daß die bäuerliche Jugend in immer ver­stärktem Maße dem Schaffen ihrer Väter nachgeht. Es sei daher für ihn eine große Freude, erstmalig einen Preis zu verteilen, der nicht nur im Nordseegau, sondern auch im Reich überhaupt eine hoffentlich große

ganzen bäuerliche Gau der Ueberzeugung sei, daß nicht nur der Künstler und Tech­niker ausgezeichnet und geehrt werden müssen, sondern auch die schöpferische Leistung für das Bauerntum als Voraus­setzung aller Kultur. So wolle Weser-Ems den Anfang machen und Vorbilder aus dem bäuerlichen Leben heraussteilen, um da­durch die Bauern und vor allem die Jugend anzuregen und zusammenzuführen.

Der Gauleiter trat dann auf den Bauern Paul Bentlage zu Kerßenbrock im Kreise Melle zu und überreichte ihm als Ersten die Urkunde des neuen Preises.

Mit diesem bewährten Parteigenossen, der ein ebenso fähiger Bauer wie ein einsatz­bereiter Nationalsozialist und ländlicher Bürgermeister ist, waren seine Ehefrau und seine älteste Tochter erschienen. In der Uniform eines Ortsgruppenleiters empfing Bauer Bentlage eine bisher einmalige Eh­rung. Als Vorbild für ein lebendiges, tat­

kräftiges und fruchtbares Bauerntum tritt er nunmehr mit gleicher Berechtigung neben die großen Vorbilder aus Kunst und Wissenschaft, weil aus dem Bauerntum seit Jahrhunderten immer wieder die schöpferi­sche Kraft geflossen ist, die Deutschland zu genialen Leistungen befähigt.

Reidisobmann Behrens spridit

Das Schlußwort sprach der Reichsobmann des Reichsnährstandes, Bauer Gustav Beh­rens, der die besonderen Grüße des Reichs­bauernführers, Reichsministers Backe, über­brachte. An den Gauleiter gewandt, sagte der Reichsobmann;Sie haben hier heute eine Ehrung vorgenommen, wie sie im Großdeutschen Reich in ihrer Bedeutung und Sinngebung einmalig ist. Namens des Reichsbauernführers danke ich Ihnen und Ihrem Gau dafür. Diese Stunde war für mich als niedersächsischen Bauern ein Erlebnis, weil ich hier etwas spüre, was mich inner­lich bewegt und weil erstmalig an einen bäuerlichen Menschen ein Kulturpreis ver­liehen wird. Gerne bin ich in den Gau We- (Fortsetzung auf Seite 2)

Deutsche Munitionserzeugung auf Rekordhöhe

Auch Warenproduktion der Zahl und Güte nach erheblich gesteigert KVK.-Ritterkieuz iür Rüstungsfachleute

dnb. Berlin, I. Junf. Der Führer ver­lieh auf Vorschlag des Reichsminister* für Rüstung und Kriegsproduktion und Chef der OT. Albert Speer, das Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern an Edmund Geilenberg, Leiter des HauptausschussesMunition", und Arthur T ix , Leiter des HauptausschussesWaffen" beim Reichsminister für Rüstung und Kriegsproduktion. Die hohe Auszeichnung dieser beiden Männer gilt zugleich der ge­samten Munitions- und Waffenindustrie.

In einer durch Fliegerangriff beschädigten Munitionsfabrik sprach Reichsminister Al­bert Speer anläßlich einer Betriebsbesichti­gung zu den Arbeitern und dankte ihnen mit Worten hoher Anerkennung für die unerwartet schnelle Wiederin­gangsetzung der Produktion und die rasche Wiederaufnahme der Arbeit. Er be­tonte, daß er überall im Reich die gleiche hervorragende Haltung der Munitionsar­beiter gefunden habe. Ihnen allen gelte

Dank.

rade in den letzten Monaten sind auch lern Gebiet der Munitionsanfer- i n g trotz der feindlichen Luftangriffe fend immer höhere Produk- lsieistungen vollbracht worden.

Aufträge des Führers überreichte isminister Speer am Schluß des Appells »tor Edmund Geilenberg, das Rit­euz des Kriegsverdienstkreuzes mit ertern. Geilenberg hat mit außeror- icher Tatkraft über den Rahmen seines ces hinaus als Leiter des Hauptaus- ;sesMunition" beim Reichsminister lüstung und Kriegsproduktion in zwei- ger Aufbauarbeit die Munitionserzeu- auf die heutige Rekordhöhe ge- it Als Betriebsführer seines Werkes r der Gefolgschaft durch den bedin- slosen Einsatz seiner Person ein jeder-

bewährtes Vorbild. . . .

. Tan» snrach Reichsminister

Speer in einer ebenfalls von einem Bom­benangriff betroffenen Waifenfabrik zu seinen Rüstungsarbeitern. Er hob auch hier den unermüdlichen und selbstlosen Ein­satz der deutschen Rüstungsarbeiter hervor, durch den die deutsche Waffenindustrie in den letzten beiden Jahren bisweilen un­ter schwierigsten Bedingungen eine erhebliche Steigerung ihrer Produktion sowohl an Zahl als auch an Güte der Waffen erreichen konnte.

Vor der, seinen Ausführungen aufmerksam folgenden Belegschaft des Werkes über­reichte Reichsminister Speer dann im Auf­trag des Führers Direktor Arthur T i x das Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern. Tix ist Leiter des Hauptaus­schussesWaffen" beim Reichsminister für Rüstung und Kriegsproduktion. In groß­zügiger Planung hat er hier mit beispiel­loser Energie das Instrument geschaffen, mit dessen Hilfe es möglich war, die überragen­den Erfolge, auf dem Gebiet der Waffen­anfertigung zu erreichen. Stets in persön­licher Berührung mit den Männern an der V/erkbank und am Zeichentisch gehört Tix zu den bewährtesten deutschen Wehrwirt­schaftlern.

Edmund G e i 1 e n b e r g ist am 13. Januar 1902 in Buchholz bei Hattingen an der Ruhr in Westfalen als Sohn eines Gastwirts und Postagenten geboren. Nach dem Besuch der Volksschule und einer harten Lehrzeit arbeitete er als Schlosser, Dreher, Former und Monteur vier Jahre lang bei verschie­denen Werken und brachte es aus eigener Kraft soweit, daß er als Zweiundzwanzig- jähriger ein Technikum besuchen konnte. Nach dem Examen war er drei Jahre Be­triebs- und Abteilungsleiter in Fabrikation und Konstruktion. Seine anschließende Tä­tigkeit, zunächst als Maschinensteiger, spä­ter als Abteilungsleiter und Direktions-Assi­stent bei einer unserer größten Rüstungs­

fabriken bereiteten ihn auf neue große Auf­gaben vor.

Im Jahre 1939 übertrug der Reichsmar­schall Edmund Geilenberg die Führung eines der größten Unternehmen im Verband der Reichswerke Hermann Göring, das er in kürzester Frist zu einem leistungsfähigen Rüstungsgroßbetrieb machte. Reichsminister Speer beauftragte ihn mit der Leitung des HauptausschussesMunition. Dabei brachte Geilenberg in hervorragender Ar­beit die Leistungen in kurzer Zeit auf Re­kordhöhe. Für seine einmaligen Leistungen auf diesem Gebiet wurde er auf Vorschlag des Reichsministers für Rüstung und Kriegs­produktion mit dem Ritterkreuz des Kriegs­verdienstkreuzes ausgezeichnet. Inzwischen ist Geilenberg von Reichsminister Speer mit der Durchführung wichtiger Sonder­aufgaben betraut worden.

Arthur Tix wurde am 16. Dezember 1897 in Darmstadt geboren. Als Leutnant eines Reldartillerie-Regiments nahm er am ersten Weltkrieg teil. Anschließend widmete er sich bis zum Jahre 1922 dem Maschinenbau­studium an der Technischen Hochschule seiner Vaterstadt, wo er auch seine Diplom­prüfung ablegte. Mit 25 Jahren trat Tix als Betriebsingenieur bei der Gußstahlfabrik des Bochumer Vereins ein. Hier arbeitete er sich 1929 zum Walzwerkchef, 1934 zum Be­triebsdirektor, 1939 zum leitenden Direktor empor und übernahm im Jahre 1942 die Leitung eines großen deutschen Werkes der Stahlverarbeitung. Auf Grund seines aus­gezeichneten fachlichen Könnens und seiner besonderen organisatorischen Fähigkeiten übertrug ihm Reichsminister Speer die Füh­rung des HauptausschussesWaffen" im Reichsministerium für Rüstung und Kriegs­produktion. Für seine hervorragenden Lei­stungen als Leiter dieses Hauptausschusses wurde er auf Vorschlag von Reichsminister Speer mit dem Ritterkreuz des Kriegsver­dienstkreuzes ausgezeichnet.

Anglo-Amerihaner verloren im Mai 131700 BRT.

Außerdem u. a. 17 Zerstörer und Geleitlahrzeuge versenkt Große Schlacht in Italien dauert an

dem Führerhauptquar- uni. Das Oberkommando der gibt bekannt;

führte auch gestern seine Groß- allem gegen unsere Stellungen der Albaner Berge und im Ab- Frosinone fort. Westlich V e 1 - iqen unsere Truppen in erbit- pfen alle mit starker a geführten Angriffe zurück. 23 anzer wurden dabei abgeschos- h Velletrl sind schwere Kampfe ren Stellungen eingebrochenen Gange. Ein Fallschirm-Sturm- nter Führung von Major Tiam -t besonders ausgezeichnet, westlich Frosinone scheiterten ; ganzen Tages starke feindliche

achtflugzeuge griffen das Stadt- Aprilia sowie feindliche Batte- olonnen im gleichen Raum mit

"setzten unsere Truppen Ihren Raum nördlich Jassy gegen

zähen feindlichen Widerstand und heftige Gegenangriffe fort. In harten Kämpfen wur­den im Zusammenwirken mit Kampf- und SchlachtflugzeugverbMnden 37 feindliche Panzer vernichtet. Jäger, Schlachtflugzeuge und Nahaufklärer schossen über dirsem Raum 87 feindliche Flugzeuge ab.

Auch im Karpatenvorland und im Raum südöstlich Brody verliefen örtliche An­griffsunternehmen deutscher und ungari­scher Verbände trotz starker feindlicher Ge­genwehr erfolgreich.

Die Luftwaffe griff bei Tag und Nacht den sowjetischen Eisenbahnverkehr mit be­obachteter Wirkung an. Zahlreiche Bahn­anlagen wurden zerstört und zwei Betriebs­stoffzüge vernichtet.

Bei einem Stoßtruppunternehmen über den Pleskauer See hinweg wurden am Nordost­ufer mehrere sowjetische Widerstandsnester zerstört.

Nordamerikanische Bomberverbände war­fen in West- und Südwestdeutschland Bom­ben auf mehrere Orte. Besonders in Os­nabrück und Hamm entstanden Ge­

bäudeschäden und Personenverluste. Ueber dem Reichsgebiet und über den besetzten Westgebieten wurden 13 feindliche Flug­zeuge zum Absturz gebracht.

Ein nach Rumänien einfliegender nord- amerikanischer Bomberverband verursachte im Raum P 1 ö s t i Schäden und Verluste unter der Bevölkerung. Deutsche und ru­mänische Luftverteidigungskräfte vernich­teten 28 feindliche Flugzeuge.

Schnelle deutsche Kampfflugzeuge griffen in der letzten Nacht Einzelziele in Südost­england an.

Aus der britisch - nordamerikanischen Nachschubflotte wurden im Monat Mai durch Luftwaffe und Kriegsmarine 24 Han­dels- und Transportschiffe mtt zusammen 131 700 BRT. versenkt und 23 weitere Schiffe mit 109 000 BRT. beschädigt. Außerdem wur­den 17 Zerstörer und Geieitfahrzeuge, zwei Unterseeboote, acht Schnellboote und drei Sicherungsfahrzeime versenkt, ein Torpedo­boot, zahlreiche Schnellboote und sonstige Fahrzeuge beschädigt

Auf der Fludtt zurückgelassen

*, ****,<.

Mit grbttter Vorsicht werden die den Panzer­grenadieren unbekannten neuen Feindgeschosse untersucht. Sie stammen von einem sowjetischen Spähtrupp, der sich in der Nacht bis an die deutschen Drahtverhaue herangearbeitet hatte , dann aber im plötzlich einsetzenden Abwehr­feuer überstürzt die Flucht ergreifen mußte PK-Kriegsberichter Gregor (Sch)

das Heidt, die Dohm md du Siidoslea

Von

Dr. mont. h. c. Philipp v. Schoeller, Präsident

der Gauwirtschaftskammer Wien

Zu den wichtigsten Funktionen des Han­dels gehört die kulturvermittelnde, die ihrer­seits wieder neue Anregungen für den Aus­bau von wirtschaftlichen Grundlagen mit sich bringt. Gerade diese Funktion wurde von Wien und der Ostmark in reichstem Maße erfüllt.

Betont wird diese Mission in der Epoche, da es galt, die Türken von Mitteleuropa ab­zuwehren, und schon in dieser Zeit hat sich die Ostmark als Schutz vieler Balkanstaaten erwiesen, und schon damals ging Hand in Hand mit dem Aufblühen Wiens sein Einfluß auf die angrenzenden Länder des Südostens. Man kann wohl sagen, daß es dem Wiener Einfluß zuzuschreiben ist, wenn heute der früher mit einem gewissen Beigeschmack gebrauchte BegriffBalkan" als überwun­den gilt und die Südoststaaten mit Recht darauf hinweisen können, daß ihre Kultur trotz des langen vorherrschenden Einflusses des Osmanentums und anderer asiatischer Völkerschaften eine mitteleuropäische ge­worden ist.

Das ist weitgehend natürlich eine Folge geographischer Gegebenheiten. Uralte Han­delfstraßen gehen von Norden nach Süden und schlagen so die Verbindung zur Adria und zum Mittelländischen Meer; noch wich­tiger ist aber der Donauweg, der schon von jeher Wien mit dem Nahen Osten in Berührung brachte. Kaufleute aus Regens­burg, die ihrerseits wieder ihre Waren aus allen Gebieten Deutschlands bezogen, wähl­ten Wien als Stapelplatz nicht nur für die nach dem Osten gehenden Waren, sondern auch als Umschlagplatz für die aus dem Osten gebrachten Waren. Wenn dann eine Zeitlang im Zusammenhang mit der Aus­weitung der Schienenwege die Donau ihre Vormachtstellung zu verlieren schien, so war dies nur eine vorübergehende Begleit­erscheinung einer liberalistischen Epoche, während der man wohl bemüht war, hoch­wertige Industriegüter, die wenig Fracht­raum beanspruchen, raschest zu verladen, aber nicht daran dachte, - einen ständigen großen Austausch von Massengütern, ins­besondere auch in der Einfuhr, am Konti­nent durchzuführen. Inzwischen aber würde erkannt, daß der Wasserweg auf die Dauer die natürliche Verbindungslinie bleibt und daß es auf Grund der in den letzten Jahr­zehnten verwirklichten technischen Errun­genschaften auch möglich ist, diesen so aus­zunutzen, daß auch zeitlich gesehen kein zu großer Nachteil gegenüber dem Bahn­wege besteht. Bei Ausbau aller bestehenden Möglichkeiten und Beseitigung der bisheri­gen Hindernisse wird es dann über kurz oder lang möglich sein, auf der Donau nicht nur alle wichtigen Staaten des Südostens zu erreichen, sondern darüber hinaus mit direkten Schiffen in das Schwarze Meer und das Mittelmeer zu gelangen. Wien selbst rüstet sich für diese Zeit durch Schaffung von Hafenanlagen großen und modernen Stils, die es wieder zum wichtigen Um­schlagplatz für den Verkehr mit dem Süd­osten machen werden.

Daß es aber nicht nur die geogra­fische Verbindung ist, die Wien zur Mittlerin nach dem Südosten macht, hat am besten die Zeit nach dem ersten Welt­kriege bewiesen, in der der politischa Haß, der dem zerfallenen Habsburger Reich galt, bald dem Gefühle wich, daß die Be­ziehungen zu Wien und der Ostmark ebenso wenig zu entbehren sind wie die Wiener Kultur, die immer wiedeT befruch­tend auf die Hauptstädte der Südoststaaten eingewirkt hat.

Durch die Wiedervereinigung Oester­reichs mit dem Deutschen Reiche wurde