Ausgabe 
(15.5.1944) 133
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parteiamtliche Tageszeitung

Da» Amts blatt de 8 Regierenden Bürgermeister « der Freien Hansestadt Bremen

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verkündungsblatt des Reichsstatthaliers in Oldenburg und Bremen

Nr. 133 14. Jahrgang

Montag, den 15. Mai 1944

Einzelpreis 15 Rpf.

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Gauappell der NSDAP, in Oldenburg — Gauleiter Paul Wegener gibt der Braunen Armee den Angriffs­befehl neuer Kampfzeit — Trotj Bombentod und Terror: Hitler siegt immer!

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Eigener Bericht

BZ. Oldenburg, 14. Mai. Am 13./14. Mai traten in Oldenburg mit dem Gaustab die Kreisleiter, Kreisamtsleiter, Ortsgruppenleiter und die Gliede- pingsführer der NSDAP, des gesamten Gaues Weser-Ems. zu einem Gauappell jiisammen. Der Appell, der zu Beginn entscheidender Tage und Wochen noch einmal alle Vorkämpfer der Hitler-Bewegung kurz vereinte, bedeutete durch eine Rede des Gauleiters Wegener eindeutigste Paroleausgabe an die Kämpfer des Heimatkriegsgebietes. Die vom Hoheitsträger des Gaues den ver­antwortlichen Männern der Partei und ihren Gliederungen erteilten Richt­linien und gegebenen Befehle sind ab sofort in Kraft zu setzen.

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Der Gauappell begann mit einer Auffüll­ung des Oldenburgischen Staatstheaters, deren formen- und paragraphensprengendei Gneisenau- und Nettelbeck-Geist aktivisti- itheSinnesart, die über überholte Sitten und Gebräuche hinweg zur kriegerischen Tages­ordnung übergeht, charakterisierte. „Die letzte Festun-g”, deren Schicksal hier aal der Biihne abrollte, war nicht nur jenes Oslseebollwerk, das der Dichter Werner Deubel in Fulverqualm urfd berstenden Stra­fen erstehen ließ, .sondern der auf das We- leniliche eingestellte Frontgeist des freien Deutschen, der den Befehl des Vorgesetzten nn Befehl des eigenen Gewissens nimmt und weiterführt.

Je nachdem die drängenden Tagesauf-

iben und Zwischenfälle des Luftkrieges

in Städten und Dörfern es zuließen, waren die Wortführer der Bewegung im Gau-We- ser-Ems am Nachmittag des 13. Mai in Oldenburg eingetroffen. Nach dem Besuch der eindrucksvollen Aufführung von Deu­bels packendem' Schauspiel im Staalsthea- ter fanden sich abends die Teilnehmer des Gauappells in Soldatentradition beim Feld­küchengericht zusammen. Alle Säle, in de­nen der , Kameradschaftsabend verbracht wurde, besuchte kurz der Gauleiter zur Begrüßung. Aus seihen Worten klang die Genugtuung, daß der Feind die Braunen Ba­taillone genau so wenig wie in der ersten Kampfzeit am Aufmarsch zu hindern ver­mag. Zu diesem Abend hatte der Reichs­propagandaleiter den Parteigenossen unseres Gaues namhafte Künstler der Reichshaupt­stadt entsandt, um mit Musik, Gesang und

Plauderei zwischen der schweren Alltpgs- arbeit meist ehrenamtlichen Parteigenossen Erholung und Freude zu bringen.

Der Sonntagmorgen sah das Führerkorps wieder im Staatstheater versammelt. Auf der Bühne leuchteten schwarz und weiß und rot die Zeichen der neuen Zeit und' 1 der Adler des nationalsozialistischen Reiches. Davor stand SA. an den Feldzeichen und Standarten „Carl Rover" und „Oldenburg". Ihr Musik­zug ließ klingende Märsche durch das Haus dröhnen und die Lieder der Alten Garde. Mit schmetternden Trompeten und dunklem Trommelschlag riefen sie allen zu:

Kampfzeit ist wieder! 1

Die Marschrhythmen sprengten die TüTen, flogen hinaus ins Land kernhaften nieder­deutschen Menschentums und im Echo klang es aus allen Winden zurück: . . . immer wer­den wir siegen, wenn wir zusammenstehn!

, Wo einst der Ruf brandete: „Deutschland erwache!" — im ersten Lande, das sich vor der Ueberoahme der Gewalt im ganzen Reich eine rein nationalsozialistische Re­gierung gab —, da lebte auf zusammen­gepreßten Lippen der schweigende Schwur der zweiten Kampfzeit: Sieg um jeden P r e i s 1

10 000 Ersatzmittel, nmülnlN han“ bia zurKotilrüksza-i; bescherte aus der letzte Wiaj Diese Ereatz-Sdroemifc'J nicht mehr wiederbot hl deutsche Forscher kW» 1

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der milehgeborencEi-AffiW^

Paul Wegener spricht zu seinem Gau

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Dann betrat Gauleiter Paul Wegener das ins Gauorganisationsleiter Dunker mel- lirihm das angetretene .Führerkorps. Dann bjitn Gauleiter Wegener mit Ausführun- |n deren aktuelle Bedeutung einmal ln der Wichte des Gaues verzeichnet sein wird. Sehend hörte die Versammlung zu Be- seine Worte zum ehrenden Gedächtnis ® Toten. Im Geist ruhte unsere Hand noch fatal auf der Schulter von Kameraden, die cst bei uns waren und mit und für uns tapfend in Front und Heimat fielen. Der Gaa gedachte zugleich seines nun vor zwei abren zur Großen Armee abberufenen Ren Gauleiters.

Webt trotz des Krieges sind wir hier fa Gauappell zusammengekommen, fuhr Gauleiter Wegener dann , fort, sondern Ve Sen des Krieges. In einer Zeit neuen fitivistischen .Einsatzes soll jeder um i 1 e ™ e gleichgerichtete, gleichdenkende «pferschar fühlen und den Kraftstrom in ja aufnehmen, der aus dieser Wechselwir- Ecg entspringt, „Es wird notwendig sein, “dieser Appell draußen im Lande, in «sjruppen- und Kreisappellen ausklingt.

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Wr wissen, wie es - gerade in ernstesten ^nden von Wichtigkeit war, aus Carl RÖ- Es Munde die Ausrichtung zu erhalten -«auf ein Ziel angesetzt zu werden. Es ist .utelbe, was auch mir täglich Kraft gibt.

ist, daß wir Zusammenkommen und j*'“{Rhalten über all das, was uns be- Ij, p werm wir am Vortage des Todes- ri 5s Rovers nicht nur seiner geden- sondern heute hier eine Ehrung vor- ®R,'indem wir die Heilige-Geist-Straße K uenburg nun in Carl-Röver-Straße um- Putten, wollen wir seinen Namen für alle , ei 'n unserem Gau weiter veran- r Mmd erhalten.“

i,," r Bauleiter sagte weiter zum Grund- F",'ali U « UnS t en der Gemeinschaft Aller eine I;... e ? er ung von Interessen zu verhindern, I e mhellig er Zustimmung:

|t;.'p^ nn . auc l 1 die Jahre unsere Reihen in Ir;^ ^ ei me ^klich gelichtet haben, so ist I le Kraft und der Wille der Bewegung

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nicht anders als- einst. Wichtig ist nur, daß wir diese Kraft der ' Bewegung, die fraglos überall draußen vorhanden ist, so einsetzen, daß wir ausgerichtet in 'den kommenden Wochen und Monaten die Dinge anpacken. In der Erkenntnis, daß es in dieser ernsten Zeit mehr denn je notwendig ist, '

„ die engste Zusammenarbeit aller Partei­stellen und Gliederungen

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so zu gestalten, wie es erforderlich ist.

Der Ortsgruppenleiter ist für das Ge- samtgeschehen im Ortsgruppenbereich verantwortlich. Er als Hoheitsträger hat sich der ungeheuren Verpflichtung bewußt zu sein, alles, was überhaupt an Kraft um ihn Ist, eng zusammenzuführen. Der Hoheits­träger muß sich der Partei und ihrer Glie­derungen insgesamt bedienen. Es gibt keine Aufgabe, die'uns nicht in­teressiert; es gilt, .ohne Bürokratismus über enge Rahmen aufmerksam hinauszu­schauen.“

Der Gauleiter.erteilte den Hpheitsträgern den Befehl, jeden, geeigneten Mann, wo er in der Bewegung zu finden sei, einzusetzen, und betonte die verpflichtende Aufgabe der Partei, in ihrer Organisationsform mit gutem Beispiel voranzugehen. Mit seinen diesbe­züglichen Ausführungen manifestierte der Gauleiter

'jedes Dorf, Jede Stadtstraße als ge­schlossene Gemeinschaft von Allen, die das Braunhemd tragen.

Hierbei kam die gesunde Ansicht jedes rich­tigen Nationalsozialisten zum Ausdruck, der höhere Bedeutung von formalem Recht und unsachlich ausgelegten Paragraphen nicht anerkennt. Die entscheidende Rolle der Mit­hilfe jedes Parteigenossen zur. Entlastung seines Hoheitsträgers wurde vom Gauleiter

dann betont, und jeder durfte seinen klaren Anmerkungen entgegennehmen, daß es Mit- läuferklüngeL die nur zum Schein bei der Sache sind, bei uns nicht gibt.

Paul Wegener sagte weiter:

„Die Kampfzeit lehrt uns, daß wir immer in Deutschland gute Könner und Fachkräfte hatten auf allen Gebieten des Lebens. Was uns fehlte — und teilweise auch heute noch fehlt — ist das selbstverständliche Pflicht­gefühl •’ zur gemeinschaftlichen Kraftänspannung. Wir müssen mit der Kraft unserer Gesamtheit jeden Volksgenossen in die Gemeinschaft eingliedern. Es gibt kein Vorrecht irgendwelcher Kreise, sondern nur die Gemeinschaft im Nationalsozialismus. Und so verlange ich z. B., daß die Dorfge- 'meinschaft festgefügt ist. Diese Ge­meinschaftsaufgabe war bisher schon die Voraussetzung, um im Großen und Ganzen den Bombenterror zu meistern und sie wird es weiterhin sein.“ Die Einsatztrupps, ohne Paragraphen aus dem Augenblick geboren, hätten die Kraft der Partei unter Beweis gestellt. Sie sind tatsächlich Zeugnis von der Beweglichkeit-einer von Exerzierregeln untergegangener" Jahrhunderte“ freien- Orga­nisation. Weiter dürfe nicht nachgelassen werden’ in der Herstellung von — und sei -es auch nur behelfsmäßigen — Luftschutz­räumen und Splittergräben. Der Gauleiter richtete die Forderung an sämtliche Hoheits­träger, sich, unbeschadet ihrer Zuständig­keit von der Luftschutzbereitschaft ihrer Ortsarunpe zu überzeuqen.

Gauleiter Wegener kam dabei auf dfe allen militärischen und menschlichen An­standsregeln Hohn sprechenden Kampf­methoden der anglo-amerikanischen Lüft­gangster zu sprechen und stellte klar, daß wir hart genug sein werden, um : diesen schändlichen Methoden , auch in unserem Gau begegnen zu können.

Der Nazi padit zu

Votksgenossen, als er ausrief: „Paßt ' 2eit-'Eng^n<£rüna^

daß eure Reihen sauber

In seinen Befehlen an die Parteigenossen­schaft über Verhalten gegenüber allen Er­scheinungen des in das entscheidende Sta­dium tretenden Krieges wies der Gauleiter jeden einzelnen auf das Vorbild des zu schnellem Zupacken und persönlichem Ein­satz erzogenen Infanteristen hin.

Ernste Worte der Mahnung richtete da­bei Paul Wegener an alle Parteigenossen, Augen und Ohren o f f e n z uh al ‘ e £ " nd gegen die überall Eingang suchenden. Feind^ spione unnachsichtlich vorzggeben. Seine Mahnung galt nicht nur den Parteigenossen,

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bleiben! HüfeT draußen‘eure Zunge und ;redet nicht von Dingen, von denen thr nicht genau wißt wie es wird/* Br fuhr fort: , .

Weiter aebe ich den Auftrag, daß ihr in den Betrieben den deutschen Volksgenos- die aus anderen Gauen unseres

zu uns gekommen sind, hier eine Denn das, was der deutsche ieiier. ucu,e in den Betrieben leistet, ist jeden Lobes wert. Der Beste und este nicht nur im Wort, sondern mit der

Tat, ist der deutsche ^beiter

In diesem Zusammenhänge st ^' fte . Gauleiter — und alle verstanden ihn — die

Notwendigkeit, bei der Anwesenhe, v, -

ausländischer Helfer genau d.e Wertyotlcn von" Srhädiineen zu unterscheiden. Die liJ «n Sabotage- ’-d Zerseizungsve- suche in unseren eigenen Reihen der ersten Kampfzeit wurde gleicht»«« m

sen, landes

Heimat gebt. Arbeiter, heute

treffenden Hinweisen des Gauleiters auf die Art unseres Gegners lebendig.

Gauleiter Wegener kam dann, anknüpfend an, die im |Wehrmachtbericht vom . Sogn­abend erstmals erwähnten Feindvorberei- tunqen zur Invasion, auf das zu spre­chen, was jalle Volksgenossen in Stadt und Land heute besonders beschäftigt. „Es hat den Anschein, daß das, was wir seit Mo­naten wissen, Witklichkeit wird, nämlich die sichtbare Auseinandersetzung mit unse­rem westlichen Gegner. Das wird ein schwe­rer Waffengang werden. Der Kampf wird so hart geführt werden, daß nach einer abseh-

Führer bis heute noch jeden Wechsel ein­löste.

Der Gauleiter sprach sodann von der unermüdlichen, erfolgreichen Arbeit, die

staatliche, politische, wirtschaftliche und kulturelle Einheit des Gaues Weser-Ems

herzustellen und richtete in diesem Zusam­menhang den dringenden Appell an die Hoheitsträger, dafür zu sorgen, daß die Ein­heitlichkeit auf allen Gebieten auch ihre entsprechende Ausrichtung erhält.

- Zum Schluß wandte sich Gauleiter We­gener mit einem flammenden Appell an die jungen und alten Nationalsozialisten des Nordseegaues und rief sie auf, im Angriff zu bleiben im Sinne der drei Grundprin­zipien der Bewegung: Disziplin,

Treue, «Kameradschaft.

Noch einmal wurde die Parteiführerschaft auf die Kraft der deutschen Menschen hin­gewiesen, die' nicht aus Gründen des be-, lassen rechnenden Verstandes, sondern aus Glau­ben zu Adolf Hitler- kamen. Es gäbe Zeiten, die man nicht mit Addition, Division, mit Augenblicksmaßstäben messen könne.

„Jetzt ist das gläubige Herz wieder in Front!“

Weder für uns günstig aussehende Er­scheinungen im Feindlager, .noch dunkle Tage des deutschen Schicksals, das war der Sinn der Ausführungen, können uns, die wir wissen, mit wem wir ps im Osten und im Westen zu tun haben, in unserem Urteil beeinflussen.

So klang die Rede aus in dem Appell an alle Parteigenossen, als Fachleute der welt­anschaulichen Auseinandersetzung und als Feinde des faulen Kompromisses die Volks­genossen entsprechend kampfstark zu machen.

In dieser Weise befaßte sich unser Gau­leiter gründlich und unmißverständlich mit einer Reihe von Punkten, die in den Orts­gruppen in dieser Woche zur Sprache kom­men werden. 'Der Gau Weser-Ems wird in dieser Phase des Krieges bald erkennen um was es sich am 14. Mai Im Oldenburger Staatstheatet gehandelt hat. Denn es ist der Ehrgeiz dieses Frontgaues, unter den Ersten .dermaleinst hinter dem Führer siegreich durch das Brandenburger Tor zu rücken.

Carl Rovers Kamof oehf weiter

l'intl Wegener mit der Frau imtl der Tochter des verstorbenen Gauleiters Carl Rover bei der

Kranzniederlegung

Der Wind fuhr ln jähem Stoßen vom rauhen Horst. Ueber eine graue, in gelbe Blumen gebettete Steinplatte flattern Haken­kreuzfahnen. Auf der Steinplatte steht:

Carl Rover 1889—1942 *

Erster Gauleiter des Gaues Weser-Ems.

Mailich grünt da's Land um die steinerne Tafel, unter der der alte Kämpfer schläft. Ehrenstürme aller Gliederungen der Natio­nalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei stehen bei ihm. Vom Erben seiner Aufgabe geleitet, tritt die Witwe Rövers mit der Tochter an 1 das ,Grab ihrds Mannes. Dann dringt feierlich milde das Kame-raden-Lied

über die Ruhestätte, und Gauleiter Wegener legt unter gesenkten Falmert den’Kranz der Nationalsozialisten nieder, an deren Spitze der Tote eipst marschierte. Wieder ist ein Jahr vergangen.! Noch haben die, die hier stehen, das am 16. Mai 1943 zum ersten Todestage hier gesprochene Wort des Gau­schulungsleiters vom schwarzbrothaften Le­ben des kernigen Mannes, der dort ruht, im Herzen. Doch als die Hitlerjungen die Musik­instrumente absetzen und stumm ^uf die Gruft des verewigten Freundes blicken — da wissen vir: er ist unter uns, sein Geist fliegt über Land und Meer seines Nordsee­gaues, mahnt und stachelt die Kampfge­fährten und Gefolgsmänner an, seinen Kampf w e i t e r z u s t r e i t e ri.

Der Vorbeimarsch der politisdien Soldaten

Bergeächlageri ttärilffu. Unr dieses Z4et-zti- erreichen, Bedarf es aller Kräfteanspannung, find ich julaube, daß ,wir im Gau Weser- Ems auch von ’ dieseift Kriegsgeschehen etwas spüren werden." Der Gauleitef er­mahnte unter Hinweis auf die neuen Me- _ thoden der feindlichen Tiefangriffe und ver- | abscheuungswürdigen Beschießung von : Eisenbähnzügen aus der Luft alle Volksgenossen, die nicht unbedingt aus kriegswichtigen Gründen reisen müssen, diese Reisen zu unterlassen.

„Wir sehen allem Kommenden" — so be­tonte der Gauleiter weiter — „mit Ruhe und Zuversicht entgegen. Wir werden in nnse- j rem Gau alles tun, um dem Endsieg näher ' zu kommen." Unter stürmischem Beifall wips der Gauleiter Wegener auch hier noch­mals darauf hin — auf die von jedem Volks­genossen erwariete Vergeltung der feind­lichen Dreistigkeit anspielend — daß der

Vorbeimarsclf vor dem Gauleiter

links der Führer der SA,-Grni>pr l\ord*"e. I’remens Reg, Bürgermeister Böhmeker, ijcchts der Stellvertretende. Gauleiter und Minister­präsident von Oldenburg Joel.

Am Sonntagmittag traten das in Olden­burg versammelte Führerkorps und die Ol­denburger Gliederungen der Partei am Schloß an, um die Fahnen des Gaues We­ser-Ems unter klingendem Spiel durch die Stadt zu tragen. Zur Seite den Stellvertre­tenden Gauleiter Ministerpräsidenten Joel und umgeben von den Führern der Gliede­rungen, nahm Gauleiter Wegener vor dem Landtagsgebäude den Vorbei­marsch ab. Es zogen vorbei alte Solda­ten der Jahre 1914—18, mit ihnen an der Front dieses Krieges bewährte jüngere Ka­meraden. Es kam vorbei mit seinen trotzi­gen llitler-Jügend-Liedern das Deutschland von morgen. Als der letzte Pimpf, seinem Gauleiter in die Augen blickend, vorbei­marschiert war und der stramme Musikzng der Jungen wieder einschwenkte, wußte je­der, der diesen Abschluß des Gauappells miterlebte: Ein Volk, das solche Stoßtrupps in die Zeit zu entsenden weiß, obsiegt über das Geschmeiß seiner Feinde und lebt in Ewlgkäit.

Fachtagung mit Stellv. Gauleiter Joej

Vor einzelnen Teilnehmerkreisen nahmen am Sonntag noch führende Männer, aus der Gauleitung das Wort zu wichtigen auf Ta­gesfragen gerichtete Darlegungen. Itn Schloß zu Oldenburg hatte der Stellvertretende Gauleiter Joel die Ortsgruppenleiter zu einer Tagung zusammengefaßt, auf der er auf die Sendung des Hoheitsträgers des

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