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^rteiamiliche Tageszeitung
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der Nationalsozialisten Bremens
Amtliches Verkündungsblati des Reichsstalilialters in Oldenburg und Breme
Mittwoch, den 17. Mai 1944
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Einzelpreis 15 Rpf.
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nsere Verbündeten weisen Drohungen zurück
£in Bluff-Ultimatum der Anglo-Amerikaner und Bolschewisten und sein Echo — Bitterer Hohn als Antwort
D-ählbericht unserer Berliner Schriftleitung sc h, Berlin, 16. Mai. Zu einer
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westlichen Gegner von dem miltärischen Unternehmen aller * 11,1 prahlen, das sie demnächst beginnen len, spricht es nicht gerade für ein star- Kiaitbewußtsein und für soldatisches [ieriegenheitsgefühl, wenn sie gleichzeitig jiem diplomatischen Felde die tollsten jgche unternehmen, um vielleicht doch ^ au i anderen als den militärischen We- i, eiaas zu erreichen. Der erpresserische ! ^ auf die Neutralen, denen man die (Heil des Handels mit Deutschland neh- n möchte, liegt auf der gleichen Linie wie (üaifdrohungen der Feindk’oalition gegen |i!f e Bundesgenossen.
Savfohl bei unseren Verbündeten a!s auch den Neutralen hat man angesichts des den diplomatischen Bluffs, der gleichzei- , von London, Washington und Moskau (gestartet wurde, teils völlig verständnis- s leils mit höhnischem Gelächter die ijie geschüttelt und den Westmächten die GT* jjg mögliche Antwort aui ihr naives
schriftleite,r der ‘p o r t u g i e s i s c h e n Zei- tn n 9 „Voz spricht von einem recht zwecklosen Versuch, den die Alliierten unternommen hätten. Das Beispiel Italiens dürfte aufklärend genug gewesen sein und eine eindringliche Warnung- an die Verbündeterr peutschlands bedeuten, nicht auf die Lockun- gender Alliierten zu hören, zumal sie im Falle einer Kapitulation nicht von Engländern und Nordamerikanern, sondern von
bolschewistischen Truppen überflutet würden.
Was diese bolschewistische Flut bedeutet, darüber kann nach den zahllosen Meldungen über das Wüten des bolschewistischen Terrors in den wiederbesetzten Gebieten kein Zweifel sein. Die Zeitung’ „Voz" erinnert daran, daß die Sowjets während der ersten kurzen Besetzung einiger rumänischer Gebiete alle Männer zwischen 16 und
50 Jahren mobilisiert und die Bevölkerung in. der brutalsten Weise terrorisiert haben. Schließlich können sich unsere Verbündeten noch auf besonders authentische Zeugnisse aus dem Lager der Alliierten selbst berufen, wenn sie jeden Gedanken an eine Kapitulation oder auch nur an einen Kompromißversuch gegenüber dem Bolschewismus und seinen anglo-amerikanischen Helfershelfern ablehnen.
Norwegen wird für seine Freiheit kämpfen
Erklärung des Ministerpräsidenten Quisling — Massenprotest gegen sowjetische Bedrohung
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iilen tatsächlich für möglich gehalten, daß ;!enoch jemand auf Drohungen und Vermögen aus dem anglo-amerikanisch- lewistischen Bereich hereinfallen Das Echo, das jetzt vorliegt, sollte «we Gegner eines Besseren belehren. Vor Solatlfl' Bll Dingen Rumänien gießt die volle IINFF 1 /i pöüteren Spottes und blutigen Hohnes inrr'K Ar[[fK:ilie Feinde aus. Rumänien gehörte ein- ■“laden Staaten, die von England mit Garantieschein beehrt worden, waren. Seispiel Polens hat inzwischen aller deutlich gezeigt, was britische Ga- iij wert sind.
Mb charakterisiert die rumänische das Ansinnen der Feinde dahin, daß Veslmächte und die Bolschewiken von ■Verbündeten Deutschlands verlangen,
rlnnn hncfDii W'* I '9 erl zu begehen, die 'iTnser ftatio- aanniusp p ase j n un( j jj e Gewißheit unseres
gut gSWÖnli, ^■ttetehens als Volk in Gefahr bringen.
sollen dazu getrieben werden, uns ge- »sere eigenen Lebensgrundlagen zu er- " Dagegen stellt „Curentul“ noch ein- iietont die Tatsache heraus, daß Ruin gerade von den Mächten im Stich tisen worden ist, die einmal seine Exi- a garantiert haben.
hek un g a r i s c h e Blätter bezeichnen nn die Verbündeten Deutschlands ge- ; ’ 5ts Verlangen der Feindmächte, zu ka- Üeren und den bolschewistischen Ar- 3 die Tore zu öffnen, als „eine Auffor- 1 zum Selbstmord". Jetzt wisse jeder aopa, daß die rote Flut alle Länder fälligen würde, wenn die Front im i nicht standhielte. Aber gerade weil ^Sner bemerkten, daß Europa unbe- "m sei, verlören sie den Kopf und näh- - he Zußucht zu so dummen Mitteln.
Budapester Zeitung „Fiiggetlenseg'V „Wir werden England zuliebe kei- jribstmord begehen, sondern auch unter ■Iren Opfern bis zum Endsieg weiter- r-en, weil wir leben wollen. Und zwar ^ wir an der Seite des. deutschen Verrinn aus wohlverstandenen eigenen „' sse 9 ebenso aus, wie Deutschland die (•seinen Verbündeten hält, zum Unter- Jon England, das bisher alle seine P ton im Stich gelassen hat. Weil ' i?land alle seine Verbündeten verrät,
■ i'-n. 11 S ' c ^ vorstellen, was es mit
* kern anstellen würde, die nicht ein- Ene Freunde sind."
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Amerikaner ihre sogenanntgji L, : a e(l ' n 9ungen allen europäischen Deutschlands angeboten ha- rndem Finnland schon einmal die ver weigert hat’. Das Vorgehen Und 6r ' An 9 lo-Amerikaner das
'rel'en dürften, Europa sei un- ■■■:.(' riaß sie nur deshalb zu einem und unrettbar dum-
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Eigener Bericht
BZ. Oslo, 16. Mai. Auf die unermeßlichen Gefahren, die Norwegen im Falle einer Besetzung durch die Sowjetunion drohen würden, wies der norwegische Ministerpräsident Vidkun Quisling auf einer Massenkundgebung von „N a s j o n a 1 Sämling" in Oslo hin. In einer Ansprache gab Quisling im Namen des norwegischen Volkes eine Erklärung-ab, in der es heißt:
„1. Die überwiegende Mehrheit des norwegischen Volkes ist immer gegen den Kommunis irfu s eingestellt gewesen. Kein verantwortungsbewußter Norweger wünscht sowjetische Truppen auf norwegischem Boden. Wir verwerfen das „Abkommen", das eine Besetzung unseres Landes durch die Sowjetarmee gestattet, und erklären, daß wir uns mit allen Mitteln einer bolschewistischen Besetzung Norwegens oder eines Teiles davon widersetzen werden.
2. Weiter erkläre ich, daß der Emigranten
ausschuß in London nicht da8 norwegische Volk vertritt, und daß er kein gesetzmäßiges oder moralisches Recht hat, im Namen Norwegens Verträge abzuschließen: Die
Norweger, die Befehle oder Instrüktionen des früheren Königs, des früheren Kronprinzen oder eines Emigrantenausschusses und seiner Orga’he befolgen, machen ’ sich' des Vaterlandsverrats schuldig.
3. Die Lage fordert weiter, daß sich alle
Norweger den gemeinsamen nationalen Bestrebungen anschließen, um das Vaterland zu sichern und um nach Vermögen Eil dem Kampf gegen den Bolschewismus Und an der Arbeit für Norwegens Wiedergeburt mithelfen. Daher erkläre ich, daß alle die Norweger, die diesen Bestrebungen entgegenarbeiten oder die nicht loyal mitwirken, alle Folgen für ihre volksfeindliche und staatsfeindliche Handlungsweise auf sich nehmen müssen. Den norwegischen Frauen und Männern, die sich ehrlich bemühen, die Interessen unseres Volkes in dieser Schicksalszeit zu fördern, wird ohne Rücksicht darauf, ob sie unserer Partei angehören oder nicht, volles Verständnis und aufrichtiger Wille zur Zusammenarbeit entgegengebracht werden.
4. Norwegens Schicksal ist an das Schicksal Deutschlands und E u ropas geknüpft. Ein jeder der verbündeten Staaten leistet die Kriegsproduktion, zu der er imstande ist, und hält alle materiellen Hilfsmittel und das ganze Menschenmaterial bereit, das zur Verfügung sieht. Daher erkläre ich, daß Norwegen in enger Zusammenarbeit mit Deutschland und in wachsendem Maße an der Organisation und dem Aufgebot aller europäischen Kräfte leilnimmt, und daß wir in Norwegen alle unsere Hilfsquellen im gemeinsamen Kampf iür Europas Sicherheit und Zukunft ein- setzen. Wenn Europas Kraft zum gesamten
Einsatz organisiert werden kann, wird der Ausgang dieses Weltkampfes nicht zweifelhaft sein."
Die Erklärung schließt mit der Aufforderung an alle Norweger, für Europas Solidarität und Neuordnung zusammenzustehen. Die sei der einzige Weg zur Rettung Norwegens. „Nieder mit dem Bolschewismus, nieder mit jedem Widerstand gegen die Wiederaufrichtung Norwegens, hinweg’ mit aller Lauheit und Gleichgültigkeit gegenüber dem Schicksal des Vaterlandes und dem Wohl der Allgemeinheit. Es lebe Norwegen und unsere nationale Freiheit, es sollen leben Europas verbündete Staaten und ihr Sieg über alle Invasionsversuche, es lebe das neue Europal"
In seiner Ansprache brachte der Ministerpräsident seinen Glauben an den deutschen Siecj zum Ausdruck und betonte, daß der Norden allein von der deutschen Wehrmacht beschützt werde. Wenn die Sowjets an einer Besetzung Norwegens teilnehmen wollten, so glaube kein Mensch, daß sie das Land wieder räumen würden. Wie eine Meldung des feindlichen Nachrichtendienstes besage, wollten die Sowjets auch an der Verwaltung Norwegens teilnehmen, bis eine gesetzmäßige Regierung gebildet sei. Was die Sowjets unter einer solchen „gesetzmäßigen" Regierung zu -verstehen pflegen; das sei auf Grund der Erfahrungen in einer ganzen Reihe von Ländern hinreichend klar.
Die Fehlrechnung mit dem Bombenkrieg
Feindenttäuschung vor dem Invasionsversuch — Luliangrifle allein erringen den endsieg nicht
Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung
dr. w. sch. Berlin, 16. Mal. Es hat lange gedauert, bis sich Enfjland zu dem Eingeständnis entschlossen hat, sich im Hinblick auf die Wirkungen des Bombenkrieges entscheidend verrechnet zu haben. Heute, da die gegnerischen Militärs um den Erfolg ihres Invasionsabenteuers zu bangen beginnen, steht Englands Regierung unter dem Zwang, vor allem dem eigenen Volke klar zu machen, warum es gegenüber diesem Abenteuer der Invasion kein Ausweichen mehr gibt, warum man mit schweren Opfern rechnen muß, ohne doch des Erfolges sicher zu sein. Hier-ist die Ursache dafür zu erkennen, daß sich seit kurzem bekannte britische Militärschriftsteller um die Darstellung der Entwicklung bemühen, die zu der folgenschweren Enttäuschung im Bombenkrieg geführt hat.
Vor etwa vierzehn Tagen zeigte der Mili- täischriftsteller und „Times"-Mitarbeiter Cyrill Falls in einem längeren Aufsatz in der „tondon Illustrated News" den schweren Rechenfehler auf, der in der falschen Lehre über die Wirkungsmöglichkeiten des Bombenkrieges eingeschlossen sei. Jetzt sieht sich Falls veranlaßt, noch über das hinauszugehen, was er vor vierzehn Tagen gesagt hat. Diejenigen, so führt Cyrill Falls aus, die der Luftwaffe kriegsentscheidende Kräfte beimessen, hätten eine Reihe Faktoren übersehen, die den Gegner begünstigten. Es handle sich dabei um die Luftabwehr, um die moralische Widerstandskraft. um die Aufteilung und Zerstreuung kriegswichtiger Betriebe, um Schutzmaßnahmen gegen Bombenwirkung untf um schnelle Erholung des Feindes-von Luftangriffen.
Die Starke der .deutschen Luftabwehr waejt heute," wie Falls feststellt, im Feindlager
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Churchill als Kriegsgewinnler
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Eigener Bericht ® c khoIm, 16. Mai. Unsere ge-
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rieldutig Über die Hausse an der Lon- 'tien" 0,)ei die Börsenjobber 150 ile r lun d verdienten, wird noch inter- l stahl 6 ? 0 . man erf ährt, daß Churchill (jrlfft “brionär ist. Er besitzt ein Ak- 0er Birmingham Steel AG., eines ^rt, t ^Büschen Stahlwerkes, dessen Vorsitzender übrigens der ver- "inisierpräsident Chamberlain
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9 ehör t offenbar zur ^Den • r Prem| erminister, daß sie ihr CL.," 1 Btahlaktien anlegen, denn so oer| ain mil Stahlaktten viel Geld
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Baben vor ihm Baldwin und Hute Geschäfte gemacht.
Lriej , - a 'so auch hier in die Fuß- vl:, ne , r Vorgänger. Da er vrmndungen zu den Börsengau-
nern und den Finanzhyänen verfugt, mußte ihm seine Ankündigung von der geplanten Errichtung von Stahlhäusern nach dem Kriege einen sicheren Kursgewinn garantieren. Zweifellos hat er an dem Coup seine Börsenfreunde beteiligt, die lange d auf aus sind, sieb gute Geschälte für d e
Nachkriegszeit zu slchern wenn einma^d^e Snekulation in Rüstungsaktien nicht menr so viel abwirft wie heute. Churchill hat es schon immer verstanden, die stt ' ,ation . für sich auszunutzen. Mit seinen Stahihausbau-
ten für die NacHkriegszeit hat er ejnen^dop-
,,elte jü^ischen Z Freunden* 1 und Großschiebern
,Ü einmal ein Geschäft vermitteln und
hatte noch den Vorteil, selbst sew Jri.äL chen ins Trockene zu bringen. Als gewieg
cnen ms *' “T"”’“ er v ör für den Fall, daß mU Rüstungsaktien einmal nichts mehr zu verdienen Ist.
niemand mehr bestreiten. Man müsse zugeben, daß sich die Sicherheit und ungeheure Schlagkraft der schnellen Jagdflugzeuge bei ihren Angriffen auf die Bomberverbände verstärke. Heute unterschätze man sie nicht mehr, und zwar ebenso wenig wie das wirkungsvolle Feuer der Bodenabwehr. Was die Widerstandskraft der Bevölkerung angehe, so habe man keine Panik hervor- rufen können. Die Erfahrung lehre vielmehr, daß die Nerven bis zu einem gewissen Punkt eher durch Bombenangriffe gestärkt als geschwächt werden.
Cyrill Falls zeigt dann die Schwierigkeiten, die der Angreifer infolge der Aufteilung und Zerstreuung der Produktionsstätten zu überwinden habe. Dazu komme noch die Tatsache, daß der Gegner sich schnell von Luftangriffen erhole und schon in erstaunlich kurzer Zeit die Produktion lebenswichtiger Betriebe wieder in Gang bringen könne. Alldas bedeute, daß die Alliierten ihre Voistellungen .von Bombenangriffen revidieren müßten. Es sei reiner Wahnsinn, zu behaupten, daß sich mit Luftangriffen allein der Endsieg erringen lasse.
Die wiederholten Feststellungen von Cyrill Falls und anderen Militärschriftstellern über die begrenzten Möglichkeiten des Bombenkrieges müssen natürlich in. Zusammenhang mit dem Angriffsversuch auf die Festung Europa beurteilt werden. Die Notwendigkeit dieses Versuches soll dem. englischen Volke entgegen den Hoffnungen, die man früher in ihm.erweckt hat, noch einmal besonders nachdrücklich unterstrichen werden. Darum auch beendet der englische Militärschriftsteller seine Betrachtungen mit einem Hinweis auf die Stärke der deutschen Verteidigungsanlagen im Westen. Ohne Zweifel, so sagt er, hätten die Deutschen ein Verteidigungssystem aufgebaut, das die alliierten Angriffskräfte auf die schwerste Kraftprobe stellen werde. Der Kern der Lage sei der, daß die Alliierten jetzt im Begriff ständen, eine Aufgabe anzupacken, die bei weitem die schwierigste und gewaltigste von allen sei, an die sie sich in diesem Krieg herangewagt hätten. Dabei faßt Falls schon heute die Möglichkeit ins Auge, daß die Angreifer im Westen zurückgeschlagen werden könnten.
Starke Feindangriffe in Süditalien
Heeresllak vernichtete im Osten 2000Flugzeuge - Portsmouth bombardiert
dnb. Aus dem Führerhauptquartier, 16. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Von der Ostfront wird nur örtliche Kampftätigkeit am unteren D n j e s t r und im Karpatenvorland gemeldet. Verbände der Hee- res-Flakartillerie schossen seit Beginn des Ostfeldzuges 2000 feindliche Flugzeuge ab; davon erzielten allein 300 Abschüsse die Heeresflak-Abteilungen 275 und 279.
An de*r italienischen Südfront setzte der Feind seine Angriffe unter Einsatz neuer Infanterie- und Panzerdivisionen gegen unser Verteidigungssystem mit Schwerpunkt südlich C a s s i n o fort. Nach erbitterten wechselvollen Kämpfen gingen einige Höhenstellungen verloren. In anderen Ab
schnitten wurden örtliche Einbrüche im Gegenangriff bereinigt oder abgeriegelt. Ein starker Kampffliegerverband bombardierte in den späten Abendstunden des 15. Mai feindliche Stützpunkte im Kampfgebiet von Cassino mit guter Wirkung. Es entstanden Brände und Explosionen.
Bein Angriffen -einzelner britischer Störflugzeuge auf den Raum von Köln und Mannheim sowie bei Einflügen in die Kieler Bucht wurden in der vergangenen Nacht vier feindliche -Flugzeuge abgeschossen.
In den ersten Morgenstunden des 16. Mai griffen starke Verbände schwerer deutscher Kampfflugzeuge die britische Hafenstadt Portsmouth mit einer großen Zahl von Spreng- und Brandbomben an.
Geheimnisvoller Metropoliten-Tod
Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung b. Berlin, 16. Mai. Der Kreml meldet den Tod der sowjetischen Attraktionsfigur Sergius, der als Metropolit von Stalins Gnaden die orthodoxe Kirche in der Sowjetunion vertreten sollte. Als Todesursache des 78jährigen Präses des Heiligen Synods wird offiziell Gehirnschlag angegeben, wobei jedoch auch diese Mitteilung in das Fluidum des Geheimnisvollen getaucht ist, hinter dem sich die wahren Todesursachen der Männer-verbergen, die in der Sowjetunion eine zu große Popolarität erhielten.
Sergius wurde im September 1943 von Stalin in das Licht der Oeffentlichkeit gestellt, als es dem Kreml notw«adig üitduaa.
die Fiktion des „gewandelten Bolschewismus" durch eine gehedchelte Kirchenfreundlichkeit zu vertiefen, nachdem die Abänderung der „Internationale" den Beginn dieses Demokratisierungsmanövers gebildet hatte. Das Problematische der neuen Rolle des Metropoliten Sergius wurde in orthodoxen Kreisen sehr wohl erkannt. Während der Erzbischof von York es angesichts der Sowjetfreundschaft Washingtons für angebracht hielt, Moskau aufzusuchen und dem neuen Metropoliten seine Grüße darzubringen, die in Wirklichkeit ja dem Kreml galten, haben sieb die in Wien versammelten Bischöfe der orthodoxen Kirche gegen den. Auftrag Sergius ausgesprochen, da die bolschewistische Absicht zu unverkennbar
ln einer Hauptbefehlsstelle an Ford
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Ücr Ijejehisiiherniittler im Ruderhaus gibt die Befehle des Kommandanten an alle Stationen weiter. VK-Kriegsberiehter Mischlich (Sch)
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■ .Von unserem Vertreter in Rom Dr. Wolfdieter von Langen
Welcher politischen Richtung auch immer der einzelne Italiener angehören mag, es ist ihm bei nüchterner Ueberlegung unmöglich, zu leugnen, daß das Mittelmeer Italiens Leben bedeutet. Die Freiheit des Mittelmeers war, ist und wird immer die Freiheit Italiens sein. Allein der Faschismus hat entsprechend folgerichjig zu handeln versucht. Daß Badoglio und seine Gesinnungsgenossen diesen Lebensraum Italiens den Angelsachsen ausiieferten, entspricht ihrer im völkisch-italienischen Sinne nur als pervers zu charakterisierenden politischen Mentalität und wird von der.italienischen Geschichtsschreibung aller Epochen und Schattierungen stets als das größte Verbrechen gegen die Nation gebrandmarkt werden.
Denn es ist klar: das Mittelmeer ist für seine Völker in Gefahr wie,, nie zuvor. Es handelt sich dabei nicht in erster Linie um die britische Herrschaft über dieses Meer, von der sich zu befreien, Italien 1940 in den Krieg zog. Es handelt sich jetzt um die Todfeinde des Mittelmeerraumes selbst, die Bo lschewisten. Italien, das in seinen kämpferischen Epochen seine Funktion immer als Zentrum und Hüterin mediterraner Lebensgesetze empfand, ist heute zum ersten Mal in der mittelländischen Geschichte von kommunistischen Expansionsv.ersuchen im Mittelmeer eingekreist, wobei dank der Steigbügeihalterdienste der Angelsachsen der Kommunismus seinen Einfluß in den) Mittelmeer-Anliegerstaaten in nächster Nähe Italiens ausweitet. War der spanische Bürgerkrieg nur eine am Rande dieses Meeres versuchte bolschewistische Aktion, so handelt es sich jetzt um den konzentrischen Versuch Moskaus gegen den mittelländischen Raum. Im Osten Italiens ist der Bandenführer Tito ein W.erkzeug Moskaus. In Albanien wurden unter dortigen Partisanengruppen bolschewistische Tendenzen sichtbar, die sich nach Griechenland verbreiteten. Syrien kann seit mehr als zwei Jahren mit der Syrischen kommunistischen Partei und dem „Verein der Freunde Söwjetrußlarids" als kommunistische Hochburg im Ostmittelmeer gelten. In Aegypten erleichtert seit 1943 die Aufnahme der diplomatischen Beziehungen, mit Moskau die Aktion der bolschewistischen Propaganda. In Nordafrika endlich steht das Algier-Komitee nachweislich unter kommunistischem Einfluß, der de Gaulle über Giraud zum Zwecke der späteren Schaffung einer Sowjetunion der nordafrikanischen Staaten triumphieren ließ.
Zu dieser mannigfachen, aber im wesentlichen noch an der Peripherie des Zentral- mittelmeeres liegenden bolschewistischen Drohung gesellt sich die schwerste Gefahr für Italien in Gestalt der im besetzten Süd- i t a 1 i e n mit allen Kräften hoch gezüchteten kommunistischen Bewegung, deren gegenwärtige Hochburg Neapel i^t. pie Beherrschung der sog. demokratischen Parteien, die im „Befreiungskomitee" zusam- mengeschloss'“-' sind, durch diesen Kommunismus ist um so mehr Tatsache, ats sie sämtlich, ob Demokraten, Liberale, Sozialisten usw. von der Gnade der angelsächsischen Besatzungsmächte abhängen, während auf Grund des direkten Rückhalts an Moskau die Kommunisten als einzige auch gegenüber der „Amgot" frei operieren können. Dieser Ring, kommunistischer Einflußnahme setzt sich nach Süden .in dem immer stärker zu beobachtenden Einfluß auf Sizilien fort, wo ehedem die separatistische Partei als Werkzeug der britischen Politik fungierte. Im steigenden Maße sind in die Schlüsselstellungen des siziliänischen Separatismus kommunistische Elemente eingedrungen, die in Ausnützung der geschaffenen separatistischen Konjunktur auf Sizilien nach den Direktiven Moskaus hier die Möglichkeit der Bildung einer Sowjetrepublik Si z i lien , gleichsam als Präzedenzfall für diel