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DremerMtunn
wöchentlich
Bremen: Geeren 6'8. Rur 2 19 31: Nachtrui und »onntaga 2 47 85: obernstraSe 88. Ru! 2 19 31; Syke: Mtthlendamm 2; Br.-Hemelingen: Bahn holstraBe 6, Ecke Poststraße. Ru! 4 34 58; Br. Vegesack: Rohrstr. 24, Ru! 4 u. 8; Br.-Blumen Utal. Kapt.-Dailmann-Str. 41/43, Ru! 88 u. 89
der Nationalsozialisten Bremens
Amtliches Verkündungsblcrtt des Reichssiatihallers in Oldenburg und Breme
Einzelpreis 15 Rpf.
Der Scharfschütze entscheidet das Oefecht
Der Rundfi
i flr ieiamtliche Tageszeitung
Amlsblatl des Regierenden Bürgermeisters de r Freien Hansestadt Bremen
j r J37 • 14. Jahrgang
Freitag, den 19. Mai 1944
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12 «: Der B ? r t r M hHebb *
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Ein „Super-Vansittart" Überschlag! sich
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Giotesker HaDpfan eines Briten: „Die Deutschen müssen sich ihre Nahrung aus dem Boden kratzen“
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Eigener Bericht
erlin, 18- Mai. „Die Deutschen völlig enteignet werden. Ihre indu- Anlagen sollte man dem Erdboden Die Vernichtung müßte so .ii'ihrt werden, daß kein Strahl der kklichkett mehr auf Deutschland fällt. “i eser Haßorgie bedenkt uns Mister ,t| e y, der Leitartikler des „Daily Ex- 1 also kein kleiner Skribent, sondern Kostgänger des Lord Beaverbrook und amtlichen Foreign Office. Entfesseltes jjsohes Untermenschentum tobt sich in Zeitung aus, die sich „humanistisch"
. Der Verfasser
Vernichtungsplanes „zur Bestrafung Elithlands" nennt sich selbst einen „S u - .Vanslttart" und kennzeichnet sich il einigermaßen. Aber besser noch wäre als Super-Bolschewist charakterisiert, »r famose Mister Barkley stellt in sel-
•Em. GmbH;; teS der „ Ueh - e - r - ri -"”- e -. ld - oder
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J“»u uann, wenn die MassÄf^Är Zeitung aus, oie sicn
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lirektor:- Walter WIlItenhben der D e u t s c h e n in Tauptsehriftleiter: Kurt G. 8tol..,V? *9 abe des " Daily Ex P reß " Bremen. ^ Gülti? « « •« - tühi nmf' lpirfi
UNSERE LUFTWAP»
DAS GEBOT OER STUND
’ag und Nacjit werfen sich unsei iindlichen Bomberpulks entgegen. Furch; nd verwegen krallgn sie sich am Feind if eden Abschuß erkauft der Jäger unleife aines Lebens, das er in die Waagschale: ;s kühner Flieger und tapferer Soldat
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der Diens- veröffent-
1. 8.43: PreiilktÄ"r,‘®!a Leitartike 1 kühl und' leidenschaftslos '“Forderung auf: „Die Deutschen müssen jach ihrer Besiegung ihre Nahrung il den Fingernägeln aus dem im hervorkratze n."
e j nZ elnen enthält Barkleys Haßplan {tlie sechs Kernsätze:
I. Zerstörung der deutschen Schwerindustrie,
1 Zerstörung der deutschen chemischen Industrie,
1 Zerstörung der deutschen Düngemittelindustrie,
lVernichtung der modernen Industrien für synthetische Werkstoffe (Benzin, Kautschuk usw.),
1 Enteignung aller Werkzeugmaschinen, lVerbot der Benutzung von Explosiv- iotoren und Dampfmaschinen.
genügte, um Deutschland in eine Verarmung zu stürzen. Der Brite, Säen Tollhausplan ausgeklügelt hat, wit: Der Plan genügt, vor allem er uns. Er wird unsere Langschlä- Bd Weichlinge, die vieleicht noch in 5 Wahn leben, irgendwann brauchten ■ anal einen „Kompromißfrieden", auf- und wachohrfeigen.
hi’, der Schwerindustrie, das 1 Ende jeder nationalen- Macht und Bonität. Ende der chemischen ln 5 i r i e und der Werkstoffindu- hieße Ausschaltung aus dem Welt- -H Rückfall ins industrielle Mittelalter, ■: der industriellen Forschung. Ende- -'äliin d u s t r i e brächte den Zusam- : »h der deutschen Landwirtschaft. Mngemittel ernährt der Boden nicht : das deutsche Volk. Das ist vielleicht
Vegasacker Lichtspiele,
Täglich 19.1a 1 Ob, I*- „Der ewige Klang mit Tsphechowa, Budolf m» t und Leidenschaft an 0 <- stergeige. Jagend,“;«^
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Wir beginnen neue" Lehn
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abscheulichste Plan, der die völlige Abhängigkeit Deutschlands vom Ausland besiegeln und uns das Brot mit Tränen essen lehren würde. Ein Deutschland ohne lebensfähige Industrie, aber mit erschöpftem Ackerboden wäre dem Untergang geweiht wie Indien, dessen Martyrium seit Jahrhunderten anhält. Zynisch glossiert die „Times 1 die indischen Hungersnöte mit dem Satz: Daß Millionen alljährlich verhungern, sei „e i n gesundes Regulativ" gegen die Ueberbevölkerung. So ungefähr denkt sich sicher auch Barkley und der „Daily Expreß" das deutsche Schicksal.
Für alle Fälle empfiehlt Barkley, dem „unberechenbaren deutschen Volk” noch ein zusätzliches Joch aufzuzwingen: die Bezahlung der ungedeckten englischen Kriegsschulden, die das Londoner Blatt mit zwei Milliarden Pfund (25 Milliarden Mark 1 beziffert. Tatsächlich sind diese Schulden wesentlich höher, allein schon durch die P ac ht" und Leihschulden. Doch auf einige Milliarden Pfund kommt es ja gar nicht an. Ein Volk, das nicht exportieren und sich
nicht mehr ernähren kann, wird nie imstande sein, Schulden zu tilgen. So ist es auch gedacht: Man möchte, wenn das
deutsche Volk am Boden liegt, noch dauernd Anlaß haben, es wegen finanzieller Versäumnisse zu strangulieren.
Großzügig erklärt Barkley dann, daß er sogar bereit wäre, auf die zwei Milliarden Ptund Sterling zu verzichten, wenn er dafür die Gewähr bekäme, daß die deutsche Industrie auch wirklich vernichtet würde. Trotz alledem behauptet Barkley, daß ihn noch immer eine Furcht peinige, auch wenn sein Plan ausgeführt würde. Bis hierhin bewegen sich die Vernichtungsvorschläge Barkleys im Rahmen der Pläne eines Vanslttart und anderer trrwitziger Haßpolitiker. Was aber Barkley kennzeichnet, Ist die Hoffnung, daß „eine stark reduzierte deutsche Bevölkerung sich ihre Nahrung nach dem Barkley-Plan aus dem Boden kratzen wird, und zwar ohne jede technische Hilfe, ohne Maschinen, ohne eine Lokomotive auf den Schienen und ein Auto auf den Straßen". Unter sol
chen Verhältnissen, so meint Barkley abschließend, könnte das deutsche Volk vielleicht in idyllischer Weise glücklich sein, aber das sei nicht die Absicht seines Planes.
William Barkley stellt ferner rund heraus die Forderung auf, daß man in England den Beveridge-Plan einführen und die Deutschen ihn bezahlen lassen solle. Das wäre dann doch wenigstens eine Politik, die allen in England recht sein würde.
Der Super-Vansittart sitzt nun in London und grübelt über einen neuen Plan nach, noch toller, noch wahnwitziger, noch tierischer als der ausgedachte. Wir wollen ihm den Kummer abnehmen; es wird nicht soweit kommen, daß sich das deutsche Volk dreinfügt. Dieser Krieg wird ausgefochten wie der Siebenjährige Krieg, bis zum klaren Ende, ausharrend, kämpfend, alles dran- gebend: kein Blitzkrieg mehr, sondern der geheiligte Abwehrkampf gegen Kulturzerstörer und Volksvernichter, gegen Tollhäusler vom Schlage eines William Barkley und Zuchthäusler vom Schlage der Kremljuden..
Stalins Drang zur Nordsee und zum Atlantik
Der „Kieler Sowjetstaat" eine Ausgeburt von Roosevelts Wahnsinn — Neues über Teheran
Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung dt. w. sch. Berlin, 18. Mai. Nach den letzten nordamerikanischen Enthüllungen sind wir über die bolschewistischen Pläne gegenüber Europa und über die Verratsbereitschaft der Briten und Nordamerikaner wirklich nicht mehr auf einen Indizienbeweis angewiesen. Es liegen vielmehr ganz eindeutige Geständnisse der Angeklagten selbst vor, daß den Bolschewiken auf der berüchtigten Konferenz in Teheran Ende November 1943 der ganze europäische Kontinent als Siegespreis versprochen worden ist, und zwar, wie jetzt die Anglo-Amerikaner uneingeschränkt zugeben, unter Einschluß der ganzen Atlantikfront. Dazu soll, wie einer Darstellung des nordamerikanischen Journalisten Forest Davies in der USA.-Zeitschrift „Saturday Evening Post“ zu entnehmen ist, auch die Deutsche Bucht gehören. Es erscheint tatsächlich wie ein grausamer Witz und wie blutiger Hohn, wenn nach den Enthüllungen dieses amerikanischen Blattes Roosevelt ln Teheran Stalin mit dem Versprechen geködert hat, daß die Sowjetunion nach dem Kriege freie Durchfahrt in die Nordsee, und zwar von der Grundlage eines sogenannten „Kieler Staates“ als eines vorgeschobenen Sowjet- stützpunktes der Ostsee erhalten solle.
Dieser Improvisierte Vorschlag des USA.- Präsidenten habe Stalin geradezu fasziniert, so schreibt Forest Davies. Stalin sei aufgestanden, habe Roosevelt die Hand gedrückt und erklärt: „Hier ist die Lösung, das ist das Richtige!“ Die Teherankonferenz sei mit einer sehr engen Freundschaft zwischen Stalin und Roosevelt abgeschlossen worden. Die Roosevelt-Idee eines Sowjetstaates am Kaiser-Wlthelm-Kanal sei jedoch nur ein Teil der Skizzierung der internationalen Beziehungen gewesen, die Roosevelt in Teheran entwickelt habe.
Nachdem wir unsere westlichen Gegner über Dünkirchen hinaus vom Kontinent vertrieben haben und am Vorabend eines „Abenteuers“ stehen, vor den unseren Feinden offenbar um so mehr graut, je unumgänglicher es ihnen erscheinen muß, kann dieser Plan Roosevelts nur als Ausgeburt des Wahnsinns oder aber in der Erkenntnis beurteilt werden, daß er sich leichtfertig ein Spiel mit Dingen und Möglichkeiten gestattet, die er doch niemals in den eigenen Machtbereich zu bringen hofft. Wesentlich aber sollte für alle europäischen Völker ohne Ausnahme die Erkenntnis dessen werden und bleiben, was sie von einem Siege unserer Feinde.mit Zustimmung vor allem Roosevelts zu erwarten hätten: nämlich die Unterwerfung unter die Macht und unter den Willen des Bolschewismus. .
Die Ziele der feindlichen Italien-Offensive
Worum die Ruinen von Cassino geräumt wurden — Die Kampfpause im Osfen hält weiter an
Eigener Bericht ^ Berlin, 18. Mai. Die mit großem Auf- än Menschen und Material vorgetra- 4 Offensive der Anglo-Amerikaner in = ; sn hat sich trotz des hohen Ein- c - *ährscheinlich nur ein beschränktes sjsetzt. Aus der Tatsache der starken
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i-j w ohl auch beabsichtigt ist. 6s ch C ~ bot7 dem eine Offensive 1 a n k t e m Ziel unternimmt,
dann kann man lediglich daraus folgern, daß er eine Fesselung starker deutscher Verbände anstrebt und ein großangelegtes Ablenkungsmanöver durchzuführen gedenkt, während an anderer- Stelle der europäischen Festung der Hauptangriff erfolgen soll.
Auch die Kampfpause im Osten ist unter dem Gesichtspunkt der gesamten Planungen unserer Feinde zu betrachten. Bereits seit Monaten beobachtete sowjetische Bereitstellungen hätten, sofern allein militärische Erwägungen maßgebend gewesen wären, schon längst zu starken Kämpfen an verschiedenen
Stellen der Ostfront führen müssen. Wahrscheinlich jedoch soll der Zeitpunkt g e - meinsamer a n g 1 o-a m e r i k a n i s c h- sowjetischer Operationen nach Gesichtspunkten bestimmt werden, die sowohl militärischer als auch politischer Natur sind. Die zur Zeit aus dem Osten gemeldeten und auch in 1 den nächsten Tagen noch zu erwartenden Kampfhandlungen tragen nur örtlichen Charakter und dienen der Vorbereitung kämmender Operationen. Deshalb muß das Kampfgeschehen an allen Fronten als ein Anzeichen nahender Stürme betrachtet werden. (Siehe Seite 2: „Cassino blieb unbezwungen")
Selbst Churchill scheint nach der Schilderung der „Saturday Evening Post“ in Teheran erkannt zu haben, daß die plötzliche „Eingebung“ Roosevelts, mit dem Köder eines „Kieler Sowjetstaates“ das starke Mißtrauen Stalins ausräumen zu können, auf der Linie liegt, auf der eine Teilung der Herrschaft über die Welt zwischen den Juden der Wallstreet und den Juden des Kreml vorgesehen ist, wobei England zwischen den beiden Mühlsteinen zerrieben und das Empire aufgelöst werden soll. Während nämlich Stalin Roosevelt begeistert die Hände schüttelte und den Vorschlag des „Kieler Sowjetstaates" geradezu als eine geniale Lösung begrüßte, meinte Churchill mißmutig, daß man diese Frage selbstverständlich „jetzt noch nicht“ aufzugreifen brauche. Churchill kann sich ja auch gar nicht darüber im Unklaren sein, daß die Möglichkeit der freien Durchfahrt durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal in die Nordsee den Plan der Sowjets abrunden würde, der sich in der bereits vollzogenen vertraglichen Abmachung über sowjetische Stützpunkte in Norwegen abzeichnet.
Die finnische Zeitung „Kauppalehti" hebt hervor, daß die Sowjetunion mit der Machterstreckung auf Nordnorwegen auch Skandinavien beherrschen werde, und weist darauf hin, daß die Sowjets schon zu Beginn dieses Jahres vorsorglich eine diplomatische Vertretung in Island geschaffen hätten. Dieses Interesse für das kleine Island sei nur eine Fortsetzung der jetzt zutage tretenden Pläne der Sowjetunion in Nordskandinavien. So wie Bogomolow in Alqier die Fäden der Sowjetpolitik bei der diplomatischen Offensive im Mittelmeergebiet führe, so sei in Reykjavik die diplomatische Spitzentruppe Moskaus für die Atlantik-Offensive tätig.
Das erbitterte Bingen in Süditalien
Schwerste blutige Feindverluste — Luftangriff auf Smolensk
dnb. Aus dem Führerhauptquartier, 18. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
An der italienischen Südfront gelang es dem Feind gestern nach erbitterten Kämpfen, bei denen er schwerste blutige Verluste erlitt, nördlich F o r m i a in unsere Stellungen einzubrechen. Gegenmaßnahmen sind im Gange. Im Raum von Esperia wurden alle mit stärkstem Artillerie- und Panzereinsatz geführten feindlichen Angriffe abgeschlagen. Cassino, das die Anglo-Amerikaner seit Monaten unter Einsatz starker Kräfte vergeblich berannt hatten, wurde in der vergangenen Nacht zugunsten einer weiter rückwärts gelegenen, kraftesparenden Riegelstellung kampflos geräumt.
1 ™ TamiekoDf von Nett uno wurden bei auflebender Kampftätigkeit starke Vorstöße des Gegners südlich Ci« »er na und südlich Littoria abgewiesen. Em starker Verband deutscher Kampfflugzeuge griff in ler letzten Nacht nüt beobachteter guter Wirkung feindliche Bereitstellungen Nachschubwege im Kampfraum
turno an. , . . „
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Westküste und auf
und" in Luriklm^en Tf Endliche Flugzeuge abgeschossen.
Von der Ostfront werden bis auf lebhafte örtliche Kämpfe am unteren D n j e s t r und im Karpatenvorland keine größeren Kampfhandlungen gemeldet. Im Schwarzen Meer versenkte ein deutscher Unterseebootjäger ein sowjetisches Unterseeboot und beschädigte ein weiteres so schwer, daß dessen Vernichtung wahrscheinlich ist.
Starke Verbände schwerer deutscher Kampfflugzeuge führten in der vergangenen Nacht einen zusammengefaßten Angriff gegen das Bahnhofsgebiet von Smolensk. Durch Massenabwurf von Spreng- und Brandbomben entstanden in den Zielräumen mehrere Großbrände und Explosionen. Bei einem Angriffsversuch Sowjetischer Bomber auf einen südfinnischen Hafen wurden zehn feindliche Flugzeuge durch finnische Jäger abgeschossen.
Die Bekämpfung kommunistischer Banden auf dem Balkan wurde erfolgreich fortgesetzt. In der Zeit vom 1. bis 15. Mai verloren die Kommunisten über 5000 Tote, 1300 Gefangene und mehrere hundert Ueber- läufer. Zahlreiche Geschütze, Waffen und Kriegsgerät aller Art sowie 34 Versorgungslager wurden erbeutet oder vernichtet
Bei der Abwehr eines feindlichen Unternehmens gegen die vor der Dalmatischen Küste gelegene Insel S o 11 a hat sich das II. Bataillon eines hannoverschen Grenadier- Regiments unter Führung von Hauptmann d. R. Mohrmann besonders ausgezeichnet
Das Eichenlaub verliehen
dnb. Führerhauptquartier, 18. Mai. Der Führer verlieh am 14. Mai das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Major Max Sachsenheime r, Führer eines Freiburger Jäger-Regiments, als 472. Soldaten der deutschen Wehrmacht.
Das Regiment Sachsenheimer hatte Anfang April großen Anteil an der Befreiung der in Kowel eingeschlossenen deutschen Kräfte. Major Sachsenheimer wurde am 5. Dezember 1909 als Sohn eines Architekten in Mühlbach (Kreis Karlsruhe) geboren.
Streikversdiärfung in Detroit
ep. Lissabon, 18. Mai. Die, Streiklage in Detroit hat sich außerordentlich verschärft. Neben der Packard Motor Car Company sind etwa 20 weitere Flugzeugfabriken und andere Rüstungsbetriebe von dem Streik ergriffen worden, darunter befinden sich die Werke von Brighs, Hudson, Buick und Chrysler. Insgesamt haben 65 OOO Arbeiter die Arbeit niedergelegt.
Das USA.-Kriegsarbeitsamt ist fieberhaft bemüht, eine Lösung des Konfliktes zu erreichen oder zumindestens eine Ausweitung des Vorabeiterstreiks zu verhindern. Der Generalstabschef der Luftwaffe, General H. H. Arnold, hat eine scharfe Warnung an die Streikenden • erlassen. Er bescheinigte ihnen, daß sie an „einem der ernstesten Rückschläge der USA.-Luftwaffe" schuld seien. Wenn sie fortführen in ihrem Streik, so könne dies zum Tod zahlreicher Besatzungen der Bombenflugzeuge führen. Schon jetzt hätten die Streiks die USA.- Luftstreitkräfte eine riesige Anzahl von Flugzeugen gekostet.
Neue Hafiuiteile in Algier
ep. Lissabon, 18. Mai. Das sogenannte Militärtribunal in Algier verurteilte am Mittwoch weitere 16 Franosen, weil sie der „Afrikanischen Phalanx“ angehört haben, die auf Anordnung der französischen Regierung gebildet worden war. Drei der An- geschuldigten wurden zu je fünf Jahren Zwangsarbeit und dreizehn zu je fünf Jahren Gefängnis verurteilt.
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Das optische Auge sieht alles . . . und der Scharfschütze dahinter weiß gut zu zielen. Der entscheidende Mann im Kampf ist der Schütze der Infanterie , Jeder Deutsche muß Schütze sein , jeder Infanterist ein Scharfschütze!
PK‘Kriegsberichter Kurth (Sch)
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Von
Dr. Heinz Höpfl
Ein Proteststreik der Kalkutta-Korrespondenten führender Londoner Blätter gegen die britischen Zensurbehörden hat auf eine ungewöhnliche und nachdrückliche Weise bestätigt, was seit langem mit guten Gründen behauptet werden konnte: daß die britische IndienrBerichterstattung in allem und jedem unglaubwürdig ist. Was sich hinter dem dichten Sperrkreis der Zensur in den letzten Jahren in Indien abgespielt hat und abspielt, wird erst nach diesem Kriege in vollem Umfang überschaubar werden. Die Tragödie des 400-Millionen-Volkes ist in dieser Zeit' nur in wenigen entscheidenden Phasen dann aller Welt sichtbar geworden, wenn Neu-Delhi einmal nicht verheimlichen wollte wie im Falle Cripps, oder nicht verheimlichen konnte, wie im Falle der bengalischen Hungerkatastrophe.
In allerjüngsten Zeit hat sich die Gewalt eines neuen Ereignisses den Durchbruch durch alle Hindernisse der britischen Zensurmaßnahmen erzwungen: der Einbruch
japanischer und nationalindischer Streitkräfte auf indischen Boden. Das Hauptquartier Mountbattens spielte in seinem Kommunique noch Arakan-Offensive, als die japanisch-indischen Truppen weit nördlich davon zum Stoß auf Manipur ansetzten. Es steht heute fest, daß sich Mountbatten in einer kaum glaublichen Weise hat täuschen lassen. Während er sich mühsam an der westburmesischen Arakanfront von Dorf zu Dorf durch den Dschungel vorkämpfte und jeden Kilometer Bodengewinn mit Fanfarenslößen bekanntgebeh ließ — genau so, wie es Wavell im vergangenen Jahr getan hatte, ehe seine Offensive hoffnungslos versackte —, ließen ihn die Japaner in dem Wahn, daß sie nur . über unzureichende Verteidigungskräfte verfügten, um dann auf- gefährlichem und schwierigem Weg die von Bergforts geschützte britisch- indische Sperrlinie in den Tschin-Bergen zu durchbrechen.
Die Kämpfe auf indischem Boden sind bereits nicht mehr auf den Fürstenstaat Manipur beschränkt, sondern spielen sich zum Teil schon in- der Provinz Assam ab. Das strategische Ziel ist eindeutig die Assam- Bahn, auf der der Nachschub für Tschung- king-China rollt, um vom Endpunkt der Bahn auf dem Luftweg weiterbefördert zu werden. Entlastungsangriffe . durch anglo- amerikanische LuftlandetrupDen, bei denen der britische General Wingafe, der sich bereits im vergangenen Jahr mit einem Saly- tage-Trupp in Nordbirma mit dem Fallschirm hatte absetzen lassen, ums Leben kam, haben keinen durchgreifenden Erfolg gehabt.
Durch einen lärmenden Streit zwischen Mountbatten und dem USA.-General Stilwell, der die amerikanisch-chinesischen Truppen in der Provinz Yünnan kommandiert, ist der ursprüngliche anglo-amerikanische Plan für den Birma-Feldzug bekanntgeworden. Er sah gleichzeitig britisch-indische und amerikanisch-chinesische Operationen gegen Burma vor. Während Lord Louis Mountbatfen zu Lande an der Arakan- Front offensichtlich nur ein Ablenkungsmanöver durchführen, in der Hauptsache aber von See her geoen die Irawadi-Mün- dung und damit gegen Rangun operieren sollte, hatte Stilwell die Aufgabe, aus der Provinz Yünnan heraus mit seinen Divisionen geqen Nordburma vorzustoßen und den Nordteil der Burmastraße freizukämpfen.
Dem britischen Amphibien-Lord war der weitaus schwierigere Teil der Operationen zugedacht worden. Er hat sie mit unzureichenden Mitteln zu spät -an einer hoffnungslosen Stelle begonnen. Während Wavell nach seinem Fiasko an der Arakanfront erklärt, hatte, der Mangel an Elefanten sei schuld gewesen, hat Mountbatten die bisher ausgebliebene Offensive gegen