Ausgabe 
(17.5.1944) 135
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^rteiamiliche Tageszeitung

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Amtliches Verkündungsblati des Reichsstalilialters in Oldenburg und Breme

Mittwoch, den 17. Mai 1944

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Einzelpreis 15 Rpf.

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nsere Verbündeten weisen Drohungen zurück

£in Bluff-Ultimatum der Anglo-Amerikaner und Bolschewisten und sein Echo — Bitterer Hohn als Antwort

D-ählbericht unserer Berliner Schriftleitung sc h, Berlin, 16. Mai. Zu einer

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Beste

westlichen Gegner von dem miltärischen Unternehmen aller * 11,1 prahlen, das sie demnächst beginnen len, spricht es nicht gerade für ein star- Kiaitbewußtsein und für soldatisches [ieriegenheitsgefühl, wenn sie gleichzeitig jiem diplomatischen Felde die tollsten jgche unternehmen, um vielleicht doch ^ au i anderen als den militärischen We- i, eiaas zu erreichen. Der erpresserische ! ^ auf die Neutralen, denen man die (Heil des Handels mit Deutschland neh- n möchte, liegt auf der gleichen Linie wie (üaifdrohungen der Feindk’oalition gegen |i!f e Bundesgenossen.

Savfohl bei unseren Verbündeten a!s auch den Neutralen hat man angesichts des den diplomatischen Bluffs, der gleichzei- , von London, Washington und Moskau (gestartet wurde, teils völlig verständnis- s leils mit höhnischem Gelächter die ijie geschüttelt und den Westmächten die GT* jjg mögliche Antwort aui ihr naives

schriftleite,r der ‘p o r t u g i e s i s c h e n Zei- tn n 9 „Voz spricht von einem recht zweck­losen Versuch, den die Alliierten unter­nommen hätten. Das Beispiel Italiens dürfte aufklärend genug gewesen sein und eine eindringliche Warnung- an die Verbündeterr peutschlands bedeuten, nicht auf die Lockun- gender Alliierten zu hören, zumal sie im Falle einer Kapitulation nicht von Englän­dern und Nordamerikanern, sondern von

bolschewistischen Truppen überflutet wür­den.

Was diese bolschewistische Flut bedeutet, darüber kann nach den zahllosen Mel­dungen über das Wüten des bolschewisti­schen Terrors in den wiederbesetzten Ge­bieten kein Zweifel sein. Die Zeitung’ „Voz" erinnert daran, daß die Sowjets während der ersten kurzen Besetzung einiger rumäni­scher Gebiete alle Männer zwischen 16 und

50 Jahren mobilisiert und die Bevölkerung in. der brutalsten Weise terrorisiert haben. Schließlich können sich unsere Verbünde­ten noch auf besonders authentische Zeug­nisse aus dem Lager der Alliierten selbst berufen, wenn sie jeden Gedanken an eine Kapitulation oder auch nur an einen Kom­promißversuch gegenüber dem Bolschewis­mus und seinen anglo-amerikanischen Hel­fershelfern ablehnen.

Norwegen wird für seine Freiheit kämpfen

Erklärung des Ministerpräsidenten Quisling — Massenprotest gegen sowjetische Bedrohung

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iilen tatsächlich für möglich gehalten, daß ;!enoch jemand auf Drohungen und Ver­mögen aus dem anglo-amerikanisch- lewistischen Bereich hereinfallen Das Echo, das jetzt vorliegt, sollte «we Gegner eines Besseren belehren. Vor Solatlfl' Bll Dingen Rumänien gießt die volle IINFF 1 /i pöüteren Spottes und blutigen Hohnes inrr'K Ar[[fK:ilie Feinde aus. Rumänien gehörte ein- ■“laden Staaten, die von England mit Garantieschein beehrt worden, waren. Seispiel Polens hat inzwischen aller deutlich gezeigt, was britische Ga- iij wert sind.

Mb charakterisiert die rumänische das Ansinnen der Feinde dahin, daß Veslmächte und die Bolschewiken von ■Verbündeten Deutschlands verlangen,

rlnnn hncfDii W'* I '9 erl zu begehen, die 'iTnser ftatio- aanniusp p ase j n un( j jj e Gewißheit unseres

gut gSWÖnli, ^■ttetehens als Volk in Gefahr bringen.

sollen dazu getrieben werden, uns ge- »sere eigenen Lebensgrundlagen zu er- " Dagegen stellt „Curentul“ noch ein- iietont die Tatsache heraus, daß Ru­in gerade von den Mächten im Stich tisen worden ist, die einmal seine Exi- a garantiert haben.

hek un g a r i s c h e Blätter bezeichnen nn die Verbündeten Deutschlands ge- ; ’ 5ts Verlangen der Feindmächte, zu ka- Üeren und den bolschewistischen Ar- 3 die Tore zu öffnen, als „eine Auffor- 1 zum Selbstmord". Jetzt wisse jeder aopa, daß die rote Flut alle Länder fälligen würde, wenn die Front im i nicht standhielte. Aber gerade weil ^Sner bemerkten, daß Europa unbe- "m sei, verlören sie den Kopf und näh- - he Zußucht zu so dummen Mitteln.

Budapester Zeitung „Fiiggetlenseg'V „Wir werden England zuliebe kei- jribstmord begehen, sondern auch unter ■Iren Opfern bis zum Endsieg weiter- r-en, weil wir leben wollen. Und zwar ^ wir an der Seite des. deutschen Ver­rinn aus wohlverstandenen eigenen „' sse 9 ebenso aus, wie Deutschland die (•seinen Verbündeten hält, zum Unter- Jon England, das bisher alle seine P ton im Stich gelassen hat. Weil ' i?land alle seine Verbündeten verrät,

■ i'-n. 11 S ' c ^ vorstellen, was es mit

* kern anstellen würde, die nicht ein- Ene Freunde sind."

Csezetartas" er- , —uns nicht, warum

Amerikaner ihre sogenanntgji L, : a e(l ' n 9ungen allen europäischen Deutschlands angeboten ha- rndem Finnland schon einmal die ver weigert hat’. Das Vorgehen Und 6r ' An 9 lo-Amerikaner das

'rel'en dürften, Europa sei un- ■■■:.(' riaß sie nur deshalb zu einem und unrettbar dum-

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Eigener Bericht

BZ. Oslo, 16. Mai. Auf die unermeßlichen Gefahren, die Norwegen im Falle einer Be­setzung durch die Sowjetunion drohen wür­den, wies der norwegische Ministerpräsi­dent Vidkun Quisling auf einer Massen­kundgebung von „N a s j o n a 1 Sämling" in Oslo hin. In einer Ansprache gab Quis­ling im Namen des norwegischen Volkes eine Erklärung-ab, in der es heißt:

„1. Die überwiegende Mehrheit des nor­wegischen Volkes ist immer gegen den Kommunis irfu s eingestellt gewesen. Kein verantwortungsbewußter Norweger wünscht sowjetische Truppen auf norwegi­schem Boden. Wir verwerfen das „Abkom­men", das eine Besetzung unseres Landes durch die Sowjetarmee gestattet, und er­klären, daß wir uns mit allen Mitteln einer bolschewistischen Besetzung Norwe­gens oder eines Teiles davon widersetzen werden.

2. Weiter erkläre ich, daß der Emigranten­

ausschuß in London nicht da8 norwegische Volk vertritt, und daß er kein gesetzmäßi­ges oder moralisches Recht hat, im Namen Norwegens Verträge abzuschließen: Die

Norweger, die Befehle oder Instrüktionen des früheren Königs, des früheren Kronprin­zen oder eines Emigrantenausschusses und seiner Orga’he befolgen, machen ’ sich' des Vaterlandsverrats schuldig.

3. Die Lage fordert weiter, daß sich alle

Norweger den gemeinsamen nationalen Be­strebungen anschließen, um das Vaterland zu sichern und um nach Vermögen Eil dem Kampf gegen den Bolschewismus Und an der Arbeit für Norwegens Wieder­geburt mithelfen. Daher erkläre ich, daß alle die Norweger, die diesen Bestre­bungen entgegenarbeiten oder die nicht lo­yal mitwirken, alle Folgen für ihre volksfeindliche und staatsfeindliche Hand­lungsweise auf sich nehmen müssen. Den norwegischen Frauen und Männern, die sich ehrlich bemühen, die Interessen unseres Volkes in dieser Schicksalszeit zu fördern, wird ohne Rücksicht darauf, ob sie unserer Partei angehören oder nicht, volles Ver­ständnis und aufrichtiger Wille zur Zusam­menarbeit entgegengebracht werden.

4. Norwegens Schicksal ist an das Schicksal Deutschlands und E u ropas geknüpft. Ein jeder der ver­bündeten Staaten leistet die Kriegsproduk­tion, zu der er imstande ist, und hält alle materiellen Hilfsmittel und das ganze Men­schenmaterial bereit, das zur Verfügung sieht. Daher erkläre ich, daß Norwegen in enger Zusammenarbeit mit Deutschland und in wachsendem Maße an der Organisation und dem Aufgebot aller europäischen Kräfte leilnimmt, und daß wir in Norwegen alle unsere Hilfsquellen im gemeinsamen Kampf iür Europas Sicherheit und Zukunft ein- setzen. Wenn Europas Kraft zum gesamten

Einsatz organisiert werden kann, wird der Ausgang dieses Weltkampfes nicht zweifel­haft sein."

Die Erklärung schließt mit der Aufforde­rung an alle Norweger, für Europas Soli­darität und Neuordnung zusammenzustehen. Die sei der einzige Weg zur Rettung Nor­wegens. „Nieder mit dem Bolschewismus, nieder mit jedem Widerstand gegen die Wiederaufrichtung Norwegens, hinweg’ mit aller Lauheit und Gleichgültigkeit gegenüber dem Schicksal des Vaterlandes und dem Wohl der Allgemeinheit. Es lebe Norwegen und unsere nationale Freiheit, es sollen leben Europas verbündete Staaten und ihr Sieg über alle Invasionsversuche, es lebe das neue Europal"

In seiner Ansprache brachte der Minister­präsident seinen Glauben an den deutschen Siecj zum Ausdruck und betonte, daß der Norden allein von der deutschen Wehr­macht beschützt werde. Wenn die Sowjets an einer Besetzung Norwegens teilnehmen wollten, so glaube kein Mensch, daß sie das Land wieder räumen würden. Wie eine Mel­dung des feindlichen Nachrichtendienstes besage, wollten die Sowjets auch an der Verwaltung Norwegens teilnehmen, bis eine gesetzmäßige Regierung gebildet sei. Was die Sowjets unter einer solchen „gesetz­mäßigen" Regierung zu -verstehen pflegen; das sei auf Grund der Erfahrungen in einer ganzen Reihe von Ländern hinreichend klar.

Die Fehlrechnung mit dem Bombenkrieg

Feindenttäuschung vor dem Invasionsversuch — Luliangrifle allein erringen den endsieg nicht

Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung

dr. w. sch. Berlin, 16. Mal. Es hat lange gedauert, bis sich Enfjland zu dem Eingeständnis entschlossen hat, sich im Hin­blick auf die Wirkungen des Bom­benkrieges entscheidend ver­rechnet zu haben. Heute, da die geg­nerischen Militärs um den Erfolg ihres In­vasionsabenteuers zu bangen beginnen, steht Englands Regierung unter dem Zwang, vor allem dem eigenen Volke klar zu machen, warum es gegenüber diesem Abenteuer der Invasion kein Ausweichen mehr gibt, warum man mit schweren Opfern rechnen muß, ohne doch des Erfolges sicher zu sein. Hier-ist die Ursache dafür zu erkennen, daß sich seit kurzem bekannte britische Militär­schriftsteller um die Darstellung der Ent­wicklung bemühen, die zu der folgenschwe­ren Enttäuschung im Bombenkrieg ge­führt hat.

Vor etwa vierzehn Tagen zeigte der Mili- täischriftsteller und „Times"-Mitarbeiter Cyrill Falls in einem längeren Aufsatz in der „tondon Illustrated News" den schwe­ren Rechenfehler auf, der in der falschen Lehre über die Wirkungsmöglichkeiten des Bombenkrieges eingeschlossen sei. Jetzt sieht sich Falls veranlaßt, noch über das hinauszugehen, was er vor vierzehn Tagen gesagt hat. Diejenigen, so führt Cyrill Falls aus, die der Luftwaffe kriegsentscheidende Kräfte beimessen, hätten eine Reihe Fak­toren übersehen, die den Gegner begünstig­ten. Es handle sich dabei um die Luft­abwehr, um die moralische Wi­derstandskraft. um die Auftei­lung und Zerstreuung kriegswichti­ger Betriebe, um Schutzmaßnahmen gegen Bombenwirkung untf um schnelle Er­holung des Feindes-von Luftangriffen.

Die Starke der .deutschen Luftabwehr waejt heute," wie Falls feststellt, im Feindlager

Front

Churchill als Kriegsgewinnler

be % Ahlen der Birmingham Steel - Geschäft mit den Stahlhäusern

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Eigener Bericht ® c khoIm, 16. Mai. Unsere ge-

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rieldutig Über die Hausse an der Lon- 'tien" 0,)ei die Börsenjobber 150 ile r lun d verdienten, wird noch inter- l stahl 6 ? 0 . man erf ährt, daß Churchill (jrlfft “brionär ist. Er besitzt ein Ak- 0er Birmingham Steel AG., eines ^rt, t ^Büschen Stahlwerkes, dessen Vorsitzender übrigens der ver- "inisierpräsident Chamberlain

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9 ehör t offenbar zur ^Den • r Prem| erminister, daß sie ihr CL.," 1 Btahlaktien anlegen, denn so oer| ain mil Stahlaktten viel Geld

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Baben vor ihm Baldwin und Hute Geschäfte gemacht.

Lriej , - a 'so auch hier in die Fuß- vl:, ne , r Vorgänger. Da er vrmndungen zu den Börsengau-

nern und den Finanzhyänen verfugt, mußte ihm seine Ankündigung von der geplanten Errichtung von Stahlhäusern nach dem Kriege einen sicheren Kursgewinn garantieren. Zweifellos hat er an dem Coup seine Börsenfreunde beteiligt, die lange d auf aus sind, sieb gute Geschälte für d e

Nachkriegszeit zu slchern wenn einma^d^e Snekulation in Rüstungsaktien nicht menr so viel abwirft wie heute. Churchill hat es schon immer verstanden, die stt ' ,ation . für sich auszunutzen. Mit seinen Stahihausbau-

ten für die NacHkriegszeit hat er ejnen^dop-

,,elte jü^ischen Z Freunden* 1 und Großschiebern

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hatte noch den Vorteil, selbst sew Jri.äL chen ins Trockene zu bringen. Als gewieg

cnen ms *' “T"”’“ er v ör für den Fall, daß mU Rüstungsaktien einmal nichts mehr zu verdienen Ist.

niemand mehr bestreiten. Man müsse zu­geben, daß sich die Sicherheit und unge­heure Schlagkraft der schnellen Jagdflug­zeuge bei ihren Angriffen auf die Bomber­verbände verstärke. Heute unterschätze man sie nicht mehr, und zwar ebenso wenig wie das wirkungsvolle Feuer der Bodenabwehr. Was die Widerstandskraft der Bevölkerung angehe, so habe man keine Panik hervor- rufen können. Die Erfahrung lehre vielmehr, daß die Nerven bis zu einem gewissen Punkt eher durch Bombenangriffe gestärkt als geschwächt werden.

Cyrill Falls zeigt dann die Schwierigkei­ten, die der Angreifer infolge der Auftei­lung und Zerstreuung der Produktions­stätten zu überwinden habe. Dazu komme noch die Tatsache, daß der Gegner sich schnell von Luftangriffen erhole und schon in erstaunlich kurzer Zeit die Produktion le­benswichtiger Betriebe wieder in Gang brin­gen könne. Alldas bedeute, daß die Alliierten ihre Voistellungen .von Bombenangriffen re­vidieren müßten. Es sei reiner Wahnsinn, zu behaupten, daß sich mit Luftangriffen allein der Endsieg erringen lasse.

Die wiederholten Feststellungen von Cyrill Falls und anderen Militärschriftstel­lern über die begrenzten Möglichkeiten des Bombenkrieges müssen natürlich in. Zu­sammenhang mit dem Angriffsversuch auf die Festung Europa beurteilt werden. Die Notwendigkeit dieses Versuches soll dem. englischen Volke entgegen den Hoffnungen, die man früher in ihm.erweckt hat, noch einmal besonders nachdrücklich unter­strichen werden. Darum auch beendet der englische Militärschriftsteller seine Be­trachtungen mit einem Hinweis auf die Stärke der deutschen Verteidigungsanlagen im Westen. Ohne Zweifel, so sagt er, hät­ten die Deutschen ein Verteidigungssystem aufgebaut, das die alliierten Angriffskräfte auf die schwerste Kraftprobe stellen werde. Der Kern der Lage sei der, daß die Alli­ierten jetzt im Begriff ständen, eine Auf­gabe anzupacken, die bei weitem die schwierigste und gewaltigste von allen sei, an die sie sich in diesem Krieg herange­wagt hätten. Dabei faßt Falls schon heute die Möglichkeit ins Auge, daß die Angrei­fer im Westen zurückgeschlagen werden könnten.

Starke Feindangriffe in Süditalien

Heeresllak vernichtete im Osten 2000Flugzeuge - Portsmouth bombardiert

dnb. Aus dem Führerhaupt­quartier, 16. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Von der Ostfront wird nur örtliche Kampf­tätigkeit am unteren D n j e s t r und im Kar­patenvorland gemeldet. Verbände der Hee- res-Flakartillerie schossen seit Beginn des Ostfeldzuges 2000 feindliche Flugzeuge ab; davon erzielten allein 300 Abschüsse die Heeresflak-Abteilungen 275 und 279.

An de*r italienischen Südfront setzte der Feind seine Angriffe unter Einsatz neuer Infanterie- und Panzerdivisionen gegen un­ser Verteidigungssystem mit Schwerpunkt südlich C a s s i n o fort. Nach erbitterten wechselvollen Kämpfen gingen einige Hö­henstellungen verloren. In anderen Ab­

schnitten wurden örtliche Einbrüche im Ge­genangriff bereinigt oder abgeriegelt. Ein starker Kampffliegerverband bombardierte in den späten Abendstunden des 15. Mai feindliche Stützpunkte im Kampfgebiet von Cassino mit guter Wirkung. Es entstanden Brände und Explosionen.

Bein Angriffen -einzelner britischer Stör­flugzeuge auf den Raum von Köln und Mannheim sowie bei Einflügen in die Kieler Bucht wurden in der vergange­nen Nacht vier feindliche -Flugzeuge abge­schossen.

In den ersten Morgenstunden des 16. Mai griffen starke Verbände schwerer deutscher Kampfflugzeuge die britische Hafenstadt Portsmouth mit einer großen Zahl von Spreng- und Brandbomben an.

Geheimnisvoller Metropoliten-Tod

Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung b. Berlin, 16. Mai. Der Kreml meldet den Tod der sowjetischen Attraktionsfigur Sergius, der als Metropolit von Stalins Gnaden die orthodoxe Kirche in der Sowjet­union vertreten sollte. Als Todesursache des 78jährigen Präses des Heiligen Synods wird offiziell Gehirnschlag angegeben, wobei jedoch auch diese Mitteilung in das Flui­dum des Geheimnisvollen getaucht ist, hin­ter dem sich die wahren Todesursachen der Männer-verbergen, die in der Sowjetunion eine zu große Popolarität erhielten.

Sergius wurde im September 1943 von Stalin in das Licht der Oeffentlichkeit ge­stellt, als es dem Kreml notw«adig üitduaa.

die Fiktion des „gewandelten Bolschewis­mus" durch eine gehedchelte Kirchenfreund­lichkeit zu vertiefen, nachdem die Abände­rung der „Internationale" den Beginn dieses Demokratisierungsmanövers gebildet hatte. Das Problematische der neuen Rolle des Metropoliten Sergius wurde in orthodoxen Kreisen sehr wohl erkannt. Während der Erzbischof von York es angesichts der Sowjetfreundschaft Washingtons für ange­bracht hielt, Moskau aufzusuchen und dem neuen Metropoliten seine Grüße darzu­bringen, die in Wirklichkeit ja dem Kreml galten, haben sieb die in Wien versammel­ten Bischöfe der orthodoxen Kirche gegen den. Auftrag Sergius ausgesprochen, da die bolschewistische Absicht zu unverkennbar

ln einer Hauptbefehlsstelle an Ford

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Ücr Ijejehisiiherniittler im Ruderhaus gibt die Befehle des Kommandanten an alle Stationen weiter. VK-Kriegsberiehter Mischlich (Sch)

die tote gefafc m tHätdmm

■ .Von unserem Vertreter in Rom Dr. Wolfdieter von Langen

Welcher politischen Richtung auch immer der einzelne Italiener angehören mag, es ist ihm bei nüchterner Ueberlegung unmöglich, zu leugnen, daß das Mittelmeer Italiens Leben bedeutet. Die Freiheit des Mittelmeers war, ist und wird immer die Freiheit Ita­liens sein. Allein der Faschismus hat ent­sprechend folgerichjig zu handeln versucht. Daß Badoglio und seine Gesinnungsgenossen diesen Lebensraum Italiens den Angelsach­sen ausiieferten, entspricht ihrer im völ­kisch-italienischen Sinne nur als pervers zu charakterisierenden politischen Mentalität und wird von der.italienischen Geschichts­schreibung aller Epochen und Schattierun­gen stets als das größte Verbrechen gegen die Nation gebrandmarkt werden.

Denn es ist klar: das Mittelmeer ist für seine Völker in Gefahr wie,, nie zuvor. Es handelt sich dabei nicht in erster Linie um die britische Herrschaft über dieses Meer, von der sich zu befreien, Italien 1940 in den Krieg zog. Es handelt sich jetzt um die Tod­feinde des Mittelmeerraumes selbst, die Bo lschewisten. Italien, das in seinen kämpferischen Epochen seine Funktion im­mer als Zentrum und Hüterin mediterraner Lebensgesetze empfand, ist heute zum ersten Mal in der mittelländischen Geschichte von kommunistischen Expansionsv.ersuchen im Mittelmeer eingekreist, wobei dank der Steigbügeihalterdienste der Angelsachsen der Kommunismus seinen Einfluß in den) Mittelmeer-Anliegerstaaten in nächster Nähe Italiens ausweitet. War der spanische Bürgerkrieg nur eine am Rande dieses Mee­res versuchte bolschewistische Aktion, so handelt es sich jetzt um den konzentri­schen Versuch Moskaus gegen den mit­telländischen Raum. Im Osten Italiens ist der Bandenführer Tito ein W.erkzeug Mos­kaus. In Albanien wurden unter dortigen Partisanengruppen bolschewistische Tenden­zen sichtbar, die sich nach Griechen­land verbreiteten. Syrien kann seit mehr als zwei Jahren mit der Syrischen kommu­nistischen Partei und dem „Verein der Freunde Söwjetrußlarids" als kommunisti­sche Hochburg im Ostmittelmeer gelten. In Aegypten erleichtert seit 1943 die Auf­nahme der diplomatischen Beziehungen, mit Moskau die Aktion der bolschewistischen Propaganda. In Nordafrika endlich steht das Algier-Komitee nachweislich unter kom­munistischem Einfluß, der de Gaulle über Giraud zum Zwecke der späteren Schaffung einer Sowjetunion der nordafrikanischen Staaten triumphieren ließ.

Zu dieser mannigfachen, aber im wesent­lichen noch an der Peripherie des Zentral- mittelmeeres liegenden bolschewistischen Drohung gesellt sich die schwerste Gefahr für Italien in Gestalt der im besetzten Süd- i t a 1 i e n mit allen Kräften hoch gezüch­teten kommunistischen Bewegung, deren ge­genwärtige Hochburg Neapel i^t. pie Be­herrschung der sog. demokratischen Par­teien, die im „Befreiungskomitee" zusam- mengeschloss'“-' sind, durch diesen Kommu­nismus ist um so mehr Tatsache, ats sie sämtlich, ob Demokraten, Liberale, Sozia­listen usw. von der Gnade der angelsächsi­schen Besatzungsmächte abhängen, während auf Grund des direkten Rückhalts an Mos­kau die Kommunisten als einzige auch ge­genüber der „Amgot" frei operieren können. Dieser Ring, kommunistischer Einflußnahme setzt sich nach Süden .in dem immer stär­ker zu beobachtenden Einfluß auf Sizilien fort, wo ehedem die separatistische Partei als Werkzeug der britischen Politik fun­gierte. Im steigenden Maße sind in die Schlüsselstellungen des siziliänischen Sepa­ratismus kommunistische Elemente einge­drungen, die in Ausnützung der geschaffe­nen separatistischen Konjunktur auf Sizilien nach den Direktiven Moskaus hier die Mög­lichkeit der Bildung einer Sowjetrepublik Si z i lien , gleichsam als Präzedenzfall für diel