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der Nationalsozialisten Bremens
Amtliches Verkiindungsbiatt des BeichEsiatthalters >n Oldenburg und Bremen
Deutschlands Arbeitertum muß siegen!
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iauleiter Paul Wegener und Gauobmann Seiler auf der Jahrestagung der Gauarbeitskammer Weser-Ems
Eigener Bericht
22. Mai. Auf der heute im großen Saal der „Glocke" in B r e - Jahrestagung 1944 der Gauarbeitskammer Weser-Ems erhiel-
unseres Gaues — aus Bremen und aus Oldenburg _An-
des Führers für besondere Kriegsleistungen. In Anwesenheit des wurden ferner zum Abschluß des Kriegsleistungskampfes 1943/44 der
BZ. Bremen, gen abgehaltenen m zwei Betriebe ukennungen Gauleiters w
(Hitschen Betriebe weitere von heimischen Betrieben errungene Auszeichnungen übergeben. Der Gauobmann der Deutschen Arbeitsfront, Seiler, stellte die Aufgaben und Maßnahmen der Sozialpolitik im Kriege heraus. Gaulei terPaul it'egener gab durch Herausarbeiten der in Seilers hervorragendem sozialpoli- i Referat angeklungenen Grundidee der Tagung die nationalrevolutionäre \ofe: Niemals soll vergessen werden, daß der Arbeiter der treueste Sohn des Vaterlandes ist, wenn die Nation für den Arbeiter da ist!
Der Nachmittag, der im Zeichen der Goldenen Fahne der DAF., mehrfach dem Kriegsverdienstkreuz geschmückt, stand und den versammelten Arbeiter- verlretern und Betriebsführem traditionsgemäß durch Darbietung deutscher Mei- ilemusik Freude und Genuß nach harter Anspannung brachte, bewies, daß der Valionalsozialismus sich seit je nicht mit schönen Reden und schwungvollen Zei- tungsartikeln zu begnügen gedenkt. Gerade in einem Kriege, mit dem plutokra- tische und bolschewistische Juden und Judengenossen den ersten sozialistischen Nationalstaat der Welt überfielen, muß das Ziel unseres Sieges, für die, welche iür in kämpfen und werken, auch praktisch greifbar sein.
In Mittelpunkt der schaffende Mensch
Nachdem die heroischen Klänge von in Liszts „Les Preludes", vom Orchester Hansestadt Bremen unter der Leitung a Walters meisterlich dargeboten, [klangen waren, ergriff Gauobmann iler das Wort.
Za Beginn seines Rechenschaftsberichtes :>£h Gauobmann Seiler davon, daß die ■liehe Arbeitsfront ihre vornehmste ±äbe darin sieht, den Blick der Schaffen- für das Leben der Volksgemeinschaft taten, um aus einer gesunden selbst- -itwortlichen Haltung heraus das Druck und Veriag: Breme Zekk R4p^| e an Einsatz und Leistung zu errei-
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Als Beispiel und Symbol für diese antwortung gab er einen Ueberblick fedie B e t e i I i g u n g am Kriegs- b.i'.un g s k a m p f der deutschen Beit: 1943/44 im Nordseegau Weser-Ems. täc.r'fTaben sieß ü fcr el“ 4ri)'G'0 B er* isisgemein s c h af t e n am Lei- "Cskampf beteiligt. Von diesen konnten 11. Mai 1944 zwei als Kriegs- uterbe tr i e b e durch den Führer Kezeichnet werden. Und bei dieser ratagung erhalten durch den Gauleiter Betriebe das Gaudiplom für wagende Leistung und weiterhin zahlte Betriebe die erste Anerkennung zum Jlegsmus terb e t r i eb. Damit haben inn weit über 150 Gaudiplombetriebe Weser-Ems und eine große Zahl von sehen, die mit den übrigen Leistungs- schen belohnt worden sind, ferner eine se Anahl vorbildlicher Kleinbetriebe.
■Bet Nordseegau Weser-Ems", so sagte i Gauobmann, „kann auf ein solches Lei- uigsergebnis stolz sein, denn diese s uen Auszeichnungen bringen im besten is die vorbildliche Arbeit und Haltung Betriebsgemeinschaften in unserem Gau Ausdruck und zeugen dafür, daß unsere ]®er und Frauen im Rüstungseinsatz den "•en an der Front nicht im Stich lassen.
Zielsetzung muß uns auch in der J®enden Zeit beherrschen, nicht um der JWen Auszeichnungen willen, sondern um
die arbeitenden Menschen Deutschlands zur höchsten Arbeitsleistung und sauberen Arbeitsdisziplin zu führen."
Ruf an den sozialen Betriebsführer
Der Gauobmann wandte sich dann an den sozialen Betriebsfiihver und stellte die Frage: „Weicher Betriebsführer ist denn überhaupt sozial?" Nicht derjenige Betriebsführer sei sozial, der dem Drängen seiner Gefolgschaft nach Lohnerhöhung aus Feigheit oder Bequemlichkeit immer wieder nachgebe, sondern derjenige, der seine schöpferische Tatkraft und Energie einsetze, um den Ar- beits- und Fertigungsprozeß seines Betriebes so vernünftig zu gestalten, daß die Gefolgschaft bei einer selbstverständlich gerechten Entlohnung höchste
Leistungen vollbringen könne. Die Berufserziehung der Jugend, die Leistungsertüchtigung der Erwachsenen, die Entwicklung bester Fertigungsmethoden, saubere und unfallsichere Arbeitsplätze, eine stete Sorge um Gesundheit und Arbeitsschutz, die Ausmerzung aller betrieblichen Leistungshemmnisse und gerechte Lohnbedingungen gehörten dazu.
Vor allem seien es wahre Betriebsgemeinschaft, echte Kameradschaft und taktvolle Behandlung der schaffenden Menschen, die das Gesicht des sozialen Betriebsführers prägen. Mit diesen Forderungen wandte sich der Gauobmann nicht nur an den Großbetrieb, sondern an alle Betriebsgemeinschaften jeder Größenordnung. Heute und in Zukunft werde nicht nur der Großbetrieb das Gesicht der Wirtschaft bestimmen, sondern auch der Klein- und Mittelbetrieb sei gar nicht wegzudenken. Die Sorge der Deutschen Arbeitsfront gelte daher den Schaffenden dieser Betriebe ebenso wie den im Großbetrieb Tätigen.
Gute Entwicklung der Sozialgewerke
Die Klein- und Mittelbetriebe müssen sich jedoch, wie der Gauobmann im Laufe seiner Rede weiter ausführte, darüber im klaren sein, daß eine umfassende soziale Betreuung der Schaffenden auch hier Platz greifen muff. In diesem Zusammenhang war seine Feststellung interessant, nach der die Sozialge- werke der Deutschen Arbeitsfront im Nordseegau eine besonders gute Entwicklung genommen haben.
Gauobmann Seiler sagte dazu: „Unbestreitbar steht fest: wenn die verantwortlichen Betriebsführer aus Handel, Handwerk und Gewerbe aus eigener sozialer Selbstverantwortung mutig auf diesem Wege der Bildung und Entwicklung der Sozialgewerke fortschreiten, dann verteidigen sie dadurch erfolgreich und am besten die Zukunft des deutschen Mittel- und Kleinbetriebes.“
Gauobmann Seiler beschäftigte sich dann mit der Tätigkeit der Gauarbeitskammer Weser-Ems, deren Arbeitsausschüsse und Arbeitsgemeinschaften, vom Gauleiter neu geordnet, durch Eriahrurigs- und Gedankenaustausch zu den Gremien geworden sind, die Ae einzelnen sachlichen Probleme beraten und zu einem Ergebnis führen. Auch in Zukunft werde die Gauarbeitskammer ein lebendiges Instrument der politischen Führung sein. Ganz entschieden waren die Worte des Gauobmannes in diesem Zusammenhang: „ I in Mittelpunkt unserer Arbeit steht der sc haftende Mensch. Ihm gilt unsere Sorge und Betreuung.“ Die Persönlichkeit des Unternehmers und Betriebs- iührers habe nicht Sachen zu verwalten, sondern Menschen zu führen. Deshalb bejahe die Deutsche Arbeitsfront die absolute VerantwortungdesBetriebsfüh- r e r s. Niemand könne ihm diese Verantwortung abnehmen. Entscheidend bleibe stets das Vorbild des Betriebsiührers und seiner Unterführer, weil dieses Vorbild das Gesicht der Betriebsgemeinschaft präge.
Nachdem der Gauobmann im einzelnen die Betreuung der fliegerge- schädigten Gefolgschaftsmitglieder und den Bau von Behelfsheimen durch die Betriebsgemeinschaften erörtert hatte, wandte er sich praktischen Fragen der Mobilisierung der Betriebsgemeinschaft zu. Die Leistungs- ertiiehtigung könne man nach wie vor als eine Aufgabe bezeichnen, der man sich mit besonderer Aktivität annehmen müsse. Neue Wege und Methoden seien jetzt bekannt, um nicht nur eine fachliche Förderung zu vollbringen, sondern auch die Unterführerfindung, d. h. die Auslese jener Kräfte, die sich zum Vorarbeiter, Meister usw. eignen, zu aktivieren. ,
(Fortsetzung auf Seite 2)
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Feindjäger erniedrigen sich zu fliegenden Mördern
Zu den Tiefangriffen der nordamerikanischen Luftpiraten auf Ei >senbahnzüge und Ortschaften
Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung dr. w. sch. Berlin, 22. Mai. Die Feststellung des Wehrmachtberichtes, nach der am Sonntag nordamerikanische Jagdflieger- verbände Angriffe auf Ortschaften und Personenzüge in Nord- und Mitteldeutschland durchgeführt haben, zeichnet sich durch ein Höchstmaß an Zurückhaltung aus. Die betroffenen Gaue, unter Ihnen auch in besonderer Weise der Gau Weser-Ems, haben an diesem Sonntag in grauenvoller Weise die letztmögliche Bestätigung der schon längst geschaffenen Erkenntnis erhalten, daß der Feind den brutalen Mord an deutschen Menschen, an Frauen und Kindern, an Bauern auf dem Felde und an Spaziergängern in immer ausgedehnterem Maße zum System erhoben hat.
Die Bezeichnung „Murder Incorporated“ — „Mordgesellschaft", die wir Ende November 1943 auf der Uniform in der Nähe von B r e -
Erbitterte Kämpfe in Süditalien
Reiche deutsche Gegenangriffe — 65 Terrortlugzeuge abgeschossen
Aus dem Führerhauptquar- Mai. Das Oberkommando der ijrifi gibt bekannt:
“M italienischen Südfront griffen »-feindliche Infanterie- und Panzer- i, . eiter Mit Schwerpunkt im Abschnitt a-Pnnt ecor vo an. Wiederholt
Feind
(* | 0rt p * c 0 eingedrungener (t, ‘ n sofortigem Gegenstoß weiter zu- Ulern, en ‘ Auch im Raum nordwestlich . 1° war f en Gegenangriffe den Geg- Sern C " ^den und beseitigten seine in . e , rr ungenen Brückenköpfe über den ij.| . Pontecorvo tobten erbitterte ii V ;., ln . denen der Feind schwere
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ausgezeichnet.
unter Führung durch besondere
Von der Ostfront werden nur örtliche Kämpfe gemeldet. Am unteren D n j e s t r wurde südlich Dubosari eine Flußschleife freigekämpft und die dort eingeschlossene bolschwestische Kampfgruppe vernichtet.
Nordamerikanische Jagdfiiegerverbände führten gestern Angriffe auf Ortschaften und Personenzüge in Nord- und Mitteldeutschland. Es entstanden Verluste unter der Bevölkerung. Leichte Flakartillerie der Luftwaffe und Marineflak schossen 32 feind liehe Flugzeuge ab.
In der letzten Nacht richteten britische Bomber ohne Erdsicht einen Terrorangn« gegen das Stadtgebiet von Duisburg und mehrere andere Orte im rheinisch-westfälischen Raum. Es entstanden Schäden. Bevölkerung hatte Verluste. Trotz
Die
wurden
schwieriger Abwehrbedingungen 33 viermotorige Terrorbomber vernichtet.
deutsche Kampfflugzeuge griffen ln Ostengland erfolgreich an.
Schnelle
Einzelziele
ferner Eichenlaubträger
D er F i. h / e r h a u P t q u a r t i e r,
< b Fuhrer
22 .
verlieh am 14. Mai das zum Ritterkreuz des Eisernen a n Generalmajor Rudolf Freiherr <*4.**» f e 1 s, Kommandeur der rhef- ?■ Soldat 8 “ schen 6- Panzer-Division, als VM n der deutschen Wehrmacht. Der iikrni. j ferner das Eichenlaub zum laten S Eisernen Kreuzes als 479.
^t^' deutsc h e n Wehrmacht an ff- ättiskom ubrer Walter Schmidt, Ba- N de r u S" deur in einem Panzerregi-
^ '''Panzer-Division „Wiking".
28 7" stunn führer Walter Schmidt,
Nfen“? 1917 a,s Sohn des Kriminal ‘ viirH rI Sc hmidt in Bremen ge- - K o ' 3areits im Polenfeldzug mit 1 2 ausgezeichnet und bewährte
sich hervorragend in den Feldzügen im Westen und Osten. Am 4. August 1943 wurde Ritterkreuz des Eisernen Kreu- Seitdem hat er mit sei- Bataillon, das er selbst in vorderster Linie kämpfend führte, tuationen gemeistert und Verluste an Menschen bracht. Beim Ausbruch
er mit dem zes ausgezeichnet, nem
schwierigste Si- dem Feind große und Material beige- aus dem Kessel von
Tscherkassy erwarb sich H'Haupt- sturmführer Schmidt besondere Verdienste. Seiner umsichtigen Führung »««» d f n " H ken, daß das Absetzen der unterstellten nicht verhindert
des Bataillons und Einheiten vom Gegner rmnaen werden konnte. In einem
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men abgeschossener Luftgangster zum ersten Male feststellten, war gewiß nicht, wie man damals die Weltöffentlichkeit glauben machen wollte, ein Dummerjungenstreich oder ein Bierulk ohne tiefere Bedeutung, in Wirklichkeit handelte es sich hier um den Ausdruck einer unfaßbar gemeinen Gesinnung, die, ausgehend von der Venncbtungs- wut der Churchill, Roosevelt und all' der anderen Vansittarts und Supervansittards auf immer weitere Kreise im feindlichen Lager und vor allem auch auf die ausführenden Organe des Gangsterkrieges übergegriffen hat.
Wenn heute die Feldmarschälle der amerikanischen Luftgangster mit irgendwelchen „neuen Maßnahmen im Luftkrieg“ drohen, so sprechen sie kaum noch von dem Ziel, unsere Produktion entscheidend zu treffen. Sie stellen vielmehr immer stärker ihre Absicht heraus, das deutsche Volk zu demoralisieren. Da ihnen das bisher mit ihren Bombenangriffen auf die großen Städte nicht gelungen ist, möchten sie es nun mit neuen Mitteln versuchen.
Daß ausgerechnet die amerikanischen Jäger dazu ausersehen worden sind, in starken Verbänden diesen Mordwillen zum Ausdruck zu bringen, hat etwas Niederdrückendes an sich. Im modernen Krieg der Motoren, der Panzer, der Riesengeschütze und der Betonmauern waren gerade die Jäger immer noch etwas von der Romantik der ritterlichen Kriegführung umwoben, weil sie, wenngleich in hörhstgezüchteten Maschinen der modernen Technik kämpfend, als Einzelkämpfer auf sich selbst ge
stellt, einen ritterlichen und ehrenvollen Waffengang eines Soldaten gegen den anderen auszufechten bestimmt scheinen. Diesen Ruhm der ritterlichen Kämpfer haben die englischen und amerikanischen Jäger jetzt in schimpflichster Weise endgültig verloren, wenn sie sich zu ausfiihrenden Organen eines Mordsysfems machen lassen, das es auf Mädchengruppen auf der Landstraße, auf erholungsuchende Arbeiterfamilien in den Schrebergärten, auf Kinder auf den Spielplätzen, auf Bauern auf den Feldern, auf Fahrgäste in den Zügen und auf alleinstehende Häuser abgesehen hat.
Auf solche Methoden kann ein Gegner nur verfallen, wenn ihn die Wut der Verzweiflung darüber erfaßt hat, daß alle seine militärischen Pläne gegenüber der starken und immer mehr gehärteten Widerstandskraft des deutschen Volkes an den Außenfronten und in der Heimat hoffnungslos zum Scheitern verurteilt sind. Die fliegenden Mörder werden daran gewiß auch nichts ändern. Auf dem Wege vom Nervenkrieg über BTand und Bomben zum reinen Mord werden die Feinde nur noch eine weitere Steigerung unseres Hasses bewirken. Die Strafe für den Willen zur Ermordung von Zivilisten, die mit der militärischen Kriegführung nichts zu tun haben, kann nicht erst durch das Urteil der Geschichte ausgesprochen werden, es fordert vielmehr die Gegenwart dieses Krieges die volle Siihne, eine Sühne, die, mag ihr Ausmaß auch noch so groß werden, je länger je mehr der ganzen Weltöffentlichkeit als ausgleichende Gerechtigkeit erscheinen wird.
Die Untaten der Mordpiloten
Angriffe auf Spaziergänger, Bauern, Ausflüglerzüge und Einzelgehöfte
dnb. Berlin, 22. Mai. Ueberall, wo die feindlichen Luftpiraten in den letzten Tagen im Tiefflug mit Bordwaffen angriffen, wird übereinstimmend gemeldet, daß sich die anglo-amerikanischen Banditen mit Vorliebe auf friedliche Spaziergänger, auf pflügende und säende Bauern, auf Ausflüglerzüge und Einzelgehöfte stürzten und sie mit ihren Bordwaffen beschossen. So wird aus Hützel (Kreis S o 11 a u) ein Tiefangriff auf den Kleinbahnhof gemeldet. In Langenhagen (Kreis Harburg-Land) griffen die Luftgangster die Feldmark an.
Die gleichen Meldungen kommen aus dem Gau Mecklenburg, wo die feindlichen Jagdflieger bis dicht über den Erdboden herabstießen und fahrende Autos auf den Straßen, Gehöfte und Scheunen unter Feuer nahmen. Dabei wurde in Wie- bertsdorf (Kreis L u d w i g s 1 u s t) ein Gehöft mit Bordwaffen beschossen und ein Bauer getötet. Bei einem Tiefangriff der Luftganster in K r a t e b ur g (Kreis S t a r - g a r dl wurde eine Frau schwer verwundet. Im Kreise Malchin wurde ein Rittergut beschossen und zwei Personen verletzt. In
der Stadt H a g e n o w schossen die Terrorflieger auf die Wohnhäuser.
Bis in die Nähe der Reichshauptstadt drangen die amerikanischen Mordgesellen vor und griffen mehrfach sonntägliche Spaziergänger mit Bordwaffen an. So wurden in einem Ausflüglerzug der Strecke Bernau — Eberswalde drei Fahrgäste getötet, einer schwer und einer leicht verletzt. Auf der Straße Lindenberg—Schwanebeck wurde ein Lastkraftwagen beschossen und geriet in Brand. Ausflügler, die die an Sonn tagen besonders stark überfüllte „Heidekrautbahn" benutzten, wurden von den Mordbanditen überfallen. Dabei wurden vier Personen verletzt. In Neu-Löwenberg schossen die Tiefflieger einen Bauernhof, in Wellsickendorf (Kreis Jüterbog-Luckenwalde) eine Mühle, eine Scheune, einen Stall und eine Kirche des Ortes in Brand In Appendorf (Kreis Westprignitz) hielten die Mordgangster zwischen eine Gruppe von Zivilisten. In Lennifz bei Berlin wurden Schnitterunterkünfte unter Feuer genommen und dabei ein Landarbeiter getötet und zwei verletzt. Das Bahnauta Neuruppin—Wildherq wurde auf der Straße angegriffen. Durch Schüsse aus den Bordwaffen wurden fünf Insassen getötet und sechs schwer verletzt.
1'jilnr Fahrung des Reiclisminislers für Rüstung und Kriegsproduktion und Chefs der OT„ Rvivhsminister Speer, schaffen die Rüstungswerke in selbstverantworllicher Tätigkeit mit slfjudig steigenden Rroduktionszifjern. — Unser m zeigt Ausschnitte uns einem Werk, in dem Sturmgeschütze in Mussenanferligung entstehen.
NSKK.-Kriegsberichter Hurtmann (Sch)
Ute Stand
de « Beklfi&emßmeei
Von
Hans-Erich Graßhoff
Bei der Betrachtung des derzeitigen Standest; des Deutschen Wohnungshilfswerkes wäre, es falsch, wenn man irgendwelche Zahlen anführen wollte, denn die Zahl der fertiggestellten bzw. im Bau befindlichen ■ -B(?fey-sheipie. ändert sich täglich, ja man kann wohl sagen stündlich. So wurde" z. B. vor einigen Wochen die Fertigstellung von 40 000 Behelfsheimen gemeldet. Diese Zahl umfaßte aber nur die rein fabrikmäßig hergestellten Heime und gab damit nur einen Bruchteil der tatsächlich fertiggestellten an. Im übrigen ist auch inzwischen die Serienproduktion so gesteigert worden, daß, prozentual gesehen, von Monat zu Monat eine Steigerung um ein Vielfaches v. H. zu verzeichnen ist.
Grundsätzlich ist nach dem ersten halben Jahr seit der Verkündung des Deutschen Wohnungshilfswerkes zu sagen, daß diese Monate als Anlaufzeit gelten müssen. Das DWH. ist ja keineswegs eine der vielen Maßnahmen und Aktionen, wie sie bereits vorher schon im Baugewerbe liefen, sondern es handelt sich hier um eine völlig neue, ja, man kann wohl sagen revolutionäre Tat, die weit über das Bauwesen hinaus von größter Bedeutung in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht ist. Aus den Notwendigkeiten des Krieges und den Auswirkungen des feindlichen Bombenterrors hat der Führer durch einen Erlaß das Deutsche Wohnungshilfswerk befohlen. Dieses Werk gründet sich also auf die höchste gesetzgeberische Form, die wir zur Zeit kennen. Damit allein schon war seine Wichtigkeit gekennzeichnet. Die Durchführung wurde dem Reichswohnungskommissar übertragen.
_Dr. Ley ging von der Erkenntnis aus, daß eine solche Maßnahme nicht durch starre paragraphenmäßige oder gar bürokratische Formulierungen zum Ziel geführt werden kann. Er schaltete deshalb die Partei maßgebend in das DWH. ein. Wie überall in unserem Volksleben, wirkt sie sich auch hier als die motorische Kraft aus, die niemals einen Stillstand zuläßt und alle Schwierigkeiten überwindet. Neben der Behörde des Reichswohnungskommissars ist maßgebend am DWH. beteiligt das Reichs- heimstättenamt mit den Gauheimstättenämtern, Kreisheimstättenämtern und Ortsheim- stättenwaltern. Als weiterer Kreis der Beteiligten müssen gewertet werden: die Architekten, die Ingenieure (Baustoffe), Gesundheitspolitiker und Bauwirtschaftler.
Es kam zunächst einmal darauf an, alle beteiligten Stellen und Kreise auf eine einheitliche Linie auszurichten. Diese Ausrichtung mußte nach den politischen Notwendigkeiten erfolgen. So gesehen kommt es also darauf an, daß das DWH. die größtmöglichste Zahl von Wohnungen bei geringstem Verbrauch an Arbeitskräften und Materialien erstellt. Alle übrigen Gesichtspunkte, die zu anderen Zeiten selbstverständlich mit an erster Stelle stehen, wie beispielsweise „Schönheit des Wohnens” und alles, was mit Wohnkultur zusammenhängt, haben sich dieser einen Grundforderung unterzuordnen. Gerade in diäser Beziehung mußte im ersten Halbjahr mancher Strauß aus'gefochten werden. Bekanntlich ist ein Reichstyp für den Behelfsheimbau angeordnet worden, in dem alle Größen genau fesfqeleqt sind. Es war n,icht leicht, alle beteiligten Stellen davon zu überzeugen, daß dieser Typ unbedingt eingehalten worden mußte.
Fast jeder Gau und ungezählte Architekten brachten andere Vorschläge und Wünsche vor. Diese mußten alle abgelehnt werden — obwohl sie zwar manchmal wohl eine schönere oder geräumigere Wohnstatt vorschlugen —; da sie für ihre Bauweise