Ausgabe 
(30.5.1944) 147
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parteiamtliche Tageszeitung

Amtsblatt des Regierenden Bürgermeialers der Freien Hansestadt Bremen

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verkündungsblatt des Reichsstaiihaliers in Oldenburg und Bremen

Heue Verbrechen amerikanischer MordpQoten

Tausendfacher Mord als Auftakt derBefreiung Widerliche Heuchelei britischer Geistlicher

prahtbericht unserer Berliner Schriftleitimg j w, sch. Berlin, 29. Mai. Ihre Wut I I» Enttäuschung über den Verlauf der mili- Lchen Operationen, die als eine schnell niksame Einleitung für den Groß-Angriff «Europa gedacht waren, lassen sich dieEng- Lder und Nord-Amerikaner jetzt in immer Liungsloserer Brutalität bei der Durchfüh- 1 ihres Luftterrors aus. Es war kein ein­es Unternehmen, als die Amerikaner » Sonntag vor Pfingsten große Jagdge- riwader starten ließen, die den unzwei- jiutigen Befehl zum Mord an tmd AasiscriPraSattaichen deutschen Menschen ohne jeden TaSfKT]^'^ *». tt Slilärischen Sinn auszuführen hatten. Bahnfahrt. Pa2lli ,a '; Auch an den beiden Pfingsttagen waren i E Mordpiloten wieder unterwegs, und sie iciüugen dabei die bluiigernste Warnung in Wind, die Reichsminister Dr. Goeb- jit vor den Feiertagen ausgesprochen pje bisher bekannt gewordenen Einzel- :-en der Durchführung der Mordangriffe n den beiden Pfingsttagen müssen unsere Störung bis zur Siedehitze steigern. Auf j: jRhein wurde unweit der Stadt Rema- en ein Personendampfer der Köln-Düssel- Ker Schiffahrtsgesellschaft von entmensch- Zuvirläisigir Bott (Siiölsiä Luftgangstern aus drei zweimotorigen «nah t.-^ ^ j m xj e fflug mit Kanonen und Ma-

inengewehren beschossen. Sechs Todes- Ä darunter drei Frauen und zwei Kinder, d 19 Schwerverletzte werden zu einer anenden Anklage gegen diesen geradezu liaöbaren Mordterror der Anglo-Amerika- . 0 , die offenkundig jetzt die letzten Hem- ;n?en abgestreift haben.

Das-bekundet auch die Tatsache, daß nord- senkanische Luftgangster ihre Maschinen-

Frankreichs, um der so schwer leidenden Bevölkerung Trost zuzusprechen. In E p i n a 1 fuhr Petain unmittelbar nach einem'Alarm durch die beim letzten Bombenangriff be­sonders heimgesuchten Straßen und Stadt-' teile, und er erklärte dann in einer kurzen Ansprache vor dem Kriegerdenkmal:Das, was ich hier gesehen habe, hat auf mich den fürchterlichsten Eindruck gemacht. Das Bild, das diese'Stadt nach dem Bombenangriff bietet, kann ich mein Leben lang nicht vergessen.

Immer mehr Franzosen empfinden es als den grausamsten Hohn, wenn, wie der Staatssekretär H e n r i o t am Sonnabend vor Pfingsten ausführte, die ehemaligen Ver­bündeten Frankreichs sich nicht . einmal scheuen, diese Barbarei als dasVor­spiel einer Befreiung zu bezeich-- nen.

Diese Verbindung von Barbarei.und Hohn hat auch die französischen und belgischen

gute 9 KennS' i* *:rii *'* e im Strandbad Sinzig im Kreise

fceiler gegen deutsche Menschen gerich- :thaben, die dort an dem schönen Sommer- b;im Bade Erholung suchten, hi den weiteren Angriffen auf Zivil- l*eii wurde im Gau Weser-Ems, rtiwar in Hestrup bei Bentheim, ralind durch Bordwaffenbeschuß schwer

gute

u. Sehrtibmusehini. eilt all/ lige Dienstauftaaim; wendige ArteilaauMi.Fi: ten besonders intereaait! keitsgebiete, angenekaa A:fc Plätze und Daaersldliiii!: weiten Fortkomnean-inöie je' nach Fähigkeit id N rung. Gehaltsregelnag et! nacb. innerbetneblittafg#!

privM^oderÄ denn diese Teufelspiloten 'wirk-

verbilligter'lJnteWt®-A Ha eigenen Leibe den Ernst der War- nftegung.V J 8 , |J , ; t IJ '[;,i-jj GJ des Reichsministers Dr. Goebbels er- (!ehältab«ekini*t h tc'" äel!, nac ' 1 der solch vorbedachter kalter dienststelie, GebaMwji'V fei außerhalb aller Kriegsgesetze steht Angabe d. :idarum keinen Anspruch mehr auf den

Termina^sm^ ^ Staatsgewalt gegen die über-

richten an d. Annon^ea-&^ < 4 8 ; , Wende Empörung der deutschen Bevölke-

Eocklage. Berlin-ScboaeW-- -

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gesucht. LrieeH^,

-? erbeben kann? Von solcher maßlosen ipörimg werden je 1

eMenschen in den besetzten West

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gesucht. Angßo, n< _ __ __ _

Tüchtige Buchhalt^o si-bÄen Terror der feindlichen Bomber zu lei- ahaben.

,.. w Nach vielen Tausenden zählen

nätionaies Tra M P*| i Todesopfer, die im Norden, im Osten -! nSüden Frankreichs an d n Pfingst- Danerstellnw. »Ö ' stä P e n und an den beiden vprausgegan- gchnte unter R S * (!| |j 5 a Tagen in Auswirkung der Luftangriffe Ä'Sf« fg lr Hzeichnen waren.

Sj», SmoWW? 1 *]jiri: ,. franzosen können es nicht vergessen kräfte, Ttontoriathw ten, daß Churchill im Jahre 1940 den Ein-

bungen ®uJ e J nt([ pnfb' 2 seiner Luftw r affe in Frankreich kalt-

&remeo.

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Reichs!

®!nd ablehnte, als die französischen Ge­le im Verzweiflungs.kampf gegen die

iisHnneü _f®f n j,, «e äsche Uebermacht flehentlich darum [le He,

mit Lebe«s'?ii

-haben die . Terror- te mit Er n Nordfrankreich und Bel

sehriften ® 0 7 1 2, te j Arhit-J ün ganze T o.d e s z.o n e n geschaffen, 01 j B °a 8 nMbe de» ''fffe , Mühende Städte und Dörfer zu Rui- frUtstermi'> ! ertJ 1 « ~gemacht, und sie sind dabei, dieses Ver- an ALA. f, . p r S,rkM!l |,M i? i ,[Jtiswerk imri^er weiter auszudehnen.

Großes If?'«äht Brs"'J 'j- : diesen Tagen weilte der französische la üht snntMortiftj,.,: -Üschef Marschall Petain im Norden

S!ler aloherst Hans Reinhardt er hielt die Schwerter

trifbHcä,J'fülirerhaiiptquartier Lcbensk®gfiijilibttgiy -laiDer Führer verlieh am 26. Mai 1944 V cl1 Verdl*» s Ä ^ enlauh m H Schwertern, zum Ritter-

üerntt? o 0 l. f rfriftf*» , *vf P k,., d ? s Eisernen Kreuzes an General- sten Kl w«i' y IW ,^ ans Reinhardt, Oberbefehls-

" lt : r a l in D gt 9 einer Panzerarmee, als 68 . Soldaten

d(a D»^ # eil ' sc hen Wehrmacht.

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i:'jJ er kämpfenden deutschen Truppen gutet" \';|Unf Ä tf. m i em de y Führungskunst, der Energie mR kf'no'^, niminer müden Eingreifen des

^ * eshabers zu verdanken. Immer no »-7 u ten 5 \. rt at s ! ch Generaloberst Reinhardt auf

z 11 .,JoÄ'l il ' ,i 5fii»« t'.|°H der , st . en Gefechtsständen im Brenn-

Vnnonc el, 'o X 5w- Sel15 ' 1 * ='^Lfl der Kam P fe persönlich ein Bild von Ä'mf/ ' , j ,?«: 1 Ä verschafft und mit unfehlbarer LaÜL.platJ i»IfAeit die

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Mii'lfJ'/m' 1 die notwendigen Entscheidungen

(len Ablaut der großen !ps S ^ e Tt1, . ba T-- iiJrtfc bestlmmten - Schon nach dem

ditrc f ',S,tl'»-Sf r ffi. J iS ^ nbr nch der ersten feindlichen ?,°"Tag«'iSÄ Ifem a !,7! urde e r am 21. Januar-1944 im

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l,a -f >e Ek® r 0 hS'" 77 '"'i-'-' M El ? achtbe ri c ht genannt. Nun bildet die Qplver, ä,,o5 des Eichenlaubs mit Schwertern

für die Kämpfer A#* e$r ÄtfP ii,: ,, und lhren Oberbefehlshaber.

ori»* io T I Pi- & S bers t Reinhardt wurde am 1. März Koni B aut2en als s hn eines Banki ers.

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r Oshima beim Führer

v b fju 17 llrer hauptquartier,29. Mai. "int'f VA tätlich 7 , em Püng am Sonnabend den

wa Hu n 9 s i ä ,iit<l , *'jjiik'?:. ! . Hincr t J apaniscb en Botschafter O s h i m a

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)!n , an 9eren Aussprache über aktuelle Vit in deu isch-japanischen Zusammen- '-t, T,;® r netneinsamen Kriegführung der |ht? r n°, bei ' der Besprechung beim L !i 9en fl \- m ^ er Re'ehsminister des Aus

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ima noch eine längere hatte.

Bischöfe zu einem flammenden Protest vor aller Welt veranlaßt. Wenn diese Bischöfe glaubten, das sie mit einer Bitte unj Unter­stützung an das britische Episkopat Erfolg haben könnten, so sind sie jetzt durch eine Antwort der britischen Bischöfe eines bes­seren belehrt worden. Diese höchsten Wür­denträger der katholischen Kirche in Eng­land machen sich ohne Bedenken zu billigen Werkzeugen der Mordbarbarei Churchills und übersteigern sie noch durch eine bo­denlos gemeine Scheinheilig- k e i t, wenn sie allen Gegenbeweisen zum Trotz nocji an der Lüge festhalten, daß die anglo-amerikanischen' Piloten ausschließlich militärische Ziele angriffen und den stren­gen Befehl hätten, die Zivilbevölkerung zu schonen.

Der Ekel würgt einem in der Kehle, wenn diese kirchlichen Würdenträger in England mit frommem Augenaufschla^ ihr Mitgefühl

für diejenigen beteuern, diedie schwere Last der Trennung von ihren Lieben, Ver­luste von Gliedmaßen oder den Verlust ihrer Heimstätten und Besitzungen zu be­trauern haben. All' das stehe, so sagen diesefrommen Briten, im Zusammenhang mit den augenblicklichen Bombenoperatio­nen und den kommenden militärischen Ope­rationen, denen sich die früheren Verbünde­ten als Schlachtopfer zu. unterwerfen hätten. Wenn die englischen Bischöfe dann noch versprechen, für die armen Opfer des Mord­terrors zu beten, so setzt das wirklich der nichtswürdiqen Heuchelei* die Krone auf. Die Strafe für dieses Heuchlertüm wird im Sinne der geschifchtlichen Gerechtigkeit zur gegebenen Zeit in einem Ausmaß erfolgen, das, mag es noch so groß sein, bei keinem anständigen Menschen auf der Welt dann noch Mitleid erwecken wird.

Erfolgreiche Abwehrkämpfe in Süditalien

Trümmer von Aprilia geräumt über Piingsten 151 Terrorflugzeuge abgeschossen

OKW.-Bericht vom Sonntag

dnb. Aus dem Führerhauptquar­tier, 28. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

An der italienischen Front setzte der Feind seinen Großangriff unter Einsatz neuer Verbände mit Schwerpunkt südwestlich Velletri, südlich Valmontone, im Giugliano-Tal und bei C e p r a n o fort.

Beiderseits Velletri scheiterten alle von starken Panzerkräften unterstützten Angriffe nach harten wechselvolten Kämpfen. Die auf Valmontone vorstoßende feindliche An­griffsgruppe wurde im Gegenangriff süd­westlich des Ortes nach erbittertem Kampf zum Stehen gebracht. Versuche marokka­nischer Gebirgstruppen, das Giugliano-Tal durch Vorstoß über die das Tal begrenzen­den Höhen zu öffnen, blieben ohne Erfolg. Südwestlich Ceprano warfen unsere Trup­pen im Gegenangriff den mit starken Kräf­ten über den Sacco vorgedrungenen Feind zurück. Bei Ceprano selbst griff der Gegner unter Einsatz von vielen Hunderten von Panzern weiter an. In beispielhaften Kämpfen zerschlügen Panzergrenadier^ und Fall­schirmjäger die ersten feindlichen Angriffs­wellen und leisteten dem in den Ort einge­drungenen Feind hartnäckigen Widerstand. Ein weiteres Vorstoßen des Gegners wurde durch zusammengefaßtes Artilleriefeuer ver­hindert.

Von britischen Schnellbooten, die gegen deutsche Geleite nördlich der Insel Elba angriffen, wurde ein feindliches Boot durch unsere Sicherungsfahrzeuge in Brand ge­schossen, und ein weiteres beschädigt.

In den Kämpfen an der italienischen Front zeichneten sich Kampiiliegerverbände unter Führung von Oberstleutnant H e I b i g und in den schweren Kämpfen am Liri-Ahsehnitt eine Flakabteilung unter Führung von Haupt­mann Zimmermann besonders aus.

Im Osten kam es nur zu örtlichen Kämpfen im Karpatenvorland.

Im rückwärtigen Gebiet des mittleren Frontabschnittes wurden nach mehrtägigem Kampf starke sowjetische Banden zerschla­gen. Der Feind hatte hohe blutige Verluste und verlor außerdem 2500 Gefangene. 130 Bunker und Kampfstände wurden zerstört und zahlreiche Waffen erbeutet. Starke Ver­bände deutscher Kampfflugzeuge griffen in der Nacht zum 28. Mai die Bahnhöfe R o w n o und S a r n y mit beobachteter gu- te'r Wirkung an.

Nordamerikanische Bomber drangen in das südwestdeutsche Reichsgebiet ein und führten Terrorangriffe gegen die Städte Mannheim und Ludwigshafen. Schwächere Angriffe richteten sich gegen Saarbrücken und den Raum von Trier. Es entstanden Schäden und Per- sonenverluste. Trotz, ungünstige'- Abwehr­bedingungen wurden durch Luftverteidi­gungskräfte hier und über den besetzten Westgebieten 39 feindliche Flugzeuge ver­nichtet. Britische Bomber führten in der letzten Nacht einen Terrorangriff gegen die Stadt Aachen, der Schäden und Verluste unter der Bevölkerung verursachte. 28 Ter­rorbomber wurden abgeschossen. Einzelne britische Flugzeuge warfen Bomben auf das Stadtgebiet von Berlin.

Deutsche Kampfflugzeuge griffen Ziele in Südengland mit guter Wirkung an.

OK W.-Bericht vom Montag

dnb. Aus dem Führerhauptquar­tier, 29. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Der gestrige Tag stand an der italieni­schen Front überall im Zeichen erfolgreicher Abwehrkämpfe. Im Abschnitt Aprilia- Valmontone schlugen unsere Divisionen die von starken Panzerkräften unterstützten Durchbruchsangriffe des Gegners in erbit­terten Kämpfen zurück. Das bisher noch von unseren Nachtruppen zäh verteidigte Trümmerfeld von Aprilia wurde

dem Feind überlassen. Oestlich Lanuvio be­reinigten Panzergrenadiere im sofortigen (Gegenangriff einen feindlichen Einbruch. Bei den schweren Kämpfen im Raum von V ei­le t r 1 haben sich die unter dem Befehl des Generals der Flieger Schlemm stehenden Truppen des Heeres und der Luftwaffe be­sonders ausgezeichnet. Südlich Valmontone wurde der Einbruchsraum der Vortage durch Angriffe von Osten und Nordwesten her ein­geengt. Im Abschnitt Roccagorga-Castro del Volsci schlugen unsere Nachtruppen in hef­tigen Kämpfen mit dem besonders tm Guigliano-Tal hart nachdrängenden Feind alle Angriffe zurück.

Aus dem Osten werden keine besonderen Ereignisse gemeldet. Die Bekämpfung des sowjetischen Nachschubverkehrs wurde bei Tage und in der Nacht erfolgreich fortge­setzt. Zahlreiche Bahnhöfe, besonders Schepetowka und K, o r o s t e n, waren das Ziel schwerer Angriffe unserer Luft­waffe.

Nordamerikanische Bomberverbände dran­gen in den Mittagsstunden des gestrigen Ta­ges unter starkem Jagdschutz in das west- und mitteldeutsche Gebiet ein. Durch Ab­wurf von Spreng- und Brandbomben ent­standen Schäden, besonders in Wohngebäu­den von Köln und einigen Städten Mit­teldeutschlands. In äußerst harten Luftkämpfen und durch Flak-Artillerie wur­den 75 feindliche Flugzeuge, darunter 50 viermotorige Bomber, vernichtet. Neun wei­tere Flugzeuge verlor der Feind über den besetzten Westgebieten und über dem See­gebiet um England. In der vergangenen Nacht warfen einzelne britische Flugzeuge Bomben auf das Stadtgebiet von Mann­heim.

Deutsche Kampfflugzeuge führten wirk­same Angriffe gegen die britischen Hafen­städte Torquay und Brighton sowie gegen Einzelziele in Ostengland. Explosio­nen und Brände wurden beobachtet.

Polnischer Sowjet will nach London

Erzwungene Anerkennung der Westmächte Wütende Ausfälle des Kremls gegen die Exilpolen

Drahtaericht unserer Berliner Schriftleitung

b. Berlin, 29. Mai. In London wird augen­blicklich ein vom sowjetischen Botschafter in London inszenierterslawischer Kongreß durchgeführt, der seine erste Tätigkeit in der Formulierung von Begrüßungstelegrammen an Stalin und Tito und in mahnenden und aufki ärenden Noten an Roosevelt und Churchill fand. Diese Kundgebung der in London zusammengekratzten, bolschewis­tisch infizierten slawischen Elemente dient zur Untermauerung der Bemühungen des Kremls, seinen Expansionsbestrebungen ge­genüber Polen und den übrigen Anramer- staaten der Sowjetunion einenjuristisch einwandfreien Anstrich zu geben.

Der in Moskau neugegründete pol­nische Sowjet will nach einer Infor­mation der englischen ZeitungObserver bald um die Genehmigung w ein i

Eiureise nach Englandu n d N o r d-

amerika nachsuchen. Nach Auffassung der britischen Zeitung stehen dabei die Re­gierungen Englands und der USA. einer sehr Safen Freie gegenüber. ..Wenn die Ein reiseerlaubnis erteilt wird , so schreibt der Observer",dann wird die polnische Re­gierung (in London), dies als einen unfreund­lichen Akt ansehen. Wenn sie verweigert wird so wird die Sowjetregierung diese Ab­lehnung sicher als eine feindliche Geste ge­genüber den sowjetfreundlichen Elem_nten fn Polen und gegenüber der Sowjetregierung selbst betrachten."

Offenbar hat die Durchführung einessla-

sssÄrKwi Vi»

Sowiets zu fördern. Die Erteilung einer Ein- mit einer 0 g 0 jsch°wistennrunpe, die

ifin rH^fnisrisrhen Bez-eicbnunq fürRat

gieich .Sowjet bedient und deren Vertreter

Stalin vor wenigen Tagen empfangen hat. Die Gründung dieser polnischen Sowjets hatte die polnische Exilregierung in London alsbedeutungslosen Akt" gekennzeichnet, da es sich bei den Mitgliedern des Sowjets um völlig unbekannte- Einzelerscheinungen des Polentums handelte, die vom Bolsche­wismus infiziert worden waren und sich für eine Eingliederung Polens in die Sowjet­union ausgesprochen hatten. Die Moskauer Prawda macht jetzt in einem augenschein­lich von der sowjetischen Regierung vbr- anlaßten und von derTass und dem sowjetischen Rundfunk übernommenen Ar­tikel gegen diese Stellungnahme der Lon­doner Exilpolen Front.Diese kleinen Sla­wisten mit ihrem übertriebenen Dünkel, die der Geschichte nichts zugelernt haben", so wettert das sowjetische Blatt gegen die Exilpolen,diese Herren, die sich selbst als Regierung bezeichnen, wissen überhaupt nichts und können auch nichts davon wissen, was in Polen vor sich geht." Die Prawda" ist dabei bestrebt, jede Existenz­berechtigung der polnischen Emigranten­regierung in London zu leugnen, um so den anglo-amerikanischen Regierungen die An­erkennung des neugegründeten polnischen Sowjets zu erleichtern.

Vom deutschen Standpunkt aus sind diese Zwistigkeiten zwischen der polnischen Exil­regierung und dem Kreml zwar denkbar un­interessant, da sie stets im akademischen Stadium der Erörterung stehenbleiben wer­den. Das Schicksal Polens wird weder vom Kreml noch von der Emigrantenclique in London entschieden werden, da. die deut­schen Waffen jede Verwirklichung der sowjetischen Unterjochungs- und Vernich­tungspläne vereiteln werden. Politisch in­teressant ist lediglich das Beispiel, das der Kreml in der Behandlung des Polenproblems gibt und das von Stalin für so vorzüglich angesehen wird, daß er es in gleicher oder ähnlicher Form gegenüber den übrigen von sowjetischen Expansionsforderungen be­drohten Ländern anzuwenden gedenkt. Die

erste Etappe ist durch die Zusammenfassung einiger kommunistischer Polen zu einem Sowjet errichtet worden. In der zweiten Etappe hat der Kreml diesem Sowjet das offizielle Gepräge durch einen Empfang in Moskau gegeben. Die dritte Etappe soll nun die jetzt veranlaßte Anerkennung durch die Westmächte und die Ausschaltung jeder In­stitution bilden, die den Anspruch auf eine Vertretung polnischer Interessen erheben sollte. Die nächsten Etappen würden durch Anschlußwünsche des neugegründeten Sowjets und schließlich von Stalin huldvoll gewährte Eingliederungen in die Sowjet­union vollzogen werden.

Bomben auf Südengland

dnb. Berlin, 29. Mai. Verbände schwerer und schneller deutscher Kampfflugzeuge griffen in der Nacht zum 29. Mai verschie­dene Ziele in Südwest- und Südostengland mit guter Wirkung an. Die Hafenstadt Torquay östlich Plymouth war kurz nach 1 Uhr das Ziel eines heftigen Bom­bardements. Durch Sprengbomben schweren und schwersten Kalibers sowie durch Ab­wurf zahlreicher Brandbomben entstanden in den Hafenanlagen starke Explosionen und ausgedehnte Brände.

Weitere schnelle Kampfflugzeuge führten kurz vor Mitternacht einen Angriff gegen Brighton sowie gegen verschiedene Einzel- ziele in Ostengland. Hierbei wurde im Luft­raum ein viermotoriger britischer Bomber abgeschossen. Von allen diesen Operationen kehrten nur zwei deutsche Flug­zeuge nicht zurück.

Wieder fünf stille Verluste

Alarm!"

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Die Sowjets sind zum Angriff angetreten, Eni Melder alarmiert die Panzerfüsiliere der Di­vision ..Großdeutschlanddie sich im Verlauf des Abwehrkampfes besonders ausgezeichnet hat, PK-Kriegsberichter Göttert Atl,jSch,

Heue Xdlik HMaud h Hrdunt

Von unserem Vertreter in Ankara Klaus von Mühlen

Die Sowjets, sind im Zuge ihrer sich täg­lich steigernden Aktivität im Nahen Osten dabei, das politische Manöver mit der Selbständigkeits-Erklärung der einzelnen Sowjetrepubliken weiter auszubauen. Die neuen Schachzüge zielen darauf ab, durch einen Eingriff in die Volkstumsfragen der einzelnen nahöstlichen Länder die Auf­spaltung deren staatlicher Einheit zu be­treiben. Dies soll in der Form geschehen und ist bereits im Stadium der Durchfüh­rung das beispielsweise in Syrien die .(Selbständige Republik Sowjearme- ni.en vorgeschickt wird, um die in Syrien lebenden 200 000 Armenier zu einer Option für ihreeigentliche Heimat zu treiben. Das gleiche Spiel soll unter der Firma der Sowjetrepublik Aserbeidschan in Jran betrieben werden, wobei der Kreml nach den letzten Informationen sogar soweit gehen will, den für solche .Zwecke aus- ersehenenselbständigen Sowjetrepubliken eine besondereStaatsbürgerschaft mit eigenen Pässen zu geben.

Zu diesem für den Nahen Osten überaus schwerwiegenden Expansioris- und Zer­setzungsprogramm des Kremls liegen inzwi­schen zahlreiche konkrete Einzelheiten vor. So wurde von Moskau bereits grundsätzlich entschieden, nach Syrien einen Gesandten der armenischen Sowjetrepublik zu entsen­den. Radio Erivan in der Hauptstadt So­wjetarmeniens hat bereits einen Aufruf an die armenische Volksgruppe in Syrien (die dort im übrigen volle Staatsbürgerrechte und absolute Gleichstellung mit den Syrern genießt) verbreitet, in dem die Syrien-Arme­nier aufgefordert werdeü, sich künftig in allen Fragen an den zu erwartenden sowjet­armenischen Gesandten zu wenden. Der Auf­ruf erklärt weiter, die Regierung Sowjet- Armeniens fühle sich voll und ganz für die Verteidigung der Rechte des syrischen Ar­menier berufen und berechtigt, obwohl diese nicht wie die Sowjetarmenier auch gleich­zeitig sowjetische Staatsbürger seien. Die Sowjetunion sei entschlossen, die Minder­heitenfrage radikal zu lösen. Nach ihrer An­sicht könnten alle Armenier, gleichgültig in welchem Lande sie lebten, sowjetische Staatsbürger werden, da ihr Heimatland zu der Sowjetunion gehöre. Radio Erivan fügte hinzu, das gelte auch für die Araber, Kurden, Nestorianer usw., deren Heimatrepubliken alle im Verband der So­wjetunion lägen. Moskau könne nicht dul­den, daß alle diese Völkerschaften im Nahen Osten künftig als Minderheiten angesehen würden.

Diese Sprache läßt nichts an Deutlichkeit zu wünschen übrig und zeigt, welche Schärfe das sowjetische Vorgehen im Nahen Osten bereits angenommen hat. Daneben aber wird das gleiche Manöver mit zusätzlichem reli­giösem Vorzeichen noch erweitert. Vor kurzem erhielten die religiösen Oberhäupter der armenischen Kirche im Vorderen Orient von dem Oberhaupt der armenischen Kirche Sowjet-Armeniens die Weisung, engstens mit den Vertretern der Sowjetunion oder mit den direkten Vertretern der armenischen Sowjetrepublik zusammenzuarbeiten. Fast alle Armqpier sind gregorianisch-orthodoxen Glaubens und anerkennen die religiöse Oberhoheit des in der Sowjetrepublik an­sässigen Patriarchen. Entsprechend den er­haltenen Weisungen man muß daran er­innern, daß der sowjetarmenische Patriarch bereits im vergangenen Jahr eine Propa- qandareise in Syrien unternahm hat sich der Patriarch der syrischen . Armenier, Agadschanian, kürzlich nach Kairo begeben, und zwar in Begleitung verschiedener poli­tischer Persönlichkeiten der armenischen

dnb. Bern, 29. Mai. Am 27. Mai mittags

drangen von verschiedenen Orten der nörd- _ _______

liehen Schweizer Grenze mehrere amerika- iVolksgruppe Syriens. Er hat dort innerhalb nische Bombenflugzeuge in den schweize-j der armenischen Minderheit in Aegypten in rischen Luftraum ein. Fünf von ihnen muß ten infolge Beschädigungen notlanden.

! sow jetfreundlichem Sinne gewirkt und 250 000 Pfund Sterling iür die Sowjetarmee

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