Ausgabe 
(31.5.1944) 148
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Bremen; Geeren 8'8. Rar 2 19 31; Ntcstrul und sonntags 2 47 65; ObernatraBe 86. Raf 2 19 31 Syke; Mfiblendamm 2; Br.-Hemelingen: Bahn hofstraße 6, Ecke PoststraBe, Raf 4 34 58; Br. Vegesack: Rohrstr. 24, Ruf 4 a. 8; Br.-Blumen- thal, Kapt.-Dallmann-Stx. 41/43, Ru! 88 «. 89

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verkündungsblati des Reichsstailhalters in Oldenburg und Bremen

un flsverwahr

Mittwoch, 31. Mai 1944

Einzelpreis 15 Rpf.

In einer B-Stelle

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speisen darin große Gefahr,

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der Kiste werden die ba;,, &,. muses und der Kartoffeln tml* we durch langes W***,* 1 ?! sich diese Zubereitung nicht so müssen zum SchiuB etwas mit, . Gemüse oder auch Kräuter u ja'u,, werden« ^

Auflösung des KreuzworbätiduuS.; s Waagerecht: 1 . Oste, t Hrife,f.t-~ ‘ ™. Nil (rückwärts gelesen), lLTa-.iüit K Malerin, 16. Alt, 16 Art, f ä '-’ Hueuefeld, 21 Echos, 23. tat Senkrecht: 1 . Oslo, 2 . SiaifaUb Rat, 6 . Braunfels, 7. EtaUKii Ort, 15. Rahe, 17. B;de, 11 lä,

i'e Gebietsführer L o h e 1 in der Sprache der

Ala, 13, 20. Leo.

Druck und Verlag: Bremer län Efe rerlag Weser-Ems GmbH, Isa Iriij direktor: Walter Witttihii. H: Hauptschriftleiter: Kurt G. Stilinittf, Bremen. — Gültig ab 1.1 ötfeinH

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Jugend, die den Sieg verbürgt

Qauleiter Wegener vor 1000 Jugendführern auf dem Führerthing des Gebietes Nordsee der Hitler-Jugend

Eigener Bericht

Osnabrück, 30. Mai. Vor tau- Jugendführern und Jugendführerinnen j e j Gebietes Nordsee der Hitler-Ju- sprach am Dienstag auf dem F ü h - [erthlng ln Georgsmarienhiitte [iileiter Paul Wegener. Die Rede vor jen Jüngsten, denen die Partei eine Füh- mgsaufgabe anvertraut hat, war ein Auf- pd zur Beherzigung des soldatischen Ideals I, ja Politik. Die Mahnung des Gauleiters nide von der Jugendführerschaft, die im- , 8 r deutlicher den Typ des Frontoifiziers politischen Soldaten repräsentiert, mit Idlenschafilicher Zustimmung aufgenom- se i, Das Führerthing unterstrich den zu- tinftsentscheidenden Geist bester dent­aler Jugend und sprach eindrucksvoll von (er Stärke einer Volksbewegung, die keine

Jugend herzlich begrüßt, unter den Elchen und Buchen des Teutoburger Waldes, dort, wo dieser südlich Osnabrücks ln den Nordseegau Weser-Ems ausläuft. Mit der Rede, der unter anderem der Befehlshaber Nordsee der Kriegsmarine, Admiral Förste, betwohnte, wurde die Ausrichtung der Füh­rungskräfte unserer Hitler-Jugend auf den politischen Sieg abgeschlossen.

Gauleiter Paul Wegener be­antwortete der jungen Führerschaft sei­nes Gaues die Frage, was denn die alten Nationalsozialisten einst zum Führer kom­men ließ. Er betonte im Verlaufe seiner An­sprache, wie gerade der Sieg der national­sozialistischen Bewegung die fremde Lehre der französischen Revolution überwinden konnte, und bekannte sich zu der jungen Welt, die zum Zuge kommen muß, weil sonst das Leben seinen Sinn verloren haben würdö. Der Gauleiter erinnerte an den

schweren Weg des Führers vom Jahre 1918 bis heute und begrüßte jene feste soldati­sche Haltung, die heute die deutsche Politik bestimmt. Der Führer habe gegen die Welt des Beharrens und gegen die Welt des Mar­xismus seine Bewegung zum Siege geführt, ohne jemals zu verzweifeln.

„Werdet anständige Kerlel“ — so rief der Gauleiter aus. „Tretet für eure Über­zeugung ein und bewahrt euch ein glühendes Herzl“

Noch nie habe er, so schloß der Gauleiter seinen mitreißenden Appell, so fanatisch und so überzeugt an den Sieg glau­ben können, wie heute, da die Jugend des Führers mit der bewährten Weltkriegsgene­ration zusammen zum Kampf'angetreten sei. „Die junge Führung Deutschlands garantiert den Sieg, und darum wollen wir alle dem Führer treu bleiben, bis der Tag des Sieges da istl“

Der Verlauf des Führerthings der Nordsee-HJ.

lieber Pfingsten hatte die Hitler-Jugend !b Gebietes Nordsee ihre Führer und Füh- ittlnnen zu einem mehrtägigen Führer­lüg in dem südlichen Teil des Nordsee­alles zusammengezogen. In Georgsmarien- iitte war ein Zeltlager errichtet worden, ln tat die Führerschaft der Hitler-Jugend un- ingebracht war, während die Einwohner- idnit der rührigen Stadt den Mädelführe- linen Privatquartiere zur Verfügung iltllle. Namhafte Redner aus der Reichs- jagendführung sowie aus Partei und Staat iti Gaues Weser-Ems sprachen im Laufe (it fünf Tage zu der jungen Führung. Ab- ülil und zugleich Höhepunkt des Führer­los war der Besuch des Gauleiters so­ft eine Ansprache des der Hitler-Jugend «eng verbundenen Oberbefehlshabers Sotis«, Admiral Foerste. Gebietsführer Intel konnte außerdem auf dem Thing- Hair inmitten herrlichen Buchenwaldes Ge- aeralmajor Schumacher als Vertreter des ÜOMiandierenden Generals im Luftgau XI, ni den im Auftrag des Reichsjugendfüh- nis erschienenen Ritterkreuzträger Gebiets- Bier Budäus begrüßen.

Von der jungen Führerschaft stürmisch iijriiBt, sprach zunächst der Oberbefehls- aber Nordsee, Admiral Foerste, und

i'Mterte mit markanten, soldatischen •''•ken den Begriff „Führertum", das als RiiämtMi« ^ fiter dem letzten Tag des Things 2 nil vfcM-yK’K ,r

.„ui - r - Seit den Tagen des Großen Königs, sonnabends ?i,,( SF ’ 3 [; Sä 5teder Oberbefehlshaber, hat Deutsch- steilen i. ;d zum ersten Mal wieder eine einheit-

* Führung in Volk, Staat und Armee, ■rtere Zeit unterscheidet sich deshalb so jwdsätzlich von den vorhergehenden ^zehnten, weil klare Führungsprinzipien ziehen. An Hand vieler Beispiele aus sei- ® e '!jenen militärischen Werdegang in 1 jl .deutschen Kriegsmarine stellte der «f*» fifjit#»*' vier Forderungen auf, die jeder, ,al Sn wl < 1,1 ’& ^“ Enif 6 n ist, deutsche Menschen zu füh- J^ancbtnbjte“;, fc zu erfüllen hat, und zwar müsse ein- tnaf-. * was können, zweitens ein Kerl sein,

®j ® 5 s ' c h immer als guter Nationalsozia- J "Mähren und schließlich einen fanati- Glauben an die Idee und an den Sieg 7 ®en, Der Oberbefehlshaber schloß ■■ 5 immer wieder von Beifall unter- *.l n ® -^spräche mit dem Wort, das V ■ m Reic hsarbeitsführer Hierl in Deutsch- .:?!iJ, s [kwerer Zeit sprach: „Führen heißt, ^ M besitzen über fremde Herzen!" Füh- 1 a >! e in nicht als Autorität, sondern *:« t Gewal t (des Herzens — das sei r~,' Frac lition in der Wehrmacht sowohl • la der Jugend des Führers.

j Jiietsführer und Gebietsmädelführerin der fünf Tage des großen

.das trotz des Krieges gerade

Hassten Führerschaft das so notwen- jj S ar ke Lagererlebnis vermittelte, ein Gegeben. Leibeserziehungund

hgland „folgerichtig" auf dem zweiten Plan

Gelier Philosoph über den unaufhaltsamen Machtschwund seines Landes

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'ertüchtigung — so stand es ersten Tag, wo zunächst General­

arbeitsführer Zur Loye Aufbau, Organisa­tion und Kriegsäufgabe des Reichsarbeits­dienstes behandelte, während jj-Untersturm­bannführer Binder vom fj-IJauptamt Pflug und Schwert als Symbole wehrhaften Bau­erntums herausstellte. Als Chef des Amtes für Leibesübungen der Reichsjugendführung der NSDAP, gaben HauptbannführeT Abel­beck und Bannführer Medau, der Leiter der bekannten Gymnastikschule in Breslau, aus ihren Arbeitsbereichen wertvolle Anregun­gen.

Der zweite, der weltanschaulichen Schu­lung gewidmete Tag führte den K.-Gauschu- lungsleiter zu der jungen Führerschaft. Gau­

frau enschaftsleiterin Frau Möring behan­delte Frauenfragen der Gegenwart. Zu einem Erlebnis gestalteten sich die wohl­durchdachten Ausführungen des Amtschefs für weltanschauliche Schulung in der Reichsjugendführung, Oberbannführer Gries­mayr, der die revolutionären Momente in der deutschen Weltanschauung unserer Tage treffend herauszustellen wußte.

Dem Verhältnis zwischen Jugend und Beruf widmete man den dritten Tag. Wie es der guten Tradition des Nordseegaues entsprach, stellte jjmn die bäuerliche Be­rufserziehung und Nachwuchslenkung vor­an. Landesbauernführer Groeneveld, der

verdienstvolle Förderer des Landdien­stes der Hitler-Jugend, und Oberbannfüh­rer Winter, Chef des Amtes Bauerntum und Landdienst in der Reichsjugendführung, nahmen zu diesen Problemen das Wort. Gauobmann Seiler, selbst aus der Sozial­arbeit der Hitler-Jugend hervorgegangen, hob aus der nationalsozialistischen So­zialpolitik die Grundsätze der Berufs­aufklärung, Berufserziehung und des Kriegs­berufswettkampfes hervor.

Der Pfingstmontag galt dem kulturellen Schaffen, von dem anläßlich der Gaukultur­tage wiederholt die Rede war. Der Ge­schichte des Raumes an Weser und Ems war eine Stunde gewidmet, während Pro­fessor Scotland, Bremen, die Grundsätze der Bauten des Großdeutschen Reiches umriß. August Hinrichs' neuestes Werk „Sware Tid“ mit einem Gastspiel der August-Hin- richs-Bühne. Oldenburg, ließ den vierten Tag ausklingen.

Die Fahne der Jugend ist in Georgsmarien­hütte nun niedergeholt. Die Führer.innen und Führer der Hitler-Jugend, zu deren Sicherung vor dem Luftterror des Feindes die Gebiets­führung umfangreiche Sicherungsmaßnah­men getroffen hatte, sind, neu ausgerichtet und um viele Erlebnisse reicher geworden, wieder in ihre Standorte zurückgekehrt. Ge­blieben ist aber bei allen Teilnehmern die Ueberzeugung, daß auch viereinhalb Kriegs­jahre den Schwung der nationalsozialisti­schen Jugendbewegung nicht erschüttert ha­ben. An die Stelle der vor dem Feind bis zuletzt bewährten jungen Führerschaft trat eine im gleichen Geiste erzogene und be­geisterte junge Führung. Diese abermals zu den Führungsprinzipien des netten Reiches geführt zu haben, war Sinn und'Inhalt des Führerthings 1944.

9 k nordamerikanisdie Terrorflugzeuge abgeschossen

Schwere Kämpfe In Süditalien dauern unvermindert an — Bomben auf Fafmouth und Portsmouth

dnb. Aus dem Ftthrerhauptquar- t i e r, 30. Mal. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Der Schwerpunkt der feindlichen Groß­angriffe lag gestern am äußersten West­flügel der italienischen Front von der Küste bis in den Raum der Albaner Berge. Dem hier mit massierten Infanterie- und Panzerkräften angreifenden Gegner gelan­gen an einigen Stellen örtliche Einbrüche, die durch Gegenangriffe sofort bereinigt oder abgeriegelt wurden. 25 feindliche Panzer wurden dabei abgeschossen. Oest- lich V e 11 e t r 1 scheiterten zahlreiche in Bataillonsstärke geführte feindliche An­griffe. Südlich und südwestlich V a 1 m o n- t o n e zerschlugen unsere Truppen alle Angriffe, die der Gegner mit zusammenge­faßten Kräften führte und gewannen bei

Fortsetzung des eigenen Gegenangriffs wei­teres Gelände zurück. Im Raum beiderseits C e c c a n o griff der Feind mit überlegenen Kräften unsere Stellungen an und konnte in den von Nachtruppen zäh verteidigten Ort eindringen. Oestlich des Sacco- f 1 u s s e s wurden bei der Abwehr feind­licher Angriffe bei P o f i 22 feindliche Pan­zer abgeschossen.

Kampffähren der Kriegsmarine schossen im Golf von Genua ein britisches Schnell­boot in Brand.

Im Osten kam es auch gestern zu keinen Kampfhandlungen von Bedeutung.

Ueber dem Finnischen Meerbusen schos­sen Wachfahrzeuge der Kriegsmarine sechs sowjetische Bomber ab, sieben weitere wur­den im Luftkampf vernichtet.

In der letzten Nacht lührten deutsche

Kampfflugzeuge wirksame Angriffe gegen die Bahnknotenpunkte K a s a t i n und Shmerinka, die Brände und Explosionen in Betriebsstoff- und Munitionslagern her­vorriefen.

Nordamerikanische Bomberverbände dran­gen bei Tage von Süden und Westen in das nord-, mittel- und südostdeutsche Reichs­gebiet ein. Besonders in Leipzig, Posen und Kottbus entstanden Schäden. Die Bevölkerung hatte Verluste. In heftigen Luftkämpfen und durch Flakartillerie wer­den 94 feindliche Flugzeuge vernichtet. In der vergangenen Nacht warfen einzelne britische Flugzeuge Bomben im Raum von Wien und auf Hannover.

Deutsche Kampfflugzeuge führten wirk­same Angriffe gegen die englischen Hafen­städte Falmouth und Portsmouth.

De Gaulles Bolle in Stalins Invasionsplan

Londonreise des Dissidenten-Generals - Westeuropa soll dem anglo-amerikanischen Einfluß entzogen werden

Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung b. Berlin, 30. Maf. Das englische Nach­richtenbüro „Exchange Telegraph" meldet, daß in Algier für die Reise des Dissiden­ten-Generals de Gaulle nach London gerüstet wird, ein Unternehmen, das ein bedeutender Bestandteil des politischen Vorpostengeplänkels der Alliierten vor dem geplanten Invasionsunternehmen ist und ein wichtiger Anhaltspunkt zur Beurteilung der Invasionshoffnungen Stalins zu sein scheint. Churchill hatte es sich in seiner Unterhausrede Vorbehalten, die Reise de Gaulles anzukündigen, und Außenminister Eden fand in seiner Erklärung vor den Par­lamentariern einige betont freundliche For­mulierung für dieses Beginnen, de Gaulle hat angekündigt, daß er ein Dreipunktepro­gramm nach London mitzunehmen wünscht,

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£ d j das britische Selbstgefühl, ln denen e en glischen Minister in der vergan- 'yoche vor dem Unterhaus strapa- haben die Entwicklung des Macht- (5 ü' e . s Englands nicht aufhalten kön- ■;|j Sc , r ln n ben Vereinigten Staaten lebende ;ri lno , e ,_ hilosoph Bertrand Rüssel be- einem vielbeachteten Artikel in

^'äU Ur ? a 7 Ev ening Post" diese Erschei- ch ,v VÖ "'9 folgerichtig, so daß sie Kaum

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Verb ergen. Jetzt jedoch, nachdem <4 b ri .f® eTi kanische Flotte stärker ist als ieh? 6 ' ^ Washington folgerichtig ' St .jn^'-hende Reoierunoszentrum der

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Regierungszentrum ew York das finanzielle Zentrum ' !Se U J Nachdem die Engländer zwei- ahre hindurch vorgeherrscht ha­

ben, müssen sie jetzt lernen, sich mit dem zweiten Platz zu begnügen und es mit mög­lichst guter Miene zu tun. Die von ihnen frü­her an den Tag gelegte Arroganz ist auf dem Wege, zusammen mit der Seemacht rasch nach der anderen Seite des Atlantik zu wandern."

Für selbstherrliche Naturen ist ein Um­lernen immer mit großen Schwierigkeiten verbunden, und es lassen sich nicht immei Rückfälle in die frühere Arroganz vermei­den. Die heutige Erscheinungsform der bri­tischen Politik mit ihrer völligen Unsicher­heit, ihrem steten Wanken, ihren baßvollen Ausbrüchen gegenüber dem Gegner, ihrem Kotau vor dem Kreml, dies alles ist typisch für die moralischen. Rückwirkungen des Prestigeverlustes. Wir sind als Gegner Englands nicht vermessen genug, aus dieser Erscheinung Kriegserleichterungen für

»u erhoffen. Daß sich jedoch aus di nolitischen Situation ein militärischer Zwang Hi® britische Regierung ergehen kann, "der »„«»di,!» ln- vasion als selbstverständlich.

uns dieser

und daß er den genauen Reisetermin von der Bereitschaft Washingtons abhängig macht, einen bevollmächtigten Vertreter der Vereinigten Staaten zu den Verhand­lungen in England zu entsenden, um den dort zu fassenden Beschlüssen Rechtskraft zu geben.

Als erste Forderung wird de Gaulle in London seinen Plan durchzusetzen ver­suchen, daß seinem Komitee die volle Verwaltungskontrolle im franzö­sischen Mutterland sofort nach einer Be­setzung durch die Invasionstruppen der Anglo-Amerikaner übertragen wird. Er wünscht ferner, daß sein Komitee b e i allen Konferenzen der Alliierten in Zukunft hinzugezogen wird. Besonders bei Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und England, die Frankreich be­treffen. Als Vorbedingung erscheint es ihm notwendig, daß nordamerikanische und bri­tische Regierungsvertreter in Algier engere Fühlung mit ihm nehmen. Schließlich möchte de Gaulle in London erreichen, daß sein Komitee, ohne daß im Augenblick die Frage des nominellen Status erwogen wird, das Recht zugesprochen erhält, als gleich­berechtigter Partner an allen Diskussionen über militärische und politische Fragen teil­zunehmen.

Angesichts der bolschewistischen Tendenzen de Gaulles ist unschwer der große politische, von Moskau nicht nur sanktionierte, sondern sogar entworfene Hin­tergrund erkennbar. Bekanntlich hat vor allem die nordamerikanische, aber auch die britische Regierung bisher die Auffassung vertreten, daß nach einer geglückten In­vasion die Verwaltungsgewalt in Frankreich zumindest für die ersten Monate durch die Dienststellen des nordamerikanischen Gene­rals Eisenhower ausgeübt werden sollte. Durch ein derartiges Verfahren hatte man in London und Washington gehofft, den in Ost- und Mitteleuropa bereits problematisch gewordenen anglo-amerikanischen Einfluß auf Europa zumindest in den westlichen Tei­len des Kontinents aufrechterhalten zu kön­nen. Schon Smuts hat in seiner bekannten Rede Ende vorigen Jahres über die Zukunft

Europas die Hoffnung ausgesprochen, daß wenigstens die westeuropäischen Staaten vor dem „über den Kontinent einherrollen­den sowjetischen Koloß" gesichert werden müßten.

Während der Sitzungen des englischen Unterhauses und Oberhauses in der Voi- pfingstwoche klangen ähnliche Ideen an. Stalin ist nun ganz offenbar entschlossen, einer solchen Entwicklung rechtzeitig einen Riegel vorzuschieben, und er benutzt dazu den Verrätergeneral de Gaulle, dessen Ge­folgschaft er sicher seih kann, vor allem nachdem Benesch während der Rückkehr von seiner Moskauer Reise die Vermittler­rolle gespielt und „letzte Mißverständnisse" beseitigt hatte. Nachdem de Gaulle an dom polnischen Beispiel die völlige Machtlosig­keit der Westmächte erkannt hatte, legte er sich völlig auf die bolschewistische Karle fest. Welche Entwicklung deshalb Frank­reich nach einer „gelungenen Invasion" un­ter de Gaulle nehmen würde, ist völlig klar: Frankreich würde eine bolsche­wistische Keimzelle werden und die Ansichten Englands und der Vereinigten Staaten über ein künftiges Mitspracherecht in Westeuropa gegenstandslos werden las­sen. Das ist die Absicht Stalins, auf ihr gründen sich wenigstens zum Teil seine Invasionshoffnungen.

Wehrmadit-Tiuppensonder dienst

dnb. Berlin, 30. Mai. Der Führer bat mit Wirkung vom 1. Mai die Bildung des Trup­pensonderdienstes innerhalb der Wehr­macht befohlen. Damit werden die Wehr­machtbeamten, die als unmittelbare Helfer in der Truppe selbst tätig sind, In das Rechtsverhältnis als Offizier übergetührt. ln Ausführung des Führerbefehls wurden daher die bisherigen Wehrmachtbeamten des In­tendantur- und des Zahlmeisterdienstes so­wie die Wehrmachtrichter als Offiziere des Truppensonderdienstes übernommen. Diese Laufhahnen des Verwaltungsdienste* bzw. der Wehrmarhtrichter ergänzen sich in Zu­kunft ausschließlich aus Truppenoffizieren.

RiUtirkreuzlrager OeneruUeulnunt liupke und <ler Kommandierende General des Königlich- Rumänischen IV. Korps, Generalleutnant Sloe- nescti, beobachten von einer B-Stelle aus die sowjetischen Stellungen. 1 J K-Kriegsberichter Dr, Wolff (Sch)

Watm mt um Juden teden

Von

Prof. Dr. Johann von Leers

Dieser Tage hörte ich die unbegreiflich naive Frage: „Warum reitet ihr denn im­mer noch auf dem Juden herum? Das Judentum in Europa ist ja zum großen Teil aufgerieben, auch haben wir andere Sorgen heute, mit denen wir uns beschäftigen müssen, haben die feindlichen Flieger­angriffe, das schwere Ringen an den Fron­ten — ist es da nicht überflüssig, gerade die Judenfrage immer wieder zu behandeln?"

Wenn man es so hört, möchte es an­nehmbar klingen. In Wirklichkeit verrät eine solche Frage eine geradezu unvorstell­bare Unkenntnis der wirklichen Zusammen­hänge, die der Gegner immer wieder zu verschleiern sucht.

Warum führen denn die anderen gegen uns diesen Vernichtungskrieg? Zwischen uns und England bestand 1939 außer der kolonialen Frage gar kein wirklicher Ge­gensatz; von der kolonialen Frage aber hatte Deutschland ausdrücklich erklärt, daß es sie nicht zur Grundlage einer bewaffneten For­derung machen würde Zwischen uns und Frankreich bestand ebenfalls kein realer Gegensatz — im Gegenteil hatte Deutsch­land immer wieder die Zusammenarbeit mit Frankreich gesucht und war auch damit auf Zustimmung großer, wenn auch nicht aus­schlaggebender Volksteile innerhalb des Franzosentums gestoßen. Zwischen uns und der USA. bestand überhaupt kein Gegen­satz. Real gesehen standen sich die beiden Staaten nirgendwo im Weg. Die Masse des nordamerikanischen Volkes wünschte auch gar keine Einmischung in'Eropa. Die So­wjets — gewiß, sie hatten ihre weltrevo­lutionäre Ideologie, sie waren grundsätz­lich von Anfang an auf Krieg und Umsturz in der Welt eingestellt, aber es gehörte eben so zu ihrer Ideologie, möglichst den Krieg nicht selber zu beginnen, sondern sich erst in einen langdauernden Krieg der „kapitalistischen Mächte" einzumischen, um dann als Ergebnis die Ernte der Zeit davon­zutragen.

Von sich aus allein und isoliert. hätte keiner den Krieg begonnen. Es mußte also eine Macht da sein, die planmäßig auf den Krieg drängte.

Diese Macht ist das Judentum. Der Jude Saulus, eigentlich Ludwig Neumaain, schrieb schon 1884 in seinem Buch „Neue Epistel an die Ebräer“: „Das moderne Ju­dentum ist der Krieg, denn es unterstützt mit seinen Subsidien den Großmachtkitzel der Regierungen, und um von Zeit zu Zeit Leben und Bewegung in die stagnierenden Börsen zu bringen, kann es keine größere Sehnsucht kennen, als daß irgendwo die Völker aufeinanderschlagen."

Es ist aber nicht nur der Wunsch, Kriegs­gewinn zu machen und in unruhigen Zeiten im Trüben zu fischen, der hinter dem Kriegs­treiben der Juden standl Das Judentum haßt seinem Wesen nach die anderen Völker. Seinen Gott stellt es sich in erster Linie als einen Haßgott gegen die anderen Völ­ker vor, wie ihn Jesaja ausgemalt hat: „Siehe, des Herrn Name kommt von ferne; sein Zorn brennet und ist sehr schwer. Seine Lippen sind voll Grimmes, und seine Zunge ein verzehrend Feuer und sein Odem eine Wasserflut bis an den Hals. Und er wird die Völker mit einem Zaum in ihren Backen hin- und hertreiben mit zornigem Dräuen und mit Flammen verzehrenden Feuers." (Jesaja 30, 27.) Uralt ist die Forderung der Juden nach dem großen jüdischen Krieg. Sacharja (12, 6 ) malt ihn aus: „In der Zeit will ich die Fürsten Judas machen zur Feuerpfanne im Holz und zur Fackel im Stroh, daß sie verzehren beide zur Rech­ten und Linken aller Völker um und um."

Das Gemetzel unter den Nicht­ludenist dasGebetderJuden. Je­saja (34. 2) malt es aus: „Der Herr ist zor­nig über alle Nicht(uden. Er wird sie ver­brennen und zum Schlachten überantwor­ten, und ihre Erschlagenen werden hinga-