Ausgabe 
(19.5.1944) 137
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DremerMtunn

wöchentlich

Bremen: Geeren 6'8. Rur 2 19 31: Nachtrui und »onntaga 2 47 85: obernstraSe 88. Ru! 2 19 31; Syke: Mtthlendamm 2; Br.-Hemelingen: Bahn holstraBe 6, Ecke Poststraße. Ru! 4 34 58; Br. Vegesack: Rohrstr. 24, Ru! 4 u. 8; Br.-Blumen Utal. Kapt.-Dailmann-Str. 41/43, Ru! 88 u. 89

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verkündungsblcrtt des Reichssiatihallers in Oldenburg und Breme

Einzelpreis 15 Rpf.

Der Scharfschütze entscheidet das Oefecht

Der Rundfi

i flr ieiamtliche Tageszeitung

Amlsblatl des Regierenden Bürgermeisters de r Freien Hansestadt Bremen

j r J37 14. Jahrgang

Freitag, den 19. Mai 1944

Beha 1 lteni > p r Sra rf mm:

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Giotesker HaDpfan eines Briten:Die Deutschen müssen sich ihre Nahrung aus dem Boden kratzen

bis 19,-

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Deutschlandsender- 171 . *»1

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Eigener Bericht

erlin, 18- Mai.Die Deutschen völlig enteignet werden. Ihre indu- Anlagen sollte man dem Erdboden Die Vernichtung müßte so .ii'ihrt werden, daß kein Strahl der kklichkett mehr auf Deutschland fällt. i eser Haßorgie bedenkt uns Mister ,t| e y, der Leitartikler desDaily Ex- 1 also kein kleiner Skribent, sondern Kostgänger des Lord Beaverbrook und amtlichen Foreign Office. Entfesseltes jjsohes Untermenschentum tobt sich in Zeitung aus, die sichhumanistisch"

. Der Verfasser

Vernichtungsplaneszur Bestrafung Elithlands" nennt sich selbst einenS u - .Vanslttart" und kennzeichnet sich il einigermaßen. Aber besser noch wäre als Super-Bolschewist charakterisiert, »r famose Mister Barkley stellt in sel-

Em. GmbH;; teS der Ueh - e - r - ri -"- e -. ld - oder

J»u uann, wenn die MassÄf^Är Zeitung aus, oie sicn

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lirektor:- Walter WIlItenhben der D e u t s c h e n in Tauptsehriftleiter: Kurt G. 8tol..,V? *9 abe des " Daily Ex P reß " Bremen. ^ Gülti? « «« - tühi nmf' lpirfi

UNSERE LUFTWAP»

DAS GEBOT OER STUND

ag und Nacjit werfen sich unsei iindlichen Bomberpulks entgegen. Furch; nd verwegen krallgn sie sich am Feind if eden Abschuß erkauft der Jäger unleife aines Lebens, das er in die Waagschale: ;s kühner Flieger und tapferer Soldat

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1. 8.43: PreiilktÄ"r,®!a Leitartike 1 kühl und' leidenschaftslos 'Forderung auf:Die Deutschen müssen jach ihrer Besiegung ihre Nahrung il den Fingernägeln aus dem im hervorkratze n."

e j nZ elnen enthält Barkleys Haßplan {tlie sechs Kernsätze:

I. Zerstörung der deutschen Schwer­industrie,

1 Zerstörung der deutschen chemischen Industrie,

1 Zerstörung der deutschen Düngemit­telindustrie,

lVernichtung der modernen Industrien für synthetische Werkstoffe (Benzin, Kautschuk usw.),

1 Enteignung aller Werkzeugmaschinen, lVerbot der Benutzung von Explosiv- iotoren und Dampfmaschinen.

genügte, um Deutschland in eine Verarmung zu stürzen. Der Brite, Säen Tollhausplan ausgeklügelt hat, wit: Der Plan genügt, vor allem er uns. Er wird unsere Langschlä- Bd Weichlinge, die vieleicht noch in 5 Wahn leben, irgendwann brauchten anal einenKompromißfrieden", auf- und wachohrfeigen.

hi, der Schwerindustrie, das 1 Ende jeder nationalen- Macht und Bonität. Ende der chemischen ln 5 i r i e und der Werkstoffindu- hieße Ausschaltung aus dem Welt- -H Rückfall ins industrielle Mittelalter, : der industriellen Forschung. Ende- -'äliin d u s t r i e brächte den Zusam- : »h der deutschen Landwirtschaft. Mngemittel ernährt der Boden nicht : das deutsche Volk. Das ist vielleicht

Vegasacker Lichtspiele,

Täglich 19.1a 1 Ob, I*- Der ewige Klang mit Tsphechowa, Budolf m» t und Leidenschaft an 0 <- stergeige. Jagend,;«^

zugelassen .Ab Fielt«*. »

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Wir beginnen neue" Lehn

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abscheulichste Plan, der die völlige Abhängigkeit Deutschlands vom Ausland besiegeln und uns das Brot mit Tränen essen lehren würde. Ein Deutschland ohne lebensfähige Industrie, aber mit erschöpf­tem Ackerboden wäre dem Untergang ge­weiht wie Indien, dessen Martyrium seit Jahrhunderten anhält. Zynisch glossiert die Times 1 die indischen Hungersnöte mit dem Satz: Daß Millionen alljährlich verhungern, seie i n gesundes Regulativ" ge­gen die Ueberbevölkerung. So ungefähr denkt sich sicher auch Barkley und der Daily Expreß" das deutsche Schicksal.

Für alle Fälle empfiehlt Barkley, dem unberechenbaren deutschen Volk noch ein zusätzliches Joch aufzu­zwingen: die Bezahlung der unge­deckten englischen Kriegs­schulden, die das Londoner Blatt mit zwei Milliarden Pfund (25 Milliarden Mark 1 beziffert. Tatsächlich sind diese Schulden wesentlich höher, allein schon durch die P ac ht" und Leihschulden. Doch auf einige Milliarden Pfund kommt es ja gar nicht an. Ein Volk, das nicht exportieren und sich

nicht mehr ernähren kann, wird nie im­stande sein, Schulden zu tilgen. So ist es auch gedacht: Man möchte, wenn das

deutsche Volk am Boden liegt, noch dau­ernd Anlaß haben, es wegen finanzieller Versäumnisse zu strangulieren.

Großzügig erklärt Barkley dann, daß er sogar bereit wäre, auf die zwei Milliarden Ptund Sterling zu verzichten, wenn er da­für die Gewähr bekäme, daß die deutsche Industrie auch wirklich vernichtet würde. Trotz alledem behauptet Barkley, daß ihn noch immer eine Furcht peinige, auch wenn sein Plan ausgeführt würde. Bis hier­hin bewegen sich die Vernichtungsvor­schläge Barkleys im Rahmen der Pläne eines Vanslttart und anderer trrwitziger Haßpolitiker. Was aber Barkley kennzeich­net, Ist die Hoffnung, daßeine stark reduzierte deutsche Bevölke­rung sich ihre Nahrung nach dem Barkley-Plan aus dem Bo­den kratzen wird, und zwar ohne jede technische Hilfe, ohne Maschinen, ohne eine Lokomotive auf den Schienen und ein Auto auf den Straßen". Unter sol­

chen Verhältnissen, so meint Barkley ab­schließend, könnte das deutsche Volk viel­leicht in idyllischer Weise glücklich sein, aber das sei nicht die Absicht seines Planes.

William Barkley stellt ferner rund heraus die Forderung auf, daß man in England den Beveridge-Plan einführen und die Deutschen ihn bezahlen lassen solle. Das wäre dann doch wenigstens eine Politik, die allen in England recht sein würde.

Der Super-Vansittart sitzt nun in London und grübelt über einen neuen Plan nach, noch toller, noch wahnwitziger, noch tie­rischer als der ausgedachte. Wir wollen ihm den Kummer abnehmen; es wird nicht soweit kommen, daß sich das deutsche Volk dreinfügt. Dieser Krieg wird ausgefochten wie der Siebenjährige Krieg, bis zum kla­ren Ende, ausharrend, kämpfend, alles dran- gebend: kein Blitzkrieg mehr, sondern der geheiligte Abwehrkampf gegen Kulturzerstö­rer und Volksvernichter, gegen Tollhäusler vom Schlage eines William Barkley und Zuchthäusler vom Schlage der Kremljuden..

Stalins Drang zur Nordsee und zum Atlantik

DerKieler Sowjetstaat" eine Ausgeburt von Roosevelts Wahnsinn Neues über Teheran

Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung dt. w. sch. Berlin, 18. Mai. Nach den letzten nordamerikanischen Enthüllungen sind wir über die bolschewistischen Pläne gegenüber Europa und über die Verrats­bereitschaft der Briten und Nordamerikaner wirklich nicht mehr auf einen Indizienbe­weis angewiesen. Es liegen vielmehr ganz eindeutige Geständnisse der Angeklagten selbst vor, daß den Bolschewiken auf der be­rüchtigten Konferenz in Teheran Ende No­vember 1943 der ganze europäische Konti­nent als Siegespreis versprochen worden ist, und zwar, wie jetzt die Anglo-Amerikaner uneingeschränkt zugeben, unter Einschluß der ganzen Atlantikfront. Dazu soll, wie einer Darstellung des nordamerikanischen Journalisten Forest Davies in der USA.-ZeitschriftSaturday Evening Post zu entnehmen ist, auch die Deutsche Bucht gehören. Es erscheint tatsächlich wie ein grausamer Witz und wie blutiger Hohn, wenn nach den Enthüllungen dieses amerikanischen Blattes Roosevelt ln Teheran Stalin mit dem Versprechen geködert hat, daß die Sowjetunion nach dem Kriege freie Durchfahrt in die Nordsee, und zwar von der Grundlage eines sogenanntenKieler Staates als eines vorgeschobenen Sowjet- stützpunktes der Ostsee erhalten solle.

Dieser Improvisierte Vorschlag des USA.- Präsidenten habe Stalin geradezu fasziniert, so schreibt Forest Davies. Stalin sei aufge­standen, habe Roosevelt die Hand gedrückt und erklärt:Hier ist die Lösung, das ist das Richtige! Die Teherankonferenz sei mit einer sehr engen Freundschaft zwischen Stalin und Roosevelt abgeschlossen worden. Die Roosevelt-Idee eines Sowjetstaa­tes am Kaiser-Wlthelm-Kanal sei jedoch nur ein Teil der Skizzierung der internationalen Beziehungen gewesen, die Roosevelt in Teheran entwickelt habe.

Nachdem wir unsere westlichen Gegner über Dünkirchen hinaus vom Kontinent ver­trieben haben und am Vorabend eines Abenteuers stehen, vor den unseren Fein­den offenbar um so mehr graut, je unum­gänglicher es ihnen erscheinen muß, kann dieser Plan Roosevelts nur als Ausgeburt des Wahnsinns oder aber in der Erkenntnis beurteilt werden, daß er sich leichtfertig ein Spiel mit Dingen und Möglichkeiten gestattet, die er doch niemals in den eige­nen Machtbereich zu bringen hofft. Wesent­lich aber sollte für alle europäischen Völker ohne Ausnahme die Erkenntnis dessen wer­den und bleiben, was sie von einem Siege unserer Feinde.mit Zustimmung vor allem Roosevelts zu erwarten hätten: nämlich die Unterwerfung unter die Macht und unter den Willen des Bolschewismus. .

Die Ziele der feindlichen Italien-Offensive

Worum die Ruinen von Cassino geräumt wurden Die Kampfpause im Osfen hält weiter an

Eigener Bericht ^ Berlin, 18. Mai. Die mit großem Auf- än Menschen und Material vorgetra- 4 Offensive der Anglo-Amerikaner in = ; sn hat sich trotz des hohen Ein- c - *ährscheinlich nur ein beschränktes sjsetzt. Aus der Tatsache der starken

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die Frage, 'ob der Feind, be- Vj, v ,!. e Stärke der deutschen Ge- '-0 iJi- auf e ' ne w ei tere Durch- Spt a ,en s bis zum Norden hinauf . s rsl^'-hten . wird. Andernfalls iJUlian lcb sebr vie l stärkere Kräfte "ist Wer , f ° n - als dies bisher ge-

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dann kann man lediglich daraus folgern, daß er eine Fesselung starker deut­scher Verbände anstrebt und ein groß­angelegtes Ablenkungsmanöver durchzu­führen gedenkt, während an anderer- Stelle der europäischen Festung der Hauptangriff erfolgen soll.

Auch die Kampfpause im Osten ist unter dem Gesichtspunkt der gesamten Planungen unserer Feinde zu betrachten. Bereits seit Monaten beobachtete sowjetische Bereitstel­lungen hätten, sofern allein militärische Er­wägungen maßgebend gewesen wären, schon längst zu starken Kämpfen an verschiedenen

Stellen der Ostfront führen müssen. Wahr­scheinlich jedoch soll der Zeitpunkt g e - meinsamer a n g 1 o-a m e r i k a n i s c h- sowjetischer Operationen nach Gesichtspunkten bestimmt werden, die so­wohl militärischer als auch politischer Na­tur sind. Die zur Zeit aus dem Osten ge­meldeten und auch in 1 den nächsten Tagen noch zu erwartenden Kampfhandlungen tra­gen nur örtlichen Charakter und dienen der Vorbereitung kämmender Ope­rationen. Deshalb muß das Kampfgeschehen an allen Fronten als ein Anzeichen na­hender Stürme betrachtet werden. (Siehe Seite 2:Cassino blieb unbezwungen")

Selbst Churchill scheint nach der Schil­derung derSaturday Evening Post in Teheran erkannt zu haben, daß die plötz­licheEingebung Roosevelts, mit dem Köder einesKieler Sowjetstaates das starke Mißtrauen Stalins ausräumen zu kön­nen, auf der Linie liegt, auf der eine Tei­lung der Herrschaft über die Welt zwischen den Juden der Wallstreet und den Juden des Kreml vorgesehen ist, wobei England zwischen den beiden Mühlsteinen zerrieben und das Empire aufgelöst werden soll. Wäh­rend nämlich Stalin Roosevelt begeistert die Hände schüttelte und den Vorschlag des Kieler Sowjetstaates" geradezu als eine geniale Lösung begrüßte, meinte Churchill mißmutig, daß man diese Frage selbstver­ständlichjetzt noch nicht aufzugreifen brauche. Churchill kann sich ja auch gar nicht darüber im Unklaren sein, daß die Möglichkeit der freien Durchfahrt durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal in die Nordsee den Plan der Sowjets abrunden würde, der sich in der bereits vollzogenen vertraglichen Abmachung über sowjetische Stütz­punkte in Norwegen abzeichnet.

Die finnische ZeitungKauppalehti" hebt hervor, daß die Sowjetunion mit der Macht­erstreckung auf Nordnorwegen auch Skandi­navien beherrschen werde, und weist darauf hin, daß die Sowjets schon zu Beginn die­ses Jahres vorsorglich eine diplomatische Vertretung in Island geschaffen hätten. Die­ses Interesse für das kleine Island sei nur eine Fortsetzung der jetzt zutage tretenden Pläne der Sowjetunion in Nordskandinavien. So wie Bogomolow in Alqier die Fäden der Sowjetpolitik bei der diplomatischen Offen­sive im Mittelmeergebiet führe, so sei in Reykjavik die diplomatische Spitzentruppe Moskaus für die Atlantik-Offensive tätig.

Das erbitterte Bingen in Süditalien

Schwerste blutige Feindverluste Luftangriff auf Smolensk

dnb. Aus dem Führerhauptquar­tier, 18. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

An der italienischen Südfront gelang es dem Feind gestern nach erbitterten Kämp­fen, bei denen er schwerste blutige Verluste erlitt, nördlich F o r m i a in unsere Stellun­gen einzubrechen. Gegenmaßnahmen sind im Gange. Im Raum von Esperia wurden alle mit stärkstem Artillerie- und Panzerein­satz geführten feindlichen Angriffe abge­schlagen. Cassino, das die Anglo-Ameri­kaner seit Monaten unter Einsatz starker Kräfte vergeblich berannt hatten, wurde in der vergangenen Nacht zugunsten einer wei­ter rückwärts gelegenen, kraftesparenden Riegelstellung kampflos geräumt.

1 TamiekoDf von Nett uno wurden bei auflebender Kampftätigkeit starke Vorstöße des Gegners südlich Ci« »er na und süd­lich Littoria abgewiesen. Em starker Verband deutscher Kampfflugzeuge griff in ler letzten Nacht nüt beobachteter guter Wirkung feindliche Bereitstellungen Nachschubwege im Kampfraum

turno an. , . .

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und" in Luriklm^en Tf Endliche Flugzeuge abgeschossen.

Von der Ostfront werden bis auf lebhafte örtliche Kämpfe am unteren D n j e s t r und im Karpatenvorland keine größeren Kampfhandlungen gemeldet. Im Schwar­zen Meer versenkte ein deutscher Unter­seebootjäger ein sowjetisches Unterseeboot und beschädigte ein weiteres so schwer, daß dessen Vernichtung wahrscheinlich ist.

Starke Verbände schwerer deutscher Kampfflugzeuge führten in der vergangenen Nacht einen zusammengefaßten Angriff ge­gen das Bahnhofsgebiet von Smolensk. Durch Massenabwurf von Spreng- und Brandbomben entstanden in den Zielräumen mehrere Großbrände und Explosionen. Bei einem Angriffsversuch Sowjetischer Bomber auf einen südfinnischen Hafen wurden zehn feindliche Flugzeuge durch finnische Jäger abgeschossen.

Die Bekämpfung kommunistischer Banden auf dem Balkan wurde erfolgreich fort­gesetzt. In der Zeit vom 1. bis 15. Mai verloren die Kommunisten über 5000 Tote, 1300 Gefangene und mehrere hundert Ueber- läufer. Zahlreiche Geschütze, Waffen und Kriegsgerät aller Art sowie 34 Versorgungs­lager wurden erbeutet oder vernichtet

Bei der Abwehr eines feindlichen Unter­nehmens gegen die vor der Dalmatischen Küste gelegene Insel S o 11 a hat sich das II. Bataillon eines hannoverschen Grenadier- Regiments unter Führung von Hauptmann d. R. Mohrmann besonders ausgezeichnet

Das Eichenlaub verliehen

dnb. Führerhauptquartier, 18. Mai. Der Führer verlieh am 14. Mai das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Major Max Sachsenheime r, Führer eines Freiburger Jäger-Regiments, als 472. Soldaten der deutschen Wehrmacht.

Das Regiment Sachsenheimer hatte Anfang April großen Anteil an der Befreiung der in Kowel eingeschlossenen deutschen Kräfte. Major Sachsenheimer wurde am 5. Dezem­ber 1909 als Sohn eines Architekten in Mühl­bach (Kreis Karlsruhe) geboren.

Streikversdiärfung in Detroit

ep. Lissabon, 18. Mai. Die, Streiklage in Detroit hat sich außerordentlich verschärft. Neben der Packard Motor Car Company sind etwa 20 weitere Flugzeugfabriken und andere Rüstungsbetriebe von dem Streik ergriffen worden, darunter befinden sich die Werke von Brighs, Hudson, Buick und Chrysler. Insgesamt haben 65 OOO Arbeiter die Arbeit niedergelegt.

Das USA.-Kriegsarbeitsamt ist fieberhaft bemüht, eine Lösung des Konfliktes zu er­reichen oder zumindestens eine Ausweitung des Vorabeiterstreiks zu verhindern. Der Generalstabschef der Luftwaffe, General H. H. Arnold, hat eine scharfe Warnung an die Streikenden erlassen. Er bescheinigte ihnen, daß sie aneinem der ernstesten Rückschläge der USA.-Luftwaffe" schuld seien. Wenn sie fortführen in ihrem Streik, so könne dies zum Tod zahlreicher Be­satzungen der Bombenflugzeuge führen. Schon jetzt hätten die Streiks die USA.- Luftstreitkräfte eine riesige Anzahl von Flugzeugen gekostet.

Neue Hafiuiteile in Algier

ep. Lissabon, 18. Mai. Das sogenannte Militärtribunal in Algier verurteilte am Mittwoch weitere 16 Franosen, weil sie der Afrikanischen Phalanx angehört haben, die auf Anordnung der französischen Re­gierung gebildet worden war. Drei der An- geschuldigten wurden zu je fünf Jahren Zwangsarbeit und dreizehn zu je fünf Jah­ren Gefängnis verurteilt.

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Das optische Auge sieht alles . . . und der Scharfschütze dahinter weiß gut zu zielen. Der entscheidende Mann im Kampf ist der Schütze der Infanterie , Jeder Deutsche muß Schütze sein , jeder Infanterist ein Scharfschütze!

PKKriegsberichter Kurth (Sch)

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Von

Dr. Heinz Höpfl

Ein Proteststreik der Kalkutta-Korrespon­denten führender Londoner Blätter gegen die britischen Zensurbehörden hat auf eine ungewöhnliche und nachdrückliche Weise bestätigt, was seit langem mit guten Grün­den behauptet werden konnte: daß die bri­tische IndienrBerichterstattung in allem und jedem unglaubwürdig ist. Was sich hinter dem dichten Sperrkreis der Zensur in den letzten Jahren in Indien abgespielt hat und abspielt, wird erst nach diesem Kriege in vollem Umfang überschaubar wer­den. Die Tragödie des 400-Millionen-Volkes ist in dieser Zeit' nur in wenigen entschei­denden Phasen dann aller Welt sichtbar ge­worden, wenn Neu-Delhi einmal nicht ver­heimlichen wollte wie im Falle Cripps, oder nicht verheimlichen konnte, wie im Falle der bengalischen Hungerkatastrophe.

In allerjüngsten Zeit hat sich die Gewalt eines neuen Ereignisses den Durchbruch durch alle Hindernisse der britischen Zen­surmaßnahmen erzwungen: der Einbruch

japanischer und nationalindi­scher Streitkräfte auf indischen Boden. Das Hauptquartier Mountbattens spielte in seinem Kommunique noch Arakan-Offensive, als die japanisch-indischen Truppen weit nördlich davon zum Stoß auf Manipur an­setzten. Es steht heute fest, daß sich Mount­batten in einer kaum glaublichen Weise hat täuschen lassen. Während er sich mühsam an der westburmesischen Arakanfront von Dorf zu Dorf durch den Dschungel vor­kämpfte und jeden Kilometer Bodengewinn mit Fanfarenslößen bekanntgebeh ließ genau so, wie es Wavell im vergangenen Jahr getan hatte, ehe seine Offensive hoff­nungslos versackte, ließen ihn die Japa­ner in dem Wahn, daß sie nur . über unzu­reichende Verteidigungskräfte verfügten, um dann auf- gefährlichem und schwierigem Weg die von Bergforts geschützte britisch- indische Sperrlinie in den Tschin-Bergen zu durchbrechen.

Die Kämpfe auf indischem Boden sind be­reits nicht mehr auf den Fürstenstaat Mani­pur beschränkt, sondern spielen sich zum Teil schon in- der Provinz Assam ab. Das strategische Ziel ist eindeutig die Assam- Bahn, auf der der Nachschub für Tschung- king-China rollt, um vom Endpunkt der Bahn auf dem Luftweg weiterbefördert zu werden. Entlastungsangriffe . durch anglo- amerikanische LuftlandetrupDen, bei denen der britische General Wingafe, der sich be­reits im vergangenen Jahr mit einem Saly- tage-Trupp in Nordbirma mit dem Fallschirm hatte absetzen lassen, ums Leben kam, haben keinen durchgreifenden Erfolg gehabt.

Durch einen lärmenden Streit zwischen Mountbatten und dem USA.-General Stil­well, der die amerikanisch-chinesischen Truppen in der Provinz Yünnan komman­diert, ist der ursprüngliche anglo-amerika­nische Plan für den Birma-Feldzug bekannt­geworden. Er sah gleichzeitig britisch-in­dische und amerikanisch-chinesische Ope­rationen gegen Burma vor. Während Lord Louis Mountbatfen zu Lande an der Arakan- Front offensichtlich nur ein Ablenkungs­manöver durchführen, in der Hauptsache aber von See her geoen die Irawadi-Mün- dung und damit gegen Rangun operieren sollte, hatte Stilwell die Aufgabe, aus der Provinz Yünnan heraus mit seinen Divisio­nen geqen Nordburma vorzustoßen und den Nordteil der Burmastraße freizukämpfen.

Dem britischen Amphibien-Lord war der weitaus schwierigere Teil der Operationen zugedacht worden. Er hat sie mit unzu­reichenden Mitteln zu spät -an einer hoff­nungslosen Stelle begonnen. Während Wa­vell nach seinem Fiasko an der Arakan­front erklärt, hatte, der Mangel an Ele­fanten sei schuld gewesen, hat Mountbatten die bisher ausgebliebene Offensive gegen