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(28/05/1944) 146
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Parteiamtliche Tageszeitung

Amlsblalt des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verkündungsblatt des Reichsstaithalters in Oldenburg und Bremen

14. Jahrgang

Pfingsten 1944

Einzelpreis 15 Rpf.

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der Nahe des Ofens oder in der BjcbtSitm .. Sicnbg, nicht m dicht übeieinaWj! *' und geben im Winter ei* ^

hendes Suppengrün. Holrige Teile«* h zerkleinert und getrocknet genau «j icj-v

AnflBsung des Silbenrätsels ans >g. !M 1. Tugend, 2 Ihle, 3. Eger, UeHS Rainsau, 6. Eichendorff, 7. DamM 1 Baku, 9. Eichenlaub, 10. Irawadi, lUm,] 12 Regiment, 13. Edmimd.

Der Aufschub ist der Dieb d« M

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Druck und Verlag: Bremer Zeitung, ES» Verlag Weaer-Em« GmbH. Breaiei. Tejiia- direktor: Walter Wittenberg, Ina

Hauptschriftleiter: Kurt G. Stoltiilet, Bremen. Gültig ab 1. 3.43: PreiiükStli,

Englands Politik sucht in Haßplänen Zuflucht

folge verfehlter außenpolitischer Situation Das deutsche Volk soll sibirische Sümpfe trockenlegen

ürahtbericht unserer Berliner Schriftleitung . jerlin, 27. Mai. Die englische hi'cbenzeitschriftStatist" schreibt in J (e[ neuesten Ausgabe, daß nach britischer fsiclit alles Debattieren und alles Beraten 7, r europäischen Zukunft etwa mit Laiionszahlen und Sanktionen für Lchland völlig überflüssig erscheine. *' sich am besten in England an

die Nebukadnezar in der Be-

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j, Rezepte, die Nebukadnezar in landlung fremder Völker gegeben habe, also für eine Zwangsumsied- iBg des deutschen Volkes nach [ii Sowjetunion. Im Norden des »wjetischen Staates, vor allem aber ln ijordsibirien, gebe es derart viel iinple, so daß sich hier passende Ansatz- rjjliclikeiten für das deutsche Volk fänden, nun man es damit beschäftige, die iimpf e t r o c k e n z u 1 e g e n.

Die Ausrottungspläne der britischen Half- y.antasien haben für uns keinen Neuig- iilswerl Sie sind uns in mannigfacher Malt serviert worden und wir können iiinen anderen Nutzen daraus ziehen, als ihnen die Absichten unserer Gegner zu Mennen und uns deshalb noch fester zu- amenzuscharen und 'den Vernichtungs­inen des Feindes entgegenzutreten. An a neuen Vernichtungsplan ist daher nicht iebesondere Klarheit des uns an- Mrohten Schicksals im Falle eines iderJiegens der deutschen Waffen bemer- Büswert, sondern der Zeitpunkt sei- si Veröffentlichung. Die britischen Zei­tigen verraten uns in ihren Pfingst- äirach t un g e n , daß dieseltsame Un- :ie und das Gefühl des Unbefriedigtseins" -io nennt es derManchester Guardian" - keineswegs durch die Erklärungen Heus und Churchills verscheucht den seien. Man vermißt die eigene rische Linie, die eigenständige britische

".'.'.'ir sind in der Gefahr, uns wirtschaft- t&ien Vereinigten Staaten, politisch aber [iwjetunion auszuljefern, -.erklärte, der

Sonnabend,

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Srenzen der Langmut

ftihtbericht unserer Berliner Schriftleitung ii.v, sch. Berlin, 27. Mai. Reichsminister 5r. Goebbels hat in seinem Artikel zum äUichen Luftterror dem ganzen .deut- aej Volk aus der Seele gesprochen. Der stikel wirkt wie die Erlösung aus einer unerträglich gewordenen Spannung, :: 'äem die feindlichen Jäger mit ihren An- auf spielende Kinder, wandernde Aachen, auf Trauerversammlungen am nie, auf Ausflügler und Bauern jetzt eip- *Ü9 und unabstreitbar die letzte Grenz­et vor dem Verbrechen des kalten und »legten Mordes überschritten haben, Ö die deutsche Volksseele in Weißglut * Hasses.

Me deutsche Auffassung von der notwen-

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ursprünglicher und ehr- als der britische Anspruch auffair f' den die Engländer in Politik und sgfiihrung doch niemals verwirklicht «»Von der Hungerblockade des ersten "Weges und von den Verbrechen nach ® Muster derBaralong" bis zu den »Iffl unfaßbaren Mordtaten der anglo- ^rikanischen Mordpiloten führt eine ge- "Hinie.

[°» unserer Grundauffassung vom ritter- 4» Kampf ausgehend, neigen wir Deut- b ä » dazu, bis zum zwingenden Beweis des jMeils auch in jedem feindlichen Sol- ! » den ehrlichen Kämpfer zu sehen, der ,,.? e hl »einer Vorgesetzten pflichtgemäß .-t, daraus ziehen wir in der Behand- ides Gegners die Folgerung, wenn er hampf a i s Gefangener in unsere Hände Dieser Glaube ist längst aufs tiefste _ »ttert, seitdem die britischen Terror­ist zum Flächenbombardement deutscher

W]] 6 t^vgegangen sind und ihre Bomben Sekretär 1 " W Betri;|f" " 0S

int V/ohnviertel, Kulturstätten und Ofenhäuser geworfen haben. Es gehörte ' r schon ein außerordentliches Maß von Pw dazu, wenn das deutsche Volk es ^ »sammengebissenen Zähnen hinnahm, [j, le Staatsgewalt abgesprungene Feind- ,nifan8r. 7,;te#" fe, ^ or Wut der deutschen Bevölke- .^ r A&Ä 4S? te ' Die Grenze ist aber von dem

Unterhausabgeordnete Mac Govern in der Unterhausdebatte am Freitag. Seine Kritik als unabhängiger Labour-Abgeord- neter stand nicht allein, auch konservative Abgeordnete beteiligten sich daran mit Skepsis und Vorbehalten gegenüber- der Churchillpolitik. Vor allem der konservative Lord Douglas rührte an die besonderen Wunden die England im Augenblick schmerzhaft fühlt. Er bezeichnete die Ziel­losigkeit der britischen Politik als ursächlich für die Gefahren, die hach einem etwaigen alliierten Sieg für Europa auftauchten, das dann in dieSackgasse der Mißverständnisse und des Bürqerkrieqes gerate.-

Ja, er sah noch deutlicher, von seinen Augen stand die Gefahr für England in einer* dritten Weltkrieg. Selbst wenn die Aliierten siegten, so sagte Lord Douglas, und die Macht errängen, dann gebe es im- pier noch keine Garantien, um Streitigkeiten unter diesen drei Verbündeten zu vermei­den. Es' sei erwiesen, daß die Vereinigten

Staaten und die Sowjetunion Expansions­absichten in sich trügen. Wie sollte England da bestehen. können. Selbst wenn man sich in London auf das Empire stützen könne, so reiche die englische und die Empiremacht doch bei weiten nicht aus, um einem An­griff einererstklassigen Macht entgegen­treten zu können.

Für das britische Selbstgefühl müssen solche Erkenntnisse äußerst schmerzhaft sein. Man sieht in London heute nicht nur alle Ziele, um deren Erringung willen Eng­land den Kri§g erklärt hat, als .verloren an, sondern man .ahnt bereits Gefahren,, die sehr viel größer und massiver sind, als England sie jemals in der Vorkriegszeit empfunden hat. Wenn die Regierung Churchill den von ihr inspirierten Zeitungen und Zeitschriften in dieser Situation das Entwerfen von Vernfchtungsplänen anempfiehlt, so hat dies also vor allem innerpolitische Gründe, wenngleich auch hier der Versuch einer Anbiederung an den Bol­schewismus nicht zu übersehen ist.

Hauptsächlich jedoch möchte Churchill durch die Pläne, die man nach einer Nieder- ringung Deutschlands durchzufülTren ge­denkt, innerpolitischen Ge­sprächsstoff schaffen und dem eng­lischen Volk eine Siegesgewißheit suggerie­ren, die alle gegenwärtigen Nöte in Ver­gessenheit geraten lassen soll.

' Es mag nebensächlich für uns als Gegner sein, ob Churchill diesen oder jenen Trick zur Beruhigung der öffentlichen Meinung in England anwendet. Nicht zu übersehen ist jedoch, daß die Appelle an die Haßinstinkte natürliche Rückwirkungen im deutschen Volk hervorrufen. Und es ist für uns wesentlich, daß sich keine Stimme in England gegen ein derartiges Austoben des Hasses wendet. Denn es ist natürlich, daß Deutschland zu ge­gebener Zeit sehr massiv und sehr vom Ge- g'enhaß bestimmt auf die Vernichtungspläne des Gegners antworten wird: es wird sich dann erweisen, ob die gegenwärtige Haß- polit.ik Churchills glücklich für das englische Volk gewesen ist oder nicht.

Ein Wort zum feindlichen Luftterror

Reichsminister Dr, Goebbelsrechnet mit denallemVölkerrechthohnsprechendenMordmelhodenderTerrorflieger ab

dnb. Berlin, 27. Mal. DqjVölkische Beobachter" veröffentlicht unter der Ueber- schriftEin Wort zum feindlichen Luft- terror" einen Artikel von Reichsminister Dr. Goebbels, der folgenden Wortlaut hat:

Es wird heute von keiner Sefite mehr be­stritten, daß der feindliche Luftterror fast ausschließlich das Ziel verfolgt, die Moral der deutschen Zivilbevölkerung zu bre­chen. Der Feind führt Krieg gegen Wehrlose, in dör Hauptsache Frauen und Kinder, um damit die Absicht unseres Landes zur Nachgiebigkeit zu zwin­gen. Diese seine Absicht wird einerseits durch "die Tatsachen selbst, andererseits durch die in Hülle und Fülle vorliegenden publizistischen Aeußerungen der Feindseite bewiesen.

Was die Tatsachen anlangt, so braucht man nur im Reichsgebiet oder in den be­setzten Gebieten eine oft bombardierte Stadt zu besichtigen, um durch eigenen Augen­schein zweifelsfrei festzustellen, daß unser Kriegspotential durch den feindlichen Luftterror vielleicht zu einem Prozent getroffen wird, die übrigen 99 Prozent aber eindeutig auf den zivilen Sektor entfallen. Kürzlich haben sich die. maß­gebenden Vertreter des französischen und belgischen Episkopats, die gewiß nicht in dem Verdacht stehen, nach deutschen Befeh­len zu handeln, an die internationale Oef- fentlichkeit gewandt und in flammen­den Protesten Einspruch gegen diese barbarische Art der feindlichen Luft­kriegführung eingelegt, die Greise, Fraueri und Kinder tötet sowie Kirchen, ehrwür­dige Kulturdenkmäler und dichtbesiedelte Wohnviertel der Zivilbevölkerung nieder­legt, ohne daß dabei ein militärischer Zweck ersichtlich würde. Wir brauchen dem nichts mehr hinzuzufügen.

Unsere Feinde machen aus ihren dahin­gehenden Absichten auch gar keinen Hehl. Man braucht nicht lange in

der britischen

oder USA.-Presse herumzusuchen, um da­für beweiskräftige Unterlagen zu finden. Legt die großen Städte in Trüm­mer, und ihr werdet den Willen» zum Krieg zerschmetternI" so schrieb schon 1 9 3 0 der englische Luftsachverständige I. M. S p a i g h t in seinem BucheAir Po­wer -and the Citieg. An dieser Tendenz der britischen Luftkriegführung hat sich seitdem nichts geändert.Es ist nicht mög­lich, eine Trennungslinie zwischen der Zivilbevölkerung und der kämpfenden zu ziehen". Mit dieser feigen Ausrede sucht dieDaiIy s Mail" diese rohe und gemeine Art der feindlichen Kriegführung öffentlich zu rechtfertigen.

Sehr viel deutlicher wird ein maßgeben­der britischer Seeoffizier, der in der eng­lischen Militärzeitschrift.The Army Quar- terly erklärt.Gibt es denn überhaupt den Begriff des Nichtkämpfers? Ein kleines Kind ist weder im Frieden noch im Krieg ein nützliches Glied der Volksge­meinschaft. Niemand hat in Wirklichkeit das Recht, für sich Unverletzlichkeit zu be­anspruchen, wenn er auch den Versuch da­zu im Namen der Menschlichkeit machen kann. Deutschland muß wüster werden als die Sahara."

Die bekannte Londoner ZeitungNews Chronicle" darf in diesem Chor des Hasses nicht fehlen; sie fügt hinzu:Wir sind da­für, jedes in Deutschland lebende Wesen auszurotten: Frau, Kind,

Vogel und Insekt. Wir werden keinen Grashalm wachsen lassen."

Was den angesehenen britischen Schrift­steller H. G. Wells Veranlassung gibt, die Forderung 'aufzustellen:behandelt das deutsche Volk wie einen lästigen Ein- geborenenstam m."

Die USA.-Publizisten sind nicht weniger robust. Einer ihrer ersten Wortführer, Ray­mond Clapper, schreibt mit sichtlichem Behagen:Terror und Brutalität sind die

beste Seite des Luftkrieges." Man wird hier vielleicht einwenden, so dächten nicht alle maßgebenden Engländer und Amerikaner. Fehlgeschdssenl Sogar die anglikanische Hochkirche erklärt in ihrem amtlichen OrganChurch of Eng­land" am 28. Mai 1943:Es ist eine per­verse Ansicht der Christenheit, zu wähnen, daß Zivilisten nicht getötet werden dür­fen." Ja, sogar der Erzbischof von York, Dr. Cyrill Garbett, segnet die bar­barischen Methoden des anglo- amerikanischen Luftterrors in seinem Hir­tenbrief vom Juni 1943 mit den Worten:

, Es ist nur ein geringes Uebel, die deut­schen Zivilisten zu bombardieren."

Wir haben bisher davon Abstand genom­men, die niederträchtigsten dieser Aeuße­rungen, von denen wir hier nur eine kleine Blütenlese vorlegen und die insgesamt eine glatte Aufforderung zum Mord an Frauen und Kinder darstellen, dem deut­schen Volke zur Kenntnis zu bringen, da wir befürchten mußten, daß es angesichts dieser Zynismen zur Selbsthilfe schrei­ten und an den aus abgeschossenen Feind- fluqzeugen abspringenden Piloten Gleiches mit Gleichem vergelten würde.

Unterdes aber sind Umstände eingetreten, die uns eine weitere Beibehaltung dieser Rücksichtnahme für die Zukunft verbieten.' Die anglo-amerikanischen Terrorflieger sind in den letzten Wochen dazu übergegannen, neben der wahllosen Bombardie- rung derWohnviertel unserer Städte die deutsche Zivilbevölkerung direkt und ohne jede auch nur äußer­liche Respektierung der internationalen Kriegsgesetze anzugreifen, sie mit Bord­waffen zu beschießen und kaltblütig hin­zumorden. Ausreden können hier nicht mehr vorgebracht werden, da die 1 Feindflugzeuge in geringer Höhe über Dörfer, Aecker und Landstraßen einherstreichen und ihre Ma- (Fortsetzung auf Seite 2)

Schwerpunkt der Italienkämpfe bei Velletri

Weiterhin erbitterte Kämpfe - 37 Sowietilugzeuge vor der nordnorwegischen Küste abgeschossen

dnb. Aus dem Führerhauptquar­tier, 27. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

In Italien lag der Schwerpunkt der Kämpfe gestern im Raum von Velletri. Südlich und südwestlich des Ortes wurden feindliche Angriffe abgewiesen: geringe örtliche Ein­brüche abgeriegelt und erneute Bereitstellun­gen mehrerer Bataillone mit Panzern durch zusammengefaßtes Artilleriefeuer zerschla­gen. Oesllich Velletri greift der Feind unter Einsatz von sehr starken Panzerkräften wei- nach Nordosten an. Erbitterte Kampfe " des Gegners

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hehrer- AbZUgsbÜgel . Krummen, wenn

überschritten, wo ganz un­feindlichen Mordpiloten die der Maschinen- E ...w,, wenn sie deutsche Zivi-

j,,' e » nze jn oder in Gruppen im Visier >«,, as auch nach alen Gesetzen des | ( ' r , <an nten Kriegsrechts ein » i j. e c h e n , für das der einzelne Sol- ,: r e Entschuldigung mehr im Befehl :G6rgesetzten finden kamt. ' l :!s , ae Wei l das soldatisch erzogene e , v °lk weiß, daß kein Soldat auf W', ein Klar erkennbares Verbrechen 9 Hanrff n brauch t. deshalb liegt für uns »len J Un 9 s weise der feindlichen Mord- Haj )J ense '' s a ller Vorstellungskraft, und

i dj ® s nicht mehr zu ertragen, wenn di 0 h'äatsgewalt zwischen unsere Wut an glo-amerikanischen Mörder stel- Dlin . ^' er auch die äußerste

-liett w ' e s ' e ' das deutsphe Volk reprä- «cW a f e ine unmöglich zu ertragende b 6 gestellt. Es wird wie ein Auf- das deutsche Volk gehen,

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ftaijop; aus so autorisiertem Munde wie : ts des Reichsministers Dr. Goeb-

NuürT hU9Un9

dieser Auffassung

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sind hier im Gange. Angriffe gegen Castro dei Volsci scheiterten

unter Abschuß einer Anzahl feindlicher Panzer.

In den Kämpfen der letzten Tage hat sich die schon bei Cassino bewährte 90. Panzer­grenadier-Division unter Führung von Gene­ralmajor B a a d e mit unterstellten Verbän­den des Heeres und der Luftwaffe erneut be­sonders ausgezeichnet. Als Einzelkämpier haben sich der Jäger Fries, Richtschütze in einer Fallschirmpanzerjäger-Kompanie, durch Abschuß von 17 feindlichen Panzern innerhalb von zwei Tagen, der Obergefreite Schreme in der Sturmkomnanie eines Jä­ger-Regimentes durch Vernichtung von drei feindlichen Panzern im Nahkampf hervor­getan.

USA. verloren eine Million Mann

Japanischer Erfolgsbericht über amerikanische Verluste im Pazifik

Eigener Bericht

S. E. Schanghai, 27. Mai.Die Verluste der USA.-Streitkräfte im P azlbl < be­tragen bis zum 15. Mai nach vorsichtigen Schätzungen eine Million Mann", erklärte das Pressebüro der jiipämschen China-Meer- flotte in einem Bericht, den es: an läßlich des japanischen Marinetages ver0 ^ en . t ' ic ht ® nrde J Wie vorsichtig geschätzt wurde geht daraus hervor, daß bei schnell gesunke-

amerikanisch^ Heer bei

messen d ame.ik.ni.chen Streitkrail. min- 1 Million Mann verlor«« laben.

Wenn man in Washington behaupte, ledig­lich 200 000 Soldaten an Toten, Verwun­deten, Vermißten und Kriegsgefangenen an allen Fronten des Krieges bis zum 10. Mai 1944 verloren zu haberf so sei dies, betont der Bericht, ein Versuch, die Verluste durch Rechenkunststücke am grünen Tisch zu divi­dieren.

Die mit der gleichen Bekanntmachung ver­öffentlichte Aufstellung der Schiffs- und Flugzeugverluste der Amerikaner im Pazifik enthält folgende Angaben:

Versenkt wurden: 18 Schlacht­

schiffe, 28 Flugzeugträger, 100 Kreuzer, 81 Zerstörer, 193 U-Boote, 180 andere Kriegs­schiffe. Zerstört wurden: 17 Schlachtschiffe, 16 Flugzeugträger, 58 Kreuzer, 54 Zerstörer, 62 U-Boote, 56 andere Kriegsschiffe. Ferner wurden 710 Transporter versenkt oder zer­stört, 7913 Flugzeuge abgeschossen und 1750 Flugzeuge zerstört.

Bei dem im Wehrmachtbericht vom 25. Mai gemeldeten Gefecht deutscher Sicherungs- iahrzeuge und Kampffähren im Seegebiet vor I.ivorno wurde nach abschließenden Meldungen ein weiteres feindliches Schnell­boot versenkt und eins in Brand geschossen.

Von der Ostfront werden nur örtliche Kämpfe am unteren Dnjestr, im Kar- patenvorland und südöstlich Wi- t e h s k gemeldet.

Bet einem erneuten Angriffsversuch sowje­tischer Flugzeuge gegen ein deutsches Ge­leit vor der nordnorwegischen Küste schossen deutsche Jäger ohne eigene Ver­luste 37 feindliche Flugzeuge ab.

Im Finnischen Meerbusen versenkten deutsche Schnellboote nordöstlich der Insel Seskaer in nächtlichem Artilleriegefecht mit feindlichen Bewachungsfahrzeugen ein bolschewistisches Fahrzeug. Zwei weitere wurden so schwer beschädigt, daß mit ihrer Vernichtung zu rechnen ist. 1

Einzelne feindliche Flugzeuge warfen in der vergangenen Nacht Bomben auf Städte in West- und Südwestdeutschland. Luitver­teidigungskräfte schossen über dem Reichs­gebiet, den besetzten Westgebieten und im Mittelmeerraum 23 feindliche Flugzeuge ab.

Führerglüchwunsch an Afghanistan

dnb. Berlin, 27. Mai. Der Führer hat dem König von Afghanistan zum heutigen afgha­nischen Unabhängigkeitstage telegraphisch seine Glückwünsche übermittelt.

Dr. Hadia erkrankt

dnb. Prag, 27. Mai. Staatspräsident Dr. Hacha leidet seit einigen Tagen an einer altersbedingten Unpäßlichkeit. Das Krank­heitsbild gibt zur Zeit nach ärztlichem 1fr- teil zu Besorgnissen keinen Anlaß.

Im Kampf mit den Gangstern

Schwere Flak bei der Abwehr . H'PK.-Zeichn. v\ Bethmann. (II. H.)

\tm Sfia^aFs zu Statin

Von

Kurt G. Stolzenberg

Vor zweitausend Jahren stand in Italien an der Spitze von 75 000 Banditen ein Mann namens Spartacus. Er raubte die Dör­fer aus, brannte sie' nieder, ermordete, was sich ihm nicht anschloß, und wurde schließ­lich vom römischen Statthalter Crassus aus Oberitalien nach Mittelftalien und weiter bis fast nach Sizilien zurückgedrängt und samt seinen Horden totgeschlagen. Dieser Spartacus war ein vom Balkan stammender Unterweltler, ursprünglich Preisringer, der seine Riesen-Terrorbande aus Sklaven, Straßenräubern und üblem Großstadtgelich­ter gebildet hatte, um die Macht im römi­schen -Reich an sich zu reißen. Er verkün­dete die sogenannte Herrschaft des Prole­tariats, was bekanntlich Terrorregiment desjenigen bedeutet, der unter den Gewalt­verbrechern der asozialen Welt der tüch­tigste ist. Die kommunistische Revolje des Spartacus war eine Folge der Durchlöche­rung der römischen Staatsordnung. Fs herrschte jene äußerliche- Zucht und Ord­nung, die dem Bürger heilig ist, aber die soziale Gerechtigkeit vergaß man dabei. Fehlt aber an einem Staatswesen die sozi­ale Ordnung; ist auch die nationale gefähr­det. Jedesmal erweitert sich der Riß im Gemeinschaftsleben durch die Geschicklich­keit dunkler Agitatoren und' die brutale Verwegenheit spartakistischer Gewaltmen­schen zu einer Spaltung aller Begriffe menschlichen Zusammenlebens. Und immer wieder, wenn das Fehlen einer sozialen Ordnung verzweifelnde Massen in die Brü­derschaft der Penner und Gannoven und unter den Befehl gerissener Unterweltfür­sten trieb, tauchte der spartakistische Be­griff als Symbol der nun entstehenden biu- tiaen Aufstände und Massenmetzeleien auf. Wir Deutsche kennen solche Erscheinungen gut genug aus der wilden.Zeit, bevor Hitler das wankende Ruder des Reiches ergriff und eine neue .soziale Ordnung anbahnte.

Spartacus blieb Ideal und Sinnbild aller kommunistischen Verschwörungen, ob in Rußland, Ungarn, Frankreich, Spanien und jetzt Unteritalien und Nordafrika, Man sieht wieder einmal, daß der Kommunismus keine echte politische Bewegung ist, sondern der politisch verkleidete Ansturm unruhiger und raublüsterner Untermenschen, wie es sie zu allen Zeiten der Menschheit gab. Neu ist dabei nur, daß europäische Länder, die lange Zeit als Hort der Bürgerlichkeit, ja, der Spießbürgerlichkeit und Reaktion galten, heute mit den Moskauer oder Chi- kagoer Spartakisten gemeinsame Sa­che machen Umgekehrt fällt uns auf, daß die modernen Anhänger der blutigen Spar- t.acus-Repubiik auf Du und Du mit dom König von England verkehren und einen monarchistischen Aristokraten wie Badoolio als Ministerpräsidenten des siiditaiienischen Rumpfstaates als erste anerkennen. Die Er­klärung für alle diese Erscheinungen ist immer dieselbe:, die Bolschewisten nehmen weder die Marionette auf dem Londoner Thron noch den gewesenen Herzog von Addis Abeba ernst. Den Bolschewisten winkt handgreiflich die Macht bei all dop Völkerp, welche durch weitgehendes Ein­lassen mit Moskau das Schwinden eigener politischer Selbständigkeit anzeigen. Was Churchills England angeht, so glaubte d ; e Insel vielleicht ursprünglich ein kurzfristi­ges Abkommen politischer Zweckmäßigkeit abschließen zu können, wie es ja auch deutsche Geschicklichkeit während ries Polen- und des Westfeldzuges zustande brachte! Man vergaß in London bloß, daß Abkommen mit Stalin nicht in whiskvseliqo Verbrüderung nnd gegenseitige Waff' - "- hilfe ausarten darf, und sitzt nun in der Falle. Und Noramerika hat in Rooseveit, der mit Klemmer und biederem Doppelkinn den seriösen bürgerlichen Staatsmann mimt, einen gerichtsnotorischen Helfer der finanz­politischen Gaunerei als Staatsoberhaupt. Diese Finanzgaunerei ist im Grund das­selbe wie der Bolschewismus: Organisa­tion von Leuten zweifelhafter Herkunft, d ; e ehrliche Arbeit abiehnen, und durch mon­ströse Raubzüge auf Kosten Anderer lebea.