Ausgabe 
(27.5.1944) 145
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diteiamtliche Tageszeitung

- des Regierenden BSrgemieistw der Freien Hansestadt Bremen

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verkündungsblatt des Beichsstatihaliers in Oldenburg und Bremen

14. Jahrgang

Sonnabend, den 27. Mai 1944

Einzelpreis 15 Rpf.

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puls. Tägl. 4 u. 7 Uhr. ! K an .®-" Jugendliche aureu haben Zutritt, as», Heemmstr. Tägl. Sonnabends u. Sonn- n -, ' }-* i hr:Kotlege letch . Ein heiterer mit Carola Höhn, Al- 'rstbck. Fritt Kampers, rlring u. a. Jugend*, ab "gelassen.

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iditende Niederlage der sowjetischen Luitwaffe im Nordmeer Bisher größter Erfolg unsererEismeer jäger

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Eigener Bericht

e rlin, 26. Mai. Das Eismeergebiet hiej Berlevaag und Kap Nordkyn, -wo ^letzten Wochen wiederholt Verlust- j 0 wjetische Angriifsversuche gegen Geleitzüge stattgefunden hatten, , aB Donnerstag und in der Nacht zum L erneut zum Schauplatz aufierordent- iteitiger Luftschlachten, in denen' die Alls insgesamt 70 von 80 angreifenden «gen verloren. Die berühmten deut-

, .Eismeerjäger schossen davon 69

JjtisSiÄi, Msche Bomben- und Torpedoflugzeuge a '- bereiteten den Sowjets damit die

efe-j.fcgröflte Katastrophe in die- ,luftgebiet. Ein feindliches Flug- der Bordflak des angegriffenen Ge­nua Opfer. Diesem einzigartigen Erfolg

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-Erst dis Wische sortr-, dann nur die Schn,u! ni ' K .;' urntKtiiweichjjiDi;.^, m « | i Jie Stiche girrkli.,'.. schart zu reiben odsi kochen.der Stbäirtj-i:

stehen nur zwei deutsche Ausfälle gegenüber.

In den Mittagsstunden des Donnerstag ge- F en Uhr näherte sich zum erstenmal ein starker sowjetischer Verband von Bomben- und Torpedoflugzeugen des Typs Boston, der von Aircobra- und Curtiss-B-40-Jägern begleitet war, dem deutschen Geleit. Die alarmgastarteten deutschen,Eismeehjäger", von denen, einige zu unseren erfolgreichsten Jagdfliegern gehören, stellten den Feind, noch, bevor er sein Ziel erreicht hatte, zum Kampf und verwickelte ihn in heftige Luft­kämpfe, die -bis weit über sowjetisches Ge­biet hin fortgeführt wurden. Das starke sowjetische Jagdgeleit war dabei nicht im­stande, die eigenen Kampfverbände vor dem Ansturm der deutschen Jäger zu schützen.

In kürzester Zeit stürzten viele Boston-Bom­ber brennend ins Meer. In stets überlegen geführten Kämpfen wurden außerdem zahl­reiche sowjetische Jagdflugzeuge vernichtet.

Der Feind wiederholte in der darauffol­genden Nacht und in den Morgenstunden des Freitag seine Angriffsversuche gegen den Geleitzug. Er wurde aber in beiden Fällen unter empfindlichen Verlusten zu­rückgeschlagen, und seine Niederlage er­reichte schließlich bisher nie erlebte Aus­maße. An dem einzigartigen Erfolg sind einige der führenden deutschen Jagdflieger am Eismeer mit hohen Abschußseiien be­teiligt. So schoß Ritterkreuzträger Schuck zehn Feindflugzeuge, darunter vier Bnsto.n- Torpedo-Flugzeuge und sechs Jäger, ab und erzielte damit seinen 85. bis 94. Luftsieg.

Aber an den Abschußerfolgen waren nicht nur alte bewährte Kräfte, Sondein auch Männer des Nachwuchses beteiligt, wie der Oberfeldwebel Linz, der ebenfalls zehn Ab­schüsse, und zwar neun Boston-Bomber und eine Curtiss, erzielte. Der Führer der deut­schen Jagdverbände, der Eichenlaubträger Major E h r 1 e r , errang neun Abschüsse-: und erzielte damit seinen 155. Luftsieg, auf neun Abschüsse kam auch Oberleutnant Dörl, der damit insgesamt 54 Abschüsse verzeichnen kann.

Unter den sowjetischen Verlusten befin­den sich insgesamt 30 Boston-Bomber, 17 Curtiss-Jäger, 13 aircobra-Jäger und 9 Schlachtflugzeuge des Typs j L 2. Nur zehn Feindmaschinen entgingen dem gleichen Schicksal.

.Polnischer Zenfralsowjet" in Moskau gebildet

Stalin schafft vollendete Tatsachen Churchill und sein Außenminister Eden dreschen hohle Phrasen

febericht unserer Berliner Schriftleitung (, sch. Berlin, 26. Mai. Churchill ;ein Auflenminister Eden halten poli- ! Reden im luftleeren Raum, derweilen ilin in der an ihm gewohnten brutalen iündfesten Weise vollendete Tatsachen

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polnischen Zentralsowjet" Bern Herrn Maratzki an der Spitze auf dieser Linie und muß für den un- ejenen Beurteiler wie ein schallender i; ins Gesicht der britischen Staatsmän- Ecleinen,

*=: Stunden lang haben sich die polni- aSolschewiken, wie aus Moskau gemei­nd um Maratzki l,im freundlichen Ton Mia und mit Molotow im Beisein der iägien Wanda Wassilewska, 'ha von Stalins willigem Exponenten jkükraine- Korneitschuk, unter- Gleichzeitig wird angekündigt, daß üugebildete polnische Zentralsowjet iiplomatische Vertretung in Idol errichten werde. Das bedeutet anderes, als daß Stalin den polnischen Menausschuß, der dort bisher noch iäierung" anerkannt worden ist, von as durch ein sowjethöriges Organ mit Silz in Moskau ersetzt hat.

kloner Emigrantenpolen »zieren sich

thil! mag gut reden, daß er auf die enarbeit mit allen Polen gegen den Hmen Feind den größten Wert lege, ® Stockholmerpolnische Gesandt- _ des von London anerkannten Emi- tasschusses mag noch so betont fest- -daB der neue polnische Zentral- iu Moskau nur aus einer Gruppe jtoununisten ohne jeden Einfluß und fde Verbindung mit der polnischen erung sei. Stalin- interessiert das alles 51 handelt ohne jede Rücksicht, wie " gefällt, und Churchill und Eden m devotester Haltung Kotau machen.

im Unterhaus Churchill

«böse

^verständlich geben sich nüchterne ; e Politiker keinen Täuschungen s wahre Gesicht des Bolschewismus w eltrevolutionäre imperialisti- t,i| Slc * lten E>in- Als nämlich Churchill ' *' t * em Unterhaus einzüreden, daß ow jetunion tiefgehende Verände-, ^.attgefunden Hätten, daß der Bol-

.;? i useine wunderbare Wiedergeburt -jPösen Lehens" hervorgebracht und 1, ^ essen sogar eineneue Na- t' U escli affen habe, da ging ein und ein verständnisvolles über Sie Gesichter derHono- j, aes Parlaments, die schließlich, wie , suter in Klammern berichtet, wie 'faulen Witz in wieherndes Ge- i( p Hj racllen und mit den Fäusten i-ultdeckel schlugen. Als gar noch i, r st, scher Zwischenruf erfolgte, l1 Urc ' ld ' ernsthaft böse und tobte ! j er --sehr ehrenwerte Gentleman" ran täte,Schritt zu halten".

,s»dankbare Aufgabe

Een R di . e Aus führungen Churchills ;; j ere >chen Englands und des Aus- ^5, n P ein 'ichen Eindruck hinterlas- jj n ' vj sich der Premier selbst im E n f Sie ges mit einer jämmerlichen ;i 3>änds zwischen den Mühlsteinen n u »F der Sowjetunion resigniert E d e n in einer der außenpolitischen Hq s ] atte die undankbare und fast a ?,Abgabe übernehmen, wenig- i ,-nlimmsten Entgleisungen Chur- Mit erkennbar

°s stellte er die Behauptung

Aufträge der Regierung im englischen Ober­haus ab.Das kurzfristige Ziel der siegrei­chen Beendigung des Krieges", so sagte er, kann England leicht in die Versuchung bringen, sich auf bindende Verpflichtungen einzulassen, die eine langfristige Politik ernsthaft beeinträchtigen, können." Alle Welt weiß heute, daß Churchill und seine Kumpane dieser Versuchung längst erlegen sind, um noch eine Weile um das Einge­ständnis herumzukommen, daß nämlich der Krieg im Sinne des ursprünglichen Kriegs­zieles, England die Vorherrschaft und' die Schiedsrichterrolle in Europa zu sichern, längst verloren ist. Ganz zu schweigen von denjenigen Kriegszielen, die England bei Kriegsbeginn sich selbst und der Weltöffent­lichkeit einreden wollte.

Wir allein haben den Krieg erklärt"

Der stellvertretende Führer der Labour- Party, Greenwood, war unvorsichtig.ge­nug, in der Debatte des Unterhauses dieses

Thema anzuschneiden.Wir allein von den jetzt im Kampf stehenden Großmäch­ten", so führte er aus,haben den Krieg erklärt. Es bestand kein Zweifel daran, daß diese Tatsache uns die Pflicht äuferlegte, für jene Nationen zu sorgen, die infolge dieser vorsätzlichen Handlung (!) der britischen Regie­rung überrannt wurden. Die Re­gierung muß einsehen, daß diese Pflichten in Ehren erfüllt werden müssen." Ist der Mann wirklich so naiv oder tut er nur so?

Eden gab zum Schluß folgende Erklä­rung ab:Keih großes Land sollte den Ver­such machen, in seiner Außenpolitik mehr zu tun als es seine Kraft ihm erlaubt." Der Beifall des Unterhauses v zu dieser Bemerkung, den Reuter verzeichnet, unter­streicht die wachsende Erkenntnis in Eng­land, daß der Kriegsverlauf zu einer ge­waltigen weltpolitischen Entmachtung Eng­lands geführt hat.

Gerade nach, diesen außenpolitischen Kundgebungen im britischen Parlament

stellt sich für das englische Volk dringlicher als je zuvor die Frage, wofür es eigentlich kämpft. Für die kleinen Nationen lautet die Frage, was aus ihnen wohl bei einem lischen Frieden werden würde.

eng-

Neutralität ein veralteter Begriff

Auch darauf ist im Verlauf der Unterhaus­debatte eine Antwort gegeben worden, und zwar bezeichnenderweise ebenfalls ven dem Labourabgeordneten Greenwood. Er sagte mit bezug auf die Nachkriegsregelung: Meiner Meinung nach ist die Neutrali­tät jetzt ein veralteter Begriff, und alle, die nicht für uns sind, sind wider uns. Der Wille zu einer absoluten Diktatur der Siegerstaaten kann wirklich nicht bru­taler zum Ausdruck gebracht werden. Immer wieder wurde auch von anderen Abgeord­neten als Ziel verkündet, daß England an der Seite der Sowjetunion alsTreuhän­der Europas während seiner Un­mündigkeit wirken müsse. Welche Rolle England dabei, neben der Sowjetunion spielen würde, das zeigt, das völlig eigen­mächtige Vorgehen Stalins in der polnischen Frage erneut.

123 Feindpanzer in Süditalien vernichtet

Schwere Kämpfe bei Velletrl Besatzung von Cisterna schlug alle Angriffe der Anglo-Amerikaner zurück

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dnb. Aus dem Führerhauptquar­tier, 26. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Im Kampfraum von Cisterna sind starke feindliche Panzerverbände nach Norden vorgestoßen. Dadurch haben sich die schweren Kämpfe in den Raum südlich und östlich Velletrl verlagert, wo er­bittert gerungen wird. 80 feindliche Panzer wurden dort vernichtet. Die tapfere Be­satzung von Cisterna schlug auch gestern während des ganzen Tages alle feindlichen Angriffe zurück.

Im Raum östlich Littoria und nörd­lich T e r r a c f n a setzen sich unsere Trup­pen aus der Küstenebene auf äie dahinter­liegende Höhenstufe ab. Schwächere feind­liche Vorstöße wurden zerschlagen. Oest- lich des Liri setzte der Gegner mit starken Kräften seine Angriffe gegen den Melfa- Abschnitt fort. Er konnte nach wechselvol­len Kämpfen, in denen 43 feindliche Pan­zer abgeschossen wurden, auf dem Nord­ufer des Flusses Fuß fassen. Die Schlacht geht agch hier mit unverminderter Heftig­keit weiter.

Ueber dem Italienischen Raum wurden gestern in heftigen Luftkämpfen gegen weit

überlegene feindliche Fliegerkräfte und durch Flakartillerie 18 feindliche Flugzeuge abgeschossen. Ein Kampffliegerverband griff in der letzten Nacht feindliche Bereitstel­lungen und Verkehrsknotenpunkte im Raum westlich C a s s i n o mit guter Wirkung an.

Bei den schweren Abwehrkämpfen der letzten Wochen hat sich eine Kampfgruppe unter Führung von Oberst Bode durch be­sondere Tapferkeit ausgezeichnet.

An der Front im Osten verlief der Tag bei geringer örtlicher Gefechtstätigkeit ruhig. Der Bahnhof Dshankoi auf der Krim wurde in der vergangenen Nacht er­neut von einem deutschen Kampffliegerver­band wirksam bombardiert. Deutsch-rumä­nische Schlachtfliegerverbände richteten wirksame Angriffe gegen sowjetische Trup- penansammlungen und Batteriestellungen im Raum südlich Dubosarl.

Ein sowjetisches" Schnellboot, das aus dem Finnischen Meerbusen auszubrechen versuchte, sank nach Minentreffer.

Bei der Abwehr eines sowjetischen Luft­angriffes auf ein eigenes Geleit in den nordnorwegischen Gewässern schossen un­sere Jäger von 80 angreifenden Flugzeugen 69 ab. Ein weiteres Flugzeug wurde durch

Tiger den Feindpanzern überlegen

Schwere feindliche Angriffe bei Cisterna und im oberen Liri-Tal

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r wo die englischen Inter-

7 0 star l< ; seien, und daß die Re- liLr^sten kurzfristiger Vorteile *iner 7 treffen könnte, die sie, im nicK» . »fifristigen Politik gesehen, möchte "-

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dnb Berlin, 26. Mai. Die am- Mittwoch vollzogene Vereinigung unserer bisher nörd­lich Nettuno und Terracina-Abschmtt ge­trennt kämpfenden Verbände hat am - " Mai im mittleren Abschnitt der vom Mo- lettefluß bis in die Berge von Cassino ver­laufenden Frontlinie zu einem s p u r b a reu Nachlassen der feindlichen An- griffstätigkeit geführt. Im Ausom- Massiv und an dep. Südrändern des Lepim versucht sich der Gegnerter verlus rei­chen Kämpfen gegen vorgeschobene btutz^ punkte an die neuen Stellungen heranzu­tasten. Schärfer drückte er nur bei Son- ino im Raum Valecores, bei Pasterna und Golle San Lucia, doch wiesen unsere Trup pen alle diese Vorstöße blutig ab.

Die Hauptangriffe der Briten und Nord­amerikaner lagen an den beiden Flügeln, und zwar im Abschnitt von Cisterna und 2 oZen Liri-Tal. In Cisterna selbst und westlich davon scheiterten die Angriffe. Hart östlich des heldenhaft verteidigten Hart ost iedoch der Panzerkeil

Stützpunktes brach u ., rh in der

ein Der Gegner verstärkte sich in ..oer Bresche durch Zuführung weiterer Kraft- und stieß westlich an Cisterna vorbei in . _ .r vplletri vor. Zwischsn Colli

Richtung rastell Cinetti fingen unsere Monsoi -^^^^"dlungenLn Panzer- ab, schiugen dem Stoßkeil die Spitze weg und brachten damit den Angriff

Z 7 n d en^ zweitägigen Kämpfen bei Cisterna Hil den Feind nach unvollständigen Mei- ^ ie ° minHpstens 97 Panzer kosteten, er-

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Truppen

verbände

schütze den anrollenden nordamerikanischen Panzern überlegen. Die feindlichen Pan­zerrudel wichen oft sofort aus, wenn einige Tiger in den Kampf eingriffen. Auch der Versuch der Angreifer, ihre Panzer durch Auflegen von Sandsäcken gegen die Durch­schlagskraft unserer Pak- und Flakgranaten zu schützen, blieb ohne Erfolg.

Der zweite schwere Angriff des Feindes erfolgte im oberen Liri-Tal. Das kanadische Panzerkorps, dem es trotz seines Einbruchs an der Straße Pontoecorvo-Aquino nicht gelungen war, die Verteidiger des Ponte- corvo-Abschnittes abzuschnüren, sahen sich vor unseren neuen Stellungen am Melfa- fluß aufgehalten. Wie es die deutsche Füh­rung vorausgesehen hatte, versuchte der Feind, nunmehr diesen Sperriegel frontal zu durchbrechen. Schwerer Artilleriebeschuß und heftige Luftangriffe gingen dem An­sturm voraus. Dann traten starke Infan­terie- und Panzerkräfte in mehreren Wellen hintereinander, an. Nur unter äußerst schwe­ren Verlusten an Menschen und Panzern konnte, der Feind schrittweise vorwärts- kommen und zwei kleine Brückenköpfe auf dem Nordufer des Melfa bilden. Gegen­angriffe unserer Truppen sind im Gange.

An den vom oberen Liri-Tal in den bei­den letzten Tagen gemeldeten 93 Panzer­abschüssen waren wieder die Gebirgstrup- pen unter General Feurstein maßgeb­lich beteiligt, die bis Dienstag abend 256 meist kanadische Panzer vernichtet hatten. Die weiteren nördlich des Liri-Tals ange- setzfen Vorstöße polnischer Verbände bei Piedimonte hatten nur örtliche Bedeutung.

die Sicherungsfahrzeuge des Geleits zum Absturz gebracht.

Nordamerikanische Bomber griffen meh­rere Orte in den besetzten Westgebieten sowie Städte im südwestdeutschen Grenz­gebiet an. Besonders in Mühlhausen entstanden Schäden. Die Bevölkerung hatte Verluste. Durch Luftverteidigungskräfte wurden 27 feindliche Flugzeuge vernichtet.

Vier italienische Verräter-Admirale zum Tode verurteilt

dnb. Mailand, 26. Mai. Das Sonder- tiibunal für die Verteidigung des Staates hat in dem Verfahren gegen die des Verrats und der Sabotage angeklagten vier Admirale Campioni, Masclierpa, Leonard und P a v e s i diese zum Tode verurteilt. Ge gen die Admirale Leonard! und Pavesi er­folgte die Urteilställung in Abwesen heit der Angeklagten. Beide Angeklagten Leonardi und Pavesi sind flüchtig und be­finden sich auf der Feindseite. Das Urteil gegen die Admirale Campioni und Mascherpa wurde in den frühen Morgenstunden voll­streckt.

General Campioni war bis zum 8. Septem­ber 1943 Gouverneur, Militärkommandant und Befehlshaber der italienischen Flotten­streitkräfte im Aegäischen Meer. Er ver­fügte über hinreichende Mittel, um die Be­sitzergreifung der ihm unterstellten Gebiete durch den Feind und damit deren Abtren­nung vom Mutterland zu verhindern. Er zog es jedoch vor,-dem Verräter Badoglio zu folgen. Der zweite Admiral Mascherpa, Kom­mandant des italienischen Flottenstützpunk­tes auf der Insel Le ros, hat gleichfalls am 12. September 1943 der Landung der Engländer keinen Widerstand geleistet. Das­selbe trifft für Admiral Leonardi als Kom­mandant des sizilianischen Flottenstützpunk­tes August a zu. Admiral Pavesi Lat als Kommandant des Flottenstützpunktes auf Pantelleria in den ersten Tagen ries Juni 1943 die Insel dem Feind übergeben, obwohl ein weiterer Widerstand noch möglich war.

Wyschinsky verherrlicht den Mord

ep. Lissabon, 26. Mai. Der Bolschewist Wyschinsky, befürwortete in der letzten Sitzung desInteralliierten Mittelmeer- auschusses" die Ansprüche der v- siziliani­schen MordorganisationMaffia". Die Häuptlinge derMaffia", die bis zum Ba doglioputsch im September 1943 in Algier im Exil lebten, "bereiten planmäßig wie 1920/21 die Loslösüng Siziliens von I ta 1 i e n vor.

Wyschinsky machte die Mitglieder des Interalliierten, Mittelmeerausschusses" dar­auf aufmerksam, daß er von der Notwen­digkeit überzeugt sei, den Sizilianern eine staatsrechtliche Sonderstellung einzuräu­men. Die von derMaffia" organisierten Morde oder Entführungen unliebsamer Ba- doglio-Beamter bezeichnete Wyschinsky als ein Symbol des unbändigen Frei­heitsdranges der Sizilianer.

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Hei luge sind die Sperrbtdlone auf geringe Hohe niedergeholt, um das Geleit nicht weithin zu verraten. Bei Sichtung feindlicher Flieger v;ird das Sperrseil in Sekunden von den auf gelassenen Ballonen bis in beträchtliche Höhen hinaufge* spannt . PK.-Kriegsberichter Schreier (Schl)

dftfwdme 19M

Von

Eichenlaubträger Oberst Heinrich Behrend

Infanterie ist keine Waffengattung schlechthin, sondern Schicksal und Haltung. Es gibt ohne den Infanteristen keinen deut­schen Sieg, und der Feind könnte auch dann erst seinem Fuß auf deutsches Land setzen, wenn die Männer der Infanterie-Divisionen unter der Erde lägen. Diese'Divisionen sind nicht ausschließlich das Produkt einer Aus­lese; sie schöpfen ihre Kräfte aus dem Men­schenreservoir Großdeutschl'ands hach dem Grundsatz der Kriegsstärkenachweise. Ihie Männer sind so verschieden, wie eS ver­schiedene Menschen gibt, aber wenn man ihnen einen Mantel, Stahlhelm und Gewehr gibt, dann kann man sie nach außen hin nicht mehr von einander unterscheiden. Sie haben außerdem vieles gemeinsam, das Wissen um die zahlenmäßige Uebermacht des 1 Feindes, die Not der Eisnächte und der Sonne, die Nervenprobe des Angriffs und die Gemeinsamkeit des Kampfes. Gemein­sam ergriff sie nach erfolgreicher Abwehr der S.tolz, daß es geschafft war, gemeinsam sitzen sie unter der Feuerwalze, essen das harte Brot, und wenn es sein muß, sind sie auch gemeinsam gefallen. Von ihnen stammt das Wort: Der Krieg wird ni'cjit durch Uni­formträger, sondern von Soldaten ge­wonnen.

Wir wissen, wie zwischen den schmalen Polen der Front die Energien des Krieges Spannungen in unerhörter Konzentration er­zeugen, deren Entladungen furchtbar sind. Darüber hat die Infanterie nie gesprochen, aber sie war Blutträger jener Auswirkung. Für sie ist das Gesicht des Krieges das glei­che geblieben; sie ist immer auf die Erde, sich selbst, ihre Gewehre, das Seitengewehr, die Handgranate, und wenn es hoch kommt, Spaten und Fäuste angewiesen. Wenn Pferde, Protzen, Wagen und Schlepper im Dreck versanken, Panzer und Sturmgeschütze, un­fähig weiterzurollen, vor Sumpf und Wäl­dern standen, wenn Häuser in formlosen Haufen den Weg sperrten, die sowjetischen Panzer gegen die Artilleriestellungen roll­ten, Bunker und Erdlöcher auf der Gegen­seite unbezwungen blieben und Trauben von Bolschewisten von den T. 34 sprangen, im­mer, wenn es Mann gegen Mann ging, mußte die Infanterie in die Bresche. Daß ihr das manchmal sehr schwer wurde, lag am Gesetz von der Viel­falt der Kräfte auf der anderen Seite.

Das oft gebrauchte Wort Heldentum ist nichts mehr als eine Hülse, auf den Inhalt kommt es an. Man soll sich bewußt vor starken Worten hüten aber wer in die Gesichter der Männer von Leningrad, Dem- jansk, Gornostaipol, Korosten, Rschew, Wo- ronesch, Stalingrad, am Brückenkopf des Kuban, vom Mius und dem Charkower Raum gesehen hat, dem erscheint jede ehrende Kennzeichnung nur eine armselige Umschrei­bung für Unsagbares. Rund waren ihre Ge­sichter nie, aber jetzt sind sie hager und eingefallen, und um Augen und Mund ist ein böses Wissen eingegraben: die Front­wirklichkeit ist eben anders als alle her­kömmlichen Vorstellungen vom Kriege.

Wir kennen sie doch in ihren abgeschab­ten, oft geflickten und wieder zerrissenen Röckpn. Was ihnen gehört, tragen sie in fünf Behältern eingepackt bei sich: im Tor­nister, dem kleinen Sturmgepäck, in den Hosentaschen, dem Gewehr und im Her­zen. Mit diesen Dingen sind sie alles, ohne sie nichts.

Kein Tachometer zeigt ihre Marsch­leistung an. Es gibt keinen Bericht vom 100. Stuimangriff einer Infanterie-Kompanie. Auch keine Statistik, wieviel Sprünge der Infanterist machte, von Trichter zu Trichter, von Graben zu Graben, vom eigenen Loch zum Feind. Und niemand hat ausgerechnet, wieviel Bolschewiken er zusammenschlug, wie oft um die Männer die Luft Stahl und Brand gewesen ist, wie oft sie die läng­sten Stunden ihres Lebens in der kalten, toten Erde hockten und wieviel Mal d-is trockene Schlucken in den Hals kam, wenn